Posts by strops

    Hallo zusammen,


    mir ist auch schon aufgefallen, dass in den Karteikarten Orden oder Beförderungsdaten auf die gleichen Daten gelegt sind. Die Karteikarten wurden angelegt, wenn der entsprechende Offizier in die Führerreserve versetzt worden ist. Entsprechend lagen die Anlegedaten der Karteikarten hinter manchen Ordensverleihungen oder Beförderungen. Ich vermute, dass manchmal die Daten der vorherigen Verleihung nicht mehr vorhanden waren oder einfach so übernommen wurden. Ich habe ein ähnliches Beispiel des OLT Konrad Hofmann in einem anderen Thread.

    Sicher kann man sich nur sein, wenn man die entsprechende Personalakte einsehen kann.


    Grüße

    Alex

    Guten Morgen zusammen,


    mein Großvater hatte mir gesagt, dass bei ihm im Hetzer eine MP40 vorhanden war. Ansonsten hatten die Besatzungsmitglieder je eine Pistole. Allerdings war mein Großvater, nur bis zu seiner Verwundung Ende Februar, in einem Hetzer eingesetzt.

    Grüße

    Alex

    Hallo Johannes,


    vielen Dank für die Information. Ich habe mal eben im LdW nachgeschaut, dort ist vermerkt, dass die 26. Panzerdivision nicht in Afrika stationiert war.

    Hast du schon einmal den militärischen Werdegang deines Großvaters bei der ehemaligen WASt, jetzt im Bundesarchiv, angefragt?


    Grüße

    Alex

    Hallo Johannes,


    auf dem dritten Bild ist vorne links Rommel zu sehen. Auf dem zweiten Bild bin ich mir nicht ganz sicher, ob es der Mann in der weißen Uniform in der Mitte ist. Nach Abgleich mit dem ersten Bild, gehe ich aber nicht davon aus.


    Darf ich fragen, in welcher Einheit/ Funktion dein Großvater in Afrika gedient hat?


    Grüße

    Alex

    Hallo zusammen,


    in meinem Beitrag 200 in diesem Thread hatte ich auf einem Artikel hingewiesen, in dem darauf hingewiesen wurde, dass angedacht war ab 1945 den Hetzer als Sturmgeschütz in allen Panzerjägereinheiten einzusetzen. Die entsprechende Quelle konnte ich ausfindig machen und ist auf der Nara Rolle T-78, Roll-759 zu finden. Leider ist diese Rolle nicht bei John oder anderen Seiten (auch bezahlpflichtig) zu finden. Daher wollte ich fragen, ob jemand diese Rolle hat und diese, oder den betreffenden Ausschnitt, tauschen oder teilen würde? Vielen Dank.


    Grüße

    Alex

    Guten Morgen zusammen,


    wie beschrieben wollte ich einmal recherchieren, welche Gefechte zwischen amerikanischen Panzern bzw. Panzerjägern und deutschen Panzern bzw. Panzerjägern es überhaupt gegeben hat. Dabei habe ich einen sehr interessanten Artikel über die Entwicklung der amerikanischen Panzerjägerwaffe und bekannte Gefechte zwischen amerikanischen Panzerjägern und deutschen Panzern gefunden. Der Artikel ist auf englisch, aber in kurze Abschnitte gegliedert, die sich sicherlich gut mit einem Übersetzer übersetzen lassen.

    In dem Artikel werden die folgenden Gefechte zwischen amerikanischen Panzerjägern und deutschen Panzern angegeben:

    - 23.03.1943 zwischen dem 601st Tank Destroyer Battalion (später noch 2 Kompanien des 899th Tank Destroyer Battalion) und der 10. Panzerdivision bei El Guettar;

    - 11.07.1944 zwischen dem 799th und 823rd Tank Destroyer Battalion und der Panzer-Lehr-Division bei Le Désert (Saint Lo);

    - Unternehmen Lüttich, beteiligt war unter anderem das 823rd Tank Destroyer Battalion;

    - 09.1944 zwischen dem 704th Tank Destroyer Battalion und der 113. Panzer-Brigade bei Arracourt;

    - während der Ardennenoffensive, wobei dies eine spätere gesonderte Betrachtung erfordert.


    Das Panzergefecht bei El Guettar wird dabei als erste und einzige original angedachte Mission der amerikanischen Panzerjäger betrachtet. Dies war, auch aus der Doktrin heraus, die Begegnung eines deutschen Panzerangriffs, durch Verlegen von starken Panzerabwehrkräften in den Vormarschweg der deutschen Panzer.


    Grüße

    Alex

    Hallo Chronistos,


    immerhin beschränkt es sich auf ein paar Namen, die von der Anzahl auch überprüft werden können. Leider kann ich dir nicht bei der Suche behilflich sein, da ich im Wiedererkennen von Gesichtern auf verschiedenen Bildern nicht allzu erfolgreich bin.
    Ermutigen kann ich dich aber dahingehend, dass die meisten Ritterkreuzträger der Luftwaffe mit Bild in Suchmaschinen zu finden sind. Also einfach dran bleiben, 5 Namen pro Tag prüfen. Irgendwann ist die Liste abgearbeitet. Ich drück die Daumen, dass es klappt.


    Grüße

    Alex

    Hallo zusammen,


    eine kleine Ergänzung: laut Wikipedia gab es ab Mai 1942 für 50 Luftsiege das Ritterkreuz. Auch wenn dies sicherlich nicht immer so streng gehandhabt wurde, ist es erstmal ein guter Indikator für den Verleihungszeitraum.

    Anbei mal die Namen der Ritterkreuzträger, die im JG 51 eingesetzt waren und mehr als 50 Luftsiege hatten:

    OTL Heinrich Bär;

    Lt. Herbert Bareuther;

    Hptm. Franz Barten;

    Olt. Konrad Bauer;

    Lt. Franz-Josef Beerenbrock;

    Maj. Hans-Ekkehard Bob;

    Maj. Adolf Borchers;

    Hptm. Joachim Brendel;

    Olt. Kurt Dombacher;

    Maj. Georg-Peter Eder;

    Maj. Diethelm von Eichel-Streiber;

    Hptm. Horst-Günther von Fassong;

    Lt. Erwin Fleig;

    Lt. Herbert Friebel;

    Lt. Otto Gaiser;

    Maj. Bernd Gallowitsch;

    Maj. Hartmann Grasser;

    Maj. Horst Haase;

    Olt. Anton Hafner;

    Hptm. Heinrich Höfemeier;

    Ofw. Heinrich Hoffmann;

    Maj. Erich Hohagen;

    Lt. Wilhelm Hübner;

    Maj. Herbert Huppertz;

    Lt. Josef Jennewein;

    Hptm. Hermann-Friedrich Joppien;

    Olt. Günther Josten;

    Olt. Peter Kalden;

    Olt. Heinrich Klöpper;

    Ofw. Kurt Knappe;

    Hptm. Heinrich Krafft;

    Maj. Heinz Lange;

    Lt. Heinz Leber;

    Maj. Erich Leie;

    Maj. Richard Leppla;

    Olt. Anton Lindner;

    Maj. Fritz Losigkeit;

    Olt. Hermann Lücke;

    Ofw. Heinz Marquardt;

    Hptm. Maximilian Mayerl;

    Lt. Johann-Hermann Meier;

    Ofw. Wilhelm Mink;

    Oberst Karl-Gottfried Nordmann;

    Ofw. Alexander Preinfalk;

    Oberst Josef Priller;

    Hptm. Herbert Puschmann;

    Lt. Alfred Rauch;

    Maj. Adolf Resch;

    Olt. Oskar Romm;

    Hptm. Günther Schack;

    Maj. Karl-Heinz Schnell;

    Ofw. Helmut Schönfelder;

    Hptm. Otto Schultz;

    Maj. Hermann Staiger;

    Ofw. Hubert Straßl;

    Lt. Hans Strelow;

    Olt. Otto Tange;

    Lt. Kurt Tanzer;

    Hptm. Edwin Thiel;

    Oberst Hannes Trautloft;

    Olt. Bernhard Vechtel;

    Ofw. Edmund Wagner;

    Lt. Rudolf Wagner;

    Hptm. Karl-Heinz Weber;

    Olt. Ernst Weismann;

    Lt. Otto Würfel.


    Liste nach Toliver/Constable: Die deutschen Jagdfliegerasse 1939 - 1945


    Nach Abgleich mit Fellgiebel unter den genannten Bedingungen bleiben folgende Namen:


    Borchers;

    Brendel;

    Dombacher;

    Eichel-Streiber;

    Friebel;

    Gaiser;

    Hafner;

    Hübner;

    Jennewein;

    Josten;

    Kalden;

    Klöpper;

    Knappe;

    Lange;

    Leber;

    Lindner;

    Losigkeit;

    Lücke;

    Marquardt;

    Mayerl;

    Puschmann;

    Rauch;

    Resch;

    Romm;

    Schack;

    Schönfelder;

    Schultz;

    Straßl;

    Tange;

    Thiel;

    Vechtel;

    Wagner, Rudolf;

    Weber;

    Weismann;

    Würfel.


    Ab hier ist dann die Fleißarbeit Bilder zu den Namen zu finden und abzugleichen.


    Grüße

    Alex

    Hallo Mario,


    ein sehr interessantes Dokument, vielen Dank fürs Einstellen. So wie ich diesen Thread bisher gelesen habe, hieß es, dass der Name im 2. Weltkrieg kaum Verwendung fand. Auf der anderen Seite ist es, für mich, aber auch so, dass die Bezeichnung "Hetzer" schon eine gewisse Verwendungshäufigkeit gehabt haben muss, wenn der Name bis zu Hitler durchgedrungen war. Bei seltener Verwendung, hätte sich Hitler vermutlich nicht für die Herkunft des Namens interessiert.


    Ich weiß noch, dass ich meinen Großvater einmal gefragt habe, wieso der Panzer "Hetzer" hieß. Er meinte daraufhin, dass er dies nicht wisse, der Begriff aber von allen damals so verwendet wurden war. Allerdings fand dieses Gespräch in den 90er Jahren statt und auch wenn er zu DDR-Zeiten keinen Zugang zu Nachkriegsliteratur hatte, kann er den Begriff auch danach aufgeschnappt haben.


    Grüße

    Alex

    Hallo Karl,


    um den Namen "Hetzer" gab es ja schon einige Diskussionen. Ich meine aber mich erinnern zu können, dass der Name von Guderian erst Hitler erklärt werden musste. Gibt es zur Verfügung von Hitler zur Verwendung des Namens "Hetzer" eine Quelle?


    Grüße

    Alex

    Hallo zusammen,


    am Rande wollte ich einen absoluten Zufallsfund mitteilen, den ich in einem Befehl zur Auffrischung der Armee-Panzer-Jäger-Abteilung 731 vom 22.05.1944 gefunden habe. Darin heißt es, dass die "[...] Armee-Pz.Jäg.Abt.731 als Versuchsabt. für Sturmgesch. 38 t aufzufrischen [...]" ist.

    Anscheinend wurde der Panzerjäger 38 (t) zuerst als Sturmgeschütz angesprochen.


    Grüße

    Alex

    Hallo Karl,


    vielen Dank für deinen Beitrag und die ausführliche Beschreibung eines ebenso interessanten Aspektes der deutschen Taktik. Besonders betrachten möchte ich den Punkt der Panzerjäger im Gegenangriff auf amerikanische Positionen, die wiederum gerade erst durch Amerikaner von Deutschen erobert worden sind. Gemäß amerikanischer Doktrin zum Einsatz von Panzern, waren Panzer gedacht, um rückwärtige Einheiten anzugreifen, nicht aber unbedingt Panzer. Entsprechend wurde vermutlich spätestens der Durchbruch durch die HKL von Panzern des Typs Sherman geführt. Salopp gesagt: die deutschen Panzerjäger hätten einfach in versteckten Stellungen auf die amerikanischen Panzer warten können. Zumal die Feuereröffnung für die schweren Panzerjägerabteilungen schon auf 2.000 m möglich war. Ein offensiver Gegenangriff (evtl sogar im Sinne eines Sturmgeschützes) führt aber zum Offenbaren der Position, was an der Westfront vermutlich zu sofortigen starkem amerikanischen Artilleriefeuer geführt hätte. Letztendlich wäre es mal interessant den Gefechtsablauf von Einsätzen der deutschen schweren Panzerjägerabteilungen an der Westfront zu untersuchen. Aus dem Bauch heraus würde ich mal vermuten, dass es da nicht all zu viele gab. Ich werde mal entsprechend recherchieren. Vielleicht lassen sich einzelne Gefechte herausfiltern und untersuchen.


    Grüße

    Alex

    Hallo Chris,


    vielen Dank für die Ergänzungen und Ausführungen. Die Theorie und Einsatzgrundsatz der deutschen Panzerjäger war also tatsächlich von Sprache und Intention offensiv geprägt. Interessant wäre die Antwort auf die Frage, wie dies unterrichtet und gelehrt worden ist? Ich denke den deutschen Einheitsführern muss es 1944 bewusst gewesen sein, dass dieser offensive Geist nicht mehr zeitgemäß war. Bei einem Angriff von Panzerjägern war die Gefahr, dass die Begleitinfanterie durch Artillerie oder Flieger von diesen abgetrennt wurde, sehr real. Isolierte Panzerjäger, die dann auf vorbereitete Panzerabwehrstellungen, gemäß der eher defensiven amerikanischen Doktrin, treffen, waren sicherlich ein leichtes Ziel für die amerikanische Panzerabwehr.

    Eigentlich konnten sich die deutschen Truppen kaum auf diese Kämpfe ein- und ausrichten. Schlussendlich musste die deutsche Doktrin den Kampf gegen die Sowjetunion, USA und GB abdecken. Diese Länder mussten ihre Doktrin wiederum nur auf eine Armee anpassen und anwenden.


    Grüße

    Alex

    Hallo Philip,


    genau an dieser Stelle kommt eigentlich die Praxis zur Theorie ins Spiel. Wurden die Panzerjäger auf Basis einer Verteidigung gegen einen Angriff oder offensiv im Sinne von Einbruch, Erweiterung und ggf. Durchbruch konzipiert? Hat die übliche offensive Sprache der deutschen Doktrin auch die Zusammensetzung einer Panzerjäger-Einheit beeinflusst oder war es eben nur Sprache?
    Genau so anders herum bei der US-Army. Hat die eher defensiv gehaltene Doktrin die Entwicklung beeinflusst oder waren es eher die Erfahrungen mit der Wehrmacht, die die Entwicklungslinie bestimmten?
    Eventuell lässt sich gar kein Vergleich der beiden Einheiten, deutsch und amerikanisch, direkt ziehen, sondern es muss erst die Entwicklungslinie der einen und dann der anderen untersucht werden. Dies dann nach dem Schema: Theorie - Überführung in die Praxis - Einsatz - Erfahrungen - Weiterentwicklung der Theorie; insbesondere in Hinblick auf die Entwicklung der Panzerjäger und Zusammensetzung der jeweiligen Einheiten.


    Grüße

    Alex

    Guten Morgen zusammen,


    die Ergänzung von Chris ist eine der Gründe für meine Interpretation. Ich betrachte zunächst die Theorie und nicht die Einsatzwirklichkeit im Jahr 1944. Die Sprache zu den Pnzerjägern ist in den deutschen Unterlagen immer eine sehr offensive. So wie Chris schreibt: "[...] Beim Angriff [...]; [...] bei der Durchführung eines eigenen Angriffs [...]". In der Theorie wird sehr viel Wert auf den Angriff und die Panzerabwehr während eines Angriffs gelegt. Es entsteht der Eindruck, dass der Gegner hier gezielt offensiv gesucht und angegriffen werden soll.

    Ganz im Gegensatz zur amerikanischen Doktrin. In dieser steht es eher so, dass der Feind erst einmal angreifen soll und dann gezielt dieser Feind aus einer defensiven Stellung heraus bekämpft wird.

    So weit eben die Theorie, in der Praxis sah dies vermutlich genau anders herum aus. Die deutschen Panzerjäger agierten eher aus der Defensive und die amerikanischen Truppen führten den Angriff. Letztendlich müssen bei dieser Untersuchung zwangsläufig auch die Abläufe bei realen Panzergefechten zwischen deutschen und amerikanischen Panzern und Panzerjägern untersucht werden.


    Grüße

    Alex

    Hallo Karl,


    in der von dir aufgeführten Darstellungsform und mit den Informationen aus der Tabelle hast du vollkommen recht. Meine gewählte Darstellungsform für den Vergleich scheint nicht die richtige zu sein. Zu den beiden Grundsätzen:


    Zerstörung der feindlichen Panzer durch direktes Feuer - Dies ist der Grundsatz aus dem FM 18 - 5 der US Army zum Einsatz der US-Panzerjäger. Die Vorschrift der US-Army hat dabei einen defensiven Charakter "[...] The enemy frequently will mass his tanks for an attack and will endeavor to obtain surprise [...]" - Der Feind wird häufig seine Panzer für einen Angriff konzentrieren und sich bemühen das Überraschungsmoment auszunutzen.

    Die amerikanische Doktrin spricht in erster Linie von Verteidigung, selbst im Angriff spricht die Doktrin von "[...] A counterattack by hostile armor is a serious threat to the success of our attack [...]" - Ein Gegenangriff feindlicher Panzer ist eine ernstzunehmende Gefahr für den Erfolg unseres Angriffs. Daraus abgeleitet haben die Panzerjäger die Aufgabe dieses gepanzerten Gegenangriff aufzuhalten - "[...] repel counterattacks by armored units [...]". Entsprechend geht es in der Vorschrift hauptsächlich um die Abwehr angreifender feindlicher Panzer.


    Rasches Herstellen von Schwerpunkten der Panzerabwehr im Panzerkampf - Dies stammt aus dem Merkblatt 75/3 der Wehrmacht. In Verbindung mit dem Satz "[...] Der Panzerjäger ist eine Angriffswaffe [...]" ergibt sich, für mich, der Grundsatz, dass Panzerjäger im Angriff für die notwendige Abwehr der gegnerischen Panzer Sorge tragen (im Merkblatt wird auch von den "Wechsellagen des Panzerkampfes" gesprochen).


    Ich verstehe, dass bei alleiniger Verwendung der Stichpunkte genau das Gegenteil als Eindruck entsteht. Damit ist meine gedachte Form der Gegenüberstellung bereits hinfällig. Ich werde mir eine andere Darstellungsform überlegen.


    Edit: Ich würde gerne noch ergänzen, bisher sieht es tatsächlich so aus, dass die beiden Vorschriften unterschiedlicher Intention sind. Dennoch gibt es einige Gemeinsamkeiten in den Einsatzgrundlagen. Ein Beispiel, welches ich später aufführen will, die Aufklärung hat sowohl bei der Wehrmacht, als auch bei der US-Army einen hohen Stellenwert.


    Grüße

    Alex

    Hallo Thomas,


    dies ist ein sehr interessanter Aspekt und eigentlich auch der Ansatzpunkt meiner Überlegung. Woher kam die Meinung der führenden Militärs, dass ein Panzerjäger auch ein Sturmgeschütz ist? Anders herum ist dies ja hinlänglich bekannt und auch in Büchern festgehalten. Sicherlich verschwammen die Bezeichnungen irgendwann, aber es bleibt die Frage: Wenn jedes Sturmgeschütz auch ein Jagdpanzer ist, ist dann jeder Jagdpanzer auch ein Sturmgeschütz?

    Vielleicht mag die Frage etwas konstruieren, was es nicht gab. Hier greift dann der erste Punkt: wieso sollte der Jagdpanzer 38(t) als Sturmgeschütz verwendet werden? War es wegen der Reduktion der Panzertypen? Vorzügen in der Fertigung? War er besser geeignet und wenn ja, im Vergleich zu welchem Typ?


    Grüße

    Alex

    Hallo Thomas,


    vielen Dank für diese zusätzlichen Informationen. Wie im Beitrag 200 dieses Threads erwähnt, beziehe ich mich bei meinen Ausführungen auf den Einsatz von Hetzern als Sturmgeschütze in allen Divisionen des Heeres mit einer Panzerjägerkompanie. Entsprechend der Aufgabe der Sturmartillerie, Erzwingung eines Einbruchs in die gegnerische Stellung, kann der Hetzer, meiner Meinung nach, nicht brauchbar eingesetzt werden.

    Zum aufgeführten Beispiel bei Spielberger fallen mir sofort einige Stellen auf, die ich hier aufführen möchte: "[...] Am Tage bewährte sich der [...] Gegenstoß [...]; "[...] Erfolgreich waren vornehmlich Nachtangriffe [...]"; Sinngemäß: Bei Anbruch des Tages und Position in einer gegnerischen Abwehrstellung hat der Hetzer keine Chance.


    Allerdings kann ich mit deiner ersten Aussage wenig anfangen, da hier kein einziger Beitrag im Thread vorhanden ist, der bestreitet, dass der Hetzer Sprenggranaten an Bord hatte. Ich bestreite auch nicht, dass der Hetzer als Sturmgeschütz verwendet wurde. Ich weiße lediglich darauf hin, dass der Hetzer als Sturmgeschütz, meiner Meinung nach, wenig geeignet war.


    Aber bitte, überzeuge mich gerne vom Gegenteil: Was macht den Hetzer deiner Meinung nach zu einem brauchbaren Sturmgeschütz?


    Vielen Dank.


    Grüße

    Alex

    Hallo zusammen,


    eine kleine Ergänzung zur Verwendung von Sprenggranaten beim Hetzer. Es stimmt, dass der Hetzer Sprenggranaten an Bord hatte, dies ist sowohl in der bereits erwähnten Schieß- und Bedienungsanleitung erwähnt, als auch durch eine Erzählung meines Großvaters mir persönlich bekannt. Bei dieser Erzählung handelte es sich um den nächtlichen Beschuss einer vermuteten amerikanischen Stellung, da es, wie er sagte "ein Rascheln und Bewegen eines Gebüsches gab". Nach seiner Aussage konnten in Beschussrichtung keine eigenen Truppen stehen, so dass die Besatzung mit einer Sprenggranate auf diese Bewegung schoss.


    Ein Einsatz des Hetzers als Sturmgeschütz überzeugt mich trotzdem nicht. Schon alleine die Unterschiede in der Panzerung eines Hetzers (Front: 60 mm) gegen ein StuG III (Front: 80 mm) zeigt die für diese Aufgabe ungeeignete eigene Schutzmöglichkeit. Die bei Spielberger angegebene Durchschlagsentfernung der Frontpanzerung von 600 m durch einen Sherman A4 76 mm, hätte den Vorteil der Durchschlagung auf 800 m in umgekehrter Richtung bei einem Angriff nivelliert. Nicht zu vergessen ist, dass es in der Natur des Angriffes liegt, dass sich der Verteidiger aus einer vorbereiteten Lauerstellung die Entfernung aussuchen kann, auf die er das Feuer eröffnet.


    Grüße

    Alex