Posts by strops

    Hallo Karl,


    vielen Dank für deine Ausführungen und selbstverständlich ändert sich an deiner Aussage bezogen auf Suggestivbezeichnungen im Endkampf nichts.


    Bezogen auf die Panzerjäger-/ Sturmgeschützeiheiten muss es im September/ Oktober 1943 zu schweren Kontroversen in der militärischen Führungsebene gekommen sein. In Ergänzung zu deiner Zeitlinie, kann ich folgendes hinzufügen (Quelle: BAMA RH 11-I/44):


    18.09.1943: Leutnant Girke (vom General der Panzertruppen) bespricht mit General der Infanterie, dass monatlich 2 Inf. Div. mit je einer Sturmgeschützeinheit ausgestattet werden sollen

    15.10.1943: General der Panzertruppen bittet General der Infanterie bei der Ausstattung Inf. Div. mit Sturmgeschützeinheiten um Unterstützung, da Chef des Generalstabes, der Org. Abteilung und der General der Artillerie die Sturmgeschütze lieber im Abteilungsverband einsetzen wollen

    20.10.1943: Der General der Infanterie kommt der Bitte des Generals der Panzertruppen nach und setzt sich für die Ausstattung der Inf. Div. mit Sturmgeschützen oder leichten Panzerjägern ein


    Irgendetwas muss zwischen Februar/ März 1943 und September 1943 Guderians Meinung zu Sturmgeschützen und deren Unterstellung geändert haben. Leider gibt die Quelle dazu keine Auskunft.


    Grüße

    Alex

    Hallo zusammen,


    im Thread gab es eine Diskussion zur Bezeichnung des Hetzers als leichter Jagdpanzer oder Sturmgeschütz. Daraufhin hat Karl, wie mir auch damals einleuchtete, folgenden Beitrag verfasst:

    Nachdem ich mich mittlerweile tiefer eingehend mit der Entwicklung der Sturmgeschütze und leichten Panzerjäger befasst habe, sieht es aber so aus, dass die Bezeichnung doch eine wichtige Rolle spielte. In einem Schreiben des Generals der Artillerie vom 23.10.1943 (BAMA RH 11-I/44) an den General der Infanterie steht geschrieben, dass "[...] Unter den Begriff "Sturmgeschütz" fällt auch das Sturmgeschütz n.A., das von der Sturmgeschützschule entwickelt, jetzt von der Panzerwaffe "le. Panzerjäger" benannt wird. [...]" Sinngemäß führt der General der Artillerie aus, dass der Name "Panzerjäger" unzutreffend ist und es sich um ein Sturmgeschütz handelt.

    Eventuell steht dies auch im Zusammenhang mit dem Schreiben "Hat die Panzerjägerwaffe als Waffengattung noch eine Daseinsberechtigung" vom General der Artillerie vom 19.10.1943 (NARA T-78, R-621, F-0093ff), wobei es hier um die Zuständigkeiten im Bereich der Panzerabwehr geht. Der General der Artillerie wollte die Sturmgeschütze (damit meinte er auch die leichten Panzerjäger) anscheinend komplett in die Artillerie übernehmen.


    Interessanterweise wurde hier anscheinend über die Definition der einzelnen Typen versucht eine Zugehörigkeit zu einer Waffengattung herbeizuführen.


    Grüße

    Alex

    Hallo zusammen,


    ich habe nach dem Kauf eines Buches eine Signatur in diesem entdeckt. Das Buch scheint Hauptmann Bellegarde gewidmet zu sein und wurde vom Kommandeur der Panzeraufklärungsabteilung 4 unterzeichnet. Leider kann ich die Signatur nicht entziffern und konnte auch sonst keinen Anhaltspunkte (Stellenbesetzung, KTB's, etc.) finden, wer der Unterschreibende ist. Kann vielleicht jemand den Namen entziffern oder kennt den Kommandeur der Abteilung im Januar 1941? Vielen Dank.


    Grüße

    Alex

    Files

    Hallo Grenzer,


    es bietet sich für eine Sammlung auch an von den vorhandenen Dokumenten weiterzumachen. Zum Beispiel von welcher Einheit ist die Feldpost, über welchen Zeitraum erstreckt sie sich? Was gibt es aus diesen Zeiträumen und von dieser Einheit noch? So baut sich eine Sammlung langsam auf. Ich habe zum Beispiel durch Zufall aus mehreren Käufen, die eher spontan motiviert waren, jetzt einiges an Unterlagen zu Divisionen des selben Armeekorps während des Frankreichfeldzuges. Mittlerweile suche ich gezielt nach weiteren Unterlagen zu diesem Thema. Dauert zwar länger die Sammlung zu erweitern, allerdings bleibt so auch Zeit die Unterlagen auszuwerten.


    Grüße

    Alex

    Hallo Grisu,


    in deinem Fall ist es besonders wichtig die ehemalige WASt zu kontaktieren und eine Anfrage bezüglich des militärischen Werdeganges deines Großvaters zu stellen. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit beim DRK nach eventuellen Unterlagen zur Kriegsgefangenschaft anzufragen. Ohne Dienstgrad und bekannte Einsatzorte ist es meist schwierig genaue Auskünfte zu erhalten.


    Grüße

    Alex

    Hallo Linda,


    in dem folgenden Thread gibt es einige Informationen zum Jahrgang 1919 und auch einiges an Expertise:


    Einzugsalter


    Vielleicht fragst du dort nochmal gezielt nach dem Jahrgang. Eventuell hilft es auch gezielt zu fragen, ob jemand die militärische Biographie eines Angehörigen des 1919er Jahrhanges kennt. Ich vermute, dass die Einberufung da noch relativ einheitlich behandelt wurde.


    Grüsse

    Alex

    Hallo Alex,


    anbei ein Link zu einem Bild von einem DAK-Ring (bereits verkauft und daher hoffentlich i.O. das ich direkt verlinke):


    https://www.trave-militaria.de…hoerigen-des-dak.htm?c=14


    Unabhängig von der Punzierung, Aufmachung, Symbolik sieht dieser Ring so aus, wie ich es für 80 Jahre altes Silber erwarten würde. Ganz egal wie es gelagert und gereinigt wurde: angelaufenes Silber bekommt man nie wieder so glänzend, wie auf den Eingangs gezeigten Bildern.


    Grüße

    Alex

    Hallo zusammen,


    ich würde das Thema gerne wieder auf die ursprüngliche Intention lenken und denke, wie bereits erwähnt, dass es gut wäre, wenn wir zuerst die amerikanische Panzerdoktrin betrachten. Zumal ich dazu auch eine Frage habe, deren Antwort ich noch nicht finden konnte.


    Im Großen und Ganzen unterscheidet die amerikanische Doktrin zwischen Panzern und Panzerjägern.


    Die Hauptaufgabe der amerikanischen Panzer (vor allem Sherman) war es in den rückwärtigen Gebieten für Unruhe zu sorgen. In den Einsatzgrundsätzen zum amerikanischen Panzer-Bataillon FM 17-33 wird die Reihenfolge dazu klar vorgegeben. In erster Linie war es die Aufgabe die gegnerischen Panzerabwehrwaffen, Befehlsstände der Artillerie und andere rückwärtige Einrichtungen anzugreifen. Die zweite Linie hatte die Aufgabe Infanterie und von der ersten Linie noch nicht zerstörten Panzerabwehrwaffen zu vernichten. Die dritte Linie sollte die vorrückende Infanterie schützen.

    Diese Aufgaben resultierten hauptsächlich aus den gezogenen Lehren und Erfahrungen des Frankreichfeldzuges. Die amerikanischen Befehlshaber waren von dem deutschen Vorgehen 1940 so beeindruckt, dass sie dieses in ihre eigene Doktrin übernommen haben.


    Zeitgleich wurde dadurch auch die Panzerjägerwaffe der amerikanischen Truppen beeinflusst. Deren Aufgabe, Abwehren feindlicher Panzervorstöße, basierten ebenfalls auf den Erfahrungen des Westfeldzuges. Der Durchbruch massierter Panzerverbände musste unter diesen gemachten Erfahrungen gestoppt werden. Entsprechend war die Doktrin FM 18-5 fast ausschließlich nur auf die Vernichtung von gegenerischen Panzerverbänden ausgelegt.


    Was ich bisher nicht finden konnte, wodurch sich meine Frage ergibt, ist: Was sagt die amerikanische Doktrin, wenn ein angreifender amerikanischer Panzerverband auf einen gepanzerten Gegner trifft?


    Mir ist klar, dass die amerikanischen Panzer die deutschen Panzer bekämpfen konnten, aber war dies in der Offensive geregelt?


    Vielen Dank.


    Grüße

    Alex

    Guten Abend zusammen,


    ich persönlich fände es sehr schade, wenn dieser Thread so auslaufen würde. Ich habe hier sehr viel gelernt und auch sehr interessante Gedankenaustausche gehabt. Es stimmt auch, dass viel aus dem Kopf, ohne genaue Quellenangabe, wiedergegeben wurde. Allerdings ist dies meiner Meinung nach, bei diesem Thema und Vergleichen auch sehr schnell möglich. Schnell eine Antwort in den zahlreichen Diskussionen verfassen, führt vielleicht auch zu ungenauen Angaben.

    Interessant war der Vergleich Sherman vs Panther auch. Soweit ich weiß gibt es an dieser Stelle auch ein Buch von Zaloga. Bestimmt ein interessanter eigenständiger Thread. Auch interessant wäre Sherman vs T34, aber bestimmt schwieriger zu realisieren.

    Vielleicht lässt sich der Thread ja wirklich weiterführen, eventuell mit einer Betrachtung der amerikanischen Panzerjäger.


    Grüße

    Alex

    Hallo Karl,


    die Bemessung des Kampfwertes eines Panzers ist auch unumstritten. Ebenso die Einteilung in Klassen und deren möglicher Vergleich untereinander. Allerdings, für mich mit der Einschränkung, dass der Vergleich innerhalb der Nationen nur schwer bis unmöglich ist.

    Bei einem reinen Kampfwertvergleich von Panzern wäre die Wehrmacht 1940 an der Mass gescheitert, 1941 kaum über die Demarkationslinie hinaus gekommen. Was bringt ein Vergleich Panzer gegen Panzer, wenn es keinerlei Aussage über die Realität widerspiegelt?

    Die US-Army hat kaum schwere und keine überschweren Panzer entwickelt, weil es nicht notwendig war. Bei einem reinen Vergleich Panzer gegen Panzer und daraus abgeleiteter Produktionspolitik hätte die amerikanische Panzerentwicklung ganz anders aussehen müssen.


    Grüsse

    Alex

    Hallo zusammen,


    zum Kampfwert Panzer gegen Panzer muss, meiner Meinung nach, dessen Einbindung in das Gefecht der verbundenen Waffen und dessen Führung berücksichtigt werden. Zusätzlich muss, insbesondere beim Sherman-Panzer, berücksichtigt werden, dass er nicht zur Bekämpfung von Panzern konstruiert wurde. Der Sherman war gedacht nach dem Durchbruch der gegnerischen Stellungen Verwirrung zu stiften und die rückwärtigen Gebiete anzugreifen. Dies alles war von den Angriffen der Wehrmacht 1940 in Frankreich inspiriert. Dort zeigte sich auch, dass Panzer ohne die richtige Führung im Gefecht nahezu wertlos sind.

    Dies alles ist auch bei einem Vergleich Sherman vs Panther zu berücksichtigen.


    Grüsse

    Alex

    Marsch Bataillon 308

    für 25. Panzer-Grenadier-Division (Wehrkreis V) v.b. 4.1.45


    Marsch Bataillon 324

    für 2. Panzerdivision (Wehrkreis III) v.b. 4.1.45


    Marsch Bataillon 312

    mit 300 Mann für den 10.1.45 (Wehrkreis IV)


    Marsch Bataillon 313

    mit 300 Mann für den 10.1.45 (Wehrkreis IX)


    Marsch Bataillon 314

    mit 300 Mann für den 10.1.45 (Wehrkreis X)


    Marsch Bataillon 316

    mit 300 Mann für den 15.1.45 (Wehrkreis III)


    Marsch Bataillon 317

    mit 300 Mann für den 15.1.45 (Wehrkreis III)


    Marsch Bataillon 319

    mit 300 Mann für den 15.1.45 (Wehrkreis VI)


    Marsch Bataillon 320

    mit 300 Mann für den 15.1.45 (Wehrkreis IX)


    Marsch Bataillon 323

    mit 300 Mann für den 15.1.45 (Wehrkreis XVII)


    Zuführung für OB West


    Quelle: BAMA RH 10/128, S. 6

    Hallo zusammen,


    habe im Spielberger zum Jagdpanzer IV gelesen, dass dieser entweder mit einer MP40 oder MP44 ausgerüstet war. Es scheint also so, dass mit dem ausgerüstet wurde, was da war. Frage ist ja, konnte die Halterung an beide Waffen angepasst werden? Die Halterung im Hetzer sieht auf den ersten Blick sehr starr aus.


    Grüße

    Alex

    Hallo zusammen,


    zu den Angaben der Verluste deutscher Panzer durch alliierte Truppen steht in der Studie „Survey of Allied Tank Casualities“, dass 40% der deutschen Panzer durch „Gunfire“ ausgeschaltet worden sind. Dies umfasst alle Geschütze, wie Panzer, Panzerjäger, PAK, Artillerie usw.

    Ob dies zuverlässig auf Sherman Panzer heruntergebrochen werden kann, wage ich zu bezweifeln. Wie hier schon geschrieben wurde, hat vor allem die amerikanische Artillerie einen hohen Anteil an der Panzerbekämpfung. Da aber auch andere Truppen die deutschen Panzer bekämpft haben und in der Hitze des Gefechtes nicht immer klar war, wer den Abschuss vorgenommen hat, kam es zu vielen Mehrfachmeldungen eines Abschusses. Auch hier müsste ein Gefecht einmal einzeln betrachtet werden, um eine Tendenz zu bekommen.


    Grüße

    Alex

    Hallo zusammen,


    ich würde die Frage nicht stellen, ob der Panther oder der Sherman besser war, sondern eher wie der Gesamtverband agiert hat. Wie schon geschrieben, gab es viel mehr Sherman-Panzer als Panther. Ebenso denke ich, dass es unumstritten ist, dass die amerikanische Aufklarung (vor allem aus der Luft) viel mehr Möglichkeiten bot die Sherman Panzer gezielt einzusetzen, als dies bei der Wehrmacht und Panthern möglich war. Ich denke aber das entscheidende war, dass die Sherman Panzer meistens in der Überzahl waren und somit einen Panther auch anders angreifen konnten, als ein Panther wiederum einen Sherman Panzer. Die Phrase "5 Sherman um einen Tiger auszuschalten" ist insofern vermutlich wahr, dass im Mittel wahrscheinlich 5 Sherman-Panzer auf einen Tiger getroffen sind. Das diese 5 Sherman Panzer den Tiger dann ausschalten konnten, ist nicht verwunderlich. Dadurch, dass die Sherman nicht für den Kampf Panzer gegen Panzer gedacht waren, nehme ich auch einmal an, dass ein Sherman, wenn er einen deutschen Panzer entdeckt hat, sich lieber zurückgezogen und Verstärkung gesucht hat. Dies ist bei der Materialüberlegenheit der amerikanischen Truppen sicherlich auch nicht verwunderlich. Die amerikanischen Panzerkommandanten wussten ja auch um die zahlenmäßige Überlegenheit. In dieser Situation ist es nur natürlich zu sammeln und den Gegner dann mit überlegenen Kräften anzugreifen.

    Ich denke also, dass sich die Frage nach dem besten Panzer nationenübergreifend nur schwer beantworten lässt, wenn derartige Unterschiede in der Quantität vorhanden waren. Innerhalb einer Armee ist dies sicherlich einfacher möglich.


    Grüße

    Alex

    Hallo zusammen,


    mir ist auch schon aufgefallen, dass in den Karteikarten Orden oder Beförderungsdaten auf die gleichen Daten gelegt sind. Die Karteikarten wurden angelegt, wenn der entsprechende Offizier in die Führerreserve versetzt worden ist. Entsprechend lagen die Anlegedaten der Karteikarten hinter manchen Ordensverleihungen oder Beförderungen. Ich vermute, dass manchmal die Daten der vorherigen Verleihung nicht mehr vorhanden waren oder einfach so übernommen wurden. Ich habe ein ähnliches Beispiel des OLT Konrad Hofmann in einem anderen Thread.

    Sicher kann man sich nur sein, wenn man die entsprechende Personalakte einsehen kann.


    Grüße

    Alex