Posts by strops

    Hallo Karl,


    ein interessanter Punkt mit der Optik. Gibt es da vergleichende Literatur zwischen deutscher und amerikanischer Optik?

    Übertriebenerweise müsste man also sagen, dass die Doktrin auch an diese technischen Merkmale angepasst sein sollte. Die Ausbildung muss ja auch den technischen Gegebenheiten folgen. Hatten die deutschen Truppen gegen Kriegsende überhaupt noch die Möglichkeit zur genauen Ausbildung? Soweit ich weiß waren Übungen im Großverband kaum noch möglich.


    Grüsse

    Alex

    Hallo Karl,


    das stimmt. In dem Sinne hat die amerikanische Industrie das getan, was notwendig war um Masse zu produzieren. Leider weiß ich jetzt gar nicht mehr genau wo ich etwas darüber gelesen hatte, was passiert wäre, wenn Deutschland nur Panzer IV und keinen Panther oder Tiger produziert hätte. Quasi der Versuch die Masse der Sherman auszugleichen. Wenn ich mich recht erinnere schnitt der Panzer IV im Vergleich schlechter ab als der Sherman.

    Schlussendlich scheinen alle deutschen Panzer an Osterfahrung konzipiert zu sein. Sicher hatten die deutschen Panzer jenseits 1000 m die klare Überlegenheit gegen amerikanische Panzer. Diese Entfernungen stammen sicherlich aus den weiten Ebenen der Sowjetunion. Im Westen betrug die durchschnittliche Kampfentfernung wohl nur 500 - 600 m. Da kam der Vorteil der Reichweite natürlich nicht mehr zur Geltung.


    Grüsse

    Alex

    Hallo zusammen,


    wir hatten in diesen Thread ja auch das Thema zum Vergleich Sherman vs Panther. Wenn ich mir die vorhandene Literatur anschaue (How to kill a panther, Survey of allied tank casualities in WW2, Tank vs Tank) gibt es eine wesentliche Komponente im Panzerkampf: wer schiesst zuerst? Unter Berücksichtigung, dass dann die eigene Position verraten wird, sollte dieser Schuss auch gleich treffen. In diesem Fall war der wesentliche Unterschied zwischen Panther und Sherman der, dass die Besatzung des Panthers das Feuer auf jede beliebige Stelle des Sherman eröffnen konnte um den Sherman auszuschalten. Die Besatzung der Sherman musste da schon etwas differenzieren und konnte nicht auf jede gleich sichtbare Stelle des Panther schießen. Ich denke, dass dies eine wesentliche Komponente im Vergleich dieser beiden Panzer sein müsste.

    Welcher Panzer war dann aber besser? Ich denke weiterhin, insbesondere nach durchlesen von Schneider: Panzertaktik, dass die Verfügbarkeit auf dem Gefechtsfeld das entscheidende Kriterium war.


    Grüße

    Alex

    Hallo Manuel,


    ja die Angaben zu den einsatzbereiten Hetzern stammt aus diesem Thread und ist von Anfang Februar. Ich habe auch schon gesucht, aber keine Angaben zu Ende Februar gefunden. Ich weiß noch, dass mein Großvater meinte, dass sie nur sehr wenige Einsätze hatten, da der Kommandeur die Panzer als wertvolle Reserve oft zurückhielt. Es kam wohl aber auch vor, dass sich Einsatzbefehle schnell überholt hatten und daher nicht mehr durchgeführt wurden. Die Erzählung aus Beitrag 26, dieser Thread, ist die einzige meines Großvaters, die einen direkten Angriff beschreibt.

    Zum Versorgungsmangel hat er mir mal erzählt, dass sie beim Rückzug zufällig an einem Versorgungslager vorbeigekommen waren. Kaum noch Sprit und nichts zu essen hat den Kommandanten veranlasst direkt zum Versorgungslager zu fahren. Dort stand wohl ein Wachposten, der die Soldaten nicht hereinlassen wollte, da das Versorgungslager zur Sprengung vorbereitet werden sollte. Jedes argumentieren hat wohl nichts gebracht, so dass der Kommandant des Hetzers entschieden hatte einfach mit dem Panzer durch das geschlossene Tor zu fahren. Dagegen konnte der Wachposten auch nichts mehr ausrichten. "Endlich mal satt essen" hat mein Großvater immer darüber gesagt. Hunger war ein steter Begleiter und manche Geschichten meines Großvaters drehten sich mehr ums essen, als um den Rahmen in dem diese stattfanden. Er war einmal so hungrig, dass er zu einem vorgesetzten Offizier gesagt hat: "Wenn Hitler nichts zu fressen hat, dann darf er keinen Krieg führen". Sein Glück war, dass der Offizier zwar sagte, dass er aufpassen solle, was er sage, aber ihm eigentlich Recht gegeben hatte. Mein Großvater meinte nur, dass er dafür auch hätte erschossen werden können.

    Wenn ich mich richtig erinnere war Munition das einzige, woran bei ihm kein Mangel bestand.


    Grüße

    Alex

    Hallo Manuel,


    mein Großvater hat die Geschichte mit den weggerutschten Hetzern auch nur einmal erzählt. Der Zusammenhang war auch der, dass er meinte, dort das einzige mal einen gefallenen Soldaten gesehen zu haben. Ich habe damals nicht weiter nachgefragt und im Gegensatz zu vielen anderen Geschichten hat er darüber dann nicht mehr gesprochen.

    Zu Königstigern habe ich ihn auch mal gefragt und er meinte, dass er welche gesehen hatte. Diese gehörten zur 2. SS-Panzerdivision; da war er sich sehr sicher. Im weiteren Rahmen waren diese aber nur zum Sprit klauen interessant. Eigentlich war mein Großvater zuständig aus abgeschossenen Panzern Sprit abzuzapfen. Allerdings kamen die Hetzer mit dem vorhandenen Treibstoff gar nicht bis dahin. Also wurde eben von den anderen deutschen Panzern geklaut, was das Zeug hielt. Laut seiner Aussage hat da jeder von jedem abgezapft.

    Die Zahl der einsatzbereiten Hetzer im Februar 45 kannte mein Großvater nicht mehr. Er meinte, dass es nicht mehr viele sein konnten, da sie meistens alleine waren. In dem Zeitraum hat er von drei Panzerabschüssen gesprochen.


    Grüsse

    Alex

    Hallo Iron-igb,


    das mit der Verwundung am 24.02.45 passt ja genau zum Datum der Verwundung meines Großvaters. Das beantwortet mir auch die Frage, ob sein Kamerad damals überlebt hat. Dies konnte er mir nie beantworten. Mein Großvater selber hatte Splitter im Nacken und Kopf, wobei er sich nicht mehr an das Lazarett erinnern konnte, in das er kam. Zeitpunkt der Verwundung war übrigens 21 Uhr.

    Die Geschichte mit der gestohlenen Schokolade kenne ich von meinem Großvater nicht. Ich frage mal bei meiner Mutter nach, eventuell weiß sie etwas. Mein Großvater hat sehr viel vom Krieg geredet und so eine Geschichte wäre auch dabei gewesen, wenn er beteiligt war.

    Kennst du eigentlich den Ort, an dem sich die Hetzer überschlagen haben, bzw. wie konnte dir die Geschichte genau bestätigt werden?


    Grüsse

    Alex

    Hallo iron-igb,


    also jetzt wird es mir ein bisschen unheimlig: Mein Großvater wurde am 24.02.1945 in Waxweiler verwundet, als eine amerikanische Granate vor seinem Hetzer einschlug. Ihn hat es über den Panzer an eine Scheunenwand geworfen. Er hat mir erzählt, dass zu dem Zeitpunkt ein Kamerad aus der Luke am Panzer geschaut hat, den es viel schlimmer mit Splittern im Gesicht erwischt hatte. Deinem Dokument entnehme ich, dass dein Großvater, da er bis 24.02.45 bei der Panzer-Jäger-Abteilung 167 war, vielleicht dieser verwundete Kamerad sein könnte.

    Ebenso kenne ich die Geschichte mit den weggerutschten Panzern. Mein Großvater meinte, dass aus einem Panzer noch jemand versucht hatte aus der Turmluke herauszukommen, sich aber im Draht der Kopfhörer des Funkes verheddert hatte.

    Eventuell war mein Großvater der Ladeschütze im Hetzer deines Großvaters.

    Hast du eventuell noch mehr Unterlagen zu deinem Großvater, die du teilen könntest? Einiges zu meinem Großvater habe ich in diesem Thread schon zusammengefasst.


    Grüße

    Alex

    Hallo zusammen,


    außer der Bezeichnung, die sich auch aus der Unterstellung der Waffengattung ableitete, gab es konkrete technische Unterschiede zwischen einem Jagdpanzer und einem Sturmgeschütz? Hatten die Sturmgeschütze, als Teil der Artillerie, auch andere Zieloptiken? War die kurze Kanone für ein Sturmgeschütz besser geeignet?

    Was beim Hetzer auffällt ist die Lage der Hauptwaffe. Für eine Verwendung als Sturmgeschütz sicherlich sehr hinderlich.


    Grüsse

    Alex

    Hallo Knixxel,


    ich glaube du musst niemanden mit der Übersetzung von Cole überzeugen. Du musst mit der korrekten Auswertung der Quellen überzeugen. Dein Buchprojekt auf Cole zu stützen ist sicherlich sehr mutig. Ich wollte dir nur Tipps geben und auch Informationen aus meinen Quellen zukommen lassen.

    Ich habe aber das Gefühl, dass dies zu keinem Ergebnis führt. Ich werde mich daher aus dem Thread ausklinken.


    Grüsse

    Alex

    Hallo Knixxel,


    bitte deine Quellenrecherche auf deinen Fokus legen. Die genannten Einheiten waren zwar bei Chenogne eingesetzt, aber nicht am 01.01.45. Nach Cole waren in der Gegend am 01.01.45 nur schwache Sicherungen der 3. Panzer-Grenadier-Division. Nach den von mir zitierten Quellen waren 2-3 Bataillone des Panzer-Grenadier-Regiments 29 in der Gegend um Chenogne und zwar ausschließlich.
    Hier beginnt die Arbeit, auch mit den Quellen. Woher hat Cole diese Informationen? Wie zuverlässig sind diese Informationen? Was wurde nach Cole geschrieben? Wird dann nur von Cole zitiert? Ich habe schon oft erlebt, dass spätere Quellen nur Cole und FMS zitieren, ohne die Ereignisse zu hinterfragen.

    Also AAR, G-2 Reports, G-3 Reports sind alles Anlaufstellen und müssen ausgewertet werden. Die Widersprüche aufgezeigt und nach und nach aufgeklärt werden.


    Grüsse

    Alex

    Hallo Knixxel,


    kannst du bitte die Quellen benennen, die besagen, dass die Führer-Begleit-Brigade und die Panzeraufklärungsabteilung 103 Chenogne und Umgebung verteidigt haben?


    Grüsse

    Alex

    Hallo Knixxel,


    bin nochmal ein paar Dokumente durchgegangen und wie es aussieht waren um Chenogne die drei Bataillone des Panzer-Grenadier-Regiments 29 eingesetzt. Andere Einheiten waren Ende 44/ Anfang 45 anscheinend nicht in der Gegend.
    Ich weiß aber nicht, ob alles von den Fronttruppen korrekt weiter geleitet wurde. Die Erschiessung von Gefangenen wird in den Dokumenten jedenfalls nicht erwähnt.


    Grüsse

    Alex

    Hallo Knixxel,


    mal ein Beispiel für die amerikanischen Unterlagen: Im VIII Corps ISUM No. 380 from 010800A to 011200A Jan 45 (vom 01.01.45 08:00 Uhr bis 01.01.45 12:00 Uhr) steht, dass die die 11th Armored Division vermutet, dass das 3. Bataillon des Panzer-Grenadier-Regiments 29 die Gegend um Chenogne hält. In der Book Message vom 01.01.45 um 24:00 Uhr steht geschrieben, dass die 11th Armored Division 30 Gefangene der 6. Kompanie des Panzer-Grenadier-Regiments bei Chenogne eingebracht hat (es wird davon ausgegangen, dass dies die gesamte Kompanie ist).

    Eventuell finden sich in den Unterlagen des NARA noch mehr Hinweise, insbesondere auch in den G-2 Reports des VIII Corps.


    Grüße

    Alex

    Hallo Knixxel,


    alles klar. Im amerikanischen Bundesarchiv (NARA) müsste es für die 11th Armored Division ein Verzeichnis über die dort vorhandenen Divisionsunterlagen geben. Dies kann auch per Mail bei Nara angefragt werden. Innerhalb dieser Dokumentengruppe gibt es dann einen Abschnitt G-2 Journal oder G-2 File oder G-2 Journal and File. In diesen Unterlagen sind dann viele Informationen über die deutschen Truppen, die der 11th Armored Division gegenüber lagen. Eventuell gibt es dort auch einen Hinweis auf die Einheiten bei Chenogne. Die amerikanische Feindaufklärung konnte sehr effizient sein.


    Grüße

    Alex

    Hallo Knixxel,


    ich weiß jetzt nicht genau, wie daraus ein Buchprojekt entstehen soll. Aus vorhandenen Büchern und Sekundärliteratur?

    Wie soll die 3. Panzergrenadierdivision darin abgebildet sein und die Geschichte aufgearbeitet werden?

    Ehrlich weiß ich nicht, welche Daten/ Unterlagen du jetzt genau benötigst, da ich das Ziel des Projektes nicht verstehe.


    Grüße

    Alex

    Hallo Knixxel,


    whitewashing hinsichtlich des Massakers von Chenogne? Du möchtest demnach die amerikanische Seite und mögliche Kriegsverbrechen betrachten? Darf ich fragen, wie es dann weiter gehen soll? Beleuchtest du auch die Kriegsverbrechen der deutschen Seite? Wie ist dies aufgebaut, als Darstellung der Ereignisse, mit oder ohne Wertung?


    Ein sehr heikles Thema, was nicht so einfach zu bearbeiten ist.


    Grüsse

    Alex

    Hallo Knixxel,


    du möchtest also das Massaker von Chenogne zum zentralen Bestandteil deines Buches erheben und den Weg dahin skizzieren?


    Zum Archiv kann ich nur sagen, dass ich bei invenio nachgeschaut habe und nicht gesehen habe, dass es Archivgut der Division aus dem Dezember 1944 gibt. Einzig die Foreign Military Studies zum Thema sind vorhanden. Eine gezielte Suche nach verfügbaren FMS ist bei sturmpanzer.com möglich.


    Welche Berichte liegen dir aus den US-Archiven genau vor?


    Grüße

    Alex

    Hallo Knixxel,


    also wenn ich es richtig sehe gibt es einiges an FMS zur 3. Panzergrenadierdivision (Beispiel über archivesportal), aber kein KTB der Division im Dezember 1944.

    Was ist den der Ausgangspunkt für dein Buchprojekt, warum diese Division in den Ardennen? Was ist das Ziel? Eventuell lässt sich dann besser helfen.


    Grüsse

    Alex

    Guten Morgen Knixxel,


    welche Quellen und Informationen hast du bereits ausgewertet oder sind dir bekannt? Zum Beispiel gibt es eine Seite über die 11th Armored Division, die sehr viele Informationen enthält. Allerdings kann es sein, dass du diese schon kennst und hier alle Informationen doppelt gegeben werden. Zumal es eine große Bandbreite an Literatur, angefangen bei Cole, zu den Kämpfen gibt.


    Grüsse

    Alex

    Hallo Karl,


    vielen Dank für die Informationen. Erstaunlich finde ich die Aussage, dass Guderian seit neun Monaten recht hatte, dass die Infanterie Divisionen keine ausreichende Panzerabwehr hatten. Wenn ich die Zeitlinie so sehe, empfindet Guderian im März die Sturmgeschütze als „fremd“, dann fordert er sie quasi ein halbes Jahr später ein. Hat aber über neun Monate eine Verstärkung der Panzerabwehr verlangt. Ich frage mich wie er diese Verstärkung dann umsetzen wollte. Leider fehlen mir die Unterlagen des Generals der Artillerie zu diesem Thema. Dort müsste es ja auch Schriftverkehr dazu geben.


    Grüße

    Alex