Posts by strops

    Hallo zusammen,


    anbei die Ereignisse des 22.06.1941:


    Nach Beginn des Überfalls auf die Sowjetunion, konnte das Infanterie-Regiment 44 bereits um 04:30 Uhr Naumiestis erreichen. Die Stadt konnte zwar kampflos genommen werden, allerdings wurden die deutschen Truppen aus den Wohnungen bzw. Kellern von sowjetischen Offizieren mit Maschinenpistolen beschossen. Aufgrund dessen konnte das Infanterie-Regiment 44 nicht wie geplant seinen Vormarsch hinter den Infanterie-Regimentern 2 und 23 weiter fortsetzen. Die anschließenden Räumungen der Gebäude dauerten bis in den Mittag des 22.06.1941. Darüber hinaus machten die deutschen Truppen die jüdischen Einwohner für die Feuerüberfalle und die anschließenden Todesopfer unter den deutschen Truppen verantwortlich. Die meisten jüdischen Männer wurden in Folge bereits in der lokalen Kirche zusammengetrieben. Erst das Eingreifen des örtlichen Priesters, der den deutschen Truppen versicherte, dass der Feuerüberfall nicht von den jüdischen Bewohnern durchgeführt wurde, führte dazu, dass die Männer wieder freigelassen wurden und in ihre Wohnungen zurückkehren durften.


    Die deutschen Truppen erlitten bei den Feuergefechten in Naumiestis die folgenden Verluste:


    Leutnant Czycholl

    Oberfeldwebel Bethke

    Feldwebel Wenzeck

    Unteroffizier Haas

    Unteroffizier Hinz

    Unteroffizier Rodde

    Obergefreiter Bönki

    Gefreiter Bettker

    Gefreiter Felsch

    Gefreiter Jarysz

    Gefreiter Riedl

    Gefreiter Tobiasch

    Oberschütze Gast

    Oberschütze Lücke (verstorben am 23.06.41)

    Oberschütze Sembrowski

    Oberschütze Schapals

    Oberschütze Schmiedecke

    Schütze Friedrich

    Schütze Geiger (verstorben am 25.06.41)

    Schütze Rentz

    Schütze Thim


    Nach der vollständigen Eroberung von Naumiesitis erreichte das Infanterie-Regiment 44 zunächst der Befehl weiter nach Vainutas vorzurücken und somit zu den anderen Regimentern der 11. Infanterie-Division aufzuschließen. Der weitere Vormarsch sollte dann als Divisions-Reserve fortgesetzt werden. Aufgrund des sich versteifenden Widerstandes der sowjetischen Truppen der 8. Armee, insbesondere der 90. Schützen-Division, musste der deutsche Vormarsch um 15:30 Uhr zunächst unterbrochen werden. Erst durch die Eroberung von Pajuris durch das Infantere-Regiment 2 um 20:30 Uhr, wurde die Flankenbedrohung des Infanterie-Regiments 23 aufgehoben. Dieses Regiment konnte nun seinen Vormarsch nach Jokabaiciai fortsetzen. Dadurch wiederum konnte das Infanterie-Regiment 44 noch am 22.06.1941 in den Raum südwestich von Zvingiai fortsetzen. Damit hatte das Infanterie-Regiment 44 ebenfalls die Jura erreicht. Mit Ausnahme des III. Bataillons des Infanerie-Regiments 44, welches die Sicherung des Korpsgefechtsstandes bei Bikavenai am Abend übernehmen musste, standen die Truppen somit den sowjetischen Truppen, welche sich hinter der Jura versammelt hatten, direkt gegenüber.


    Die sowjetischen Truppen im Bereich der 11. Infanterie-Division gliederten sich wie folgt:


    8. Armee

    10. Schützen-Korps

    10. Schützen-Division

    90. Schützen-Division

    11. Schützen-Korps

    48. Schützen-Division

    125. Schützen-Division

    12. Mechanisiertes-Korps

    23. Panzer-Division

    28. Panzer-Division

    202. Mechanisierte-Division


    Grüße

    Alex

    Guten Abend zusammen,


    in diesem Thread möchte ich meine zusammengetragenen Informationen zum Infanterie-Regiment 44 in das Forum einbringen. Insbesondere beziehen sich diese Informationen auf die ersten 3 Tage des Unternehmens Barbarossa, vielleicht lässt sich dies aber auch auf frühere und spätere Ereignisse erweitern. Ich werde für jedes Datum einen eigenen Post erstellen. Meine Quellen sind: KTB's 11. ID, Russian Combat Documents und zahlreiche Karten zu Positionen deutscher und sowjetischer Truppen.


    Beginnen möchte ich aber mit der Vorgeschichte zum Unternehmen Barbarossa am 21.06.1941:


    Das Infanterie-Regiment 44 war der 11. Infanterie-Division unterstellt. Diese wiederum unterstand dem I. Armee-Korps, welches im Verband der 18. Armee der Heeresgruppe Nord eingegliedert war. Das Angriffsziel der 11. Infanterie-Division war es schnell die Jura-Brücken zu erreichen und auf der Straße Tilsit-Schaulen weiter vorzustoßen. In dem 20 km breiten Angriffstreifen der 11. Infanterie-Division nahm das Infanterie-Regiment 44 den linken Flügel ein und bildete damit die Grenze zum weiter nördlich vorgehenden XXVI. Armee-Korps. Da der Angriffsplan der 11. Infanterie-Division stark rechtslastig ausgelegt war, lag der Hauptschwerpunkt des geplanten Vormarschs zunächst bei den Infanterie-Regimentern 2 und 23. Dies führte dazu, dass das Infanterieregiment 44 nicht nur die linke Flanke der 11. Infanterie-Division, sondern auch den Endpunkt der linken Flanke des I. Armeekorps decken sollte. Aufgrund dessen war das Angriffsziel des Infanterie-Regiments 44 zunächst auch auf die Eroberung des grenznahen Naumiestis beschränkt. Für den Angriff wurde das Regiment vom Artillerie-Regiment 609 (mit I./ A.R. 11 und II./ A.R. 58 (o. 5)) unterstützt.

    Auf sowjetischer Seite standen den deutschen Truppen die Einheiten des Grenzregiments 106 unmittelbar gegenüber. Von den Landesbewohnern wurde die Stärke der Grenztruppen im Angriffsbereichs des Regiments auf ca. 1.000 Mann geschätzt.


    Die folgende Karte zeigt die Lage von Naumiestis:


    Aufstellung.JPG


    Wobei sich das Infanterieregiment entlang der Straße Heidekrug - Naumiestis aufgestellt hat:


    Angriffsstreifen.JPG


    Mit dem Kennwort "Düsseldorf" erhielt die 11. Infanterie-Division am 21.06.1941 den Angriffsbefehl für den 22.06.1941, mit einem planmäßigen Beginn um 03:05 Uhr.


    Grüße

    Alex

    Guten Morgen Karl,


    ein kleinen Beitrag zu den Stiefeln kann ich aus der Erzählung meines Großvaters beitragen. Dieser war bei den Panzerjägern und hat immer gesagt, dass es ein Vorteil bei den Panzerjägern war, dass sie keine „Knobelbecher“ tragen mussten. Ihm taten immer die Soldaten leid, die damit marschieren mussten.


    Grüsse

    Alex

    Hallo Dmitry,


    super, vielen Dank. Das macht die Übersetzung mittels Translater deutlich einfacher:


    VII. Auszeichnungen für das Personal der Einheit.


    Wechin Grigory Ivanovich, Stabschef des 90. SD (ID), Oberst, ausgezeichnet mit dem Orden des Roten Banners. Während aller Feindseligkeiten sorgte 90 SD für die kontinuierliche Kontrolle der Einheiten, insbesondere während des Durchbruchs der UR (befestigter Bereich [Anm.: vermutlich Grenzregion]), unter den Bedingungen des Rückzugs von zwei Schützenregimernt [Anm.: СП als Abkürzung für Стрелковый полк] (Gewehrregiment) auf die feindliche Flanke und während der Verfolgung .

    Er stammt aus dem Bezirk Vytegorsky und wurde 1901 in der Familie eines armen Bauern geboren. Ausbildung: allgemein - 6 Klassen, Militärinfanterie-Kommandokurse, Auffrischungskurse für das mittlere Führungspersonal, Aufklärungskurse (Intelligenzkurse) zur Verbesserung des Führungspersonals, zwei Kurse der Fernlehre der Frunze Akademie Mitglied des Bürgerkriegs. Mitglied der KPdSU (b) seit 1925.

    Dekret des Präsidiums des Obersten Sowjets der UdSSR vom 15. Januar 1940


    Grüße

    Alex

    Hallo Friederike,


    vielen Dank, es hilft mir schon einmal weiter, dass ich weiß, was es für ein Dokument ist. Außerdem ist mir so wieder eingefallen, dass ich es mit OCR probieren könnte. Allerdings wiederum kein einfaches unterfangen, da der Text teilweise über die Linien geht. Ich versuche mal mein Glück.


    Grüße

    Alex

    Hallo zusammen,


    bei der Suche nach Unterlagen zur russischen 90. Schützendivision bin ich unter anderem auf eine Seite gestoßen, die einige Dokumente zu Personen der Division enthält. Leider sind die Dokumente als Bild hinterlegt und ich kann diese nicht übersetzen lassen. Kann mir bitte jemand sagen, worum es sich bei dem Dokument handelt bzw. dieses übersetzen? Vielen Dank.


    unbekannt.PNG


    Grüße

    Alex

    Hallo zusammen,


    anbei ein Fund zur 1. Sanitäts-Kompanie 292: Der Standort war am 26.12.1941 bei Nasarewo/ Wereja. Quelle: Gräberkarteikarte von Heinz Weber (VDK).


    Und noch ein Hinweis: In der Übersichtsseite zum "Tätigkeitsbericht des Korpsarztes VII. A.K. für die Zeit vom 05.12.1941 bis 20.04.1942" fehlt bei der Angabe "San. Komp. 1/292 + San. Komp." die Einheit 2/292.


    Auszug Gräberkartei (1).JPG


    Grüße

    Alex

    Hallo zusammen,


    anbei ein Fund zur 1. Sanitäts-Kompanie 292: Der Standort war am 02.12.1941 bei Nasarjewo - (unleserlich). Verwundet wurde der Soldat Kurt Reck bei Nowaja.


    Daten VDK:


    Nachname: Reck

    Vorname: Kurt
    Dienstgrad: Unteroffizier
    Geburtsdatum: 22.01.1914
    Geburtsort: Bublitz
    Todes-/Vermisstendatum: 02.12.1941

    Todes-/Vermisstenort: Bei Nawarja H.V.Pl. Sanko 1/292


    Auszug Gräberkartei:

    Auszug Gräberkartei.JPG


    In der Datenbank des VDK wird der Todesort geschrieben als Nawarja, aber das kann nicht korrekt sein. Siehe auch dazu den Eintrag im LdW zum Infanterie-Regiment 508 (Skizze 10).


    Grüße

    Alex


    P.S.: Verlinken auf VDK hat nicht geklappt, da kam ich wieder nur zur Gräbersuche. Daher habe ich die Daten übertragen. Hoffe, dass ist auch so in Ordnung.


    eingearbeitet, many

    Hallo Many,


    kein Problem und danke für den Hinweis. Ich habe gar nicht dran gedacht, dass die Daten auch in der Gräbersuche zu finden und besser dargestellt sind. Eigentlich habe ich was anderes in den Karteikarten gesucht und hier nur schnell eingefügt.

    Wenn ich bei meinen Recherchen was finde, werde ich es hier mit Link auf den VDK einstellen.


    Grüsse

    Alex

    Hallo zusammen,


    ist jemand zufällig im Militaria Fundforum angemeldet und kann in den folgenden Thread:


    interessantes Soldbuch der 167. Volks-Grenadier-Division bekommen - Einsatz in der Eifel


    die eingestellten Bilder sehen? Ich hab mich nur angemeldet, um in dem Thread darum zu bitten meine dorthin kopierten Tabellen mit dem Bezug auf das Forum der Wehrmacht einzustellen.

    Das Soldbuch würde mich aber natürlich trotzdem interessieren.


    Grüße

    Alex

    Hallo Matthias,


    das könnte gut passen, was du schreibst. Sowohl der Heimatort, als auch der Sitz des Ersatztruppenteils in München ist relativ oft in der 167. Volks-Grenadier-Division anzutreffen. Ich war nur wegen dem Wort „Ersatz“ irritiert, zumal es im LdW nicht zu finden ist. Es scheint sich also tatsächlich um ein Soldbuch eines Angehörigen der 167. VGD zu handeln.


    Grüsse

    Alex