Posts by Kirill

    Priwet,


    Zu all das möchte ich folgendes sagen:
    In erster Linie will ich hier keinem abraten das Angebot entgegenzunehmen. Jeder entscheidet sich für sich selbst. Nur paar Tatsachen und meine eigene Meinung dazu.


    1. Die russische Gesetzgebung im Bereich der Kriegsgräber besteht; auf dem Bundesebene aus dem Gesetz „Über die Verewigung des Gedenkens an die bei der Verteidigung des Vaterlandes Gefallenen“ vom 14.01.1993 in der Redaktion vom 3.11.2006, dazu einige Vorschriften, auf dem regionalen Ebene – regionale Gesetze und Vorschriften, die die Bestimmungen des Bundesgesetzes wiederholen und ergänzen. Laut dem Artikel 3 gelten als Kriegsgräber auch „Massen- und individuelle Gräber innerhalb und ausserhalb der Friedhöfe…“, also bei weitgehenden Erläuterung des Gesetzes gelten die einzeln liegenden im Wald Soldaten auch als Kriegsgräber. (Zur Behauptung: „Wir führen niemals Ausgrabungen an Kriegsgäberstätten“). Das Artikel 8 regelt die Fragen der Sucharbeit und sagt, dass diese Arbeit „von den mit dieser Arbeit beauftragten gesellschaftlichen Vereinigungen organisiert und durchgeführt wird“ „Die Durchführung der Sucharbeit in den Orten der Kriegshandlungen, sowie die Aufmachung der Kriegsgräber mit eigener Initiative ist verboten“ .
    2. Im Bereich der russisch-deutschen Beziehungen gilt das euch bekannte Abkommen vom 16. Dezember 1992. Hier sind zwei Organisationen für diese Dinge bestimmt: Volksbund und Wojennyje Memorialy.


    Theoretisch sieht alles folgendermassen aus: Durchführung der Sucharbeit durch eine registrierte (eingetragene) bevollmächtigte Organisation in Abstimmung mit örtlichen Behörden. Sonst gilt diese Tätigkeit als illegal. Dianos schreibt: „Über welche Papiere außer ein Gewissen sollen wir verfügen, um eine Umbettung der Gebeine durchzuführen?“. Nein, lieber Herr, neben dem Gewissen soll es trotzdem bestimmte rechtliche Grundlagen geben. Keine besonderen Papiere braucht man um im Wald Pilze und Beeren zu sammeln. Das Herumbummeln mit Metalldetektor, Schaufel und anderen Instrumenten benötigt bürokratische Vorbereitung anderer Ebene. Das reale Leben ist aber natürlich vielseitiger.


    Jetzt zum Angebot.
    Ich bin bereit zu glauben, dass es sich hier um eine „offiziell registrierte Suchgruppe, Mitglied des russischen Suchgruppenvereins“ handelt. Aber die Behauptung, dass für die Sucharbeiten keine Papiere nötig sind, und die Verheimlichung der Namen der Organisationen lassen daran ein bisschen zweifeln. Handelt es sich um ein kommerzielles Angebot („Ihre Teilnahme an der Expedition ist entgeltlich“, mehrere Funde werden versprochen (an anderer Stelle aber wird geschrieben, dass
    es nur ein paar Mal seit 1988 war) oder um eine freundliche Einladung? Wie dem auch sei, wird solche Teilnahme für euch ein Abenteuer sein. Mit unvoraussagbarem Ergebnis. Nicht vergessen, bitte, den Paragraph 222 des Strafgesetzbuches Russlands über Waffen, Munition und Sprengstoffe. Wer Neigung zu Abenteuer hat, kann probieren.


    Last but not least. Die Suchgruppen leisten bei uns riesige Arbeit zur Auffinden, Bergung und Umbettung der gefallenen Soldaten. Oft machen sie viel mehr, als der Staat in diesem Bereich macht. Manchmal ganz ohte staatliche Unterstutzung. Und ich will nicht und werde nie diese Rolle unserer Suchvereinigungen vermindern.


    Wer Russisch versteht, kann sich dieses Sujet ansehen:
    http://sporf.ru/%D0%9A%D0%B0%D…0%D1%8F%D0%B4%D0%B0%D1%85


    Gruss,


    Kirill

    Priwet, Russischkenner!


    Im Prinzip alles richtig, aber:


    1. Familienname - Frorip
    2. Aktennummer 4480
    3. Bezirksamt Schwerin hat hier nichts zu tun. Das ist ein Abdruck von einer anderen Seite. Etwa "Dorf Scherin Bezirk Magdeburg" (?)
    4. Repatriierungslager Nr 69 (Frankfurt/Oder - Kir.)
    5. 23. September


    Gruss,


    Kirill


    P.S. 148/8 - Lager 148, Abteilung 8 - Stadt Armawir, Gebiet Krasnodar.

    Danke, Micha,


    naturlich es ist eine Hilfe.


    In der Stadt Istra selbst, die von 26. November bis 10. Dezember 1941 besetzt war, im Kloster befand sich ein Lazarett. Also, es solten dort Sanitatseinheiten geben.


    Gruss,


    Kirill

    Priwet wsem!


    Im Rahmen der Heimatforschungen mich interessiert sehr, welche deutsche Einheiten sich in der Stadt Istra und Umgebung (Gebiet Moskau) im Herbst-Winter 1941 befanden. Von Divisionen und Regimenten bis Bataillonen und Kompanien.
    Gibt es zugangliche Quellen zum Thema? Freiburg, bitte, nicht vorschlagen, liegt zu weit  :(


    Gruss,


    Kirill

    Priwet, Silvia,


    Im Internet finden wir das Foto kaum. Das ist eine grosse Seltenheit, wenn sich solch ein Bild findet.
    Schreibe einfach (wenn nicht in Russisch, dann in Englisch z.B. eine Anfrage an das Archiv in Nowgorod, vielleicht gibt es etwas dort. Wenn der Opa selbst schreibt (unterschreibt), wird es noch wirksamer!


    Gruss,


    Kirill

    Priwet,


    in Moskau konnen wir dir helfen, wenn der Zugang freigegeben wird. Die Akte kann im Zentralarchiv des FSB liegen (Moskau, ul. Lubjanka, 2). Die Frage uber den Zugang (fur die Angehorigen) kann man auch dort stellen.


    Gruss,


    Kirill



    P.S. Im RUnet treffe ich ab und zu Mitteilungen unserer Forscher uber ihre Arbeit mit den Unterlagen des verurteilten deutschen Militars.

    Priwet,


    Anfang Juli findet in Dresden die ordentliche Sitzung der Russisch-Deutschen "Historikerkomission" statt deren Mitglieder auch die Vertreter der SG sind. Ich denke, sie werden die Moglichkeit nicht verpassen die deutsche Ausgabe wahrend dieser Sitzung zu prasentieren.


    Gruss,


    Kiril

    Quote

    Original von witchy woman
    Weihnachtsfeier mit/unterm Weihnachtsbaum


    Priwet,


    der Begriff "elka" (Weihnachtsbaum) in diesem Sinne bedeutet nicht eine Feier unter oder mit dem Baum, sondern einfach Neujahrsfeier. Kann auch ohne Elka stattfinden =)


    Kirill

    Quote

    Original von Johann Heinrich


    leider weichen die Schreibweisen der ausländischen Namen immer sehr stark ab

    Gruß, J.H.


    Hallo,


    genau. Belakow war bestimmt Beljakow.


    Die Zeile:


    629 Sajaew, 20.4.1945 Drackenstein Friedhof Drackenstein, untere Friedhof, 500 m von Oberdrackenstein Richtung Sud-West


    Kirill

    Priwet Vladimir,


    bei den Privatsammlern kann naturlich alles sein, was man sich denken kann. Zentralarchive des FSB oder Verteidigungsministeriums? Kann sein - als Beuteakten, oder was vielleicht Alliierte ubergeben hatten. Amsonsten - Freiburg ich denke.


    Gruss,


    Kirill

    Hallo,


    die Geschichte jeder Nation besteht aus Honig, Scheisse und "normalem" Essen. In dieser Kombination kann man das verdauen. Wenn aber man nur die Scheisse nimmt ...



    Kirill

    Hallo,


    Vlad, Du hast was wesentliches vergessen zu schreiben; die Antworten auf biografische Anfragen sind kostenpflichtig (wenn man Dokumentenkopien bestellen will).


    Und bitte Dich auch den Titel des RGWA vollstandig zu wiedergeben: "das Russische Staatliche Militararchiv". Das ist keinesfalls Stadtarchiv, sondern Staatsarchiv ;)


    Gruss,


    Kirill