Posts by Kirill

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    Original von Oliver
    Salve!
    Könnte das RGWA auch bei in russischer Gefangenschaft verstorbenen Soldaten des 1. Weltkrieges helfen? Oder ist die recherche nur für den 2 Wk?
    Gruß Oliver


    Priwet,


    nein. RGWA bewahrt die Akten der Sowjetarmee von 1918 bis 1941 darunter Dokumente der Hauptverwaltung fur Kriegsgefangene und Internierte (2. WK)


    Uber den 1. WK an das Russische Staatsarchiv fur Militargeschichte (RGWIA) schreiben. http://www.rusarchives.ru/federal/rgvia/index.shtml


    Gruss,


    Kirill

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    Original von udalerich

    Die Dauer ist doch wohl eher atypisch?


    Priwet,


    vielleicht. Aber. Die ersten 412000 deutschen Kriegsgefangene wurden laut dem NKWD-Befehl 00955 vom 10./14. August 1945 entlassen. Das waren in der 1. Linie "kranke und arbeitsunfahige KGF".


    Umerziehung? Das wurde auch gemacht.


    Gruss,


    Kirill

    Priwet, Christian!


    Alle Fragen, die du stellst sind ein Gegenstand einer Forschungsarbeit. Es ist nicht die Aufgabe eines Nachschlagebuches (russ. Sprawotschnik) die Ergebnisse solcher Forschungsarbeit zu veroffentlichen. Dafur gibt es andere Editionsformen. Zu jedem Lager gibt es naturlich andere Dokumente als Befehle uber Grundung-Auflosung aber sie passen nicht in die gegebene Form.
    Bei uns gigt es eine grosse Dokumentenedition "Wojennoplennyje w SSSR. 1939-1956" (Kriegsgefangene in der UdSSR), wo neben nackten Angaben auch Dokumententexte untergebracht sind.
    Und um deine Fragen beantworten zu konnen muss man das Problem im Komplex forschen mit Benutzung der Quellen verschiedener Art.


    Gruss,


    Kirill

    Priwet wsem!


    Ja, das Buch ist naturlich keine Bibel. Aber zugleich ist es die erste Ausgabe in der deutschen Sprache zu diesem Thema, die anhand der authentischen Archivdokumente zusammengestellt wurde. Dokumente des Archivs, das die Geschichte der Kriegsgefangenschaft 1939-1955 bewahrt. Aber sogar die Archive sind nicht imstande alles zu erklaren. Lucken wird es geben.
    Zu dem konkreten Fall. Vermerk, dass das Lager bis April 1948 im Betrieb war bedeutet nicht, dass der letzte Kriegsgefangene sein Territorium am 19.4.48 verlassen hat. Das ist das Datum des Befehls uber die Auflosung des Lagers. Danach konnte es eine gewisse Zeit dauern, bis alles geraumt wurde. Konnte auch irgendeine Zwischenstelle zw. Welikije Luki und Frankfurt/Oder sein, die in der Personalakte nicht erwahnt wurde. Es kann, also, verschiedene Varianten geben.


    Gruss,


    Kirill

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    Was macht ein Kommandierender General bei der Erkundung einer Brückenbaustelle?(


    Dieter!


    Und du meinst, dass der General soll nur auf dem weissen Pferd von einer gewissen Entfernung die Schlacht leiten? ;)


    Kirill

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    Original von Alte61
    Soweit wie möglich wurde und wird versucht auch den gefallenen russischen Soldaten wenn möglich wieder einen Namen zu geben. Auch wenn es nicht möglich ist finden die Toden eine würdige letzte Ruhestätte im Umfeld ihrer toten Kameraden.
    Es geht also nicht um die Suche von "Andenken, Orden usw. " sondern wirklich um die toten Soldaten.
    Ich wünsche mir es würde überall auf den Schlachtfeldern des II. Weltkriegs so umgegangen werden.Du wirst auch von dieser Suche und deren Funde nichts bei E-Bay als "Verkaufsartikel "finden -


    Gruß - Alte61 - Achim


    Achim,


    ich habe keine Zweifel.


    Kirill

    Priwet!


    Ich mochte an dieser Stelle die veroffentlichen Geschichten mit einer persohnlichen Erinnerung losen. Meine Schwiegermutter erzahlt uns oft diese Geschichte:


    "Das war im 1941 im Gebiet Tula. Im Herbst nach den schweren Kampfen haben die Deutschen unser Dorf besetzt. In unseren Hausern wurden Soldaten und Offiziere untergebracht. Bei uns wohnnte auch ein deutscher Offizier. Man kann nicht sagen, dass die Deutschen sich besonders schlecht benommen haben, aber die Beziehung der Dorfbewohner war angemessen, Feinde bleiben Feinde. "Unser Deutscher" war im Prinzip ein normaler Mensch, nichts boses hat er uns getan. So dauerte fast zwei Monate bis zum Ruckzug. Und einen Tag vor dem Ruckzug kommt dieser Offizier an meine Mutter heran und sagt: "Mutterchen, morgen verlassen wir das Dorf, aber bevor wir das Dorf verlassen, kommt die SS und verbrennt hier alles. Es ist nicht ausgeschlossen, dass auch die Leute umgebracht werden. Also, nimm die Kinder und versteck dich irgendwo". Meine Mutter hatte sich dann mit uns im Wald versteckt. Das Dorf war wirklich verbrannt. Eine lange Zeit haben wir dann in einer Erdhutte gelebt."


    So hat ein deutscher Offizier vielleicht das Leben meiner Schwiegermutter gerettet. Und ich habe dann meine Frau bekommen.



    Gruss,


    Kirill