Posts by HiWi

    Hallo Sascha,


    Schön, Dich auch hier (wie im Luftschutzbunker-Forum) begrüßen zu können! Sicher habe nicht nur ich hier Interesse an allem, was mit dem Westwall zusammenhängt und noch nicht zigmal breitgetreten wurde - was hat es also mit der geplanten 17 cm-Marinebatterie auf sich? Und was gibt es noch über die Wasserbombenwerfer-Bttr. zu erfahren? Gibt es Reste oder Dokumentationen, oder ist sie restlos verschwunden?


    Schönen Gruß, Thomas

    Hallo Stephan,


    ein paar deiner Fragen kann ich wahrscheinlich beantworten:


    1. hat man wohl tatsächlich immer "ständig Salze in irgendeiner Form" dabeigehabt,
    2. tat's ein wenig davon, nicht tonnenweise,
    3. gab es wohl eher keine fertig mit Salzladung laborierte Kartuschen.


    Zur Veranschaulichung stelle ich ein paar Bilder einer Bakelitdose ein, die für die Kartuschvorlage eines 7,5 cm Geb.G. 36 (wie die Salzladung richtig heißt) benutzt wurde. Aus der Größe wird die Menge des benötigten Salzes ersichtlich.


    Gruß, Thomas

    Hallo zusammen,


    Schon seit Jahren frage ich mich, welche Waffe hier gemeint sein könnte:


    "wirksame Beschießung eines durch Scharfschützen besetzten Hauses in Oberstolberg durch schweres Jagdgewehr" (Zitat aus einer Meldung der 12. Infanterie-Division an das LXXXI. Armee-Korps vom 28. September 1944, gefunden in einem Zeitungsartikel der Serie 'Heute vor 30 Jahren' in den Stolberger Nachrichten vom 28. September 1974).


    Möglicherweise wurde hier tatsächlich ein Jagdgewehr (in überschwerem Kaliber?) gegen Scharfschützen der US-Armee eingesetzt?


    Gruß, Thomas

    Hallo Ralf,


    Auf youtube findet man gelegentlich den Westwall-Film von Fritz Hippler unter dem Titel 'Der Westwall - Ein dokumentarischer Film'. Er ist 42 Min. 16 Sek. lang, ggfs. könnte das Herunterladen etwas dauern, lohnt sich aber. Zur Zeit ist der Film dort (soweit ich weiß) nicht verfügbar, man muss eben abwarten...


    Gruß, Thomas

    Hallo Rolf,


    Die von dir genannten Karten 2 und 4 besitze ich auch. Es sind Karten, die jedermann kaufen konnte (und noch kann), um sich von der 'Stärke' des Westwalls überzeugen zu können, also eigentlich Propaganda-Darstellungen. Sie datieren vermutlich von 1939-1940, noch vor dem Frankreichfeldzug.


    Bei Karte 3 denke ich, sie sollte dem Käufer den Kriegsverlauf und natürlich die Leistungen der Wehrmacht nahebringen.


    Karte 1 ist eine militärische Karte (nur für den Dienstgebrauch!).


    Hoffe, etwas geholfen zu haben,


    Gruß, Thomas

    Hallo zusammen,


    aus Pressestelle des Reichsministers Todt (Hg.): Bauen und Kämpfen. Gedichte und Bilder vom Einsatz der Frontarbeiter. München: Georg D. W. Callwey 1941 stammt folgendes Westwall-Gedicht:


    Wilhelm von Scholz


    DER WALL


    Im tiefsten Frieden weithin ruht das Rund:
    Strom, Wiesen, Wald, Gärten mit Mauern und Hecken,


    Ein freundliches Dorf. Aber es muss sich im Grund,
    Im Grün, hinter täuschender Hauswand ein Arges verstecken.


    Das Auge fühlt es und sucht, und wenn's auch nicht findet,
    Weiß: unterwühlt ist der Boden, es lauert ein Feind,
    Der, wenn der Blick ihn streift, in der Erde verschwindet.
    Sieh dort, wie diese Wiese sich hüglig zu wölben scheint!


    Weiter! Wieder ein Hügel, ein Bühl, als hätte ein Wühler
    Sich in der Tiefe Kammern und Gänge gemacht.
    Oder es birgt ein vielfüßig Insekt Stacheln und Fühler
    In ein Steinnest. Von Stroh, von Ziegeln, von Schindeln bedacht,


    Ist es zwischen den anderen Häusern nicht leicht zu erkennen
    Als der Bau des Skorpions, dessen tödliches Gift,
    Dessen Stiche im Blut wie fressendes Feuer brenne,
    Wenn sein Stachel herausfährt und den Arglosen trifft.


    Hat dort der Klotz nicht ein Netz auf, ein Kappengeflecht,
    Das mit Zweigen besteckt ihn unsichtbar machen soll?
    Wie Siegfrieds Tarnnetz, von der Nibelunge Geschlecht
    Zaubergetränkt mit Todhaß, Fluch und uraltem Groll?


    Ja, Feindschaft alles und Haß, Gier, Neid und Belauern.
    Das friedliche Land zerklüftet sich rings zur Gefahr.
    Der Boden sinkt ein unter dir. Über wogende Äcker schauern
    Schüsse, Bäche von Blut und ein Schreckensjahr.


    Denn h8inter den bis an den Strom vorgestreckten,
    Aus steinernen Schlitzen spähenden Augen des Lands
    Stehn die noch in Gebirgen und Wälderschatten versteckten,
    Zu Heeren gesammelten Bringer des Menschheitsbrands.


    Wie nah! Nur über den Rhein, den Raubgier zur Grenze
    Einst hat bestimmt zwischen deutschem und deutschem Land,
    Daß wie Hohn unserm Blick seine schimmernde Fläche glänze,
    Wenn sie hinspült hüben und drüben an deutschem Strand!


    Wie er gleichmütig zieht, der Strom! Wie Welle an Welle
    Allen Wellen gleich, die ewig hier flossen.
    Aufgewallt ein Stück unter Himmelhelle
    Und dann wieder verstrudelt, hinabgeschossen


    Auf den Flußgrund oder zum langsamen Rande
    Abgedrängt, wo sie ein Hölzchen drehen kann, ein Baumblatt,
    Zieht die Welle vergessend weiter von Lande zu Lande
    Über Schlummerebenen fort, fort von Traumstadt zu Traumstadt-


    "Auf! Hier gilt kein Träumen!" erweckt ein Rufen
    Alles Volk diesseits des Rheins. "Nun müssen wir bauen
    Einen besseren Wall, als die drüben ihn schufen,
    Vom Gebirgswald hinab bis zu den Wasserauen!"


    Fels werde Feste, die Heere birgt im Innern des Berges,
    Luken darin für Auge und Rohr, als horsteten Aare,
    Geier, Falken in senkrechter Wand oder Laurins, des Zwergen
    Schar, die Klüfte bewohnen und uralte Schätze bewahren,


    Unzugänglich verborgenen Zugangs in Tale und Wald,
    Wo Geschütze in sonnenverträumten Lichtungen stehen,
    Nur Baumkronen, Himmelblau, Wolken über sich sehen,
    Schräg ins Leere recken die fernhin drohnde Gestalt.


    Fest auf Stein ruht ihr Fuß oder auf Bohlen, Zement,
    Widerlager für den Wurf der Geschosse, den Rücklauf der Rohre,
    Wenn das donnernde Feuer um alle Mündungen brennt,
    Wenn zehntausend Erze Tod heulen im Chore.


    Jetzt schallt erst Hämmern, Hacken, Maschinenfauchen.
    Mischtrommeln drehen raschelnd Beton, Kalk und Kies.
    Feldbahnen rollen, Ketten klirren. Blauwölkend rauchen
    Wandernede Herde der Werkleute im Waldparadies.


    Hier reißt als Rachen breit in den Grund ein schlammiger Graben,
    Zu verschlingen jeden Kriegswagen, der naht!
    Dort die Straße soll steinerne Zähne haben,
    Wie der Acker dran auch! Aufgeh' eine grausige Saat,


    Aber Maulwurfshügel vor allem verteilet im Land!
    Aufwärts den Strom und hinab - am Ufer, an Wegen,
    An der Bahn, für verborgene Heere hundertfach Unterstand.
    Wer dann kommt, den erwartet ein glühender Segen!


    Nicht versteckt bleiben hier die Verteidiger im Hinterhalte,
    Wie der Franzmann es drüben überall plant mit den seinen!
    Schießen nicht nur gedeckt aus länglicher Bunkerspalte-
    Nein, sie dringen hervor, sich wie immer im Angriff zu einen


    Zur unübersehbaren Front eines Walls aus Knochen und Blut,
    Aus Millionen Augen, Gewehren und greifenden Händen!
    Den Westwall fürchtet noch mehr, und seid auf der Hut,
    Wenn die Verstecke ihr Innen nach außen wenden!


    Aber ihr jetzt baut! baut! - einen Schutzwall, der unüberwindlich
    In Hirn und Herzen des Feinds ihm noch droht durch die Träume,
    Der die Raubhand ihm lähmt, der täglich und stündlich
    Ihm zu Armeen macht selbst unsere Steine und Bäume;


    Der sich als Angst einfrißt in seine Gedanken,
    Den ihr nie braucht, weil ihr vorher den seinen zerschlagt,
    Daß verlassen einst liegt die unüberwindliche Schranke
    Mitten im deutschen Land, wo sie nur noch ein Heldenlied sagt:


    Wie ein Kopf sie ersann und mit Zauberschnelle
    Eine Million begeisterter Werkmannhände,
    Die ein Wille durchzuckt, eine schaffende Welle,
    Ehe der Feind losbrach, sie vollendet zum Ende.


    Westwall - es sieht ihn nur, wer ihn sucht! Schwer ist's, ihn zu finden.
    Er verbirgt sich im Land, unsichtbar im lächelnden Lichte,
    Wird, wie der Krieg, in Frieden, in den Grund, den er schützte, schwinden.
    Westwall, unvergänglicher Wall in der Völker Geschichte!

    Hallo zusammen,


    das Koppel sieht aus wie ein normales deutsches Offizierskoppel. Die 'Kombination' ähnelt dem einteiligen Schutzanzug, der von Flakbedienungen getragen werden sollte, aber auch den Besatzungen der Panzerzüge ausgeteilt wurde.


    Gruß, Thomas

    Hallo Karl,


    bzgl. der Bezeichnung der 3,7 cm Pak kann ich nur auf www.lexikon-der-wehrmacht.de/Waffen/panzerabwehrkanonen.htm verweisen (Zitat: "Noch eine Anmerkung zur Bezeichnung dieser Waffe: Die Waffe wurde bei der Wehrmacht als 3,7-cm-Pak bezeichnet. In keinem Dokument ist die Bezeichnung "3,7-cm Pak 35" o.ä. zu finden. Diese in der Nachkriegsliteratur eingeführte Bezeichnung ist mir aus keinem offiziellen Dokument bekannt.").


    Leider finden sich in den von dir genannten Werken deutscher Herkunft genügend Fehler, gerade auch in manchen Bezeichnungen (www.amazon.de/Waffen-Geheimwaf…-1933-1945/dp/3763759158, www.amazon.de/deutschen-Geschütze-1939-1945-Ferdinand-Etterlin/dp/3763759891/ref=sr_1_2?s=books&ie=UTF8&qid=1352391209&sr=1-2). Bishops Buch kenne ich nicht, aber erfahrungsgemäß sind gerade angelsächsische Autoren schon wegen der Sprachbarriere anfällig für Fehlinterpretationen und falsche Typbezeichnungen (einfachstes Beispiel ist die in Sammlerkreisen verbreitete und von angelsächsischen Autoren stammende Manie, deutsche Militaria mit 'M' zu bezeichnen, z. B. Stahlhelm M 35, Feldbluse M 40 etc.).


    Ich habe selber in noch keiner zeitgenössischen Veröffentlichung von einer 3,7 cm Pak 35, 36 oder 35/36 gelesen - was auch logisch ist, da die Waffe vorher auch nur 'Tankabwehrkanone in Spreizlafette' hieß und es bis 1938 im deutschen Heer keine weitere Pak gab noch eine weitere Entwicklung vorgesehen war - die Wehrmacht sträubte sich noch 1940 gegen eine stärkere Waffe, was dann im Ostfeldzug zu den bekannten kritischen Lagen führte.


    Gruß, Thomas

    Hallo alter67,


    Schönes Feuerzeug. Ähnliche wurden auch schon während des Ersten Weltkrieges angefertigt, teils industriell, teil in privater Handarbeit.


    Frage an alle: Gab es überhaupt dienstlich gelieferte Feuerzeuge bei der Wehrmacht?


    Gruß, Thomas

    Hallo Timm,


    Ich bin aus Stolberg-Atsch und kenne mich einigermaßen mit den Kämpfen in meiner engeren Heimat aus. Ich kenne auch Teile des KTB des Gren.-Ers.- u. Ausb.-Btl. 473, da sie in 1974 der Artikelserie 'Heute vor 30 Jahren' in der Zeitung 'Stolberger Nachrichten' erschienen sind. Besteht vielleicht die Möglichkeit, dass Dein Freund mir das vollständige KTB zur Verfügung stellt? Das würde meinem heimathistorisches Interesse mächtig entgegenkommen. Besonders interessieren mich übrigens die Kämpfe rund um die Westwallanlagen in und um Stolberg (s. hier: www.forum-der-wehrmacht.de/thr…wall&hilightuser=0&page=2 ).


    Ich wäre sehr dankbar für jedewede Unterstützung in dieser Richtung!


    Schönen Gruß, Thomas

    Hallo Holger,


    Die Entscheidung ist leicht: Alles, was vor Sommer 1941 eingeführt wurde, ist verwendbar. Also durchaus auch das Koppelschloss aus Aluminium, nur sollte es nicht die zweiteilige Ausführung sein, da die eigentlich nur als Eigentumsstück für die Ausgeh- und evtl. Paradeuniform gedacht war.
    Das gleiche gilt natürlich auch für den Rest der Ausrüstung.


    Zum Kriegsende hin durchmischte sich alles zusehends, so hat ein Bekannter bei der restlichen Ausrüstung eines kurz nach dem Krieg geborgenen Gefallenen ein HJ-Koppelschloss gefunden, dass der Soldat zur Wehrmachtsuniform getragen hat.


    Gruß, Thomas

    Hallo zusammen,


    Und, Ihr habt ja Recht, soweit Orden und andere Auszeichnungen betroffen sind. Ich hatte nur den Eindruck nach dem Lesen des unter dem ersten Link verknüpften Themas, dass man Militaria hier ganz ausblenden wollte. Aber im Lexikon der Wehrmacht fehlen praktisch alle Abzeichen, die keine Auszeichnungen waren, da könnte man sicher noch einiges an Fotos von Realstücken ergänzen.


    Gruß, Thomas

    Hallo Holger,


    Und vielen Dank für das Einstellen der schönen Fotos. Nur ein Hinweis: Die Waffe hieß '3,7 cm Pak'. Nichts von Pak 35, Pak 36 oder gar Pak 35/36, wie in den meisten neueren Veröffentlichungen zu lesen ist.


    Gruß, Thomas

    Hallo Paule,


    Was ist denn da nicht zu verstehen? Dass die Sowjets sehr erfolgreich und in großem Stil jede erdenkliche Art von Sabotage durchgeführt haben und die deutsche Seite sich davon verschiedene Scheiben abgeschnitten hat, ist ja hinlänglich bekannt.


    Gruß, Thomas

    Hallo zusammen,


    Aus gegebenem Anlass (forum-der-wehrmacht.de/thread.php?threadid=31957 forum-der-wehrmacht.de/thread.php?threadid=31880 forum-der-wehrmacht.de/thread.php?threadid=31831 ) möchte ich hier die Frage aufwerfen, ob Anfragen bzgl. Abzeichen, Auszeichnungen und Uniformstücken oder Beiträge von Nutzern, die solche vorstellen wollen, in diesem Forum allgemein gestattet sind.


    Einerseits kann ich verstehen, dass wir kein 'Militaria'-Forum sind in dem Sinne, dass hier nicht im Vordergrund die materiellen Hinterlassenschaften der Wehrmacht thematisiert werden.


    Andererseits gehören zur Geschichte der Wehrmacht nicht nur deren Einheiten und Ausstattung, wie ja auch aus den verschiedenen Unterforen hervorgeht. Daher sollten wir eben auch diese materiellen Hinterlassenschaften kennen.


    Meine Meinung ist:
    Wenn jemand beispielsweise ein mutmaßlich militärisches (denn wir sind das Forum der Wehrmacht) Abzeichen aus der Zeit des Dritten Reiches hat und hier Aufklärung über seine Bedeutung und Tragung erlangen möchte, sollte das im Forum der Wehrmacht möglich sein.
    Das schließt nicht Anfragen bzgl. Echtheit und Preis ein, da damit schon zu viel Schindluder getrieben wird.
    Darüber hinaus bin ich der Ansicht, dass im entsprechenden Unterform die Möglichkeit bestehen sollte, Orden, Ehrenzeichen und Abzeichen der Wehrmacht auch anhand von aktuellen Fotos (aber ohne Angaben über tatsächliche oder vorgebliche Echtheit) den Nutzern vorzustellen. Immerhin könnte das Anfagen nach dem Motto 'was ist das für ein komisches schwarzes Kreuz zum Anstecken mit silbernem Rand und Jahreszahl 1939 vorne und 1914 hinten' vermeiden helfen. Also eine Art forumsinternes Nachschlagewerk.


    Allerdings hätte dann das in dem ganz oben verlinktem Thema gezeigte Mützenabzeichen des Reichskriegerbundes hier nichts verloren, ebensowenig wie das HJ-Koppelschloss.


    Das wäre dann mein Senf dazu, was sagt Ihr?


    Schönen Gruß, Thomas

    Hallo allerseits,


    Im September / Oktober 1944 soll der Ort Stolberg (Rhld.) bei Aachen von einem (?) Eisenbahngeschütz aus dem Raum Eschweiler (östlich von Stolberg) beschossen worden sein (Information aus: http://www.amazon.de/Feuerstur…er-November/dp/3926830093). Es könnte sich hierbei um ein Geschütz der Eisenbahn-Batterie 674 gehandelt haben, die laut Gerhard Taube (http://www.amazon.de/Deutsche-…rhard-Taube/dp/3613013525) bei Eschweiler gelegen haben soll. Damit hätte zumindest diese Bttr. wenigstens ein Geschütz aus den Rückzugswirren retten können.


    Gruß, Thomas