Posts by HiWi

    Hallo Augustdieter,


    Es ging mir um genauere Information, als die genannten Werke (und selbstverständlich das Netz eingeschlossen) zu bieten haben - Zeitzeugenaussagen, Archivalien, heimatkundliche Erkenntnisse udgl.
    Ich habe in meiner Anfrage bewusst die bislang unfruchtbaren Quellen genannt, damit nicht jeder, der antworten möchte, zuerst eine allgemeine Information bezüglich des Westwallbaus und des Reichsarbeitsdienstes liefert. In der Beziehung bin ich bestens unterrichtet (auch wenn sich das etwas hochtrabend klingt).
    Selbstverständlich bin ich nicht nur für jede sachdienliche Antwort, sondern auch für jede gutgemeinte Antwort dankbar - Hauptsache, sie bezieht sich auf das Thema.


    Hoffe, nun alle Unklarheiten beseitigt zu haben und vor allem auf neue Erkenntnisse. Sollten bei mir neue Informationen auftauchen, teile ich sie natürlich gerne mit.


    Nachtrag: Die Führerschule des Arbeitsgaues XXXI (W) war ebenfalls in Eilendorf untergebracht.


    Beiträge zusammengefügt...Huba

    Hallo Micha,


    Ich dachte, aus meinem Eingangsbeitrag ginge hervor, dass ich mich in der Materie ganz gut auskenne. Es gibt keine wirklich tiefschürfende Internetseite zum Westwall, alles - bis auf wenige Ausnahmen - ist aus o. g. Büchern abgeschrieben.


    Aber Dank für den guten Willen!

    Hallo allerseits,


    Weiß jemand Genaues über die Aktivitäten (Bunkerbau ?) der R.A.D.-Abteilung 7 / 313 (W 32) 'August Siewert' unter Ostfm. Meyer in Eilendorf im Sommer 1938?


    Ich suche darüberhinaus Informationen über weitere R.A.D.-Einheiten, die zwischen Frühjahr 1938 und Herbst 1939 im Raum Aachen-Eilendorf-Stolberg eingesetzt waren.


    Ich frage insbesondere wegen der Rolle des R.A.D. beim Bau des Westwalls in diesem Raum nach.


    Folgende Bücher bzw. Zeitschriften (und natürlich die nahezu gesamte einschlägige Westwall-Literatur) habe ich bereits durchforstet, aber ohne wirklich detaillierte Informationen gefunden zu haben:


    Dieter-Robert Bettinger, Hans-Josef Hansen und Daniel Lois: Der Westwall von Kleve bis Basel. Auf den Spuren deutscher Geschichte. Ein Tourenplaner. Wölfersheim-Berstadt: Podzun-Pallas 2002
    Dieter-Robert Bettinger und Martin Büren: Der Westwall. Die Geschichte der deutschen Westbefestigungen im Dritten Reich. Band 1: Der Bau des Westwalls 1936-1945. Band 2: Die technische Ausführung des Westwalls. Osnabrück: Biblio 1990
    Otto-Wilhelm Förster: Das Befestigungswesen. Rückblick und Ausschau. Neckargemünd: Scharnhorst Buchkameradschaft 1960 (Die Wehrmacht im Kampf Band 25)
    Manfred Groß: Der Westwall zwischen Niederrhein und Schnee-Eifel. Köln: Rheinland-Verlag 1989 (Archäologische Funde und Denkmäler des Rheinlandes Bd. 5)
    Harald Koschik und Willem Willems (Hg.): Der Westwall. Vom Denkmalwert des Unerfreulichen. Köln: Rheinland-Verlag 1997 (Führer zu archäologischen Denkmälern des Rheinlandes Bd. 2)
    Patrice Wijnands: Der Westwall bei Münsterbusch (Aachen/Stolberg). In: Deutsches Atlantikwall-Archiv (Hg.): DAWA-Nachrichten Heft 25/26. Köln: Harry Lippmann 2003

    Hallo Wuschel,


    Ich weiß nicht, ob sich die Bedeutung der Spange überhaupt nicht klären lässt, ich bin nur sicher, dass es sich nicht um ein Schutzwall-Ehrenzeichen handelt. Tut mir leid, dass ich auch nicht weiterhelfen kann.


    Gruß, HiWi

    Hallo zusammen,


    Ich möchte dieses Thema eröffnen, da sich sicher jeder hier schon einmal gefragt hat, was dieser oder jener Kode auf einer Waffe oder einem Ausrüstungsgegenstand zu bedeuten hat. Zwar gibt es ausgezeichnete Literatur hierzu, doch ist sie teils vergriffen und jedenfalls teuer.


    Zum Einstieg möchte ich hier die Frage stellen, welche Firma sich hinter dem Kode 'gwr' verbirgt. Gesehen habe ich ihn auf einem Panzerbeobachtungswinkelfernrohr 8 (Pz.B.W.F. 8 ) das in Schartenpanzertürmen und -platten der deutschen Landesbefestigung (Westwall, Ostwall, Atlantikwall) der Ausbaustärke B (Panzerstärke 200 mm) eingebaut war. Die ursprüngliche Entwicklungs- und Herstellungsfirma war Ernst Busch (Rathenow), die aber sonst unter dem Kode 'cxn' firmierte. Ist 'gwr' der Kode eines Lizenzherstellers oder ein alternativer Kode von Busch?


    Ich hoffe auf rege Beteiligung an diesem Thema und ggfs. auch auf Beantwortung meiner Frage!

    Hallo Wuschel,


    zu "Es wurde 1940 aufgenommen. Kann das dann mit dem Schutzwall-Ehrenabzeichens (alias Westwall-Medaille) hinkommen?" würde ich sagen, dass das nicht sein kann. Das Schutzwall-Ehrenzeichen wurde nur bis 1941 und wieder ab 1944 verliehen. Für Inhaber des Schutzwall-Ehrenzeichens des ersten Verleihungszeitraumes wurde 1944 eine Spange zum Schutzwall-Ehrenzeichen eingeführt, wenn diese die Verleihungsbedingungen erneut erfüllt hatten. Die Spange soll entweder nach Art der 'Spange Prager Burg' gestaltet gewesen sein (nach Kurt Klietmann) oder ein völlig abweichendes Aussehen gehabt haben (mit großem Hoheitsadler und gekreuztem Schwert und Spaten, so genau weiß ich das nicht). In jedem Fall scheint kein authentisches Exemplar bekannt zu sein und Verleihungen der Spange sind überhaupt fraglich. Wenn doch, sollte die Spange jedenfalls nicht oval sein, denkbar wäre eher, dass es sich bei dem Objekt auf dem Detailbild um die Miniatur einer Art inoffizieller Andenkenmedaille handelt.


    Prinzipiell konnten alle Zivilarbeiter, RAD-Angehörigen, Beamten und Soldaten aller Waffengattungen der drei Wehrmachtteile mit dem Schutzwall-Ehrenzeichen ausgezeiuchnet werden, wenn sie lange genug beim Bau des Westwalls beteiligt waren.
    Vgl. hierzu besonders http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Orden/dsez.html


    Hoffe, ein wenig geholfen zu haben.

    Hallo KuGra,
    Ich habe selbst vor einiger Zeit etwas über den RAD recherchiert und dabei folgende Informationen zusammengetragen:
    "Am 11. August 1943 befahl der Reichsarbeitsführer, aus R.A.D.-Abteilungen Flakbatterien zu bilden. Die Arbeitsmänner sollten nicht an der Front eingesetzt werden, sondern in den besetzten Westgebieten und in der Reichsverteidigung. Daher kam die große Mehrheit dieser Batterien unter das Kommando von Flakabteilungen der Luftwaffe, nur ein geringer Prozentsatz wurde den Abteilungen der Marineflakartillerie zugestanden.
    Die Flakabteilungen bestimmten den taktischen Einsatz und die waffentechnische Ausbildung.
    Die R.A.D.-Flakbatterien führten neben ihrer Abteilungsnummer die Nummer der übergeordneten Flakabteilung (oder Flakbatterie z.b.V. XXXX ?). Luftwaffe und Kriegsmarine stellten Verbindungsoffiziere zur Reichsleitung des R.A.D. ab, dieser wiederum setzte die Obergeneralarbeitsführer Dr. Schmeidler und Tholens als Inspekteure bei der Luftflotte Reich bzw. Luftflotte 3 ein. Sieben Abteilungen (1, 3 und 7 /
    302, 4 / 303, 2 und 3 / 330) kamen als SS-Flakabteilung Obersalzberg unter den unmittelbaren Befehl des Reichsführers-SS, Heinrich Himmler. Ihre sieben Batterien zu je 12 8,8 cm Flak 40 wurden im April 1945 durch einen schweren US-Luftangriff vernichtet. Sie verfügte ferner über eine Nebelbatterie.
    Uniformen oder Dienstgradbezeichnungen wurden nicht geändert, da die R.A.D.-Flakartilleristen weiterhin Angehörige des R.A.D. blieben. Sie bekamen jedoch den Wehrsold der Luftwaffe und die Ausrüstung, die zum Einsatz bei der Flak notwendig war: Stahlhelm, Gasmaske und Schutzbekleidung. Während zunächst Flakartilleristen der Luftwaffe Führerstellen besetzten, wurden hierfür später R.A.D.-Führer und Unterführer ausgebildet. Auch wurde der Bedarf an ausgebildetem Personal dadurch gedeckt, dass R.A.D.-Führer, die in der Wehrmacht Dienst taten, zu den R.A.D.-Flakbatterien versetzt wurden. Arbeitsdienstpflichtige mit Sonderausbildung als Entfernungsmesser, Bedienungspersonal für Kommandogeräte, MG-Schützen oder Geschützführer mussten sich zum einjährigen Dienst im R.A.D. verpflichten.
    Die Arbeitsmänner dieser Batterien stellten ausgezeichnet vorgebildeten Nachwuchs für die Artillerie und Flakartillerie der Wehrmacht.
    Ab Oktober 1944 kamen auch Angehörige des R.A.D. der weiblichen Jugend zum Einsatz in Flak- und Flakscheinwerferbatterien. Sie gehörten jedoch nicht zur Luftwaffenhelferinnenschaft, sondern blieben Angehörige des R.A.D. und behielten dessen Uniform (bis auf die oben genannten Ausnahmen).
    Mit dem Näherrücken der Fronten gerieten auch die R.A.D.-Flakbatterien in den Fronteinsatz. In den Festungen des Atlantikwalls, auf dem Rückzug durch Frankreich und an den Ostgrenzen des Reiches
    bewährten sich die Flakbatterien des R.A.D. im Kampf gegen Luft- und Erdziele."


    Soweit, so ergänzungswürdig.

    Die Bezeichnung ist korrekt, deswegen fand ich sie ja auffällig. Die LDW-Seite habe ich natürlich besucht. Es handelt sich um je ein Schießbuch für Gewehr, Pistole und MG sowie ein Entfernungsschätzbuch. Vielleicht ergibt sich ja mit ein wenig Geduld etwas.
    Vielen Dank erstmal!

    Die Abbildung zeigt sogenannte Spreizhemmbalken, keine Rommelspargel (die in der Tat das Gelände gegen Lastensegler sichern sollten). Landungsboote sollten auf die Spreizhemmbalken auflaufen und sich 'festfahren', daher ja 'Hemm'-Balken.

    Hallo, liebe Lexikalisten! Als meinen ersten Beitrag möchte ich euch fragen, ob jemand etwas über ein 'Panzer-Sturm-Pionierbataillon Brandenburg' weiß? Ich besitze mehrere Dokumente (Schießbücher) eines Gefreiten dieser Einheit. Die Einheitszugehörigkeit geht aus dem Rundstempel hervor. Über eine Auskunft oder auch nur einen Hinweis wäre ich sehr dankbar!
    Gruß, HiWi!