Posts by HiWi

    Hallo zusammen,


    Allesamt interessante Aspekte. Die Richtigkeit der Aussage Sachsenheimers ergibt sich schon aus der Tatsache, dass die Panzerfaust in unterschiedlichen Formen bis heute weiterentwickelt und eingesetzt wird. Man hatte die Waffe gefunden, die die Panzerabwehr auf der untersten taktischen Ebene möglich machte - was mit der 7,92 mm-Panzerbüchse 38 und auch der Granatbüchse 39 nicht gelungen war.


    Gruß, Thomas!

    Hallo Leute,


    Ojemine, was man aus einem an sich interessanten Thema eben nicht machen kann, zeigt mal wieder eindrucksvoll das MHM...Zur Fallschirmtruppe würde ich eher das Niederländische Kriegs- und Widerstandsmuseum in Overloon empfehlen! Das ist zwar kein begehbares Buch, aber dafür ein Museum, das diese Bezeichnung auch verdient.


    Gruß, Thomas!

    Hallo zusammen, hallo an DasMoelk,


    Die Bajonette sind in diesem ungereinigten Zustand unmöglich zweifelsfrei zu bestimmen. Das längere könnte ein britisches Lee-Enfield-Bajonett (sorry, die korrekte Bezeichnung habe ich nicht parat) sein, das kürzere steckte in einer vergangenen Lederscheide, von dem das Mundblech noch vorhanden ist. Das Ortblech wurde bei der Bergung entweder übersehen oder es war durch Korrosion vergangen.


    Im Zusammenhang mit der deutschen Seitengewehrtasche und dem offenbar zivilen Revolver würde ich darauf tippen, dass es sich um Blankwaffen handelt, die als Souvenirs aus dem Ersten Weltkrieg mit nach Hause gekommen sind und die am Ende des Zweiten Weltkriegs zusammen mit dem Revolver im Brunnen entsorgt wurden, um Repressalien durch die Besatzer zu entgehen.


    Vielleicht zeigt uns DasMoelk Details der Seitengewehrtasche, diese könnten zur Datierung der Funde viel verraten!?


    Gruß, Thomas!

    Hallo zusammen,


    Der Stempel CSZ und das 'Z im Kreis' deuten auf den tschechischen Hersteller Czeskoslovenska Zbrojovka, Brno/Brünn. Auf dem Griffkopf die typisch tschechische Waffennummer. Sie findet sich auch auf deutschen Seitengewehren, die nach 1945 in der Tschechoslowakei verwendet wurden.


    Es ist ein normales tschechisches Seitengewehr Vz. 24, bei der Wehrmacht als SG 24 (t) geführt. Mit dieser H-förmigen Aufpflanzvorrichtung passt es auf alle deutschen, tschechischen und polnischen 98er Schusswaffen, aber nicht auf Mannlicher-Gewehre. Die haben eine T-förmige Aufpflanzvorrichtung.


    Das Bajonett müsste 1924 (Vz. = Modell) eingeführt worden sein; nach der Übernahme des tschechischen Rüstungsmaterials durch die Wehrmacht 1939 wurden diese Waffen weiterproduziert, erhielten aber deutsche Abnahmestempel. Danach fiel der Mündungsring weg, dieser wurde wohl auch zuvor schon abgeschliffen. Das hier gezeigte Seitengewehr wurde also zwischen 1924 und 1939 produziert; ob der Stempel 'E Löwe 27' das Herstellungsjahr angibt, entzieht sich meiner Kenntnis.


    Siehe auch hier (auf dem Bild parallel zum Wasserzeichen P):

    Hilfe bei Ausrüstungsgegenständen


    Gruß, Thomas!

    Hallo zusammen,


    Ralph Trosts Dissertation 'Eine gänzlich zerstörte Stadt. Nationalsozialismus, Krieg und Kriegsende in Xanten, S. 406 und Fußnote 1150 nennt die RAD-Abteilungen K 1/45 und K 4/214 in Xanten, die (vier?) Lager hätten am dortigen Fürstenberg gelegen und ihre Barackenfundamente seien "heute noch sichtbar." Der LIDAR-Scan zeigt allerdings keine klar erkennbaren Strukturen (es sei denn, rund um den Hundedressurplatz!?). Die beiden Abteilungen waren bis zum 1. 4. 1943 im Wechsel am Bau der Luft-Munitionsanstalt 2/VI Xanten beteiligt.


    Gruß, Thomas!

    Hallo zusammen,


    Ralph Trost nennt in seiner Dissertation 'Eine gänzlich zerstörte Stadt. Nationalsozialismus, Krieg und Kriegsende in Xanten', S. 405 f. den Landesschützenzug der Luftwaffe 217/VI, der wenigstens zeitweise zur Bewachung der Luft-Munitionsanstalt 2/VI eingesetzt war. Er nennt auch einen Landesschützenzug 21/VI, aber eventuell handelt es sich dabei um einen Tipp- oder Übertragungsfehler und meint denselben Zug.


    Hatte ich noch vergessen mitzuteilen:


    Führer des Landesschützenzuges 217/V war ein Hauptmann (W) Nölting.


    Gruß, Thomas!

    Hallo allerseits,


    In den belgischen und luxemburgischen Ardennen stehen neben einigen Panzern noch Geschütze der Wehrmacht und der US Army, teils mehr oder weniger am Ort der Aufgabe, teils eigens als Denkmäler aufgestellte Zeitzeugen in der Landschaft:


    7,5 cm Pak 40 Manhay (9).JPG

    Rohr mit Wiege einer 7,5 cm Pak 40 in Manhay (B); sie wurde dort vor einigen Jahren ausgegraben


    8,8 cm Pak 43-41 Clervaux (L) (9).JPG  8,8 cm Pak 43-41 Heinerscheid (L) (11).JPG

    Je eine 8,8 cm Pak 43/41 in Clervaux (L) und in Heinerscheid (L)


    15 cm s.FH 18 Cherain (7).JPG  US Field Howitzer 105 mm M 2 A1 Heinerscheid (L) (3).JPG

    15 cm s.FH 18 in Cherain (B) und 105 mm Howitzer M 1 A 1 in Heinerscheid (L)


    Gruß, Thomas

    Hallo allerseits,


    Vorerst zuguterletzt möchte ich Euch ein paar Eindrücke aus dem Luxemburgischen Nationalen Museum für MIlitärgeschichte in Diekirch (http://www.mnhm.net/ng/index.php) präsentieren. Weil ich aber aus über 200 Bildern auswählen musste und je Beitrag nur fünf Bilder angehangen werden können, muss ich vier Beiträge verfassen.


    Teil 1:


    MNHM Diekirch (6).JPG  MNHM Diekirch (11).JPG

    Sherman M 4 A 1 E8 (76 mm) vor einem Stück Höckerhindernis 1939, das 2004 in Scheid geborgen wurde (s. a. hier: http://www.hschumacher.de/html/museum.html) / 203 mm Haubitze der US-Army


    MNHM Diekirch (16).JPG  MNHM Diekirch (26).JPG

    Dioramen mit deutscher 7,5 cm Pak 40 und US-Infanteristen der 28 th Division 'Keystone' bzw. 'Bloody Bucket', die in der Normandie und später im Hürtgenwald starke Verluste hinnehmen musste


    MNHM Diekirch (77).JPG

    US-Instandsetzungsfahrzeug etc.

    Hallo zusammen,


    Hier möchte ich dann doch gerne meinen Senf dazu geben: Wir sind hier alle Mitglieder im Forum der Wehrmacht, das sollte die Richtung schon für alle hinreichend klarmachen. Zu Recht werden hier ja auch Militariahändler und Sondler der Tür verwiesen, obwohl deren Tun und Treiben sogar noch mehr mit dem Thema des Forums zu tun haben als jeder ehemalige oder derzeitige Soldat der Bundeswehr.


    Wenn abseitige Themen - wie die jeweilige Bw-Dienstzeit - thematisiert werden sollen, so steht das doch jedem im Clubzimmer frei zu tun. Auch der kürzlich zu lesende Aufruf, im Rahmen des Kurioses & Absonderliches-Thema über die Bundeswehrzeit zu klönen, hat mich schon reichlich befremdet, geht es doch auch dort eigentlich nur um Curiosa aus dem Bereich der Wehrmacht oder wenigstens des Dritten Reiches.


    Aktuelle Politik ist hier, solange ich dabei bin, ein Tabu und dabei sollte es auch bleiben. Ich bin jedenfalls froh, hier einen Ort gefunden zu haben, wo man sich damit mal nicht herumärgern muss (bei Corona sehe ich das ein wenig anders, weil hier doch jeder irgendwie betroffen ist). Hat schon genug Köpfe gekostet.


    Gruß, Thomas!

    Hallo Torsten,


    Obwohl normalerweise nicht mein Metier, habe ich Deine Beiträge mit Interesse gelesen. Auch Dein gutes Deutsch und Dein guter Schreibstil haben mich veranlasst, Dir wenigstens ein bisschen zu helfen - angesichts meiner beschränkten Möglichkeiten kann es aber auch nur 'ein bisschen' sein. Tatsächlich habe ich in Janusz Piekalkiewicz: Die Schlacht von Monte Casino. Zwanzig Völker ringen um einen Berg. Bergisch Gladbach: Lübbe 1980, S. 108 f. (leider kein wirklich geschichtswissenschaftliches Werk und heute möglicherweise überholt) einen Hinweis auf das III. Bataillon / Fallschirmjäger-Regiment 3 gefunden, zu dem ja Dein Großonkel gehörte. Es lag hier im Zentrum der Ersten Schlacht um Monte Cassino (17.1.-11.2. 1944), wo die Amerikaner für die deutschen Fallschirmjäger den Beinamen 'grüne Teufel' geprägt haben sollen; vielleicht gibt das den entscheidenden Hinweis auf die Frage, was Deinem Großonkel die Seele schwer gemacht hat. Zuvor wurden Teile des FJR 3 gegen den allierten Landekopf von Anzio-Nettuno eingesetzt; vielleicht war Dein Großonkel auch dort schon dabei.


    Piekalkiewicz gibt auch diese Meldung wieder, die in den Rahmen der Dritten Schlacht um Monte Cassino (20.2.-25.3. 1944) gehört: "Donnerstag, 16. März 1944. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: [...] Die Angriffe scheiterten am heldenhaften Widerstand des eingesetzten Fallschirmjäger-Regiments 3 unter Führung von Oberst Heilmann [...]."


    Auf S. 172 werden die Stellungsräume des I. und II./FJR 3 genannt (Monte Cassino bzw. Stadt Cassino) und, dass das II./FJR 3 in der Stadt durch die 10./FJR 3 verstärkt wurde (diese Kompanie gehörte ja zum III./FJR 3; Chris McNab: Fallschirmjäger. Die Geschichte der deutschen Luftlandetruppen im Zweiten Weltkrieg. Klagenfurt: Kaiser 2001, S. 117 nennt hier allerdings die 12./FJR 3 statt der 10. Kompanie).


    Mehr gibt Piekalkiewicz für den fraglichen Zeitraum nicht her, sofern ich nichts übersehen habe.


    Weiterhin habe ich in Volkmar Kühn: Deutsche Fallschirmjäger im Zweiten Weltkrieg. Grüne Teufel im Sprungeinsatz und Erdkampf 1939-1945. 5. Aufl. Stuttgart: Motorbuch 1985, S. 309 den Namen des Kommandeurs des III./FJR 3 gefunden; es wurde von Hauptmann Kratzert geführt, nach dem Lexikon der Wehrmacht Hauptmann Rudolf Kratzert, dem das Ritterkreuz am 9. Juni 1944 verliehen wurde.


    Gruß, Thomas!


    P.S.: Vielleicht könnte ein Moderator das Thema in den Luftwaffen-Bereich verschieben...