Posts by HiWi

    Hallo zusammen,


    Was wollten die Amerikaner mit den Sandsäcken auf den Panzern erreichen? Sandsäcke gaben Schutz vor Gewehrfeuer, wenn sie einen halben Meter stark aufgeschichtet waren (lt. Merkblatt 57/5, Bildheft Neuzeitlicher Stellungsbau 0,7 m, dann aber auch Schutz gegen MG-Streufeuer und Flugzeug-Bordwaffen bis 3 cm). So viel Sand werden sie aber nicht auf ihre Shermans und Tank Destroyers aufgebracht haben können, also war die Maßnahme sinnlos und bestenfalls psychisch hilfreich. Abgesehen davon war die Panzerung sowieso sicher gegen Infanteriemunition.


    Zusätzlichen Schutz sollten auch bei vielen deutschen Kampffahrzeugen Ersatzkettenglieder bringen, aber selbst dieser zusätzlich aufgebrachte Stahl stand im Verdacht, Abpraller zu verhindern und so eine zusätzliche Gefährdung darzustellen.


    Ähnlich unhilfreich werden auch die Sandsäcke auf der Panzerung amerikanischer AFVs gewirkt haben.


    Bei der Wehrmacht scheinen Sandsäcke (vielleicht aus Materialmangel, wahrscheinlich aber auch wegen der begrenzten Wirksamkeit) kaum eine Rolle gespielt zu haben. In den einschlägigen Vorschriften wie o.g. Merkblatt, H.Dv. 130/11, 220/4 oder 316 werden sie kaum erwähnt.


    Gruß, Thomas

    Hallo Augustdieter,


    Die Meldungen wurden doch, soweit ich weiß, aus dem Kabinenfenster geworfen? Dazu war keine Abwurfvorrichtung, folglich auch keine besondere technische Einrichtung und keine besondere Flugbereitschaft nötig.


    Marcus' Idee mit den Abwurfbehältern für Versorgungsgütern klingt auch realistisch.


    Gruß, Thomas

    Hallo zusammen,


    Vielleicht kann man mal in die Richtung spekulieŕen, dass die Sonderabwurfbereitschaft Agenten, Saboteure oder sonstige Insurgenten hinter die feindlichen Linien oder in Bandengebiete befördert haben könnte. Zumindest das Kampfgeschwader 200 verwendete für diesen Zweck tatsächlich Fallschirm-Abwurfbehälter. Halte ich wenigstens für wahrscheinlicher als Sonderabwurfmunition.


    Gruß, Thomas!


    P.S.: Das Thema interessierte mich ursprünglich wegen der Grenzüberwachungsflüge der Polizei ab 1938 über dem Westwall, aber das hat sich dann irgendwie verselbständigt...

    Hallo Namensvetter,


    Im Zweiten Weltkrieg wurde kein Giftgas in Kampfhandlungen eingesetzt. Es gab lediglich einige Unfälle mit Kampfstoffen.


    Gruß, Thomas!

    Hallo Eberhard,


    In der AiD ist die Rede davon, dass sich dort laut Augenzeugen Einheiten der Kriegsmarine, insbesondere U-Boote verschiedener Klassen, selbstversenkt haben. Das Ausräumen brauchbarer Ausrüstung und die Vorbereitungen zur Versenkung müssen ein paar Tage gedauert haben. Es wird angenommen, dass die Enigmas als Geheimgegenstände als erste über Bord gingen. Nur so wird sich die Häufung dieser Geräte auf relativ engem Raum vernünftig erklären lassen.


    Gruß, Thomas!

    Hi Georg,


    Die AiD berichtet, dass zumindest diese erste Enigma zu stark mit Sedimenten verbacken ist, um sie zu öffnen oder das Seriennummernschild zu erkennen. Man hat sie aber geröntgt und durchs CT geschickt, um den genauen Typ identifizieren zu können (M 4). Habe in dem Heft erstmals eine CT-Aufnahme einer Enigma gesehen :-)


    Gruß, Thomas

    Hallo zusammen,


    Vor einem Jahr wurden in der Ostsee bei der Suche nach verloren gegangenen Fischernetzen eine Enigma-Schlüsselmaschine, kurze Zeit darauf sechs weitere gefunden.


    Hier ein Link zu dem ersten Einzelfund:

    https://www.google.com/url?sa=…Vaw2csp33nOU9A9-Objr2Z3jT


    und weitere zu den sechs folgenden Funden:

    https://www.google.com/url?sa=…D6jMaZk5nLRSU4lZ3&ampcf=1


    https://www.google.com/url?sa=…nR4Cadt78HMu1bjyh&ampcf=1


    https://www.google.com/url?sa=…Vaw02UX1yHwDm0rcfM-MKveLa


    https://www.google.com/url?sa=…41ci_NvpBfyyiGk5d&ampcf=1


    Jetzt berichtet auch die aktuelle Ausgabe 06/2021 der 'Archäologie in Deutschland' über die Funde und stellt den historischen und denkmalrechtlichen Rahmen näher dar:


    "Enigma: Funde in der Ostsee
    Seit 2019 bergen Forschungstaucher der Kieler Firma Submaris im Auftrag des WWF (World Wide Fund For Nature) herrenlose Fischernetze. Erst kürzlich stießen sie dabei in der Ostsee auf sieben Chiffriermaschinen. Aufgabe der archäologischen Denkmalpflege ist es nun, zum einen mit den geborgenen Objekten und zum anderen mit der Fundstelle umzugehen."


    https://wbg-zeitschriften.de/p…nzen-an-rhein-main-donau/


    Gruß, Thomas!

    Hi Rainer,


    Deswegen sagte Herr Termote ja auch:


    "'Gefunden' im engeren Sinne wurde es eigentlich schon vom Flämischen Hydrographischen Dienst in den Achtzigerjahren. Wegen des regen Schiffsverkehrs wird der Meeresgrund regelmäßig untersucht, um Gefahren rechtzeitig zu entdecken. Allerdings hat sich keiner groß um das Wrack gekümmert, es gibt eben sehr viele. Vor allem hat niemand vermutet, dass es sich um 'UB-32' handeln könnte."


    Gruß, Thomas

    Hallo zusammen,


    Wie hier berichtet wird


    https://www.t-online.de/nachri…le-geherrscht-haben-.html


    hat der belgische Meeresarchäologe Tomas Termote ein U-Boot-Wrack vor der belgischen Küste als UB 32 identifiziert. Bei einem Tauchgang konnte die Nummer auf einer Schiffsschraube entdeckt werden. UB 32 soll das einzige deutsche U-Boot sein, dass im Ersten Weltkrieg aus der Luft versenkt wurde. Die Besatzung kam dabei ums Leben.


    Hier zum Video:

    https://www.t-online.de/tv/nac…vor-belgien-entdeckt.html


    Gruß, Thomas!

    Hallo zusammen,


    Auszeichnungen und Abzeichen habt Ihr ja gut erkannt, aber die Waffenfarbe bleibt solange spekulativ, bis Nadine belastbare Informationen über die Laufbahn beisteuern kann. Ich glaube, der Obergefreite hat das Infanterie-Sturmabzeichen bei der Infanterie oder (Gebirgs-) Jägertruppe erhalten, befand sich aber zum Zeitpunkt der Fotografie in Holland bei einer anderen Waffengattung. Jäger und Gebirgsjäger trugen am rechten Oberarm ihr besonderes Abzeichen, aber das ist hier nicht vorhanden.


    Gruß, Thomas!

    Hallo Ralf,


    Dein Großvater war Offizier, vermutlich Leutnant oder Oberleutnant, als das Bild entstand. Die Kragenpatten zeigen eindeutig den Offiziersstatus an. Man erkennt es auch am handgestickten Hoheitszeichen an der rechten Brustseite. Bei der kleinen Ordensspange bin ich d'accord.


    Gruß, Thomas

    Hallo Marianek,


    Mit einiger Sicherheit handelte es sich um die 7,5 cm leichte Feldkanone 16 n.A. oder 18. Unter Umständen kommt auch das 7,5 cm leichte Infanteriegeschütz 18 infrage, aber das glaube ich eher nicht. In jedem Fall dürfte es sich um 7,5 cm-Kanonen gehandelt haben. S. hier: https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Waffen/feldkanonen.htm


    Etwas Kontext könnte zur Klärung Deiner Frage hilfreich sein; wer hat z.B. in welchem Zusammenhang diese Kavalleriegeschütze genannt?


    Gruß, Thomas!

    Hallo Marc,


    Ich denke auch, dass Dein Urgroßvater mangels Heeres-Koppelschloss das des RAD trägt. In meinem Heimatort Stolberg wurden in den 90ern Gegenstände eines Gefallenen geborgen, der als Angehöriger des Grenadier-Ersatz- und Ausbildungsbataillons 473 ein Koppelschloss der HJ trug. Sein Stahlhelm war durchschossen, in seinem Tornister war ein Knirps der berühmten Aachener Schirmfabrik (heute Kunstmuseum Ludwig Forum).


    Gruß, Thomas!

    Hallo zusammen,


    Gestern mussten in Göttingen 20.000 Menschen evakuiert werden, weil eine 500 kg-Bombe, die am Weender Tor gefunden wurde, gesprengt werden musste. Die Sprengung war erfolgreich, es entstand kein weiterer Schaden dadurch.


    https://www.hna.de/lokales/goe…esperrt-91037266.amp.html


    https://www.ndr.de/nachrichten…fung,blindgaenger378.html


    mit Foto des Blindgängers:

    https://m.goettinger-tageblatt…indgaenger-am-Weender-Tor

    https://www.ffh.de/nachrichten…in-der-innenstadt.amphtml


    Gruß, Thomas!

    Hi,


    Das Parallelogramm 'geht anders rum', sprich, spitzer Winkel links oben. Generell kann man sagen, das taktische Zeichen und besonders Truppenkennzeichen an Kampffahrzeugen in der Endphase des Krieges kaum noch angebracht wurden. Zwar sieht so ein Modell dann etwas beliebig aus, aber dafür authentisch.


    Gruß, Thomas