Posts by HiWi

    Hallo zusammen,


    Wir sollten hier keinesfalls von Regelbauten sprechen. Es gab durchaus standardisierte Flak-Hochstände, das Merkblatt 57/5 Bildheft neuzeitlicher Stellungsbau gibt Beispiele hierfür vor. Sicherlich haben auch einzelne LGKs Bauvorschriften herausgegeben, ebenso, wie es Individualbauten geben wird.


    Ein Regelbau aber war ein baukastenartig bestellbarer Bunker, für den Schalungen und Stahlteile vorbereitet in Festungspionierparks bereitstanden.

    Sie konnten nur über die Festungspionierstäbe angefordert werden, was für die allermeisten Flak-Hochstände aber nicht infrage kam.


    Darüber hinaus besaß die Luftwaffe eigene Vorschriften für feldmäßigen Stellungsbau, wo möglicherweise solche Hochstände zu finden sein können.


    Also weiter in Richtung feldmäßige Bauten der Luftwaffe suchen, meiner Erfahrung nach ist da http://www.gyges.dk immer eine Fundgrube.


    Tschö, Thomas!

    Hallo allerseits,


    da die meisten Bilder eindeutig ungarische Truppen zeigen - u.a. mit dem leichten Panzer Toldi und der bei den Ungarn eingeführten 4 cm Flak von Bofors - werden sie wohl im Bereich des Südabschnittes der Ostfront aufgenommen worden sein. Ebenfalls das Bild von der malerischen Küstenstadt, die ich am ehesten an der Schwarzmeerküste verorten würde, es ei denn, es wurde am Plattensee augenommen. Der Sprung in die Bretagne erscheint mir relativ gewagt.


    Gruß, Thomas!

    Hallo Frank,


    Das ist ein interessantes Dokument! Aber es bezieht sich eindeutig auf die Besatzungen solcher Flieger, wie sie Bormann definiert. Es ist auch kein Freibrief, jeden feindlichen Flieger zu lynchen, denn es beinhaltet keine Handlungsaufforderung. Natürlich konnte man es so auslegen und natürlich fehlen die übrigen Dokumente des Vorgangs, sodass der Zusammenhang nur erahnt werden kann.


    Gruß, Thomas!

    Hallo zusammen,


    und danke für die schnelle Hilfe. Leider wie erwartet, kein Treffer - das wäre zu einfach gewesen. Während des Sitzkrieges lagen dort Einheiten der 225. ID, ansonsten Grenzwacht-Regiment 56 und wohl auch das eine oder andere Baubataillon unter Führung des Festungspionierstabes 22.


    Schönen Gruß, Thomas!

    Hallo zusammen,


    Gelegentlich, ja, selten trifft man im Unterholz der Eifel auf sogenannte Pionierquellen. Teils sind sie als solche in modernen Karten verzeichnet, zumeist lautet der Karteneintrag jedoch bloß Qu. Vor Ort zeigt sich dann aber manchmal, dass es sich um eine Pionierquelle handelt. Das erkennt man bei einigen daran, dass sie einen beschrifteten Betonstein tragen, auf dem steht


    Ein Hakenkreuz

    PIONIERQUELLE

    (Nummer) XXXX oder XXXXX

    ERBAUT 1939/40


    Meine konkrete Frage lautet nun, ob die bei einer dieser Pionierquellen gefundene Nummer 11366 eine Feldpostnummer sein kann. Ich glaube es nicht, weil eine in relativer Nähe befindliche nir vierstellig mit 1134 beschriftet ist, möchte aber keine Deutungsmöglichkeit außer Acht lassen. Denn vielleicht fehlt bei letzterer ja nur eine Ziffer?


    Mit gespanntem Gruß, Thomas!

    Hallo zusammen,


    Interessante Frage und tolle Bilder, die Henryuns da vorlegt! Was ich mich frage ist, wo das Problem der Zuordnung liegen soll. Wenn die Nummerauf der Plane des ex-US-Lkws die Feldpostnummer der Einheit mit dem Greifenwappen ist und diese Nummer nur im Zeitraum 28.2.1941-29.7.1941 die Bäckerei-Kompanie 236 identifizierte, dann ergibt sich daraus doch logischerweise die Datierung diese Bildes. Es entstand dann im Juli 1941 bei der Bäckereikompanie 236, denn vorher konnte sie ja noch keine sowjetischen Beutefahrzeuge besessen haben. Wem kann denn die zeitliche Lücke in der Zuordnung der Feldpostnummer zwischen Juli 1941 und März 1942 zugeschrieben werden?


    Gruß, Thomas!

    Hallo Rainer,


    Wolfgang Gückelhorn und Detlev Paul nennen in Eisenbahnartillerie-Einsatzgeschichte der deutschen Eisenbahnartillerie im Westen 1940-45 eine Gesamtzahl von 22 hergestellten 28 cm K 5 (E), von denen zwei später zu 31 cm K 5 (glatt) umgebaut wurden (S. 23 f.).


    Darüber hinaus liefern die Autoren eine undatierte Aufstellung von 15 28 cm K 5 (E), von denen vier Eigennamen hatten (S. 30):


    Anni und Ilse bei der Eisenbahnbatterie 749, ab 20.4.1944 unter AOK 19 bei Toulon im Rahmen der Eisenbahn-Artillerieabteilung 640 (S. 89 f.), wo sie bei der Bekämpfung der amerikanischen Landung in Südfrankreich beteiligt war und vernichtet wurde (S. 212-216). Ilse steht heute in Audinghen am Museum der Batterie Todt.


    Leopold und Robert bei der Eisenbahnbatterie 712, ab 1941 im Bereich der 15. Armee. Ihr unterstanden 1942 vier weitere Batterien mit 28 cm K 5 (E): 710, 713 765, 2./725 (S. 102).

    Leopold und Robert, also die E-Bttr. 712, kamen von Februar bis Mai 1944 gegen den Landekopf Anzio-Nettuno zum Einsatz, wo die Amerikaner ihnen den Beinamen Anzio-Annie gaben (S. 181). Etwas widersprüchlich ist die Angabe, dass die Bttr. 712 und 2./725 je ein Geschütz gegen Anzio-Nettuno einsetzten; die Aufstellung auf S. 31 nennt Leopold und Robert sowohl zur 712 als auch zur 2./725 gehörig.


    Die Bttr. 749 wurde mit 31 cm K 5 (glatt) neu ausgestattet, sie scheinen erneut Anni und Ilse zu heißen. Aber auch hier ist die Aufstellung von S. 31 unklar, denn eine von beiden sollte dieselbe Lafettennummer haben, wie ihr 28 cm-Vorgänger - der aber in Italien gesprengt und zurückgelassen wurde...


    Eigentlich wundert es mich, dass Du das Buch nicht zu haben scheinst - für Dich als Westhoekler hat es sicherlich Relevanz.


    Gruß, Thomas!

    Hallo Dieter,


    Und siehe da - im Posener Panzermuseum sieht es noch heute so aus (außer natürlich, dass es fast nur mit Sowjetpanzern vollgestellt ist).


    Westliche Museumspädagogik ist dort jedenfalls noch nicht angekommen.


    Gruß, Thomas!

    Hi Barnimer,


    Ich wäre da skeptisch. Je schwächer der besiegte Gegner war, desto größer wurde seine Gegenwehr dargestellt (die Überhöhung des feindlichen Widerstandes zur Erhöhung der eigenen militärischen Leistung ist schon von Caesar überliefert). Das kenne ich zumindest aus dem Westen so, wo 'Panzerschlachten' bei Hatten und Puffendorf postuliert wurden, als sich jeweils eine Handvoll Sturmgeschütze verteidigten. Da die US Army jeder Infanteriedìvision ein Panzer- und bis zu drei (!) Panzerjägerbataillone mit M10 unterstellt hatten, ergibt sich zumindest für den Westen eine allgegenwärtige massive alliierte Panzerüberlegenheit - ganz so, wie es für den Osten auch berichtet wird.


    Aber klar: Wenn sich bei Hönow die Reste irgendwelcher Panzereinheiten verteidigten, konnte das schnell zur Panzerschlacht erhöht werden. Man muss aber auch bedenken, wie unter Stalin vermeintliches militärisches Versagen geahndet wurde und wie die Sowjetsoldaten mit 'Erfolgsmeldungen' dagegen zu halten versuchten (s. Solschenyzin: Der Archipel Gulag).


    Andererseits wurde natürlich in der Endphase jedes Loch von der deutschen Führung zur 'Festung' erklärt, schon damit man im Fall des Versagens einen verantwortlichen Offizier zur Rechenschaft ziehen konnte...und natürlich keine noch so sinnlose Maßnahme zur Verteidigung ausgelassen haben würde (vgl. Wickis Die Brücke).


    Gruß, Thomas!

    Hallo zusammen,


    Da für mich als Fahrzeuglaien nicht ersichtlich ist, ob es sich um ein militärisches Fahrzeug gehandelt haben kann, sei mir die Frage gestattet: Habt Ihr einschlägige Infos aus der Oldtimer-/ Trekkerszene eingeholt? Das Suchen nur hier im FdW könnte nämlich bedeuten, auf ewig komplett im Trüben zu fischen...


    Gruß, Thomas!

    Hallo Andreas,


    Danke für den Tipp - wenn ich auch schon selbst vor längerer Zeit einen Besuch geplant hatte, zu dem es dann leider nicht kam. Danke auch für Deine Internetseite, die ich sehr schätze!


    Gruß, Thomas!

    Hallo UGRU,


    Zum erstenTeil Deiner Frage kann ich nichts beitragen, zum zweiten muss ich sagen: Du hast die Puzzleteile geliefert, ich die Anleitung - aber puzzlen musst Du schon selbst - es geht ja um Deinen Vater.


    Viel Spaß und Erfolg und einen schönen Gruß, Thomas!

    Hallo zusammen,


    Sorry, wenn ich nicht der erste Melder bin, falls das redundant ist, bitte gerne löschen:


    Wenn ich meine Beiträge nachträglich ändern wollte, stand da immer "bearbeiten". Jetzt steht da immer "edit", dabei heiße ich gar nicht so, sondern Thomas. Und statt der Zitierfunktion (die ich als zitierfähiger Mensch in der Regel zwar nicht nutze) steht jetzt "quote". Welche Quote soll ich denn da erfüllen?


    Nochmals sorry, aber ich dachte, die Forumssprache wäre Neuhochdeutsch?


    Mit verwirrtem Gruß,

    Tschö, wa!

    Hi UGRU,


    Das passt alles lückenlos zusammen, wenn ich nichts übersehen habe. Du findest sämtliche von Dir genannten Einheiten im Lexikon der Wehrmacht:


    https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/Artillerie.htm


    Er kam also von einer Artillerie-Ersatz-Einheit (die für Ausbildung und Ersatzgestellung für die Fronttruppenteile zuständig war) zu einer Artillerieeinheit (die, die mit Kanonen und Haubitzen auf Bodenziele schießen), von dort zu einer Ersatz- und dann einer Fronteinheit der Flugabwehrtruppe des Heeres (die mit Kanonen auf Luftziele schießen - aber nicht mit der Luftwaffen-Flak verwechseln). Das alles ist ganz stark vereinfacht dargestellt.


    Moderne Streitkräfte bestehen nur zu einem geringen Anteil aus Kämpfern, der Rest ist - grob gesagt - mit Logistik beschäftigt. Insofern kann es gut hinkommen, wenn er von der Verteilung der Versorgungsgüter sprach.


    Lies Dich am besten mal zu den Themen Artillerie und Flak sowie zu den jeweiligen o.g. Einheiten ein, dann erhältst Du ein ziemlich genaues Bild von der Geschichte Deines Vaters.


    Übrigens ist es das Mülhausen in Thüringen.


    Gruß, Thomas!

    Hallo Stefan,


    Ich danke Dir für Deine großartige Hilfe! Meine Kollegin wird es sicher sehr freuen, noch ein paar Details zur Geschichte ihres Großvaters zu erfahren. Insbesondere den Ort der Verwundung, es kann nur zwischen Nowaja Tawolshanka und Marjin gewesen sein, etwa Ausgangs- und Zielpunkt des Angriffs I.R. 687, insbesondere II./687, vom 11. 6. 1942. Die Entfernung beträgt ~18 km.

    Heute schreibt man die Orte Novaya Tavolzhanka und Mar'ino (50°21'04" N 37°04'18" E).


    Ich hatte mich damals also geirrt, was die Unterstellung und die Bedeutung der Gefechte betrifft; so liest es sich im Lexikon zum VIII. Armeekorps:


    "Im März 1942 wurde das Korps zurück an die Ostfront verlegt und im Raum Charkow im Rahmen der 6. Armee eingesetzt. Das Korps nahm an der Schlacht um Charkow teil. Bis Mitte Mai 1942 konnte das Korps den sowjetischen Durchbruch im Raum Perwomaisk stoppen. Im Zuge der anschließenden deutschen Sommeroffensive wurde das Korps Ende Juni 1942 aus dem Raum Belgorod gegen den Oskol-Abschnitt angesetzt. Parallel zum Vorstoß des XXXX. Panzerkorps stieß das Korps bis Mitte Juli 1942 am südlichen Don-Ufer über den Tschir-Abschnitt bis Kletskaja vor."


    Und weil das VIII. AK zur 6. Armee unter General der Panzertruppe Paulus gehörte, ist auch dessen Unterschrift auf der Verleihungsurkunde zum Eisernen Kreuz II. Klasse logisch.

    Eisernes Kreuz 2. Klasse 1939 Kurt Günther (7).jpg


    Schönen Gruß, Thomas!