Posts by HiWi

    Hallo zusammen,


    Hier users.telenet.be/Atlantikwall-15tharmy/SeekommandantSudholland.htm findet man die Gliederung der Marine-Streitkräfte des Seekommandanten Südholland; leider sind die einzelnen Batterien und die 'Marine-Pioniere' nicht klickbar und somit nicht detaillierter dargestellt.


    Gruß, Thomas

    Hallo Dieter,


    Kurioserweise ist selbst in keinem der teils sehr detailliert recherchierten Bücher, die ich oben genannt habe, die Rede von Marine-Festungspionier-Kompanien. Woher hast Du die Angabe und gibt es mehr Details zu ihrem Einsatz? Der Bunkerbau oblag ja normalerweise der OT im Auftrag und unter Überwachung der Festungspioniere, gleich ob Heer oder Marine. Diese bauten nur die Bunker mit Panzertürmen selbst. Zum Beispiel könnten die Marine-Festungspioniere den Leitstand der MKB Dishoek vom Typ M 120 errichtet haben.


    Gruß, Thomas

    Hallo allerseits,


    Die 6. wurde später zur 8. Batterie (Scheinwerfer), die 5. zur 7. (leichte Flak). Das Truppenkennzeichen hatten wir übrigens hier Truppenkennzeichen - Materialsammlung schon.


    Der Hinweis im Feldpostbrief vom 26. 10. 1944 bezieht sich entweder auf die Inundation Walcherens, die durch die RAF von Anfang bis Mitte Oktober durchgeführt wurde oder auf die vorbereitenden Bombardements. Die Besetzung der Insel begann am 1. November, der Kampf dauerte wenige Tage. In diese Zeit muss die Gefangennahme gefallen sein.


    Gruß, Thomas

    Hallo Sven,


    Klar, immer her damit! Hier noch ein paar Literaturhinweise:


    Hans Sakkers/Hans Houtermann: Strijd om Dishoek (sehr detailreich und profund recherchiert)

    Paul M. Cruq: Aiming Point Walcheren (zeichnet minutiös die Luftangriffe auf Walcheren in Vorbereitung der Invasion von November 1944 nach)

    J.N. Houtermann: Walcheren bevrijd (Dokumentation der Angriffe und Vormarschwege der Invasionstruppen)

    Ben Muller: Breskens onder Beton (dokumentiert den Atlantikwall rund um Breskens).


    Und auf Deutsch demnächst ein Artikel in DAWA 72 (http://www.atlantikwall.info/prod01.htm), der aber primär die Geschichte der Batterie Dishoek im November 1944 aufrollt.


    Gruß, Thomas

    Hi Sven,


    Das ist das Abzeichen der Marine-Flakartillerie-Abteilung 810 'Holzschuh' (wahrscheinlich, weil Besatzungstruppen in den Niederlanden häufig mit den landestypischen Holzschuhen ausgestattet waren). Willst Du mehr erfahren, lohnt sich ein Besuch auf Walcheren. Dort waren die meisten ihrer Batterien eingesetzt. Zum Schutz des Hafens von Vlissingen waren die vier schweren (10,5 cm SK C/32) Batterien als Nord-, Süd-, West- und Ostbatterie eingesetzt (die Südbatterie bei Breskens südlich der Scheldemündung):

    1/810 Nordbatterie

    2/810 Westbatterie

    3/810 Ostbatterie

    5/810 Südbatterie

    7/810 leichte Batterie, verteilt (u.a. Scheldebatterie)

    8/810 Scheinwerferbatterie, verteilt um Breskens


    Auf Walcheren kann man im Museum Polderhuis in Westkapelle, im Bunkermuseum Zoutelande und ganz besonders im Museum Bunkerverhalen Dishoek November '44 (dort liegt eines ihrer 10,5 cm-Rohre) mehr über die MAFl 810 erfahren. Außerdem findet man südlich Middelburg sehr sehenswerte erhalten gebliebene Flakbettungen und Bunker der Nordbatterie.


    Die Abteilung verwendete Halbliter-Bierkrüge in verschiedenen Ausführungen, die mit dem Abteilungsabzeichen versehen waren. In den genannten Museen findet man solche Krüge im Original und auch als Fälschung (Polderhuis Westkapelle).


    Gruß, Thomas

    Hallo Lars,


    Ich weiß nicht, ob Klaus eine revolutionäre History-Sight-Brille hat, um von einem Betonbrocken auf eine 7,5 cm FK 97 (f) schließen zu können, aber wenn wir sachlich nüchtern bleiben wollen, müssen wir der Tatsache ins Auge sehen, dass es eine ganze Reihe deutscher und ausländischer Geschütze gab, die per Sockellafette auf solchen Betonfundamenten montiert wurden. Also zuerst mal die Kirche im Dorf lassen und dann schauen, wie die einzelnen Fundamente zueinander stehen. Erst dann kann man vielleicht beurteilen, ob wir hier über eine Flak-, Funkmess- oder Wasauchimmer-Stellung reden.


    Gruß, Thomas

    Hallo Heinz,


    Nur zur Ergänzung: Mit Trialen gefüllte V1/Fi103/FZG76 erhielten zur Kennzeichnung einen roten Ring; in V2/A4 konnte Trialen wegen der hohen Reibungswärme auf der Hülle nicht verwendet werden.


    Gruß, Thomas

    Hallo zusammen,


    Eigentlich wollte ich mich von diesem 'thread' kopfschüttelnd abwenden, aber mein Sinn für Gerechtigkeit verbietet es mir. Einerseits kann ich zwar Wolfgangs Kritik an der Arge SS nicht teilen, wenngleich ich deren Existenzberechtigung seinerzeit einmal angezweifelt habe ;). Andererseits finde ich es höchst befremdlich, wenn Thomas (dessen freundliche und sachliche Art, auch bei Nicht-Konkordanz zu kommunizieren ich sehr schätze) einen Rechtfertigungs-'thread' eröffnet, um sich gegen die Kritik Wolfgangs zu wehren - was hier üblicherweise per PN zu geschehen hat - und in demselben öffentlichen 'thread' der für seine Kritik Kritisierte auf diesen nicht-öffentlichen Weg verwiesen wird.


    Das ist nicht mein Begriff von Fairplay.


    Gruß, Thomas

    Hallo Kordula,


    Leider ist es so, dass das preußisch-deutsche Verwaltungsdeutsch das an sich korrekte und sprecherfreundliche Fugen-s verbannt hat. So heißt es eben Wehrmachtbeamter, Offizierrang, Offizierdolch, Offizieranwärter, Offizierlaufbahn, Offizierkorps etc., aber auch Schadengutachten, Verbandkasten und Dreiecktuch. Schön ist das nicht und schon gar nicht konsequent, aber nicht zu ändern. Besonders viele dieser unschönen Ausdrücke finden sich in Schlicht/Angolia: Die deutsche Wehrmacht. Uniformierung und Ausrüstung 1934-1945.


    Gruß, Thomas

    Hallo Thorsten,


    Der untere ist ein Gefreiten-Winkel (Tresse wie bei den Uffz.-Krageneinfassungen etc.), der obere könnte ein Winkel für 'Alte Kämpfer' sein, aber da kenne ich mich nicht gut aus.


    Gruß, Thomas

    Hallo zusammen,


    An dem oben gezeigten Dokument gibt es nichts zu deuteln: die Beton-Ei-Handgranate wurde offensichtlich zu diesem Zeitpunkt bei der Truppe gefertigt (nicht allzu ungewöhnlich) und in der H.Dv. 130/2a ist natürlich nur der Gebrauch der regulär eingeführten Handgranaten beschrieben; der Verweis im Dokument bezieht sich auf den Unterschied in der Handhabung.


    Laut Fleischer/Jülch: Deutsche Nahkampfmittel bis 1945, S. 71 ff. lieferte PreussAG erst ab Ende 1944 ei- und zylinderförmige Beton-Hgr. aus, zuvor werden sie gemäß o.g. Dokument aus der Truppenfertigung gekommen sein.


    Außerdem gab es unter den Behelfs-Hgr. noch die Glas- und die Nipolit-Hgr.; erstere mit Glaskörper, letztere ohne bzw. mit Textil- oder Pappumhüllung (im genannten Buch wird die Nipolit-Hgr. inkonsequent mal als Nipolit-, mal als Volks-Hgr. bezeichnet. Fritz Hahn: Waffen und Geheimwaffen des deutschen Heeres 1933-1945, Band 1, S. 62 f. unterscheidet die Behelfs-Hgr. (ab März 1943, Beton) von der Ei-Hgr. aus Beton (ab Ende 1944), der Volks-Hgr. 45 (Stahlsplitter, Beton und Sprengstoff in Papphülle) und der Nipolit-Hgr. Seine Einteilung scheint mir die schlüssigere zu sein.


    Zur Verwendung ist zu sagen, dass sich der Grundsatz 'Angriff ist die beste Verteidigung' bei den deutschen Hgr. widerspiegelt: alle zunächst mit dünner Blechhülle ausgestattet, waren sie vor allem als 'Angriffs-Hgr.' geeignet - man konnte der soeben geworfenen Hgr. hinterherspringen, ohne selbst zu sehr von den eigenen Splittern gefährdet zu sein. In der späteren defensiven Kriegsphase musste dann der aufschiebbare Splittermantel her, um dem Angreifer aus der Deckung heraus einen Hagel aus Stahlsplittern entgegenschleudern zu können.


    Gruß, Thomas

    Hallo THWler,


    Was die Uniform des Gesuchten betrifft, gebe ich Dir Recht. Nach neuerlicher Betrachtung erkenne ich auch eine SHD-, keine LSW-Uniform: Stahlhelm 35 mit Lw.-, aber auch LS-Hoheitsabzeichen (aber kein Ausschuss, da keine 'Sicke' erkennbar), Luftschutzbluse ohne Hoheitsabzeichen, aber bei vielen Leuten Lw.-Kragenspiegel. Insofern kann man eine LS-Abteilung (mot) nicht ausschließen. Immerhin erkennt man auf den Gruppenbildern sogar das Lw.-Koppelschloss. Zu beachten auch die Kfz. und Kradfahrerbrillen.


    Gruß, Thomas

    Hallo THWler,


    Liegnitz hatte laut Schlag nach! Wissenswerte Tatsachen aus allen Gebieten (Stand Mai 1939) 83720 Einwohner.


    Dazu kommt, dass es sowohl LS-Orte I. Ordnung gab, die weniger als 50.000 Einwohner zählten (z. B. im Luftgau VI Minden, Rheinhausen und Siegen) und Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern, die nicht zu den LS-Orten I. Ordnung gehörten (z. B. Königshütte, Sosnowitz, Freiburg/Br., Wilhelmshaven etc.). Es spielten also mehr Faktoren als die bloße Einwohnerzahl eine Rolle, wie (kriegs-) wirtschaftliche Bedeutung und Luftgefährdung.


    Aber woher kommt die Information, dass nur Luftschutzorte I. Ordnung einen LSW bekamen?


    Gruß, Thomas