Posts by petra.bast

    Hallo,


    zuerst einmal danke Uwe für den Hinweis auf das Magazin "M-Boy von Wolfgang Dieck", habe leider in den einschlägigen Internet Antiquariaten nichts gefunden. Wie du schon vermutet hast.


    Habe jetzt. mit den mir neuen Informationen durch euch, die Unterlagen meines Onkels noch einmal durchgeschaut und eine handschriftlich, vorformulierte Anfrage an die Rentenversicherung gefunden ( Anhang) darauf habe ich im Internet gestöbert und folgenden Artikel gefunden. Vielleicht interessant, obwohl einige Teile daraus ja hier schon einmal erwähnt wurden..


    Militärschüler Fliegertechnischer Vorschulen


    Die Fliegertechnischen Vorschulen waren eine militärische Einrichtung des Reichsluftfahrtministeriums und hatten die Aufgabe, 14- bis 15-jährige Jungen durch gründliche technische und vormilitärische Ausbildung zu Soldaten der Luftwaffe heranzubilden.

    Die Militärschüler der Fliegertechnischen Vorschulen wurden im Allgemeinen für bestimmte Berufe, wie z. B. Metallflugzeugbauer, Maschinenschlosser, Elektromechaniker u. ä. ausgebildet. Die Ausbildung erfolgte in Lehrwerkstätten, Betrieben und Werkberufsschulen der Luftfahrtindustrie und dauerte insgesamt vier Jahre. Grundsätzlich nach einer Lehrzeit von 3½ Jahren wurde die Facharbeiter- bzw. Gesellenprüfung abgelegt. Das letzte Halbjahr war der Ausbildung in einem besonderen Übungsfeld vorbehalten. Nach Abschluss der 4-jährigen Ausbildung war eine Verpflichtung auf einen weiteren 4½-jährigen Dienst bei der Luftwaffe vorgesehen. (deckt sich mit der Verpflichtungserklärung meines Onkels)


    Die Militärschüler waren, soweit sie für einen Beruf ausgebildet wurden, nach dem Charakter ihres Dienstes Lehrlinge und haben insoweit keinen militärischen Dienst nach § 2 BVG geleistet. Nach dem BSG-Urteil vom 08.07.1969 - 9 KV 380/67 - liegt dagegen militärähnlicher Dienst und damit eine Ersatzzeit für die Zeit einer vormilitärischen Ausbildung vor. Diese kann regelmäßig erst nach Abschluss der Lehrzeit beginnen.

    Sollte die Ausbildung nicht wie vorstehend dargestellt als Lehrling in Lehrwerkstätten, sondern ausschließlich als Militärschüler bei der Fliegertechnischen Vorschule erfolgt sein, ist grundsätzlich militärähnlicher Dienst (§ 3 Abs. 1 Buchst. h BVG) und damit Ersatzzeit zu unterstellen.


    Tschüss

    Petra

    Hallo Uwe,


    du hast recht, um die Inhalte des Berufes Metallflugzeugbauer geht es mir nicht, ist mir auch zu technisch;) mir geht es primär darum, einen Einblick in die Zeit zu bekommen, über das Umfeld und die Bedingungen in denen die Personen meiner Familie damals freiwillig oder unfreiwillig gestellt wurden. Und da waren deine Beiträge durchaus hilfreich.

    Leider geht es mir, wie vielen Anderen auch, dass ich erst jetzt, mit meinem Wissen und der Ruhe mich mit diesen Dingen auseinanderzusetzen, meine Fragen nicht mehr an die Personen stellen kann, in diesem Falle meinem Onkel. Deswegen greife ich immer wieder gerne auf dieses Forum zurück, was mir schon viele Informationen gegeben hat mit denen ich dann weiterarbeiten konnte. Auch wenn ich manchmal etwas nicht verstehe, weil es mir zu technisch ist. Aber das muss ich ja auch nicht..


    Du schreibst "Welche weiteren Verpflichtungen zwischen....entzieht sich meinen Kenntnissen", hierzu stelle ich dir die Verpflichtungserklärung meines Onkels interessehalber ein.


    Tschüss

    Petra

    Hallo,


    es ist spannend und auch interessant, euch Fachleuten zu zuhören. Aber für jemanden wie mich, auch ein wenig verwirrend, weil ich, z.B. eine unterschiedliche Information nicht deckungsgleich bekomme.

    Aber vielleicht ist sie auch gar nicht unterschiedlich, sondern ich verstehe es nur nicht.

    Meine Irritation

    Auf dem Lehrvertrag meines Onkels steht ... "Vertrag zwischen Militärschüler und dem Kommandeur der Fliegertechnischen Vorschule" und weiter steht in dem Vertrag (Foto) "als Metallflugzeugbauerlehrling".

    In dem Merkblatt für Militärschüler lese ich, das neben der Facharbeiterausbildung eine parallel ganz eigenständige militärische Ausbildung stattgefunden hat.


    Hallo Uwe,

    das passt für mich mit deiner Aussage "An den Vorschulen stand - es handelt sich ja um 14-/15-jährige (!) - die Indoktrinierung für das NS-Regime und die Erziehung für die NS-Volksgemeinschaft (einschl. Rassentheorie, politischer Unterricht, Geschichts- und politischer Unterricht im Sinne des NS-Regimes) im Vordergrund. Das Ganze natürlich verpackt in für die Jugendlichen interessanten Umgang mit Flugzeugen und Technik", nicht ganz zusammen. Es klingt für mich ein wenig so, als wenn die Facharbeiterausbildung eigentlich keine Qualität hatte.


    Bei der Indoktrinierung für das NS-Regime, gebe ich dir recht. Gerade die Jungs der Jahrgänge 1926-1928 waren anfällig, für sie war diese Zeit ein großes Abenteuer, Lagerfeuer, Waffen, Kameradschaft. Mein Onkel hat in einem Brief im Dezember 1944 nach Hause geschrieben "wenn Hitler verliert, will ich auch nicht mehr leben". Ich glaube deswegen sind viele in dieser Generation auch nach dem Krieg in ein tiefes Loch gefallen. Sie hatten für ein Ideal gelebt und gekämpft, welches sich im Nachhinein als böse und vernichtend herausgestellt hat.


    Tschüss

    Petra

    Hallo Roland,


    danke, hätte ich selber drauf kommen können;)


    Habe jetzt nach Jahren wieder mal zwei Anfragen an die Wast gestellt, die ja seit dem 01.01.2019 in das Bundesarchiv integriert ist. Da lautet die Auskunft "wir bearbeiten gerade Anfragen aus dem Jahre 2017".


    Tschüss

    Petra

    Hallo Rudolf,


    danke dir für den Hinweis. Deckt viele meiner Fragen ab und gibt Stoff zum weiterschauen.


    Nu bleiben mir nur die 2 Fragen noch offen, stelle sie der einfach halber noch mal hinten an

    - Mein Onkel ist ja direkt von der Lehre in Rostock zum Volkssturm gekommen, kann man da sagen wo er im Einsatz gewesen seien könnte?

    - Zwischen Prüfung zum Maschinenbauer 10.01.45 - Volkssturm - Entlassung Gefangenschaft 6.5.45 liegen nur mal vier Monate. Waren diese Jungs wirklich in Gefangenschaft?


    Sage noch mal danke, denn Viele haben mir schon mit ihren Beiträgen geholfen, ein Foto oder eine Urkunde so zu interpretieren, dass es mir möglich wird, reine nüchterne Fakten in einen zeitlichen Kontext zu packen und dadurch die Person für mich lebendiger wird.


    Tschüss

    Petra

    Hallo Thilo,


    danke erst einmal.

    Habe schon ans Stadtarchiv, zwecks Sterbeurkunde geschrieben. Auskunft war, Wartezeiten bis zu einem dreiviertel Jahr. Habe erst jetzt nach Monaten die Geburtsurkunde mit dem Sterbevermerk bekommen und wollte es mir aus Neugierde und nu nicht wieder so lange warten müssen, einfacher machen und habe hier nachgefragtX/


    Sorry, werde dann wohl warten müssen:) und mich dann noch einmal hier zu diesem Thema melden

    Tschüss

    Hallo,


    hier gibt es um den Bruder meiner Oma. Alles was ich von ihm habe ist das anhängende Foto und ein Randvermerk auf der Geburtsurkunde.

    Könnt ihr mir helfen etwas mehr zu erfahren, wie auf dem Foto, Rang oder Waffengattung? Oder kann man etwas mehr aus dem Randvermerk interpretieren, den Ort habe ich im Internet nicht gefunden. Welche Kämpfe waren zu dieser Zeit noch in dieser Gegend?


    Danke Euch

    Tschüss

    Petra

    Files

    Hallo,


    hier geht es um meinen Onkel (Jahrgang 1928) er hat mit 16 Jahren bei den Heinkel Werken in Rostock eine Lehre als Maschinenbauer begonnen und war gleichzeitig Militärschüler. Kriegsbedingt die Lehre 10.01.45 vorzeitig abgeschlossen. Dann sofort zum Volkssturm eingezogen. Dann wieder die Information 6.5.1945 aus Gefangenschaft entlassen.

    Zu diesen mir vorliegenden Eckdaten, hoffe ich von euch ein wenig Hintergrundwissen zu bekommen.


    - Gibt es über die Militärschule Marienehe Material?

    - Ebenso über die Heinkel Werke über beides finde ich im Netz nur sehr wenig

    - Mein Onkel ist ja direkt von der Lehre in Rostock zum Volkssturm gekommen, kann man da sagen wo er im Einsatz gewesen seien könnte?

    - Zwischen Prüfung zum Maschinenbauer 10.01.45 - Volkssturm - Entlassung Gefangenschaft 6.5.45 liegen nur mal vier Monate. Waren diese Jungs wirklich in Gefangenschaft?


    Danke

    Tschüss

    Petra

    Hallo,


    vielleicht kann mir einer von euch helfen, wie in der Vergangenheit schon so oft.

    Ich habe von meinem Onkel eine Auflistung seiner Lazarettaufenthalte. Bei der Wast lagen außer der Aufenthalte im Lazarett keine Unterlagen vor. Er galt als verschollen und per Beschluß Amtsgericht 1949, der Zeitpunkt des Todes auf den 2.Juli 1944 festgelegt. Meine Fragen dazu

    - gibt es Informationen über die beschrieben Lazarette

    - Beschluß Amtsgericht "aus dem Bericht der Einheit ergibt sich.... seid dem 2.7.1944 auf dem östlichen Kriegsschauplatz vermißt..." kann man hier einen näheren Ort bestimmen?

    - kann ich von euch ein wenig mehr über die Einheit von meinem Onkel erfahren?


    Ich hänge zwei Fotos an, einmal das einzige Foto von meinen Onkel in Uniform und das Schreiben vom Krankenbuchlager.


    Danke

    Tschüss

    Petra

    Hallo Stefan,


    bevor ich all die vielen, für mich neuen Auskünfte einsortiere und für mich bearbeite, eine abschließende Frage zu meiner Irritation - mal Privatmann mal Unteroffizier - aber immer Kriegsgefangener.


    Bild 1 Ist da Uffz am Fragebogen von 1944 nachträglich von deutscher Behörde (Sozialamt-Kriegsgefangenenentschädigung) gestrichen worden und Pvt drüber geschrieben? Weil es nach dem Krieg diesen Rang nicht mehr geben durfte?

    Bild 2 Auf der Kleiderkarte von 1946, wird unter Rang Pvt eingetragen. ??

    Bild 3 Dieses Bild hatte ich zwar schon eingestellt. Hier steht Lager 1946 Pvt Farmer?

    Bild 4 Und 1947 steht dann wieder Rang Unteroffizier?


    Danke, und werde mich, wenn ich alle für mich neuen Informationen verarbeitet habe und neue Fragen auftauchen hier wieder melden dürfen.

    Tschüss

    Petra

    Hallo Stefan,


    wenn ich den Weg deines Onkels durch die Lager sehe, scheinen die Biographien der Kriegsgefangenen sich zu ähneln. (was ja eigentlich auch nachvollziehbar ist).


    Du scheinst die ja wohl schon lange mit diesem Thema zu beschäftigen und ich traue mich auch noch Fragen zu einer anderen Person zu stellen. :)


    Mein Vater kam mit 18 Jahren im Januar 1945 als Waffen SS Kanonier in den Krieg. Er kam am 2.5.45 in Schwerin in Gefangenschaft und über mehere andere Lager am 13.8.1946 nach Schottland

    Er war erst ein paar Monate in Schottland, da fragte man die Kriegsgefangenen ob sie sich für zwei Jahre verpflichten wollten auf den Farmen zu arbeiten. Sie bekämen dann auch die Zusicherung, dass nach diesen zwei Jahren, sie aus der Kriegsgefangenschaft entlassen würden.

    Da 1946 niemand wissen konnte wie lange sie in Gefangenschaft bleiben mussten, sagte mein Vater, wie auch viele seiner Kameraden zu und unterschrieben diesen Zweijahresvertrag. Über Nacht mußte er zwar ins Lager zurück aber tagsüber war er auf der Farm. Er wurde dann am 6.12.1948 entlassen.


    Nun zu meiner Frage, mein Vater hat mir viel von Schottland erzählt aber ich habe ihn damals nie explizit gefragt, wo dies Lager in Edinburgh lag. (Heute, wo ich all die Fragen hätte, kann ich sie ihm nicht mehr stellen) Ich würde gerne nach Schottland fahren um mir den Ort anzuschauen, wo mein Vater fast 3 Jahre im Lager gewesen ist. Gibt es die Möglichkeit den genauen Ort des Lagers herauszubekommen.


    Danke dir und Tschüss

    Petra

    Hallo Stefan,


    durch deine Informationen wird mir einiges in den Tagebücher meines Großvaters klarer.

    Zu den Lager 203 und 210, schreibst du "Standort nicht bekannt". Beide Lager müssen laut Tagebuch in Algier liegen. Mein Großvater schreibt, "15.10. 43 Landung Algier." Dann steht im November "Lagerwechsel nach Oran". In einem"Deutsches-Afrika-Korps-Forum" habe ich 2 Fotos vom Lager Oran gefunden, (leider schlechte Auflösung) Im Forum werden diese Lager als Durchgangslager Richtung Amerika beschrieben, nur mit Stacheldraht umzäunt und nur Zelte. Dies deckt sich mit der Beschreibung meines Großvaters, "Mit 51 Mann in einem Zelt, Stacheldraht, Stracheldraht, es macht mich fast wahnsinnig" . Weiter schreibt er "17.11.43 2Uhr Nachts, afrikanischen Boden verlassen - 15.12. 43 Ankunft Hafen New York"


    Auf Bild 2 beschreibt mein Großvater einige Verlegungen in Lager die auf dem offiziellen Schriftstück gar nicht vermerkt sind. Waren diese vielen Lagerwechsel normal?


    Selbst schuld, hast gesagt "bei Fragen einfach melden";)


    Tschüss

    Petra

    Hallo Stefan,


    in seinen Tagebuchaufzeichnungen schreibt mein Großvater "Kriegsgefangenennummer 188774. (Bild 1) Diese Nummer steht auch auf den anderen Unterlagen auf, z.B. Kleiderkarte.

    Dann auf dem 2. Foto steht unter der Kriegsgefangenennummer 7 WG 22854. Das wäre ja die Nummer die du genannt hast. Wo liegt der Unterschied bei diesen beiden Nummern`?


    Auf dem 3. Foto sind ja wohl die Stempel der Gefangenencamps, ist das Camp in Algier (Foto 1) nicht aufgeführt, weil es nur auf dem Wege nach Amerika lag?


    Und wie das mit Fragen so ist: Man stellt eine Frage, bekommt EINE Antwort aus der sich direkt wieder zwei neue Fragen ergeben. Und danach kann ich nicht mehr aufhören zu fragen .;) Danke

    Tschüss

    Petra

    Hallo Stefan

    vergaß danke für die zusätzlichen Informationen zu geben.

    Aber laut der Tagebücher meines Großvaters war er nie in Afrika. Er wurde in Italien, in Termoli gefangenen genommen. Hoffe nicht, das ich irgendetwas in den Unterlagen falsch interpretiert habe.

    Der Vermerk mit dem Krankenhaus:thumbup:, schreibt darüber in seinem Tagebuch.


    Tschüss

    Petra