Posts by A.M.

    Hallo !

    Ganz tolle Zusammenfassung von Steffen zu dieser eher unbekannten Einheit !
    Das klärt für mich eine Reihe ganz lange offener Fragen.

    Ein paar Anmerkungen und Fragen :

    1.) Zum Unterschied der Begriffe Fla / Flak :
    Bei Hermann Freter, Fla nach vorn!, S. 19 ist das folgendermassen erklärt (von mir sehr verkürzt):
    - Fla : Fliegerabwehrtruppe der Infanterie
    Hauptaufgabe : Truppenluftschutz gegen Tiefflieger und bis Höhen von ~2000m.

    - Flak : Flak-Artillerie (bei Artillerie bzw. Luftwaffe)
    Hauptaufgabe : Bekämpfung von Flugzeugen in Höhen über ~2000m.

    (Um Fliegerabwehr geht es also immer und vermutlich wurden die Begriffe auch vermischt.)


    2.) Zum organisatorischen bezüglich des Fsch.-Fla-MG-Bataillons :
    (Das folgende war eine alte Zusammenstellung, basierend zunächst auf dem Vergleich von FPN,
    Mob-Nummern und dann später ergänzt durch Gefallenen-Karteikarten). Jetzt ergänzt (und viele
    Missverständnisse beseitigt) durch die Angaben von Steffen.

    Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, war der organisatorische Ablauf folgender :
    2. Hälfte 1940 : Zuerst Aufstellung einer leichten Fallschirm-Flak-Abteilung mit 3 Batterien,
    als organische Einheit der 7. Flieger-Division. (Mob-Nummern : 62798, 62799, 62800, 62801)

    Ab Ende 1940, (mit Beginn der der Aufstellung des XI. Fliegerkorps ?!), wird diese Flak-Abteilung
    a) zur Korpstruppe desselben und
    b) dabei umbenannt in: Fallschirm-Fla-MG-Bataillon (zunächst mit noch mit 3 Kompanien ?!).
    [Also gleiche Zusammensetzung, nur Änderung der Bezeichnung und Unterstellung]

    Das die 4. Kp. (Mob-Nummer: 62854) erst später (aber wann ?!) als die Kp. 1 - 3 aufgestellt wurde, beruht
    auf dem Vergleich von (allerdings wenigen) Gefallenen-Karteikarten der 4. Kompanie, die alle entweder
    Mob-Nummern von der 1.-3. Kp. tragen oder von anderen Fallschirm-Einheiten.
    => Es ist also nur meine Vermutung.

    Die 5. Kompanie (Mob-Nummer: 62585) muss dann erst nach dem Kreta-Einsatz aufgestellt worden sein.
    Vielleicht weiss Stefan ja weiteres dazu.

    3.) Zu den Einsätzen :
    Als Ergänzung zu den Angaben im Überblick von Steffen :

    Die Einheiten der 7. Fliegerdivision wurden ab Herbst 1941 auf alle mögliche Einsatzorte der Ostfront verstreut.
    (Schwerpunkt lag aber wohl bei Leningrad).

    Wesentliche Teile des Fallschirm-Fla-MG-Bataillons scheinen im Raum Rshew zum Einsatz gekommen zu sein.
    Ursprünglich dachte ich, dass auch die 5. Kp. dort eingesetzt war.
    Andere Teile (welche ?!) wurden aber nach Busch, Fschjg.-Chronik auch im Süden der Ostfront eingesetzt.
    Ich habe zumindest einen Gefallenen der 5. Kp. im Raum Orlawa-Iwanowka (~40km ostwärts Donezk/Stalino).

    Die 4. Kompanie blieb dann anscheinend in Russland eingesetzt (und wurde in Stalingrad vernichtet).

    Die Hauptteile des Fsch.Fla-MG-Bataillons müssten aber Mitte 1942 nochmal aufgefrischt worden sein.

    Dann erfolgte die Verlegung der 2., 3. und 5. Kp. als 9.-11. Kp., III.Btl./Rgt. Barenthin nach Tunesien, wie von
    Steffen erwähnt. (wann und wie ?! Erste Teile Ende November, Masse im Laufe des Dezember 42, so mein Stand).
    Einsatz dann zunächst im Raum um Mateur, bzw. westlich davon.
    In diesem Zusammenhang mit den Einsätzen des III. Btl. wird auch Oberlt. Rapräger als Führer einer
    Kampfgruppe mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Möglicherweise war seine Wefer-Batterie die 12. Kp. des
    Rgt Barenthin? Dazu konnte ich bis jetzt keine weiteren Angaben finden.

    Die Masse des Bataillons wurde also entweder bei Tunis oder (4.) zuvor bei Stalingrad vernichtet.

    Mich würden 2 Fragen noch besonders interessieren :
    a) Wo befand sich die 1. Kp. 1942/43 (in Quedlinburg) ?
    b) Gibt es eine "Spur" von den Resten des Fsch.-Fla-MG-Bataillons zur Fallschirm-Werfer-Abteilung 21 ?

    Zum Punkt b) :
    b.1) Unter der Mob-Nummer 214807 finden sich folgende Angaben (danke an Biggi und Basti !) :
    15./Fallschirm Artillerie Regiment 1
    12./Luftwaffen Regiment, Barenthin
    14./Fallschirm Artillerie Regiment 1 (schwere Werfer-Batterie) Batterie Rapräger
    Stabsbatterie/Schwere Fallschirm Werfer Abteilung 21
    1.Batterie/Schwere Fallschirm Werfer Abteilung 21

    Zum einen scheint das ja auf einen Zusammenhang 12. Kp. Barenthin = Werfer-Batterie hinzudeuten.
    Zum anderen könnte das auch zum weiteren Weg der Laufbahndes Soldaten von Stoffelbauer passen.

    stoffelbauer :
    Da ja mittlerweile doch eine Vielzahl von Informationen zum Fallschirm-Fla-MG-Bataillon zusammen
    gekommen sind, wäre es doch vielleicht ganz sinnvoll, wenn Du mal wesentliche Teile der Dokumente
    hier einstellst ?! Das könnte villeicht helfen den Weg des Soldaten noch besser zu verstehen und
    darüberhinaus vielleicht dazu beitragen, noch einige Informationslücken schliessen :) !

    Danke an alle für die Infos und beste Grüsse,

    Uwe

    Hallo !

    Zunächst einmal vielen Dank für die sehr iinteressanten Ergänzungen durch
    micha18 / Frank und AnDie / Andreas !

    Zu den Fragen von THWler :
    1.) Die Stärkemeldungen sollten sich auf den Stand Anfang Februar 1945 beziehen.
    Das Aktenkonvolut ist etwas durcheinander und auch nicht ganz vollständig.
    Es handelt sich um einen Anhang zum Einsatzbericht von den diversen
    Polizeikampfgruppen des HSSPF West vom 4.2.1945. Landeesarchiv NRW, RW 0037 / 0011, F010
    https://www.landesarchiv-nrw.de/data02/Abt_Rhe…7_00011_010.jpg
    https://dfg-viewer.de/show?tx_dlf%5B…a032ade3d589f32


    2.) Zum Aachener Polizeipräsident SS-Oberführer August Flasche :
    Dazu hätte ich auch noch einige ergänzende Fragen :
    2.a) Im Aktenbestand RW 0037 / 0007 (ca. F059-087) gibt es eine umfangreiche Korrespondenz zu den chaotischen
    Vorgängen bei der Räumung von Aachen Mitte September 1944, für die u.a. Polizeipräsident Flasche
    verantwortlicht gemacht wurde. In der Folge gab es eine Untersuchung durch den Polizeipräsidenten
    von Düsseldorf, SS-Brigadeführer Korreng, die wohl eher entlastend für Flasche war.

    Trotzdem gibt es einen Befehl von Himmler, indem er sinngemäss die Absetzung eines Polzeipräsidenten im Westen
    wegen Versagens und dessen Versetzung zur Einheit Dirlewanger zum Häuserkampf nach Warschau verkündet.
    [Aus meiner Sicht muss hiermit SS-Oberführer Flasche gemeint sein.]
    [RW 0037 / 0007 F087 ]
    https://www.landesarchiv-nrw.de/data02/Abt_Rhe…7_00007_087.jpg

    Andererseits gibt es ein Schreiben von SS-Obergruf. Gutenberger, dass sich Flasche seit September weiter
    mit der Räumung von Aachen und Umgebung beschäftigt hat und sich noch am 10.12.1944 [Datum des Antwortschreibens]
    in Kerbusch /Erkelenz befand. [RW 0037 / 0007 F073, s. Anhang]

    War also diese Versetzung zu Dirlewanger nur als Abschreckung gedacht und kam nie zustande?!
    War eventuell der Einsatz beim Strassenbau-Regiment Eifel dann als "Frontbewährung" gedacht?

    Vielleicht kann jemand dazu genaueres beitragen ?!

    2.b) Als Ergänzung zum Beitrag von Andreas :
    In einem Schreiben zur Neuorganisation der KGr. des HSSPF West vom 24.2.1945 wird Oberführer Flasche noch
    im Verteiler erwähnt. Er muss sich also da noch im Bereich des HSSPF West befunden haben.
    (Genaue Funktion ist mir allerdings unklar.)

    3.) Abschliessend noch :
    Im oben mehrfach erwähnten Aktenbestand RW 0037 / 0007 gibt es Fragmente eines Vernehmungsprotokolls
    von Oberführer Flasche (in gleicher Form auch in T175 R224 ab F2763146, danke an Roland für den Tip, Bsp. im Anhang).
    Falls jemand mal auf eine vollständige Version davon trifft, wäre ich für jeden Hinweis dankbar,
    dann gibt es eventuell noch Ergänzungen zu den KGr. des HSSPF West :

    RolandP
    January 3, 2011 at 7:45 PM

    Danke an alle und beste Grüsse,

    Uwe

    Hallo !

    Eigentlich wurde zum Thema BILD-Zeitung von verschiedenen Mitgliedern schon das Wesentliche gesagt.
    [Ich dachte, es hätte sich mit BILD zwischenzeitlich mal "gebessert", aber ich finde, es ist jetzt schlimmer
    als jemals zuvor. (Persönliche Meinung.) ]

    Ich denke, die Anmerkungen von rolli.m :
    >> "Bild dir unsere Meinung" <<
    und von Atlantis :
    >> ... aber solche primitiven und in der Sache unkorrekten Anwürfe, ... , hat keine im Rampenlicht der Öffentlichkeit stehende Person verdient! <<

    treffen ziemlich genau meine Gedanken zu diesem Blatt.

    "Politisch" würde die ganze Diskussion ja erst, wenn wir anfangen zu diskutieren, welches Ziel dahinter steckt (und wieviel % davon reines
    "Quotemachen" und wieviel % dabei zusätzlich noch Kampf gegen eine politische Richtung sind). Das sollten wir hier sicher nicht diskutieren,
    da gebe ich Karl Grohmann völlig Recht. (und das Ziel ist ja auch ganz offensichtlich.).

    Ich finde es aber trotzdem richtig/wichtig, wenn wir hier als Korrektiv agieren, (so wie von IR75 / JR erwähnt ),
    und möchte die dazu die bereits gemachten Angaben zur Laufbahn von Oblt. Baerbock hier so zusammenfassen
    ( Korrekturen erwünscht! ) :
    a) Das KVK II. Klasse war kein "Nazi-Orden" / "Partei-Orden" war, sondern wurde im Rahmen der Wehrmacht verliehen
    b) Diese Auszeichnung wurde an ca. 2,7 Millionen Soldaten verliehen (also an etwa 15% der etwa 18 Mio. Soldaten).
    Daraus allein wird schon klar, dass es weder eine besonders "hohe Auszeichnung" war, noch dass sich aus der Verleihung
    eine besondere Nähe zum Nazi-Regime herleiten lässt. (das hatte Bert ja auch schon sinngemäss geschrieben).
    c) Zum Thema Beurteilungen in der Personalakte, gilt aus meiner Sicht das gleiche Prinzip :
    Sätze wie : >> er ist "glühender Nationalsozialist" oder >> hat das Buch "Mein Kampf" mehrfach gelesen << habe ich doch schon
    unzählige Male in diversen Beurteilungen von Offizieren gelesen. Auch stehen bei ein und derselben Person oft
    sehr unterschiedliche Angaben zum "Grad der Übereinstimmung" mit dem Nazi-Regime.
    (Das bedeutet aus meiner Sicht bei Oberlt. Baerbock weder eine generelle Entschuldung (sicher kein Nazi) noch eine
    generelle Verurteilung (sicher ein Nazi) ).

    => Die wirkliche (bzw. vermutliche) Einstellung zum Nazi-Regime liesse sich meines Erachtens erst dann etwas besser beurteilen,
    wenn man :
    a) diese Beurteilungen eines bestimmten Vorgesetzten mit den Beurteilungen von anderen Offizieren durch den selben Vorgesetzten vergleicht
    oder
    b) Beurteilungen desselben Offiziers (hier: Oblt. Baerbock) durch verschiedene Vorgesetzte vergleicht.

    => Das wäre dann allerdings mit ernsthafter Recherchearbeit und grossem Aufwand verbunden.
    Ich glaube beides ist beim "Produzenten" des Artikels überhaupt nicht gewollt. Sonst hätte er sich zum Inhalt und zur Interpretation
    der Einträge in der Personalakte sicher in kurzer Zeit ausreichend informieren können.

    Die Grundidee des Artikels in der BILD dürfte doch wohl sein : "Hauptsache, es bleibt etwas hängen".
    Anders kann ich mir das "Interesse" des Blattes an der Laufbahn des relativ unbedeutenden Luftwaffen-Offiziers Waldemar Baerbock kaum vorstellen.

    In diesem Sinne interpretiere ich jedenfalls die "reisserische" Ankündigung zum "Hintergrundartikel" zu: "Waldemar Baerbock" und "den Nazis" in der B.-Plus :
    siehe Link von Sven30, für mich aber erst nach ziemlichen Aufwand in Auszügen sichtbar, darum unten das Zitat für alle Interessierten hier im Forum
    (inkl. meinen Hervorhebungen in fett, bzw. Anmerkungen in [ ... ] ) :

    >> Denn jetzt ist die Wehrmacht-Akte des Außenministerinnen-Opas Waldemar Baerbock aufgetaucht.
    [Wo war die Akte denn zuvor verborgen ?! Ich vermute: im BA-MA ... vermutlich seit ca. 60-70 Jahren für jeden Interessierten recherchierbar,
    => aber bestimmt in Wirklichkeit wieder etwas, das uns die Regierung einfach nicht wissen lassen wollte, und BILD dann entdeckt hat ...]

    Baerbock sagt, dass sie die Dokumente NICHT kannte. [AHA !!]
    Doch es stellen sich schwere Fragen [OHO !!].
    Lesen Sie alles über Baerbocks Großvater und die Nazis ... – jetzt mit ... B.P. <<
    << ... für nur 7,99 Euro im Monat ... [OH NO !!] >>

    -----------------------------------------
    Das ganze Thema: BILD usw., könnte man sicher am besten einfach ignorieren, wenn es nicht folgendes Problem gäbe :

    Zitat von Alex und Augustdieter in post # 12:
    >>
    >> Aber klar, die Bild macht da halt eine riesige reißerische Story draus, die vermutlich gar keine ist. <<
    <<
    >> ... das ist Geschäftsprinzip von Fox, Sun und Bild und auch so zu sehen deshalb wenn das diskutiert werden "muss"
    ganz eng an belegten Fakten.
    Und sonst, was passiert mit der Zeitung von gestern.....richtig, Tonne ! <<
    [Zitat Ende]

    Ich befürchte leider, dass das Thema eben NICHT, wie die Zeitung von gestern, in der Tonne verschwindet, sondern in diversen
    anderen online-Medien und Foren etc. entweder nur wieder auftaucht (s. FOCUS Bericht, den Ingo zitiert hat, post # 14) oder
    sogar noch hochgekocht wird.
    Um wirkliche Fakten geht es heutzutage ja meist gar nicht mehr, sondern nur noch darum etwas zu Behaupten, mit dem
    man Aufmerksamkeit erregen kann.
    Und wenn irgendein Medium/Portal etwas schreibt, muss jedes andere Portal auch dabei sein, egal ob seriös oder
    nur vermutet, ähnlich wie von Elrik in post #15 erwähnt ...
    Und oft genug wiederholt, wird sehr bald jede Vermutung/Lüge zur Quasi-Wahrheit ....

    Deswegen fände ich es gut, wenn dieser Thread bestehen bliebe und dadurch zumindest ein paar der angesprochenen Punkte
    in den richtigen Kontext gesetzt werden. Vielleicht finden Internet-Nutzer beim Googlen zum Thema:
    Baerbock Nazi Wehrmacht
    auch diesen Thread und haben zumindest die Chance, sich einen besseren Überblick zu bilden.

    In diesem Sinne würde ich mich auch freuen, wenn es Kommentare bzw. Berichtigungen zu meinem Statement bezüglich der
    Offz.-Beurteilungen geben würde.
    Vielleicht täusche ich mich ja auch, aber das ist jedenfalls mein gegenwärtiger Erkenntnisstand, wie man diese einschätzen sollte.

    Beste Grüsse,

    Uwe

    Hallo Thomas !

    Danke für die Erklärung des Zusammenhangs.
    Ich kann mich dunkel an diesen anderen Theread (1453 (M) ) erinnern.
    Wenn ich noch nützliche Informationen beitragen kann, melde ich mich.

    Beste Grüsse,
    Uwe

    Hallo Eumex !

    Ich wäre hier etwas vorsichtig, bei der Interpretation der Daten aus der VBL.

    Das Genesenden-Btl. D XVIII existierte auch noch Mitte Februar 1945 in Dänemark
    und hatte dort Sicherungsaufgaben.
    Es dürfte eher so gewesen sein, dass viele der in der VBL gelisteten, zunächst zu
    ihrem Ersatztruppenteil im WK XVIII zurückgekehrt sind und dann von dort
    zu irgendeiner Einheit an die Ostfront versetzt wurden.
    Soweit meine Einschätzung.

    Beste Grüsse,
    Uwe

    Hallo Thomas !

    Zu den Genesenden-Bataillonen D in Dänemark :
    a) Ich bin mir ziemlich sicher dass es sich um ganz gewöhnliche Genesende handelte,
    nicht um Magenkranke. Für letztere gab es die diversen (M)-Bataillone.

    b) Zusätzlich glaube ich, dass die Zusammensetzung bunt gemischt war, aber jeweils
    aus einem WK kommend. Die Soldaten wurden nach Dänemark kommandiert, um dort
    während ihrer Genesungszeit zusätzlich Sicherungsaufgaben zu übernehmen.
    Wenn diese Zeit erreicht war, wurden sie zum Ersatztruppenteil zurückgeschickt.

    Soweit aus dem Bauch heraus. Falls Du genauere Infos, benötigst, wäre es hilfreich
    den Hintergrund zu wissen.

    Beste Grüsse,
    Uwe

    Hallo !

    Bei der Beschäftigung mit den Polizei-Kampfgruppen des HSSPF West :

    RolandP
    January 3, 2011 at 7:45 PM

    sind Roland und mir ein paar Erwähnungen dieser Einheit untergekommen.

    Das Rgt. entstand ab Ende Dezember 1944, durch die Zusammenfassung von Einsatzkräften der Luftschutzpolizei zu
    (J)-Bataillonen [ich vermute : (J)-Btl. = Instandsetzungs-Bataillon ?!].
    In der Folge wurde dann in Anerkennung des Einsatzes der Ehrentitel "LS.Pol.Strassenbau-Regiment Eifel" verliehen.
    (genaues Datum unklar).

    Einige Unterlagen finden sich dazu im Landesarchiv NRW [Quelle = Dateiname].
    Stärke der Btle. (jeweils um 400 Mann) und Einsatzorte der verschiedenen Kompanien lassen sich aus einem
    weiteren Dokument im Anhang entnehmen.

    Die Bataillone wurden etwa Mitte Februar 1945 auf die rechte Rheinseite verlegt und vermutlich bald darauf aufgelöst.
    So nach Recherchen von RolandP zu einem Polizei-Sekretär Franz Hartwich, der beim I. Btl. dieses Rgts eingesetzt war.
    (Ich vermute, dass das bei den anderen Bataillonen ähnlich war.)

    Beste Grüsse,

    Uwe

    P.S.: Im Anhang der Link zum AHF thread (weil der ursprüngliche nicht mehr funktioniert):

    https://forum.axishistory.com/viewtopic.php?…358eaae#p547446

    Hallo Jörg !

    Danke für Deine ausführliche Rückmeldung und schön dass das Thema noch interessant für Dich ist.

    Nachdem ich durch verschiedene "familiäre" Angelegenheiten erst jetzt antworten kann, hat sich die
    ursprüngliche Antwort offensichtlich geändert. Ich zitiere daher nochmal kurz was da vorher stand,
    weil ich das für den Gesamtzusammenhang wichtig finde und damit das auch andere verstehen,
    die erst später auf diesen Thread stossen :

    Im KTB HGr. B steht zum 18.9.1944, 8:00 Uhr :
    >> Fernmdl. Meldung Ia Korps “Feldt“:
    Gegen den bei Großbeek und Nijmwegen gelandeten Feind sind 4 Angriffsgruppen angesetzt.
    1.Gruppe ist heute früh um 6.30 Uhr angetreten (aus Kranenburg).
    2.Gruppe aus dem Raum Cleve nach Nijmwegen.
    3.Gruppe aus dem Raum Gennep nach Norden.
    4.Gruppe aus dem Raum Cleve über Großboek bis an Kanal.
    Erste Gruppe 1300 Mann. Weitere Meldungen fehlen. <<

    [Ursprünglich war die 4. Gruppe grün eingefärbt]

    Ganz kurz zu den ursprünglich grün eingefärbten Einheiten und dann noch ein paar Anmerkungen
    zur generellen Situation.
    1.) Die im KTB der HGr. B genannten Einheiten kann man durch Vergleich mit den handschriftlichen
    Einträgen des KTB Korps Feldt ganz gut zuordnen :

    1. Gruppe Kranenburg besteht aus der KGr. Stargard (Zusammenfassung der Reste Lds. Ers.Btl. I/6
    und Füsilier-Ersatz-Btl. 39 [DAS wäre die Gruppe, die ich grün markieren würde.]

    2. Gruppe ist KGr. Fürstenberg (Gneisenau-Einheit, aus Pz.Aufklärungs-Ausb.Abt. 6)
    - in der Gneisenau Auflistung des WK VI in T78 R411 die laufende Nr. 37)

    3. Gruppe ist der WKUFL WK VI
    - in der Gneisenau Auflistung des WK VI in T78 R411 die laufende Nr. 39)

    4. Gruppe ist das Lw.Fest.Btl. XVII unter Major Greschik

    Die Kampfgruppen 1 und 4 sind die, die im wesentlichen gegen Groesbeek eingesetzt waren.
    Die Gruppe 2 war im Norden bei Leuth / Erlekom, die Gruppe 3 im Raum Gennep / Mook eingesetzt.

    Dazu gibt es noch sehr viele Einzelheiten zu klären, trotzdem sollte das das grobe Bild sein.

    -------------
    2.) Dabei gibt es aber viele Einzelheiten zu berücksichtigen (und darum sind auch soviel
    Fehlinformationen entstanden, bzw. kursieren immer noch).

    Der Stab des Korps Feldt war ja erst wenige Tage vorher aus dem Stab des Befh. Südwest-Frankreich
    gebildet worden, also überhaupt nicht mit den Aufgaben eines regulären Armee-Korps vertraut.
    Das gleiche gilt für den Stab der Div. z.b.V. 406 unter Glt. Scherbening.
    Deswegen kann man nicht davon ausgehen, dass die Angaben im KTB Korps Feldt absolut präzise sind.
    Ebenso scheinen sie nicht vollständig zu sein, bezüglich der vor Ort präsenten Truppen.
    Gleiches gilt dann für die darauf basierenden Meldungen der übergeordneten Stäbe.

    Dazu kommt noch die sehr dramatische Situation, durch die Luftlandungen ab Mittag des 17.9.1944 :
    Es gab weder ein klares Bild über die eigenen (noch) vorhandenen Truppen noch über die Feindlage.
    Und ebenso stellt sich heraus, das auch die verschiedenen kurzfristig aufgestellten und
    herangebrachten Alarm-Einheiten sowohl vom Heer, als auch von anderen Waffengattungen wie SS,
    Fallschirmjäger, Flak, Fliegerhorst-Einheiten usw. fast nirgendwo genannt werden.
    Siehe z.B. SS-Kampfgruppe Kranenburg :

    andernach
    December 30, 2010 at 11:18 PM

    Da ist noch sehr viel Detail-Arbeit nötig, um das alles wirklich zufriedenstellend zu erklären.

    Die Gefallenen Daten aus Post #8 hatte ich (glaube ich jedenfalls) bei ancestry überprüft,
    aber keine wieterführenden Informationen gefunden (werde ich aber nochmal checken).
    Und auf der Volksbundseite bzw. bei Ysselstein sind in diesen Fällen jeweils keine Angaben
    zur Einheit gemacht (falls ich das nicht übersehen habe).

    Das zeigt ein weiteres generelles Problem zu diesem Einsatzraum auf : Weil vermutlich weder die
    Div. z.b.V. 406 oder das Korps Feldt über einen Gräberoffizier verfügten, gibt es kaum Angaben
    zu Gefallenen aus dem Zeitraum Mitte - Ende September 1944.

    -------------
    Um jetzt nochmal Bezug zur Ausgangsfrage zu nehmen :
    Im Rahmen welcher Einheit könnte der Grossonkel in dem Raum Groesbeek zum Einsatz gekommen sein ?

    Ich sehe da nur zwei grundsätzliche Möglichkeiten :
    3.a) Er war schon da, als die Luftlandungen begannen
    => Dann kommt für mich nur das Füsilier-Ersatz-Bataillon 39 in Frage

    3.b) Er war Teil einer Alarmeinheit die am 17.9.1944 aufgerufen wurde :
    Dann er könnte er prinzipiell einer der 9 Alarm-Kompanien angehört haben, die unter Punkt 2.)
    9 Alarmeinheiten zu je 150 Mann aufgeführt sind. [Es ist mir nicht klar, ob die wirklich alle aufgestellt wurden].
    Darunter sind mit hoher Wahrscheinlichkeit die Gneisenau Kampfgruppen 1./VI und 2./VI (insgesamt 5 Kp.).
    Die wurden aber alle in die 84. Inf.Div. eingegliedert.
    Diese Kompanien / KGr. treffen aber alle erst ab 19.9. ein, bzw. werden erst ab dann im KTB Feldt erwähnt.
    Ein früherer Einsatz am 18.9. ist (bis jetzt) von keiner dieser Einheiten bekannt.

    Zwischenfazit meinerseits:
    3.a) scheint mir plausibler, auch durch den im Soldbuchauszug belegten Schritt vom Füs.Ers.Btl. 39 zur
    11. Kp. GrenRgt 520, der genau zu der "letzten Einheit" des Grossonkels passt.
    Aber 3.b) ist natürlich trotzdem möglich.

    Beste Grüsse,
    Uwe

    Hallo Sebastian !

    Zunächst einmal vielen Dank für Deine Kooperationsbereitschaft und das Einstellen der Daten.
    Offensichtlich hast Du die wesentlichen Daten korrekt wiedergegeben.
    (Das ist leider nicht immer der Fall, nur darum mein Bitte zur Einstellung der Dokumente.
    Jetzt wissen wir aber sicher, was da steht und können versuchen daraus schlau zu werden.)

    Ich kann leider keine neuen Erkenntnisse beitragen.
    Der Hinweis von J.H. ist aber sehr hilfreich. Ich glaube auch das die Datenbank aktuell aktiv ist.
    (Sie scheint nur unter Agordo nichts auszugeben.)

    Meine Empfehlung wäre, auf erweiterte Suche zu gehen,
    http://militari-tedeschi.dhi-roma.it/ortdb/ortdbxp.html

    dann zunächst einmal unter der Rubrik : "Großverband" 1 FJD einzugeben.

    Dann siehst Du alle möglichen Einsatzorte dieser Division, die in der Datenbank enthalten sind.
    Gleichzeitig findest Du dort aber auch in der Rubrik "Verband" genauere Einheiten-Bezeichnungen,
    nach denen Du möglicherweise im Einzelnen suchen kannst.
    Dann ergibt sich möglicherweise ein genaueres Bild, auch zu Einsatzräumen gegen Kriegsende.

    Beste Grüsse,
    Uwe

    Hallo Jörg !

    Das Thema Groesbeek und die dort eingesetzten Walküre-Einheiten beschäftigt mich schon sehr lange.

    Hier mal zuerst in aller Kürze meine Einschätzung, wie die wenigen Angaben zu Deinem Grossonkel
    möglicherweise zu erklären sind :

    Eingezogen vermutlich im August 1944 zur Infanterie-Panzerjäger-Ersatz-Kompanie 536 (Standort: Düsseldorf).
    (Insofern würde auch die ortsnahe Einziehung passen.)
    Dann Versetzung zur Marsch-Kp. FEB 39 oder auch zum Füsiler-Ersatz-Bataillon 39, das sich im September 1944
    im Raum Kleve befand.
    [Hier sind aber verschiedene Wege/Zeitpunkte möglich.]

    Dieses Ersatz-Bataillon, unter Führung von Hptm. Grüneklee, war am 18.9.1944 beim Angriff auf Groesbeek eingesetzt.
    Dabei ist er wahrscheinlich gefallen.

    -------------
    Jetzt die etwas ausführlicheren Kommentare zu den "kritischen" Punkten :
    Ob er wirklich "offiziell" Füsilier war, oder nur einen entsprechenden Dienstgrad hatte, dem würde ich nicht
    zuviel Bedeutung beimessen.

    Mein Hauptpunkt : Ich glaube nicht, dass er jemals "offiziell" in das Füsilier-Regiment 520 der 190. ID versetzt wurde.

    => Warum ?

    1.a) Du hast das Wesentliche schon erwähnt : Die Div. Nr. 190 wurde zwar bereits am 18.9.1944 aufgerufen,
    die ersten Truppentransporte trafen aber erst ab dem 21.9. im Raum Kleve ein, die Ausladung war erst am 22.9.44 beendet.
    [FMS B-195] Er kann also nicht bereits am 18.9.1944 als Angehöriger dieses Regiments gefallen sein.

    1.b) Wie erklärt sich dann die Meldung?
    Bei der Beschäftigung mit den ancestry Karteikarten in dem Raum Groesbeek ist mir Folgendes aufgefallen :
    In vielen Fällen wurden die gefallenen Soldaten der Einheit zugeordnet, in die ihre ursprüngliche Alarm-Einheit
    erst später eingegliedert wurde.

    Das deutlichste Beispiel dafür ist das Grenadier-Bataillon Münster, eine Gneisenau-Einheit des WK VI, aufgerufen am 17.9.44.
    Bei den Karteikarten der Gefallenen steht oft :
    - am Tag des Todes 3. Kp. Gren.Btl. "Münster" (oder: zum Zeitpunkt des Todes : Gren.Btl. Münster)
    FPN am Tag des Todes: keine ; später 07653 D [= 7. Kp. Gren.Rgt. 1052]
    (Es ist belegt, dass ungefähr Mitte Oktober 1944 das frühere Gren.-Btl. Münster komplett als II./Gren.Rgt 1052
    in die 84. Inf.Div. eingegliedert wurde.)

    Bsp. Grenadier Asshoff, Josef, geb. 16.09.1907, Lindorff, Bezirk Düsseldorf
    Karteikarte: s. Anhang

    1.c) Darüberhinaus gibt es aber auch Fälle, bei denen sehr wahrscheinlich "genau dasselbe" passiert ist,
    der Zusammenhang mit dem Grenadier-Bataillon Münster aber überhaupt nicht ersichtlich ist!

    Bsp.: Grenadier Paninski, Alfred, geb. 15.04.1908 in Wülfrath, Mettmann
    Karteikarte: s. Anhang
    Die beiden persönlichen EKM Nr. sind -11491- und -11317- so dass man sicher davon ausgehen kann, dass beide
    zum selben Zeitpunkt eingezogen wurden und den selben Weg genommen haben :
    Stamm-Kp. GEB 58, dann Ausbildung in Dänemark, Versetzung zur Marsch-Kp. in Münster => dort Gneisenau-Aufruf.


    2.) Zusätzlich gibt es Beispiele (leider nur wenige) von Soldaten, die alle keinen Bezug zum WK X haben,
    aber als Gefallene des GrenRgt 520 gelistet sind.
    Das deutlichste Beispiel ist Grenadier Lohmeyer, geb. 7.6.1925 in Walstedde, 10km N Hamm, WK VI.
    Karteikarte: s. Anhang

    Die Gefallenen, die ich gefunden habe, sind alle am 19.9. oder 20.9. im Raum Mook gefallen (bei Gennep),
    wo eine KGr. des WKUFL VI eingesetzt war (KG Goebel).
    Sie sind aber alle aufgeführt als Gefallene des Gren.Rgt 520, 190. Inf.Div., die noch gar nicht da war.


    3.) Abschliessend das Beispiel aus einem Soldbuch :
    Dieser Soldat hat meiner Meinung nach den fast identischen Weg genommen wie der Grossonkel.
    Wann er zum Füsilier-Ersatz-Btl. 39 kam ist unklar, er war da aber bereits Unteroffizier.

    Er wurde dann zur Marsch-Kompanie des Ersatz-Bataillons versetzt (es kann sein, dass diese sich im
    September 1944 zeitweise in Düsseldorf oder auch in Kleve befand).

    Im Rahmen des Füsilier-Ersatz-Bataillons 39 unter Hptm. Grüneklee, kam dieser Uffz. dann zu Einsätzen :
    - 17.9.1944 : bei Plasmolen (4km S Groesbeek)
    - 18.9.1944 : bei Groesbeek

    Das könnte ganz ähnlich/genauso beim Grossonkel gewesen sein.

    Wichtig : Dieser Uffz. wurde dann in die 11. Kp. des Gren.Rgt 520 (Div.Nr. 190) versetzt/eingegliedert.
    Daraus wurde dann nochmals später die 7. Kp. des Gren.Rgt 1226 der 190. Inf.Div..

    Wenn meine "Theorie" stimmt, wäre er im Falle eines Todes am 18.9.1944 also ebenfalls als Gefallener des
    Gren.Rgt 520 registriert worden.

    ----------
    Ich hoffe, ich konnte diese komplizierten Zusammenhänge einigermassen deutlich machen.

    Grundsätzlich wäre ich sehr daran interessiert, die ancestry- (KIA-) Karteikarten und die oben
    aufgezeigten "Probleme" auf einer breiteren Basis zu diskutieren.
    Ich weiss aber nicht ob es da weitere Interessenten gibt und ob man dafür vielleicht besser einen
    gesonderten Thread aufmachen sollte.

    Beste Grüsse,

    Uwe

    Hallo Sebastian und alle !

    Ich würde Sebastian empfehlen, doch bitte einmal Scans von der Auskunft der WASt und
    von dem Amerikanischen POW Dokument einzustellen (persönliche daten kann man ja schwärzen).
    Es gab da schon oft genug Verwirrung durch Übertragungsfehler.

    Zu den genannten Einheiten :
    Die Panzerzerstörer-Abteilung 11 könnte auch eine Korps-Einheit des I.Fsch.Jg. Korps gewesen sein.
    (evtl. war diese auch nur geplant).
    In Italien gab es solche Panzerzerstörer Einheiten. (Der Name deutet für mich auf Ausrüstung mit
    Panzerfaust bzw. Ofenrohr hin).

    Einen Zusammenhang mit der 11. Fschjg.-Division würde ich ausschliessen, da diese im Nordraum
    eingesetzt war und dort nur Briten und Kanadier unterwegs waren.

    Beste Grüsse,
    Uwe


    Hallo !

    Noch ein paar Ergänzungen zum Thema Mob.-Nummern / Mobilmachung:
    Im Bundesarchiv gibt dazu interessante Unterlagen, z.B. unter der Signatur RL 7-3/660.

    Draus kann man sehen, dass im Sommer 1938 eine Vielzahl von Mobilmachungs-Übungen
    bei der Luftwaffe geplant war.
    (Ich glaube nicht, dass die ALLE bereits mit dem möglichen Krieg gegen die Tschechoslowakei
    zusammenhingen. Weiss es jemand ?!)

    Leider findet man nur ganz selten einen Hinweis auf Mob.Nummern, aber ein paar Beispiele
    hänge ich mal an, in der Hoffnung, dass es vielleicht doch für jemand interessant ist.

    Ich finde man kann eine ganze Reihe von Informationen ablesen.
    Aber um das Ganze kurz zu halten :
    - Zumindest hier scheint es keinen Zusammenhang mit der führenden Nummer und dem WK / Luftgau zu geben.
    Oder : Die Luftwaffe hatte ihr eigenes System von Mob.Nummern (würde mich überhaupt nicht wundern).

    - Die Nummern sehen doch sehr ähnlich aus zu dem Auszug aus dem WP weiter oben. Deswegen würde ich
    stark vermuten, dass es sich bei den WP Einträgen um so eine Mob.Nummer handelt.
    (Und : Augustdieterhatte ja bereits geschrieben dass sich die Einheiten an Sammelplätzen einzufinden hatten.
    Indsofern war meine "Vermutung" in Post #22 eine überflüssige ...)

    Diana :
    >> ... Ich kann ihn [Klaus Böhm] aber gerne einmal fragen. <<
    Darauf bin ich noch gar nicht eingangen. Aber das würde mich sehr freuen, wenn Du dafür die Zeit fändest.
    Vielleicht lässt sich ja doch noch mehr zum Thema Mob.-Nummern herausfinden.

    Beste Grüsse,

    Uwe

    Hallo !

    >> Klar, 1940 war Mildebraths Batterie 7./43 Teil der Abteilung II./43, aber muss das 1941 auch noch gewesen sein?
    Oder es könnte sein, dass eine Batterie der I./43 Material von der 7./43 (einschließlich des ruhmvollen Eben-Emael-
    und Rupelpass-Geschützes) übernommen hat? Ich würde in diese Richtung tendieren. <<

    Soetwas in der Art wäre auch meine Vermutung. Die erste interessante Frage für mich wäre deshalb, ob es einen
    Gefechtsbericht der Flak-Abteilung Aldinger gibt. (Vermutlich eher nicht, sonst wäre er wohl schon aufgetaucht.)
    Aber vielleicht war die Zusammensetzung der Flak-Abteilung Aldinger doch etwas komplexer, als bisher bekannt.
    Es gibt zwar einige ancestry Karteikarten dazu, aber ohne Hinweise auf die exakte Einheit.

    Die andere offene Frage für mich im Zusammenhang mit dem Flakgeschütz :
    Ich vermute, dass das Anbringen von Abschussringen an konkrete Vorschriften gebunden war.
    (Erlaubnis des Anbringens nur nach bestätigtem Abschuss, etc.).
    Galten ähnliche Vorschriften auch für solche Aufschriften wie : "Fort Eben Emael" oder hatte die Geschützbedienung
    sozusagen "freie Hand" ?

    Albert64 :
    Ich verstehe leider nicht, worauf Du mit Deinem Post hinaus möchtest. Das Thomas das bereits erwähnt hatte
    ist mir schon klar, sonst hätte ich das Bild ja gar nicht gefunden :) .

    Beste Grüsse,
    Uwe

    Hallo Thomas und alle !

    HiWi / Thomas : Wenn Du an vielen Details zu den Einsätzen um das For Eben Emael interssiert bist,
    würde ich Dir folgendes Buch empfehlen: Jens Oebser, Deutsche Luftlandungen am 10. Mai 1940.

    Das ist mit sehr viel Liebe zum Detail gemacht, behandelt auch noch die Landungen/Einsätze bei
    Vroenhoven, Veldwezelt und Kanne, stellt auch die allierte Seite dar und enthält viele tolle Karten,
    Grafiken, Fotos von damals und heute und (für dich vielleicht besonders interessant) auch viele
    Zeichnungen der diversen Bunker und Stellungen.

    Einziger Nachteil im Sinne Deiner Ausgangsfrage :
    Die Flak-Abteilung Aldinger, bzw. deren Einsatz beim Kampf um Eben Emael, wird eher am Rande erwähnt.

    Zwei Stellen, die ich bei einer Schnellddurchsicht gefunden habe :
    S. 188 :
    >> Gegen 23.00 Uhr [am 10.5.1940] trifft der Rest der Flak- und Pak-Verbände ein und Mikosch fasste
    die schweren Waffen in zwei Gruppen unter dem Chef der 14. Kp./I.R. 151 (Hptm. Haubold) zusammen:
    Gr. A: 2 Züge 14.Kp./I.R. 151 und Flak-Zug Göhre/Abt. Aldinger unter Hptm. Haubold
    Gr. B: 2 Züge 14.Kp./I.R. 151 und Flak-Zug Gauert/Abt. Aldinger und 1 s.M.G.-Zug/8.Kp./I.R. 151
    unter Hptm. Rooch (Chef 8.Kp.).
    Beide Gruppen gehen sofort links von der Brücke in Stellung und feuern auf die Flankenbunker des
    Forts und den noch intakten Bunker E links der Brücke (FN #2). <<

    Fussnote (#2) : enthält ausführliche Schilderung zur Gefahr die von diesem Bunker ausging und wie er
    später von einem Stosstrupp der 3./Pi. 51 unter Lt. Hartung ausser gefecht gesetzt wurde.

    Auf S. 200 steht :
    >> Mittlerweile [vormittag 11.5.1940] hatten sich auch die leichten Geschütze von Aldinger ins Gefecht
    eingeschaltet, die er mit Spezial-Floßsäcken über den Kanal geschafft hat. Die 8,8cm Geschütze waren
    zu schwer und mussten am Ostufer bleiben.

    Aldinger bringt seine Geschütze in Stellung und beschießt gegen Mittag das Eingangswerk mit 2 Batterien
    aus einem für den Block I toten Winkel. Nach einer 3/4 schweigen die Belgier und die 2. Sturmkompanie
    tritt zum Sturm an. Die Besatzung ergibt sich und Haubold verlegt seinen Gefechtsstand in die unmittelbare
    Nähe des Eingangs, um von hier aus das das Pak-Feuer zu dirigieren. <<

    ---------
    Zur Ausgangsfrage :
    Zu welcher Einheit das bei Zentner gezeigt Flakgeschütz gehörte (Scan s. Anhang) :
    Es muss sich hier eigentlich um eine Flak der I. Abteilung Flak-Regiment 43 handeln.
    Diese Abteilung wird zum einen in der Divisionsgeschichte der 4. Pz. Divsion (Neumann, S. 94) genannt,
    als Unterstützungseinheit beim Angriff am 10./11. Mai, bzw. mit einer Batterie als Artillerie-Unterstützung.
    Zum anderen ist das die einzige Flak-Einheit, die beim Angriff auf den Rupel-Pass / die Roupel-Enge
    eingesetzt war und auch über 8,8cm Flak verfügte. (s. Angaben bei Golla, Der Fall Griechenlands, 1941, bzw.
    Gliederung des XVIII. A.K. auf der Niehorster Webseite). Und in Afrika war sie auch :) !

    http://niehorster.org/011_germany/41-04/corps_18.html
    https://www.ww2.dk/ground/flak/flargt43.html

    Ob und wie jetzt diese Abteilung (oder Teile davon) zur Flak-Abteilung Aldinger gehörten weiss ich nicht.
    Der oben erwähnte Hptm. Rolf Mildebrath war ja Chef der 7. Bttr., müsste also zur II./Flak-Rgt. 43 gehört
    haben, die aber anscheinend nicht am Rupelpass und auch nicht in Afrika war.

    Vielleicht geben die Angaben ja ein paar Ansätze für die "Flak-Experten".

    Frage : Könnte es sein, dass die Beschriftung auf dem Geschützrohr einfach bedeutet :
    "Wir waren bei diesen Einsätzen dabei"?! (Ohne dass ein bestimmter Bunker zerstört wurde ?)

    Beste Grüsse,

    Uwe

    Hallo Diana !

    Ok, Lottogeschäft hört sich jetzt nicht nach militärischem Zusammenhang an :) .

    Zu Deiner Frage, ob das Flakregiment 14 am Sudeteneinsatz beteiligt war :
    Ich weiss es leider nicht. Offiziell aufgestellt wurde der Stab Flak-Rgt. 14 erst im Oktober 1938.
    Die Stempel sind aber von der II.Abteilung Flak-Rgt. 14, die es wohl schon 1937 gab :
    https://www.ww2.dk/ground/flak/flargt14.html

    Der Soldat hat jedenfalls die Sudetenmedaille erhalten.
    Er wurde am 9.6.1938 in Solingen gemustert (Befund: tauglich).
    Dann erfolgten nur die zwei Kurzeinsätze im September / Oktober 1938.
    Danach wurde er dann direkt zu Kriegsbeginn zur Heeres-Artillerie eingezogen.
    Alles etwas räselhaft.

    Beste Grüsse,
    Uwe

    Hallo Diana !

    Vielen Dank für Deine Geduld, Du hattest das mit dem Mob-Stempel ja bereits vorher schon einmal erklärt.
    (Man muss halt aufpassen ...) Sorry, dafür ;) !

    Das mit dem Gerätelager klingt schon alles sehr plausibel, auch dass von dort eine Firma angeschrieben wird.
    Es wäre sicher interessant, einmal dieser Systematik nachzugehen.
    Ich vermute aber, das Klaus Böhm nicht mitgeteilt hat, in welcher Art von Unterlagen bzw. unter welcher
    Abteilung des jeweiligen Wehrkreiskommandos man da eventuell etwas finden könnte ?!
    Das wäre für mich generell interessant, hauptsächlich nicht wegen des Themas Mob-Nummern sondern
    wegen des Themas Moblimachung ganz allgemein.

    Wegen der Abkürzung S.P. bzw. S.Pl. :
    Das einzige was mir dazu bisher als Möglichkeit eingefallen ist wäre Sammel-Punkt (oder Sammel-Platz)
    der Einheit mit der Mob.Nummer 61367, aber richtig überzeugend finde ich das auch nicht.
    Vielleicht weiss ja einer der Kollegen eine bessere Lösung ?

    Nochmals Danke für Deine Auskünfte und beste Grüsse,
    Uwe

    Hallo !

    BDF-Suchdienst / Steffen : Freut mich, wenn wir helfen konnten :) !

    Johann Heinrich / J.H. :
    Danke fürs Aufpassen und den Hinweis. Ich hätte vermutlich genauer schreiben sollen :
    In der umfangreichen Haupt-Personalakte zu Glt. Seyffardt unter PERS 6/864 konnte ich GAR KEINE Angaben
    zu seiner Gefangenschaft finden.
    Auch der Auszug aus der Generalskartei, gibt keinen GANZ GENAUEN Hinweis, WO und WANN die Gefangennahme
    erfolgte. (Nur, dass sie vor dem 8.9.44 stattfand.)

    Ein erster Hinweis auf seine Gefangenschaft ist ja bereits auf seiner in post#2 gezeigten Karteikarte
    enthalten, ebenso wie der Hinweis auf seine Beförderungssperre.
    [wobei mir nicht klar war, was der Hinweis : 11.9.44 lt. Chi.Mldg. gefangen bedeutet],
    Warum dann auf der nachfolgenden Karteikarte nochmals ein anderes Datum (8.9.1944) genannt wird,
    war mir / ist mir ebenfalls nicht klar.

    Ich bin mir aber relativ sicher, dass beide Datumsangaben sich nicht auf das tatsächliche Datum
    der Gefangennahme beziehen, sondern nur auf den Zeitpunkt zu dem bestimmte Stellen des Heeres-Personalamts
    darüber informiert wurden. (Bei Seyffardt erfolgte das offensichtlich ungewöhnlich früh, trotzdem gab es aber
    2 unterschiedliche Quellen).
    Ich würde den Eintrag auf der (unten angehängten) Karteikarte, auf die Du Dich beziehst so lesen :
    "Befindet sich mindestens seit 8.9.1944 in engl. Gefangenschaft."

    -----------------
    Um das abzuklären, habe ich versucht genaueres aus verschiedenen G-2 Berichten von US-Einheiten zu ermitteln,
    die im Raum Mons eingesetzt waren (VII. US corps und 1. US-Inf. Div.).

    General Seyffardt selbst wird dort zwar nicht genannt, aber in den G-2 Berichten des VII. US corps bzw.
    der 1. US Army wird sowohl über die Gefangennahme von Genlt. Heyking (3.9.1944) als auch von
    Genmaj. Wahle (4.9.1944) berichtet.

    a) Genlt. Heyking : der G-2 report nennt : 3.9.1944 (das entspricht exakt dem Datum bei Neitzel, Abgehört, S. 451)
    [Diese Angabe auch bei Larry de Zeng, Lw. Officer List]

    b) Generalmaj. Wahle : der G-2 report nennt : 4.9.1944 (das entspricht exakt dem Datum bei Neitzel, Abgehört, S. 478)
    Hier nennt die Karteikarte von Gm Wahle den 20.9.1944 als Vermissten-Datum. Der Hinweis auf die Gefangennahme
    erfolgte sogar erst einen Monat später.

    Kurzfazit : Ich würde den Angaben bei Neitzel klar den Vorzug geben, gegenüber den Einträgen des HPA,
    auch wenn es im Fall von General Seyffardt nur ein Tag Unterschied ist.

    Noch besser wäre es natürlich, wenn jemand herausfinden könnte, ob und wie man auf die Verhörprotokolle
    der jeweiligen Personen direkt zugreifen könnte.
    Damit meine ich : zunächst einmal die korrekten TNA Signaturen herauszufinden. Ob und wann die dann
    digitalisiert werden, ist dann nochmal der nächste Schritt.

    Beste Grüsse,

    Uwe

    Hallo Diana !

    Ganz herzlichen Dank für die ausführliche Darstellung Deines Kenntnisstandes zum Thema Mob-Nummern.

    Also "könnte" der Stempel aus Deinem Post #8 zu diesem H.-Gerätelager Luckenwalde gehören, das ist aber
    noch nicht gesichert. Dass die Einheit dann einen möglicherweise existierenden Mob-Stempel weiterverwendet
    hat, ist ja auch durchaus vorstellbar.

    Als Ergänzung vielleicht noch einen Eintrag, wie ich gelegentlich in Wehrpässen gesehen habe:
    Könnte es sich hier ebenfalls um eine Mob-Nummer handeln ?! Wobei ich die Abkürzung vor der Nummer auch
    nicht entschlüsseln kann.
    Der Soldat war Jahrgang 1909 und wurde im Zeitraum des Sudeten-Einsatzes zweimal kurzfristig
    zum Flak-Rgt. 14 (als Fahrer) eingezogen.
    Zumindest würde die führende 6 zum WK VI passen, sonst konnte ich zu der Nummer nichts finden.

    Was mich wirklich wundert, ist das im Jahre 1943 immer noch auf diese Mob-Nummer Bezug genommen wurde.
    (Alarm-Zug Dömitz). Aber vielleicht ist das auch nur ein Einzelfall / Verwaltungs-Irrtum.

    Nochmals Danke und beste Grüsse,
    Uwe

    Hallo Cyril !

    Viele Leute, aber nur eine Unteroffiziervorschule (um die geht es doch) !
    (s. Wodarz, Buch über diese Vorschulen, S. 355).
    Diese Uffz.-Vorschulen tauchen weder bei Tessin noch im Lexikon auf, soweit ich das sehe.

    Die Unteroffiziervorschule Hannover wurde nach meinem Wissensstand
    im August/ September 1942 in eine Schule f. Offizieranwärter der Infanterie umgewandelt,
    die dann später nach Wetzlar verlegt wurde.

    Beste Grüsse,
    Uwe