Posts by Tetris L

    Ich suche nach dem Namen eines Griechischen Kommandanten im Griechisch-Italienischen Krieg 1940 der obwohl er bereits rötlich getroffen war noch auf seinem Pferd durch die eigenen Reihen rit und seinen Soldaten eine Rede hielt. Er ist wohl auch ein Griechischer Nationalheld.

    Hallo Sebastian,

    beim googeln habe ich Mardocheos Frizis gefunden.

    In der englischsprachigen Wikipedia heißt es: "... he continued riding his horse throughout the battlefield and shouting "courage" to rally his men, but was severely wounded in the stomach, but continued trying to rally his men."

    Grüße, Harm

    Heißt das auch, das er dort auch Gefangen wurde?

    Hallo Axel,

    nein, das heißt es nicht. Kriegsgefangene wurden z.T. über sehr weite Entfernungen transportiert. Die Lager lagen ja eher nicht in der Nähe der umkämpften Frontlinien sondern im Hinterland.


    Laut Text von DRK wurde das Lager Gomel zusammen mit anderen Lagern in der Region im Sommer/Herbst 1944 für und von von Gefangenen der Heeresgruppe Mitte angelegt.Später folgten Gefangene aus Rumänien, aus der Kesselschlacht von Brody und 1945 von der gesamten Ostfront.

    Grüße, Harm

    Harm, du kannst mich gerne nach Weihnachten zwecks Verkauf kontaktieren.

    Hallo Gunnar, die Bilder sind größer als ich dachte. Bin doch nicht sicher, ob ich einen geeigneten Platz zum Aufhängen habe. Aber ich werde drüber nachdenken. Wir können ja nach Weihnachten mal reden.

    Ihr Mann (mein Opa) war Kriegsheimkehrer und wahrscheinlich auch zum Kriegsende Angehöriger der 22. ID. Zumindest war er - nachdem er mehrfach mit seinen Schiffen im Mittelmeer versenkt wurde - auf Kreta und danach in Jugoslawien. Aber das ist ein anderes Thema.

    Mein Großvater war auch mit der 22. ID auf der Krim, dann Kreta und zuletzt in Jugoslawien, wo er leider im April '45 gefallen ist. Falls Du von Deinem Großvater oder Deinem Großonkel noch irgendwelche weiteren Informationen, Fotos oder Dokumente zur 22. ID hast, wäre ich sehr interessiert daran und würde mich freuen, wenn Du die Sachen per PM mit mir oder noch besser für alle hier im Forum teilst.

    Viele Grüße, Harm

    Hallo zusammen,

    im Pionier-Bataillon 367 gab es laut LdW einen Oberleutnant namens Otte, der ab Mai 1944 die 3. Kompanie geführt hat. Und weiter unten im LdW-Artikel heißt es:

    "Im November 1944 wurde Oberleutnant Ernst-Albrecht Otte nach Kurland versetzt. [...] Er übergibt die 3. Kompanie an Leutnant Hartmann, dem sich in dieser Kompanie von Anfang an bewährenden und ausgezeichneten Zugführer."

    Der erwähnte Leutnant Hartmann hieß aber mit Vornamen Gustav, ist also nicht der hier gesuchte Friedrich Hartmann.

    Trotzdem vielleicht eine vielversprechende Spur?

    Grüße, Harm


    Nachtrag: Ein weiterer (oder der selbe?) Ober(st)leutnant Otte war ab 1940 Kommandeur des Pionier-Bataillon 97.

    Und last but not least gab es einen Ritterkreuzträger Oberleutnant Albrecht Otte, der bei den Panzerpionieren war.

    Hallo noch mal, "Kleinerlotus",

    ich hab noch ein wenig weiter gegoogelt.

    Im Internet Archive findet sich Verzeichnis der Kriegsgefangenenlager in Russland. Darin finden sich die folgenden Lagernummern bzw. Unternummern:

    • 3903 Rjetschiza bei Gomel
    • 7189 Gomel
      • /0 bel Gomel
      • /1, 2, 3, 4, 5, 7, 10, 12, 13 Gomel
      • /6, 8, Rjetschiza
      • /9 Nowobeliza bel Rjetschiza -
      • /11 Dobrusch
      • /14 Slobin
      • /22 bel Gomel
      • /F RJetschiza
      • /O RJetschiza
      • /L bei RJetschiza
    • 7056 Bobruisk
      • /1, 2, 5, 6 Bobruisk
      • /3 Kamenka

    Noch ein Tipp für die Suche nach Informationen zu sowjetischen Kriegsgefangenenlagern: Suche auch nach russischen Quellen. Das ist zwar etwas mühsam, weil man mit irgendwelchen automatischen Übersetzern (Google Translate o.ä.), die oft ein ziemliches Kauderwelsch produzieren, immer zwischen Deutsch/lateinische Schrift und Russisch/kyrillische Schrift hin und her übersetzen muss. Aber es kann sich lohnen, da man so Quellen entdeckt, die man auf Deutsch oder Englisch nicht gefunden hätte.


    Noch mal viel Erfolg und Grüße

    Harm

    Hallo "Kleinerlotus",

    beim DRK-Suchdienst kannst Du online über die Lagernummer recherchieren:

    https://vbl.drk-suchdienst.online/Lagernummer/LN.aspx


    Z.B. Das Lager 7189 findet sich im Band KB auf Seite 178. Dort findet man die Info, dass das sowjetische Lager 7189 Unterlager 1-14 sowie A, F, G, L, O und P hatte. Die Standorte waren Dobrusch, Gomel, Kostjukowa, Mogilew, Novobeliza, Reschiza, Shlobin. Damit hast Du neue Anhaltspunkte für's Googeln.


    Analog kannst Du für die anderen Nummern suchen.


    Der beste Einstiegspunkt in das Thema in diesem Forum ist das angepinnte Thema Datenbank zu Kriegsgefangenen: Kampfräume, Gefangenentransporte und Lager im Osten im Unterforum Suche nach Vermissten und Gefallenen.


    Viel Erfolg bei Deinen Forschungen!

    Harm / Tetris L


    Nachtrag: Schau Dir im o.g. angepinnten Thema die Karte "Weiss-Russland" mit Erläuterungen an. Dort wird als Lager 7189 Gomel genannt, Lager 7056 Bobruisk und 3903 Retschiza. Die Orte liegen im Umkreis 150 km voneinander entfernt im Südosten des heutigen Belarus.

    Hallo Roland/ rolli.m ,

    wie oben erwähnt, gibt es im Erinnerungsheft und im Buch von F.-A. von Metzsch eine noch wesentlich genauere Karte, die aber nicht genau den Ort der Brücke zeigt.

    Ich bin gerade zu faul, die Karte zu scannen und poste hier einfach noch mal das Bild aus dem oben von Christian/ jonny3/141 verlinkten Thread:

    20160803_214429_resized.jpg

    Tja, eigentlich ist es müßig, die genaue Stelle zu erforschen, denn heute kann man sie eh nicht mehr anschauen, es sei denn, man zieht einen Taucheranzug an und taucht auf den Grund des Stausees.

    Viele Grüße, Harm

    Hallo Christian,

    ich habe das Erinnerungsheft erfreulicherweise selbst im Original aus dem Nachlass meines Großvaters vorliegen. Trotzdem Danke für den Hinweis!


    Leider wird mir weder aus den Texten noch aus den Karten in dem Heft klar, an welcher Stelle die Pontonbrücke über den Dnjeper errichtet wurde. Auch die oben auf dem Foto gezeigte "neue Brücke" wird nirgends erwähnt.


    Im Buch von F.-A. von Metzsch, das die gleiche Karte enthält, heißt es auf Seite 25: "Der 22. I.D. waren für diesen Flußübergang folgende Einheiten unterstellt: [...] Pi 741 (Floßsäcke), Pi 46 (Brücke), Sturmbootkd. 603 und 8 Brückenkolonnen. Die ersten Wellen der Infanterie wurden von der 1. und 2./Pi 22 mit Sturmbooten übergesetzt; [...] Ungeachtet vieler Bombenangriffe und des ständigen Artilleriefeuers war die 450 m lange Pontonbrücke am Morgen des 1.9. fertiggestellt."


    Die Länge 450 m passt aber nicht so recht zur Karte, wonach der Dnjeper an der schmalsten Stelle, wo das I.R. 47 kreuzte, 280 m breit war und weiter im Osten, wo das I.R. 65 übersetzte, 750 m breit war. Vielleicht war an der schmalsten Stelle die Strömung zu stark oder die Ufer waren ungeeignet, so dass man eine Stelle gesucht hat, wo der Fluss zwar etwas breiter, aber dafür die anderen Merkmale günstiger waren. Auf den Karten ist die Stelle aber nicht verzeichnet.


    Grüße, Harm

    Er [...] hat den Weg zur Krim auf seiner Landkarte eingezeichnet.

    Hallo Gunnar,

    hast Du mal die einzelnen Orte, die Dein Großonkel auf der Karte namentlich verzeichnet hat, auf der heutigen Karte gesucht und identifiziert?

    Wenn Du magst, können wir mal die Stationen Deines Großonkels und meines Großvaters vergleichen.

    Noch ne Frage: Hat Dein Großonkel die Karte auch schon während des Westfeldzugs 1940 geführt?

    Wenn es Ihnen passt, können Sie Fotos einstellen.

    Das kann ich machen, aber die würden nicht so gut in diesen Thread passen; da mache ich besser einen neuen.

    Frage: Ich vermute, Du sprichst Russisch und/oder Ukrainisch? Dann könntest Du mir vielleicht dabei helfen, einige Internetseiten zu verstehen, die ich auf der Suche nach der Stadt auf dem letzten Foto durchsucht habe? Nur mit Google Translator ist das schwierig.


    Viele Grüße, Harm

    Ich finde gerade dass sie etwas düster wirken, verleiht ihnen etwas gewisses...

    Hallo Gunnar und Thomas,

    mit dem Wissen, dass die Bilder vor dem Hintergrund der Erlebnisse des Krieges entstanden sind, ist es nur allzu verständlich, dass die Bilder so düster sind, wie sie sind. Ich finde auch, gerade durch die Verbindung mit der Geschichte bekommen die Bilder ihren Wert - trotz oder gerade wegen der bedrückten Atmosphäre.

    kvi / Gunnar: Auf keinen Fall "entsorgen"! Wenn Du dich wirklich von den Bildern trennen willst: Es gibt bestimmt Leute, die sie kaufen würden - mich zum Beispiel. Wie groß sind denn die Bilder?

    Viele Grüße, Harm

    Vorschlag an die Moderatoren: Da ja sicher viele Forumsmitglieder inzwischen Zugang zu diversen Streamingdiensten haben, wie wäre es - analog zu diesem Fernseh-Thread - mit einem angepinnten Thread entweder für alle Streamingdienste zusammen oder separaten Threads für die populärsten (Netflix, Amazon Prime, ...), in dem man Tipps geben kann, welche Filme mit Bezug zum 2. WK auf den Diensten (neu) verfügbar sind?

    Thilo , Onkel Horst : Was haltet Ihr von dem Vorschlag?

    Soll ich mal einen entsprechenden Thread für Netflix und Amazon Prime eröffnen? Das sind die beiden Streamingdienste, für die ich selbst Tipps geben könnte und wo ich für Tipps von anderen dankbar wäre.

    Grüße, Harm

    Hallo zusammen,

    vielen Dank für die Antworten auf meine Fragen!

    Wie ich in diesem Thread berichtet habe, ist mein einer Großvater kurz vor Kriegsende desertiert; aber er ist nicht gefasst und auch nicht verurteilt worden (meines Wissens noch nicht einmal angeklagt worden). Er hat den Krieg überlebt.

    Mein anderer Großvater ist im April '45 gefallen. Da ich vor Kurzem das Buch "Das Ende" von Ian Kershaw gelesen habe, in dem eindrücklich geschildert wird, dass in den letzten Wochen des Krieges viele Soldaten kurzerhand erschossen wurden, die nicht mehr die geforderte Kampfmoral zeigten, waren bei mir Zweifel aufgekommen, ob es zum Tod meines Großvaters vielleicht eine inoffizielle Hintergrundgeschichte geben könnte, die meiner Großmutter nie mitgeteilt wurde. (Was in diesem Fall aber sehr unwahrscheinlich ist, da meine Großmutter unabhängig voneinander mehrere Briefe von Kameraden meines Opas erhielt, die im Einklang mit der offiziellen Mitteilung standen. Danach wurde mein Opa sogar posthum befördert.)

    Wie auch immer, es hat mich interessiert.

    Grüße, Harm

    wenn sich in der Sammlung Ihres Großvaters Fotos aus Sewastopol befinden, werde ich sie Ihnen gerne erklären!

    Hallo Roman, Danke für das Angebot, aber von der Stadt Sewastopol sind keine Fotos dabei. Während der Belagerung hatten die Sanitätsdienste der 22. ID, zu denen mein Großvater gehörte, ihren Sitz mit Lazarett/H.V.Pl. in Toptschikoi (tartarischer Name Topçıköy; russisch Dolinnoje/Долинное, ukrainisch Dolynne/Долинне) im Katscha-Tal etwa 10 km westlich von Bachtschissaraj. Die Fotos meines Großvaters von der Krim zeigen vor allem Szenen mit Kameraden, einige Fotos des Heldenfriedhofs Karagos, nur wenige Fotos mit Landschaft oder Gebäuden. Ein paar Bilder vom Khanpalast in Bachtschissaraj, die mein Opa aber nicht selbst gemacht hat, sondern als Druck gekauft hat. Ich fürchte, da ist nicht viel für Dich dabei.

    Viele Grüße, Harm

    Evtl. wenn ich das Kriegstagebuch und die Feldpost meines Großonkels komplett übersetzt habe.

    Hallo Gunnar, am Ergebnis wäre ich sehr interessiert! Wenn Du irgendwelche Unterstützung brauchst, findest Du hier im Forum immer tatkräftige Helfer.

    Er [mein Großonkel] hat den Weg zur Krim auf seiner Landkarte eingezeichnet. Dein Großvater wird diesen Weg wahrscheinlich auch gegangen sein.

    Mein Großvater hat die Namen der Orte entlang der Route in einem kleinen Taschenkalender eingetragen. Mit diesen Namen in Kombination mit Fotos, Briefen, Internetquellen und dem u.g. Buch konnte ich den Weg gut nachvollziehen.


    Vor einiger Zeit habe ich mir das Buch "Die Geschichte der 22. Infanterie-Division" von Friedrich-August von Metzsch auf Ebay ersteigert. Neben der Textbeschreibung gibt es darin auch u.a. eine Karte, die den Vormarsch der Division bis zur Krim zeigt:

    22. ID - Vormarsch durch die Südukraine 1941.jpeg

    Viele Grüße

    Harm

    "Unser Kampf um die Krim" könnten Entwürfe für den Einband eines Buches sein.

    Hallo Bernhard, da vermutest Du richtig! Im Scan ist es schlecht zu erkennen, aber mit der Lupe auf dem Originalfoto kann ich unter den beiden Zeichnungen oben klein lesen: "Titelblatt. Vorschlag für den Bucheinband"

    Mit der Lupe erkennen ich auch bei diesen beiden Bildern ziemlich klar den Namen des Zeichners: "Pieper 42". Auch bei weiteren Bildern meine ich diese Signatur zu sehen, wenn auch nicht ganz so klar erkennbar.


    Aber wir kommen vom ursprünglichen Thema ab, nämlich dem Bild von Gunnar! Da der Maler nicht identisch mit meinem Herrn Pieper ist, führt uns die Analyse von Piepers Zeichnungen nicht weiter.


    Grüße, Harm

    Zweiter Nachtrag: Hier noch mal die o.g. "neue Njeper-Brücke" in besserer Auflösung:

    img021.jpg


    Man beachte die Türme rechts hinten. Welche Stadt ist das?


    Was sind die keilförmigen Dinger zwischen den Brückenpfeilern? Ich nehme an Eisbrecher? Wenn ja, dann denke ich, dass der Fluss von rechts nach links fließt, d.h. wir blicken auf das "rechte" Flussufer in Flussrichtung, also das nördliche/westliche. Das ist das Ufer, an dem Berislaw liegt.


    Grüße, Harm

    Ich schiebe noch ein weiteres, wie ich finde interessantes Fundstück hinterher, auch wenn es nicht ganz zum Thema des Threads passt:


    1942-08-22 Gorgopotamos-Brücke Termopylen.jpeg


    Das ist die Gorgopotamos-Brücke bei Lamia in Griechenland

    Beschriftung Rückseite: „Griechenland Termophylen 1942“

    Mein Großvater hatte das Glück, anlässlich der Verlegung der 22. ID von der Krim nach Kreta auf Urlaub nach Hause geschickt zu werden. Auf der Rückfahrt von Hannover nach Saloniki entstand wohl dieses Foto. Das Datum müsste Ende August 1942 gewesen sein. Das Bild zeigt die Brücke also VOR der Sprengung eines Pfeilers im November 19042 durch eine britische Spezialeinheit in Zusammenarbeit mit griechischen Widerstandskämpfern. Im Anschluss wurde die Brücke durch Pioniere mit einem Behelfspfeiler instandgesetzt.

    Hallo zusammen!

    Heute möchte ich einige Fotos aus dem Nachlass meines Großvaters (22. ID) mit Euch teilen, die von Pionieren errichtete Brücken auf dem Vormarsch gen Osten durch die heutige Ukraine zeigen.

    Ich hoffe, dass die Fotos für Euch interessant sind und dass ihr mir vielleicht bei der Beantwortung einiger Fragen helfen könnt:


    Hintergrundinfo: Mein Großvater gehörte zu den Sanitätsdiensten der Division (San.-Komp. 2), also eher zur Nachhut, die als letzte die Flüsse überquerten.

    Daher seht ihr auf den Fotos viele Sanitätsfahrzeuge.


    Laut LdW gehörte zur 11. Armee während des Vormarsches u.a. die Brücken-Bau-Bataillone 646 und 521 sowie die Brücken-Bau-Abteilung 86. Die haben wahrscheinlich bei diesen Brücken mitgewirkt.


    1. Pontonbrücken

    1a. Pontonbrücke über den Dnister bei Arionești

    1941-07-17 Jesterbrücke.jpeg

    Beschriftung Rückseite: „Rußland 1941 Jesterbrücke“

    Datum laut Taschenkalender: 17. Juli 1941; Eintrag: „½ 7 Uhr Übergang über den Dnjstr (Arionesti)“


    Die Stelle muss irgendwo zwischen Arionești auf der modawischen und Bronnytsya auf der ukrainischen Seite liegen.

    Aus der Fahrtrichtung des LKW (Krankenwagen) kann man ablesen, dass der Blick Richtung moldawisches Ufer geht.

    Ich denke, wir sehen eine Brücke aus Brückengerät Typ „B“?


    1b. Pontonbrücke über den Ingul (Inhul)

    1941-08-24 Ingulbrücke.jpeg

    Beschriftung Rückseite: „Rußland 1941 Ingulbrücke“

    Datum ca. 24. August 1941 (laut Taschenkalender 1 Tag später Überquerung des Ingulez)


    Die Stelle liegt östlich von Nowa Odessa, etwa auf Höhe Kostytschi (Костичі) - Pisky (Піски).

    Ich denke, auch hier eine Brücke aus Brückengerät Typ „B“?


    1c. Pontonbrücke über den Dnepr bei Bereslaw

    1941-09-05 Pontonbrücke Njepr.jpeg

    Beschriftung Rückseite: „Rußland 1941 Njeper-Pontonbrücke“

    Datum laut Taschenkalender: 5. September 1941; Eintrag: „3:30 Uhr Übergang über den Dnjepr (Bereslaw)“


    Die Überquerung geschah westlich von Berislawlj; die Stelle ist auf heutigen Karten nicht mehr zu erkennen, da aus dem Dnepr, der 1944 in diesem Bereich noch in mehrere Arme verzweigt war, durch die Staustufe Kakhovka ein mehr als 3 km breiter Stausee geworden ist. Im Jahr 1944 war der Fluss laut Bericht an der Querungsstelle „nur“ 450 m breit.


    Siehe auch http://www.historic.de/Militar…R16-6Komp/Bild%20032a.htm


    2. Neue Brücke bei Berislaw?

    1941-09-05 Eine neu erbaute Brücke Njepr.jpeg

    Beschriftung Rückseite: „Eine neu erbaute Njeper-Brücke 1941“


    Ist das wirklich eine Behelfsbrücke?? 8| Das ist ja ein enormes Bauwerk! Wie lange hat denn der Bau einer solchen Brücke gedauert?


    Ich weiß auch nicht, an welcher Stelle diese Brücke genau errichtet wurde. Die 22. ID hat den Dnepr, wie oben erwähnt, bei Berislaw überquert. In den Berichten, die ich dazu gelesen habe, werden aber immer nur Ponton-Brücken erwähnt.

    Auf dem Foto sind rechts im Hintergrund zwei Zwiebelkuppeln von Gebäuden zu erkennen und ein weiterer Turm mit kubischer Form. Ich habe versucht, auf Bildern aus heutiger oder damaliger Zeit diese Gebäude wiederzuerkennen, es ist mir aber bisher nicht gelungen.


    Weiß jemand von Euch, wo diese Brücke sich genau befand? Ist sie vielleicht auf Karten verzeichnet?


    Zum Abschluss noch zwei Links zu einem Fachartikel und zu einem Video, aus dem ich einiges über Pionierbrücken der Wehrmacht gelernt habe:

    Viele Grüße

    Harm

    Hallo Gunnar,

    in der Fotosammlung meines Großvaters, der ebenfalls mit der 22. ID auf der Krim war, findet sich das folgende Foto, auf der Rückseite beschriftet mit "Krim 1942".


    1942 Krim - Zeichnungen.jpeg


    Offenbar gab es in der Division einen oder mehrere Soldaten, die künstlerisch begabt waren und der/die eine Ausstellung ihrer Werke gemacht haben.

    Leider habe ich keinerlei weitere Hintergrundinformationen. Auf der einen Zeichnung ist eine Signatur zu sehen, aber in der Auflösung ist sie schwer zu erkennen und mit der auf dem Gemälde zu vergleichen.


    Ich werde mal ein wenig recherchieren, was ich noch weiter herausfinden kann.


    Viele Grüße

    Harm


    Nachtrag: Der Künstler ist mit einiger Sicherheit nicht der selbe. Die Zeichnungen auf dem Foto meines Großvaters scheinen alle von dem selben Künstler zu kommen, und dessen Signatur lese ich unter der Lupe als "Pießer" o.ä.

    Der Künstler, von dem die Gemälde stammen, hat doch einen sehr anderen Stil, und seine Signatur lese ich als ... irgendwas anderes, schwer zu entziffern.