Posts by Stabsarzt1943

    Hallo in die Runde und frohes, gesundes neues Jahr.

    Auch ich möchte hier noch etwas zu den o.a Ringen anmerken. Dieses Thema war einmal ein Sammelgebiet eines geschätzten Freundes. Noch eine Anmerkung: Neben den bereits o.a. Anmerkungen zum Thema Umgangsformen, die wir alle beachten sollten, habe ich noch die Bitte: Alle verfügbaren Informationen bzgl. Herkunft und Wissen bereits in dem ersten Thread / Kommentar mitteilen. Ich finde es befremdlich dann später zu hören: " das Stück wird beim Händler XX wie folgt angeboten...". Ich fühle mich dann immer ein wenig, wie sagt man ???? überprüft. Nur so am Rande...

    RINGE:

    Es gibt m. E. nur den sog. Totenkopfring der SS. Von Heinrich Himmler an ausgewählte SS Führer verliehen, sollten Sie einen elitären Zirkel bilden mit Hang zum Okkultismus. Nach dem Tode in einem best. Raum der Wewelsburg eingelagert hatte dieser Ring etwas mystisches...mehr dazu im WWW. Originale sind wenig bekannt aber viele Kopien...

    Der DAK Ring und der zweite Silberring: wir fahren gegen....

    Diese Ringe wurde:

    In Kantinen oder Kleiderkassen an interessierte Soldaten oder RAD Männer verkauft.

    Eine Industrie war auf die Herstellung oder Bearbeitung von Schmuckstücken / Gravur zu Beginn des Krieges ausgerichtet. Erfolgsmeldungen sorgten für eine Begeisterungswelle die durch solche Stücke zur Schau gestellt worden sind. Das Ende der Geschichte ist bekannt....

    Soldaten hatten Schmuck und Ringe auch im Felde bei sich. Zugehörigkeiten zu Einheiten oder Feldzüge gaben ebenfalls Anlass Ringe zu gravieren durch geschickte Künstler in militärischen Werkstätten oder heimischen Silberschmieden wie m.E. der DAK Ring. Sogar Eichenlaube oder EKs wurden mit Bordmitteln so hergestellt. Aus den Löffeln eines Bürgermeisters bei Seelow wurde so ein Eichenlaub zum RK. Schaut euch mal auf das HK und die Palme? Das war wohl nicht das Werk eines guten Silberschmiedes aus Deutschland oder Europa. Eher mit Hämmerchen und Stiftmeissel gedengelt.

    Silberstempel wären durch Juweliere oder Silberschmiede zu prüfen. Irgendwann erzähle ich Euch die Geschichte meine Rumänenringes der dann doch nicht mein Reichtum wurde obwohl er doch 900 Gold gestempelt war...mein Antikladen ums Eck hatte auch 13 Messingstücke davon :D:D:D

    Euch alles Gute, bleibt gesund und gerne mehr und Neues LG Volker

    Hallo Alexander, auch Dir einen guten Rutsch, nun zur Frage:

    Wir werden hier keine Bewertungen durchführen, hab / werde ich anhand von Fotos eh nicht verstehen wer das kann....Ringe dieser Art wurden von einheimischen Silberschmieden gerne hergestellt und verkauft. Die Machart lässt auf Nordafrika schließen, allerdings macht mich der innenliegende Stempel stutzig ? SILBERGEHALT ?

    Also gerne mehr und LG Volker

    Hallo Vincent, und an Alle in die Runde.

    Colin hat es umfassend erklärt. Das Foto entstand in der Frühphase des Krieges also vor der Verwundung, ausserdem trägt er noch kein Sturmabzeichen was bestimmt noch erfolgt wäre. Er war spätestens seit 1936 Soldat, da Verleihung von Dienstauszeichnungen ab 1941 ausgesetzt waren. Somit würde ich das Bild auf 1939-1941 eingrenzen. Orden, Anzug etc. sprechen m.E. dafür. Wann wurde geheiratet...?

    Gerne mehr, bleibt gesund kommt gut rein und LG für 2021 von Volker

    PS.: Beim Vergrössern auf meinem Tablet meine ich ein "Schinkel" EK2 zu erkennen. Flache Kreuzarme würden die frühe Verleihung wie o.a. noch untermauern. LG

    Hallo Arnd,

    Viiielen Dank für Deine ausführliche Erklärung. Wirklich, Du hast das toll für Alle dargestellt und ausführlich begründet.

    Ich bleibe aber trotzdem bei meiner Erklärung..Mann gegen Mann war nicht zwingend Verleihungsgrund.

    Trotzdem hoffentlich eine gute Ergänzung zur Frage von Markus. Dir LG und bleibt alle gesund wünscht Volker

    Hallo in die Runde,

    gestattet mir auch noch einige Anmerkungen. Beide Dienststempel tragen die Einheit : 14 KP Inf. Rgt. 207 kann man prima lesen.

    Zu den Sturmabzeichen wurde ja schon alles gesagt bzw. verlinkt. Eine Anmerkung noch : Es gibt z.B. Teil noch die Annahme das die Sturmabz. silber oder bronze

    eine Abstufung darstellen. Das ist, wie z.B. auch beim Deutschen Kreuz in Gold, natürlich nicht richtig. Es hat etwas mit der Einheit , motorisiert oder nicht, zu tun. Hier schön o.a. erläutert.

    Auch noch eine Anmerkung von Arnd: Das ISA gab es für Kampf Mann gegen Mann einfach gesagt! ist so nicht richtig. Natürlich gab es das auch, war bestimmt häufig, aaaber nicht der Regelfall.

    In einem anderen Thread bzgl. 186. ID von mir habe ich vom Zahlmeister Zenker berichtet, der das Inf. Sturmabz. auch erhalten hat obwohl er erst hinter der kämpfenden Truppe vorging.

    Also: Mann gegen Mann kam dann eher bei der Nahkampfspange zum tragen. Nur als kleiner Hinweis.

    Ich freue mich auf weitere Infos, bleibt gesund und LG von Volker

    Hallo Gerro,

    Nun hast Du schon von den Experten vieles erfahren. Noch einige Anmerkungen zu Erkennungsmarken. M.e. im ersten WK an jeden Soldaten ausgeben sollten sie im Verwundetenfall oder im Todesfall die Identifizierung ermöglichen. Offen gestempelt, codiert oder nur mit Nummer versehen gab und gibt es diverse Varianten. Die kleinen Stege in der Hälfte ermöglichen die Trennung durch brechen für A. Weitergabe an entsprechende Stellen und B. Die andere Hälfte blieb bei der Leiche...Umbetter haben mir erzählt, das diese oft im Mund gefunden worden sind, sie blieben dort länger erhalten. Ebenso kenne ich die Geschichte, das deutsche Soldaten im ersten WK die Marke nicht mit ins Gefecht nahmen. Aberglaube...wer die dabei hat fällt. Bei der roten Armee im zweiten WK gabe es kleine Bakelitröhrchen mit Zetteln der Personalien. Das Thema könnte man beliebig erweitern, ist nur ein kurzer Abriss. Halte die Marke in Ehren und bleibt gesund. Bis bald Volker

    Hallo in die Runde, hallo Matthias,

    Bei dieser, leider nicht scharfen Vergrößerung, erkennt man keine Öffnungen im Abzeichen, kein Uniformstoff darunter, somit schließe ich mich der Fraktion "Verwundetenabzeichen" zu 99% an. Vielleicht sogar die Silberstufe. Ein Sturmabzeichen kann man aufgrund der Silhouette fast ausschließen. LG an Alle von Volker

    Hallo Patrick,

    Ja da hast Du Dir ja was vorgenommen....was möchtest Du denn sammeln ? Budget ? Möchtest Du mit Ritterkreuzen anfangen wirds recht teuer. Aber zur Frage: Im Jahr 1941 wurde die Leistungsbereitschaft der Ordenshersteller LDO gegründet. Einheitliche Standards hinsichtlich der Qualität, Material, Materialbeschaffung und Herstellung waren Gründe. Somit müsste Klein und Quenzer ihre Stücke ab 41 gekennzeichnet haben. Vollkonzessioniert waren L/ Stücke, teilkonzessioniert die Nummern. Dies ist nur eine grobe Erklärung aber mit dem Buch von D. Maerz bist Du schon gut aufgestellt...also lesen, lesen,lesen. Gruß Volker

    Hallo Reinhold,

    tja vielleicht sollte man mit diesen Infos gleich aufwarten. Hätte uns viel gerätsel erspart. Fa. Weitze hat auf dem Markt einen recht guten Ruf, wenn allerdings auch dort die Stücke ihren Preis haben...vielleicht bekommst Du dort auch weitere Infos mit einem Anruf. Mir war/ ist solch ein Stück nicht bekannt. Also doch ggf. truppeninterne Auszeichnung, zumal die Nadelbefestigung auch keinen wertigen Eindruck macht. Wer gibt dafür das Geld aus ??? Egal, Sammler gibt es für alles und nix.

    Bis dahin LG an Alle von Volker

    Hallo Reinhold,

    so etwas habe ich noch nie gesehen...hat die Anleihen am allg. Sturmabzeichen des Heeres mit Bajonett und der Handgranate.

    Dazu ein Eichenlaubkranz. Warum sollten Eisenbahnpioniere ein eigenes Abzeichen haben bzw. bekommen ? Wenn überhaupt

    ein inoffizielles Truppenabzeichen ohne offizielle Stiftung...ich tippe eher auf ein Phantasieprodukt aus Osteuropa.

    Woher stammt das, gerne mehr Infos und LG Volker

    Hallo Matthias, ich bin zwar kein Experte, erkenne trotzdem links und rechts einen Unteroffizier und in der Mitte einen

    Feldwebel. Dazu kommen Auszeichnungen die erst ab 01.09.1939 verliehen worden sind. Somit Foto danach, wie bezeichnet wohl 1941. Hoffe das hilft und LG von Volker

    Hallo Frauke,

    das interessante, leider sehr kleine Foto, zeigt ja den o.g. RAD Mann mit einem sog. RAD Hauer. Dieser Hauer war weniger ein Dolch im eigentlichen Sinne, mehr einem Arbeitsgerät, Beil ähnlich aber nur als Tragestück, und gehörte, wie in Deinem Fall auf jeden Fall zur Uniform eines RAD Führers. Bilder gibt's bestimmt bei Tante Google....

    LG an Alle Volker

    Hallo in die Runde und lieber Arnd,

    tolle Infos und schön wenn wir uns hier ergänzen. Das abgebildete Band muss nicht zwangsläufig auf ein KVK ohne Schwerter 2. Klasse hinweisen. Auch Träger KVK mit Schwertern haben nicht zwangsläufig Schwerter auf der Spange angebracht oder lassen. Ich denke aber da trotzdem genau wie Arnd....ohne Schwerter.

    Gerne mehr, bleibt gesund und LG Volker

    Hallo in die Runde, hallo lieber Eumex,

    freue mich über die Antworten...alles sehr interessant. Liebe Klara wenn das ein Hochzeitstag ist hast Du das Datum.? Das würde uns immens weiterhelfen. Tja bzgl. der Bandspange tendiere auch ich zu Einmarschmedaille Österreich von 1938. Aber wie gesagt, das Datum wäre interessant...

    Bis dahin aus dem Norden HUMMEL, HUMMEL an Alle von Volker

    Hallo Klara und lieber Eumex,

    Sorry wenn ich mich einmische. Ich erkenne auf dem ersten Bild nicht das Reichssportabzeichen ab 1935, sondern das ab 1919-1934 eingeführte Turn- und Sportabzeichen DRL..Deutsches Reichsabzeichen für Leibesübungen. Das oben abgebildete Abzeichen hat noch kein Hakenkreuz und die Buchstaben DRL. Kann man gut erkennen am deutlichen Bogen des R oben mittig. Kann das vom Alter des Trägers stimmen ? Siehe z.B. S.97 / Staatl. Zivile Auszeichnungen...von Klietmann aus dem Motorbuch Verlag. Die Bandspange ist leider sehr unklar und verdreht daher leider nicht zu identifizieren. Gibt es Urkunden oder Nachweise im Soldbuch o.ä.

    Bis dahin alles Gute und LG Volker

    Hallo Sven, hallo in die Runde,

    Vor mir liegt gerade das Buch von Jost W. Schneider, Verleihung genehmigt über die RK Träger der Waffen SS und Polizei.

    Vielleicht interessiert jemand die Sterbedaten der o.a. Waffen SS Angehörigen?:

    Jürgensen gefallen 23.11.44 bei Bastogne

    Reinhold gestorben 1961 in Lübeck

    Spindler gefallen 27.12.44 in den Ardennen

    Borchers gestorben 1975

    Flügel gestorben 01.03.1989 in Naila

    Klett gefallen 14.03.1945 in Ungarn

    Mattern gestorben 1974 in Braunschweig


    Viele Grüße von Volker

    Hallo Frauke,Arnd und JR,

    Ich glaube wir sind alle auf der richtigen Spur. Das Datum der Aufnahme oder das Alter der Person ist enorm relevant. Tja Arnd, auch ich bin nicht sicher, finde aber das rot auf sw Fotos immer / oft blass erscheinen...ich bin echt gespannt und dann wäre ja auch ein Ehrenkreuz des 1.WK in der Schwebe...freue mich auf mehr Infos.

    LG an Alle von Volker

    Hallo liebe Frauke, hallo in die Runde,

    Auf dem Bild Richard30 trägt er eine Bandspange mit einem ungeklärten Band an der zweiten Stelle. Schwierig, es müsste sich aber nach der Bandfarbe um eine Dienstauszeichnung handeln...an der ersten Stelle vermute ich das Band des KVK 2. Klasse von 1939. Wenn das Band eher auf das EK2 von 1914 hindeutet fehlt hier das Band des Ehrenkreuzes oder Kriegsteilnehmerkreuz von 1914-18, gestiftet 1934. Gerade bei einem Träger in dieser hohen Dienststellung wäre das eigentlich obligatorisch. Aber wie gesagt, genaueres könnte man erfahren wenn das Datum der Fotografie bekannt wäre.

    Schönen 2. Advent an Alle und LG Volker