Posts by Stabsarzt1943

    Hallo liebe Frauke, hallo in die Runde,

    Auf dem Bild Richard30 trägt er eine Bandspange mit einem ungeklärten Band an der zweiten Stelle. Schwierig, es müsste sich aber nach der Bandfarbe um eine Dienstauszeichnung handeln...an der ersten Stelle vermute ich das Band des KVK 2. Klasse von 1939. Wenn das Band eher auf das EK2 von 1914 hindeutet fehlt hier das Band des Ehrenkreuzes oder Kriegsteilnehmerkreuz von 1914-18, gestiftet 1934. Gerade bei einem Träger in dieser hohen Dienststellung wäre das eigentlich obligatorisch. Aber wie gesagt, genaueres könnte man erfahren wenn das Datum der Fotografie bekannt wäre.

    Schönen 2. Advent an Alle und LG Volker

    Hallo in die Runde und ein spannendes Thema mit vielen neuen Erkenntnissen für mich,

    gestattet mir noch einen Hinweis zur Nahkampfspange der Luftwaffe. Ein sehr sehr seltenes Abzeichen von dem es kein gesichertes Trägerbild gibt. Gestiftet erst am 28.11.1944 wurden bis dahin die Nahkampfspange des Heeres verliehen. Träger der LW mussten dann umtauschen. Auch das Bild des LW Angehörigen zeigt hier eine Frontflugspange der LW. Die Verleihungen der LW Nahkampfspange ist in Soldbüchern dokumentiert aber auch das Bild im Inter. Militaria Magazin Nr.109 zeigt m. E. keine Trägerabbildung sondern eine Frontflugspange. Also wer ein diesbezügliches, gesichertes Bild hat, herzlich gerne zeigen ! PS.: IM Heft ist auch ein Soldbucheintrag ,Seekampfabzeichen der LW, abgebildet. Einzelblatt eingeklebt, getippter Eintrag nun ja...

    Ich wünsche Euch und uns weiter spannende Infos und bis bald Volker

    Hallo Arnd, hallo in die Runde,

    ich finde ein "leider" besser, das klingt nicht so oberlehrerhaft daher meine Einleitung. Ja, die Spange ist wirklich schwer zu lesen, auch mich machen die hellen Runen stutzig. Der Träger, Jg. 1915,

    kann eigentlich noch nicht so lange bei der SS gewesen sein, das er silberne oder goldene Runen auf der DA tragen durfte. M. E. hätten die Runen schwarz sein müssen (4 oder 8 Dienstjahre).

    Aber wie gesagt: Es gibt nichts, was es nicht gibt und vielleicht hat jemand noch eine andere Lösung...

    Nichts für ungut und alles Gute.

    Bis bald Volker

    Hallo in die Runde und besonders an Arnd,

    Ich muss leider Deine Aussage von o.a. etwas korrigieren. Also: Das Band zum EK 2 wird hier korrekt im Knopfloch der Feldbluse getragen. Dann folgt auf der Bandspange die SS Dienstauszeichung für mindestens. 12 Jahre. Nein, der Träger ist Jahrgang 1915 also kann das max. die Auszeichnung für 8 eher 4 Jahre sein...dann folgt das Band für die Einmärsche Österreich und Sudetenland 1938. Das dann folgende Band Nr.4 ist sehr schwer zu erkennen. Rotes Kreuz, Volkspflege oder Rettungsmedaille könnten in Frage kommen. Also mehr Infos von MrFelix wären toll und alles Gute und Grüße von Volker

    Hallo in die Runde,

    Interessantes Foto. Ich meine auch die Uniformen gehören zu Sturmgeschützabteilungen. Die Urgrossvater trägt das Band des KVK 2. Klasse im Knopfloch. Dazu eine 2er Bandspange auf der linken Brustseite aber nicht zu identifizieren. Der Uffz. Rechts im Bild trägt ausserdem das Band der Medaille Winterschlacht im Osten im Knopfloch und ebenfalls, nicht ganz sicher, auch das Band zum KVK 2. Klasse. Sicher bin ich mir beim Ärmelschild = Krimschild. Interessant ist das dieser Kraftfahrer auch das Kraftfahrbewährungsabzeichen auf dem linken Unterärmel trägt. Das einzige Kampfabzeichen der Wehrmacht ohne HK und ausserdem konnte es auf Zeit entzogen werden.

    Gerne mehr und LG an Alle von Volker

    Hallo Petra und lieber Eumex,

    Ich jongliere gerade diesbezüglich mit meinem Tablet und tendiere bzgl. der Bandsäge eher zur sog. Sudetenlandmedaille für Teilnahme an dem Einmarsch 1938. M.e. ist der Mittelteil rot. Auf der Brusttasche trägt er zudem noch das SA Wehrabzeichen. Eine frühe Aufnahne so um 1940 ? Gibt es weitere Infos oder Bilder aus der späteren Kriegszeit ? LG an Alle von Folker

    Hallo Gert,

    also um mal ein bisschen Brisanz aus diesem Thread zu nehmen.

    A. Wir machen ja hier keine Echtheitsexpertisen wie schon oft angesprochen....und wer von einem Bild eine Expertise machen kann, kann auch Holz schweißen.. 8) war ja aber auch nicht Deine Frage...

    B. Dein Bild weicht doch bzgl. der Prägung von allen gängigen Abbildungen extrem ab. Damit begründe ich auch die Aussage..wohl Kopie. Dazu kommt, das wir eine Stiftung im Jahr 1942 haben. Der Krieg tobte an allen Fronten und so wurden auch Orden und Ehrenzeichen aus billigerem Material als Buntmetall oder Kupfer hergestellt. Kupfer als Material für Orden ist auch weitestgehend unbekannt als Material, es läuft an und wird unansehnlich...Ausnahme Asien..also ist dies ein weiterer Hinweis auf die o.a. Aussage. Ich kenne ähnliche Stücke, auch in ähnlicher Machart von früheren Polenmärkten z.B. in Swinemünde. Also lieber Gert, ich suche gerne weiter nach Infos und hoffe auf weitere nette Mails von Dir /Euch. LG Volker

    Hallo Gert, hallo in die Runde,

    Mit großem Interesse lese ich die Beiträge hier. Ich kenne wenige Cholmschilder aber nur aus Eisen- oder Zinkblech. Allerdings mit sauberer, klarer Prägung. Das kann ich bei deinem Schild, lieber Gert so nicht sehen. Schau Dir mal den Rand bzw. das Adlergefieder genauer an. Sehr verschwommen bzw. doch unklar verwaschen. Wo kommt das Stück her ? Gerade bei teureren O und E ist doch der Markt für Kopien recht hoch. Ich befürchte dieses Schild gehört auch dazu...wünsche Dir das Beste, lege das Stück doch mal einem versierten Händler oder Sammler vor.

    Alles Gute an Alle LG Volker

    Hallo Maria und herzlich Willkommen,

    Bzgl. Einheiten und Gliederungen zu deiner Frage gibt es bestimmt Experten m/w hier im Forum. Aus ordenskundlicher Sicht und Erfahrung kenne ich aber folgende Schilderung die auch in Fachbüchern nachzulesen ist. Am 01.05.1945 befand sich auch der mit den Schwertern zum RK dekorierte Kampfkommandant General Erich Bärenfänger mit seiner Frau Margot und dem Schwager Lt. Rücker im Keller der Brauerei. Bärenfänger war ein nationalsozialistischen Kriegsheld aus dem Ostfeldzug (Krim) der es mit 30 Jahren ! Zum General gebracht hat. Ein geplanter Ausbruch mit Schützenpanzern u.a. in der Nacht zum 02.05. blieb in dem Feuer der Roten Armee auf der Schönhauser Straße zum erliegen. Man kehrte in den Keller zurück. Hier waren u.a. ein Lazarett und versch. Einheiten versammelt. Bärenfänger, seine Frau und der Schwager wählten den Freitod durch erschießen. Erst am 08.05 sollen die restlichen Kellerbesatzer sich ergeben haben obwohl die Russen mit Sprengung des Komplexes drohten. Nach dem Krieg gingen ehem. Soldaten von Bärenfänger dort auf die Suche. Eine Kioskverkäuferin berichtete von dem Fund der drei Toten in der Ruine. Die Leichen wurden unbekannt beerdigt...

    Eine kurze Geschichte, vielleicht gibt es hierzu weitere Hinweise und Dir einige neue Infos ? Alles Gute, viele neue Informationen und bis bald. LG von Volker an Alle

    Hallo Patrick, und herzlich willkommen,

    Wie Thilo ja schon geschrieben hat, kann man anhand der Auszeichnungen keinerlei Bezug auf die Verleihungsbegründungen herleiten. Schön wäre, wenn Du die Möglichkeit hast mehr Infos einzustellen. Gehen wir richtig in der Annahme, daß der Soldat nicht von Kriegsbeginn 1939 beim Militär war? Die ersten Auszeichnungen, EK II und das Panzerkampfabzeichen im März 1944 deuten auf Tapferkeitstaten bei mindestens 3 Sturmangriffen hin. Oft eine Summe aus dem Verhalten an der Front wurde das EK II insges. ca. 3,5 Mio. im 2. WK verliehen. Im März folgt dann noch das EK1 und die Nahkampfspange vermutl. in der ersten Stufe bronze. Der Soldat war spätestens hier, bei den Endkämpfen des Krieges, mindestens an 15 Tagen in der vordersten Front im Einsatz. Man spricht " das weisse im Auge des Feindes gesehen " vom Nahkampf Mann gegen Mann. Es gibt in einigen Fachbüchern den vagen Hinweis auf ca. 90000 verliehene Spangen. Lieber Patrick, wie gesagt nur eine vage Einschätzung ich würde mich über weitere Infos sehr freuen.

    Bis dahin herzliche Grüße an Alle von Volker

    Hallo Petra und in die Runde,

    Auf dem ersten Foto trägt er ausserdem das SA Wehr- später Sportabzeichen auf der linken Brusttasche. Dies ist vermutlich ( dunkle Färbung ) die Ausführung in bronze. Silber und Gold waren Wiederholungs bzw. sogar Prüferabzeichen. Es sollte vormilitärische Kenntnisse vermitteln bzw. erreichen und war nicht zwingend an die SA Mitgliedschaft gebunden.

    Es wurde häufig verliehen und oft auf Fotos getragen.

    Herzliche Grüße von Volker

    Hallo in die Runde an Alle, spannender Beitrag.

    Also ich habe in vielen Jahren noch kein Trägerbild gesehen. Das hat mit mehreren Faktoren zu tun. Späte Stiftung war das Abzeichen Fluch und Segen zugleich. Segen, war es doch i.d.R. mit weiteren Auszeichnungen verbunden. Nahkampfspange und oder EKs. Fluch, wer als Träger in Gefangenschaft gerät hatte wohl sein Leben ausgehaucht. Das gleiche galt fürs Gewehr, daher wurde beides inkl. Soldbuch vor einer Gefangennahme rasch und weit entfernt... Für jeden ersichtlich war der Träger ja ein " Killer " im wahrsten Sinne der Bedeutung. Wer so ein Bild hat bitte hier einstellen das wäre der Hammer. Das o.a. Bild aus dem Buch vom Autor Kaltenegger hat ja nun wirklich einige Retouschen. Verleihung des Deutschen Kreuzes in Gold ist bei M.H.,nicht gesichert. Ebenso wurden Nahkampfspange und das Scharfschützenabzeichen eingefügt. Ggf. auch das Ritterkreuz vermute ich. Meine Infos habe ich u.a. aus einem Artikel im Intern. Militaria Magazin und anderen Publikationen.

    Also bleibt gesund und gerne weitere Infos..LG Volker

    Hallo in die Runde,

    hier kurz noch eine ähnliche Spange wie die obere, allerdings mit Frontkämpferehrenkreuz anstatt Olympiamedaille.

    Dann die Dienstauszeichnung Heer oder Marine für 12 danach für 8 Jahre. War ein Wehrmachtsbeamter nach dem ersten WK.

    Falls es Janili interessert herzliche Grüße von Volker

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    Hallo Janili,

    Wie schon angemerkt sind die Bänder richtig eingeordnet worden. Ich finde allerdings die Zusammenstellung kurios. War Opa vielleicht zuerst bei der Polizei oder hat vorher gedient und ist 1936 zur Polizei gewechselt. ? Dann die Spange mit den sog. Einmarschmedaillen nach den Dienstauszeichnungen ? M.E. müsste die untere Spange wie folgt aussehen:

    Erst die Eimarschmedaillien dann das Band zur Olympiamedaille und dann die Dienstauszeichnungen. Also forsche weiter und vielleicht gibt es mehr Infos? Immer gerne und oft gibt es nix was es nicht gibt...

    Bleibt gesund und LG Volker

    Hallo Eumex,

    hallo in die Runde,


    vielen Dank für die Klarstellung.

    Es war mir durchaus bewusst wie man den "Blutorden" bzw. das Band hierzu trägt.

    Ich glaube wir sind uns alle einig, das es hier um militärische Auszeichnungen des ersten WK geht.

    Mir erscheinen auch die Bänder sehr schmal, freue mich aufs Foto in gänze und denke auch an die Uniform der Weimarer Republik = Reichswehr.

    Außerdem trägt er die Bänder unstrittig in der linken Brustlasche.


    Bin gespannt und bis dahin aus dem Regen LG von Volker

    Hallo Soulfly, hallo in die Runde, tja, schwierig auf SW Fotos...ich tippe auch auf Bayern oder Württemberg aber was ist das für eine Trageweise ? Bänder durch das Knopfloch der Brusttaschenlasche habe ich so noch nicht gesehen.....ich würde mich über das ganze Foto sehr freuen...Danke im voraus und hoffentlich sehen wir dann klarer.

    LG an Alle von Volker

    PS.: Ach ja zurück zur Frage...bei der Reichswehr wurden keine Auszeichnungen verliehen= Weimarer Republik! Daher wäre eine Freicorpsauszeichnung kurz nach dem ersten WK möglich...

    Hallo in die Runde,

    Zu den o.a. Aussagen hätte ich noch einige Anmerkungen. Tja das Bild aus der Freicorpszeit ist absolut richtig. Solche martialischen Bilder sind typisch aus der Zeit. Mit MG und Handgranaten machten solche Bilder auf entschlossene Krieger

    Opa trägt auch hier das Band des EK2 von 1914. Viel interessanter ist das Bild aus der Vorkriegszeit des zweiten Weltkrieges. Opa, Offizier und m. E. Zugführer trägt , der Länge nach zu urteilen eine 3er Feldspange. Somit das o.a. EK2 dazu das Frontkämpferehrenkreuz von 1934/35. Ich meine auch eine Dienstauszeichnung 4 Jahre mit Auflage ganz hinten zu erkennen. Viel spannender ist der ubernächste Soldat vordere Reihe. Er trägt eine Einzelspange mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit für den Einmarsch ins Sudetenland von 1938. Schwarz rot schwarz...jetzt noch ne Zeitung und wir finden den Tag8)8)8). Euch alles Gute und bis bald Volker

    Hallo in die Runde,

    Also Arnd das Bild ist in einem Buch publiziert worden und das untere Bild ist bei Dir ? Habe ich das richtig verstanden ?

    Wenn das Bild bei Dir ist, was macht das Foto ( Papier / Alter / Zustand etc. ) für einen Eindruck ?

    Das einige Soldaten sich mit " fremden Federn" geschmückt haben ist nichts Neues. Falsche Ordensträger / Ritterkreuzträger gab und gibt es nicht Wenige. Über RK Träger innerhalb der OdR wurde auch hier schon berichtet ( Stichwort: Karnickelzuchtverein, die legten fest wer und wer nicht Mitglied wurde so Aussage von Fellgiebel ).

    Auch Trägerbilder mit sehr seltenen Abzeichen tauchen gelegentlich auf wie: Nahkampfspange der Luftwaffe, Balkan - oder Stalingradschild oder wie hier Ärmelband. Manchmal sind aber auch neue, originale Bilder dabei. Ich erinnere mich an die plötzliche Veröffentlichung eines Trägerbildes mit dem Flackkampfabzeichen Danzig und der Nadel SS Heimwehr Danzig. Das war wirklich neu und bewies die zeitgenössische Verleihung ! ABER WIE GESAGT: HIER BIN ICH BEI 50:50 UND IMMER NOCH UNSCHLÜSSIG. Also LG an Alle und bleibt gesund...Volker