Posts by AnhalterddGeschichte

    Hallo Ihr beiden,


    danke für Eure Antworten.

    Lieber Papa, ja, da sind wir uns einig. ;)

    Lieber Arnd, die Frage "Wozu?" haben wir mit unserem Vater auch ausführlichst diskutiert. Es ging vor allem wohl um eine verwalterische Erleichterung des Auffindens von Personendaten zu ganz unterschiedlichen Zwecken. Es ist nun mal leichter, eine Karteikarte aus einem alphabetisch sortierten Karteischrank herauszunehmen, als mühsam in nach Datum geschriebenen Kirchenbüchern zu suchen. Aber das führt uns von der Ausgangsfrage weg. Gerne mehr dazu per PN, falls Du möchtest.


    Zur Ausgangsfrage noch ein Hinweis: Es gibt doch die "Stolpersteine", initiiert von dem Künstler Gunter Demnig. Im Zusammenhang damit berichteten die Medien immer wieder, wie schwierig es ist, Dokumente über die letzten Wohnorte der jüdischen Mitmenschen zu finden, weil so viele Dokumente vernichtet wurden. Vielleicht beantwortet das ja auch einen Teil der Frage.


    Gruß

    vom Anhalter

    Moin allerseits,


    vielleicht ein kleiner Beitrag, der wenigstens einen Teil der Ausgangsfrage beantwortet.


    Da mein Vater beinamputiert war, konnte er nach seinem Abitur 1938 nicht wie seine Mitabiturienten zur Wehrmacht eingezogen werden, sondern musste einen 18-monatigen "Ausgleichsdienst" leisten, der ungefähr dem Zivildienst vergleichbar ist. Seine Aufgabe bestand darin, [Zitat] "Kirchenbücher zu verkarten" [Zitat Ende]. Das bedeutet, dass er die Einträge aus Kirchenbüchern auf Karteikarten übertragen musste. Dazu musste er u.a. auch Schreibmaschine schreiben lernen. Nun sind in Kirchenbüchern ja nur Geburten, Heiraten und Sterbefälle von Angehörigen der christlichen Kirchen erfasst und Juden nur dann, wenn sie konvertierten oder gemischte Ehen eingingen. Ob mein Vater auch Listen von jüdischen Mitbürgern auf Karteikarten übertragen musste, ist mir nicht bekannt.

    Vater erzählte, dass dieses Übertragen von Kirchenbüchern auf Karteikarten im ganzen Reich stattfand. Von daher stimmt der Beitrag von Papa nur insofern, dass Geburtsurkunden erst auf Anfrage aufgrund der Kirchenbücher/Karteikarten erstellt und dann dem Antragsteller ausgehändigt wurden:

    Bei Ämtern gibt es ja keine Karteischränke, wo alle Gebursturkunden drinliegen.

    Schlussfolgerung: Karteikarten gab es mindestens ab 1938 in den Ämtern.


    Sonntägliche Grüße

    vom Anhalter

    Hallo Charlotte,


    das gab es alles. Google mal "NATO-Russland-Rat". Oder lies Dir den Wiki-Artikel dazu durch. Es gab sogar mal Überlegungen in den 90-ern, Russland in die NATO aufzunehmen. Das ganze wertvolle Porzellan, das zu Gortbatschows (und mit Einschränkung auch Jelzins) Zeiten aufgebaut wurde, wurde von Putin zerschlagen. Nicht erst mit der Besetzung der Krim, sondern bereits vorher mit Tschetschenien und Georgien.


    Gruß

    vom Anhalter


    Nachtrag:

    Im Jahr 1990 hat Deutschland sogar (die damals noch) Sowjetunion mit einem 5-Milliarden-DM-Kredit unterstützt:

    https://www.chronik-der-mauer.…-sowjetunion-22-juni-1990

    Ich wüsste gerne mal, ob der jemals zurück gezahlt wurde.

    Hallo Georg,


    ich nehme die Drohungen aus Russland durchaus ernst, ein russisches Reich "Von Vladiwostock bis nach Lissabon" zu errichten, wie Lawrow und Medwedew es gefordert haben. Damit haben beide ihren Krieg gegen die Ukraine als Angriffskrieg entlarvt, der schlichtweg völkerrechtswidrig ist. Und diese Botschaft ist auch bei den Politikern angekommen.

    Das eigentliche Hindernis ist derzeit die Produktionskapazität des Westens, da die NATO-Planer nie mit einem Krieg mit einem gleichrangigen Konkurrenten gerechnet haben


    Dieses Zitat führt alle Argumentationen vonseiten Russlands ad absurdum. Genau! Die NATO-Staaten haben ihre Waffenproduktion weit zurückgefahren, weil sie eben keinen Krieg mit Russland planen und planten. Die NATO ist eine Verteidigungsgemeinschaft. Und dass Russland hier als "Konkurrent" bezeichnet wird, anstatt dass es als Partner gesehen werden möchte, lässt tief blicken.

    Warum also fühlt Putin sich so bedroht? Sein Narzissmuss? Sein Alter? Sein faschistisches Machtstreben? Oder geht es ihm darum, den Blick von seinem katastrophalen Versagen in der russischen Wirtschaftspolitik abzulenken? Das beleuchtet Dein Artikel leider nicht.

    Jedenfalls brauchen wir hier in Deutschland kein neues faschistisches System. Weder intern von der AFD inszeniert noch extern von Russland durch Krieg hier eingetragen - oder eine Mischung aus beidem.


    Es mussten zu viele Menschen in Europa sterben, bevor Deutschland zu einem demokratischen Staat werden konnte. Wenigstens diesen Millionen von Toten sollten wir unseren Respekt erweisen, indem wir unsere demokratischen Grundwerte hochhalten.


    Denk mal drüber nach.

    Gruß

    vom Anhalter

    Hallo Guido,


    tolle Arbeit! Da sieht man mal, wozu eine Pandemie gut sein kann.


    Nimmst Du eine freundlich gemeinte Korrektur an? Auf Seite 67 ist in der Überschrift ein Tippfehler. Du schreibst "Blockhuchting", gemeint ist aber "Brokhuchting". "Brok" oder "Brook" heißt Plattdeutsch "Bruch".

    Versteh das bitte als Unterstützung Deiner vielen Arbeit, die Du investiert hast.


    Anerkennende Grüße

    vom Anhalter

    Hallo OneOpa,


    unter dem von mir verlinkten Video gibt es einen herrlich ironischen Kommentar, der möglicherweise Deine Fragen beantwortet:


    Zitat von bhays05: "We now know that the Russian army is the second best army in Russia",

    auf Deutsch übersetzt: "Jetzt wissen wir, dass die Russische Armee die zweitbeste Armee in Russland ist.".


    Die treibende Kraft bei Putin dürfte Angst sein - bewusst oder unbewusst.


    Gruß

    vom Anhalter

    Hallo allerseits,


    ich hatte vor längerer Zeit mal versprochen, im Sinne der Meinungsvielfalt hier ab und zu Nachrichtenbeiträge aus den USA einzustreuen, wenn ich etwas bemerkenswert finde. Das heißt nicht, dass das meine Meinung wiederspiegelt, sondern lediglich, dass es etwas Bemerkenswertes gibt, das hier die Diskussion bereichern soll.

    Hier ein etwa 10-minütiger Beitrag von gestern Abend (26.6.), bei dem neben einem Korrespondenten des Senders, der gerade in Kiew weilt, auch der ehemalige US-Botschafter in der Ukraine ihre Einschätzungen abgeben (auf Englisch). Richtig interessant wird es ab Minute 9:03, wo darüber berichtet wird, dass Prigoschin eine Videobotschaft veröffentlicht hat, in der er die Prämisse für den Krieg, nämlich die "Befreiung der Ukraine vom Faschismus" als "Lüge" (Engl. "Lie") bezeichnet. Dazu gehört Mut!

    Für diejenigen, die des Englischen nicht so mächtig sind, seien die Untertitel empfohlen.

    https://www.youtube.com/watch?v=FrflFCYDKCc


    Bin auf Eure Reaktionen gespannt.


    Gruß

    vom Anhalter

    Moin allerseits,


    gestern ist nun endlich das geschehen, was ich hier schon lange fordere: Der internationale Strafgerichtshof hat Haftbefehl gegen Putin erlassen. Zunächst erst mal "nur" wegen der Entführung Minderjähriger, aber es wurden noch weitere Haftbefehle wegen anderer Kriegsverbrechen angekündigt. Das ist sicherlich noch nicht die ultimative Lösung, aber ein Hoffnungsschimmer.

    Mehr dazu hier: https://www.tagesschau.de/ausl…strafgerichtshof-101.html


    Gruß

    vom Anhalter

    Hallo Willy,


    danke für Deine ausführlich Antwort. Es bleibt die Frage, welche Alternativen wir haben.


    Scholz sprach heute morgen auf der Münchner Sicherheitskonferenz von einer "Balance zwischen bestmöglicher Unterstützung der Ukraine und der Vermeidung einer ungewollten Eskalation.".

    (Ab Minute 4:42 https://www.youtube.com/watch?v=jBR0PMMGtuU)


    Man versetze sich mal in die Lage Putins, wenn er das hört. Ist doch niedlich, oder?


    Gruß

    vom Anhalter

    Hallo August-Dieter und Hallo Dibo-Dieter,


    ja und nein, also Jain.

    Den Vergleich mit dem Marshallplan finde ich auch etwas hinkend, denn das war eine Finanzspritze nach dem Krieg, um ein am Boden liegendes Land (und auch andere!) wieder aufzubauen. Andererseits ist klar, dass wir während des Krieges Geld in die Hand nehmen müssen, um die Ukraine zu unterstützen, denn meiner Meinung nach hat Putin die Ukraine nur als "Durchmarschgebiet" betrachtet, um seinen eigentlichen Gegner, nämlich Deutschland, anzugreifen. Das bringt die Ukraine in die unschöne Rolle eines Bollwerkes. Und ja, da müssen wir Geld in die Hand nehmen. Die Frage ist nur, wofür? Haben wir nicht bessere Alternativen?


    Ich bin kein großer Fan von Sigmund Freud, aber in einer seiner Forschungsfragen gebe ich ihm Recht: Das sind seine Arbeiten zum Thema "Lust am Töten". Er hat unter dem Eindruck des Todes seiner beiden Söhne im 1. Weltkrieg mehrere Forschungsarbeiten zu der Frage veröffentlicht. Hier ein Zitat:


    "Das gern verleugnete Stück Wirklichkeit hinter alledem ist, daß der Mensch nicht ein sanftes, liebesbedürftiges Wesen ist, das sich höchstens, wenn angegriffen, auch zu verteidigen vermag, sondern daß er zu seinen Triebbegabungen auch einen mächtigen Anteil von Aggressionsneigung rechnen darf. Infolgedessen ist ihm der Nächste nicht nur möglicher Helfer und Sexualobjekt, sondern auch eine Versuchung, seine Aggression an ihm zu befriedigen, seine Arbeitskraft ohne Entschädigung auszunützen, ihn ohne seine Einwilligung sexuell zu gebrauchen, sich in den Besitz seiner Habe zu setzen, ihn zu demütigen, ihm Schmerzen zu bereiten, zu martern und zu töten. Homo homini lupus.“

    Sigmund Freud (1930), Das Unbehagen in der Kultur


    Mir sind 52 Mrd. Euro (Stand 20. Nov. 2022 lt. Uni Kiel, siehe oben) einfach zu viel Geld, um den sexuellen Aberrationen des Herrn Putin und seinen Vasallen zu begegnen. Der Mann gehört in eine angemessene Psychotherapie. Wir haben viel größere Probleme zu lösen als Herrn Putins Tötungssehnsüchte.

    Für 52 Mrd. € könnte man viele neue Schulen bauen und alte sanieren, Autobahnbrücken und andere Infrastrukturen sanieren, die Deiche an den Küsten verstärken zum Schutz vor dem Anstieg des Meeresspiegels und so weiter. Stattdessen wird die Ukraine gerade zu einem Fass ohne Boden. Nicht nur, was Waffenlieferungen angeht, sondern auch der Wiederaufbau nach Kriegsende. Sind wir eigentlich nicht klüger? Haben wir aus unserer Geschichte nichts gelernt?

    Abgesehen vom Geld kostet dieser Krieg einfach auch zu viele wertvolle Menschenleben.


    Gruß

    vom Anhalter

    Hallo Dieter,


    nein, das war keine rhetorische Frage. Entschuldige bitte, dass der Eindruck entstanden ist.

    Ich habe in den letzten Tagen eine ganze Menge Zeitungsartikel durchgelesen zu der Frage. Es gibt viele technische Informationen darin, aber wenn es ums Bezahlen geht, hören die Artikel auf. Deshalb habe ich die Frage hier eingestellt in der Hoffnung, dass jemand bessere Informationen hat als ich.


    Gruß

    vom Anhalter

    Moin allerseits,


    mich würde mal interessieren, wer die Waffenlieferungen bezahlt, z.B. die Leos, die jetzt von Deutschland an die Ukraine geliefert werden. Bezahlt die Ukraine die Panzer? Oder zahlen wir Steuerzahler? Oder hat die Ukraine als zerstörtes Land nachher Unsummen an Schulden bei uns?

    Was meint Ihr?


    Gruß

    vom Anhalter

    Hallo Heinz,


    Blei ist zwar nicht magnetisch, aber wenn es von einer Eisenschicht ummantelt ist, dann kann diese von einem Magneten angezogen werden. Außerdem widersprach sich Kristina in ihren Posts: zuerst war's ganz furchtbar magnetisch, dann wieder nicht (Post #26). Das Dilemma ist, dass sie offenkundig die Außenhülle verletzt hat, sodass etwas Silbernes zum Vorschein kam. Was auch immer das ist ...

    Daraus irgendetwas ableiten zu wollen, ist nicht so ganz einfach.


    Ich würde es einfach mal einem Fachmenschen zeigen. Am besten persönlich. Und am besten bald.


    Besser?


    Gruß

    vom Anhalter

    Hallo allerseits,


    danke Stefan, dass Du so nachdrücklich darauf hinweist, dass Kristina den Tipps nachgehen sollte.


    Sollte diese Kugel beispielsweise reines Blei enthalten, dann möchte man die vielleicht gar nicht so gerne im Hause aufbewahren oder gar in den Händen halten. Deshalb ist es dringend geraten, mal ein paar Fachleute zu fragen, um eventuelle Gefahren auszuschließen.

    Ich will hier keine Panikmache verbreiten. Aber ein Ausschluss von Gefahren kann auch nicht schaden.


    Gruß

    vom Anhalter

    N'Abend allerseits,


    solche Ritzereien sind doch nichts Ungewöhnliches. Das haben wir als Jugendliche auch gemacht, wenn wir Langeweile hatten und ein Messer zur Hand.

    Das wurde sogar in dem Volkslied "Am Brunnen vor dem Tore" besungen:


    "Am Brunnen vor dem Tore da steht ein Lindenbaum,

    ich träumt in seinem Schatten so manchen süßen Traum.

    Ich schnitt in seine Rinde so manches liebe Wort.

    Es zog in Freud und Leide zu ihm mich immerfort,

    zu ihm mich immerfort." [Zitat Ende]


    Kristina, kommst Du dort noch mal hin? Dann mach doch mal ein Foto von der Streu unterhalb des Baumes. Vor allem die Blattform und die Früchte sind interessant. Dann kann man auch sicher bestimmen, um was für einen Baum es sich handelt. Leider haben die trockenen Sommer in den vergangenen Jahren an vielen Bäumen ungewohnte Schadbilder hinterlassen, z.B. das Aufreissen der Borke bei sonst glatten Baumarten.


    Es könnte sich um eine Silberlinde handeln, aber eine der Buchenarten würde ich auch nicht ausschließen: https://www.baumkunde.de/Tilia_tomentosa/


    Gruß

    vom Anhalter

    Hallo Willi,


    es könnte schwierig werden, noch Zeitzeugen zu finden.


    Hier ein Zitat aus der NWZ von 2017, das Dir vielleicht weiter hilft:


    "In seinem ersten Kriegsjahr arbeitete der damals 25-Jährige als Bordmechaniker bei den Junkers-Werken in Bernburg. Dort war er auch an der Endmontage der Teile für die Ju 52 beteiligt. „Wir haben das Flugzeug fertig gemacht“, erinnert er sich. Das hieß beispielsweise auch die Sitze einzubauen.

    Nachmittags hieß es dann: technischer Zeichenunterricht. Dort lernte der junge Mann alles über den Aufbau und die Funktionsweise der Flugzeugmotoren. Am Ende seiner Ausbildung erhielt er das Bordmechaniker-Abzeichen."

    Quelle: https://www.nwzonline.de/kultu…nt_a_31,2,3658717725.html


    Gruß

    vom Anhalter