Posts by AnhalterddGeschichte

    Hallo Geogod,


    kennst Du auch den Link von Mr. Richards zu den Fieseler Werken? Wenn Du zu "Fieseler Werke #3" runterscrallst, sind da 2 Fotos, die Dir eventuell bei Deiner Frage bezüglich der Tarnnetze weiterhelfen könnten.

    https://www.qsl.net/w/wd4ngb/fieseler%20werke.htm

    Ob da tatsächlich Flakstellungen zu sehen sind, kann ich nicht einschätzen.


    Was mich an Eurem Auftrag wundert, ist, dass da keine Beprobungen beauftragt sind. Führt Ihr keine Beprobung durch? Nach den ganzen Bombenkratern zu urteilen, dürfte da doch so einiges im Boden/Grundwasser zu finden sein, was da nicht hingehört, oder? Ohne Labor würde ich da kein Gutachten schreiben wollen.


    Gutes Gelingen!

    Anhalter

    Hallo allerseits,


    ich bin mir gerade nicht sicher, ob ich gegen Forenregeln verstoße. Deshalb bitte ich die Moderatoren eventuell um Löschung.


    Ist eigentlich bekannt, dass der Tessin komplett online ist? Es scheint sich um eine russische Seite zu handeln und sie enthält ein Impressum, soweit ich als Nicht-Russischsprachler es erkennen kann. Die ausführlichen Titel der einzelnen Bände sind auf Deutsch. (Etwas runterscrallen!)


    Link gelöscht...Huba


    Ich habe keine Rechte an der verlinkten Seite, wäre aber froh gewesen, wenn ich von ihr Kenntnis gehabt hätte. Das hätte mir so manchen mühsamen Weg in die Uni-Bibliothek erspart. Vielleicht geht es anderen ja auch so.


    Grüße

    vom Anhalter

    N'Abend allerseits,


    ich würde gerne mal versuchen, die aufgeheizte Stimmung ein wenig zu versachlichen und dadurch wieder runterzufahren. Ob mir dieser Versuch gelingt, werden wir sehen.

    Wie Ihr seht, dreht sich diese Diskussion immer wieder im Kreis. Warum? Ihr habt kein Ziel festgelegt, mit dem Ihr begründet, warum Ihr diese Diskussion führen wollt. Ein Ziel könnte tatsächlich eine echte Aufarbeitung des Vergangenen sein. Das wird aber solange nicht gelingen, solange die falschen Fragen gestellt werden.

    Thomas hat als einziger eine Frage gestellt, die zielführend sein könnte, nämlich: "Sind wir lernfähig?". Ich erlaube mir mal, die Frage zu ergänzen: "Haben wir etwas aus dem Holocaust gelernt? Und falls ja, was?".

    Wir sind die Generationen, die über die meisten Informationen über den Holocaust verfügen. Aber was machen wir daraus? Wie man hier in diesem Thread im Kleinen das sehen kann, was man auch im Großen in der ganzen Gesellschaft beobachten kann, sind wir keinen Schritt weiter. Die Diskussionen drehen sich im Kreis, man verhakelt sich in kleinen Details, kreist um die Frage, wer wie viel gewusst hat/gewusst haben müsste - aber bringt das was? Ganz klar: Nein.

    Meine Frage für diese Diskussion wäre in die Zukunft gerichtet: "Was lerne ich aus der Vergangenheit, das mir hilt zu verhindern, das etwas so Entsetzliches jemals wieder passiert? Welches Handwerkszeug hat man mir mitgegeben, um das verhindern zu können?".

    Mich hat schon in meiner Schulzeit im Geschichte-Leistungskurs die Frage nicht losgelassen, wie es dazu überhaupt kommen konnte. Wie kann ein Volk, das das Zeitalter der Aufklärung hinter sich hatte, das große Philosophen wie Kant und Nitzsche hervorgebracht hatte, kollektiv so unmenschlich werden?

    Mir haben 3 Bücher weitergeholfen, die ich hier gerne als Hilfestellung empfehlen möchte. Alle vom 1923 geborenen Psychoanalytiker Horst-Eberhard Richter geschrieben, der sich sehr mit der Thematik befasst hat. Alle 3 Bücher sind zumindest noch bei Amazon erhältlich, auch wenn ich nur äußerst ungern auf einen Buchversand hinweise.


    Das erste Buch heißt "Die Gruppe". Es beschreibt gruppendynamische Prozesse, die sowohl in der Kleingruppe gelten als auch auf eine ganze Gesellschaft übertragbar sind. Solche Prozesse können "Gesund" und zum Wohle der ganzen Gruppe verlaufen, also positiv, solche Prozesse können aber auch ins Negative abgleiten, indem sich einer die Meinungshoheit ergattert und damit die Macht an sich reißt und dann die Gruppe dann in eine Richtung führt, die der Gruppe nicht mehr ermöglicht, gemeinsame Ziele festzulegen. Ich schrieb oben, dass dieser Diskussion ein Ziel bzw. eine Absicht fehlt, im Sinne von "Was wollen wir mit dieser Diskussion erreichen?". Deshalb läuft hier ein gruppendynamischer Prozess ab, der der Diskussion eher nicht zuträglich ist.


    Das zweite Buch heißt "Wer nicht leiden will, muss hassen". Es erklärt, wie in einem Einzelindividuum, das aus einer für es unlösbaren Situation, zuerst Schuldzuweisungen gegenüber anderen entstehen und dann Hass. Wenn mehrere solcher Einzelindividuen sich zusammenrotten und daraus eine vermeintliche Stärke entsteht, die es erlaubt, sich aus der Ohnmacht zu befreien, dann können solche Gruppen ausgeprägte Agressionen auf andere Gesellschaftgruppen ausüben. Ist dann ein gemeinsamer Feind ausgemacht, wie beispielsweise bei Hitler das sogenannte "Internationale Finanzjudentum" [Zitat], dann konzentriert sich der gesamte Hass auf diese Gruppe. Sehr lesenswert.


    Und das beste der drei Bücher "Vom Umgang mit Angst", welches zum einen das Vorhergesagte zusammenfasst, aber auch anschaulich erklärt, wie die eigene unbewältigte Angst zu Triebfeder werden kann, um Macht über andere zu erlangen, indem man sie in einen Zustand der Dauerangst versetzt. Richter erläutert das an vielen Beispielen aus der Nazizeit. Er zeigt aber auch auf, wie man sich daraus befreien kann. Eines meiner Lieblingsbücher, das mir wieder aktueller zu sein scheint denn je.


    Diese 3 Bücher könnten ein Schlüssel sein, um den Holocaust zu verstehen und eine wirkliche Aufarbeitung zu ermöglichen, die unsere Gesellschaft vor zukünftigen Entgleisungen schützt. Ein Allheilmittel sind sie selbverständlich nicht.


    Mein Tipp: Einigt Euch erst mal über ein Ziel, warum Ihr diese Diskussion führen wollt. Vielleicht geht's dann besser.


    Gruß

    Anhalter

    Lieber Thilo,


    hab sehr, sehr herzlichen Dank für die anschauliche Erklärung und die Mühe. Bei Dir kann man ja echt was lernen!

    Eine Frage habe ich noch: Kamen diese Bomben nur in Deutschland zum Einsatz nach dem Prinzip "Verbrannte Erde" oder wurden sie auch gegen die Kriegsgegner eingesetzt?


    Lieber Karl, da ich diese Hinweise im maparchive unter dem Stichwort "Luftwaffe" gefunden habe, habe ich genau wie Du nach der Lösung in der Luft gesucht. So leicht kann man sich in die Irre leiten lassen ...!


    Einen schönen Abend noch

    Anhalter

    Guten Abend allerseits,


    im maparchiv fand ich folgenden Eintrag:

    "February 3, 1944 – 4406/52 Photoprint of a cover letter concerning report BM 1,000 f, and pertaining to an experimental test at the Experimental Station at Travemünde on the magnetic bomb “Sommerballon.”

    Es gibt auch noch mehrere Dokumente zum Bombentyp "Winterballon". Weiß jemand etwas über diese beiden Bombentypen? Was hat man sich unter einer "Magnetischen Bombe" vorzustellen?

    Neugierige Grüße

    Anhalter

    Hallo zusammen,

    Bei meinem aktuellen Projekt ist das sehr schwer, weil aus der Zeit Ende April/Mai 1945 im Bereich des rechten Flügels der Heeresgruppe "Mitte" kaum offizielle Dokumente die Kapitulation überstanden haben...


    Beste Grüsse

    Ingo

    Hallo Ingo,


    zufällig lese ich gerade in dem russisch-deutschen Archiv, wie sehr der "Führer" sich über den schwach besetzten rechten Flügel der Heeresgruppe Mitte aufgeregt hat. Kennst Du diese handschriftlichen Notizen schon? (Seite 132/133 ff.)

    http://wwii.germandocsinrussia…e/132/mode/inspect/zoom/4


    Wenn's nicht so traurig wäre, könnte man diese Akte 237 für eine sehr gut gemachte Satire halten. Der wollte ja tatsächlich U-Boote zur Verteidigung des Kurlandes einsetzen ... Mir fehlen dafür die Worte. (S.129)

    Stöbere mal ein bisschen. Vielleicht findest Du das Ein oder Andere.


    Viele Grüße

    Der Anhalter ddG

    Lieber August-Dieter,


    danke für Deine tröstendenden und aufbauenden Worte.

    Ich habe dort nur amtliche Dokumente hingeschickt und den einen Feldpostbrief, aus dem hervorgeht, dass mein Großvater Kommandeur der 4./434 wurde. Das Dilemma daran ist, dass das alles in Sütterlin geschrieben ist. Ich habe zwar die Transkripte bzw. Erläuterungen zu den Dokumenten mitgesendet, aber das richtig zuzuordnen mag für Fremde schwierig sein, zumal, wenn sie die Schrift nicht lesen können.

    Andere Dilemmata sind, dass mein Großvater als Flakkommandeur nicht verhindern konnte, dass seine eigene Wohnung mit den darin befindlichen Dokumenten zerbombt wurde und dass am Ende mit ihm zusammen auch noch sein Soldbuch verschwunden ist. Ich würde sonstwas dafür geben, wenn ich dieses verdammte Soldbuch hätte! Die WASt hat witzigerweise fast auch nur die Unterlagen, die meine Mutter Anfang der 50-er Jahre eingereicht hat und die mir auch vorliegen. Die Suche geht also weiter.


    Aber Dein Hinweis ist wichtig, dass wir alle nur Ergänzungen an die Offiziersliste schicken sollten, die wir wirklich nachweisen können. Das auch als Hinweis für alle Neulinge! Wenn Ihr Ergänzungen oder Korrekturen hinschickt, bitte Beweise mitsenden!


    Viele Grüße

    vom Anhalter

    Hallo Ihr beiden,


    ja, wobei ich schon sagen muss, dass ich ein wenig enttäuscht bin. Ich habe denen so viel Material über meinen Großvater geschickt, soweit vorhanden auch zu dessen militärischem Werdegang, und dann übernehmen die nur sein Geburtsdatum, seinen Doktortitel und falsche Vornamen. Für solch ein mageres Ergebnis habe ich mir die ganze Arbeit nicht gemacht. Schade.


    Gruß

    vom Anhalter

    Hallo Inti,


    zu Deiner letzten Frage, warum die WASt nicht mehr Informationen hat: Das könnte damit zusammenhängen, dass der Luftschutzwarndienst zu den zivilen Behörden gehörte und nicht zur Wehrmacht. Mein Großvater war von 1938 bis 1941 auch beim LSW und aus dieser Zeit hat die WASt über ihn auch nichts vorliegen.

    Lies Dir nochmal die ersten 2 Absätze des bereits verlinkten Artikels genau durch. Ich vermute, dass das der Schlüssel zu Deiner Frage ist. http://download.gsb.bund.de/BB…zwarndienst_S_298_321.pdf


    Magst Du die Nummer der Erkennungsmarke hier einstellen? Vielleicht hilft die weiter.


    Gruß

    Anhalter durch die Geschichte

    Hallo Fred,


    hab herzlichen Dank für die Erläuterungen. Für mich bedeuten sie wieder einen Puzzlestein mehr.

    Meinst Du mit der "Prinz Eugen" das Schlachtschiff?

    Ich weiß halt nur aus besagtem Feldpostbrief, dass mein Großvater im Sommer '44 an der LNS Halle stationiert war, vermutlich als Ausbilder der LN-Truppe. Was er dort genau gemacht hat, weiß ich leider nicht. Schade!


    Dankende Grüße

    vom Anhalter

    Lieber Uwe,


    Deine Frage lässt sich so pauschal nicht beantworten. Zum großen Teil ist "Die Weserlinie" sehr detailreich, wo einzelne Kampfverbände mit genauer Uhrzeit und Standort benannt sind. Hier scheint der Autor genaue Archivvorlagen und Augenzeugenberichte gehabt zu haben. An anderen Stellen, insbesondere in den letzten Kriegstagen, lässt die Genauigkeit ein wenig nach, was sicherlich der damaligen Situation geschuldet ist.

    Vorschlag: Leih Dir das Buch doch in einer Bibliothek Deines Vertrauens per Fernleihe aus und verschaffe Dir erst mal einen eigenen Eindruck. Danach kannst Du es dann ja bei Herrn Kleinebenne bestellen.


    Suchst Du nach einer bestimmten Einheit? Wenn es nicht allzu zeitaufwändig wird, gucke ich gerne für Dich nach.


    Gruß

    vom Anhalter

    Guten Morgen Daniel,


    ich schließe mich Dianas Frage mal an:

    Taucht in Deinen Unterlagen ein Major Viktor Lüdicke auf? Ich habe keine genauen Daten, aber er muss mindestens in der Zeit von Juni bis August 1944 in Halle gewesen sein. Den Feldpostbrief mit der Adresse hatten wir an anderer Stelle bereits.


    Über Infos würde ich mich sehr freuen.

    Gruß

    Anhalter ddG

    Lieber Dirk,


    hab herzlichen Dank für den Tipp.

    Soll ich Deinen vorherigen Post mit dem einzigen Bruder von Herrn Otto Ulrich auch noch übersetzen? Ich meine, der wäre selbsterklärend. Oder?


    Viele Grüße

    Anhalter