Posts by RolandP

    Hallo zusammen,



    zufällig gefunden, wenn denn mal Draht Mangelware war...;)


    Herzliche Grüße Roland



    Der Höhere SS- und Polizeiführer Russland-Süd und für die Ukraine – Der Befehlshaber der Ordnungspolizei – Ia – 50 30 – Kiew, den 3.August 1943



    Betr.: Sicherung von Stützpunkten usw.



    1.) Der Mangel an Stacheldraht und geeignetem Material zum Ausbau von Drahtverhauen wird in vielen Fällen die Sicherung von Kampfanlagen und Stützpunkten durch Behelfsmaßnahmen erfordern. Eine derartige gute Behelfsmaßnahme bildet die Anlage von „Knackverhauen“.



    2.) Knackverhaue bestehen aus angespitzten Pfählen und dazwischen ausgebreitetem dürren Holz, Ästen usw., das beim Durchschreiten bezw. Durchkriechen durch Brechen genügend Geräusche verursacht, um den Posten zu warnen.



    3.) Knackverhaue sind anzulegen in einer Entfernung von mindestens 40 m (Handgranatenwurfweite) von der zu sichernden Kampfanlage. Tiefe des Verhaus 15 – 20 m.



    4.) Der Knackverhau wird abgesteckt. Pfähle in Stärken von 5 – 10 cm Durchmesser und Höhen bis zu 50 cm werden beiderseits angespitzt und in unregelmäßigen Abständen fest in den Boden gerammt. Damit die obere Spitze beim Einschlagen nicht beschädigt wird, ist eine behelfsmäßig herzustellenden Holzkappe aufzusetzen. Für den qm 5 – 6 Pfähle. Das Hinlegen des Feindes muss unmöglich sein. Dürres Holz, insbesondere trockenes Astwerk, wird zwischen den Pfählen lose auf den Boden ausgebreitet bis zu einer Höhe von 15 – 20 cm.



    5.) Zur Verstärkung der Sicherungswirkung können Stolperdrähte, Drahtschlingen und versteckte Ladungen eingebraut werden.


    ...


    (Bestand 500 Findbuch 12493 Akte 41 Unterlagen BdO für die Ukraine, Bl. 238)

    Hallo Dieter,



    Aufstellung des I. Btl zum 21.4.43 aus I./SS-Pol.Rgt 21 (PB 32), das II. und III. Btl zum 14.5.43.

    HStO des Regimentes war Nürnberg.

    Einsatz zur Partisanenbekämpfung im Bezirk Bialystock, WK I. (Kannapin)


    Über die Auflösung des Pol.Btl. 21 - vermutlich Ende 1940 - liegen mir bisher keine Angaben vor.


    Herzliche Grüße Dein Roland

    Hallo Peter,



    vielen Dank für die Hinweis,



    Die Polizei-Frontbuchhandlungen



    Die Frontbuchhandlung ist eine Einrichtung, die dazu dient, die im besetzten Gebiet befindlichen Einheiten der Wehrmacht, der Polizei, der Waffen-SS und der Organisation Todt mit Lesestoff zu versorgen…


    Für die Polizei-Frontbuchhandlungen besteht noch die besondere Aufgabe, neben der Vermittlung von unterhaltendem, berufskundlichem und weltanschaulichem Material an die im auswärtigen Einsatz befindlichen Männer der Polizei, die für die Ausbildung und für die Wahrnehmung des Dienstes polizeifachlichen Bücher heranzubringen … neben Grimm, „Volk ohne Raum“ und Zöberlein, „Glaube an Deutschland“ auch das Polizeiverwaltungsgesetz, das StGB und das BGB u.a.m….


    Die Frontbuchhandlung ist keine Mietbücherei und kein Antiquariat, wo etwa die durch den Opfersinn der Heimat gespendete Bücher zum Ausleihen bzw. zum Verkauf gelangen. Es werden hier lediglich neuwertige Bücher verkauft, und zwar in gleicher Aufmachung und zum gleichen Preise, wie sie jede Buchhandlung im Reich vertreibt.



    Die Deutsche Polizei unterhält zur Zeit zwei Frontbuchhandlungen. Diese sind als fahrbare Buchhandlungen umgebaute Omnibusse, die den außerhalb der Reichsgrenzen und in den neuerworbenen Reichsgebieten befindliche Einheiten der Ordnungspolizei, der Sicherheitspolizei, der Waffen-SS und des Zollgrenzschutzes das beste Schrifttum auf politischem, unterhaltendem und polizeifachlichem Gebiet vermitteln soll.


    Die Unterhaltung der Wagen, die Versorgung mit Brennstoff und die Stellung und Unterhaltung der Fahrer und Buchhändler – letztere sind einberufene Reservisten, geschieht durch den Chef der Ordnungspolizei.


    Für beide Wagen sind je ein Fahrer und je ein Buchhändler eingesetzt, während ein dritter Buchhändler in der Zentrale der Frontbuchhandlungen, die gleichzeitig auch Leitstelle aller übrigen Frontbuchhandlungen ist, die Wagen buchhändlerisch zu betreuen hat.


    Ebenso wird im Einvernehmen mit der Zentrale der Frontbuchhandlungen in Berlin der Einsatz der Wagen vom Chef der Ordnungspolizei geregelt. Die Zentrale der Frontbuchhandlungen hat die Bewirtschaftung der Wagen in buchhändlerischer Hinsicht übernommen. Sie stattet die Wagen mit Büchern aus, regelt den Nachschub der Bücher und sorgt für einen einwandfreien Buchverkauf und für eine ordnungsmäßige Kassenführung.



    Die Wagen sind bisher in folgenden Gebieten zum Einsatz gelangt: Generalgouvernement, Regierungsbezirk Zichenau, Warthegau, Reichsgau Danzig-Westpreußen, Protektorat, Niederlande, Luxemburg und Lothringen….


    Da beide Wagen mit einer Rundfunkanlage und mit einem Schmaltonfilmgerät ausgerüstet sind, wurde das Vorführen eines Filmes oder einer neuen Schallplatte oder Rundfunkdarbietungen besonders bei den abseits liegenden Einheiten stets mit größtem Beifall begrüßt…


    Neben der immer wieder stark bevorzugten Literatur aus dem Weltkriege und aus dem gegenwärtigen Krieg war die Nachfrage nach folgenden Gruppen besonders groß: Kolonialliteratur, gute Frauenbücher, Geschichte, Weltanschauung und polizeiliche Werke, z.B. „Straßenverkehrsrecht“, „Waffentechnischer Leitfaden der Polizei“, Gesetzbücher usw. …


    „Seit dem 4.März 1941 sind wir mit unserem Wagen im Einsatz. Die Erfolge sind zufriedenstellend und bedingen, dass wir auf schnellstem Wege unsere Buchbestände auffrischen müssen“…


    Richard Palm, Rottwachtmeister d.SchP. der Res. und Polizei-Frontbuchhändler


    Aus: Die Deutsche Polizei, 9.Jahrgang Berlin, den 1.November 1941 Nr. 21 S. 381


    Sowie


    Aus: Die Deutsche Polizei, 12.Jahrgang Berlin, den 15.Mai 1944 Ausgabe Ordnungspolizei Nr. 9/10 S. 128, lediglich eine Seite mit Aufnahmen „aus einer Balkanstadt“ ohne weitere Angaben



    Herzliche Grüße Dein Roland

    Hallo Diana, Hallo Frank,


    vermutlich n i c h t Günther Neubert...


    „… From his interrogation report on 29. 4. 1947:

    - education: Reform-Realgymnasium, Friedrichswerder Hochrealschule (Berlin); finished it in 1931
    - joined Sipo Berlin on 5. 10. 32
    - after finishing Pol. Schule Brandenburg-Havel, he was posted to Berlin as supervisior of Bereitschaftsdienst
    - after Bereitschaftsdienst was incorporated in WH, he returned in April 36 to Sipo district Charlottenburg, Sipo command Berlin-West
    - Summer 36 he was transferred to Berufspolizeischule Berlin; ended it in Spring 37
    - in April 47 (sollte 37 sein) sent to Offizers' candidates school in Hamburg
    - then sent to 7. candidate course for officers, Security Police Officers School (Berlin-Köpenick), finished in Summer 38 and promoted to Lt. d. Sch.
    - sent to Essen as Zugführer & Teacher for police science, traffic, general police law, penal law, and air defence
    - in Autumn 38 became Deputy, chief of Air defence at Schutzpolizeiabschnittskommando II Essen
    - 10/38, Zugführer, Kp. in city of Essen, under command of Maj. d. Sch.Pol. Willing; sent to Sudeten, where they were guarding Tatra-Werke Nesseldorf and roads
    - 12/38 returned to Essen's police school
    - 3/39 as Zugführer in Essen's Schupo Kp., under command of Maj. Schaber, sent to Böhmen and Mähren [Moravia]; returned to his teacher position in late July 39
    - when the war began, he became Zugführer in Sipo-Kp., under command of Oberstlt. d. Sch.Pol. Schaber (latter was unit renamed as Pol.Btl. 62); joined 14. Armee and was tasked to guard roads, after 2-3 weeks he was sent to guard electrical and tin factory in Bjelica
    - Nov. 39 promoted to Oberlt. d. Schupo
    - March 40 returned to Essen, and then the Btl. left for France in Aug 40; he was Zugführer in 2. Kp. Btl. 62, responsible with guarding OT sites in Beauvais in Lorient.
    - Jan. 41 promoted to Hptm. d. Sch.
    - Autumn 41 moved to Köln for Kp.-Chef in newly-established Pol.Btl. 66 (CO: Maj. d. Schupo Esser)
    - in July 42 he was transferred to Kp.-Chef of 4./Pol.Btl. 62; he was guarding OT sites in Brijansk (Aug 41), Minsk
    - in March 43 the SS-Pol.Rgt. 28 was moved to Holland, he was Kp.-Chef 11./SS-Pol.Rgt. 28
    - in Summer 43 Rgt. was sent to Marseille
    - in Sept. 43 his III. Btl. was sent to border area of France-Italy, then to Modano, Udine
    - in Febr. 44 he became Deputy Btl. CO, I./SS-Pol.Rgt. 28, which was in Vichy
    - in end of Febr. 44 was Btl. sent to Marseille and was sent to Krainburg; Btl. arrived to Slovenia in early March
    - because he was arguing with NSDAP members (he was commanding supply transports and got hit all the time because of not enough security), he was placed under supervision in July 44, demoted to Kp.-Führer, expelled from Majors' course and was under Gestapo watch
    - in May 45 retreated with his Kp. to Kärnten, where he became POW
    - moved to Württemberg
    - he came volunteerly to Yugoslavia, was more then 8 months in Yugoslav custody in the time of interrogation


    Political life:
    - member of Schraderverband (when in Havel); disbanded by Nazis in 33
    - because he wasn't member of NSDAP when attending school in Hamburg (37), he was accepted to NSDAP as candidate on 1.5.37 (and on the same day joined also NSV) ...“

    http://forum.axishistory.com/viewtopic.php?f=38&t=222236



    Herzliche Grüße Euer Roland


    Hallo Daniel,


    vielen Dank für diese ausführlichen Angaben,


    demnach wurde aus dem

    Polizei-Wach-Bataillon II Litzmannnstadt

    Major d.SchP. Holtgraefe

    ...

    Rev.-Leutnant d.SchP. Zimmermann

    ...

    (Quelle: Kdo. d. SchuPo Litzmannstadt, Offiziersstellenbesetzung nach dem Stande vom 07.07.1943)


    das

    I./Polizei-Wach-Bataillon XXI,


    Batl.-Kommandeur: SS-Sturmbannführer und Major d.SchP. Theodor Holtgraefe (mind. vom 05.01.1943 – 07.08.1944)...?!


    Herzliche Grüße Dein Roland

    Hallo Frans,


    ein herzliches Willkommen hier im Forum


    Zum 1.März 1943 erfolgte die Umwandlung des SS-Erholungsheimes Lang-Soeren, Niederlande, in eine SS-Lazarettabteilung.

    (Hubert Fischer, Der deutsche Sanitätsdienst 1921 – 1945, Organisation, Dokumente und persönliche Erfahrungen, Band 3 Teil C Der Sanitätsdienst der Wehrmacht im 2.Weltkrieg (1939 – 1945, Biblio-Verlag, Osnabrück, 1984, Teil XIV Der Sanitätsdienst der Waffen-SS, S.2210)


    Herzliche Grüße Roland

    Hallo Daniel,



    vielen Dank,


    dann mal auch eben mein letzter „Nicht-Wissens“-Stand zum Polizei-Bataillon 31,



    Laut 28.09.1939 Schnellbrief des RFSS, O-Kdo. O (3) 1 Nr. 19/39, Berlin, 28.09.1939

    Betr.: Bezeichnung der Pol.-Bataillone,

    war das Polizei-Bataillon 31 „Neu“, mit


    1.Kompanie Standort Brandenburg


    2.Kompanie Standort Potsdam


    3.Kompanie Standort Frankfurt/Oder


    4.Kompanie Standort Cottbus


    Wie man sieht, eine Zusammenfassung von Kompanien verschiedener Polizei-Verwaltungen, ähnlich der „200er“-Bataillone im Protektorat…



    Das Pol.Btl. 31 befand sich spätestens ab dem 31.12.1939 und offenbar noch mindestens bis zum 4.9.1940 in Lodz.

    (Curilla, Polen, S. 114, Anm. 9 BA R 20/235 Bl. 97, 130, 141, 145, 149, KdSch Lodsch v. 2.1.1940 in BA D-H ZB 1112 sowie S. 2 und Verteiler des Protokolls der Kommandeursbesprechung vom 15.1.1940 beim BdO Posen BA R 70 Polen/201, Bl. 2)



    Der Kommandant der Schutzpolizei in Lodsch (Lodz) erlässt am 23.Januar 1940 einen Räumungsbefehl für jüdische Wohnungen

    Sonderbefehl des Kommandos der Schutzpolizei in Lodsch (S I a), gez. Keuck, an den Stellv. Polizeipräsidenten und Adjutanten, den Kommandeur und Vertreter, die Reviere der Schutzpolizei on Lodsch, das Abschnittskommando a 2, die Reviere O. v. O, die Bataillone 44 – 3 und 31 – 1, nachrichtlich an die Kriminalpolizei, die Abt. II und III., das Amt für Balteneinsatz und den Oberbürgermeister vom 23.1.1940 (Durchschlag)

    Sonderbefehl betr. Freimachung jüdischer Wohnungen für die Unterbringung baltendeutscher Familien in Lodsch.

    (aus: Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933 – 1945, Band 4 Polen September 1939 – Juli 1941, bearbeitet von Klaus-Peter Friedrich, Mitarbeit: Andrea Löw, Oldenbourg Verlag 2011, S. 212 – 214 oben, DOK 78 23.Januar 1940, Anm. 2 S. 212: Walter Keuck (18898 – 1970), Polizeibeamter, von 1920 an im Polizeidienst in Breslau, 1933 NSDAP-Eintritt, 1937 – 1939 stellv. Polizeichef in Frankfurt/M., 1940 – 1942 Oberst und Kommandant der Schutzpolizei in Lodsch bzw. Litzmannstadt, dann in Wuppertal, 1943 – 1945 Befehlshaber der Ordnungspolizei in Magdeburg und Hannover, 1946 nach Polen ausgeliefert, dort 1948 zu acht und im Berufungsverfahren zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt, 1949 entlassen)



    Am 25.1.1940 lagen die Pol.Btl. 31, 44, 61 und 103 im Warthegau. (Curilla, Polen, S. 114)



    Laut Lagebericht des Chefs der Ordnungspolizei vom 28.1.1940 setzte man das Pol.Btl. 31 zur Betreuung der Wolhynien-Deutschen in Lodz ein. (Curilla, Polen, S. 114, BA R 19/334, Bl. 20R)



    Laut Der RFSSuChdDtPol, Berlin NW 7, den 08.02.1940, Betr.: Einweisungslehrgänge für die Komp.-Führer der Pol.-Bataillone, wurden

    für Kompanie - Führer weitere 7tägige Einweisungslehrgänge beim Pol.Btl. 203 in Prag durchgeführt, an den folgenden Lehrgängen


    a) 1. Lehrgang vom 18.02.1940 bis 24.02.1940

    c) 3. Lehrgang vom 03.03.1940 bis 09.03.1940

    d) 4. Lehrgang vom 10.03.1940 bis 16.03.1940

    nahmen auch Offiziere des Pol.Btl. 31 teil, die leider nicht namentlich genannt wurden..



    Der Chef der Ordnungspolizei, O-Kdo g 2 (O 1) Nr. 6 VII/40 (g), Berlin, den 10.April 1940

    Lagebericht

    Stand 8.4.1940 Geheim

    ...

    III. Reichsgau Posen

    ...

    5.) Tätigkeit:

    Teile einer Komp. des Pol.Batl. 31 wurden am 31.3. zur Suche nach polnischen Banditen eingesetzt, die den Bahnhof Glienik (nordostw. Lodsch) beschossen hatten

    ...

    In Vertretung gez. von Bomhard

    (Bestand 500 – 12454-000029, Bl. 64 - 71, s.a. Bl. 63: HSSPF im WK VI, Pol. W. Tgb.Nr. 216/40 (g), Düsseldorf, den 15.April 1940 Durch Kurier! Persönlich! An Generaloberst von Bock, Düsseldorf... „Anliegend überreiche ich Ihnen Abschrift eines Lageberichts über Polen nach dem Stande vom 8.4.1940 zu Ihrer gefl. Kenntnisnahme ...“ Gez. F. Weitzel, SS-Obergruppenführer)



    Am 23.4.1940 exekutierten Angehörige des Pol.Btl. 31 – laut Lageberichtes des Chefs der Ordnungspolizei vom 15.5.1940 – drei zum Tode verurteilte Polen.

    „… Das Bataillon wurde ansonsten nicht genannt...“ (so in Curilla, Polen, S. 115 oben, s.a. Neufeldt/Huck/Tessin, Teil II, S. 96, Tessin/Kannapin, S. 630)



    Der Reichsführer SS befahl dann mit Erlass v. 26.9.40 -O-Kdo. OO (1) 1 Nr. 706/40 die Ablösung des Pol.Batl. 31 durch das Pol.Batl. (Res.) 132, Standort Würzburg.

    Die Ablösung des Pol.Btl. 31 in Litzmannstadt erfolgte dann am 10.10.1940, danach kehrte das Bataillon wohl nach Berlin zurück.



    In Der Reichsführer SS und Chef der Deutschen Polizei im Reichsministerium des Innern, O-Kdo. O (1) 1 Nr. 808/40, Berlin, den 21.November 1940

    Betrifft: Verwendung der im Heimatgebiet vorhandenen Polizei-Bataillone heißt es u.a. unter Ziff.

    6. Sämtliche durch die Auflösung der Polizei-Batailloneauch der Polizei-Bataillone 31, 52, 54 und 55 – freigewordene Dienstkleidungsstücke der Polizei-Reservisten sind an die zuständige Bekleidungslieferstelle zurückzugeben und zu meiner Verfügung zu lassen. …

    (BAB R 19 304/ 144-146)


    Demnach wurde u. a. das Pol.Btl. 31 schon vor dem 1.12.1940 – dem Stichtag für die im genannten Befehl zum 1.12.1940 aufzulösenden 5 Pol.Btl. – aufgelöst



    Nach Rückkehr der Kompanien in die verschiedenen Standorte (Pol.-Verwaltungen) ab dem 10.10.1940 dürfte das Bataillon als solches aufgelöst worden sein, näheres ist mir nicht bekannt, auch lagen mir bisher keine Namen von Offizieren vor!



    Herzliche Grüße Roland

    Hallo zusammen,



    hier mal wieder was „Exotisches“, ein Hinweis auf die „Polizei-Frontbuchhandlung“ oder „Pol.-Frontbuchhandlung“ im Jahre 1943



    Angaben zur Bildung und zum Einsatz liegen bisher nicht vor, ich weiß auch nicht, ob es "die" oder nur "eine" Pol.-Frontbuchhandlung gab...



    Es gibt das Buch


    Hans-Eugen Bühler in Verbindung mit Edelgard Bühler, Der Frontbuchhandel 1939 – 1945. Organisation, Kompetenzen, Verlage, Bücher. Eine Dokumentation. Buchhändler-Vereinigung GmbH Frankfurt am Main, 2002,


    aber ob hier auch die Pol.-Frontbuchhandlung erwähnt wird, ist mir nicht bekannt.



    Vielleicht ja mal interessant.




    Herzliche Grüße Roland




    Der Befehlshaber der Ordnungspolizei für die Ukraine – WE – 4440-21/43 – Kiew, den 4.Juni 1943


    Betr.: Einsatz der Polizei-Frontbuchhandlung



    1) Auf Grund des Erlasses des RFSSuChdDtPoliRMdI – O-Kdo I WE (4) Nr. 61-5/1943 vom 10.5.1943 ist dem Befehlshaber der Ordnungspolizei die Pol.-Frontbuchhandlung zur Verfügung gestellt worden.



    2) Die Pol.-Frontbuchhandlungen besteht aus:


    Oberw. d.Sch. d.Res. Struck als Buchhändler


    Rev.Obw. d.Sch. Helmrich als Kraftfahrer


    Kraftwagen-Omnibus – Pol-495



    3) Die Männer der Pol.-Frontbuchhandlung sind für die Dauer ihres Einsatzes zum Befehlshaber der Ordnungspolizei abgeordnet. Sie sind während dieser Zeit als auf Dienstreise befindlich abzufinden. (Vorwiegend Selbstunterbringer und Selbstverpfleger). Sie werden während ihrer Tätigkeit in der Ukraine bezüglich wirtschaftlicher Betreuung (Unterkunft, Verpflegung sowie der zustehenden Gebührnisse) den jeweils zuständigen Wirtschaftsdienststellen zugeteilt. Bei Wechsel der Dienststelle ist den Männern eine ordnungsgemäße Gebührnisbescheinigung mitzugeben. Die anfallenden Kosten sind bei dem Außerordentlich Haushalt, Einzelplan XVII a, Teil V, Unterteil 14, Abschn. 12, Ziffer a – e, endgültig zu verrechnen. Bei Verlust von Dienstkleidungsstücken oder bei unbrauchbar gewordenen Dienstkleidungsstücken liefert die nächstgelegene Polizeidienststelle Ersatz.



    4) Sanitäre Betreuung:


    Die Männer der Pol.-Frontbuchhandlung sind von den Dienststellen des BdO-Bereiches in sanitäre Hinsicht zu betreuen.



    5.) Gestellung des Kraftstoffes:


    Den für den Wagen der Pol.-Frontbuchhandling benötigten Kraftstoff haben die jeweiligen Kommandeure der Ordnungspolizei zu stellen.



    6) Durchführung:


    Die ‚Pol.-Frontbuchhandlung wird den Kommandeuren der Ordnungspolizei zur Verfügung gestellt.


    Der allgemeine Marschweg innerhalb des BdO-Bereiches ist folgender:


    Kiew – Krementschug – Poltawa – Charkow – Dnjepropetrowsk – Saporoshje – Stalino – Melitopol – Simferopol – Chersson – Nikolajew – Kriwoj Rog – Kirowograd – Uman – Gaissin – Winniza – Proskurow – (Kamens Podolsk) (Klammer um den Ortsnamen im Original)– Starokonstantinow – Berditschew – Shitomir – Zwiahel – Rowno – Dubno – Luzk – Kowel – Brest.


    Da dieser Reiseweg nur allgemeine angegeben werden ist, nehmen die Kommandeure der Ordnungspolizei erforderliche Änderungen des Reiseweges selbständig vor. Die Beendigung des Einsatzes der Frontbuchhandlung im jeweiligen Kommandeursbereich ist mir fernschriftlich oder durch Ft unter Angabe des Reisezieles zu melden. Erforderlicher Geleitschutz stellen die Kommandeure der Ordnungspolizei.


    Die zu besuchenden Einheiten sind von der vorhergehenden Einheit von der Ankunft der Pol.-Frontbuchhandlung rechtzeitig in Kenntnis zu setzen. Ferner ist anzuordnen, dass den Männern der Ordnungspolizei während der Anwesenheit der Pol.-Frontbuchhandlung zum Einkauf von Büchern nach Möglichkeit dienstfrei gegeben wird, da die Frontbuchhandlung im Interesse ihres Einsatzes nicht in jeden Standort sich bis Dienstschluss aufhalten kann. Die Pol.-Frontbuchhandlung ist mit einem Schmaltonfilmgerät und einem Filmprogramm ausgestattet. Der Film kann an den Lageplätzen vorgeführt werden, jedoch ist dafür zu sorgen, dass durch diese Vorführungen die Frontbuchhandlung nicht ihrem eigentlichen Zweck entzogen wird.



    Beglaubigt: i.V.


    Kopp, Stenotypistin gez. Knofe, Generalmajor der Polizei



    Verteiler:


    Kdr. d. Ordn.Pol. Luzk = 1 mit 19 Nebenabdr. = 20


    Kdr. d. Ordn.Pol. Shitomir = 1 mit 19 Nebenabdr. = 20


    Kdr. d. Ordn.Pol. Kiew = 1 mit 19 Nebenabdr. = 20


    Kdr. d. Ordn.Pol. Tschernigow = 1 mit 14 Nebenabdr. = 15


    Kdr. d. Ordn.Pol. Nikolajew = 1 mit 14 Nebenabdr. = 15


    Kdr. d. Ordn.Pol. Dnjepropetrowsk = 1 mit 19 Nebenabdr. = 20


    Kdr. d. Ordn.Pol. Stalino = 1 mit 14 Nebenabdr. = 15


    Kdr. d. Ordn.Pol. Krim = 1 mit 14 Nebenabdr. = 15


    SS-Pol.Regt. 10 = 1 mit 11 Nebenabdr. = 12


    SS-Pol.Regt. 11 = 1 mit 11 Nebenabdr. = 12


    Res.Pol.Batl. 33 = 1 mit 3 Nebenabdr. = 4


    SS-Pol. R.A. I = 1 mit 5 Nebenabdr. = 6


    SS-Pol. R.A. II = 1 mit 5 Nebenabdr. = 6


    Pol.-Schützen-Regt. 33 = 6


    Pol.-Schützen-Regt. 35 = 6


    Kdr. SW = 20


    Pol.-Frontbuchhandlung = 1


    Abt. K = 1


    Abt. IIa/b = 1


    Amt VuR = 1


    Nachrichtlich:


    Höh. SS- und Polizeiführer Russland-Süd = 1


    Reserve = 5


    (Bestand 500 Findbuch 12493 Akte 41 Unterlagen BdO für die Ukraine, Bl. 107 - 109)

    Hallo zusammen,



    als Ergänzung zu dem Thema Regiments-Nummer auf den Achselstücken/Schulterklappen



    Der Befehlshaber der Ordnungspolizei für die Ukraine – Gesch. Stelle – O.U., den 7.Juni 1943



    Tagesbefehl Nr. 25



    1) Tragen der Regimentsnummern (II)


    Ich weise darauf hin, dass gemäß Ziff. 3 des RdErl. vom 15.12.42 – O-Kdo I W 2a 100 Nr. 388/42 (MBliV S. 2335) – beim Ausscheiden aus einem Regimentsverband die Regimentsnummern von den Achselstücken zu entfernen sind.


    F.d.R. In Vertretung


    (gez.) Neumann, Obltn. d.Sch. d.Res. gez. Knofe


    (Bestand 500 Findbuch 12493 Akte 41 Unterlagen BdO für die Ukraine, Bl. 110 - 111)



    Herzliche Grüße Euer Roland

    Hallo zusammen,



    zufällig gefunden, das Schreiben des Hauptmann Fengler, Feldpostnummer L 49311 A, Luftgaupostamt Posen, O.U., den 8.11.1943, wonach „…der Obergefreite Rudolf Strödel… bei den schweren Abwehrkämpfen südwestlich Welikije-Luki gefallen (ist) und … auf dem Heldenfriedhof in Lugowyje – Südostausgang – beerdigt… (wurde).


    Ich kann Ihnen diese schmerzliche Nachricht erst jetzt geben, da Ihr Gatte, am 5.Oktober 1943 von seinem Erholungsurlaub zurückgekehrt, nicht erst zu seinem Truppenteil zurückkehrte, sondern infolge des russischen Angriffes bei seinem am 5.10.43 erfolgten Eintreffen auf dem Bahnhof Newel sofort einem anderen Truppenteil zugeführt wurde. Dort … ist er…. gefallen.


    Der russische Angriff erfolgte unter stärkster Artillerievorbereitung und Unterstützung von Schlachtfliegern, denen die Infanterie folgte. Leider kann ich Ihnen nichts Näheres über den Heldentod Ihres Gatten sagen, da sein Einsatz bei einer anderen Einheit erfolgte…


    Ihr H. Fengler



    Feldpostnummer 49311
    (1.5.1942-19.10.1942) Stab IV u. 13.-16. Kompanie Luftwaffen-Feld-Division 2,
    (23.4.1944-24.11.1944) 30.6.1944 gestrichen.



    Bei dem Offizier handelt es sich vermutlich um FENGLER, Herbert. (DOB: 30.09.12). (W.B.K. Mühlhausen/Thür.). 01.04.43 Bef. z. Hptm. (Kr.O.).(RDA 01.04.43). 1944-45 Hptm. (Kr.O.) (Ln.), zum Heer versetzt, so aus der Liste der Luftwaffen-Offiziere mit „Career Notes“



    Laut Volksbund


    Obergefreiter Rudolf Strödel, geb. 17.01.1909 Potschappel


    Todes-/Vermisstendatum: 05.10.1943


    Todes-/Vermisstenort: S.w. Welikije-Luki


    Nach den uns vorliegenden Informationen befindet sich sein Grab derzeit noch an folgendem Ort: Lugowskije / Witebsk – Belarus



    Anscheinend nicht bei Ancestry



    Herzliche Grüße Roland

    Hallo zusammen,



    als Ergänzung



    Herzliche Grüße Roland



    Der Befehlshaber der Ordnungspolizei für die Ukraine – Gesch. Stelle – O.U., den 10.Juni 1943


    Tagesbefehl Nr. 27



    Es fielen im Bandenkampf für Führer, Volk und Vaterland



    Stabsarzt d.Pol. Richard Schulwitz Pol. R.A. II am 20.5.43 bei Perechrecie


    Hptw. d.Sch. Friedrich Bondzus „ „ „


    Rev.Obw. d.Sch. Helmut Seher „ „ „


    Rev.Obw. d.Sch. Erwin Müller „ „ „


    Wm. d.Sch. d.R. Ignatz Nowak „ „ „



    (Bestand 500 Findbuch 12493 Akte 41 Unterlagen BdO für die Ukraine, Bl. 95)



    Stabsarzt d.Pol. Dr. Richard Schulwitz


    (geb. 15.10.1909 Berlin, Truppenteil Pol.Reit.Abt. II, Erkennungsmarke Pol.Reit.Abt. II Nr. 4 (mit d e r Erkennungsmarkennummer anscheinend bei Aufstellung der Abteilung dabei?!)


    Todes-/Vermisstendatum: 20.05.1943


    Todes-/Vermisstenort: Perechrescie, Osten, bestattet Heldenfriedhof Brest/Bug


    Dr. Richard Schulwitz wurde noch nicht auf einen vom Volksbund errichteten Soldatenfriedhof überführt.


    Nach den uns vorliegenden Informationen befindet sich sein Grab derzeit noch an folgendem Ort: Brest – Belarus. Volksbund sowie Ancestry GC358/001-0356





    Hallo Kordula,



    es gab sicherlich bei der Polizei nichts, was nicht reglementiert war... deutsche Ordnung eben...


    Was aber die "Benennung" von Pferden angeht, muss ich als absoluter "Nicht-Reiter" passen...^^


    Herzliche Grüße Dein Roland

    Hallo zusammen,



    als Ergänzung betreffend Herrn Rumler und sein Buch….



    Herzliche Grüße Roland



    Der Höhere SS- und Polizeiführer für die Ukraine – Der Befehlshaber der Ordnungspolizei – WE – 4440-21/43, Kiew, den 29.Mai 1943



    Betr.: „Freigemachtes Grenzland“ von Major d.SchP. Rumler


    Bezug: Erl. d. RFSSuChdDtPoliRMdI vom 6.Juni 1942 – O-Kdo Ia (3) Nr. 135-5/42 (n. v.) mitgeteilt durch BdO Ic-WE 4440-21/42 vom 7.Juli 1942



    Zum Nachgang zum o.a. Erl. übersende ich nachstehende Abschrift des Erlasses des RFSSuChdDtPoliRMdI vom 11.5.1943 I-Kdo I Ausb. (3) Nr. 404/42 mit der Bitte um Kenntnisnahme und weitere Veranlassung. Mit Rücksicht auf den sozialen Zweck des Vertriebs wünsche ich, dass jeder Angehörige meines Befehlsbereiches dieses Buch erwirbt.


    Sammelbestellungen sind durch die Dienststellen unmittelbar an den Nordland-Verlag G.m.b.H., Berlin W 50, Geisbergstr. 21, zu richten


    I.V. gez. Knofe, Generalmajor der Polizei



    Abschrift:


    Der RFSSuChdDtPoliRMdI O-Kdo I Ausb. (3) Nr. 404/43, Berlin NW 7, Unter den Linden 74, den 11.Mai 1943



    Betr.: „Freigemachtes Grenzland“ von Major d.SchP. Rumler


    Bezug: O-Kdo I A (3) Nr. 135-5/42 vom 6.Juni 1942



    Durch den Vertrieb des Buches „Freigemachtes Grenzland“ von Major der Schutzpolizei R u m l e r konnte bisher dem Sonderfonds für Hinterbliebene von gefallenen Angehörigen der Ordnungspolizei ein sehr namhafter Betrag überwiesen werden.


    Es ist beabsichtigt, in Kürze eine größere Neuauflage dieses Buches erscheinen zu lassen.


    In dem bisherigen Vertrieb hat sich jedoch gezeigt, dass das Buch in den Reihen der Ordnungspolizei noch nicht überall Eingang gefunden hat. Da das Buch einmal seinem Inhalt nach wertvoll ist, zum anderen aber darüber hinaus mit ihm ein sozialer Zweck verbunden ist, ist es erwünscht, dass jeder Angehörige der Ordnungspolizei, soweit er dazu finanziell irgendwie in der Lage ist, dieses Buch erwirbt. Ich bitte alle Kommandeure, Dienststellenleiter und Einheitsführer, um den Vertrieb dieses Buches besorgt zu sein.


    Sammelbestellungen sind an den Nordlandverlag G.m.b.H., Berlin W 50, Geisbergstraße 21, zu richten.


    Beglaubigt: gez. Knopp., Stenotypistin Im Auftrage


    Gez. Winkelmann


    An


    a) pp


    b) die Höheren SS- und Polizeiführer – Inspekteure (Befehlshaber) der Ordnungspolizei


    c) – g) pp


    (Bestand 500 Findbuch 12493 Akte 41 Unterlagen BdO für die Ukraine, Bl. 100 - 101)

    Hallo Daniel,



    vielen Dank für die Ergänzung :thumbsup:



    von wann stammt denn dieses Dokument, Görs wurde zum 30.1.40 zum Major d.Sch. befördert…



    Hauptmann d.Sch. Heinrich Görs


    (geb. 5.9.1896 Neuruppin, 178 cm, Volksschule, Höhere Schule, erlernter Beruf Landwirt, dann Pol. Offz., Führerschein Klasse 3


    4.8.14 Fronteinsatz bei IR 24 bis 8.2.19, zuletzt Ltn. d.Res.,EK II u. I, Verw. Abzeichen, Mekl. MVKr. II, EK f. Frontkämpfer, Ritterkreuz d. … Verd. Ordens,


    26.10.22 Heirat (Elisabeth Starkebaum, 30.1.00 Bln, 2 Jungen 4.10.23, 23.11.27),


    1.2.24 Polizei


    1.5.33 Eintritt in die NSDAP Nr. 3 471 642,


    11.3.38 Einsatz in Österreich bis 27.4.38 beim Führungsstab des Chefs der Ordnungspolizei in Wien,


    30.6.38 Antrag auf Aufnahme in die SS, z. Zt. Hptm. d.Sch. Schutzpolizei-Gruppenkommando ‚West, Berlin-Charlottenburg, Sophie-Charlotte-Platz 2, zunächst förderndes Mitglied der SS, dann ausgeschieden gem. RDErl d. MdI vom 4.5.1933 – II B 60 Nr. 24/33 MbliV Nr. 27 v. 10.5.33,


    30.6.38 befürwortende Stellungnahme des Kdr. d. Schutzpol.-Gruppe West, Oberst d.Sch. Sippel


    1.5.39 Eintritt in die SS, SS-Nr. 327 332, SS-Hstuf, Fhr. i. Stam. Ost/42 bis 1.6.42,


    30.1.40 SS-Stubaf.,


    1.9.41 RRL 1.9.41 Majore lfd. Nr. 485: Heinrich Görs, geb. 5.9.1896, verheiratet, 2 Kinder, 1.5.33 Eintritt in die NSDAP, Nr. 3 471 642, SS-Nr. 327 332, 30.1.40 Bef. z. Major d.Sch.,


    1.6.42 Fhr. b. Stab SS-Abschn. III (ohne Endeintrag)


    1.10.44 laut DAL der SS der NSDAP 1.10.1944, lfd. Nr. 1783 Heinrich Görs, geb. 5.9.1896, SS-Nr. 327 332, NSDAP Nr. 3 471 642, 1.10.44 geführt bei Stab Ab. III, 30.1.40 SS-Stubaf, EK I, im Felde erworbene Landesorden, Ehrenkreuz für Frontkämpfer, KVK I m. Schw., Ehrenring des RFSS


    11.10.44 Schreiben des Schutzpolizei-Abschnittskommando Lichtenberg – Kommanderu – Berlin, Kriemhildestr. Lichtenhof, den 11.10.1944 an das SS-Pers. HA „Ich melde meinen am 10.X.1944 erfolgten Austritt aus der evangelischen Kirche. Neues Glaubensbekenntnis: gottgläubig. Gez. Görs, SS-Sturmbannführer und Major d.Sch.


    13.11.44 (?) Austritt aus ev. Kirche, ggl,


    7.12.44 Schreiben des SS-Stubaf. Major d.Sch. Görs, Hohenzollernring 124/125, Berlin-Spandau v. 7.12.44 an das SS-Pers.HA, „…überreiche ich eine beglaubigte Abschrift der Bescheinigung des Amtsgerichts Berlin über meinen Austritt aus der evangelischen Kirche…“ (am 10.10.44 m.W. zum 13.11.44)


    Julleuchter, Reichssportabzeichen Silber, Olympia-Medaille II. Klasse, KVK I m. Schw. (m.W.v. 21.12.43)


    A3343 SSO A019 Bild 1145ff



    Herzliche Grüße Dein Roland

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    Hallo Daniel,



    vielen Dank für diesen Fund!!! 8|


    Also, das sind die e r s t e n Namen überhaupt, die ich für dieses Btl. nach all den Jahren habe... da wären Ergänzungen sicher klasse!!!

    Aber ich befürchte, nicht so einfach...=O


    Herzliche Grüße Dein Roland

    Hallo zusammen,



    als Ergänzung…. Anscheinend war selbst im SS- und Polizei-Bereich im Sommer 1943 nicht bekannt, um was es sich bei dieser Dienststelle so handelte…



    Herzliche Grüße Roland



    Der Befehlshaber der Ordnungspolizei – II, Kiew, den 9.Juni 1943


    Betrifft: Anschriftenverzeichnis der Dienststellen der Volksdeutschen Mittelstelle in der Ukraine, in Transistrien und auf d. Krim



    Anfragen einzelner SS- und Polizeidienststellen haben gezeigt, dass in manchen Gebieten die Dienststellen der Volksdeutschen Mittelstelle nicht bekannt sind. Dadurch sind die Volksdeutschen, die sich bei diesen Dienststellen als Dolmetscher oder Angestellte befinden, nicht in der Lage, sich bei den Dienststellen der Volksdeutschen Mittelstelle zwecks Registrierung als Volksdeutsche und zwecks Inempfangnahme des Volkstumsausweises zu melden.


    Nachstehend wird daher ein Verzeichnis über sämtliche Dienststellen der Volksdeutschen Mittelstelle, die unter der Bezeichnung



    „Volksdeutsche Mittelstelle“


    Sonderkommando R



    laufen, überreicht, mit der Anweisung um Bekanntgabe an die unterstellten Dienststellen.


    Bei dieser Gelegenheit weise ich noch darauf hin, dass sich bei manchen SS- und Polizeidienststellen noch viele ehemalige volksdeutsche Kriegsgefangenen befinden, die bisher nicht im Besitze eines Volkstumsausweises sind.



    Für den Befehlshaber Der Chef des Stabes i.A. gez. Apeldorn, Oberstltn. d.Sch.


    F.d.R. Straube (?) Rev.Ltn. d.Sch.



    Verzeichnis der Dienststellen der Volksdeutschen Mittelstelle in der Ukraine, in Transistrien und auf der Krim



    Einsatzgruppe Nikopol Sitz: Nikopol mit


    Bereichskommando (BK) 3 Poltawa, Sitz: Charkow


    Bereichskommando 4 Kronau, Sitz: dto.


    Bereichskommando 5 Dnjepropetrowsk, Sitz: dto.


    Bereichskommando 6 Kriwoi-Rog, Sitz: dto


    Bereichskommando 7 Chortitza, Sitz: dto.


    Bereichskommando 9 Saporoshje, Sitz: dto.


    Bereichskommando 10 Cherson, Sitz: dto.


    Bereichskommando 39 Kirowograd, Sitz: dto.


    Bereichskommando 40 Werchnje-Dnjeprowsk, Sitz: dto.


    Bereichskommando 41 Nikolajew, Sitz: dto.



    Einsatzgruppe Halbstadt Sitz: Halbstadt mit


    Bereichskommando 28 Melitopol, Sitz: dto.


    Bereichskommando 29 Prischib, Sitz: dto.


    Bereichskommando 30 Waldheim, Sitz: dto.


    Bereichskommando 31 Orlow, Sitz: dto.


    Bereichskommando 8 Halbstadt, Sitz: dto.


    Bereichskommando 32 Gnadenfeld, Sitz: dto.


    Bereichskommando 33 Stalino, Sitz: dto.


    Bereichskommando 35 Gronau, Sitz: dto.


    Bereichskommando 44 Simferopol, Sitz: dto.



    Einsatzgruppe Transistrien (rum.) Sitz: Landau mit


    Bereichskommando 11 Rastadt, Sitz: dto.


    Bereichskommando 12 Petrowka, Sitz: dto.


    Bereichskommando 13 Johannisfeld, Sitz: dto.


    Bereichskommando 14 Worms, Sitz: Dto.


    Bereichskommando 15 Mannheim, sitz: dto.


    Bereichskommando 16 Rosenfeld, Sitz: dto.


    Bereichskommando 17 Janowka, Sitz: dto.


    Bereichskommando 18 Speyer, Sitz: dto.


    Bereichskommando 19 Hoffnungstal, Sitz: dto.


    Bereichskommando 20 Lichtenfeld, Sitz: dto.


    Bereichskommando 21 Bischofsfeld, Sitz: dto.


    Bereichskommando 22 Alexanderfeld, Sitz: dto.


    Bereichskommando 23 Selz, Sitz: dto.


    Bereichskommando 24 Neudorf, Sitz: dto.


    Bereichskommando 25 Odessa, Sitz: dto.


    Bereichskommando 26 Ananjew, Sitz: Dto.


    Bereichskommando 27 Marienberg, Sitz: dto.


    Bereichskommando 34 Groß-Liebental, Sitz: dto.



    Einsatzgruppe Shitomir Sitz: Shitomir



    Außenstelle Kiew Sitz: Kiew


    (Bestand 500 Findbuch 12493 Akte 41 Unterlagen BdO für die Ukraine, Bl. 97 – 98)

    Hallo Martin,



    leider kann man es nicht oder besser gesagt nichts genaueres erkenne, ich würde aber auf den Aesculap-Stab als Raute auf dem Ärmel tippen, w e n n es sich um Ärzte des SS-Lazaretts handeln...


    ist denn das Datum genannt, w a n n diese Beerdigung stattfand, ich hatte schon mal gesucht, aber nichts gefunden...


    Herzliche Grüße Roland

    Hallo zusammen,



    zu diesem Bataillon gibt es leider auch nicht viele Angaben, aber aller Anfang ist halt schwer…



    Der Befehlshaber der Ordnungspolizei für die Ukraine – Gesch. Stelle – Kiew, den 11.August 1943


    Tagesbefehl Nr.38



    4.) Abordnungen (IIa)



    b) Gem. Erl. BdO v. 17.7.43 ist Hauptmann d.Sch. Tippelt, PV Bochum, unter Aufhebung seiner Abordnung zum Schutzm.-Batl. 104 beim Kommandeur der Ordnungspolizei in Luzk, zum Stabe des Befehlshabers der Ordnungspolizei für die Ukraine als Transportoffizier und Nachschubführer zu Abt. Ib abgeordnet. Hptm. T. hat seinen Dienst am 4.8.43 angetreten.



    (Bestand 500 Findbuch 12493 Akte 41 Unterlagen BdO für die Ukraine, Bl. 260 – 261)



    Das Bataillon wird im Geschäftsverteilungsplan mit Stand 1.7.1943 n i c h t mehr erwähnt?


    Der Höhere SS- und Polizeiführer Russland-Süd und für die Ukraine - Der Befehlshaber der Ordnungspolizei – Ia – 1611, Kiew, den 22.Juli 1943


    Betr.: Geschäftsverteilungsplan für den Stab des Befehlshabers der Ordnungspolizei für die Ukraine vom 9.1.42 – Innenverteiler, Außenverteiler I und II nach dem Stande vom 1.Juli 1943


    (Bestand 500 Findbuch 12493 Akte 41 Unterlagen BdO für die Ukraine, Bl. 212 – 217)



    Herzliche Grüße Roland