Posts by RolandP

    Hallo zusammen,


    also ich habe nur die Feldpostnummer 65204


    (23.4.1944-24.11.1944) 20.10.1944 Stab u. 1.-4. Schwadron Reserve-Fahr-Abteilung XIII (XIII. SS-Korps),

    (25.11.1944-8.5.1945) 24.2.1945 Stab u. 1.-5. Schwadron SS- u. Polizei-Fahr-Abteilung XII.



    Angaben zur Einheit selber habe ich nicht, also würden mich Ergänzungen hier auch sehr interessieren :thumbup:



    Herzliche Grüße Roland

    Hallo zusammen,



    aus der Führerliste von John P. Moore und anderen Unterlagen:


    Neis, Leopold, * 1. 4.11 Rendsburg, gest. 1977, SS-Nr. 81 160


    Wahrscheinlich nahm er vom 17.11.1943 bis 7.1.1944 an dem „Vorbereitungslehrgang für SS-Führerbewerber der Panzerwaffe zum 2./SS-Panzer-Junker-Sonderlehrgang”in Fallingbostel teil,

    dann vom 10.01.1944 – 5.4.1944 am „2. SS-Panzer-Junker-Sonder-Lehrgang“ in Fallingbostel.


    Als Teilnehmer am 2.SS-Panzer-Junker-Sonderlehrgang wurde er am 21.6.1944 zum Untersturmführer der Waffen-SS der Reserve befördert

    6.44 Ustuf. i. SS-Pz.A.u.E.Rgt.

    9.44 Ustuf. i. SS- Pz.Abt.4, 4.SS-Pol.Pz.Gren.Div.



    Mehr ist erst mal nicht bekannt...



    Herzliche Grüße Roland

    Hallo Dieter,



    vielen Dank für diese Angaben!!! Die waren mir noch unbekannt!!!!! :thumbup:




    Und bei dieser Gelegenheit: hat jemand noch Angaben zur Stellenbesetzung der Regimenter 4 bis 8???


    Gerade beim Gal.SS-Freiw.Rgt. (Pol) 4 fehlen mir noch so einige Offiziere....


    Gibt es z. B. weiterführende Angaben zum

    SS-Hauptsturmführer und Hauptmann d.Sch. Werner Pöhls (* 25.8.1915 Süderstapel, gest. 8. 9.1989), dieser müsste nach seiner Versetzung zum Pol.-Ausb,.-Rgt. Oranienburg dann Mitte 1943 zu diesem Rgt. gekommen sein,

    SS-Hauptsturmführer und Hauptmann d.Sch. Rudolf Hartung (* 18.12.1907 Wilhelmshaven), dürfte ebenfalls vom Pol.-Ausb.-Rgt. Oranienburg gekommen sein...

    SS-Hauptsturmführer und Hauptmann d.Sch. Eberhard Kurkowski (* 20.6.1915 Königszelt)

    Hauptmann d.Sch. Werner Mitzscherling (* 28.02.1897 Olbernhau)


    Und natürlich zu mir nicht bekannten Offizieren in diesem oder den anderen Regimentern...



    Herzliche Grüße Roland

    Hallo Dieter,


    hinsichtlich Deiner Fragen zu "Bewaffnung und Ausrüstung" sowie zu den "besonderen Aufgaben" kann ich Dir leider bisher nichts sagen!

    Da fehlen mir die Hintergrundinformationen!!


    Zur Wach-Kompanie bzw. zum Wach-Btl. Wiesbaden kann ich Dir aber meine "gesammelten Werke" mal zusenden...


    Herzliche Grüße Dein Roland

    Hallo Dieter,


    schau mal auf die Zusammensetzung der Abteilung:



    Panzerjägerkompanie

    Werkstattzug 41

    Na.-Staffel

    Geschützbatterie

    Kradschützenzug

    Granatwerferkompanie



    Es handelt sich hier nicht um ein „Polizei-Bataillon“, sondern um eine improvisiert zusammengestellte „motorisierte schwere Abteilung“ mit

    Panzerjägern,

    Geschützen und

    Granatwerfern, also den „schweren Infanterie-Waffen“,

    dazu eine Nachrichten-Staffel, einen Kradschützenzug und einen Werkstattzug für die Fahrzeuge,



    sozusagen eine Abteilung, die man zur Unterstützung der „Infanterie“ schnell motorisiert an Schwerpunkte verlegen konnte...

    Das Gen.Gouv. war groß, die „normalen Polizei-Bataillone“ nur unzureichend mit diesen Unterstützungswaffen ausgestattet, da es diese normalerweise ja nur im Regimentsverband gab...



    Die Feldpostnummer 56927 gehörte ursprünglich zur Panzerjäger-Kompanie SS-Polizei-Regiment 7, die wohl nicht nach Norwegen gelangte, sondern ins Gen.Gouv.,



    dieser unterstellte man dort dann die o. g. anderen Kompanien

    (23.4.1944-24.11.1944) 10.10.1944 Panzerjäger-Kompanie Polizei-Regiment 7,

    Granatwerfer-Kompanie (Polizei) Krakau,

    1.Polizei-Gesch. Batterie Galizien u.

    Gendarmerie-Zug 51, 63 u. 72,

    (23.4.1944-24.11.1944) 1.12.1944 Gendarmerie-Zug 63 gestrichen



    Führer der Abteilung war am 9.11.1944 der Hauptmann Ischner, wohl der Kompanie-Chef der Pz.Jg.Kp. Pol.Rgt. 7 (?)



    Aus der VBL Feldpostnummer 56927

    Leutnant Eberhard Faustmann * 1.12.1913 Breslau, MIA 1.45 Kobierzyn FPNr. 56927 B

    Leutnant d.Gend. Walter Rehnert * 16.7.1918 Neunkirchen/Sachsen, MIA 2.45 Bielitz

    Oberleutnant Werner Styczynski * 27.10.1898 Berlin, 2.45 MIA Krakau



    Herzliche Grüße Dein Roland

    Hallo zusammen,



    diese Angaben habe ich durch Zufall gefunden.



    Josef Ramersdorfer, geb. 24.10.1887 in Bludenz, Teilnehmer am I. Weltkrieg, Sport- u. Skilehrer, Bergführer, perfektes Englisch und Italienisch, März 1938 Eintritt in die NSDAP. Nr. 7 566 584, ab 1.4.1938 im NSKK (Nr. 821), erhielt am 3.10.1939 seinen Einberufungsbefehl als Sportlehrer in Innsbruck bei der Schutzpolizei, später als Lehrer an der Hochgebirgsschule Innsbruck, 1942 an der Polizeiskischule Kitzbühel, dann wie an der Polizei-Hochgebirgsschule, dann Offizierslehrgang der Schutzpolizei, Leutnant. „... Im Jahr 1943 verbrachte er neun Monate in Südkärnten, bei der Polizei-Skistreifenabteilung Oberkrain, wo er an „fast allen Einsätzen zur Bekämpfung der Partisanen“ teilnahm und sich laut seinem Vorgesetztem, Major der Schutzpolizei Mann, bestens bewährt habe...“ Beförderung zum Oberleutnant, 1944 zum Hauptmann, ein Beitrittsgesuch zur SS wurde abgelehnt, das Kriegsende erlebte er als Kraftfahroffizier in Verona, am 1.Juni 1945 kehrte er unbeschadet nach Innsbruck zurück,

    (Thomas Albrich (Hg.), Die Täter des Judenprogroms 1938 in Innsbruck, Haymon)



    Gibt es ergänzende Angaben zu dieser Vita für die Zeit bei der Polizei?


    Herzliche Grüße Roland

    Hallo zusammen,


    als Ergänzung!



    Herzliche Grüße Roland



    Der Chef der Ordnungspolizei Berlin NW 7, den 4.Juni 1944

    Kdo g I-Ia Nr. 163/44 (g)


    Kr.-Fernschreiben

    An

    a) den Befehlshaber der Ordnungspolizei Italien in Verona,

    b) die Polizei-Hochgebirgsschule in Innsbruck,

    nachrichtlich:

    c) dem Kommando-Stab beim RFSS – z. Hd. SS-Oberführer Rode,

    unter Bezugnahme auf das Kr.Fs BGWD Nr. 265 vom 3.6.1944 mit der Bitte um Weiterleitung an WFSt


    Betr.. Verlegung der Pol.-Hochgebirgsschule Innsbruck


    1.) Pol.-Hochgebirgsschule Innsbruck wird in voller Stärke und Bewaffnung mit Lehrgangsteilnehmern, die am 4.6.1944 eintreffen, unter Führung von Major d.Gend. Paar in den Bereich der Heeresgruppe C verlegt und mit dem Eintreffen territorial und einsatzmäßig der Heeresgruppe C unterstellt. Truppendienstliche Unterstellung wie bisher.


    2.) Transportanmeldung ist, wie bereits durch FS durchgegeben, beschleunigt unmittelbar an Wehrmachtstransportkommandantur München durch Kr. Fs durchzugeben.

    Zuteilung der Fahrtnummer erfolgt durch Wehrmachtstransportkommandantur München.


    3.) Einsatz und Verwendung wird durch Heeresgruppe C befohlen.

    Fortsetzung der Ausbildung nach Möglichkeit weiter durchführen.


    4.) Abmarsch ist mir und BdO Italien unter Angabe der Fahrtnummer durch Fs zu melden.

    Eintreffen am Einsatzort und Unterstellungsverhältnis meldet BdO Italien.


    5.) Wirtschaftliche Versorgung richtet sich nach der PDV 33.

    Schule bleibt im Einsatz kassenführende Stelle.

    Lehrgangsteilnehmer über erlassene Devisenbestimmungen belehren.

    Für die Abrechnung und Prüfung ist das Pol.-Rechnungsamt in Grünheide über Erkner zuständig.


    6.) Blutgruppenbestimmungen nachprüfen und vervollständigen


    7.) Erkennungsmarken ausgeben und Verzeichnis anlegen.


    8. ) Auf die Bestimmungen über Führung der Kriegstagebücher (vgl. Erl. v. 23.5.(?) 1940 – Kdo. O (1) Nr. 371/40 (n. v.) und die ergangenen Nachtragserlässe, insbesondere Erlass vom 20.6.1942 – Kdo I-Ia (1c) 26 Nr. 4/42 (n. v.) – weise ich besonders hin.


    9.) Feldpostnummer wird beschleunigt zugewiesen


    10.) Stärke und Offiziersstellenbesetzung sind mir von der Hochgebirgsschule Innsbruck vorzulegen.


    Im Auftrage gez. Flade

    (T175 R8 2 509 864 - 865, Bild 1042 - 1043)



    Feldpostnummer 45308

    (23.4.1944-24.11.1944) 14.6.1944 Polizei-Gebirgsschule Innsbruck,

    (23.4.1944-24.11.1944) 28.6.1944 Polizei-Hochgebirgsschule Innsbruck,

    am 13.11.1944 gestrichen



    Zum Einsatz dann liegen m i r bisher nur diese „Schnipsel“ vor:



    18.06.1944

    Polizei-Hochgebirgsschule am 18.6.1944 in Badia Prataglia, Provinz AR, Region Toscana, SSPF OI-M (RH 24-73/8b)

    Einsatz anscheinend im Bereich der 10.Armee, Ausbau der „Gotenstellung“



    02.07.1944

    Polizei-Hochgebirgsschule am 2.7.1944 in Forli, Provinz FO, Region Roma, SSPF OI-M

    (DD (WASt), NVM)



    15.07.1944

    Der Chef der Ordnungspolizei Berlin, den 15.Juli 1944

    Kdo g I-Org (3) Nr. 221/44 (g)

    Übersicht über Kräfte der Ordnungspolizei und ihren Einsatz, Stand. 15.Juli 1944


    Unter BdO Italien, Verona u.a.

    Hochgebirgsschule (Innsbruck) Misurina Hotel Sorapis (?)

    (R19 – 451/29)



    03.09.1944

    Polizei-Hochgebirgsschule am 3.9.1944 in Santa Sofia, Provinz FO, Region Roma, SSPF OI-M (RH 2 SW, 03.09.44;)

    http://194.242.233.149/ortdb/o…=10&submit=Anfrage+senden



    20.10.1944

    Der Chef der Ordnungspolizei Berlin, den 20.Oktober 1944

    Kdo g I Org/Ia (3) Nr. 762/44 (g)

    Übersicht über Kräfte der Ordnungspolizei und ihren Einsatz, Stand. 20.Oktober 1944


    Unter BdO Italien, Verona u.a. lediglich

    Hochgebirgsschule Innsbruck ohne Einsatzort

    (R19 – 451/62)

    Hallo zusammen,


    nach einigen vergangenen Jahren konnte ich jetzt endlich den o.g. Aufstellungsbefehl vervollständigt



    Aus den noch fehlenden Seiten des Befehles

    Der Chef der Ordnungspolizei, Kdo. g I Org./ Ia (3) Nr. 479/44 (g.), Berlin, den 28.August 1944

    Schnellbrief


    Betr.: Aufstellung eines Pol.Frw.Rgt für den Befehlshaber der Ordnungspolizei Belgien – Nord-Frankreich

    ....

    (8) Materielle Bestimmungen:

    a) Bewaffnung usw.

    Das zuständige Soll an Waffen usw. ist aus der Anlage 1-3 ersichtlich. Zur Ausrüstung sind die bei den Restteilen des Pol.-Schtz.Rgts. 34 vorhandenen Waffen und Geräte zu verwenden. Beutewaffen rechnen hierbei voll an.

    Etwa noch fehlende Ausrüstungsstücke sind unter genauer Angabe der Istbestände und der vorhandenen Waffenmodelle – getrennt für jede Einheit – bei mir anzufordern.


    b) Bekleidung:

    Für die Ausstattung der deutschen Unterführer und Männer mit Dienstkleidung gilt der RdErl. v. 12.7.1941 – MBliV S. 1303 – ergänzt durch den RdErl. v. 5.8.1942 – MBliV S. 1644 – nebst Änderungen. Der RdErl. vom 10.7.1944 (BefBlO S. 244) ist zu beachten

    Die Freiwilligen sind mit Dienstbekleidung nach dem RdErl. v. 14.1.1944 – O-R I (2) 2b Nr. 163/43 III (n. v.) – auszustatten


    c) Kraftfahrzeuge

    Die für das Pol.-Frw.-Rgt. 1 „Belgien-Nordfrankreich“ nach den Stärkenachweisungen vorgesehenen Kfz sind aus dem Bestande des Pol.-Schützen-Rgt. 34 zu entnehmen. Sie sind mir unter Angabe von Fahrzeugart, Fabrikat und RMdI-Nr. – getrennt nach Einheiten – umgehend zu melden. Evtl. überzählige Kfz ersuche ich an die PV Königsberg abzugeben und mir die RMdI-Nr. zu melden.

    Pkw für Komp.-Führer kommen in Fortfall.

    Dem Rgts.-Stab wird zusätzlich ein Wkw zugeteilt.


    d) Nachrichtengerät:

    Die für das Rgt. nach den KStN vorgesehenen Nachr. Geräte sind aus dem Bestand des Pol.-Schtz.-Rgt. 34 zu entnehmen. Das Fehl ist unter Angabe der Istbestände bei mir anzufordern.

    Auf die 50% Kürzung der Ausstattung mit Torn. Fu. Geräten (vgl. BAV Nr. 5 Ziff. 44) wird hingewiesen. Statt der Torn. Fu. Geräte d Ukw beim Rgts.-Nachr.-Zug und der Torn. Fu. Geräte g Mw bei den Batls.-Nachr.-Staffeln sind die vorhandenen Torn. Fu. Geräte b Kzw zu verwenden. Torn. Fu., Geräte d Ukw für die schw. Komp. stehen z. Zt. nicht zur Verfügung.


    e) San.-Material

    Das erforderliche San.-Material ist bei mir anzufordern.


    f) Die für das Regiment zuständigen Vet.- und Hufbeschlaggeräte sowie besp. Fahrzeuge sind aus dem Bestande des Pol.-Schtz.-Rgt. 34 zu entnehmen. Fehl ist bei mir unter Angabe der Istbestände zu melden.


    g) Truppenbetreuung

    Die nach Erl. O-Kdo II WE (4) Nr. 701/42 v. 1.6.1942 zustehenden Truppenbetreuungsmittel sind unter Angabe der Versandanschrift beim Hauptamt Ordnungspolizei – Gruppe WE – anzufordern.


    h) Spinnstoffe, Geschäftszimmer- und Unterkunftsgerät

    Fehlende Unterkunftsgeräte und Spinnstoffe können beim Pol.-Beschaffungsamt für das Unterkunftswesen in Crossen/O. angefordert werden.


    (9) Wirtschaftliche Versorgung

    ...


    (10) Ärztliche Versorgung

    Fehlende Pol.-San.-Offiziere sind bei mir anzufordern.


    (11) Zahnärztliche Versorgung

    Hinsichtlich der Zahnärztlichen Versorgung ergeht Sondererlass.


    (12) Tierärztliche Versorgung

    Die tierärztliche Versorgung des Rgts. übernimmt der bisherige Rgts.-Veterinär des Pol.-Schtz.-Rgt. 34

    Fehlendes Vet.- und Hufbeschlagpersonal ist bei mir anzufordern.


    (13) Pferde und Pferdeausrüstungen

    Die bei den Restteilen des Pol.-Schtz.-Rgt. 34 befindlichen Pferde und Ausrüstungen übernimmt das Pol.-Frw.-Rgt. 1 „Belgien-Nordfrankreich“. Anzahl der übernommenen Pferde (getrennt nach Reit- und Zugpferden) melden. Fehlbestände sind bei mir anzufordern.


    (14) Truppenfürsorge

    Ernennung der Fürsorgeoffiziere hat gem. RdErl. v. 13.8.1943 – MBliV S. 1343 – zu erfolgen.


    (15) Erkennungsmarken

    Für Ausstattung mit Erkennungsmarken gilt der RdErl. v. 20.10.1942 – MBliV S. 2041 – und RdErl. v. 16.3.1944 – BefBlO S. 83


    (16) Verluste sind gem. RdErl. v. 15.7.1942 – MBliV S. 1503 – und Ergänzungsbestimmungen zu melden.


    (17) Feldpost

    Über Zuteilung von Feldpostnummern ergeht Sondererlass.


    (18) Kriegstagebuch:

    Auf die Bestimmungen über die Führung der Kriegstagebücher (vgl. Erl. v. 23.5.1940 – Kdo O (1) Nr. 371/40 (n. v.) – und die ergangenen Nachtragserlasse, insbesondere Erl. v. 20.6.1942 – Kdo I-Ia (Ic) 26 Nr. 4/42 (n. v.)) weise ich hin

    Die bisherigen Kriegstagebücher sind abzuschließen und mir vorzulegen.


    (19) Verteiler für KStN

    Rgts.-Stab 2 Zusammenstellungen

    Batls.-Stab je 1 Zusammenstellung

    Komp. usw. je 1 Exemplar d. zust. KStN


    (20) Aufstellung des Rgts. ist mir umgehend unter Beifügung einer Offiziersstellenbesetzung (einschl. Vew. Bea.) zu melden.


    (21) Bestimmungsorte

    Rgts.-Stab und I. Batl. Namur

    II. Batl. Dinant.

    Vorkommandos sofort entsenden. Meldung beim BdO in Brüssel


    (22) Inmarschsetzung des Regiments zum BdO Belgien-Nordfrankreich

    Anmeldung des Transports und unmittelbare Zuweisung der Fahrt-Nr. an BdO Königsberg wird von hier veranlasst. Verladebereitschaft spätestens 2.9.1944. Transportstärke, Verladebahnhof und zusätzlich noch erforderlicher Waggonbedarf sind sofort durch FS zu melden.


    (23) Das Pol.-Schtz.-Rgt. 34 wird hiermit aufgelöst. Die Abwicklung ist beschleunigt nach Abschn. XXX der PDV 33 durchzuführen.


    Für die Richtigkeit/ im Auftrage

    Gez. (unleserlich) REv. Hptm. d.Sch./ gez. Rogalski

    (T175 R8 2 509 181 - 190, Bild 0351 - 0361)


    Die Verladebereitschaft nach Namur bzw. Dinant sollte spätestens am 2.9.1944 hergestellt sein, an diesem 2.9.1944 befahl aber der RFSS die Zuführung des Pol.Schtz.Rgt. 34 zur Korpsgruppe von dem Bach in den Raum Warschau.


    Danach heißt es in einem Befehl vom 4.9.1944:


    Der Chef der Ordnungspolizei Berlin, den 4.September 1944

    Kdo g I Org./Ia (3) Nr.. 479 III/44 (g) NW 7, Unter den Linden 74


    An

    a) die Höheren SS- und Polizeiführer – Befehlshaber der Ordnungspolizei – in Belgien-Nordfrankreich, Dresden, Königsberg, Nürnberg

    b) die Korpsgruppe von dem Bach

    c) das Pol.Schtz.Rgt .34

    d) die Pol. Verwaltungen in Nürnberg und Königsberg

    e) die Pol.-Waffenschule I in Dresden-Hellerau

    f) die Pol. San.-Ausb.- u. Ers.-Abt. in Tabor/Prot.

    g) das Zentralsanitätslager beim Reichsarzt SS und Polizei – Ausgabestelle Pritzwalk – in Pritzwalk/Ostprignitz

    h) das Hauptnachrichtenzeugamt in Berlin-Adlershof

    i) den Hauptvet.-Park der Ordnungspolizei in Cottbus

    k) das Pol.-Beschaffungsamt in Crossen/O.

    l) das Pol.-Rechnungsamt für ausw. Einsätze in Grünheide

    m) den Rechnungshof des Deutschen Reiches in Potsdam


    Betr.: Pol.Schtz.Rgt. 34


    Die mit Erl. vom 28.8.44 – Kdo g I Org./Ia (3) Nr. 479/44 (g) – befohlene Aufstellung des Pol.Frw.Rgt. 1 "Belgien-Nordfrankreich" wird vorläufig ausgesetzt.


    Das Pol.Schtz.Rgt. 34 wird in Abänderung des o.a. Erlasses in bisheriger Gliederung und unter alter Bezeichnung für Einsatz im Raume Warschau der Korpsgruppe von den Bach zugeführt (Zielbahnhof: Sochaczew).

    (Durch Fs an BdO Königsberg und Krakau voraus)


    Für die Richtigkeit Im Auftrage

    Gez. (Rösel o. ä.) Rev. Hptm. d.Sch. gez. Rogalski

    (T175 R8 2 509 157, Bild 0337, im Verteiler wird ein AR Mundt erwähnt)


    Durch die Besetzung von Nordfrankreich und Belgien im Sommer 1944 hatte sich dann auch die Aufstellung des Regimentes erübrigt – es blieb beim „vorläufig ausgesetzte (.n)“ Aufstellungserlass.


    Man kann wohl mit größter Wahrscheinlichkeit annehmen, dass das „Polizei-Freiwilligen-Regiment 1 „Belgien-Nordfrankreich“ zu keiner Zeit bestanden hat.

    Sollten bereits „Freiwillige“ für die Aufstellung zur Verfügung gestanden haben, ist aber deren Verwendung bisher nicht bekannt


    Herzliche Grüße Roland

    Zahnärztlichen Station 187



    Hallo zusammen,



    hier eine kleine Ergänzung,



    laut Schnellbrief

    Der Chef der Ordnungspolizei, Berlin, den 30.August 1944

    Kdo g I Org./Ia (3) Nr. 407 III/44 (g)

    Betr.: Auflösung der Pol.Schtz.Rgt. 31 und 36


    war der Leiter der Zahnärztlichen Station 187, Oberarzt d. Pol. d.Res. Walter Reiß, bisher bei Pol.Schtz.Rgt .31, sowie der

    Obwm. d.Sch. d.R. Heinrich Lücking, Techniker der Zahnärztl. Station 187,

    zur Pol.-Klinik für Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten in Berlin W 35, Bülowstraße in Marsch zu setzen


    Das Kfz der Zahnärztl. Station 187, RMdI-Nr. 14 369/35, war durch den Kraftfahrer, Zugwm. d.SchP. d.Res. Arnold Glogner zum Zentralsanitätslager beim Reichsarzt-SS und Polizei – Zentral-Ausgabestelle – in Dahme/Mark zu überführen.


    Die Feldausrüstung der Zahnärztl. Station 187 war an das Zentralsanitätslager beim Reichsarzt-SS und Pol. – Dental-Ausgabestelle – in Dahme/Mark abzugeben

    (T175 R8 2 509 173ff)



    Herzliche Grüße Roland

    Hallo zusammen,



    als Ergänzung zu Albert Hänig habe ich durch Zufall folgendes gefunden,


    vllt. mal interessant..



    Herzliche Grüße Roland



    Der Reichsminister des Innern Berlin, den 6.April 1944

    Pol O-Kdo II P 2e (1) 71 Nr. 39/44 (II)

    Schnellbrief

    (u.a. an Kdr d. Offiziersschule d. OP in Mariaschein und Dienststelle FPNr. 41786)


    I. Ich ernenne zu Leutnanten der Schutzpolizei

    a) die Hauptwachtmeister und Junker der Schutzpolizei

    Rudolf Kleibl PV Straßburg

    Friedrich Übelacker PV Innsbruck


    b) die Revieroberwachtmeister und Junker der Schutzpolizei

    Ewald Manke PV Berlin

    Albert Hänig PV Berlin


    Rangdienstalter: 1.April 1944

    Neben ihrem Dienstgrad haben die Genannten die Fachbezeichnung „Musikmeister der Schutzpolizei“ zu führen (vgl. RdErl. v. 22.7.1942(?) – O-Kdo II P I (1e) 16/42

    Die Ernennungsurkunden werden neuernannten Offizieren am 5.4.1944 an der Offiziersschule der Ordnungspolizei in Mariaschein ausgehändigt.

    Die Offiziere sind mit Wirkung vom 1.April 1944 bei ihren neuen Dienststellen in Planstellen ihres Dienstgrades einzuweisen.


    II. In dienstlichem Interesse werden mit Wirkung vom 1.April 1944 unter Gewährung der bestimmungsmäßigen Umzugskostenvergütung innerhalb der Schutzpolizei des Reiches versetzt:

    die Leutnante der Schutzpolizei

    Rudolf Kleibl zum BdO Prag

    Friedrich Übelacker zum BdO Prag

    Albert Hänig zur PV Leipzig


    III. Die genannten Offiziere sind als Musikleiter wie folgt zu verwenden

    Kleibl beim Musikkorps des SS-Pol.-Regt. 20 zur Einarbeitung

    Übelacker als Leiter des Musikkorps des SS-Pol.-Regt. 21

    Manke als Leiter des Musikkorps des SS-Pol.-Regt. 22

    Hänig als Leiter des z. Z. beim BdO Russland-Mitte eingesetzten Musikkorps


    IV. Die neuernannten Offiziere melden sich bei ihren neuen Dienststellen am 16.4.1944. Sie stehen ab 7.4.1944 bis zum Dienstabtritt dem Musikinspizienten der Ordnungspolizei zur Einweisung zur Verfügung.


    V. An Stelle des mit RdErl. v. 28.1.1943 (MBliV S. 158) geforderten Nachweises der deutschblütigen Abstammung ist durch die ernannten Offiziere die in Ziffer (1) des RdErl. vom RMdI vom 20.9.1943 (MBliV S. 1505) geforderte Versicherung noch vorzulegen, die von dem Dienstvorgesetzten mit dem Sichtvermerk und dem Dienstsiegel zu versehen ist. In der Versicherung verheirateter Nachweispflichtiger ist der Vor- und Mädchenname der Ehefrau mit zu vermerken.


    VI. Wegen der SS-Aufnahme gem. RdErl. v. 11.6.1942 – O-Kdo II P I (1g) 172/42 – ist das Erforderliche durch die Heimatdienststellen zu veranlassen.


    Für die Richtigkeit/ Im Auftrage

    Gez. (Kleinhaus oder –hans), Major d.SchP./ gez. Wünnenberg

    (T175 R7 2 508 742 – 743, Bild 1171 - 1172)

    Hallo Peter,



    tut mir leid, leider habe ich für dieses Datum keine Eintragungen betreffend des II./Pol. 15... eigentlich gab es keine Kampfhandlungen in dem Sinne zu dieser Zeit,

    evtl. Unfall oder im Lazarett nach Krankheit verstorben?


    Ich kann da leider im Moment nicht weiterhelfen!


    Herzliche Grüße Roland

    Hallo Werner,


    hinsichtlich Erich Grund



    Der Reichsminister des Innern Berlin, den 15.März 1944

    Pol. O-Kdo II P 2a (3) 71 Nr. 30/44

    Schnellbrief

    U.a. an den Kdr. d. Pol.-Schule (Schutzpol.) Jena, sowie

    SS-Personal-Hauptamt, z. H Oberstleutnant d.SchP. Möller-Franzen, in Berlin-Charlottenburg, Wilmersdorfer Str. 98/99, nachrichtlich u.a. an

    (1) Der Führer hat ernannt

    ...

    d) zum Major der Schutzpolizei

    die Hauptleute der Schutzpolizei

    ...

    Erich Grund Pol.-Schule f. Kraftfahrwesen in Wien

    abgeordnet zur 13.verst.Pz.Kp. beim SS-Pol. 14

    ...

    Das Rangdienstalter der ernannten Offiziere wird später festgesetzt

    ...

    Für die Richtigkeit In Vertretung

    Gez. (Heinz) Major d.Sch. gez. Wünnenberg

    (T175 R7 2 508 755 – 757 Bild 1184 – 1186)


    Herzliche Grüße Dein Roland

    Hallo Andreas,



    das "Gen.Kdo. Italien Nord" ist einfach ein Tippfehler, oder Übertragungsfehler; gemeint ist das Gendarmerie-Kommando Italien - Nord... ;)



    Herzliche Grüße Dein Roland

    Hallo Dieter,



    vielen Dank für die interessanten Ergänzungen!!!



    Das I. Btl. (PB 305) Pol.Rgt. 15 blieb in Nordrussland, bildete beim "berüchtigten Bataillonstausch" das III./Pol.Rgt 16 und wurde durch das bisherige II./Pol.Rgt 28 (PB 253, Major d.Sch. Heinrich Richter (s.a.d.) ersetzt, welches aber durch die Vernichtung des Pol.Rgt. 15 im Februar 1943 zum komb. Rgt. v. Braunschweig in Milowitz trat.

        


    Herzliche Grüße Dein Roland

    Hallo Thomas,



    dann versuch doch mal, auf dem "offiziellen Wege" etwas herauszufinden, WASt, bei der Polizei in Karlsruhe, in den Ermittlungen der Staatsanwaltschaften hinsichtlich Reiter-Abt. II...;)

    Was sagt die Rentenbescheinigung usw....


    Einfach mal die Liste abarbeiten.... vielleicht kommt ja noch was zu Tage???



    Viel Erfolg!!



    Herzliche Grüße Roland

    Hallo J,



    "SS-Polizei" ist leider ein sehr grober Begriff, gibt es da vllt. eine Feldpostnummer oder weitere nähere Beschreibungen?



    U.a. das SS-Pol.Rgt. 1 wurde in Budapest zerschlagen, evtl. wurde der Gesuchte verwundet und wurde noch evakuiert??


    Wie er nach Rimini kam, ist so nicht nachzuvollziehen, spricht aber für eine Gefangennahme bei den Westalliierten ;)



    Ohne weitere Angaben - evtl. WASt - ist leider keine genaue Aussage möglich...


    Herzliche Grüße Roland

    Hallo Diana,



    also diese Sache mit der Schneeschuh-Kompanie ließ mir keine Ruhe, Polizei und W-SS dürfte es n i c h t sein, das Polizei-Regiment 17 bestand zu diesem Zeitpunkt noch nicht...


    leider habe ich keine entsprechende Literatur für diesen Zeitraum gefunden


    hiernach

    http://www.lexikon-der-wehrmac…/Korps/Karte/LIII0442.jpg

    war die 134.ID in relativer Nähe zur 17.Pz.Div. Heer eingesetzt. Teile der Div. waren ab März.1942 der 134.I.D. unterstellt, u.a. vom Gren.Rgt. (mot) 40...


    Ich vermute da eine im Winter 41/42 aufgestellte improvisierte Einheit dieser 17.Pz.Division??

    Evtl aus der Aufklärungs- Abt, oder dem Kradschützen-Btl. gebildet?


    Herzliche Grüße Dein Roland

    Hallo zusammen,


    als Ergänzung



    Herzliche Grüße Roland



    Der Chef der Ordnungspolizei Berlin, den 10. Juli 1944

    Kdo g I Org/Ia (3) Nr. 211/44 (g)


    Kr.-Fernschreiben

    An

    die Befehlshaber der Ordnungspolizei in Kopenhagen und Hannover,

    nachrichtlich:

    Kommandostelle Reichsführer SS, Bergwald



    Betr.: Bereitstellung für besonderen Einsatz

    Bezug. Mein FS-Erl. Nr. 114 v. 2.12.43 – Kdo g I-Ia Nr. 787/43 (g) und

    Schreiben des BdO Kopenhagen Abt Ia – Ttb.Nr. 588/44 g v. 1.7.44


    1.) Alarmkompanie Hildesheim wird sofort BdO Kopenhagen in voller Stärke (4/121), Bewaffnung und Ausrüstung für besondere Aufgaben kurzfristig zur Verfügung gestellt. /(s. Bezugserl.)

    An Kfz jedoch nur 2 Wkw.


    2.) Kp. wird BdO Kopenhagen im Blitztransport zugeführt und unterstellt.

    3.) Marschbereitschaft ab sofort.

    4.) Transportanmeldung ist durch Hauptamt OP Ib/TO veranlasst.

    Zuteilung der Fahrtnummer erfolgt an BdO Hannover

    5.) BdO Hannover meldet mir und BdO Kopenhagen Abmarsch der Kp. unter Angabe der Stärke getrennt nach Offizieren, Unteroffizieren und Männern sowie Fahrtnummer durch Kr.-FS.

    6.) Marschverpflegung für 4 Tage mitgeben.

    7.) Eintreffen und Einsatzort meldet BdO Kopenhagen fernschriftlich

    8. ) Wirtschaftliche Versorgung richtet sich nach den Bestimmungen der PDV 33

    Zuteilung der Kp. zu einer kassenführenden Stelle ordnet BdO Kopenhagen an.

    Angehörige der Kp. vor Abmarsch über ergangene Devisenbestimmungen belehren

    9.) Offiziersstellenbesetzung ist mir sofort nach Eintreffen und Tätigkeitsbericht nach beendigtem Auftrag durch BdO Kopenhagen vorzulegen.

    10.) Kp. nach Beendigung des besonderen Einsatzes unverzüglich zur Pol.-Schule (Gend.) Hildesheim in Marsch setzen.

    Vollzug ist mir durch FS zu melden.


    11.) Im Übrigen verweise ich auf Bezugserlass


    Zusatz für BdO Kopenhagen

    S. dort. Bezugsschreiben. Beantragtes Batl. kann mangels Kräften nicht zur Verfügung gestellt werden.


    Für die Richtigkeit/ Im Auftrage

    Gez. (Blau o. ä.), Rev. Hptm.d.SchP./ gez. Degener

    (T175 R8 2 509 362 - 363, Bild 0535 - 0536)



    Der Chef der Ordnungspolizei Berlin, den 15.Juli 1944

    Kdo g I-Org (3) Nr. 221/44 (g)

    Übersicht über Kräfte der Ordnungspolizei und ihren Einsatz, Stand. 15.Juli 1944


    I. Wach-Btl. „Dänemark“ Aarhus

    Maj. Zuschneid (?)

    1.Kp. Aarhus

    2.Kp. Randers

    3.Kp. Kolding

    4.Kp. Odense

    5.Kp. Aalborg


    II. Wach-Btl. „Dänemark“ Kopenhagen

    Major Völker (?)

    Keine Angaben zu Kompanien

    Alarm A.-Kp. Hildesheim Kopenhagen (R19 – 451/27)



    Der Chef der Ordnungspolizei Berlin, den 20.Oktober 1944

    Kdo g I Org/Ia (3) Nr. 762/44 (g)

    Übersicht über Kräfte der Ordnungspolizei und ihren Einsatz, Stand. 20.Oktober 1944


    I. Wach-Btl. „Dänemark“

    Kampfbtl. (Hptm. Kersten) Lager Horseröd


    II. Wach-Btl. „Dänemark“ Kopenhagen

    (Major Völker)

    1. – 4.Kp. Kopenhagen

    5.Kp. Jütland

    Alarm A.-Kp. Hildesheim Kopenhagen

    Gensenden-Kp. Horseröd/Helsingör

    Alarmflakbatterie „Dagmarhaus“ Kopenhagen (R19 – 451/61)



    Interessant ist hier auch die Erwähnung einer „Alarmflak-Batterie“. Zu dieser sind bisher keine weiteren Angaben bekannt.

    Hallo zusammen,



    hier

    Musikkorps

    hatte Darko diese Kriegsaufstellungen und diesen Befehl schon mal erwähnt!!!




    Herzliche Grüße Roland



    16.08.1944

    Der Chef der Ordnungspolizei Berlin NW 7, den 16.Aug. 1944

    Kdo I Org./Ia (3)Nr, 545/44 Unter den Linden 74


    Schnellbrief!

    An

    die Höheren (Höchsten) SS- und Pol.-Führer – Befehlshaber d. Ordnungspolizei – in Italien, Griechenland, Breslau und Dresden,

    die Polizeiverwaltungen in Breslau und Leipzig,

    die Pol.-Waffenschule I in Dresden-Hellerau,

    das Pol.-Rechnungsamt für auswärtige Einsätze in Grünheide über Erkner,

    den Rechnungshof des Deutschen Reiches in Potsdam


    Betr.: Aufstellung von Pol.-Einsatzmusikkorps


    1) Bei der Pol.-Waffenschule I in Dresden-Hellerau sind sofort aus Unterführern und Männern der Geburts-Jahrgänge 1906 und jünger der Musikkorps der Polizeiverwaltungen Breslau und Leipzig 2 Einsatzmusikkorps in Stärke von je 1 : 39 (Mindeststärke) aufzustellen. Die Musikkorps führen die Bezeichnung:

    Pol.-Einsatzmusikkorps I,

    Pol.-Einsatzmusikkorps II


    2) Aufgabe:

    Die Pol.-Einsatzmusikkorps sind für den auswärtigen Einsatz vorgesehen. Sie sollen dem Befehlshaber der Ordnungspolizei, dem sie später zugeteilt werden, neben ihrer Musiktätigkeit als Einsatzreserve zur Verfügung stehen.


    3) Personelle Bestimmungen

    a) Als Führer der Einsatz-Musikkorps werden bestimmt:

    Einsatzmusikkorps I Lt. d.SchP. u. Musikmeister Winkel, PV Breslau,

    Einsatzmusikkorps II Lt. d.SchP. u. Musikmeister Hänig, PV Leipzig


    b) Zur Aufstellung der Pol.-Einsatzmusikkorps sind von den Musikkorps der Pol.-Verw. Breslau und Leipzig sämtliche Unterführer und Männer der Geburts-Jahrgänge 1906 und jünger zur Pol.-Waffenschule i in Dresden-Hellerau in Marsch zu setzen.

    Eintreffetag zu a) und b) 25.August 1944


    4.) Materielle Bestimmungen

    a) Bewaffnung

    Die Unterführer und Männer nehmen die in ihren Händen befindlichen Waffen und Ausrüstungsstücke zu den Einsatzmusikkorps mit.

    b) Bekleidung

    Für die Ausstattung mit Dienstkleidung gilt der RdErlass vom 12.7.1941 (MBliV S. 1303), ergänzt durch RdErlass vom 5.8.1942 (MBliV S. 1644) nebst Änderungen

    c) Musikinstrumente, Noten usw.

    Instrumente, Geräte und Noten sind den Beständen der Polizeiverwaltung Breslau bzw. Leipzig gemäß der in der PDV 26, Anhang, vorgesehenen Instrumentalbesetzung für mittlere Musikkorps zu entnehmen. Fehlende Stücke stehen nur in beschränkter Anzahl zur Verfügung.


    5) Wirtschaftliche Versorgung

    Die Pol.-Einsatzmusikkorps I und II sind vom Tage des auswärtigen Einsatzes nach der PDV 33 wirtschaftlich zu versorgen. Die Zuteilung zu einer kassenführenden Stelle ordnen die Befehlshaber der Ordnungspolizei an.


    6) Ausbildung

    a) Militärische Ausbildung

    Die Angehörigen der Einsatzmusikkorps sind bei der Pol.-Waffenschule I für den vorgesehenen Einsatz mit dem Ziel der Feldverwendungsfähigkeit auszubilden, wobei der Schwerpunkt auf der Kampf- (Nah- und Bandenkampf) und Schießausbildung liegen muss.

    Die Waffenausbildung erstreckt sich auf Pistole, Karabiner, Maschinenpistole und l. MG sowie auf Gebrauch der Handgranate.


    b) Musikausbildung

    Die täglich im Dienstplan aufzunehmende Musikausbildung erstreckt sich auf Musikexerzieren, Proben, Einzelüben und theoretischen Unterricht.


    7) Für Ausstattung mit Erkennungsmarken ist der RdErlass vom 20.10.1942 und RdErlass vom 16.3.1944 – BefBlO S. 83 – maßgebend.

    8 ) Verluste sind gemäß RdErlass vom 15.7.1942 (MBliV S. 1503) und Ergänzungsbestimmungen zu melden.

    9) Feldpostnummern werden den Pol.-Einsatzmusikkorps nicht zugewiesen. Die Einsatzmusikkorps sind von dem jeweils zuständigen Befehlshaber der Ordnungspolizei einer Feldpost-Nr. führenden Dienststelle zuzuteilen.

    10) Disziplinarwesen

    Die Angehörigen des Einsatzmusikkorps unterliegen der Vorläufigen Dienststrafordnung für Polizeitruppen vom 19.4.1940. Die Führer des Einsatzmusikkorps haben die Strafgewalt eines Kompaniechefs (§ 7)

    11) Die für die Aufstellung der Einsatzmusikkorps nicht benötigten Unterführer und Männer der Musikkorps Breslau und Leipzig stehen der Pol.-Waffenschule I für die lfd. Ersatzgestellung zur Verfügung.

    12) Aufstellung und Abschluss der Ausbildung der Einsatzmusikkorps sind mir von der Pol.-Waffenschule I zu melden..

    Gleichzeitig sind mir namentliche Verzeichnisse der Einsatzmusikkorps vorzulegen.

    Über Einsatz ergeht besonderer Erlass.


    Im Auftrage gez. Flade.

    (T175 R8 2 509 407 - 408, Bild 0581 - 0582)



    Zum Leutnant d.Sch. Heinz Winkel gibt es Hinweise im WWW


    Heinz Winkel (* 19. April 1914 in Schönwalde; † 5. Februar 1962) war ein deutscher Orchesterleiter des Musikkorps der Schutzpolizei Berlin und Obermusikmeister.

    Heinz Winkel trat am 1. Juli 1934 in die Polizei ein und leistete vom Oktober 1936 bis Oktober 1938 den Wehrdienst ab. Darüber hinaus war er in den 1930er Jahren Trompeter im Musikkorps der motorisierten Gendarmerie in Potsdam und Mitglied der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt. Vom November 1940 bis März 1943 studierte er Musik am Konservatorium Berlin, das er mit der Musikmeisterprüfung mit der Note gut abschloss. Daraufhin nahm Winkel vom März bis April 1943 an dem 19. Reserveoffizieranwärter-Lehrgang in Mariaschein teil, wo er eine Fachprüfung ablegte. Er wurde am 14. August 1943 zum Leutnant der Schutzpolizei und Musikmeister ernannt und für die Polizeiverwaltung Breslau vorgesehen, wo er das Polizei-Einsatzmusikkorps 1 leitete. Im August 1944 wurde Winkel und sein Musikkorps zur Polizei-Waffenschule I in Dresden in Marsch gesetzt und im Dezember selben Jahres dem Befehlshaber der Ordnungspolizei Salzburg unterstellt.

    Nach dem Kriegsende trat Heinz Winkel im November 1945 in den Berliner Polizeidienst als Hauptwachtmeister im Straßenaufsichtsdienst des Polizeireviers 31 / Polizeiinspektion Tiergarten. Auf seine Intervention beim Polizeipräsidenten von Berlin gelang ihm die Bildung eines Polizeiorchesters, das im November 1948 aufgestellt wurde und das er bis zu seinem Tod 1962 leitete. Bei den Pfingstkonzerten im Berliner Zoo und den großen Polizeischauen im Berliner Olympiastadion erspielte sich das Musikkorps der Schutzpolizei Berlin einen hohen Rang. Des Weiteren zeichnete er sich durch zahlreiche Schallplattenaufnahmen aus.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Winkel



    Ein Albert Hänig wird nach dem Krieg in Verbindung mit dem Polizei-Musikkorps Essen genannt, ob es sich dabei aber um den o.g. Lt. d.SchP. gehandelt hat, ist nicht bekannt.



    Laut Klemen war ein Einsatzmusikkorps im Januar 1945 in Krainburg und wurde nach Laibach/Ljubljana verlegt und der SS-Unterführerschule Laibach dort unterstellt

    https://forum.axishistory.com/viewtopic.php?t=220746



    Dabei dürfte es sich um das Pol.-Einsatzmusikkorps I gehandelt haben, das das Einsatzmusikkorps II anscheinend nach Budapest zugeführt wurde??


    Der Chef der Ordnungspolizei Berlin, den 1.November 1944

    Kdo g ‚I Org./Ia (3) Nr. 799/44 (g) NW 7, Unter den Linden 74


    Abschrift


    Fernschreiben

    An

    a) BdO Budapest

    b) Pol.-Waffenschule I Dresden-Hellerau


    Betr.. Zuführung eines Einsatz-Musikkorps


    (1) Einsatz-Musikkorps II wird sofort in voller Stärke und Ausrüstung BdO Budapest im Bahntransport zugeführt und unterstellt.


    (2) PWS I meldet bis 3.11.1944 Transportbereitschaft, Transportstärke, Waggonbedarf und Verladebahnhof

    BdO Budapest zum gleichen Termin Ausladebahnhof


    (3) Transportanmeldung veranlasst Hauptamt OP/Ib/TO.

    Zuteilung der Fahrt-Nr. an PWS I


    (4) Abmarsch mir und BdO Budapest fernschriftlich melden.


    (5) Eintreffen und Einsatzort meldet BdO Budapest.


    (6) Angehörige vor Abmarsch über ergangene Devisenbestimmungen belehren.


    (7) Wirtschaftliche Versorgung nach PDV 33

    Zuteilung zu kassenführender Stelle ordnet BdO Budapest an.


    Zusatz für PWS I

    Einsatz-Musikkorps verbleibt vorerst bei PWS I.

    Im Auftrage gez. Degener (T175 R8 2 308 973)