Posts by B. W.

    Hallo Werner,


    hab vielen Dank für die hilfreichen Infos! Das passt sogar sehr gut, denn im Nachlass des Kradschützen befand sich auch eine Postkarte von Koblenz und die Angabe mit dem Nachbarort Düngenheim passte ja auch ganz gut. Die Einheit des Kradschützen wurde u.a. aus Platzgründen, aber auch um etliche Munitionskisten für den bevorstehenden Westfeldzug herzustellen, nach Urmersbach verlegt. Dann könnte es auch gut mit den Bildern der schneebedeckten Panzer passen, dass die Einheit dann wohl Ende Januar/Anfang Februar 1940 in die Eifel verlegt wurde.


    Nochmals besten Dank und viele Grüße,

    Benjamin

    Hallo zusammen,


    ich bin auf der Suche nach den Wehrmachtseinheiten, die ab Herbst 1939 bis Mai 1940 in der Eifel, genauer gesagt in meinem Heimatort Urmersbach, einquartiert waren. Gibt es irgendwo ein Verzeichnis der Wehrmachtseinheiten, die damals in dieser Gegend in/um Urmersbach (bei Kaisersesch) einquartiert waren? Hat jemand eine Idee wo/wie man eventuell weiter forschen könnte?


    Bei meinen Recherchen bin ich auf Soldatenfotos und ein Wehrstammbuch eines in Urmersbach einquartierten Soldaten der 3. Lehrschwadron der Panzer-Aufklärungs-Lehr-Abteilung (K 102) aus Potsdam-Krampnitz gestoßen. Er war Kradschütze in der Einheit und ab 06.11.1939 in Urmersbach stationiert (wie lange genau ist nicht mehr bekannt). Die Einheit war jedenfalls vom 06.11.1939 bis zum 04.05.1940 zur Verwendung im

    Operationsgebiet der Westfront in der Eifel eingesetzt. Die 1. und 2. Lehrschwadron der Panzer-Aufklärungs-Lehr-Abteilung mit ihren schweren 8-Rad Panzerspähwagen vom Typ SdKfz 232 waren unter anderem
    im Nachbarort Düngenheim, die 3. Lehrschwadron bestehend aus den Kradschützen der Abteilung in Urmersbach einquartiert. Außerdem ist auf einem Bild auch ein erbeuteter "Tschechen-/Skoda-Panzer" zu sehen. Könnte wohl auch zur 3. Schwadron gezählt haben?! Verfügt zufällig jemand über das Buch "
    Die Panzer-Aufklärungs-Lehrabteilung 1937-1940" von Hans Cramer und könnte mir mitteilen, ob in diesem Buch eventuell irgendwelche Eintragungen über die Einquartierungszeit 1939/40 in der Eifel enthalten sind? Das würde mir bereits sehr weiterhelfen.


    Weiterhin fand ich durch Soldatenfotos und Erzählungen meiner Großmutter heraus, dass auch Soldaten aus Sachsen im Ort einquartiert waren. Es waren Soldaten vom Artillerie-Regiment 24 aus Pirna, wohl vom 1. Bataillon. In unserer Gegend mussten zu dieser Zeit wohl laut Eintragungen in Schulchroniken etwa 2.000 Soldaten des 1., 2. und 3. Bataillons ab 07.11.1939 u.a. in Kaisersesch, Masburg und auch Urmersbach einquartiert werden. Hat zum Artillerie-Regiment 24 und dessen Zeit in der Eifel vielleicht irgendjemand weitere Informationen?


    Weitere in Urmersbach und direkter Umgebung einquartierten Wehrmachtseinheiten ist mir nichts bekannt, außer dass auch eine bayrische Truppe dort für kurze Zeit gewesen sein soll.


    Viele Grüße und besten Dank für die Hilfe,

    Benjamin


    Hallo!


    Vielen Dank für den Hinweis mit dem Buch, da werde ich mal nachschauen und auch danke für den Tipp mit dem Archiv der DB (war mir noch gar nicht bekannt).


    Die Angriffe wurden mit großer Sicherheit von der US-Air Force geflogen. Aus der Zeit ist nur ein einziges relativ brauchbares Luftbild erhalten geblieben. Nur leider wurde es aus so großer Höhe aufgenommen, dass Einzelheiten nicht zu erkennen sind.


    Aber vielleicht sind ja noch Fotos vom Ort bzw. der Umgebung von der US-Kampfeinheiten (4. US-Panzersivision) in den US Archiven vorhanden. Eine Anfrage meinerseits würde bereits vor Wochen gestellt, bin jedoch nicht sehr optimistisch, dass dort Fotos speziell von meinem abgelegenen Heimatort vorhanden sind.


    Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt ;-)


    Viele Grüße,

    Benjamin

    Hallo Sven,


    vielen Dank für die weiteren Hinweise sowie die Lagekarten!


    Ich gehe davon aus, dass die 340. VGD in unserer Gegend um den 07.03.1945 eingesetzt war. In der Zwischenzeit hatte ich noch erfahren, dass die schwere Panzerabteilung 506, die mit Kampfpanzern vom Typ Tiger II ausgerüstet war, der 340. VGD zu diesem Zeitpunkt unterstellt war. Dies würde sich auch mit einer Aussage meines Großvaters decken, denn er hatte als 12-jähriger diese großen Panzer damals in Kaisersesch gesehen. Einer davon stand am Ortseingang ("Aufm Stier") dort wo später die Amerikaner einmarschierten. Der Panzer wurde beim Herannahen der Amerikaner - aufgrund Treibstoffmangel - gesprengt. Die Munition des Panzers (MG-Munition) hätte noch überall herumgelegen und hätte später noch spielende Kinder verletzt.


    Ich werde bezüglich der 340. VGD mal eine Anfrage an das BA Freiburg richten.


    Die Quelle "Foreign Military Studies" finde ich sehr interessant, vielen Dank für den Tipp. Doch leider wurde ich da bisher auch noch nicht fündig.


    Viele Grüße,

    Benjamin

    Sorry!


    Also meine Quellen sind u.a.:


    • SCHRAMM, Percy E. (Hrsg.) (2005)
      „Kriegstagebuch des OKW – Eine Dokumentation 1944-1945, Band 4, Teilband 2“, Bernard & Graefe Verlag GmbH & Co. KG, Bonn, 2005.
    • MACK, Hans-Joachim (2001)
      „Das Kriegsende in Rheinland-Pfalz – Kämpfe und Besetzung 1945“, v. Hase & Koehler Mainz, 2001.
    • FORD, Ken (2004)
      „the rhineland 1945 – the final push into germany“, Praeger Publishers, 88 Post Road West, Westport, CT 06881, 2004.
    • JACOBSEN, Hans Adolf (1961)
      „1939-1945. Der Zweite Weltkrieg in Chronik und Dokumenten.“, Darmstadt, 5. Auflage 1961.
    • URMERSBACH, Ortsgemeinde (2018)
      Abschrift der Schulchronik der Volksschule Urmersbach (1875 – 1973, 1996)
    • MICHELS, Willi K. (1985)
      „Die Heimat in Scherben – Kriegsende an Rhein und Mosel 1945“, Mittelrhein-Verlag GmbH, Koblenz, 1985.
    • Historischer Verein Andernach (Hrsg.) (2003)
      „Andernach 1939-1945 – Das Kriegstagebuch von Karl Wind“, Band 1, September 1939 bis Dezember 1942, Andernach 2003.
    • Historischer Verein Andernach (Hrsg.) (2003)
      „Andernach 1939-1945 – Das Kriegstagebuch von Karl Wind“, Band 2, Januar 1943 bis 9. Juli 1945, Andernach 2003.
    • THÖMMES, Matthias (1999)
      „Tod am Eifelhimmel – Luftkrieg über der Eifel 1939 – 1945“, Helios Verlags- und Buchvertriebsgesellschaft, Aachen, 1999.
    • SCHNATZ, Helmut (1981)
      „Der Luftkrieg im Raum Koblenz 1944/45 – Eine Darstellung seines Verlaufs, seiner Auswirkungen und Hintergründe“, Harald Boldt Verlag, Boppard, 1981.

    sowie diverse Artikel in Heimatjahrbüchern des Kreises Cochem-Zell, Mayen-Koblenz und Vulkaneifel (Daun).


    Nach Auswertung dieser Bücher usw. konnte ich folgenden Ablauf rekonstruieren (ohne Gewähr):


    05.-07.03.1945

    Durchbruch der 4. US-Panzerdivision aus dem Brückenkopf ostwärts Bitburg,zerschlug in kurzer Zeit die schwache deutsche Abwehr und stieß bis zum Abend tief durch die deutsche Front nach Nord-Osten bis in Gegend Salm durch. Damit war die 7. Armee durchbrochen und das LIII. Armeekorps, das mit seinen Divisionen noch westlich der Kyll stand, in seiner Südflanke umgangen.

    Am 7.3. abends erreichte die feindliche Panzerspitze bereits die Rhein-Höhen westlich Koblenz. Damit war der feindliche Durchbruch nördlich der Mosel vollzogen, die Front zwischen 15. und 7. Armee aufgerissen. Das LIII. Armeekorps trat am 7.3. unter Befehl der 15. Armee. Die 7. Armee mußte ihren rechten Flügel auf die Mosel in allgemeiner Richtung Cochem zurückbiegen. In den folgenden Tagen erfolgten auch von der 11. Panzerdivision bei Gerolstein und 10. Panzerdivision ostwärts Trier ähnliche tief geführte Angriffe.[MACK, Hans-Joachim, S. 105f.].


    05.-06.03.1945

    „In den ersten Märztagen wurde der Kreis Cochem Frontgebiet. Die feindlichen Truppen rückten in Kaisersesch ein, nachdem auch im dortigen Amtsbezirk die Bomben vorher ihrer Opfer gefordert hatten. Urmersbach und Hambuch zum Beispiel waren die Ziele von Jabo-Angriffen. Sieben Tote  waren zu beklagen und über 20 Gebäude  wurden zerstört. So kam der 5. März 1945 heran. Am Bahnhof Laubach stellte sich ein deutscher Leutnant mit zehn Mann den Amerikanern zum Kampf, der schnell beendet war. Das dürfte wohl der einzige Widerstand gewesen sein, der um Kaisersesch geleistet wurde. Kaisersesch blieb fast verschont, da es zur Lazarettstadt erklärt worden war. Am 6. März (einem Dienstag) hörten wir starkes Feuer in Richtung Laubach. In der Nacht vom 6. zum 7. März flogen 30-40 Granaten über mein Haus. [MICHELS, Willi K. (1985), S. 37; Ortschronik Hauroth, S. 71].


    07.03.1945

    „Köln fällt. Adenau ist erreicht. Kreisgebiet Daun in amerikanischer Hand. 30 Panzer im Vorstoß von Daun nach Süden. Zum Stoß auf Cochem wird die 179. (US) Infanteriedivision angesetzt. Der Angriff der 6. SS-Gebirgsdivision wird angehalten; die Division soll nördlich der Mosel eingesetzt werden. Die 256. Infanteriedivision wird auf die Ruwer zurückgedrängt. […] Die Amerikaner dringen bis 5 Kilometer westlich Koblenz vor. Cochem wird besetzt. Mayen fällt kampflos in amerikanische Hand. Die Amerikaner erreichen Karden und stehen in Adenau, Plaidt und Miesenheim.“ [MACK, Hans-Joachim (2001), S. 373f.]



    Bei dieser letzten Meldung für den 07.03.1945 frage ich mich jedoch, ob dies stimmen kann, da laut anderen Quellen, Mayen erst am 08.03.1945 eingenommen wird und Cochem erst Tage später. Außerdem wird hier ebenfalls wieder die 6. SS-Pz.-Div. sowie die 256. Inf.-Div. genannt, vielleicht waren diese damals auch noch in der Gegen von Kaisersesch/Urmersbach? Darüber hinaus ist fraglich, ob es sich tatsächlich um die 179. US (nicht Wehrmacht)-Inf.-Div. handelte, denn hierzu habe ich sonst keine Quelle gefunden.



    Die Frage ist weiterhin, ob mir eventuell jemand Auskunft geben kann, welche Einheiten am 06. und 07.03.1945 im Raum Kaisersesch bzw. in Urmersbach eingesetzt wurden (7. Armee). Verfügt jemand über die Kriegstagebücher/Tagesmeldungen der o.g. bzw. folgenden deutschen Einheiten? Sind darin eventuell Hinweise zu Urmersbach oder Kaisersesch enthalten?:

    XIII. Armeekorps2. Panzerdivision
    276. VGD
    326. VGD
    167. VGD (nach der Lagekarte eventuell diese und die 340. VGD in der Gegend Urmersbach, verfügt jemand über Aufzeichnungen/Berichte zu diesen beiden Einheiten bzw. kann mir sagen, wo man diese finden könnte)
    340. VGD
    LIII. Armeekorps
    79. VGD
    9. VGD
    352. VGD

    Kann man die KTBs/Tagesmeldungen irgendwo einsehen? Eventuell sind darin wertvolle Hinweise auf die Geschehnisse des 06. und 07.03.1945 in Urmersbach.


    Beste Grüße,

    Benjamin




    Ja Tageszeitungen berichteten, wenn überhaupt nur von den größeren "Terror-Angriffen", jedoch nur ganz selten von kleineren Ereignissen. In den letzten Kriegswochen sah es dann ganz schlecht mit der Nachrichtenlage aus und die Bevölkerung war nur noch auf Gerüchte angewiesen.


    Die Chronik der Volksschule, das Protokollbuch der Gemeinde und auch Heimatbücher und Heimatchroniken der Nachbardörfer habe ich bereits ausgewertet.


    In der Schulchronik ist folgendes über den Angriff enthalten:

    „In der Kriegszeit haben wir hier wegen der Bahn in ständiger Angst vor den Fliegern gelebt. Wiederholt wurden Züge von den Fliegern mit Bomben und Bordwaffen angegriffen. Doch erst am 2. Februar 1945 wurde Urmersbach angegriffen. SS-Kolonnen mit ihren Lastwagen waren in Urmersbach eingerückt. Ein Geschwader von 12 Jagdflieger hatte sie erspäht und warf seine Bomben, je 2 Stück, ab. Eine Bombe traf das Haus des NN im Oberdorf. Das Haus stürzte zusammen und begrub sechs Menschen unter sich, die nur als Leichen geborgen werden konnten. Die anderen Bomben fielen zum Glück außerhalb des Dorfes. Von den Getöteten waren nur zwei Urmersbacher, Hausbesitzerin Frau Witwe NN und Frau NN. Vier Personen waren von auswärts, die zu Hause vor den Bomben sich retten wollten und hier durch Bomben den Tod fanden. Gleichzeitig beschossen sie das Dorf mit Bordwaffen, sodaß noch eine Scheune in Flammen aufging. Das Schulhaus hatte auch mindestens 10 Treffer.“


    In letzter Zeit hatte ich viele Gespräche mit Zeitzeugen, die sich jedoch nur noch bruchstückhaft an die Ereignisse vor 74 Jahren erinnern konnten. Der Angriff erfolgte wohl derart plötzlich, dass die Menschen nicht mehr in einen Schutz(Schiefer-)stollen laufen konnten, sondern zuhause in den Keller gingen. Es gab massiven Bordwaffenbeschuss (der ganze Garten wäre wohl mit Patronenhülse übersät gewesen) und es wurden einige 250kg Bomben abgeworfen, die auch 6 Zivilisten töteten.


    Interessant wäre jedenfalls noch zu wissen, ob unter den Soldaten ebenfalls Opfer zu beklagen waren, denn die marschierten an diesem Tag auf offener Straße in der Nähe einer Panzersperre und es waren wohl sehr viele Wehrmachtssoldaten im Dorf einquartiert (insgesamt zwei Feldküchen, denen vielleicht 50, 100, 200 Soldaten entsprachen?!)


    Beste Grüße,

    Benjamin

    Hallo Roland,


    die 6. SS-Geb.-Div. war lediglich eine Vermutung aufgrund einer Lagekarte die ich hier im Forum mal sah.

    Ich habe leider keine Idee wo man das Kriegstagebuch der Heeresgruppe B oder G für diesen Zeitraum einsehen kann.


    Aber dein Hinweis, dass im Raum Kaifenheim - Mayen wohl Anfang Februar 45 die 9. SS-Pz.-Div. Hohenstaufen stand, ist sehr interessant. Hast du hierfür eine Quelle, dass ich hierzu vielleicht weitersuchen könnte. Möglicherweise war es eine Einheit dieser Division, die am 02.02.1945 angegriffen wurde.


    Was bedeutet denn "sammelte"? Bedeutet dies, dass die Division/Regiment sich als Einheit wieder sammelte und neu formierte oder eventuell auch, dass neue "Freiwillige" für die Einheit gesucht wurden? Denn mir ist ein Fall aus meiner Familie bekannt, dass im letzten Kriegshalbjahr ein Bruder meiner Großmutter, zwar Gefreiter in der Wehrmacht war, dann später jedoch noch in der SS kämpfen musste.


    Für einen Hinweis zur Quelle wäre ich sehr dankbar :-)


    Beste Grüße,

    Benjamin

    Hallo Johann Heinrich, hallo Thilo,


    vielen Dank für die nützlichen Tipps!

    Soweit ich von der Landesbibliothek in Koblenz erfahren hatte, ist die Lokal-Zeitung "Kaisersescher Zeitung, Mayener Tageblatt" leider nur bis Juli 1944 erhalten geblieben. Ich vermute jedoch, dass die damaligen lokalen Zeitungen wohl in den letzten Kriegswochen wohl nicht mehr erschienen. Ich glaube, dass Koblenzer Nationalblatt erschien ebenfalls nur bis Ende Januar 1945 (meine dies im Buch "Luftkrieg im Raum Koblenz" gelesen zu haben).


    Ich werde nun ebenfalls mal nach Luftschutzakten bzw. Akten der Kreispolizeibehörde im Kreis-/Stadtarchiv Cochem suchen!


    Nochmals besten Dank!

    Benjamin

    Vielen Dank, ManuLisa, für diese hilfreichen Tipps! :-)


    Ja die Sterbeurkunden im Standesamt sowie die Gemeindeprotokollbücher/Schulchronik usw. habe ich bereits ausgewertet.


    Aber das Kirchenarchiv noch nicht, dass werde ich jetzt einmal in Angriff nehmen, vielen Dank!


    Bezüglich der Betriebsämtern usw. werde ich einmal eine Anfrage an das hoffentlich dafür zuständige Landeshauptarchiv Koblenz richten, vielleicht sind ja auch für die Bahnstrecke Mayen-Kaisersesch solche Erhebungen überliefert geblieben.


    Beste Grüße

    Benjamin

    Hallo Sven,

    vielen Dank für die Infos und die beiden Lagekarten-Ausschnitte, die wirklich sehr interessant sind! Anhand der Lagekarten ist es jedoch schwierig auszumachen, welche Einheit am 06.-07.03.1945 in Urmersbach in Kämpfe/ Gefangenschaft geriet.


    Das Buch von MICHELS habe ich bereits gelesen... die Infos in diesem Buch stammen überwiegend aus anderen Büchern, aber als Überblick über die Situation v.a. im März 1945 sehr hilfreich. Ebenso hilfreich, wenn nicht sogar noch mehr, war das Buch von MACK, Hans-Joachim: "Das Kriegsende in RLP" (2001). Aus diesem Buch habe ich auch die o.g. Aufzählung der deutschen Einheiten die damals in unserem Gebiet eingesetzt wurden (die 7. Armee wechselte ja wohl Anfang März 45 von der Hgr. B zur Hgr. G). Nur leider wird in diesen oder auch anderen Büchern stets auf andere Regionen/Orte eingegangen.


    Für das Gebiet um Urmersbach wird meist nur kurz erwähnt, dass der Vormarsch der Amerikaner ohne (nennenswerten) Widerstand verlief.

    Am Bahnhof von Laubach stellte sich jedoch am 05.03.1945 ein junger deutscher Leutnant mit sieben Mann den amerikanischen Panzern in einem aussichtslosen Kampf gegenüber.


    Auch für Urmersbach berichten Zeitzeugen, dass es am Morgen des 07.03.1945 wohl noch zu Kampfhandlungen im Ort kam. Die US-Einheiten hatten wohl die Nachricht abgefangen, dass noch ein deutscher Soldatenzug auf der Eisenbahnstrecke von Mayen nach Kaisersesch (zur Front) unterwegs wäre. Daher stießen die Amerikaner wohl auch so schnell von Ulmen über Schöne Aussicht in Richtung Kaisersesch - alles entlang der Eisenbahnstrecke - und dann auch schnell nach Urmersbach vor. Bevor es dann am selben Tag (07.03.1945) über Düngenheim nach Kehrig weiterging. In Kehrig stellten sich dann wohl zwei 8,8 cm Flakgeschütze den amerikanischen Panzern, jedoch nicht lange, entgegen.


    Besten Dank!

    Benjamin

    Hallo zusammen,


    ich bin auf der Suche nach den Wehrmachtseinheiten, die vom 05. bis 07.03.1945 im Raum Ulmen-Kaisersesch-Urmersbach kämpften.


    Das Kriegstagebuch des OKW enthält für den 07.03.1945 folgendes:

    „[…] 30 Panzer im Vorstoß von Daun nach Südosten. […] Von der 352. Inf.-Div. fehlen Meldungen. Zum Stoß von Lauterbach [Anm.: muß wohl Laubach heißen?] nach Kochem an der Mosel wird die 179. Inf.-Div. angesetzt. Der Angriff der 6. SS-Geb.-Div. wurde angehalten, um sie nördlich der Mosel anzusetzen; südlich der Mosel feindliche Gegenangriffe. Die 256. Inf.-Div. wurde auf die Rouwe [Anm.: Ruwer] zurückgedrängt. Die 6. SS-Geb.-Div. mußte die Hälfte des gewonnenen Geländes wieder preisgeben."


    Kann mir hierzu eventuell jemand Auskunft geben, welche Einheiten am 06. und 07.03.1945 im Raum Kaisersesch bzw. in Urmersbach eingesetzt wurden (ich vermute es waren hauptsächlich Einheiten der 7. Armee). Verfügt jemand über die Kriegstagebücher/Tagesmeldungen der o.g. bzw. folgenden deutschen Einheiten? Sind darin eventuell Hinweise zu Urmersbach enthalten?:

    • XIII. Armeekorps
      • 2. Panzerdivision
      • 276. VGD
      • 326. VGD
      • 167. VGD
      • 340. VGD
    • LIII. Armeekorps
      • 79. VGD
      • 9. VGD
      • 352. VGD

    Kann man die KTBs/Tagesmeldungen irgendwo einsehen? Eventuell sind darin wertvolle Hinweise auf die Geschehnisse des 06. und 07.03.1945 in Urmersbach.



    Die 4. US-Panzerdivision rückte am 07.03.1945 um 9-11 Uhr in Kaisersesch ein und nahm dabei 200 Gefangene. In Urmersbach rückten Einheiten der 4. US-Panzerdivision gegen 10:30 Uhr ein.

    Ich vermute hierzu, dass es sich um die 37th Tank Bataillon handelte. Hat hierzu jemand vielleicht weitere Informationen über sonstige Einheiten, die vielleicht in Betracht kommen oder kann mir bestätigen, dass die 37th dort einrückte?


    Für Hinweise wäre ich sehr dankbar!


    Viele Grüße,

    Benjamin



    Hallo zusammen,


    am 02.02.1945 um ca. 15 Uhr hielt ein Güterzug im Bahnhof von Urmersbach, der daraufhin von zwölf Jabos beschossen und zerstört wurde. Gemäß den alliierten Berichten der Fighter Group wurden insgesamt 6 Güterwaggons zerstört und die Strecke ebenfalls. Darüber hinaus wurden mehrere Bomben auf das Dorf geworfen, SS- und Wehrmachtssoldaten sowie die Zivilbevölkerung beschossen. Dabei starben sechs Personen.


    Gibt es für den Bereich der ehem. Reichsbahn noch Unterlagen/Aufzeichnungen über einen solchen Angriff?


    Wo könnte man Aufzeichnungen / Infos von deutscher Seite (NS-Behörden, Wehrmacht, SS, Reichsbahn, ...) über diesen Angriff / Tag erhalten?


    Viele Grüße und vielen Dank!

    Benjamin

    Hallo zusammen,


    ich bin auf der Suche nach einer SS-Einheit, die am 02.02.1945 ca. nachmittags um 15 Uhr mit etlichen Soldaten und LKW-Kolonnen durch das Dorf Urmersbach zog. Die Einheit kam aus westlicher Richtung aus Hauroth und marschierte weiter in östlicher Richtung wohl nach Kehrig oder Mayen. An diesem Tag wurde das Dorf von zwölf amerikanischen Jabos angegriffen und die SS-Einheit sowie viele weitere Wehrmachtssoldaten - die im Dorf einquartiert waren - wurden ebenfalls mit Bordkanonen beschossen. Es gab insgesamt sechs Tote Zivilisten.


    Ich vermute, dass es sich bei der SS-Einheit um eine Einheit der 6. SS-Geb.-Div. handelte, da ich sonst keine Hinweise auf andere SS-Einheiten in dieser Gegend und für diesen Zeitraum fand.


    Kann mir hierzu vielleicht jemand weiterhelfen, um welche Einheit es sich gehandelt hatte und ob zu dieser Einheit bzw. zu diesem Luftangriff irgendwelche Unterlagen (Tagesmeldungen, Kriegstagebücher) vorhanden sind bzw. wo man solche einsehen könnte?


    Viele Grüße und vielen Dank!

    Benjamin