Posts by Vergessen 9

    Hallo Bodo,

    Welche Zeugnisse gibt es sonst noch zum Verhältnis zwischen Christen bzw. Christlichen Humanisten und den Nazis innerhalb der Wehrmacht?

    erwähnenswert wären in diesem Zusammenhang zwei Personen, über die mehr oder weniger umfangreiche biografische Veröffentlichungen vorliegen.

    Einmal Hauptmann Fritz Hartnagel, dem mit letztem Verwundetenausflug aus Stalingrad entkommenen Freund von Sophie Scholl sowie dem Bruder des Widerstandkämpfers Major Roland von Hößlin,

    RK-Träger Hartmut von Hößlin.

    Beide wurden von Regimentskommandeuren gedeckt, die sich durch ihrer Aufrichtigkeit und christlichen Sichtweise in erhebliche Gefahr brachten. Sei es Fritz Hartnagel,

    der auch nach den Enthauptungen der Weißen Rose-Mitglieder zu der geschassten Familie Kontakt hielt oder Hartmut von Hößlin, der durch unbedarfte Äußerung in kleinem Kreise denunziert wurde.


    Kein gutes Haar an Christen in der Wehrmacht lässt leider der junge Nachwuchshistoriker Dr. David Schmiedel in seiner jüngst veröffentlichten Dissertation "Du sollst nicht morden".

    Da sah sich sogar der renommierte Militärhistoriker Dr. Christian Hartmann genötigt, mit einer kritischen Rezension öffentlich zurechtzuweisen. Wenn selbst einfache Begriffe wie Kameradschaft vom ungedienten Jungdoktoranden vollkommen fehlinterpretiert werden, sind Tür und Tor für eine verfälschende anachronistische Sichtweise geöffnet.

    Gläubige Christen in der Wehrmacht. Ein wichtiges Thema mit mäßigem Ergebnis.

    http://www.faz.net/aktuell/pol…ssensfragen-15622601.html



    Kannst Du nicht vorgehen wie bei einem Seminarreferat, stelle Deine Thesen vor und versuche sie zu beweisen und eröffne dann darüber
    eine Diskussion. So wie bisher wird nichts vernünftiges zustande kommen.
    Und, welche Grundgedanken leiten Dich?

    Das riecht mir ein wenig nach Intervention mit der Reitgerte, vor jeder Theorie oder Hypothese steht doch wohl

    ein bißchen unverfängliche Empirie mit scharfsichtigen Blick?



    mfg

    Tac

    Hallo Stoffel,

    "Kulenkampffs Schuhe".


    Es geht zumindest in Teilen auch um dieses Thema hier, nämlich um die Erfahrungen im Krieg von Prominenten hier in Deutschland. Hier speziell Hans-Joachim Kulenkampff, Peter Frankenfeld, Hans Rosenthal, .... allesamt Helden deutscher Fernsehunterhaltung.

    Vielleicht interessierts ja jemand.

    danke, eine sehenswerte Doku mit einer außergewöhnlichen Persönlichkeit (Kulenkampff).

    Aber wen bitteschön meint die Regisseurin mit "Nazi-Flieger", etwa Piloten der Luftwaffe?

    Eine seltsame Klassifizierung, ihr Verständnis reicht scheinbar nur bis Feldgrau und ab dem Luftwaffenblau ist Schluß?.


    mfg

    Tac

    Hallo Wolfgang,

    Nur einmal hat er seiner Schwester geschrieben dass er sich die 2 großen Zehen abgefroren hat, danach kommt da nichts mehr. Irgendwer muss die Zehen amputiert haben, er sagt darüber nichts. Er hat auch noch nie darüber geschrieben wie er bei Kampfhandlungen die Verletzten aus dem Dreck holen musste usw.

    sind das Mutmaßungen von Dir, über die Amputation? Der ehemalige Fernsehmoderator Hans-Joachim Kulenkampff zum Beispiel hat sich seine nekrotischen Zehen mit Taschenmesser eigenhändig abgeschnitten, war dann aber auch 2 Jahre lang kriegsverwendungsunfähig, bevor 1944 die Richtlinien gelockert wurden und er wieder zum Einsatz kam.

    "Abgefroren" sehe ich hier eher als umgangssprachliche Bezeichnung für Erfrierungen 2. Grades, die nach einigen Wochen mit Salbe und Kamillebad wieder behoben sind.


    Mir ist so gut wie keine Feldpost bekannt, wo man blutig ins Detail geht und das Elend der Kameradenbergung bzw. Versorgung beschreibt. Da müsste schon ein Sanitäter einer anderen medizinischen Fachkraft schreiben, aber nicht den Angehörigen?


    mfg

    Tac

    Hallo,


    maybe the picture was marked long time after war and soldiers are often imprecise by this process

    I think, until end of march 1943 poltawa wasn't be free of snow

    Please be patient with the history of your grandpa.

    There is no reason about to be ashamed for this part of his live, most of them were uninvolved in crime and

    and not agree with the nazi ideology


    Bilder wurden oft erst nach dem Krieg beschriftet und dabei kam es zu Ungenauigkeiten und Verwechslungen.

    Poltawa sollte nicht vor Ende März 1943 schneefrei gewesen sein.

    Geduld mit der Geschichte des Großvaters, es besteht absolut kein Grund hier Schlimmes anzunehmen


    mfg

    Tac

    Hallo,

    Abgabe der Gefangenen an die Sowjets - freiwillige oder gezwungene- erfolgte mit Sicherheit während der Kämpfe in Serbien im September-Oktober 1944, und wahrscheinlich auch bei weiteren gemeinsamen Operationen

    wir sprechen hier aber von 1947, also keine unmittelbare Abgaben aus Kämpfen noch vor Kriegsende. Ich kann mir gut vorstellen, dass in Jugoslawien Massenentlassungen im Jahre 1947 logistisch per Bahn über Frankfurt/Oder getätigt worden Solche Menschenmassen kann man nicht geschwächt in Tausenderzahlen über Berge und Pässe Richtung Bayern loslaufen lassen.

    Da wurden schon bei schonenden Bahntransporten bis zu 100 täglich in Frankfurt/Oder begraben, die es nicht überstanden oder geschwächt die ersten Tage im Heimkehrerlager nicht überstanden.


    Zum Angehörigen des AR 28 - Russland hatte Gefangene für den polnischen und tschechischen Bergbau abgegeben, Abgaben an Jugoslawien sind keine bekannt.


    mfg

    Tac

    Hello,

    . I wish i had more information but no one ever speaks about it in the family. I am thinking something happened that no one wants to talk about (?)

    I don't think so. Look at this old men, no military decoration after four years of war. Not a regular fighting unit at the front, must be harmful car drivers or similar supplier which only protect themself with the gun.

    Possible guards for prisoner of war.

    By the way, where is the snow on the group picture? Maybe it's never taken in poltawa, an old one?


    Regards

    Tac

    Hello,


    please show us more from the letter, maybe there is a postal stamp with the number of the unit. Or he described a fight and unit in the letter.

    If there is no more information, you have to accept the long waiting line.


    Regards

    Tac

    Hallo Marc,

    Ich plante eigentlich keine vorauseilende Beschuldigung eines Individuums und denke, ich habe sie auch nicht praktiziert. Wenn im Kontext des Themas explizit nach Kriegsverbrechen gefragt wird (so heißt doch auch das Unterforum), ist es doch ein Stück weit nachvollziehbar, wenn ich in dem Kontext antworte, denke ich.

    nun, die Antwort scheint mir weit über das Ziel hinaus zu schießen, geht es dir doch eher darum, politisch korrekt hier demagogisch den größtmöglichen Übeltäter und Eierdieb zu konstruieren. Und natürlich auch der Hinweis auf den "Partisanenkampf" in Jugoslawien. Dir sollte nicht entgangen sein, dass die Division keine 30 Tage auf dem Balkan war und in dieser Zeit fast nur Brücken fertigte, abgesehen von der völkerrechtlich erlaubten Selbstverteidigung. Entgegen moderner Behauptungen war das Recht zur Selbstverteidigung und Sühnemaßnahmen wie Geiselerschießungen damals ein allgemeiner Kriegsbrauch.

    Der verschneite und kalte Dezember 41 scheint mir auch nicht der brutale Höhepunkt des Bandenkampfes auf dem Balkan gewesen zu sein.


    Die 113. I.D. hatte bei der großen Kesselschlacht um Kiew 200.000 Gefangene ordnungsgemäß an die 24. I.D. übergeben, erst dort erfolgte die Erschießung von 1.000 nicht mehr gehfähigen Rotarmisten (Pohl, Herrschaft der Wehrmacht)

    Ja, vielen Soldaten der 113. I.D. war wohl das Massaker von Babi Jar bekannt, nicht zuletzt, weil Pioniere dieser Division die Grubenränder abgesprengt haben.

    So gilt hier dennoch die Unschuldsvermutung und reine Mitwisserschaft ist kein justiziables Vergehen.



    mfg

    Tac

    Hallo Gerhard,

    WARUM aber hat er damals das EK1 erhalten ???

    In Kiew.

    Wo genau zu dieser Zeit, fürchterliche Massenmorde begangen wurden.

    Kann mir bitte mal jemand dabei helfen, meinen Vater wieder in ein richtiges Licht zu rücken ?1?


    die Massenmorde fanden Tage nach der Verleihung statt, wieso sollte dein Vater in ein schlechtes Licht rücken?

    Neben den Verbrechen von Babi Jar nahmen hunderttausende Soldaten ganz normal an den Kämpfen der Kesselschlacht um Kiew teil

    und eine Menge davon wurden für ihren persönlichen Kampfeinsatz hoch dekoriert. Da klebt noch lange nicht Blut an jeder Ordensverleihung.



    Wie gesagt, die Zugehörigkeit zu einer Einheit kann da zumindest Hinweise geben, da einige Divisionen längere Zeit in den besetzten Gebieten im Einsatz waren und dabei im Zuge der "Partisanenbekämpfung" vielfach Kriegsverbrechen begingen oder mit den Einsatzgruppen kooperierten. Allerdings wurden auch Fronteinheiten nicht selten z. B. in kurzen Auffrischungsphasen für Aktionen gegen Partisanen eingesetzt oder Teile von ihnen operierten im frontnahen Raum gegen Partisanen (und ermordeten dabei Gefangene und Zivilisten).

    Was soll denn diese vorauseilende Beschuldigung und Vorverurteilung, ohne jegliche Kenntnis von Einsatzraum und Verwendung.

    Muss hier mit politischer Korrektheit der Thread unbedingt auf die staatsanwaltliche Schiene geschoben werden?



    mfg

    Tac


    Edit: Die schweren Kämpfe seiner Division im Vorfeld von Kiew kannst Du hier nachlesen

    http://www.lexikon-der-wehrmac…teriedivisionen/113ID.htm

    Hallo Holger,


    scheinen mir einige Fehlinterpretationen dabei zu sein, die Wehrmacht ein feiger, desertierender Sauhaufen?

    Dann müsste Martin van Crevelds Buch Kampfkraft aus allen Militärbibliotheken entfernt werden, weil da

    einige an der Westfront in späten Kriegsjahren geschwächelt haben?

    Und eine SS-Division ist 1941 mal stiften gegangen, wenige Monate nach deren Aufstellung und mit führungsunerfahrenen Offizieren?

    Ist das repräsentativ für 4 Jahre Kampf an allen Fronten?

    Quote


    Die Illegitimität des Nazisystems und seines Krieges, genau wie dessen antizipier- te, offensichtliche Aussichtslosigkeit,

    untergruben die Moral der deutschen Solda- ten zu einem nicht unwesentlichen Maß. 15.000 gegen deutsche Soldaten voll- streckte Todesurteile,

    Russland kam locker auf die zehnfache Menge an Erschießungen (150000 Todesurteile ) und die Zahl an Verurteilungen inkl. Strafbataillone war exorbitant höher

    als bei der Wehrmacht. In dieser Hinsicht eine starke Polemisierung, woher stammen diese Zahlen?



    mfg

    Tac