Posts by Vergessen 9

    Hallo Thomas,

    und du meinst ohne Quellenangabe auszukommen.

    Wikipedia, ernsthaft?

    Wie auch immer,


    das war eigentlich nur als dezente Off-topic Anmerkung gedacht und deshalb ohne Quellenangabe.

    Ich dachte, jeder würde bei tieferem Interesse an diesem Kriegsschauplatz die entsprechende Seite automatisch mit den passenden Suchworten finden

    https://de.wikipedia.org/wiki/…rten_im_Zweiten_Weltkrieg

    Kapitel: Vereinigte Staaten von Amerika

    Wikipedia zitiert lediglich Kernbefunde von angesehenen Professoren (u.a. Niall Ferguson, Simon Harrison, James J. Weingartner)



    MfG

    Tac

    Hallo Ricardo,

    Ergo nennt man "einfach nicht lesbar sind " eine Verallgemeinerung, weil ein Paul Spohn diese Texte nicht versteht geht er anscheinend davon aus das auch der Rest der Welt diese nicht versteht. Mir scheint das es auch nicht um die Verständlichkeit der Texte geht sondern um den mißliebigen Inhalt.

    natürlich erschreckend, wie detailliert Bodo hier mit Literaturbelegen faktisch den ungeschriebenen Befehl zur Drangsalierung einzelner Zivilisten bis zum lupenreinen Mord bewiesen hat. Das mag dann bei so manchem Studienrat bitteren Argwohn auslösen, die sich den Blick über den Tellerrand hinaus verbitten.

    Vor Kurzem erst wurde das Thema sogar an der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr in einer öffentlichen Ringvorlesung angesprochen,

    jemand frug dort den renommierten Militärhistoriker Dr. Hartmann, ob es eine geheime Anordnung gibt, dass deutsche Historiker Kriegsverbrechen der Alliierten nicht untersuchen dürfen. Konnte er aber verneinen, es gab mittlerweile zaghafte Ansätze (brutale Normandiekämpfe, Vergewaltigungen in Europa)

    https://www.youtube.com/watch?v=aPQfEQupWnY

    ( Std. 1:09)


    Vom pazifischen Kriegsraum weiß man dank Wikipedia ja schon lange, dass dort bei den Inselkämpfen mit Kriegsgefangenen noch härter umgegangen wurde

    als an der Ostfront. Gefangene wurden so gut wie nie gemacht, scherzhaft hieß es, solche liefern wir nur ab, wenn es drei Tage Sonderurlaub und dazu Speiseeis gibt.

    Manchmal fehlten 60% der toten Japaner entweder der Kopf oder andere Körperteile. Es herrschte eine seltsame kollektive Körperteile-Sammelwut (?), dass die Armeeführung am Verzweifeln war. Praktisch war es unmöglich, durch Verhöre von Gefangenen an Informationen zu kommen, es wurden einfach keine abgeliefert.


    MfG

    Tac

    Hallo,


    man sollte den Werfer trotz Pfeifton nicht überbewerten, an den Fronten standen nicht permanent hunderte Soldaten deckungslos im Freien auf einem Haufen, so das die geringe Splitterwirkung zu großen Ausfällen führte.

    Auch standen erst spät im Jahre 1944 Massen und große Kaliber zur Verfügung.


    Mehr dazu hier im Forum

    Minenwerfer "Katjuscha"


    Weitaus mehr Respekt hatte der Frontsoldat vor dem gefährlichen Einfach-Granatwerfer, der bei den sowjet. Soldaten massenhaft im Einsatz war. Vorwarnzeit bei diesem - Null Sekunden.

    Spielt auch heute die bedeutende Rolle in Israel, bei hunderten Einschlägen pro Monat. Wird man langfristig überhaupt nur mittels Drohnentechnik abwehren können.


    MfG

    Tac

    Hallo Karl,

    Erfahrungen eines Kommandeurs eines SPW.-Btl. (Auszug):
    "......Ein schneidig geführter Angriff aufgesessen (auf SPW -D.U. !) führt immer zu einem durchschlaggebenden Erfolg..."

    dazu die passende Illustration, dieser Kriegsberichterstatter hatte ein Talent für eindrucksvolle Aufnahmen. Wurde dann eine Postkartenserie.


    mfg

    Tac

    Hallo zusammen,


    Was ich allerdings bislang vermisse, gerade auch bei der Darstellung des Bundesarchivs, sind die völkerrechtlichen Rahmenbedingungen im Partisanenkrieg sowie den Hinweis auf den Ausnahmecharakter dieses Kriegsverbrechens (unterschiedslose massenhafte Ermordung von kleinen Kindern) durch die Wehrmacht im Brjansker Gebiet.

    der Drang hin zu einer rein "moralisierenden Verurteilung" ist unverkennbar. Auch die kriegsrechtliche Betrachtung findet oftmals nur noch nach heutigem Verständnis von gut und richtig statt.

    Oder es werden allerhöchstens Maßstäbe der Genfer Konventionen (1949 !!) zu Grunde gelegt, aus der Nachkriegszeit.


    Entsprechend wird die einseitige Betrachtung und Wertung mancher hiesiger "Täterforscher" bereits im außerdeutschen Historikerkreis kritisch beäugt.

    Ich zitiere dazu den britischen Historiker Richard J. Evans in einer sachlichen und ausgewogenen Publikation zum Thema Partisanen:

    Quote

    ...Seit den frühen 1990er Jahren ist die Geschichtsschreibung zum Dritten Reich nicht sachlicher, neutraler

    oder wissenschaftlicher geworden, im Gegenteil. Weit davon entfernt, das Thema sine ira et studio zu behandeln,

    zeigten Historiker eine wachsende Tendenz, die Analyse, das Argument und die Abwägung durch die moralisierende

    Verurteilung zu ersetzen. Die Geschichtsschreibung über Nazideutschland wurde durch die Sprache des Staatsanwalts

    und des Moralpredigers in erheblichem Umfang beeinflusst, fast schon geprägt

    Timm C. Richter, Krieg und Verbrechen : Situation und Intention S.79


    Sehr lesenswert ist diese Publikation, mit Aufsätzen von über 25 Historikern, unzählige differenzierende Fallbeispiele aus Aktenfunden zum Thema Partisanenkrieg und Verbrechen.

    Auch Historiker Klaus Jochen Arnold spricht dort das Kernproblem an:

    Quote

    Das Nürnberger Tribunal von 1946 unterschied zwischen Kriegs- und NS-Verbrechen. Mit Blick auf die Ursprünge, die Motive und Methoden

    der Beteiligung der Wehrmacht an Verbrechen scheint diese Unterscheidung sinnvoll, die allerdings zunehmend marginalisiert wird.

    So wird die Partisanenbekämpfung als integraler Bestandteil eines "Vernichtungskrieges" gegen harmlose Zivilisten beschrieben, der Versuch

    einer Differenzierung zwischen zielgerichtetem Massenmord aus ideologischen Gründen und dem legitimen Bedürfnis einer Besatzungsmacht ,

    Freischärler zu bekämpfen und die rückwärtigen Verbindungen zu sichern, für obsolet erachtet.

    Timm C. Richter, Krieg und Verbrechen : Situation und Intention S. 77



    Der Schritt von einer Portion Empathie bis zur gefährlichen "kognitiven Dissonanz" scheint mir nicht weit zu sein, dann führt allzu leicht ein "es kann nicht sein, was nicht sein darf" die Feder des Historikers. Schade, dass die in diesem Jahr von Dr. Christian Hartmann gehaltene Ringvorlesung an der Helmut-Schmidt-Universität nicht als Pflichtdokumentation im öffentlich-rechtlichen Fernsehen lief, ging es dabei doch nahezu nur um den Partisanenkrieg. Empfehlenswerte 90 Minuten:

    "Tradition wird gemacht. Geschichte, Erinnerung und Selbstverständnis der Bundeswehr"

    https://www.youtube.com/watch?v=aPQfEQupWnY



    Dass ein nicht-gewusst-haben-wollen unglaubwürdig ist, das würde ich voll und ganz ebenso sehen wie Kordula. Das brutale Vorgehen gegen die Zivilbevölkerung geschah ja nun wirklich nicht unter hermetischem Abschluss, auch wenn eine Weiterverbreitung oft unerwünscht war (aber auch unmöglich). Bei der Zahl an im Hinterland eingesetzten Truppenverbänden, dem Transfer von Soldaten zwischen den Einheiten und dem unvermeidlichen Gerede halte ich es schon für ziemlich unwahrscheinlich, dass viele in der UdSSR eingesetzte deutsche Soldaten "nichts gewusst" haben können, spätestens nach einer gewissen Zeit im Einsatz

    Historiker Christoph Rass hat doch in seiner Studie "Menschenmaterial" aufgeführt, das in den ersten 6 Monaten des Barbarossa-Feldzugs bei der 253. Infanterie-Division insgesamt nur 50-60 Partisanen erschossen wurden, oftmals von den gleichen Feldjägern. Dann würde ich bei 16.000 Divisionsangehörigen auf vielen Kilometern Frontbreite nicht mutmaßlich von einem flächendeckend brutalen Vorgehen und allgemeinen Wissensstand unter allen Soldaten der Division ausgehen.

    Und erst 1942 als Ersatz zur Einheit stoßende Soldaten konnten unmittelbar in direktem Stellungskrieg landen, mit sehr wenig Kontakt zu im Hinterland eingesetzten Truppenverbänden.

    Hier gerät man wieder in Gefahr zu verallgemeinern, noch längst nicht auf jeden Verband treffen die üblichen Stereotypen "Bandenkampf", "Rückzugsverbrechen" und Verachtung/Ausbeutung der Zivilbevölkerung zu.

    Dazu empfiehlt sich wieder Dr. Christian Hartmann, auf die Komplexität wird im Vortrag ja ausgiebig eingegangen.



    mfg

    Tac

    Hallo,

    Ein weiteres Beispiel für die Mär vom "wir haben das nicht gewußt".

    wie muss ich diese Aussage verstehen, dass wir es mit 15 Millionen Lügnern inklusive dem verstorbenen Bundeskanzler Helmut Schmidt zu tun hatten?

    Das man nachträglich sämtliche Artillerieeinheiten an der Ostfront als Kindermörder einstufen muss und der jüngst in Deutschland so oft diskutierte "Einzelfall"

    bei der Wehrmacht pauschal als Standardverbrechen anzusehen ist?


    Recht unglücklich für einen Historiker nimmt meines Erachtens der Archivar Dr. Menzel in seinem Artikel Stellung, gilt für den Bund keine neutrale militärhistorische Sichtweise?

    Mal eben schnell wegen eines Aktenfundes die gesamte Wehrmacht mutmaßlich auf das Niveau der Ordnungspolizei bringen? Etwas seltsam bemängelt er auch in anachronistischer Sichtweise das der Wehrmacht fehlende Verständnis für zivilen Ungehorsam. Welcher mitunter zu verstümmelt aufgefundenen Soldaten führte und in fast allen Fällen seit Beginn der Weltgeschichte in furchtbaren Gewaltexzessen mündete.

    Die Haager Landkriegsordnung wird erst gar nicht erwähnt, es lebe der Widerstand und die Auflehnung gegen den Eindringling?


    Sicherlich ein trauriger Aktenfund mit boshaftem Massaker, aber dieser taugt wohl längst nicht zur einseitigen Instrumentalisierung und üblen Nachrede.


    mfg

    Tac



    Als weiterführende und ausgewogenere Literatur zum Thema empfehle ich die Examensarbeit von Dr. Joachim von Meien

    Der Partisanenkrieg der Wehrmacht während des Russlandfeldzuges im Zweiten Weltkrieg


    Insgesamt eine ausgewogene Analyse des gesamten Partisanenkriegs an der Ostfront. Zusätzlich sind auch einige Vergleiche des amerikanischen Vorgehen bei zivilem Ungehorsam enthalten (März 1945), z.B. wenn wegen dem Tod eines jüdischen US-Generals sofort 100 Menschen als Sühneaktion exekutiert wurden.

    Und Aushängen mit Androhungen von 200 Exekutionen, sollte einem GI durch einen Zivilisten ein Haar gekrümmt werden.

    Gottseidank neigte der Deutsche ab dem 8. Mai 1945 nicht zum Widerstand und war praktisch über Nacht zu einem friedlichen Pazifisten geworden, Nazis hat es praktisch nie gegeben oder die sind alle umgekommen.

    Hallo Victor,


    der Threadersteller wurde jetzt mehrfach darauf hingewiesen, dass die juristische Einordnung und geschichtliche Bezeichnung einer "Befreiung" falsch ist. Sie hat nur Gültigkeit als subjektive Wahrnehmung der damals Betroffenen. Das hat er wohl auch verstanden.

    Ich bin absolut nicht stolz auf die Leistung einiger Politiker, die man unrühmlich als "Oberputschisten" bezeichnen kann.

    Dabei hätte ein kurzer Blick in die Geschichtsbucher gereicht, um vom Gegenteil zu überzeugen.

    Leider herrscht allen Ortes momentan wieder die Devise "am deutschen Wesen soll die EU und die Welt genesen"


    mfg

    Tac

    Hallo Viktor,


    was soll diese Dauerschallplatte "Befreiung", passt es dir nicht in den Kram, dass einige Volksdeutsche in der SS gelandet sind und der Threadersteller dies behandelt?

    Kümmere dich lieber um deine heutige Ukraine, scheint mir ein irrsinniges Wespennest voller korrupter Faschisten zu sein, die Menschen in Gebäude treibt und dort verbrennt.

    Und weil wir dort mit Militär rein wollen bis an die Grenze Russlands, dürfen wir solche Abartigkeiten nicht mal amtlich in den Nachrichten als "Hetzjagd" bezeichnen.


    mfg

    Tac

    Hallo Wolfgang,


    habe ich die dortigen Zahlen falsch interpretiert ?

    am Bevölkerungsanteil gemessen, hätten nur 5.400 statt 55.0000 Kolonisten erschossen werden dürfen

    Quote


    Der "Große Terror" der Jahre 1937-38 hat die deutsche Minderheit hart getroffen: Obwohl sie nur 0,8% der Bevölkerung der UdSSR stellte, waren es 8,1% bzw. 55.000 Deutsche von den insgesamt 682.000 Sowjetbürgern, die in diesen beiden Jahren erschossenen wurden.


    mfg

    Tac

    Hallo Ju,

    Nachtrag: Wenn das Thema dadurch weiterkommt, wenn ich das empören verursachende Wort "Befreiung" weglasse, da es nicht politisch korrekt scheint, mache ich das gerne, denn ich bin nicht hier um irgendein politisches Statement oder sonst etwas abzulegen.

    den damals Betroffenen darf die subjektive Wahrnehmung einer "Befreiung" erlaubt sein. Formaljuristisch und historisch eingeordnet bleibt es bei einem nüchternen Herrschaftswechsel bzw. neuem Leben unter deutscher Besatzung. Andernfalls hätten heutzutage fremde Staatsführer bei uns jederzeit ein verbrieftes Recht, auch ihre hier in Kolonien lebenden Bürger z.B. bei Steuererhöhungen oder Ungerechtigkeiten von außen zu befreien. Hat also nichts mit politischer Korrektheit zu tun.
    Statistisch gesehen wurden übrigens "bockige" Mennoiten in den Jahren 1937/38 gegenüber der restlichen russischen Bevölkerung 10 mal öfter bei Säuberungen erschossen* oder in den Gulag deportiert, teilten aber ansonsten das gleiche harte Los unter Stalins Herrschaft.

    Von daher werden sich alle Erzählungen ähneln, immer nur das Antreffen von leidklagenden Frauen mit ihren Kindern, die furchtbare Geschichten zu erzählen hatten und in absoluter Ungewißheit über den Verbleib ihrer Männer waren.


    Über Feldpost-Trankriptionen** erhält man z.B. eindringliche Schilderungen vom ersten Aufeinandertreffen mit deutschen Soldaten, z.B.

    Quote


    Letzthin hatten wir verschieden Wolgadeutschedabei. Armseliges Völkchen, die noch die unverfälschte schwäbische Mundart sprechen. Zuerst staunten wir doch etwas, als die ersten in dem braunen Haufen auftauchten und auf die Fragen unseres Dolmetschers antworteten „Ich verstehe kein Russisch, Mir sein Deitsche“. Schon weiter westlich sind wir durch Gebiete von Siedlungen Wolhyniendeutscher gekommen. Oft war in einem solchen Dorf kaum noch ein Mann. Alles von den Bolschewisten verschleppt, nie wieder Nachricht bekommen. Das Hirn fasst diese Anhäufung menschlichen Leides einfach nicht. Man steht immer wieder davor und weigert sich es innerlich zu verarbeiten. Diese Schilderungen, diese traurigen Gesichert stehen in einem so unfassbaren Gegensatz zu dem fruchtbaren weiten Land in seiner sommerlichen Pracht.


    Ich vermute stark, dass dir die vielen Bibliotheken der hiesigen Museen zu den Russlanddeutschen weiterhelfen können

    https://www.russlanddeutsche.d…ammlungen/bibliothek.html




    mag sein, dass der Schreiber der Ereignismeldung von der Existenz deutschsprachiger Menschen in der Gegend überrascht war. Die Existenz der deutschsprachigen Kolonisten im Zarenreich und dann in der UdSSR war aber allgemein bekannt und es gab in der SS bereits früh eine Volkstumsforschung, die sich explizit mit diesem Thema befasste.


    Es war aber eine Erfindung der Nazis diese Siedler zu Volksdeutschen zu machen und die Souveränität über sie zu reklamieren.

    Der Warthegau wurde Jahre zuvor bereits mit Millionen anderer "Volksdeutschen" belegt, da gab es doch Rücksiedlungsgesetze, weil Stalin sich Bessarabien und das Baltenland geschnappt hatte. Ich befürchte fast, das Antreffen von Russlanddeutschen ab Juli 1941 war dem Völkischen Beobachter nur noch eine Randnotiz auf Seite 3 wert.

    Im Grunde war doch nur die SS spleenig hochverzückt. Was man da so liest, haben sie mit den Kolonien die allerreinste Form der germanischen Gensubstanz entdeckt.

    Interessant bzw. auffällig war die Selbstorganisation in den fernen Kolonien, diese hatten bereits in vergangenen Jahrhunderten ein eigenes System des "Fordern und Förderns" erschaffen, inklusive Sanktionen gegen "arbeitsunwillige" Mitglieder der Gemeinschaft. Was man da bei der BPB so liest, diese preußisch Perfektion in kombination mit schwäbischer Sparsamkeit gruseln doch ein klein wenig.


    mfg

    Tac



    * http://www.bpb.de/255396/vom-k…ussland-zum-bundesbuerger

    ** http://www.museumsstiftung.de/…le_fulltext=wolgadeutsche

    Hallo Matthias,

    die Züge hatten einen Zugführer von der Reichsbahn.

    Weibliches Personal hierzu ist mir nicht bekannt.


    Es könnte aber sein das die weibliche Person bei der RVD Dnjepropetrowsk tätig war und mit ins rückwertige Gebiet gefahren ist (Vermutung)


    Gibt es zu den Bildern ein Datum?

    muss die Fotos einmal heraussuchen und kontrollieren, hatte vor Jahren ein paar Fotoserien zu Lazarettzügen ergattert.

    Frauen in Dienstuniformen tauchen jedenfalls öfter auf, evtl. Speisewagenpersonal?


    mfg

    Tac

    Hallo Paul,

    bitte sei so freundlich und erkläre mir Deinen folgenden Satz. Was ist damit gemeint.?


    Ich zitiere Dich:


    “Alles kann mitunter hilfreich sein, um als Ursprung der Hitlerschen Verbrechen zu dienen.”


    sind wir d'accord, dass es in der bundesrepublikanischen Historikerzunft reichlich schwarze Schafe gab,

    die fernab eines "Sine ira et studio" alles und jeden dämonisieren wollten, angefangen bei der kaiserlichen Armee?

    O.g. Autor führt dazu eindeutige Belege auf.

    Wir sprechen hier von einer mächtigen Waffe, wenn sich eine Bevölkerung über Jahrzehnte dank Dauereinwirkung über Gebühr schamhaft biegen und steuern lässt.

    In Notzeiten kann so eine Keule selbst Massenpsychosen entfachen, führt dann aber unweigerlich zur moralischen Bankrotterklärung einer ehemals respektablen Demokratie.


    mfg

    Tac

    Hallo,


    das nimmt ja Züge einer hysterischen, kollektiven Steinigung an. Nicht umsonst polemisiert Henry M. Broder ab und an bei deutschen Diskutanten mit Sätzen wie diesen hier.

    »Die Deutschen sind dermaßen damit beschäftigt, den letzten Holocaust nachträglich zu verhindern, daß sie den nächsten billigend in Kauf nehmen.«

    Ich habe Ricardo durchaus nicht als verdächtiges Subjekt wahrgenommen, eher eine Portion zu hinterfragend und etwas zu fleißig mit seinen groben Buchempfehlungen.


    Wie schnell Geschichte einer Revision unterliegen kann, es zur Neubewertung mit sofort angesetzter Historikertagung kommen kann,

    sollte der Fall "Rape of belgium" vor Augen führen, sprich deutsche Kinder- und Frauenmörder von 1914.

    Jahrzehntelang wirkte hier alliierte Propaganda, wurden kritische Autoren des Geschichtsrevisionismus beschuldigt und gebetsmühlenartig

    von englischsprachigen Autoren die deutsche Boshaftigkeit gepredigt.

    Bis dann letztes Jahr ein deutsch-amerikanischer Kunsthistoriker zuschlug und mit akribischer Feinarbeit zur Neubewertung beitrug.

    Man muss in diesem Fall schon fast von tendenziösen und weltanschaulich gesteuerter Geschichtsschreibung sprechen,

    wie er vorherige Autoren der fahrlässigen Fälschung überführt.

    Es gibt sie also doch, die ganz großen Verschwörungen. Aus politischen Erwägungen heraus wurde hier nach dem zweiten Weltkrieg die Wahrheit systematisch vertuscht,

    die Kriminalisierung der deutschen kaiserlichen Armee erst geduldet und dann von interessierten Kreisen der bundesrepublikanischen Historikerzunft bewußt gefördert.

    Alles kann mitunter hilfreich sein, um als Ursprung der Hitlerschen Verbrechen zu dienen.


    Schuldfragen: Belgischer Untergrundkrieg und deutsche Vergeltung im August 1914

    Ulrich Keller

    https://www.amazon.de/Schuldfr…arp_d_product_top?ie=UTF8


    mfg

    Tac


    PS: Das war nur ein Beispiel zur Anschauung, ich erwarte ähnliches keinesfalls zur hier diskutierten Präventivkriegthese.

    Hallo Ingo,

    wenn ich den ganzen (!) Online-Werbetext zu dieser Neuheit lese, habe ich als unbefangener Leser den Eindruck, ein neuzeitliches zukünftiges Standardwerk zu kaufen.

    der Leser bekommt ein verdammt gutes Standardwerk, auch wenn es etwas betagt ist. Man sollte allen Verlagen dankbar sein, die sich der alten, längst vergriffenen Schätze annehmen.

    Als Besitzer der Erstausgabe bekommt man mit wenigen Klicks und durch Probelesen schnell heraus, dass es kein neues Werk des Autors ist.


    mfg

    Tac

    Hallo zusammen,

    Nicht nur dieses "Elaborat", sondern auch alle andere hier von "Präventivkriegern" vorgeschlagene "Literatur" ist so gruselig und ich habe den Eindruck, die Autoren haben sich alle bei Adolf Hitler abgeguckt, wie man kaum lesbare Bücher schreibt!

    das sollte man diplomatischer ausdrücken. Nicht jedes Werk würde ich automatisch als Schmähschrift bezeichnen. Einige haben sich ja auf Teilbetrachtungen beschränkt oder schreiben anhand ihres begrenzten Erlebnishorizonts. Da würde ein Jurist feiner urteilen, boshafter Vorsatz, Fahrlässigkeit, Fehlinterpretation oder einfach nur eine erlaubte, aber aller Wahrscheinlichkeit nach falsche Sichtweise.



    lässt sich an diesem heiklen Thema Präventivkrieg durchaus eine ansteigende Kurve beobachten, es findet ein durchaus gesitteter "Diskurs" statt (keine Anmachen, keine Beschimpfungen) statt.

    Warum sollte das Thema Probleme verursachen, die Gesetzgebung hat bewußt mögliche Präventivkriegsthesen nicht unter Strafverfolgung gestellt. Und mal ehrlich, wie hoch ist denn noch die gesellschaftliche Relevanz des Themas, im Angesicht des danach entstandenen Scherbenhaufens in Russland? Ich wüsste jetzt auch nicht spontan, wer bei allen napoleanischen Kriegen oder 1870/71 der angreifende Bösewicht gewesen ist.


    Im Allgemeinen hat es sich (für mich) bisher immer als nützlich erwiesen, sich einem neuen Thema über die Mainstream-Thesen zu nähern. Und erst in zweiter Linie, wenn überhaupt, auf Abweichler zurückzugreifen.

    Vorsicht, ein Ostdeutscher mit Hammer- und Sichelerfahrung würde jetzt laut aufschreien. Oder wie Theodor W. Adorno einst sagte, es gibt keine richtige Information im falschen System.


    Unser Problem liegt darum nicht mehr in mangelnder Informiertheit, sondern vielmehr in der inzwischen höchst mangelhaften Verarbeitungskompetenz der Informationen durch weite Bevölkerungsteile.

    Ja, wer den Umgang mit "Big Data" beherrscht, dem stehen alle Türen offen. Obwohl weite Bevölkerungsteile da selber chancenlos sind, hier kommt eher das altbekannte System "Verführung der Massen" ins Spiel. Alle Seiten entwickeln sich weiter, der interessierte Bürger und dessen Kontrahenten.


    mfg

    Tac

    Hallo Ingo,

    Insoweit verwundert mich die " vollmundige" Verlagsankündigung dieses " neuen" Standardwerkes.

    wieso "vollmundig", ich sehe auf deren Homepage nur eine schlichtes "Neu im Programm".

    In der Verlagswelt ein ganz normaler Vorgang, egal ob Roman oder Sachbuch.


    mfg

    Tac

    Hallo Ricardo,

    Warum kann es nicht gleichzeitig ein "rasse- und siedlungs"-motivierter bzw. "kriegswirtschaftlich"-motivierter Angriff UND Präventivkrieg sein? Warum schließt das eine das andere aus?

    Durchaus möglich, dass sich hier kriegswirtschaftliche Interessen mit Exzessen eines Rassenwahns und auch Besiedlungsträumen gepaart haben. Es standen ausreichend junge Visionäre und Spinner in Ämtern zur Verfügung, die bereitwillig eine Eigendynamik mit bösartiger deutscher Perfektion entwickelten. Aber seltsam doch dieser mögliche Präventivkrieg, was drohte denn großartig an Gefahr, wenn man für das Niederringen der hinter Polen stehenden russischen Streitmacht nur ganze 6 Wochen einplante. Entweder es gilt die Selbstüberschätzung oder eine wirkliche Angst vor einem überlegenen Gegner. Welcher kurz zuvor noch sein ganzes Offizierskorps bereinigt hat und dadurch erheblich geschwächt war.



    Warum werden aber die geostrategischen Interessen der Angelsachsen so gerne ignoriert. Das erste Mal geäußert durch Mackinder (Heartland Theorie). Warum gibt es eine deutliche Weiterführung dieser Ziele durch die Jahrzehnte denn Brezinski äußerste in seinen Büchern und Georg Friedman (vom einflußreichen US-Thinktank STRATFOR) vor einigen Jahren ähnliches. Welche Auswirkungen auf die Politik und Handlungen der USA und GB hatten diese Ziele?

    Friedman und Kissinger haben es ja öffentlich zugegeben, als oberste Staatsdoktrin der USA gilt, unter allen Umständen ein Zusammenkommen der kontinentalen Großmächte Deutschland und Russland zu verhindern. Man schaue sich hier nur das Netzwerk der tausenden Transatlantiker in führenden Positionen an, eine Annäherung an Russland werden wir nicht mehr erleben können.

    Im Gegenteil, ich habe den Eindruck, mit fanatischen Sozialdemokraten werden wir tatsächlich eines Tages in Moskaus Innenstadt einmarschieren.


    Von daher ist dein Buchvorschlag recht interessant, es wäre nicht das erste Aufpäppeln eines Staatsführers gewesen, der im Interesse der USA über seine Nachbarn herfällt (Saddam -> Iran).

    Ob damals aber wirklich jemand mit viel Geld und Einfluss so einen großen Scherbenhaufen heraufbeschwören wollte?



    mfg

    Tac

    Hallo Wolf

    heute und leider nur für 7 Tage ist in der Mediathek vom SWR-Fernsehen eine Dokumentation über "unsere" früheren Fernseh(Nations)moderatoren zu sehen:


    "Kulenkampffs Schuhe".


    es geht auch noch später, ich habe die Doku bei youtube gesehen. Dort eingestellt von ttt am 2.08.


    mfg

    Tac