Posts by Kleingaertner

    Hallo Markus,

    1) beim Bundesarchiv, Dienststelle Reinickendorf, ehemals Deutsche Dienststelle, zuvor WASt, hatte ich am 03.06.2018 eine Antrag für meinen Großvater und am 21.08.2018 für dessen Bruder gestellt, die Antwort bekam ich am 20.04.2020.


    2) beim Bundesarchiv, Dienststelle Lichterfelde habe ich am 27.12.2019 einen Antrag für meinen Urgroßonkel gestellt, eine allgemeine Auskunft bekam ich schon am 15.01.2020, das reichte mir zunächst aus, da ich über die allgemeinen Infos noch einige Informationen über die SS-Dienstaltersliste herausfinden konnte (mein Urgroßonkel war Arzt und SS-Obersturmbannführer). Am 16.03.2020 rief mich der Sachbearbeiter freundlicherweise an. Am 13.05.2020 erhielt ich die Karteikarten (NSDAP-Zentralkartei, NSDAP-Gaukartei und RÄK-Kartei). Nach einem weiteren Telefonat Mitte Juni 2020 erhielt ich dann die Kopien der von mir gewünschten Unterlagen aus den Akten.

    Fazit für eine Antwort aus der Dientstelle Reinickendorf würde ich mit ca. 2 Jahren rechnen, falls Akten im Bundesarchiv über eine NSDAP-Mitgliedschaft, SS-Mitgliedschaft vorliegen ist die Dienststelle in Lichterfelde der richtige Ansprechspartner. Dort geht es wesentlich schneller.


    Die Auskunft aus Reinickendorf hat nicht allzuviel Neues ergeben. Ich erhielt jeweils eine Karteikarte und ein paar Literaturtipps. Den militärischen Werdegang meines Großvaters konnte ich damit nicht nachvollziehen. Ich weiß zwar jetzt, wann er eingezogen wurde, kenne sein EKM (Erkennungsmarke) und seine 1. Einheit, aber nichts über die Einsatzorte, keine zeitlichen Angaben, wann er zu seiner letzten Einheit wechselte. Insgesamt für mich etwas enttäuschend. Ich glaube früher war das ausführlicher. Die meisten Infos und Tipps habe ich durch Mitglieder des Forums bekommen ohne sie hätte ich nicht einmal gewusst, bei welchen Stellen ich hätte anfragen können. Nochmals meinen herzlichen Dank an die Forumsteilnehmer


    Mit dem Sachbearbeiter in Lichterfelde war ich sehr zufrieden. Super Service, hat mich sogar am Arbeitsplatz angerufen, wirklich vorbildlich und gut beraten.

    Ich hoffe ich konnte Dir weiterhelfen.

    Herzliche Grüße

    Kleingaertner

    Hallo Michael,

    ich habe vor ein paar Wochen von beiden Dienststellen des Bundesarchivs in Berlin Dokumente erhalten.


    1) Zu meinem Großvater und des Bruder von der Dienststelle Reinickendorf (ehemals Deutsche Dienststelle, zuvor WASt), die Karteikarten, Kosten: jeweils 15,34 €


    2) zu meinem Urgroßonkel von der Dienststelle in Lichterfelde (von ihm gibt es insgesamt 4 Akten)


    Zunächst einmal würde ich per E-Mail allgemeine Fragen an das Bundesarchiv stellen. Auf diese Weise erfuhr ich z. B. dass die Seitenzahl der 4 Akten meines Urgroßonkels maximal 200 Seiten betragen, dass eine Akte zwischen 2 und 50 Steiten enthält, dass mein Urgroßonkel SS-Offizier war...

    Die allgemeinen Fragen kosten noch nichts. Über das Forum konnte ich dann noch weitere Infos über die Dienstaltersliste der SS herausfinden.

    Diese Infos haben mir zunächst ausgereicht.

    Nach einiger Zeit rief mich dann mein Sachbearbeiter beim Bundesarchiv am Arbeitsplatz an. Ich habe dann schon im Telefonat mit ihm viele interessante Infos erhalten, daraufhin habe ich den Benutzungsantrag ausgefüllt, eingescannt und an das Bundesarchiv per E-Mail geschickt.

    Zunächst erhielt ich die Karteikarten (NSDAP-Zentralkartei, NSDAP-Gaukartei und die Karteikarte der Reichsärztekammer), ein Besuch beim Bundesarchiv während des Pfingsturlaubs in Potsdam und Berlin war geplant, ich musste noch einen Antrag auf Schutzfristverkürzung stellen und den Termin meines Besuches mitteilen.


    Leider bekam ich keine Terminbestätigung, so dass aus dem Besuch nichts wurde. Nach dem Urlaub rief mich der Sachbearbeiter aus dem Homeoffice wieder an und teilte mir mit, dass vor September 2020 gar kein Besuch möglich gewesen wäre, wegen Corona. Im Telefonat teilte er mir mit, dass wenn ich die kompletten Akten kopieren lassen wollte, das sich auf 120 € belaufen würde.


    Ich habe ihm dann mitgeteilt, was mich persönlich interessierte und habe dann die SS-Ahnentafel (für den Stammbaum), die Lebensläufe mit den Bildern (mein Urgroßonkel hat erneut geheiratet), den R.u.S. Fragebogen und die Parteistatistische Erhebung von 1939, die die NS-Mitgliedschaften auflistet erhalten. Die Rechnung habe ich noch nicht bekommen.


    Also mein Tipp richte eine E-Mail an das Bundesarchiv in Lichterfelde mit ein paar allgemeinen Fragen zu den Akten deines Großvaters, dann bekommst Du recht schnell Antwort vom zuständigen Sachbearbeiter und mit ihm besprichst Du am besten telefonisch alles weitere, was Dich aus den Akten interessiert und was es kostet.

    Liebe Grüße

    Kleingaertner

    Ein herzliches "Hallo" an alle Forumsteilnehmer, insbesondere an alle die, die mir bei meinen bisherigen Recherchen behilflich waren.


    Vom Bundesarchiv Berlin liegen mir nun die Karteikarten der NSDAP-Zentralkartei, der Gaukartei und der Reichsärztekammer (RÄK), sowie die Parteistatistische Erhebung vom 01.07.1939, die SS-Ahnentafel, der R. u. S. Fragebogen mit den Lebensläufen meines Urgroßonkels und dessen späteren (2). Ehefrau Frida Stamm (Stand 11.07.1942) vor, die helfen Licht in den "dunklen" Lebensweg meines Urgroßonkels zu bringen. Anhand der nun vorliegenden Informationen lässt sich sein Werdegang bis zum 11.07.1942 gut rekonstruieren. Ich beschränke mich aber hier auf die Zeit des Nationalsozialismus


    1928 - 1934 war Franz Bahnarzt in Pressig, Oberfranken

    Der Eintritt in die NSDAP und die SA erfolgten am 01.09.1932 (Mitgliedsnr. der NSDAP: 1.320.650).


    01.08.1934 - 30.09.1938 - Bezirksarzt (später Leiter des Gesundheitsamtes) in Münchberg. Er wohnte in der Adolf-Hitler-Str. 49.

    Verwiesen sei hier auf die ausgezeichnete Dokumentation von Johannes Donhauser, welche einen guten Einblick in die Aufgaben und Arbeitsweise des Gesundheitsamtes zur NS-Zeit vermittelt.

    https://www.neuburg-schrobenha…ation-von-2007.o5116.html


    01.10.1938 Übernahme aus der SA in die SS, SS-Mitgliedsnr. 309.740

    - Mitte Nov. 1941 - Tätigkeit im SS-Sanitätsamt (ab 15.11.1940 Amt VIII des SS-Führungshauptamtes)

    Am 02.07.1941 nahm Franz zusammen mit SS-Gruppenführer Jüttner und den beiden Hauptsturmführern Max Schultz und Barthelmes an einer Besprechung im SS-Führungshauptamt in der Kaiserallee 188 teil. Es folgte die Tötung von 3.000 Juden und Freischärlern in den Pripjetsümpfen durch das SS Kavallerieregiment 1 im Zeitraum 28.07.1941 - 03.08.1941, nachzulesen auf den Seiten 189 und 190 des Aufsatzes "Das SS-Führungshauptamt in der Kaiserallee 188 von Frank Flechtmann" in dem 2003 erschienen Sammelband Wilmersdorf ansichten des Arbeitskreis Geschichte Wilmersdorf. https://frank.flechtmann.net/page/2/


    Mitte Nov. 1941 - Ende Dezember 1941 - Tätigkeit als Arzt im SS-Lazarett Prag


    Ende Dezember 1941 bis vermutlich Ende Dezember 1942 - SS-Standort- und Truppenarzt im K.L. Flossenbürg (Lebenslauf wurde am 11.07.1942 in Flossenbürg verfasst)


    In der Dienstaltersliste der SS, Stand 01.10.1942 wird Franz als Obersturmbannführer (Ostubaf) geführt, in der Dienstaltersliste, Stand 01.10.1943 taucht er nicht mehr auf.

    Offensichtlich ist er aus der SS ausgetreten, vielleicht Ende Dezember 1942 oder erst zum 15.05.1943? Was ihn dazu bewogen hat, wirft Fragen auf?


    Ab 05.01.1943 - Betriebsarzt (lt. Kartei der RÄK)


    15.05.1943 - 31.07.1943 Betriebsarzt der Fa. Rudolf Rautenbach (einem Rüstungsbetrieb, der auch Zwangsarbeiter beschäftigte, s. Wikipedia) in der Beethovenstr. 15/17 in Solingen


    Nach dem 01.08.1943 lt. RÄK-Karteikartei "ohne Tätigkeit", vermutlich praktizierte er an seinem Wohnsitz in der Düsterhauptstr. 27, Berlin-Waidmannslust als praktischer Arzt bis zu seinem Tod am 22.04.1945 (im Branchenbuch 1940 von Berlin ist er als praktischer Arzt aufgeführt)


    Am 01.07.1939 war Franz in folgenden NS-Organisationen Mitglied

    SS in führender Position

    NSD-Ärztebund, Mitgliedsnr. 3066

    NSFK

    Reichsluftbund

    NS Volkswohlfahrt


    Er übte folgende nebenamtliche Tätigkeiten aus:

    - Gefängnisarzt

    - Vertrauensarzt

    - Gesellschaftsart


    Ehrenamtliche Tätigkeit als Arzt auf Gau- und Parteitagen


    Konfession, am 01.07.1939: gottgläubig, zuvor deutschgläubig, ursprünglich: römisch-katholisch.


    Belege einer Leibarzttätigkeit für Joseph Goebbels liegen nach Auskunft des Bundesarchivs nicht vor, ich habe auch bei meinen Internetrecherchen dazu keinen Hinweis gefunden, der Tagungsbericht "Die Ärzte der Naziführer - Karrieren und Netzwerke vom 27.10.2016 - 28.10.2016 - https://www.hsozkult.de/confer…t/id/tagungsberichte-7276 erwähnt ihn nicht, vermutlich auch nicht das 2018 erschiene Buch gleichen Namens.


    Ich danke noch einmal allen, die mir bei meinen Recherchen behilflich waren

    Liebe Grüße

    Kleingärtner


    P.S. Sollte jemand das Buch "Medizin im Konzentrationslager Flossenbürg 1938 - 1945: Biographische Annäherungen an Täter, Opfer und Tatbestände" von Jessica Tannenbaum", besitzen, mein Urgroßonkel wird dort beim Personal als "Dr. med. Hofmann, Vorname ungeklärt" genannt, wäre ich ihm / ihr dankbar, wenn ich die Seiten die meinen Urgroßonkel betreffen per PM eingescannt erhalten könnte, das Buch selber ist derzeit nicht lieferbar. Mich interessiert an diesem Buch eigentlich nur die Verwicklung meines Urgroßonkels in Verbrechen gegen die Menschlichkeit und wann seine ärztliche Tätigkeit dort endete.

    Vielen Dank



    Hallo Pummel, hallo Thilo,

    vielen Dank für eure Hilfe und Dir Thilo für die Info,

    Dir Pummel habe ich ja schon per PM geantwortet und in einem Word-Dokument alle Fakten, die zum allergrößten Teil von Forumsmitgliedern kamen, zusammengestellt.

    Herzlichen Dank an alle, die ihre Zeit und Mühe aufgewendet haben, bzw. aufwenden um mir hier weiterzuhelfen. Find ich klasse!

    Liebe Grüße

    Stefan:)

    Hallo für alle interessierten Forumsteilnehmer,

    vom Bundesarchiv habe ich auf meine Anfrage sehr schnell ein paar allgemeine Auskünfte bekommen, die mir weitergeholfen haben:


    1), bei Frieda Stamm dürfte es sich um die zweite Ehefrau handeln

    2) der Umfang der 4 Akten im Bundesarchiv beträgt maximal 200 Seiten (eine Akte hat zwischen 2 und 50 Seiten)

    3) eine Recherche dauert ca. 1 - 11/2 Stunden und kostet pro angefangene halbe Stunde: 15,34 €

    4) mein Urgroßonkel Dr. med. Franz Hofmann war SS Offizier.

    In der Dienstaltersliste der SS vom 01.10.1942 ist er auf Seite 18 unter der laufenden Nr. 474 als Obersturmbannführer (seit 30.01.1941), Parteinummer 1.320.650, SS Nr. 309.740, Träger des Totenkopfringes der SS gelistet. Beschäftigt war er im SS Führungshauptamt.

    http://www.dws-xip.pl/reich/biografie/1942/1942A.html


    Interessant wäre nun noch herauszufinden:

    Wann ist mein Urgroßonkel in die NSDAP eingetreten, welche Funktion hatte er dort?

    Wann trat er in die SS ein und welche Funktion übte er im SS Führungshauptamt aus?

    War er an Kriegsverbrechen oder an deren Planung beteiligt?

    Haben ihn die Russen erschossen weil er seine Töchter vor einer Vergewaltigung schützen wollte oder weil er SS Obersturmbannführer war?

    War er wirklich Leibarzt von Joseph Goebbels? Im Internet fand ich dazu bisher nichts, außer dass Dr. Ferdinand Sauerbruch Joseph Goebbels in der Charite´ behandelt hat.

    Letzlich wird das wohl nur im Rahmen einer Akteneinsicht beim Bundesarchiv zu klären sein.


    P.S. Auf die Idee mit Google nach der Dienstaltersliste SS zu suchen, bin ich beim Lesen eines Forumsbeitrags gestoßen. An dieser Stelle noch einmal meinen herzlichen Dank.

    Liebe Grüße

    Stefan:)

    Hallo

    Thilo, hallo Alex,

    Vielen Dank für eure Hilfe.

    Ich nehme an Thilo, dass Du mit Deiner Annahme richtig liegst. Ich gehe auch davon aus, dass es sich bei Dr. med. Franz Hofmann, Arzt, Waidmannslust, Düsterhauptstr. 27 um den von mir gesuchten handelt. Dafür spricht nicht nur die berufliche Tätigkeit als Arzt, sondern auch die mit ca. 5 km, wesentlich kürzere Strecke zur Kriegsgräberstätte Freiheitsweg, Reinickendorf, Die Harnackstr. 4 ist wesentlich weiter von der Kriegsgräberstätte entfernt.

    Danke Dir Alex auch für die Infos über die Akten meines Urgroßonkels im Bundesarchiv.

    Ich nehme an, dass man den Inhalt der Akten nur vor Ort, also in Berlin-Lichterfelde einsehen kann und nicht online.

    Nochmals vielen Dank für eure Hilfe

    Liebe Grüße

    Stefan:)

    Hallo Jörg, hallo Diana,

    passt, Volltreffer (!), das ist definitiv mein Urgroßonkel. Ich bin mal wieder sprachlos, Vielen Dank für die Zeit, die ihr euch genommen habt. Ich habe selber ja auch schon rumrecherchiert, bin aber einfach nicht mehr weitergekommen. Prima, dass die Eltern von Franz auch dabei stehen, die fehlen auch noch im Stammbaum.

    Liebe Grüße

    Stefan

    Liebe Forumsteilnehmer,

    folgendes ist mir durch meine Mutter und eine Tante über meinen Urgroßonkel Franz Hofmann bekannt:


    Geboren wurde Franz Hofmann in Gunzenbach, jetzt OT von 63776 Mömbris,

    Geburtsdatum und exaktes Todesdatum sind leider nicht bekannt,

    angeblich war er der Leibarzt von Joseph Goebbels

    und wurde in Berlin 1945 von den Russen erschossen, als er seine beiden (erwachsenen) Töchter schützen wollte, (vermutlich um zu verhindern, dass sie vergewaltigt wurden).

    Da die Schlacht um Berlin zwischen dem 16.04.1945 und 02.05.1945 stattfand, ist er vermutlich in diesem Zeitraum von russischen Soldaten erschossen worden.


    Im Rahmen meiner eigenen Internetrecherche konnte ich über google.de u. Wikipedia.org keinerlei Hinweis finden, dass Franz Hofmann der Leibarzt von Joseph Goebbels gewesen war, ebensowenig wie der Leibarzt Goebbels hieß. Auch die Suche im Adressbuch von 1943 der Stadt Berlin unter "Hofmann", im Ärzteverzeichnis blieb erfolgslos

    Link: https://digital.zlb.de/viewer/readingmode/34115495_1943/1/

    In der Gräbersuche Online des Volksbundes Dt. Kriegsgräberfürsorge und im Grabsteineprojekt von Genealogienet ist ein


    Franz Hofmann, geb. 14.10.1887

    verstorben am 22.04.1945

    verzeichnet. Dieser ruht auf der Kriegsgräberstätte in Berlin-Rei. Freiheitsweg.Endgrablage: Block XV Reihe 31 Grab 13

    Link: http://grabsteine.genealogy.ne…4534&tomb=946&b=H&lang=de

    Link: https://www.volksbund.de/graeb…14e757d6df1df69db7c83fec7

    Da keine Angaben zum Geburtsort, Beruf, Dienstgrad oder militärische Einheit angegeben sind, ist unklar, ob der von mir gefundene Franz Hofmann mit meinen Urgroßonkel identisch ist (es könnte sich genauso gut um einen Gefallenen des Volkssturms handeln).


    Bisher konnte ich nichts im Internet finden, was die Aussage meiner Mutter und meiner Tante stützen würde, dass Franz Hofmann tatsächlich der Leibarzt von Joseph Goebbels gewesen sei.

    Da ich hier nicht weiterkomme, meine Fragen an das Forum:


    Wie hieß der Leibarzt von Joseph Goebbels?

    Was ist über die Ärzte von Joseph Goebbels bekannt? War Franz Hofmann einer von ihnen?

    Was ist über sein Schicksal bekannt?

    Was ist über das Schicksal von Franz Hofmann, geb. 14.10.1887, verstorben am 22.04.1945 in Berlin bekannt?

    War er identisch mit meinem Urgroßonkel?


    An den Volksbund Dt. Kriegsgräberfürsorge habe ich bezüglich meines Urgroßonkels noch keine Anfrage gestellt, da ich zunächst die Infos vom Forum abwarten möchte.


    Vielen Dank für eure Hilfe


    Liebe Grüße

    Stefan

    Hallo Morser,

    vielen Dank für die Bilder vom Sammelfriedhof Rossoschka. Einer meiner Großonkel geriet am 31.01.1943 in Stalingrad in Gefangenschaft und starb am 19.10.1943 im Lazarett in Krasnoarmejsk (heute OT von Wolgograd). Laut Auskunft des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge ist er verrmutlich als unbekannter Soldat auf den Sammelfriedhof überführt worden.

    Gruß Kleingaertner

    Hallo miteinander,


    mein Großvater Alfons Wissel gehörte als Panzergrenadier dem Panzergrenadier-Regiment 63 an, welches der 17. Panzerdivision unterstellt war. Seit 21.11.1943 wird er in Wladimirowka (ukrain. Volodymyrivka), südöstlich von Saporoshje (ukrain. Saporischschja), Ukraine vermisst.


    In einem Feldpostbrief, verfasst während eines 14-tägigen Urlaubs schrieb er am 05.04.1943 an seinen Bruder Oskar Wissel, (vermisst seit 22.07.1944 in Brody, Ukraine), folgendes:


    "Mir sind eben wieder auf unsern 1. Stellung, daß habe ich dir ja schon mal geschrieben, die Stadt Montlison, da kann man es aushalten ...." Weiter schreibt er, "da haben mir gute Kerle in der 2. Kompanie das ist fiel wert. Die Franzosen habe eine böse Stimmung gegen uns und können uns kaput machen. Die hauptsache ist doch wen ich im Westen bleiben kann, da ist doch ruhiger als im Osten"


    Anmerkung die Rechtschreibfehler sind im Originalbrief meines Großvaters. Dieser war Landwirt, Dialektsprecher und hatte keine höhere Schulbildung. Ich habe nur wörtlich zitiert, was er selber geschrieben hat (leider der einzige Brief, den ich von ihm habe).


    Bei der Stadt Montlison kann es sich nur um Montluçon, 03100, Frankreich,

    Koordinaten 46°20'29.6"N 2°36'07.4"E 46.341544, 2.602045 handeln, das liegt ca. 101 km nordwestlich von Vichy).


    Ich habe weder in google.de noch googlemaps.de noch in der deutschen und auch nicht in der französischen Wikipedia einen Ort gefunden der Montlison heißt und Montluçon nur einmal, eben das bereits erwähnte (vielleicht war er auch nur kurz dort, er schreibt nämlich auch, dass er Angst habe wieder zu seiner Truppe zurück zu müssen).


    Meines Wissens nach war aber weder das Panzergrenadier-Regiment 63 noch das Schützenregiment 63 noch die 17. Panzer-Division im fraglichen Zeitpunkt (März / April 1943) in Montluçon im Einsatz.


    Lt. Lexikon der Wehrmacht wurden im Dezember 1943 das Reserve-Grenadier Batallion 350 und das Reserve Grenadier Batallion 461 nach Montluçon verlegt.

    http://www.lexikon-der-wehrmac…ErsBat/InfErsBat350-R.htm

    http://www.lexikon-der-wehrmac…ErsBat/InfErsBat461-R.htm


    Hat jemand von euch eine Idee welche Einheit im März / April 1943 in Montluçon stationiert war?

    Vielen Dank für eure Hilfe

    Gruß Kleingaertner



    Hallo Peter (ZAG), hallo Chorus und alle übrigen Forumsmitglieder, die sich für die Kämpfe bei Brody im Juli 1944 interessieren,

    Hier ein Link zu einem Beitrag zum Untergang der 14. Waffengrenadier Division der SS (galizische Nr. 1) im Kessel von Brody.


    http://www.dmz-netz.de/2013/07/17/im-kessel-von-brody/


    In einem 9-seitigen PDF-Dokument, Titel: Ausbruch aus Kesseln

    Link https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=asm-004:1964:130::1045


    ursprünglich erschienen in der Allgemeinen schweizerischen Militärzeitschrift, Band (Jahr) 130 (1964), Heft 4 werden

    1) die Ausbruchskämpfe des Grenadierregimentes 683 vom 12. bis 18. März 1944 mit Skizzen 1 und 2, (auf Seite 1 - 4) und

    2) Der Ausbruch des XIII. deutschen Armeekorps aus dem Kessel von Brody vom 13. bis 23. Juli 1944 mit Skizzen 3 - 5 auf den Seiten 5 - 9 des PDF-Dokumentes beschrieben.

    Hier wird auch ausführlich auf die 454. Sicherungsdivision und insbesondere das Sicherungsregiment 375 (das dürfte dich Chorus besonders interessieren) eingegangen.

    Quelle: ASMZ: Sicherheit Schweiz Allgemeine schweizerische Militärzeitschrift, Band (Jahr) 130 (1964)


    Hallo Peter,

    ich habe mir mal die Mühe gemacht, die Orte auf den Lagekarten vom 08.07. - 25.07.44 (Der große Durchbruch bei Hgr. Südukraine u. Kämpfe am großen Weichselbrückkopf vom 08.07. - 29.08.44) , an denen die 454. Sicherungsdivision in Stellung war auf http://www.googlemaps.de nachzuvollziehen.

    Vom 08.07.44 bis 17.07.44 war die Division nördlich von

    Stanislawczyk (ukrain. Stanislavchik), Koordinaten: 50°10'15.5"N 24°54'32.7"E

    50.170979, 24.909084

    Am 19.07.44 etwas südlich von Stanislawczyk

    Am 19.07.44 nördlich von Toporow,

    Am 20.07.44, westl. von Toporow

    Am 22.07. Teile der Division südwestl. von Toporow

    Toporow (ukrain. Toporiw), Koordinaten: 50°06'26.4"N 24°43'39.5"E

    50.107323, 24.72765

    Dem übrigen Teil gelingt der Ausbruch aus dem Kessel bei

    Zloczow (ukrain. Solotschiw), Koordinaten: 49°48'36.6"N 24°54'02.3"E

    49.810158, 24.900639

    Am 24.07.44 befinden sich Teile der Division südlich von Olesko (westlich von Kattow), Koordinaten: 49°57'48.9"N 24°53'38.3"E

    49.963572, 24.893983

    Am 25.07.44 befinden sich Teile der Division nordwestlich von Zukow (südwestlich von Zloczow) und Gologory (ukrain. Holohory)

    Zukow (ukrain. Zhukiv), Koordinaten: 49°42'49.2"N 24°47'55.0"E

    49.713661, 24.798619

    Liebe Grüße

    Stefan







    Hallo Bernhard,

    vielen Dank für deine Hilfe und die Mühe, die du dir gemacht hast. Das ist eine sehr interessante Webseite. Ich habe sie bereits bei meiner Recherche nach meinem Großvater Alfons Wissel, der seit 21.10.1943 in Wladimirowka (heute: Volodymyrivka), Ukraine, vermisst ist (siehe mein Beitrag in militärische Operationen) durch ein Forumsmitglied kennen- und schätzen gelernt (das konnest du natürlich nicht wissen). Die Darstellung der Ia-Abteilung des AOK 6: "Darstellung - Die Abwehrschlachten der 6. Armee im Donezbecken und der Nogaischen Steppe vom 18.08.-03.11.1943" habe ich mit großem Interesse gelesen (mein Großvater gehörte dem 63. Panzergrenadier-Regiment der 17. PzDiv. an). Ich habe auch schon selber auf der Webseite recherchiert, was es sonst noch so an Infos gibt; das KTB der 375. Bäckerei-Kompanie habe ich leider nicht gefunden. Ich werde mir aber mal ein oder mehrere KTB's der Bäckerei-Kompanien anschauen, um mal einen Eindruck vom Alltag in so einer Bäckerei-Kompanie zu bekommen. Ich glaube allerdings nicht, dass mein Großonkel selber Brot gebacken hat (er war nämlich von Beruf Schreiner).

    Liebe Grüße

    Stefan

    Hallo Eumex, hallo Nickolay,

    vielen Dank für eure Hilfe. Das muss ja ein ganzes Stück Arbeit gewesen sein für euch. Ich muss sagen, die Forumsmitglieder überraschen mich immer wieder. Ich kann da eigentlich nur noch staunen, was da einige von euch zu Tage fördern.

    Besonders möchte ich auch dir Nickolay danken, du hast hast mir bei sowohl bei meinem Großvater, als auch bei seinen beiden Brüder weitergeholfen. Ich muss mich nur noch etwas mehr mit den kryrillischen Buchstaben beschäftigen, dann klappt das mit dem Lesen der russischen Karten noch besser.

    Liebe Grüße

    Stefan (ebenfalls aus Bayern)

    Danke Uwe,

    für die Info, da habe ich wieder etwas dazugelernt. Den Beitrag über die Auskunftsmöglichkeiten bei der Deutschen Dienststelle (WASt) hatte ich mir schon angeschaut (tut mir leid, das hatte ich vergessen zu erwähnen). Demnach würde ich von der Deutschen Dienststelle keine Auskunft bekommen, da ich nur der Großneffe bin (nur in der Seitenlinie verwandt). Im Antragsformular der Deutschen Dienststelle wird bei der Suche nach Angehörigen nach dem Verwandtschaftsverhältnis zur gesuchten Person gefragt. Ob Großneffen unter die Definition von "Angehörigen" der Deutschen Dienststelle fallen, werde ich erfahren, wenn ich eine Anfrage stelle.

    Vielen Dank für deine Hilfe.

    Liebe Grüße

    Kleingaertner

    Danke Uwe für die schnelle Antwort. An die 454. Sicherungs.Div. hatte ich auch schon gedacht, war mir aber unsicher, weil ich im Lexikon der Wehrmacht unter der 454. Sicherungs.Div. nur das 375. Sicherungs-Regiment gefunden hatte, aber nichts über die Verwaltungseinheiten.

    Vielen Dank für deine Hilfe. Wieder ein Puzzlestück mehr bei der Suche nach Infos über meinen Großonkel.

    Ich nehme an, dass die 375. Bäckerei-Kompanie dann zum 375. Sicherungsregiment gehört hat. Liebe Grüße

    Kleingaertner

    Liebe Forumsteilnehmer,

    mein Großonkel Oskar Wissel, geb. 26.09.1910 gehörte lt. VBL des DRK-Suchdienstes (Band GE, S. 474) der 375. Bäckerei-Kompanie an. Die Bäckerei-Kompanien gehörten wohl zu den Verwaltungseinheiten einer Division. Mein Großonkel wird seit Juli 1944 vermisst, Vermisstenort: Brody. Ich vermute, dass er bei der Kesselschlacht von Brody im Juli 1944 ums Leben gekommen ist. Laut wikipedia.org/wiki/Lwiw-Sandomierz-Operation wurden bei dieser Schlacht die 340. Inf.Div., 361. Inf.Div., 349. Inf.Div., die 454. Sich.Div., 14. SS Freiw. Div. Galizien, die K.Abt. C mit den Div.gruppen 183, 217 u. 339, beim Ausbruch aus dem Kessel vernichtet. Die Bäckerei-Kompanie 375 konnte ich keiner dieser Divisionen zuordnen. Weiß jemand vom Forum zu welcher Division die Bäckerei-Kompanie 375, FPN 29220 im Juli 1944 gehörte? Ich komme mit eigener Recherche leider nicht mehr weiter. Weitere Frage gibt mir die Deutsche Dienststelle (WAST) Auskunft über meinen Großonkel oder bekommen nur direkte Abkömmlinge, z.B. Kinder, Enkel Auskunft?

    Vielen Dank für eure Hilfe.

    Liebe Grüße

    Kleingaertner

    Hallo Wolwolter,

    mein Großvater war Panzergrenadier im Panzergrenadierregiment 63, vermisst seit 21.10.1943 bei den Kämpfen um Wladimirowka. Kann man das Kriegstagebuch des 63. Panzergrenadierregimentes als pdf aus dem Web herunterladen, bzw. ausleihen oder kaufen? Würde gerne etwas mehr wissen über das Regiment. Hast du da mehr Infos, bzw. Literaturtipps, wo ich mehr erfahren kann. Mich interessiert vor allem das Jahr 1943.

    Vielen Dank für deine Hilfe.

    Gruß Kleingaertner