Posts by Bludau Ostpreußen

    Hallo Wolfgang,

    ob es jetzt im Polenfeldzug schon Exekutionen an der jüdischen Bevölkerung durch die Wehrmacht gab,

    kann ich nicht beurteilen. (ich denke nur Deportationen)

    Ich vermute jetzt einmal die Partei hatte den Beschluß zum Holocaust schon vor Kriegsbeginn gefasst.

    Das könnten auch SS und Polizeieinheiten, getan haben.

    Diese waren Parteisoldaten und wurden in Schulen schon einer Gehirnwäsche unterzogen.

    Sieg oder Tod.

    Ich denke die kämpfende SS sollte man hier herausnehmen.

    Die hatten in der Truppe so eine Selbsterziehung, das es keine Gnade geben konnte.

    Auch nicht gegen ein schwaches Mitglied.

    In die Wehrmacht wurde man "Mann" eingezogen, ob man wollte oder nicht!

    Das soll keine Entschuldigung sein und die Jugend war nun einmal begeistert.

    Aber "Sie" kamen schnell auf den Boden der Tatsachen zurück.

    schwieriges Thema

    Gruß Ralph

    Hallo Wirbelwind,

    Geheimobjekt Jakob: bei Wiki ein Bunkerbau bei Berbersdorf (Sa). nicht ausgeführt.

    Da gab es früher auf der A4 die "Behelfsausfahrt Berbersdorf", sicher noch aus der Bauphase (der A4).

    Aber ich denke dort ist nicht viel passiert.

    Wenn doch, dann trage ich sie in die Liste ein.

    Mal abwarten was noch kommt.

    Frohe Ostern

    Gruß Ralph

    Hallo Wirbelwind,

    ich freue mich, das du mir zur Seite stehst.

    Da Gerd jetzt für die 11.Fla.Div. gefunden hat:

    Am 17. Januar 1945 wurde befohlen, alle nur irgendwie beweglich zu machenden Geschütze in Panzerabwehrstellungen einzusetzen.

    Sollte man davon ausgehen, das jedes Geschütz richten konnte, wie auch immer.


    So jetzt zum RPG (Richtpeilgerät), (vielleicht hieß es auch anders), das ist so ein Dingens, das konnte man auf die Kanone schrauben um damit einen Schornstein oder Kirchturm anzuvisieren.

    Wenn die B-Stelle ca.15 km vorne (Gefechtsfeld) ein Ziel erkannte meldete sie das an den Batteriestab.

    Dieser berechnete die Ladung der Kartusche und den Winkel für jede Kanone.

    Dann lief der Melder (K3) vom Stab zum Geschütz und der (K1) drehte am RPG? (nicht rückstoßfreies Panzergeschoß)

    die erhaltenen Koordinaten +/- ein. Dann begann das einschießen.

    Wenn nach dem ersten Schuß "Kanone 3" die B-Stelle noch lebte hatten wir uns nicht verrechnet.

    Nach dem ersten Feuerschlag gab es keine B-Stelle mehr.

    Gruß Ralph

    Hallo Wirbelwind,

    wer so einen Namen trägt sollte doch ein Flak Profi sein.

    Das gehört jetzt alles nicht zu diesem Thema aber ich will schlauer werden.

    Ich habe keine Ahnung von Flak. (das ist klar)

    Ich habe hier in diesem Thema zum ersten mal vom Rohrvisieren gehört.

    Da dachte ich, irgend etwas ist an mir vorbeigegangen.

    Wir (Ari) hatten eine riesige Richtoptik für direkt. (das RPG ging wohl nicht?)

    Hatten die Batterie Geschütze "früher" Kimme und Korn für den Notfall? keine Ahnung.

    Zum 2.Problem

    Was macht die schwere Flak bei massiven Tieffliegerangriffen?

    Da sich die Fahrzeuge Wehrmacht bei Kriegsende tagsüber in den Wäldern versteckten,

    hatten die russischen Schlachtflieger Zeit (außer an Großkampftagen)

    Artilleriestellungen und ähnliches zu stören.

    Was machte die schwere Flakbesatzung da?

    Blieb sie im Bunker oder Erdloch?

    Oder Schoß sie Steilfeuer?

    Ich brauche Hilfe.

    Gruß Ralph

    Hallo Wolfgang,

    ich möchte noch aus meiner Sicht ergänzen.

    Die Arbeitsbelastung der deutschen Bevölkerung während des Krieges war sehr hoch.

    10-12 Std. in der Rüstung und danach noch Landwirtschaft.

    Zu dem hatten viele Familien noch Söhne und Männer an der Front.

    Es gab nur Siegen oder untergehen.

    Da von der Propaganda Jude als Volksfeind proklamiert wurde, gab es kein schlechtes Gewissen. (solange der Krieg gut lief)

    Zu Amon Göth :

    Der Holocaust war von oberster Stelle (Wannseekonferenz) abgesegnet.

    Sadistische Schweinehunde hatten einen Rechtsfreien Raum um übereifrig Verbrechen zu begehen die von Oben gefordert wurden.

    Aber die Masse der Täter stand unter Befehlsnotstand auch gegen ihr Gewissen.

    Da die Nationalsozialisten das umsetzen der Beschlüsse von der OHL forderten.

    Der größte Teil der deutsche Gesellschaft war humanistisch gebildet. Aber ohnmächtig.

    Gruß Ralph

    P.S. Handlungsfähig war nur die obere Bildungsschicht und der Adel.

    Hallo Forum,

    wenn man dieses brisante Thema aus heutiger Sicht aufarbeiten möchte,

    sollte man die Lebensbedingungen der Leute damals einbeziehen.

    Ende der Zwanziger herrschte Weltwirtschaftskriese

    Ich weiß das ein armer Tagelöhner im Norden, 1930 sich von Buchweizen ernährte und auch hungerte. trotz Arbeit.

    Hunger war bis Mitte der 30ger Jahre noch ein Problem.

    Ende der Zwanziger kamen auf der Flucht vor Stalins Säuberungen, Millionen Ost-Juden nach Deutschland.

    Die auf Ausreise nach USA hofften und so im Straßenbild auftauchten.

    Deren sonderbarer Anblick verunsicherte die Leute.

    Da hatte die NS Propaganda, eingehakt und nach der Machtübernahme die rechtliche Gewalt.

    Die Leute damals hatten keine Medien, die sagten was sie hätten tun können.

    Hunger macht Böse! Erst kommt das fressen dann die Moral. (Brecht)

    Ich wüsste nicht was ich gemacht hätte , ich möchte kein Urteil fällen. Die Zeiten waren Härter.

    Mir tun die Opfer der dieses Unrechts in den Vernichtungslagern während des Krieges sehr Leid.

    Aber man darf nicht vergessen, dass auch Millionen ziviler Menschen aller Nationen Gewalt und Tod

    und Vertreibung erleiden mussten.

    Gruß Ralph

    Hallo Frank,

    für Laien:

    Feuer unterm Arsch machen damit die da oben Angst bekommen und Gas geben.

    Und den Scheiß ein paar hundert Meter weiter hinten abladen.

    Aber du hast es natürlich Tausend mal besser ausgedrückt.


    So jetzt wieder zum eigentlichen Thema: Schutz der Hydrierwerke.

    Meine Wiki Tabelle die ich hin und wieder erweitere.


    1. Leuna Bitterfeld -Braunkohle (IG Farben)

    2. (14) Ruhland / Schwarzheide (BRABAG) - Braunkohle

    3. Böhlen (BRABAG) - Braunkohle

    4. Magdeburg, Rothensee (BRABAG) - Braunkohle

    5. Gelsenkirchen Scholven - (Hibernia AG) - Steinkohle

    6. Bottrop-Welheim - Pech, Kokerei-Teer

    7. Gelsenburg (berg?) - Steinkohle

    8. Zeitz (BRABAG) -Braunkohle

    9. Lützkendorf Kassel - Teer

    10. Stettin Pölitz ( IG Farben) - Steinkohle/ Schutz: 2.schwere Flakabteilung 616 mit 10.5 Geschützen,

    7.616 mit 8,8 Geschützen rechte Oderseite.Es gab sogar eine 12,8 Flakbatterie.

    11. Wesseling (Union Rheinische Braunkohlen Kraftstoff AG) - Braunkohle

    12. Brüx (HG Werke) - Braunkohle

    13. Blechhammer - Steinkohle / Schutz: 3.Bt Fl.-Abt.625 aus Bielefeld

    14. Auschwitz - Monowitz


    Die wird noch besser.

    Gruß Ralph

    Hallo Wirbelwind,

    Flak 8,8cm

    ich glaube du und alle die sich auskennen, könntest hier erst einmal Grundlagen schaffen.

    zu 1: Es stand im Raum "die" müssen durch das Rohr visieren.

    zu 2 : Hinterherschießen sinnlos ?

    zu 3 : Höhenbomber konnten bekämpft werden, aber mit geringer Wirkung.

    1.- hatte jedes 8,8 Flakgeschütz, auch in der Batterie, eine Erdkampf Visiereinrichtung?

    2.- hatte die 8,8 die Möglichkeit tieffliegende Ziele zu bekämpfen? (leichte schnelle Bomber, Schlachtflieger)

    3.- wie hoch war die Splitterwirkung? Etwa im Vergleich zur 10,5cm und die Abschuß-Bilanz?

    Jetzt nur so am Rande ich war bei den 12,..cm Haubitzen und wir hatten das "OP4" ,

    dass war riesig und ging ich glaube nur auf 900m genau. (ich kann mich auch irren) aber es war sinnlos.

    Gruß Ralph

    Hallo Karl,

    ich habe noch einmal das ganze Thema durchgelesen.

    Deinem letzten Beitrag kann ich nichts mehr entgegensetzen.

    Ich beschäftige mich als Laie mit den Endkampf im Osten,

    da habe ich nicht so viele Statistiken.

    Mein Bauchgefühl nach lesen der populären Literatur,

    sagte mir das Eliteeinheiten für Gegenstöße (ab Mitte44) , vielleicht schon moderner ausgerüstet waren. (z.B. mit MP44 und Panzerfaust30). Das GGG42 wurde kaum erwähnt.

    Aber die Wehrmacht war ja noch ein Millionenheer mit K98.

    Und die Panzergranate hatte Wirkung gegen Panzerketten, eine 7,92 Patrone nicht.

    Das erklärt viel.

    Gruß Ralph




    Hallo Wirbelwind,

    mit deinem letzten Argument hast du mir das Genick gebrochen.

    Ohne Richtoptik kein Direkt Schuß.

    Und Jena konnte natürlich nicht für jede Kanone eine Optik herstellen.

    Die 8,8 war ein Flak (mit Leitstelle), alle Fahrlafetten waren Pak mit Optik.

    Da hast du mal so etwas von Recht .

    Gruß Ralph

    P.S. bedeutet das etwa das Afrika Korps am "El Halfa Pass" Winter 41/42 durch das Rohr anvisiert hat und die Tommys

    in Schach gehalten hat. Oder hatte das Afrika Korps einfache Richtoptiken mitbekommen.

    Ich weiche ab.

    Gruß Ralph

    Hallo Karl,

    ich denke

    das kann man nicht verallgemeinern.

    bis Herbst 43

    Elite WH Verbände im Angriff hatten immer genug Pak und Schlachtflieger.

    Nachrückende schlechter ausgerüstete Infanterie zum Säubern benutzten es (GGG) sicher öfter.

    ab 1944 Rückzug,

    kamen die neuen Panzerhohlladungen, Faustgranate, Ofenrohr in großen Mengen für Frontkämpfer.

    Sicherungsverbände die später in die Frontlinie eingefügt wurden benutzten diese Waffe (GGG) weiter.

    Gegen Inf. Nester MG oder Pak, aber nicht mehr gegen Panzer.

    Weil sie in großen Mengen zur Verfügung stand.

    Eine Waffe der zweiten Reihe. (zum Schluß war sie größer als die Erste)

    Gruß Ralph

    Hallo Lemmy,

    8,8 als Flugabwehrgeschütz ab 2.Hälfte 1944. (hat es sicher gegeben. Man hat da alles eingesetzt,

    auch wenn die Höhe nicht erreicht wurde)

    Meine Meinung,

    - gegen Höhenbomber: wenig Splitterwirkung nur bei Treffer wirksam.

    - gegen Tiefflieger: wirkungslos, da zu langsam und nach einer Ladung Streubomben,

    die der Russe beim Vormarsch in deutschen Luftwaffenlagern fand und sehr gerne nachbaute,

    sah die Besatzung, der meist auf Fahrgestell montierten ungeschützten 8,8 auch nicht mehr gut aus.

    - zu dieser Zeit lohnte sich das betonieren einer Flakstellung für 8,8 einfach nicht mehr.

    Sie war als Pak viel effektiver. (aber wahrscheinlich hat die Luftverteidigung die Kanonen nicht rausgerückt).

    Gruß Ralph

    Hallo Gerd,

    ich gehe einmal davon aus, dass es das Hydrierwerk Blechhammer (Heydebreck O.S.) war.

    Steinkohle oder Braunkohle? Da gibt es widersprüchliche Angaben.


    Bei Wiki ist zu lesen: Die strategische Bedeutung dieses Chemiestandortes führte in der zweiten Jahreshälfte 1944 zu 15 Angriffen von B-24-Bomberverbänden der amerikanischen Fifteenth Air Force von Stützpunkten in Italien aus. Dabei wurde das Werk zweimal wöchentlich bombardiert.

    Also waren die Hydrierwerke im Osten des Reiches, nicht durch russische Tieffliegerangriffe,

    sondern durch anglo amerikanische Höhenbomber gefährdet.

    Was die Verlegung von schwerer Flak erklärt.


    zur Erinnerung

    Blechhammer wurde auch im Thema: BRABAG u. Oberschlesische Hydrierwerke AG, behandelt.


    Gruß Ralph

    Hallo Lemmy,

    du hast sicher Recht.

    die Sowjets kamen mit massiven Tieffliegerangriffen.

    Da konnte man mit der 8,8 noch wirken.

    Aber wenn man länger leben wollte, schoss man eventuell nicht mehr hinterher.

    Ich war nicht dabei, aber es war schrecklich.

    Gruß Ralph

    Hallo Leute,

    Thema läuft,

    Die Steinkohle für Pölitz-Stettin, kam vermutlich über die Neisse/ Oder aus Schlesien. (Waldenburg)

    Das bedeutet , auf der gesamten Oderlinie könnten kleine Hydrierwerke (auf der Basis von schlesischer Steinkohle)

    entstanden sein.

    Steinkohlekokereien können Kraftstoff sauberer und günstiger als Braunkohle Hydrierer herstellen.

    HG Werke = IG Farben

    Ich möchte sie einmal durchzählen "mit Wiki" und für dieses Thema nummerieren.

    1. Leuna Bitterfeld -Braunkohle

    2. Billingham- Steinkohle

    3. Böhlen - Braunkohle

    4. Magdeburg - Braunkohle

    5. Gelsenkirchen - Steinkohle

    6. Welheim - Pech

    7. Gelsenburg - Steinkohle

    8. Zeitz -Braunkohle

    9. Lützkendorf Kassel - Teer

    10. Stettin Pölitz - Steinkohle

    11. Wesseling - Braunkohle

    12. Brüx - Braunkohle

    13. Blechhammer - Steinkohle

    Falls Insider auch etwas über BASF Werke beitragen möchten, bitte mit laufender Nummer weiterzählen.

    Ich weis auch das aus "Schiefer" Kraftstoff hydriert wurde. (nur für Lanz Traktoren)

    Gruß Ralph

    Hallo Sterner,

    ich freue mich sehr einen Zeitzeugen zu diesem Thema zu haben.

    Pölitz, am Stettiner Haff?

    Dort gab es keine Kohle. (Hydrierwerk chemische Braunkohleaufbereitung)

    Aber die Kriegsmarine hatte große Treibstofflager.

    Sehr interessant ist das ihr noch mit der 8,8 in den Himmel geschossen habt.

    bin begeistert.

    Gruß Ralph

    Hallo Leute,

    Entschuldigung:

    Ich meinte "natürlich" den seit Kriegsbeginn leicht zu transportierenden 5cm Werfer.

    siehe bei Thilo: "man sollte ergänzen, daß das Gewehrgranatgerät den bis dato im Infanteriezug mitgeführten 5cm Granatwerfer 36 ersetzte."

    Gruß R.Bludau