Posts by micha18

    Hallo zusammen,


    ich lese hier folgendes:

    Stam West -> Stammabteilung West

    Stam 30 -> Stammbezirk 30 (Bereich 30.SS-Standarte, Bochum)

    Stam 112 -> Stammbezirk 112 (Bereich 112.SS-Standarte, Lodz)


    Grüße Frank

    Hallo Peter,


    völlig richtig, ich bin auch beim Lesen meines Beitrags über die vermeintliche "Degradierung" gestolpert, tatsächlich wurde genannter Seifert vom Kriminalobersekretär zum Kriminalinspektor befördert:


    Seifert 1944-02-05.jpg


    Ich hatte es dann schon vor dem Absenden deines Hinweises korrigiert.


    Viele Grüße

    Frank

    Hallo Marcus,


    ein Kriminalobersekretär und SS-Untersturmführer Seifert bei der Staatspolizeileitstelle Danzig wurde gemäß SD-Befehlsblatt vom 05.02.1944 zum Kriminalinspektor befördert..

    Ferner wurde ein SS-Untersturmführer Otto Seifert (SS #190971) beim IdSuSD Danzig gemäß SD-Befehlsblatt vom 27.07.1944 mit Wirkung zum 21.06.1944 zum SS-Obersturmführer befördert.


    Viele Grüße

    Frank

    Hallo Paule,


    dann gab es offensichtlich hinter den Kulissen durchaus einen Stimmungswechsel, eigene Flüge in den Westen war kaum noch möglich ...



    Ein Schreiben SS-Obersturmführer Rudolf Brandt vom 10.08.1943:

    Quote

    Anliegend übersende ich im Auftrage des Reichsführer-SS eine Anordnung mit der Bitte um Unterrichtung der Befehlshaber der Ordnungspolizei und Sicherheitspolizei, die diese Weisung mündlich den nachgeordneten Dienststellen zur Kenntnis bringen sollen.

    Außerdem bittet der Reichsführer-SS, von dieser Anordnung die zuständigen Gauleiter mündlich zu unterrichten.

    Es ist nicht Aufgabe der Polizei, sich in Auseinandersetzungen zwischen deutschen Volksgenossen und abgesprungenen englischen und amerikanischen Terrorfliegern einzumischen.


    Dann gibt es das Bormann-Schreiben von 30.05.1944:

    Quote

    Englische und nordamerikanische Flieger haben in den letzten Wochen wiederholt im Tiefflug auf Plätzen spielende Kinder, Frauen und Kinder bei der Feldarbeit, pflügende Bauern, Fuhrwerke auf der Landstraße, Eisenbahnzüge usw. aus geringer Höhe mit Bordwaffen beschossen und dabei auf gemeinste Weise wehrlose Zivilisten – insbesondere Frauen und Kinder – hingemordet.

    Mehrfach ist es vorgekommen, daß abgesprungene oder notgelandete Besatzungsmitglieder solcher Flugzeuge unmittelbar nach der Festnahme durch die auf das äußerste empörte Bevölkerung an Ort und Stelle gelyncht wurden.

    Von polizeilicher und strafgerichtlicher Verfolgung der dabei beteiligten Volksgenossen wurde abgesehen.

    und dann auf der folgenden Seite

    Quote

    Der Leiter der Partei-Kanzlei läßt bitten, die Ortsgruppenleiter über den Inhalt dieses Rundschreibens durch die Kreisleiter nur mündlich unterrichten zu lassen.


    Gruß Frank

    Hallo Petra,


    auch wenn es tatsächlich schon etwas lang her ist:


    Die tschechische Liste der Gestapo-Mitarbeiter ( https://www.ustrcr.cz/data/pdf…vobody/gestapo-seznam.pdf Seite 302) führt 2 Steiner im Bereich der Staatspolizeileitstelle Brünn auf:

    Kriminalassistent und SS-Mitglied Hans Steiner (geb.05.09.1904) von 1939-1940 bei der Gestapo-Außenstelle Vsetín und dann einen Polizeiinspektor Jan (=Johann ?) Steiner bei der Staatspolizeileitstelle Brno, für letzteren liegt auch eine Beförderung vom Polizeiinspektoranwärter (SS-Sturmscharführer) zum Polizeiinspektor (in Brünn) im SD-Befehlsblatt 18.03.1944 vor.


    Die Beförderung von Johann Steiner (SS #341 609) zum SS-Obersturmführer erfolgte zum 11.09.1944.


    Gruß Frank

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    • 05.jpg

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    Hallo Thomas,


    Anhang 2 und 3 von holhauer sind schon interessant, vermutlich handelt es sich hier um den späteren Oberregierungsrat und SS-Obersturmbannführer Dr.Walter Vollmer (Stapo Stuttgart, Berlin und Trier, beim BdS Kiew, Stapo Trier, EK Luxemburg, Stapo Chemnitz und RSHA I A2 sowie von 1950-1954 bei der Organisation Gehlen)


    Gruß Frank

    Hallo J.H.,


    ich zitiere mal frei aus Wikipedia - Kampfgruppe von Gottberg

    Quote
    Kampfgruppe von Gottberg - Operation Heinrich 25. Oktober 1943 bis 9. November 1943 (geplant bis zum 15. November) Tiefland nordöstlich von Polozk, Dretun 5 452 ermordete Personen, Verschleppung von fast 8000 Personen als Zwangsarbeiter in das Deutsche Reich, Umsiedlung von 8000 Personen. Operation muss am 9. November wegen des sowjetischen Durchbruchs bei Newel abgebrochen werden. Unterstellung der Kgr. von Gottberg unter das PzAOK 3. Bildung einer Sperrlinie bei Dretun, die von sowjetischen Truppen durchbrochen wird.

    Das passt doch zusammen ..


    Gruß Frank

    Hallo,


    offensichtlich geht es hier nicht um Fakten sondern darum, die Deutungshoheit über die Geschichte (zurück ?) zu gewinnen.


    [..] und der Bundestag wird wissen, welchen Historiker er als Sachverständigen zu Rate zieht.

    Man nimmt in Rechtsfragen wohl den Besten und Objektivsten, der auf dem freien Markt zu bekommen ist.[..]

    Das war und ist nun definitiv kein Alleinstellungsmerkmal - es wäre sicher fair gewesen hier auch zu sagen, daß Dr. Klaus Arnold nicht der einzige ("welchen", "den Besten") Historiker war, der zu Rate gezogen wurde. Vielmehr wurden auch Prof. Dr. Beate Fieseler (Universität Düsseldorf), Prof. Dr. Jochen A. Frowein, Dr. Rolf Keller (Stiftung niedersächsische Gedenkstätten), Prof. Dr. Tanja Penter (Universität Heidelberg) und Dr. Christian Streit als Sachverständige um Stellungnahmen zu den Anträgen auf Gewährung einer symbolischen finanziellen Anerkennung für ehemalige sowjetische Kriegsgefangene gebeten.


    https://www.bundestag.de/dokum…5/kw21_pa_haushalt/374446


    Die o.g. Publikation von Arnold ist preisgekrönt

    Das war 2004 tatsächlich ein geteilter 3.Platz - also tatsächlich wohl nicht der Beste.

    Und nebenbei: der Namensgeber dieses Preises (Werner-Hahlweg-Preis für Militärgeschichte und Wehrwissenschaften) war seit 1933 SS-Mitglied und seit 1936 NSDAP-Mitglied gewesen - der Preis wurde zunächst ab 2012 nicht mehr vergeben und 2017 als Förderpreis für Militärgeschichte und Militärtechnikgeschichte neu ausgeschrieben.


    Gruß Frank

    Hallo Alexander,

    Diese wird es in Italien (und zu dieser Zeit) nicht gegeben haben.

    Gerade zu dieser Zeit gab es in Italien Lager wie das DL Fossoli oder DL Bozen als Zwischenstation italienischer Juden zum weiteren Transport in Vernichtungslager.

    Und ab September 1943 in der Operationszone Adriatisches Küstenland (OZAK) das vormalige Personal der Vernichtungslager Belzec, Sobibor und Treblinka.


    Was aber aber keine Rückschlüsse auf den Einsatz deines Schwiegergroßonkels implizieren soll ...

    Gruß Frank

    Hallo Kordula,

    danke für die klaren Worte.

    Ich überlege nun schon den ganzen Vormittag wie man mit solchen Beiträgen umgeht - schreibe und verwerfe...

    Einerseits darf man Aussagen wie von Ricardo nicht unbeantwortet stehen lassen, auf der anderen Seite habe ich aber das Gefühl, das beide an einer wirklichen Diskussion nicht interessiert sind sondern dieses Forum nur als Plattform ihrer in meinen Augen gefährlichen Gedanken nutzen - das Thema ist eigentlich egal...


    Herzliche Grüße

    Frank