Posts by HERCULES

    Guten Abend,


    ob die Ringstände tatsächlich Teil des Friesenwall-Projektes waren, ist durchaus möglich.
    In der Stadt Aurich, die direkt in der Nähe meines Heimatortes liegt, wurden viele Panzergräben sowie einige Ringstände ausgebaut um die Stadt im Friesenwall-Projekt auszubauen. Die Arbeiten wurden fast ausschließlich von Gefangenen des Konzentrationslagers in Engerhafe durchgeführt.
    Auch heute noch sind Reste der PzGräben erkennbar!
    In einem Buch, in dem unter Anderem die Geschichte der Schule meines Heimatortes beleuchtet wird, steht geschrieben, dass am Ende des Krieges der Unterricht nicht mehr durchgeführt werden konnte, da die Klassenräume durch RAD und HJ belegt waren, die im Zuge des Friesenwall-Projektes Panzergräben ausheben sollten.


    Vielleicht wurden die Ringstände auch im Zuge des Friesenwall-Projektes errichtet, im Endeffekt allerdings zur Fliegerabwehr genutzt.


    Ich habe nochmal einen Google-Ausschnitt beigefügt, auf dem habe ich die Ringstände eingezeichnet (rote Punkte), den geplanten Panzergraben nach ZZ-Aussagen (rote Linie) und die Eisenbahnlinie sowie die "Versorgungsstraße" (grüne Linien).
    Auf die Eisenbahnlinie wurden öfters Tieffliegerangriffe geflogen und es gab auch Material- sowie Personenschäden.
    Die "Versorgungsstraße", heutige Bundesstraße 72, war eine wichtige Straße von Emden/Aurich nach Norden, wo sich ein Marine-Depot befand.
    1944 fanden Tieffliegerangriffe auf einen Konvoi auf dieser Straße statt , es wurden dabei fünf Soldaten getötet und viele Fahrzeuge zerstört.



    Da sich die Ringstände jeweils in der Nähe dieser beiden Ziele befanden, gehe ich von einer Nutzung als Fliegerabwehr aus.
    Die Ringstände befinden sich aufjedenfall an "militärtaktischen Stellen".


    Viele Grüße,


    Lars

    Moin Thomas,


    der Witterungsschutz erscheint plausibel und ist mit Sicherheit auch sehr sinnvoll, bei diesen Ringständen. Ich denke mal so ein Objekt war mit "Deckel" gemeint.


    Ist es nachvollziehbar bzw. übliche Praxis gewesen, dass diese Ringstände durch z.B. Luftwaffenhelfer besetzt worden sind?


    Die Besazung muss sich immer in der Nähe des Ringstandes befunden haben um bei Alamierung auch gegen feindliche Flugzeuge wirken zu können.
    Dementsprechend ist es naheliegend, dass z.B. ortsansässige Jugendliche, die noch zu jung für den Einsatz in der Wehrmacht waren, rekrutiert worden sind um diese Ringstände zu besetzen.
    Kann ich dieser Annahme nachgehen bzw. deckt sich dieses mit der gängigen Praxis?


    Viele Grüße, Lars

    Moin,


    vielen Dank für die zahlreichen Antworten!
    Es ist richtig, es ging mir primär um die Sprengvorbereitungen die zur Zeit des 2. Weltkrieges getroffen wurden. Die Sprengvorrichtungen, die in der BRD aufgrund des kalten Krieges eingerichtet wurden, sind mit Sicherheit sehr ähnlich angelegt.


    Ich weiß leider auch nicht, ob noch weitere Brücken der Bahnstrecke damals mit Sprengkammern versehen worden sind, dies kann ich mir allerdings sehr gut vorstellen. Eventuell wurde die gesamte Brücke auch während des zweiten Weltkrieges von der OT errichtet und ist dementsprechend von vorne herein mit Sprengkammern ausgestattet worden.


    Der Aufwand um diese kleine Brücke unpassierbar zu machen ist mit Sicherheit überschaubar gewesen, das stimmt.


    Vielleicht kann ich noch herausfinden, wo die Sprengmittel gelagert worden sind.


    Grüße, Lars

    Guten Abend,


    ich habe im Bezug auf die Dokumentation der Kriegsgeschichte meines Heimatortes im Landesarchiv Niedersachsen eine interessante Notiz im Bezug auf die Sprengvorbereitung einer Eisenbahnbrücke gefunden.
    Es handelt sich um folgenden Text:


    "Am 19.12.1956 stellte man an der Bahnlinie Norden – Emden bei Km 24,130 ( Osteel / Schrankenposten 7 ) an der Brücke beidseitig Versackungen fest , welche sich bei genauer Prüfung als Sprengkästen der OG Todt herausstellten . Diese wurde geräumt.
    Der Bahn war dies bezüglich nichts bekannt, und deshalb soll die ganze Strecke untersucht werden."


    Ich habe die betreffende Brücke auch ausfindig gemacht und entsprechende Fotos angehängt.


    Ich habe zu dieser Thematik noch einige Fragen, da ich via Internetrecherche wenig finden konnte. Kann man diese Vorgehensweise der Organisation Todt eventuell datieren aufgrund der Herausgabe eines bestimmten Befehles oder wann wurden diese sprengvorbereitenden Maßnahmen in der Regel getroffen?


    Wie kann ich mir das ganze in der baulichen Ausführung vorstellen? Ich konnte vor Ort nichts mehr entdecken, was irgendwie auf Sprengkästen hindeutet. Da 1956 Versackungen festgestellt worden sind, gehe ich davon aus, dass sich diese Sprengkästen oder Schächte unter den Betonfundamenten befunden haben müssen. War dies eine gängige Methode und gibt es eventuell vergleichbare Zeichnungen?


    Wer war für diese Sprenungen zuständig, waren es Pioniereinheiten? Und wurden die Sprengmittel dann von diesen Einheiten mitgeführt oder wurden diese an einem nahegelegenen Ort verwahrt?


    Vielleicht kann mir jemand weiterhelfen!


    Viele Grüße, Lars

    Moin,


    Im Bezug auf die Kriterien bei der Wahl des Gebildes und des Standortes denke ich mal, dass diese zum Schutz für entsprechendes Terretorium oder für entsprechende Anlagen errichtet wurden, wenn wirklich akute Angriffsgefahr bestand.
    Die beiden Ringstände in meinem Heimatort liegen beide in der direkten Nähe von verursachten Personen- und Materialverlusten durch englische Tieffliegerangriffe. Nachdem diese Angriffe erfolgt sind, stand mit Sicherheit die Frage im Raum, wie man in Zukunft solche Verluste vorbeugen kann und hat sich dementsprechend für den Bau dieser Ringstände entschieden. Das wäre eine plausible Theorie, allerdings weiß ich es auch nicht genau, es ist nur eine Vermutung.
    Zum angeblichen Deckel dieses Ringstandes, dies hat mir der Anwohner erzählt. Wirklich vorstellen kann ich mir das auch nicht, wenn dieser Ringstand mti einem MG ausgestattet war.
    Eine Besatzung von drei Personen ist, meiner Vorstellung nach, auch nicht realistisch. Liege ich da richtig?


    Grüße, Lars

    Moin Zusammen,


    Ich denke der Ringstand wurde so hergestellt, wie Ludwig es beschrieben hat. Das macht am meisten Sinn, dann der Ringstand ohne weitere "Verankerung" wahrscheinlich einfach im Boden versunken wäre, wenn das Land nass und der Boden entsprechend weich gewesen ist.
    ich habe heute den anderen Ringstand in meinem Ort besucht und vermessen. Es handelt sich um selbiges Modell.
    Ich denke, dass man damit eventuell auch die Positionsfrage klären kann, da sich dieser Ringstand noch an der originalen Position befindet.
    Der geborgene Ringstand war mit Sicherheit auch komplett eingegraben und nur der obere schirmförmige Teil war oberirdisch. Nach Ende des zweiten Weltkrieges und Wiederbewirtschaftung des Ackers, wurde dier Ringstand mit Sicherheit einfach vergraben, da diese Methode einfacher war, als das ganze Objekt zu bergen.
    Ich konnte auch noch mit einem Nachfahren der ehm. Ringstandbesatzung sprechen. Dieser erzählte mir, dass sein Großvater zur Besatzung des Ringstandes gehörte, von denen ich die Bilder angehängt habe.
    Der Ringstand soll, laut seiner Aussage, mit drei Personen besetzt worden sein und diente der Tieffliegerabwehr. Der Ringstand liegt nahe einer wichtigen Versorgungsstraße, auf die vermehrt Angriffe geflogen worden sind.
    Als Schutz war wohl auch noch ein Deckel vorhanden, der bei Bedarf angewendet wurde.


    Ich denke mal, dass beide Ringstände für die Tieffliegerabwehr verwendet worden sind, da beide in der Nähe von möglichen Angriffszielen liegen (Versorgungsstraße und Eisenbahnlinie).
    Auf diese beiden Ziele wurden auch Angriffe durch Tiefflieger verübt, dies ist im Kriegstagebuch des Kommandanten des 6. Marine Flakregiment dokumentiert worden.


    Viele Grüße,


    Lars

    Moin,


    Dass der Marschboden ein sehr tükisches Terrain ist, kann ich bestätigen.
    Ich habe inzwischen auch den Besitzer des Ringstandes erreichen können. Dieser erzählte mir, dass der Ringstand 2013 beim Pflügen entdeckt worden ist und anschließend mit einem Bagger geborgen worden ist.
    Der Ringstand befand sich in einer Tiefe von ca. 30-40cm. Es war weiterhin nichts an der Fundstelle vorhanden, auch keine Steine der Ringstand-Verkleidung.
    Der Besitzer hat diesen Ringstand anschließend zum Verkauf angeboten und es hat sich, laut seiner Aussage, auch schon ein Käufer gefunden.
    Allerdings ist der Transport ein Problem, was bei einem derartigen Trümmer durchaus nachvollziehbar ist.
    Ich habe durch den Besitzer erfahren, dass es einen weiteren Ringstand in meinem Heimatort gibt, der sich noch in der Erde befindet und auf einem Privatgrundstück liegt.
    Ich werde am Wochenende Kontakt zu dem Grundstücksbesitzer aufnehmen. ein paar Fotos machen und diese dann hier hochladen.


    Viele Grüße,


    Lars

    Moin zusammen,


    Thilo, auf deinem Kartenausschnitt scheint es danach auszusehen, dass sich dort auch mal eine Straße befunden hat.


    Ich habe anhand der Bezeichnung "Friesentonne" im Internet gesucht und konnte festellen, dass im Raum Emden/Wilhemshaven exakt die selben Ringstände verbaut worden sind. Ebenfalls die ganz einfache Form, wie sie auch bei diesem zu finden ist.
    Ich konnte leider den Besitzer des Ackers noch nicht erreichen, damit dieser mir die exakte Position des Rinstandes zeigen kann.



    Im Falle des "Panzergrabens" beziehen ich mir nur auf die Aussage eines Zeitzeugen. Der Sohn des damaligen Besitzers dieser Länderreien erzählte mir, dass gegen Ende des Krieges angefangen worden ist einen Panzergraben (wie er es sagte) von Ost nach West, in Verlängerung des heutigen "Fenneweges" bis zum Entwässerungsgraben, zu bauen.
    Als der Krieg vorbei war, wurde dieser wieder zugeschüttet und der heutige geplasterte Weg entstand sowie ein Entwässerungsgraben.
    Ich habe mir das vor Ort schonmal angesehen und konnte einige Schuttreste entdecken, die durch das Pflügen der Länderreien zu Tage befördert worden sind. Man könnte eventuel daraus schließen, dass dieser Graben damals mit Schutt zugeschüttet worden ist. Das ist aber reine Spekulation.
    Allerdings ist sich der besagte Zeitzeuge sehr sicher, dass dort ein Panzergraben errichtet werden sollte.
    Dass das ganze Vorhaben an der Stelle kompletter Unsinn ist, steht außer Frage!


    Viele Grüße,
    Lars

    Guten Abend,


    erstmal vielen Dank für die Antworten!


    Das könnte durchaus sein, dass es sich bei diesem Ringstand nur um einen feldmäßigen Ringstand handelt, der nicht der Regelbauweise entspricht.
    Der Durchmesser der Ringöffnung beträgt 80cm, der Durchmesser des gesamten Ringstandes ca. 250cm.
    Der Boden ist, soweit erkennbar, normaler glatter Betonboden.
    Kann man anhand dieser Infos entscheiden, für welche Zwecke der Ringstand konzipiert wurde?
    Für mich schaut der Ring fast genauso aus, wie der auf dem angehängten Bild.
    Die Abdrücke im Beton sind mir als solches noch garnicht bewusst geworden, das spricht tatsächlich sehr für einen vor Ort behelfsmäßig errichteten Ringstand.


    Dass diese Befestigungsanlagen (Panzergraben + Ringstand) zum Gesamtprojekt "Friesenwall" gehört haben, hatte ich nur vermutet.
    Der Befehl Adolf Hitlers zum Bau dieser Verteidigungsanlage von Holland bis Dänemark wurde am 28.08.1944 gegeben.
    Der Bau bzw. Baubeginn des Panzergrabens fand 1944/1945 statt (daher die Vermutung "Friesenwall"-Projekt), das habe ich durch Zeitzeugenaussagen erfahren. Da sich dieser Graben in der direkten Nähe des Ringstandes befunden hat, gehe ich davon aus, dass es einen Zusammenhang gibt.


    Auf Wikipedia steht dazu: "Der Friesenwall sollte aus Schützengräben und Unterständen direkt am Seedeich bestehen und durch zwei Panzergräben weiter im Binnenland sowie
    durch sogenannte Riegelstellungen parallel zur deutsch-dänischen Grenze ergänzt werden."


    Die Aussage "zwei Panzergräben weiter im Binnenland" würde durchaus auf die Bauversuche, am Ende des Krieges in meinem Heimatort, passen. Da sich mein Heimatort, wie schon erwähnt, ca. 15km vom Seedeich landeinwärts befindet.


    Militärisch gesehen machten der Graben und der Ringstand, an der Stelle keinen Sinn. Ich weiß allerdings nicht, in welchem Maße die Verteidigungsanlage geplant worden ist. Ich konnte leider noch keine Unterlagen bzw. Übersichten dazu finden.


    Der Ringstand hätte höchstens Sinn ergeben, wäre dieser mit einem MG ausgestattet, um z.B. die dauernden RAF-Tieffliegerangriffe auf den Bahnhof (der sich in der Nähe befand) abzuwehren.


    Viele Grüße, Lars


    Edit: Anbei nochmal ein Google-Maps-Ausschnitt, wo ich den Panzergraben und die ca. Position des Ringstandes eingezeichnet habe.
    Vielleicht gibt das noch weitere Aufschlüsse.

    Files

    • tobrouk125.jpg

      (21.25 kB, downloaded 104 times, last: )
    • Ringstand.jpg

      (236.79 kB, downloaded 111 times, last: )

    Moin zusammen,


    ich war heute nochmal vor Ort und habe das Objekt vermessen. Ich muss euch Recht geben, es sieht sehr stark nach einem Tobruk bzw. einem Ringstand aus.
    Der Metallring sieht aus wie eine Schiene, auf der ein MG angebracht war um damit rundum 360° wirken zu können. Anbei habe ich noch ein Bild dazu bzw. weitere Bilder des Objektes.
    Der Kranz hat einen Durchmesser von 80cm und die Schiene eine Breite von 4cm.
    Insgesamt hat der Tobruk eine Gesamttiefe von 170cm, vom Boden bis zur Oberkante innerhalb des Tobrukes.
    Von Innen ist dieser, wie auf den Bildern zu sehen, achteckig.
    An einer Seite scheint die Oberkante ein wenig abgeflacht zu sein, kann allerdings auch durch Witterungseinflüsse bzw. durchs Bergen entstanden sein.
    Der Tobruk befand sich ca. 30cm tief in einem Acker.
    Ich konnte allerdings noch kein vergleichbaren Regelbau finden, da die meisten Regelbauten immer noch über einen eckigen Unterschlupf verfügen und insgesamt größer sind.


    Ich finde, dass der Tobruk insgesamt "unfertig" erscheint, dadurch das im Inneren keine Stufen o.ä. angebracht worden sind. Sieht praktisch aus wie ein "Rohbau".


    Kann ich dadurch eventuell darauf schließen, dass der Ringstand am Ende des Krieges im Rahmen des Projektes "Friesenwall" (Absicherung der Nordseeküste mit Stellungen landeinwärts, der Tobruk ist ca. 15km von der Nordseeküste entfernt) errichtet worden ist und dementsprechend nie zum Einsatz kam bzw. fertiggestellt worden ist?
    Ca. 500m entfernt wurde 1944/45 auch ein Panzergraben ausgehoben bzw. nie fertiggestellt.


    Ansonsten könnte dieser Tobruk, ausgestattet mit einem MG, auch zur Flugabwehr eingesetzt worden sein.


    Viele Grüße,


    Lars

    Guten Abend,


    ich habe heute in meinem Heimatort, am Rande eines Ackers, ein Fundament entdeckt, das ausschaut wie eine Fundamentierung eines FlaK-Geschützes.
    Es hat sich innerhalb des Feldes befunden und wurde vor ca. 5 Jahren entfernt, da es beim Pflügen des Ackers gestört hat. Die exakte Position versuche ich noch herauszufinden.
    Im Endeffekt ist nur das Betonfundament mit einem Metallring, der ist auf den Bildern zu erkennen, erhalten geblieben.


    Kann man anhand des Fundamentes erkennen, um was für eine FlaK es sich gehandelt hat?
    Am "Mannloch" sind noch die Reste von Holz zu erkennen, wahrscheinlich Reste der mit Holz befestigten Stellung?
    Hat eventuell jemand ein "Vergleichsbild", wo ein solches Fundament in Verwendung gezeigt wird?


    Vielleicht kann mir jemand weiterhelfen!


    Vielen Dank und viele Grüße,


    Lars

    Hallo Johann,


    <p>das mit den Luftschutzunterlagen ist ein guter Hinweis, ich konnte bereits im Online-Portal des Staatsarchiv Aurich entsprechende Unterlagen finden und &vormerken;. Diese werde ich dann bei Gelegenheit durchsehen.


    Einige der oertlichen Tageszeitungen habe ich bereits durchgesehen, dort konnte ich einige wenige Informationen finden. Unter anderem, die von dir angesprochenen Luftbeobachter; wurden gegen Ende des Krieges im Kreis Norden von der HJ gestellt. 2/3 der Tageszeitungen beschaeftigte sich allerdings mit dem Welt- und Kriegsgeschehen allgemein und meistens ist nur ein kleiner mit der Ueberschrift ";aus Stadt und Land"; gekennzeichnet. Meistens wurde nur berichtet, wenn eine grosse Mengen an feindlichen Flugzeugen abgeschossen worden ist. In diesen Artikeln geht es dann allerdings meistens darum, die ";Heldentaten"; der FlaK- und Jaegerbesatzungen zu wuerdigen und nicht wirklich um die Abstuerze an sich. Allerdings konnte ich so ein paar amerikanische Flugzeuge, deren "Missing Air Crew Reports" ich besitze, den Artikeln zuordnen. Auch ein paar interessante Artikel ueber z.B. "Schiessuebungen im Wattenmeer"; oder groesserer Bombenschaeden waren dabei.


    Ich habe jetzt noch ein paar weitere Dokumente (Luftschutzdokumente, GeStaPo-Tagesmeldungen...) im oertlichen Landesarchiv auf der Warteliste;. Leider kann ich diese momentan aus beruflichen Gruenden nicht einsehen, da mir die Zeit fehlt.


    Grueße, Lars

    Hallo Roman,


    danke für deine Antwort, Fold3 ist durchaus eine interessante Adresse im Bezug auf Dokumente, die Seite war mir vorher nicht bekannt.
    Ich werde versuchen den dortigen MACR herunterzuladen.


    MfG Lars


    Edit: Habe herausgefunden, dass am selben Tag (11.12.1943) ebenfalls ein Bomber B-17 in Leezdorf runtergekommen ist. Dieser trug die SerialNr: 42-37823


    Das Ziel beider Bomber war die Stadt Emden.

    Hallo bfg,


    danke für deine Antwort!
    Die Kriegssachschädenkartei habe ich im Niedersächsischen Landesarchiv - Standort Aurich, gefunden. Die folgende Website kann ich dir wärmstens empfehlen, dort ist eine standortübergreifende Online-Recherche in den Archiven möglich. -> www.arcinsys.niedersachsen.de
    Ich habe dort recherchiert, die interessanten Dokumente "vorgemerkt" und diese dann angefordert.
    Bei einem Besuch NLA Standort Aurich, konnte ich diese dann einsehen und mir Notizen machen bzw. Kopien ordern.
    Diese Karteien wurden scheinbar auch noch über das Kriegsende hinaus geführt.
    Beispielsweise habe ich zwei Geschädigtenkarteien gesehen, die einen "Plünderungsschaden" am 26.05.1945 vermerken. Dann noch einen "Plünderungsschaden" am 27.05.1945 und die späteste Kriegssachschädenkarteikarte datiert am 06.07.1945 ebenfalls einen "Plünderungsschaden". Allerdings ist es scheinbar in allen Fällen nicht mehr zur Vorauszahlung einer Summe gekommen, zumindest war nichts entsprechendes auf den Karteikarten vermerkt wie es sonst der Fall war.


    An den Abschußkladden hätte ich durchaus Interesse, vielleicht ist dort tatsächlich etwas zu finden.
    Vielleicht könntest du mir darüber weitere Auskunft erteilen bzw. einen Kontakt nennen.


    Ich hatte mir eigentlich ein paar Absturzinfos aus den Kriegssachschadenkarteien erhofft, dies war allerdings nicht der Fall. Als nächstes stehen bei mir die Gestapo-Tagesmeldungen auf dem Rechercheplan...


    Danke und viele Grüße,


    Lars

    Guten Abend,


    ein kleiner Nachtrag zum Absturz der B-17;
    ich habe mal im hiesigen Staatsarchiv die "Kriegssachschädenkartei" der betreffenden Orte durchgewälzt.
    Für den 11.12.1943, an dem auch die B-17 abgestürzt ist, habe ich eine Kriegssachschadenmeldung finden können. Ein gewisser Herr "Okke Okkenga" hatte am 11.12.1943 einen "Trichterschaden" (Wahrscheinlich ein Trichter verursacht durch Bombenabwurf oder Lfz-Absturz) in Osteel gemeldet. Dafür hat er am 06.04.1944 einen Betrag von 500 RM erhalten. Ich gehe davon aus, dass die B-17 in Ländereien des Herrn Okkenga gestürzt ist. Ich versuche jetzt herauszufinden, um welche möglichen Ländereien oder Grundbesitzflächen es sich gehandelt haben könnte.


    Grüße, Lars

    Guten Abend,


    Danke nochmals für die Infos, den betreffenden MACR-Bericht bzw. den Ausschnitt habe ich bereits via google finden können, allerdings sind dort leider keine Angabe über die genauen Absturzstellen, sondern immer nur die Ortsbezeichnungen zu finden.
    Mich würde die exakte Absturzstelle der B-17 interessieren, um diese z.B. in eine Landkarte einzupflegen.
    Das mit der DO-17 kingt auch interessant, danke dafür! Ich gehe allerdings davon aus, dass die Mühle in Hage gestartet ist. Der ältere Herr (91 Jahre), mit dem ich darüber gesprochen habe, wohnte bzw. wohnt immer noch direkt gegenüber der Absturzstelle. Er konnte mir den Ablauf exakt erklären, da er an diesem Tag (16.09.1939, das Datum wusste er nicht mehr genau, dank Jafü ist es jetzt aber bekannt) draußen auf dem Hof stand und das Lfz praktisch direkt vor seinen Augen in den Boden gestürzt ist. Die beschriebene Absturzkurve deutet sehr auf einen Start in Hage hin, was der Herr mir auch genauso geschildert hat.
    In seinem Elternhaus war ein Telefon vorhanden, was der anrückende Bergetrupp der Wehrmacht kurzum in Beschlag genommen hatte, um Verbindung mit dem FlPl Hage aufzunehmen.
    Die Story von der BF 109 ist super, die kann ich mit aufnehmen! Ich warte immer noch auf eine Antwort vom Staatsarchiv Aurich, aus deren Archiv hoffe ich auch noch auf verwertbare Unterlagen und Daten.


    Bzgl. der Lokalität "Italia" in Norden; das Lokal ist mir durchaus bekannt, allerdings kann ich so Ad hoc von keinen Erfahrungen mit dem Restaurant berichten. Wobei ich auch noch keinen Italiener dieser Gegend mit schlechten Erfahrungen verlassen habe, dann wird es dort auch nicht anders sein ;)


    Grüße und einen schönen Restsonntag,


    Lars

    Hallo Jafü,


    Interessanter Bericht! Die B-17 wäre dann noch ein weiteres Lfz, von dem mir bis jetzt noch kein Zeitzeuge berichtet hat. Dem werde ich mal weiter nachgehen um vielleicht die genaue Absturzstelle dokumentieren zu können. Woher hast du diese Informationen?
    Im Bezug auf das Luftfahrzeug der Luftwaffe, welches 1939 in der Nähe der Kirche meines Heimatortes abgestürzt ist, habe ich auch genauere Informationen bekommen. Es handelte sich um eine DO-17 im Aufklärungsflug, die im September 1939 vom Flugplatz des Ortes Hage (Luftlinie 7-8km) gestartet ist und aus ungeklärtet Ursache abgestürzt ist. Ein Augenzeuge konnte mir die genaue Absturzstelle zeigen, das Luftfahrzeug wurde 1939 allerdings schon vollständig von der Wehrmacht geborgen.


    Grüße aus dem Norden zurück,


    Lars

    Guten Morgen,


    vielen Dank erstmal für die Antworten.
    Die Luftbilder der NCAP sind aufjedenfall ein sehr interessanter Anhaltspunkt, leider sind keine Luftbildaufnahmen meines Heimatortes Osteel vorhanden, dafür allerdings viele Aufnahmen von der direkten Nordseeküste und den ostfriesischen Inseln.
    Die örtliche Feuerwehr ist ein sehr guter Anhaltspunkt, dort werde ich aufjedenfall eine Anfrage tätigen. Ein örtlicher Heimat- oder Geschichtsverein ist hier leider nicht ansässig, aber vielleicht in der näheren Umgebung.


    Grüße, Lars

    Guten Abend zusammen,


    ich bin aktuell dabei die Ereignisse in und um meines Heimatdorfes (2000~ Einwohner-Dörfchen) während des 2. Weltkrieges zu dokumentieren. Primär entsteht das ganze durch Gespräche mit Zeitzeugen, z.t. auch aus der eigenen Familie, und mit (hoffentlich) Unterstützung bzw. Akteneinsicht im zuständigen Staatsarchiv Aurich.
    Unter anderem wurde mir von zwei Luftfahrzeugabstürzen in der direkten Umgebung berichtet.
    Es handelt sich um einen deutschen Aufklärer, der kurz nach Beginn des Krieges 1939 abgestürzt ist (alle 3 Insassen kamen ums Leben), und um ein englisches Luftfahrzeug was wahrscheinlich Ende 1944 / Anfang 1945 von örtlichen Flak-Stellungen erfasst wurde. Der Pilot konnte sich, laut Aussage meines Opa´s, rechtzeitig aus der Lfz-Zelle sprengen. Da es sich um nur einen Piloten gehandelt hat und am Ende des Krieges viele Tieffliegerangriffe in dieser Gegend geflogen worden sind, gehe ich von einem englischen Jäger aus.
    Meine Frage ist jetzt im grundsätzlichen, wo ich Informationen über Luftfahrzeugabstürze in dieser Gegend erhalte. Informationen über deutsche Abstürze vielleicht im Bundesarchiv und Informationen über Abstürze der Engländer bei der RAF?
    Vielleicht kann mir jemand diesbezüglich weiterhelfen oder hat selbst schon Erfahrung mit ähnlichen Sachlagen oder Dokumentationsvorhaben.


    Viele Grüße aus Ostfriesland,


    Lars


    Edit: Ich wollte dieses Thema eigentlich unter der Rubrik "Sonstiges" eröffnen, bitte verschieben, Danke!


    Hiermit geschehen ;) , Diana.