Posts by HERCULES

    Hallo zusammen,


    nochmal ein kurzer Nachtrag bzw. eine erneuete Frage, dessen Antwort mir noch im Unklaren liegt.
    War zu der Zeit (1939) in der Regel jede schw. mot. Flakbatterie auch mit einem Flaktrupp, der über 2cm Geschütze im Nahbereich zur Tieffliegerabwehr verfügte, ausgerüstet? Oder waren diese Flugabwehrgeschütze dann Teil einer separaten leichten Flak-Einheit?


    Viele Grüße,


    Lars

    Hallo,


    ja richtig die Seite habe ich bereits gefunden, dort ist auch viel interessantes Bildmaterial vorhanden. Ich habe bereits versucht den Ersteller der Website zu kontaktieren, leider ohne Erfolg.
    Im Bezug auf die Batterien der III. Abteilung bin ich unschlüssig, ob sich diese Truppenteile tatsächlich auch hier befunden haben könnten. Falls eine Eingliederung von Schweinwerfern und Richtungshörer als Teil der Feuerleitung in eine schw. Flakbatterie absolut unrealistisch erscheint, wird dies allerdings wohl die einzige Möglichkeit sein.


    Viele Grüße, Lars

    Guten Tag zusammen,


    ich beschäftige mich grade mit der 7.Batterie der II./Flak-Regiment 26. Ich fand heraus, dass sich diese Batterie im Herbst 1939 für ca. 6 Wochen feldmäßig in meinem Heimatort befand. Ich konnte die damalige Feuerstellung ungefährt verorten, ebenfalls konnte ich mithilfe von Zeitzeugen einige Orte ermitteln, an denen sich Baracken befunden haben. Ich erhielt außerdem die Information, dass sich direkt neben der Feuerstellung mindestens ein Scheinwerfer, sowie in einer Entfernung von ca. 2-3km ein weiterer Scheinwerfer, sowie ein Ringrichter-Richtungshöhrer befunden haben soll.


    Ich habe dann versucht herauszufinden, welche Aufgabenbereiche, welches Gerät und wieviel Personal eine schw. Batterie (gem. mot.) der Luftwaffe in etwa umfasste. Ich fand durch die Suche im Internet folgende Seite, auf der die allgemeine Struktur nach meiner Sichtweise gut erklärt ist: http://peters-ada.de/systeme.htm
    Allerdings ist dort in der Struktur der schw. Flakbatterie nicht erwähnt, dass diese über Scheinwerfer o.Ä. verfügte. Ebenso wenig Erwähnung finden Geräte wie der Richtungshöhrer, der wahrscheinlich der Messstaffel zugeordnet werden kann.


    Mir stellt sich jetzt die Frage, ob sich zusätzlich zu der Flakbatterie noch ein weiterer Truppenteil in Form einer Scheinwerfer-Abteilung o.Ä. in meinem Heimatort befand, der dann Schweinwerfer, Richtungshöhrer usw. beheimatete. Oder waren diese Gerätschaften durchaus auch einer schweren Flakbatterie zugeordnet?


    btw: ich bin immer auf der Suche nach Informationen und besonders nach Bildern im Bezug auf die II./Flak-Regiment 26.


    Viele Grüße,


    Lars

    Hallo Matthias,


    danke dafür, um die Einheit handelt es sich definitiv! Den Stationierungszeitraum in meinem Ort konnte ich auf ca. 6-8 Wochen eingrenzen, also nur ein kurzer "Besuch"!


    Grüße, Lars

    Hallo Matthias,


    okay dann hatte ich es falsch interpretiert, danke für die Erklärung!
    Nein weiß ich leider nicht. Ich weiß nur, dass sich die Einheit ab dem 02.09.1939 in meinem Heimatort befunden hat.


    Viele Grüße, Lars

    Moin Schlichi,


    danke dafür!
    Das ist aber interessant, dass die Mobilmachung erst am 01.01.1940 erfolgt sein soll.
    Ich habe die FPN nämlich in Verbindung mit einer Stationierung der Batterie in Ostfriesland ab dem 02.09.1939 gelesen. Es war ein Schreiben, in dem sich ein Landwirt über die Flurschäden auf seiner Weide beschwerte. Adressiert war das Schreiben an die FPN 24585.


    Grüße, Lars

    Guten Abend zusammen,


    nach mehreren Ortsbegehungen konnte ich jetzt möglicherweise den korrekten Standort der Flugabwehrstellung ermitteln.
    Ich habe mich jetzt weiter in Richtung Nord/Ost bewegt, da der Winkel dort westentlich besser passte. Die Flugabwehrstellung befand sich jetzt möglicherweise mitten im Feld zwischen dem "Hingstlandsweg" und dem "Reithammerweg". Ich hab die Position grob in der angehängten Karte markiert.
    Dann könnte diese Flakstellung zu der Batterie gehören, die sich ab dem 02.09.1939 für 4 Wochen am Reithammerweg befunden hat. Die Stellungen der Batterie befanden sich jeweils auf der Nord- und Südseite des Reithammerweges mitten im Feld. Die abgebildete Flak wäre dann ein Geschütz der "Südseite".
    Soweit die Theorie, ich habe mich dann mal daran versucht das alte Bild als Transparenz auf das neue Foto zu legen. Die Position stimmt nicht ganz genau, aber ich denke schon, dass sich die Flak in dem Bereich befunden hat.


    Viele Grüße, Lars

    Hallo zusammen,


    Karl, bei den entstandenen Schäden ging es meist um Gebäudeschäden.
    Zum Beispiel gab es einen Fall, wo eine Flakgranate in den Dachstuhl eines Hauses gefallen ist. Diese ist nicht detoniert, hat aber trotzdem Schaden verursacht. Der Bewohner des Hauses hatte auch noch eine recht kreative Zeichnung angehängt auf der ein Haus, eine Flakgranate auf dem Dach und ein Richtungspfeil eingezeichnet waren. Das "Bild" war auch noch mit farblichen Akzenten versehen, leider fehlte dem Zeichner insgesamt ein wenig die künstlerische Begabung.


    Zur Einheitenfindung, vorab danke für die Infos Roy;
    Ich konnte heute in den Akten, die sich mit durch die Wehrmacht verursachten Flurschäden beschäftigt, auch noch relevante Informationen finden.
    Am 10.11.1939 wurde eine Beschwerde durch einen Landwirt in Tjüche (heute Marienhafe) eingereicht, der sich über Flurschäden beklagt, die durch eine Flak-Batterie verursacht worden ist. Die Batterie soll am 02.09.1939 in Stellung gegangen sein und hat sich zum Zeitpunkt der Beschwerde noch in Stellung befunden. Als Referenzeinheit wird dort die Flakgruppe Oldenburg genannt. Ich konnte mir leider nicht alle Informationen aufschreiben, allerdings habe ich eine Kopie angefordert. Sobald ich diese erhalten habe, kann ich vielleicht noch nähere Informationen zur Einheit erarbeiten.
    Geht man jetzt von der FlakGrp Oldenburg aus, gliedert diese sich wiederum in der 3. Flak-Divison ein.


    Edit: Ich denke es handelt sich bei der abgebildeten Flak um ein Geschütz des Flak-Regiments 26 -> http://www.lexikon-der-wehrmac…FlakRegimenter/FR26-R.htm



    Viele Grüße, Lars

    Hallo,


    evtl. kann ja die "passende" Einheit gefunden werden ?


    Hallo Roy,


    ich habe mir auch schon Gedanken über die Einheit gemacht, allerdings fällt eine Zuordnung hier sehr schwer. Ich habe in Unterlagen des örtl. Staatsarchives im Bezug auf Beschädigungen von Gebäuden/Ländereien durch Flakgranaten, desöfteren "8. Flak-Brigade" gelesen.
    Die 8. Flak-Brigade beheimatete, jedoch erst seit 1943, auch das "Flak-Regiment 63" oder auch "Flakgruppe Ostfriesland" genannt.


    Allerdings steht in dem "Bericht" im Ostfreesland Kalender 1942, der auch das Bild enthielt, dass die Einheiten aus Ostpreußen nach Ostfriesland verlegt haben. Ich weiß jetzt allerdings nicht, in wie weit dass der Wahrheit entspricht und verwertbar ist.


    Die Seehafenstädte Emden und Wilhemshaven, die das eigentliche Ziel der Bombenangriffe darstellten, erhielten Flak-Schutz durch Einheiten der Marine. Für das ostfriesische Festland ist dann die "Flakgruppe Ostfriesland" als Lw-Verband zuständig gewesen. Das Kriegstagebuch der "Flakgruppe Ostfriesland" soll sich im Militärarchiv Freiburg befinden, eventuell bekomme ich im nächsten Jahr die Möglichkeit, dieses einzusehen. Das könnte Klarheit schaffen.
    Soweit meine Theorie!


    Viele Grüße, Lars

    Moin,


    eine zweite Flak direkt daneben schließe ich aus, da dieses Gebilde dafür zu nah an der abgebildeten Flak steht.


    Zu der Stellung allgemein muss ich dir Recht geben, Karl. Allerdings weiß ich auch nicht, was sich noch an Objekten in der Umgebung dieser Flak befunden hat.
    Dass der Soldat ein EM in Händen hält, würde ich jetzt nicht als solches interpretieren. Die Haltung des Objektes in Händen und die "helle" rechte Spitze, sieht mir sehr nach Munition aus.
    Zu der Szenerie, vielleicht wurden für das Foto Ladetätigkeiten imitiert? Dass würde auch das "schulmäßige" Auftreten erklären.


    Ob sich in der direkten Umgebung noch weitere Geschütze befunden haben, kann ich leider nicht sagen. Ich konnte darüber keine Informationen finden und auch Zeitzeuge konnte sich nicht erinnern.
    In einiger Entfernung (ca. 3-4km) befand sich eine Stellung mit einem Scheinwerfer, einem Richtungshöhrer und dazugehörigem Generator/Stromquelle sowie zwei U-Baracken.


    Grüße, Lars

    Moin,


    zur eventuellen Positionierung hinter dem Kanal/Graben; das Problem bei dem Vergleichsfoto ist dass, im Gegensatz zum historischen Foto, die Brennweite different ist. Ich hatte im Moment der Aufnahme leider nur die Kamera des Mobiltelefons zur Hand, von daher ist nicht so gelungen.
    In Natura passt der Abstand zur Kirche relativ gut. Ich werde es die Tage nochmal versuchen, eine exaktere Aufnahme mit der gleichen/ähnlichen Brennweite wie beim Original zu machen.
    Die Böschung des Grabens beginnt auf dem Originalfoto quasi direkt hinter der Baracke, soweit ich das richtig erkennen kann.


    Das mit dem Unterstand klingt aufjedenfall nach einer plausiblen Möglichkeit, allerdings ist es wirklich schwer zu erkennen. Ein Munitionsstapel hatte ich auch schon in Verdacht, allerdings nur für das vordere Objekt, mit dem "eckigen" Schattenwurf.


    Dass der Kalender ein Propagandablatt ist, trifft aufjedenfall zu. Der Bericht über die Luftverteidigung am "nordwestlichen Eckpfeiler gegen England" ist, bis auf die interessanten Fotografien, auch nicht verwertbar.


    Viele Grüße, Lars


    Edit: Hier nochmal kurz das Terretorium via google-maps: https://goo.gl/maps/LTruxxHDNqM2
    Dort wo jetzt der bewaldete Hügel mit Wanderwegen ist (ehm. Müllberg), war früher ein kleiner See, wie der südliche Bahnkolk.

    Guten Tag zusammen,


    ich habe vor kurzem eine Fotografie einer 88mm Flugabwehrkanone, mit der Kirche meines Heimatortes im Hintergrund, gefunden. Leider ist die Fotoaufnahme in relativ schlechter Qualität abgedruckt worden.
    Zu sehen ist das Geschütz an sich, die Besatzung (scheinbar während eines Ladevorganges) und dahinter eine Baracke.
    Das Bild ist im sog. "Ostfreesland Kalender 1942" erschienen. Es wurden keine Angaben zum Aufnahmeort gemacht, das Bild war folgendermaßen betitelt:
    "Wehe dem Engländer, der in den Wirkungsbereich der schweren deutschen Flakgeschütze geriet"


    Ich habe versucht, die genaue Position durch Ortsbegehungen festzustellen und diesbezüglich ein aktuelles Foto angehängt. Ich habe auf diesem Foto die vermutlichen Positionen markiert, da dort auch das Gras eine andere Farbe aufweist. Ich bin mir aber nicht sicher, ob das mit der ehm. Stellung zusammenhängen könnte.


    Auf der alten Fotografie sieht man außerdem noch ein paar Kühe, einen Kanal und etwas Undefinierbares, im Hintergrund links neben der Flak und rechts vorne im Bild.


    Vielleicht kann jemand mit erfahrenem und fachkundigem Blick noch ein paar Informationen erkennen und/oder meine vermutete Position bestätigen bzw. korrigieren, soweit möglich.


    Vielen Dank im Voraus und Grüße,


    Lars

    Guten Abend,


    ich denke auch, dass man nur noch eventuelle Szenarien spekulieren kann.
    Für meinen Teil habe ich, durch die zahlreichen Antworten, einige Informationen über diese Ringstände gewinnen und verstehen können.
    Vielen Dank dafür!


    Grüße, Lars

    Moin,


    ich bin immer von einer Nutzung zur Fliegerabwehr ausgegangen bzw. habe dieses vermutet, da es an diesen Stellen am meisten Sinn ergibt, für mein Verständnis.


    Grüße, Lars

    Guten Abend,


    danke für die zahlreichen Antworten!
    Es handelt sich um die Bahnstrecke, die Gerd beschrieben hat. Diese ist auch heute noch intakt.


    Die Information über die Einheitsblätter klingt sehr interessant, das war mir noch nicht bekannt. Wo kann ich diese Blätter finden und zuordnen?
    Die Brücke hat keinen besonderen Eigennamen, ich weiß nicht ob die Positionsangabe auch ausreichend ist (Bahnlinie Norden – Emden bei Km 24,130 ( Osteel / Schrankenposten 7))


    Viele Grüße, Lars