Posts by HERCULES

    Moin, ich vermute bei der Werknummer handelt es sich um die exakte Kennzeichnung des individuellen Bauteils. In Verbindung mit einer Materialnummer ergibt sich somit eine eindeutige nummerische Zuordnung. Die Materialnummer kennzeichnet in diesem Fall das Bauteil allgemein (z.B. im Ersatzteilkatalog) und die WN befindet sich auf jedem individuellen Bauteil. Somit haben gewisse Teile, die nach diesem System gekennzeichnet wurden, eine eigene "Identität". Diese Art der Teilekennzeichnung wird beispielsweise auch heute noch bei fliegenden Waffensystemen der Luftwaffe genutzt. Ob es damals eine dokumentarische Zuordnung aller Einbauteile zu der WN des Flugzeuges gab (Lebenslaufakte, Bordbuch o.Ä.) ist leider nicht überliefert. Vielleicht hat jemand zu dieser Thematik noch weitere Informationen. Bei genauerer Betrachtung erscheint die Kennzeichnung von austauschbaren Teilen mit der LFZ-WN nicht wirklich sinnvoll. Viele Grüße, Lars

    Moin zusammen, vielen Dank für die endgültige Vervollständigung des Beitrages. Eine Liste der "Abschüsse" 4./(F)122 habe ich nicht, jedoch könnte ich die Verluste zur Verfügung stellen. Da es sich um einen Aufklärungsverband handelte werden die Abschussmeldungen mit Sicherheit sehr überschaubar sein. Viele Grüße, Lars

    Moin zusammen,


    vielen Dank für die informativen Beiträge. Die Gliederung der Flakgruppe "Ostfriesland" konnte ich in der Vergangenheit auch schon größenteils rekonstruieren, anhand der Literatur zu dem Thema oder dem Archivmaterial. Das von Gerd genannte Buch von Karl-Heinz Hummel über die deutsche Flakartillerie ist insgesamt ein sehr gutes Nachschlagwerk. Umso stutziger macht mich da die Auflistung von Herrn Holm auf der ww2.dk Website. Da dort keine direkte Quelle angegeben ist, kann ich den Umfang der dort genannten Einheiten im Einzelnen nicht nachvollziehen. Explizit die hohe Zahl an Alarmflakbatterien halte ich für unwahrscheinlich. Ich habe in der Vergangenheit bereits versucht den Urheber Michael Holm in dieser Sache zu konsultieren um ihn nach der exakten Quelle zu befragen, doch leider ohne Erfolg. Dass die von mir gesuchte Einheit mit dieser Flakgruppe in Verbindung steht ist nur eine Vermutung und die genannten Offiziere waren da meine Hoffnung um möglicherweise diese Verbindung nachweislich herstellen zu können.


    Viele Grüße, Lars

    Moin Markus,


    bei alliierten Flugzeugabstürzen wurde beispielsweise der Verbleib der Besatzung durch die zuständige Fliegerhorstkommandatur erfasst. Die Bergung des Wracks oblag dann teilweise eigenen "Berge-Bataillone" der Luftwaffe, die überlieferten Archivalien zu diesen Bataillonen findest du im Bundesarchiv Abt. Militärarchiv unter der Signatur RL22.

    Außerdem erstellte der örtliche Gendarmerie-Posten eine Meldung über den Absturz und schilderte auch die exakte Absturzstelle. Dieser übernahm auch die Absicherung der Absturzstelle und der mögl. Gefangenen bis zum Eintreffen der Wehrmacht. Diese Meldungen sind, wenn noch vorhanden, in der nächsten Stelle des Landesarchives für den betroffenen Bereich einzusehen.


    Viele Grüße,

    Lars

    Moin Dieter, die Gliederung der Fla-Einheiten ist mir gut bekannt, ich habe nur den exakten Wortlaut der Zeitzeugenaussage wiedergegeben. Allein des Dienstgrades wegen gehe ich auch von einer Dienststellung als Kommandeur einer eigenständigen Abteilung oder als Abteilungszweig eines Regimentes aus. In Verbindung mit den Angaben des Zeitzeugen als "Chef der Flak in Norddeich" liegt für mich auch die Führungstätigkeit in der "Flakuntergruppe Norddeich" nahe. Jedoch gibt es zu dieser Untergruppe wenig bzw. keine Informationen. Viele Grüße, Lars

    Moin zusammen,


    vielen Dank für die Antworten.

    Matthias: Dienstgrad, Name und Tätigkeit passen bei dem von dir genannten Major durchaus ins Bild. Jedoch kann ich im Bezug auf die schw. Flak-Abteilung 393 absolut keinen Bezug zu der Region erkennen. Alle verfügbaren Informationen verweisen auf den primären Einsatz in Mitteldeutschland. Auch denke ich nicht dass der "gesuchte" Major im Jahr 1943 seine Tätigkeit gewechselt hat, der Zeitzeuge nennt den Major als "Bataillonskommandeur" in seiner gesamten Flakhelferzeit von Februar bis Oktober 1943. Ich denke nicht dass in dieser Zeit eine Versetzung oder Beförderung stattgefunden hat, wodurch der zweit genannte Major d.R. Georg Scherer mit seiner Beförderung am 01.06.1943 ebenfalls ausfällt.

    Vielen Dank für die Quellenangabe, diese online verfügbaren Listen kannte ich noch garnicht.


    Dieter: Ja genau, das Buch habe ich im Jahr 2016 veröffentlicht.


    Viele Grüße


    Lars

    Moin zusammen,


    ich beschäftige mich momentan mit der Identifikation einer leichten Flak-Einheit im Raum Norden/Norddeich. Grundlage dafür bildet die Zeitzeugenaussage eines Notdienstverpflichteten Luftwaffenhelfers des Jahrgang 1926, der im Zuge der Einzugswelle im Jahr 1943 zum Luftwaffenhelfer an der leichten 2cm Flak 38 ausgebildet wurde. Die Stellung aus drei Geschützen befand sich direkt in der Deichkrone, das Schutzobjekt war die Sendefunkstelle Norddeich. Leider sind keine Angaben bekannt um welche Flak-Einheit es sich gehandelt hat. Als einzige Angabe konnte ich bei Recherchen die "Flakuntergruppe Norddeich" ausmachen in Verbindung mit der FPN L32820 als Stab/Flakregiment 50 "Flakgruppe Ostfriesland". Die Angaben zur FPN stammen aus den Unterlagen von Entschädigungsverfahren der ortsansässigen Landwirte, deren Ländereien aufgrund des Reichsleistungsgesetzes für den Zweck der Heimatverteidigung der Wehrmacht zur Verfügung gestellt werden mussten.

    Als eine neue Herangehensweise erhoffe ich mir möglicherweise die Aufklärung der betroffenen Einheit durch die Identifikation der eingesetzten Offiziere. Der Zeitzeuge konnte drei Offiziere benennen, die dieser Einheit zugehörig waren. Es handelt sich dabei um folgende Personen:


    Major Scherer (als "Chef" der Flak im Raum Norddeich)

    Leutnant Hohmann oder Homann (Ausbildungsoffizier der sechswöchigen Flak-Ausbildung auf dem Seefliegerhorst Norderney)

    Leutnant Brase (als verantwortlicher Offizier für die Flak-Stellung im Bereich der Deichkrone)


    Gibt es die Möglichkeit aufgrund der bekannten Namen über die Stellenbesetzungsliste der Offiziere deren Zugehörigkeit zu klären? Verfügt zufällig jemand über die entsprechenden Listen für den Bereich der Luftwaffen Flak-Abteilungen und Regimenter?


    Vielen Dank im Voraus beste Grüße von der Küste


    Lars

    Moin Jan-Bernd,


    vielen Dank für die Antwort!

    Die Literatur ist mir in der Tat bekannt und die aufgezählten Werke habe ich mir auch schon angeeignet. Gerade die Prien Chroniken des JG1/11 sind sehr aufschlussreich für meine Zielregion und auch mit viel Bildmaterial versehen.

    Mit Herrn Giese hatte ich vor ca. zwei Jahren Kontakt, dadurch bekam ich auch die Möglichkeit eines der hochinteressanten Buchexemplare über den Einsatzhafen Marx zu ergattern. Es ist wirklich schade dass diese umfangreiche Chronik nur in einer geringen Auflage gedruckt und verkauft wurde.

    Die Abschussberichte der deutschen Luftwaffen-Flak im zuständigen Luftgau XI liegen mir vor. Diese habe ich auch schon entsprechend digitalisiert und für meine Zwecke ausgewertet.

    Der Hinweis auf den Luftfahrtverlag in Bad Zwischenahn ist tatsächlich eine Anlaufstätte die ich noch nicht angefragt habe. Mir war der Verlag und die Publikationen zwar bekannt, jedoch wusste ich nicht dass der Verlag auch über ein Bildarchiv mit verkäuflichen Inhalten verfügt. Dort werde ich mit Sicherheit mal anfragen, trotz der aufgeführten Kosten für die "Bildrecherche".

    Vielleicht sieht man sich dann mal bei dem Besuch unseres Geschwaders in Wittmund, ich würde mich freuen!


    Viele Grüße, Lars

    Moin,


    ich habe kurz ein paar Informationen zur Maschine und dem Absturz allgemein:

    Es handelte sich schon ganz richtig um eine JU-87 R-4/Tropen mit der WN 6333 ws B mit der Kennung S7+BH von der 1./St.G.3. Als Absturzgrund ist Flakbeschuss angegeben und der Absturzort mit "At Tamimi" (Lybien, 100km westl. Tobruk). Neben dem oben genannten LFF (bei mir übrigens fehlerhaft als Lt. "Jannicke" geführt, das konnte ich dann gleich korrigieren) kam auch das zweite Besatzungsmitglied Gefr. Helmut Dittrich bei diesem Absturz ums Leben.

    Neben dieser Maschine verlor das Sturzkampfgeschwader 3 an diesem Tag noch drei weitere JU-87.


    Viele Grüße, Lars

    Moin,


    vielen Dank für die Antworten zu der Thematik. Die Ermittlung von entsprechenden Einheiten ist prinzipiell durch Archiv- und Literaturrecherche nicht das Problem. Der Link in Bezug auf das Atlantikwall-Archiv ist sehr gut, aus den DAWA Beständen sind schon einige interessante Publikationen entstanden. Leider nichts verwertbares für meinen Bereich.

    Ich habe über die Kriegszeit alleine für den Altkreis Norden im heutigen Landkreis Aurich schon rund 10-15 verschiedene Flugabwehreinheiten recherchieren können, die teilweise auch nur für wenige Wochen in feldmäßig ausgebauten Stellungen hier an der Küste verweilten. Diese Zahl an wechselnden Luftwaffen-Einheiten in der Region birgt im Hintergrund auch eine große Anzahl Personal, welches mit Sicherheit auch "inoffizielles" Bildmaterial von ihrerm Aufenthalt in der Region angefertigt hat.

    Das Online-Bildmaterial des BA-MA Koblenz habe ich in der Vergangenheit auch schon durchforstet mit kleineren Funden, meist von "passenden" fliegenden Verbänden.


    Viele Grüße, Lars

    Moin zusammen,


    ich beschäftige mich aktuell mit der Erarbeitung einer Gesamtübersicht der Luftwaffe in Ostfriesland während des Zweiten Weltkrieges. Hier sind verschiedene Themenbereiche zu bearbeiten; im Schwerpunkt sind es Liegenschaften wie Fliegerhorste oder Einsatzhäfen, Fliegende Verbände und Bodenorganisationen der Flugabwehr- und Luftnachrichtentruppe.

    Ich habe bereits auf verschiedensten Wegen versucht auch zeitgenössisches Bildmaterial aus Ostfriesland zu den o.g. Hauptthemen auszumachen. Leider ist es sehr schwierig diese Fotos zu finden, da möglicherweise das meiste Bildmaterial von der Wehrmacht direkt bzw. von den eingesetzten Soldaten für den Eigenbedarf erstellt wurde. Das eingesetzte Personal bei den Luftwaffeneinheiten war im Regelfall ortsfremd. Deswegen vermute ich Fotoaufnahmen beispielsweise direkt aus Flugabwehr- oder Scheinwerferstellungen in deutschlandweit verteiliten Fotoalben. Die Bewohner vor Ort verfügten zur damaligen Zeit nicht über Fotoapparate bzw. auch wenn, unterlagen die militärischen Anlagen der Geheimhaltung und durften nicht abgelichtet werden. Im Folgenden eine kurze Auswahl an Versuchen der letzten Jahre, um an Bildmaterial zu gelangen:


    - Örtliche Zeitungen haben bereits des Öfteren mein Vorhaben publiziert, meistens anhand Artikeln über exemplarische Vorfälle wie z.B. ein Flugzeugabsturz, einer Notlandung oder einer Flugabwehrstellung mit dem Aufruf um Mithilfe

    - Die Recherche in örtlichen Bild- und Medienarchiven

    - Vorträge bei der "Ostfriesischen Landschaft" in Aurich

    - Die Beschaffung und Durchforstung sämtlicher Literatur zum Thema Weltkrieg in Ostfriesland oder Bücher zur Heimatkunde/Ortschroniken einzelner Ortschaften (teilweise sehr schwer zu beschaffen, da geringe Auflagen in Eigenverlag)

    - Zeitgenössische Literatur wie das Zeitungsarchiv oder Ausgaben von ortstypischen Heimatblättern

    - Aufrufe via social media in einschlägigen Gruppen mit dem Thema Geschichte/Historie Ostfriesland

    - Ich selbst bin als Soldat bei der Luftwaffe am ostfriesischen Fliegerhorst Wittmundhafen tätig, aber auch die Recherche hier war leider erfolglos. Spätestens im Zuge des "Traditionserlasses" 2018 des BMVg wurden dann auch vorschnell die letzten Informationen oder Exponate aus der militärhistorischen Sammlung entfernt oder zentralisiert.

    - Suche nach Fotos/Fotoalben auf Versteigerungs- oder Verkaufsplattformen


    Resümmierend ist der "gefundene" Umfang leider sehr überschaubar. Interessanterweise konnte ich sehr viele Fotoalben der Marineartilerie digitalisieren, dieser Umfang ist wirklich beeindruckend. Die Kriegsmarine ist insgesamt sehr gut dokumentiert, natürlich auch federführend durch das "Bunkermuseum Emden", mit dem ich auch viel zusammenarbeite. Vereinzelt finden sich auch Fotos von Luftwaffensoldaten- oder helfern in Heimatchroniken. Dort meistens in Verbindung mit dem Einsatz bei Heimatflakbatterien oder von "Blitzmädels" bei der LN-Truppe. Ein Großteil des Bildmateriales wird sich wohl nach wie vor in verschiedenen Nachlässen von ehemaligen Lw-Soldaten befinden, oder ist Haushaltsauflösungen zum Opfer gefallen.


    Kann mir eventuell jemand bei dieser Thematik weiterhelfen? Nicht unbedingt in Form von direktem Bildmaterial, aber vielleicht hat noch der ein oder andere einen Tipp für mich, wie und wo ich noch gesuchte Fotos "aufspüren" kann.


    Ich bedanke mich herzlich im Voraus und viele Grüße


    Lars

    Moin,


    Der vermeintliche LFF wurde bereits in den vorherigen Beiträgen benannt. Ich kann zum genannten Datum noch die Informationen aus der Chronik des JG1/11 von Prien beisteuern.

    Dort wird beschrieben, dass das JG11 am 14.01.1945 gemeinsam mit Teilen der JG4 und 53, zur Abwehr der gegnerischen Einflüge in den Südwestraum eingesetzt wurden. Die II./JG11 verlor bei diesem Einsatz fünf Flugzeuge, der betroffene LFF Uffz Winter wurde mit seiner "blauen 13" im Luftkampf mit P-47 bei Gimmeldingen abgeschossen. Umgekehrt ist an diesem Tage nur ein Abschusserfolg durch die II./JG11 verzeichnet worden.


    Viele Grüße, Lars

    Vorweg auch von mir ein frohes neues Jahr.

    Vielen Dank für die weitere Detailbeschreibung von dir JoMe. Jetzt konnte ich deine Verortung auch nachvollziehen. Dass dieses System sehr ungenau ist, habe ich mir schon gedacht. Aber jetzt kann ich zumindest etwas mit den Angaben anfangen, sollte ich bei der nochmal über ähnliche Ortsangaben stoßen. Die Bücherreihe von Jochen Prien steht definitiv auch noch auf meiner Beschaffungsliste, nur leider sind die Werke preislich recht hoch im Kurs.


    Auch dir Uwe vielen Dank für den Link, ,mit den bis jetzt geteiten Informationen und Links in diesem Forum konnte ich mich intensiver mit dieser Thematk befassen und für mich Klarheit schaffen.

    Claudio, danke für deinen Hinweis über die Anerkennung des Luftsieges. Über die Fassbarkeit des "Bruch am Boden" war ich bis jetzt noch nicht informiert. Ich bin immer davon ausgegangen dass für die Zuteilung die Bestätigung Dritter ausreichend gewesen wäre. Daraus resultierend konnt e ich mir auch erklären warum ich zu manchen Luftfahrzeugabschüssen eine Anerkennung für einen deutschen LFF sowie für eine Flakartillerieabteilung gefunden habe. Im Sinne der Kameradschaft wurde hier sicher so mancher Abschuss akkreditiert.


    Eine weitere Frage meinerseits hat sich bereits durch den Themenpost von Thilo erübrigt. Ich habe mich gefragt welches Kartenmaterial die LFF damals am Mann mitgeführt haben. Durch das gepostete Thema bin ich dort sogar auf Bilder von diesen Karten aus einem Bodenfund gestoßen. Die Karten wurden also, so wie es auch heute immer noch aus Gründen der Redundanz zum digitalen Kartenmaterial ist, in einer Klarsichttasche auf dem Oberschenkel mitgeführt.


    Viele Grüße, Lars

    Guten Abend zusammen,


    vielen Dank für die zahlreichen und schnellen Antworten zu dem Thema. Ich hätte sinnvollerweise bereis im Startbeitrag erwähnen sollen, warum gerade diese Beispiele von mir herangezogen wurden. Diese sind einfach willkürlich gewählt, sozusagen die ersten die mir auf die Schnelle untergekommen sind in meinem Dokumentdateien. Lediglich die P-47 auf BP-4 liegt auch tatsächlich in meinem Interessenbereich. Meine Frage bezog sich nicht auf explizite "Verdachtsfälle" die ich versuche zu klären, sondern mich interessierte nur im Allgemeinen wie ich die genannten Ortsangaben korrekt nachvollziehen kann.


    Die JU88 habe ich ohne weitere Recherche dem KG27 zugeordnet. In der GQM ist das KG77 eingetragen, allerdings wurde es im Nachgang handschriftlich auf KG27 geändert und wenn ich mich recht entsinne auch die WN wurde handschriftlich angepasst. Vielleicht ist das Missmatch bereits in der GQM durch eine Korrekturzeile in den Folgedokumenten geklärt. Wie schon erwähnt, diese Maschine ist von mir rein willkürlich ausgewählt worden um anhand dieses Beispieles die Ortsangabe nachzuvollziehen.


    Ansonsten enthalten die Links zum Gradnetzmeldeverfahren gute und verständliche Schilderungen, vielen Dank dafür.



    Eine Frage hätte ich hier allerdings noch an JoMe; es ist interessant dass du das PG 7241 dem Großquadrat 35 Ost zugeordnet hast. Da stehe ich gerade noch auf dem Schlauch wie ich diese Angabe richtig verarbeiten muss um zu dem genannten Zielgebiet zu gelangen.


    Ich wünsche auch allen einen guten Rutsch!


    Gruß, Lars

    Moin zusammen,


    ich bin im Rahmen meiner Recherche zu Flugzeugabstürzen im Raum Ostfriesland schon über verschiedene Angaben zu den Abschuss- bzw. Absturzorten gestolpert. Mich würde interessieren, wie genau das Meldewesen der Luftwaffe die durch deutsche Jagdflieger erzielten Abschüsse oder Flugzeugverluste verortet, und welches Kartenmaterial dafür die Grundlage geboten hat. Ich möchte im Folgenden kurz drei Beispiele nennen, die ich mir nicht so wirklich erklären kann:


    1. Lt. Ernst Süss von der 9./JG11 schoss am 11.12.1943 eine P-47 mit der Positionsangabe "BP-4 auf 7800m" ab (aus den "Tony Woods" Listen)


    2. Uffz. Max Seehagen von der 4./JG1 führte mit seiner Bf109 am 31.05.1942 vor Rotterdam eine Notwasserung mit der Positionsangabe "Planquadrat 22/2/6-9" durch (aus den Verlustlisten JG1/JG11)


    3. Eine JU88 der 3./KG27 wurde am 29.06.1942 durch Flakbeschuss beschädigt, versehen mit der Positionsangabe "Planquadrat 7241" (aus BA MA "Flugzeugunfälle und Verluste bei den Verbänden)


    Zu Beispielpunkt eins würde ich jetzt die Position auf einer Karte, die mit den nötigen Gitterlinien und Buchstabenbezeichnungen ausgestattet ist, suchen. Im Beispielfall das betroffenen Quadrat "B-P" auf der Karte in vier weitere kleine Quadrate unterteilen und bei dem entstandenen Kästchen rechts unten müsste es sich dann theoretisch um die "4" handeln. Ist diese Vorgehensweise so richtig?


    Bei den Beispielpunkten zwei und drei würde ich eine Gemeinsamkeit erkennen bzw. davon ausgehen dass es sich um das selbe Angabenformat nur in verschiedenen Schreibweisen handelt. Also habe ich die Positionsangaben zu 1: Planquadrat 2226 oder 2229 und zu 2: Planquadrat 7241. Sollen diese Angaben Koordinaten in Form von Längen- und Breitengrad darstellen? Also beispielsweise zu 1: 22 Grad Nord und 26 Grad Ost (wobei das Ergebnis auf der Karte nicht stimmen kann)


    Welches Kartenmaterial wurde von der Luftwaffe bzw. den LFF für diese Angaben genutzt? Ich habe mal etwas von "Luftkarten" gelesen.


    Vielen Dank im Voraus und beste Grüße aus Ostfriesland


    Lars

    Moin zusammen,


    ich habe mich als passionierter "Heimathistoriker" dazu entschlossen, mich in der Zukunft detailliert mit der sog. "Flakgruppe Ostfriesland" zu beschäftigen. Mich interessieren der Einsatz der Fla-Gruppe in meinem ostfriesischen Heimatgebiet mit den zugehörigen Stellungsbereichen.


    Zur Erarbeitung dieser Dokumentation habe ich mich bereits mit entsprechender Literatur (Horst-Adalbert Koch - Geschichte der dt. Flakartillerie, Karl-Heinz Hummel - Die dt. Flakartillerie / Ihre Großverbände und Regimenter, Manfred Griehl - Das große Buch der Flak) eingedeckt. Anhand dieser Literatur ist es möglich, die unterstellten Einheiten zu identifizieren.
    Leider fehlen mir für die Recherche weitere nutzbare Quellen. Für die Erfassung von Abschüssen durch Einheiten der Gruppe nutze ich die Abschussmeldungen des Luftgau XI Hamburg/Hannover. Besonders schwierig wird eine exakte Verortung der Batteriestellungen an der Nordseeküste. Ich bin durch die Archivrecherche im zuständigen Niedersächsischen Landesarchiv am Standort Aurich auf die Unterlagen diverser Entschädigungsverfahren für die Entschädigung durch Truppenübungen der Wehrmacht anhand des Reichsleistungsgesetzes gestoßen. Durch die dort enthaltenen FPN´s konnte ich bereits vereinzelt Fla-Einheiten für gewisse Zeiträume lokalisieren. Leider ist der Umfang an Flak-Abteilungen (leicht, schwer, Eisenbahn), Luftsperrabteilungen, Alarmflak- und Heimatflakbatterien so groß, dass es mir fast unmöglich erscheint. Deswegen habe ich zu dieser Thematik einige Fragen an die Experten:


    - Gibt es für die Stationierung im Raum Ostfriesland möglicherweise Übersichtskarten die von der zugehörigen operativen Kommandobehörde (Luftgaukdo XI, später die 8. Flak-Brigade) genutzt wurden? Für den Kriegsmarine-Bereich Emden zum Beispiel liegen mir Kartenausschnitte des "Festungsbaulichen Ausbau im Bereich Küstenbefehlshaber Ostfriesland" vor, die relativ genau die Stellungen der Flak- und Scheinwerferstellungen abbilden. Gibt es etwas Vergleichbares auch für den Bereich der Luftwaffe?


    - Folgt die Bezeichnung von Alarmflak- und Heimatflakbatterien einem bestimmten System (Zuordnung zu bspw. Fliegerhorst-Kommandaturen), oder wurden diese einfach im Luftgau durchnummeriert?


    - Ich konnte im BA MA Freiburg über die "invenio" Suche leider keine zufriedenstellenden Ergebnisse finden, außer die Gesamtakten zum Luftgaukommando XI. Wie kann ich am geschicktesten Vorgehen um herauszufinden ob noch KTB´s des Stab Flak-Regiment 63 als "Flakgruppe Ostfriesland" oder deren unterstellten Einheiten vorhanden sind? Eventuell im NARA-Archiv?


    - Während meiner Recherche sind mir noch Flakuntergruppen aufgefallen, beispielsweise die Flakuntergruppe "Inseln" oder "Hage" (Ortschaft, drei Batterien). Wurden diese Untergruppen aus zusammengefassten Heimatflak-Batterien gebildet?


    Als letzte Möglichkeit für die Verortung der Stellungen bleibt noch die Luftbildauswertung, leider lassen sich aufgeklärte Stellungen nur schwer konkreten Einheiten zuweisen.

    Anbei noch eine schöne Online-Übersicht über die Flakgruppe Ostfriesland: http://www.ww2.dk/ground/flak/flargt63.html


    Ich würde mich freuen wenn mir jemand in dieser Thematik weiterhelfen könnte und mir vielleicht den ein oder anderen Tipp verrät.


    Viele Grüße aus Ostfriesland, Lars

    Moin MunaLisa,


    vielen Dank für die netten Worte, das freut mich sehr!
    Schön dass das Buch auch überregional Interesse und Gefallen findet. Oftmals war es nicht einfach die Gedanken nachvollziehbar zu Papier zu bringen, aber ich denke es ist mir im Großen und Ganzen gelungen. Weitere Projekte sind allerdings noch nicht in Planung ;)


    Ebenfalls einen schönen (Rest)Feiertag und schonmal einen guten Rutsch ins neue Jahr,


    Lars

    Hallo zusammen,


    danke nochmals für die Glückwünsche und die Eintragung in der Liste!


    Die durchweg positive Resonanz räumt meine anfängliche Skepsis völlig aus und ich bin froh das Buchprojekt jetzt tatsächlich veröffentlicht zu haben. Es war auch die letzte Chance um u.a. wichtige Zeitzeugen-Erinnerungen im Bezug auf meine Heimat festzuhalten, bevor diese unwiederbringlich verloren gegangen wären.


    Auch die Verlagsfindung gestaltete sich anfangs schwierig. Die örtlichen Verlage arbeiten wirtschaftlich motiviert und mit meinem Werk sind nicht besonders große Absatzzahlen zu erwarten. Die Publikation war mir trotzdem sehr wichtig, mit dem Projekt verfolge ich keine wirtschaftlichen Interessen.


    Vielen Dank nochmal und viele Grüße,


    Lars