Posts by Mecklenburger

    Guten Morgen Svetlana,


    mein Großvater war ebenfalls bei der 22. U-Jagdflottille und fuhr auf UJ-2221. Von daher freue ich mich immer, etwas von den Nachfahren der Angehörigen der Flottille zu hören. In dem Buch von Manfred Krellenberg wirst Du auf der Seite 112 eine Wegeführung der Fahrtrouten (auch der Via Augusta) und auf der Seite 116 ein Foto vom U-Jäger 2223 finden. Wie Lothar bereits beschrieben hat, werden darin auch die Ereignisse um die Bootversenkung behandelt. Solltest Du mehr um den Werdegang des Obersteuermannsmaat Karl Vetter wissen wollen, empfiehlt sich eine Anfrage im Bundesarchiv Berlin. Allerdings solltest Du dir dafür eine Einverständniserklärung der nächststehenden Angehörigen von Karl Vetter einholen (Datenschutz).


    Noch ein paar Angaben zu UJ-2223: Laut Zvonimir Freivogel (Die Korvetten der Gabbiano-Klasse) wurde das Boot (eine italienische Korvette der Gabbiano Klasse, Ausführung "Kormoranart") als C 52 Marangone auf der Ansaldo Sestri Werft in Genua gebaut, Kiellegung 15.03.1943, Stapellauf 16.08.1943. Ende September 1943 wurde es unfertig von der Kriegsmarine erbeutet. Gemäß Krellenberg hatte das Boot hatte ca. 740 t Wasserverdrängung, 64,4 m Länge, 8,7 m Breite, 2,8 m Tiefgang und eine 3500 PS starke Hauptmaschine. Die Indienststellung des Bootes wird von Freivogel bereits mit dem 26.02.1944 angegeben.


    Beste Grüße


    Falko

    Guten Abend Augustdieter,


    ich danke Dir vielmals für die ergänzende Erklärung zu den Fotos. Ich hatte bisher keinen Anhaltspunkt, wo die Fotos entstanden sein könnten. Mein Großvater war mit dem Ln Reg 38 in Stalingrad. Allerdings gibt es zu dem Einsatz des Regiments leider kaum nähere Angaben.

    Großvater ist damals wahrscheinlich nur aus dem Kessel gekommen, weil er dort schwer an der Schulter verwundet wurde und wohl irgendwie rausgebracht worden ist. Auch scheinen nicht alle Kompanien in dem Kessel vernichtet worden zu sein. Ich vermute aus den spärlichen Erzählungen meines Großvaters und der Tatsache, dass das Regiment auch nach Stalingrad weiter existierte, dass nicht alle Einheiten des Regiments in den Kessel gerieten...

    Auf jeden Fall danke ich Dir für die Erklärungen zu den seltenen Aufnahmen des Ln Reg 38.


    Beste Grüße


    Falko

    Guten Abend zusammen,


    im Zuge meiner Recherchen um die regionale Heimatgeschichte habe ich mich auch ein wenig mit der 33. Waffen-SS-Charlemange beschäftigt. Demnach trafen ab dem 24. März 1945 die ersten Soldaten der Einheit aus Pommern kommend in Carpin in Mecklenburg ein, um dort aufgefrischt zu werden. Bis zum 24. April 1945 sollen es etwa 1.000 Mann gewesen sein, die in den umliegenden Dörfern einquartiert worden sind. Darunter befand sich auch ein gewisses „Bataillon 57“, welches von einem Hauptsturmführer Fenet kommandiert worden war. Ob es sich dabei allerdings um die von Endzeit-Jan gesuchte SS Art.Abt. 57 handelt, weiß ich nicht.


    Zeitzeugenberichten zufolge, verfügte die Einheit kaum über schwere Waffen. Auch soll es ernsthafte Probleme mit der Moral der Truppe gegeben haben, weil die Soldaten unter anderem zu Schanzarbeiten herangezogen wurden. Berichten zufolge, sollen sogar „meuternde“ Soldaten erschossen worden sein. Am 24. April 1945 hat man etwa 300 Freiwillige aus Carpin abzogen, welche mit dem Kommandeur, SS-Brigadeführer Kruckenberg, zur Verteidigung der Reichshauptstadt nach Berlin weiterzogen.


    Als die Russen am Morgen des 28. April 1945 nach Carpin kamen, hatten die zurückgebliebenen 700 Mann unter einem gewissen Sturmbannführer Boudet-Gheusi (der eigentliche Kommandeur, SS-Standartenführer Zimmermann, lag zu diesem Zeitpunkt im Hospital in Neustrelitz) den sowjetischen Panzern kaum etwas entgegenzusetzen. Lediglich im nahegelegenen Rödlin wurde etwas mehr Widerstand geleistet. Bei dem sinnlosen Gefecht sind mehrere Häuser niedergebrannt (darunter das schöne Kruggehöft meines Ur-Großvaters) sowie der Kirchturm schwer beschädigt worden. Bereits am selben Abend zog sich die Waffen-SS nach Neustrelitz zurück, um sich von dort aus weiter in Richtung Schwerin abzusetzen. Zurück blieben dutzende Gefallene.


    Anfang der 2000er Jahre wurde "zum Gedenken an die gefallenen Helden der Waffen-SS" ein Gedenkstein in Carpin errichtet und am 25. April 2004 zweihundert Holzkreuze für die Angehörigen der 33. Waffen-SS Division aufgestellt (keinesfalls von den Einwohnern Carpins!), woraufhin der Staatsschutz ermittelte und der Gedenkstein wieder entfernt worden ist.


    Die von mir eher laienhaft zusammengefasste Darstellung zum Einsatz der 33. Waffen-SS-Charlemangne in Mecklenburg beruht auf die wenigen vorhandenen Angaben aus den von mir geführten Zeitzeugengesprächen sowie folgender Quellen: http://historika.free.fr/division-charlemagne (der Link scheint inzwischen nicht mehr zu funktionieren), Jean Bellmann: „Skizzen zur Mecklenburg-Strelitzer Militärgeschichte“ und Tony le Tissier: „SS-Charlemangne, Die 33. Waffen-SS Grenadier Division“. Sehr gern hätte ich jedoch ebenfalls ein paar genauere Angaben zu der Einheit und deren Zusammensetzung im Frühjahr 1945.


    Beste Grüße aus Mecklenburg


    Falko

    Guten Abend Uli,


    vielen Dank für Deine Wortmeldung. Ich schließe daraus, dass also im Falle Deines Großvaters nicht dessen Einheit, sondern vielmehr der Oberstabsrichter selbst die Ehefrau über den Tod des Ehemannes unterrichtet hat.


    Warum meinst Du, hat der Richter nur mit seinem Namenskürzel "N" unterschrieben? War der Richter zu feige, mit seinem vollen Namen zu unterschreiben? War das so üblich bzw. sogar so angeordnet? Hatte der Richter gar Angst vor einer späteren Strafverfolgung, weil er wusste, dass sein Handeln falsch ist?


    Nachdenkliche Grüße


    Falko

    Hallo Kordula,


    vielen Dank, dass Du deine Gedanken zu der Hinrichtung von Robert Vogel mit mir teilst. Ich denke mitlerweile auch, dass die Benachrichtigung der Angehörigen in so einem Falle wahrscheinlich ebenso knapp und herzlos ausgefallen sein dürfte, wie der entsprechende Eintrag ins KTB. Die von Johann Heinrich wiedergegebene Erklärung der Kieler Friedhofsverwaltung zu einem anonymen Gräberfeld auf dem Kieler Nordfriedhof scheint mir derzeit die treffenste Beschreibung, wie man damals im Falle einer Hinrichtung aufgrund von Fahnenflucht verfuhr.


    In einer früheren (seit einer Überarbeitung der Friedhofsseite leider gelöschten) Beschreibung mit den Hintergründen zu diesem Gräberfeld war damals zu lesen, dass die Angehörigen der zum Tode verurteilten Soldaten über das Todesurteil und die erfolgte Vollstreckung schriftlich benachrichtigt wurden. Eine öffentliche Trauer in Form von Traueranzeigen, -Feiern u.ä. wurde den Familien untersagt, die Leichname der Hingerichteten konnten zur Bestattung auf Antrag abgeholt werden. Waren keine Angehörigen ausfindig zu machen oder hatte diese kein Interesse an einer Bestattung, wurden die Leichname ohne jegliche Kennzeichnung abseits der "Heldengräber" auf diesem anonymen Gräberfeld beigesetzt, weil sie mit dem Urteilsspruch als "ehrlos" galten und sie dadurch ein Ruherecht neben "ehrenhaft gefallenen" Soldaten verwirkt hatten.

    Wenn ich mich recht erinnere, wurde in dem Artikel sogar beschrieben, dass in einigen Fällen den Hinterbliebenen die mit der Hinrichtung und dem weiteren Verbleib des Leichnams verbundenen Kosten in Rechnung gestellt wurden und dass in Kiel auch Leichname und Leichenteile hingerichteter Soldaten zu Ausbildungszwecken und Forschung z.B. an die Pathologie und medizinische Fakultäten abgegeben wurden.

    Was mich im Falle von Robert Vogel aber auch schockiert hat, ist die Aussage, dass ihn die eigenen Kameraden verpfiffen haben sollen. Ihnen musste doch die Konsequenz ihres Handels bewusst gewesen sein? Auch kann ich mir nicht vorstellen, dass Robert Vogel damals nicht vor hatte, von selbst wieder an Bord zurückzukehren. Hätte er wirklich dauerhaft desertieren wollen, dann hätte er
    sicher doch die Stadt verlassen? Wahrscheinlich war dem jungen Matrosengefreiten gar nicht bewusst, in welche Gefahr er sich selbst begeben hatte. Andererseits schilderte mir einst mein Großvater, damals ebenfalls Angehöriger der Flottille, auch die Gefahren eines Landganges. Demnach soll es junge italienische Frauen gegeben haben, welche die Soldaten bewusst "in eine Falle" gelockt haben. Übergriffe durch vermeintliche Partisanen gehörten Mitte 1944 wohl schon zum gefährlichen Alltag in Norditalien. Insofern müssen die Soldaten doch gewarnt gewesen sein.


    Beste Grüße


    Falko

    Guten Morgen Lothar,


    ich danke Dir vielmals für die Ergänzung der Daten des Matrosengefreiten Vogel. So hat der einstmals junge Mann durch die Nennung seines Vornamen, Alters und Herkunft wenigstens ein wenig seiner persönlichen Würde zurückerlangt. Prima auch, dass Robert Vogel ein anständiges Grab erhalten hat. Ich hatte schon die Bedenken, dass man seinen Leichnam einfach ins Wasser geworfen haben könnte...


    Beste Grüße und einen frohen Feiertag


    Falko

    Guten Abend zusammen,


    auch in der 22. U-Jagdflottille kam es am 07.07.1944 zur Vollstreckung eines Todesurteils wegen Fahnenflucht. Demnach wurde der Schiffskoch von UJ-2211, Matrosengefreiter Vogel, nach 3 Tagen unerlaubter Abwesenheit in Genua erschossen. Was mich dabei besonders bewegt ist die Tatsache, dass das Urteil wahrscheinlich zur Abschreckung vor sämtlichen im Hafen von Genua liegenden Boots-Besatzungen vollzogen worden ist und wie nüchtern-sachlich der Vorgang im KTB vermerkt worden ist.


    In seinem 2003 veröffentlichtem Buch: „U-Boot-Jagd im Mittelmeer – Der Einsatz der 22. U-Jagdflottille“ beschreibt Manfred Krellenberg das Ereignis wie folgt: „Ernsthafte Konsequenzen nach sich zog auch die Tat des Matrosengefreiten Vogel, der sich drei Tage unerlaubt von der Truppe entfernt hatte. Zivil bekleidet, war er zusammen mit seiner Freundin in einem italienischen Hotel aufgefunden und verhaftet worden. Der Schiffskoch des U-Jägers 2211 wurde daraufhin zum Tode verurteilt. >>Flottillenstab, Unterstab und Besatzungen der Boote mussten im Flottillengelände in Genua zur Hinrichtung antreten<<, erinnert sich Werner Delinga. >>Unsere Besatzung selbst musste ein Spalier bilden, welches der Verurteilte durchqueren musste. Zu seinem Besten Freund sagte er noch: >>Schreib meinen Eltern die Wahrheit, so wie es wirklich gewesen ist.<< Er hat sich nicht die Augen verbinden lassen. Der Flottillenchef riß ihm schließlich alle Auszeichnungen ab sagte zum Erschießungskommando: >>Vollstrecken Sie das Urteil!<<“


    Im Kriegstagebuch der 22. U-Jagdflottille heißt es am 07.07.1944 dazu lediglich kurz und knapp: „Matrosengefreiter Vogel U.-Jäger 2211, der Fahnenflucht begangen hat, wird im Flottillengelände erschossen. Erschießungskommando stellt U.-Jäger 2211, angetreten sind Stab, U-Stab, Besatzungen der nicht einsatzbereiten Boote U.-Jäger 2207, 2211, 2220, 2222, RA 251, 257, 258, außerdem U.-Jäger 2216.“


    Aus dem mir ebenfalls vorliegenden Erlebnisbericht der Herrn Delinga (ehem. Besatzungsmitglied von UJ-2211) geht außerdem hervor, dass der Matrosengefreite Vogel damals von eigenen Besatzungsmitgliedern gesehen und angezeigt worden ist. Außerdem soll der Flottillenchef in seiner Ansprache vor der Urteilsvollstreckung auch die Worte: „Dieses Schwein hat noch vor kurzem zu uns gehört.“ gesprochen haben.


    Leider konnte ich bisher nicht den Vornamen des Matrosengefreiten Vogel ermitteln und weiß auch nicht, ob er in Genua begraben wurde und später vielleicht ebenfalls nach Costermano umgebettet worden ist, so wie die meisten Gefallenen der Flottille. Auch weiß ich nicht, ob überhaupt eine ordentliche Gerichtsverhandlung stattgefunden hat oder ob der Beschuldigte direkt vom Flottenkommando selbst abgeurteilt worden ist. Wenn ich die Zeitangabe zu dem Vorgang in dem KTB richtig interpretiere, wurde die Hinrichtung morgens um 5.00 Uhr durchgeführt. Vielleicht sollten die Italiener von der Aktion nur wenig mitbekommen? Was könnte damit gemeint sein, dass der Verurteilte seinen Kameraden bat, "die Wahrheit" über das Geschehene zu schreiben? Was hat man den Angehörigen in so einem Fall mitgeteilt?


    Beste Grüße


    Falko

    Hallo Zusammen,


    auch ich finde das aufgeworfene Thema sehr wichtig und interessant. Als ich vor Jahren mit der Erforschung meiner Familiengeschichte begann, bemerkte ich immer häufiger, wie sehr mich die zum Teil sehr tragischen Schicksale und Erlebnisse meiner Vorfahren bewegt haben. Als ich mir als Kind sehr gern die „Abenteuergeschichten“ meines Großvaters anhörte, ahnte ich natürlich nicht, wie sehr mich dessen Erlebnisse später im Erwachsenenalter prägen und bewegen würden. Sehr wohl haben meine Eltern oftmals auch mit Opa geschimpft, wie er mir solche „Räuberpistolen“ überhaupt erzählen könne. Dabei hatten sie sich selbst aber nie mit Großvaters Erinnerungen und Erlebnisse auseinandergesetzt.


    Die Tatsache, dass meine Familie nach dem Krieg in der DDR lebte, hat meiner Meinung nach die Aufarbeitung der Erlebnisse noch weiter behindert - wenn nicht sogar verhindert. In der Schulzeit meiner Eltern wurde das Thema nicht besprochen. Und wenn in der DDR über den Krieg gesprochen wurde, dann galten die „Soldaten der faschistischen Wehrmacht“ immer nur als die Feinde der Sowjetunion, als Kriegstreiber, Verbrecher…

    Was es wohl mit einem Schüler macht, wenn man weiß, dass der Vater Soldat in der Wehrmacht war und über diese nun ausschließlich auf dieser Weise gesprochen wird? Schämt man sich dann für seinen Vater? Fragt man diesen am besten nie und glaubt man seinem Lehrer mehr?


    Meinem Großvater wiederum blieb eine Aussprache mit seinen einstigen Kameraden verwehrt. Es gab in der DDR keine Veteranenverbände oder Kameradschaftstreffen. Wenn überhaupt, dann hat man sich abends im ganz kleinen und vertraulichen Kreise mit seinem Bruder oder Nachbarn ausgesprochen. Wer sprach in der DDR schon offen darüber, Mitglied in der „faschistischen Wehrmacht“ gewesen zu sein? Erst nach der Wiedervereinigung sprach mein Großvater dann immer öfter und offener über seine Erlebnisse, wohlgemerkt dann aber bereits als alter Mann!


    Natürlich hatte er mir gegenüber nie von Angst oder Panik berichtet und in seinen Erzählungen die schlimmen Details ausgelassen. Auch hat er nie über die Verbrechen der Wehrmacht gesprochen. Trotzdem kann ich mir heute denken, welche Angst mein Großvater damals gehabt haben wird, wenn so ein Gefecht ins Laufen kam. So abgebrüht war er nicht, obgleich auch er durch die vormilitärische Ausbildung in der HJ geprägt war. Und auch wenn mein Großvater nicht über die Verbrechen der Wehrmacht sprach, so glaube ich, hatte er nach dem Krieg sehr wohl begriffen, welches Leid der Angriffskrieg der Wehrmacht über Europa gebracht hatte. Heute weiß ich, dass auch in seinem militärischen Umfeld schlimme Verbrechen begangen worden sind, von denen er zumindest gehört haben muss. Zu der durchlebten Angst als Soldat kamen später sicher auch noch Schuldgefühle hinzu, sowie die Angst vor gesellschaftlicher Ächtung oder gar einer Bestrafung, sollten bestimmte Verbrechen der einstigen Einheit jemals ans Tageslicht kommen.


    Im Zuge meiner Recherchen um die Regionalgeschichte meiner Heimat habe ich in den vergangenen Jahren viele Zeitzeugengespräche geführt. Im Vertrauen haben mir die Hinterbliebenen über ihre Ehemänner und Väter dann oftmals berichtet, welche Probleme diese zeit ihres Lebens tatsächlich gehabt haben. Man erzählte mir von schrecklichen Albträumen und schlaflosen Nächten, Depressionen, Panikattacken, dem Griff zum Alkohol bis hin zu Gewaltausbrüchen.


    Erst heute habe ich wohl ansatzweise verstanden, wie groß die Angst damals tatsächlich gewesen sein muss und wie sehr sich diese sehr wahrscheinlich noch heute auf meine Generation auswirkt.


    Beste Grüße


    Falko

    Hallo Colin,


    Du hast des Rätsels Lösung gefunden! Demnach handelt es sich bei dem gezeigten Gegenstand um einen Fuß des 25 cm Einheitsscheinwerfer der Kriegsmarine. Mein Großvater hatte damals als Signäler des Öftern mit so einem Teil zu tun. Man
    konnte den Scheinwerfer sowohl in der Hand bedienen, als auch mittels des Fußes stationär befestigen.


    Beste Grüße


    Falko

    Guten Abend,


    um das Thema ein wenig zu beflügeln und auf die Gefahr hin, verlacht zu werden, tippe ich entweder auf eine Schlaufe am Gürtel des Fahnenträgers, worin er den Fahnenmast abstützen kann oder aber ein Teil am Sattel eines Kavaleristen, worin dieser eine Fahne oder Waffe einhaken kann. Auf jeden Fall etwas aus Leder, würde ich sagen.


    Beste Grüße


    Falko

    Guten Abend Zusammen,


    gerade erst bin ich auf die Wortmeldung von Eilhard, Der Beckermann gestoßen.


    Werter Eilhard, natürlich wäre ich an einem sachdienlichen Austausch bezüglich der Familie Hüniken interessiert. Allerdings habe ich mich im Sinne meiner regionalen Forschungen immer nur auf Hauptmann Carl Hüniken, wohnhaft in Rödlin, konzentriert.

    Die von mir in der Themeneröffnung zusammengestellten Daten bzg. C. Hüniken dürften Dir bereits ein wenig "Futter" für eine weitere Recherche bieten. Als Angehöriger der Familie wirst Du vom Bundesarchiv sicher wohl weitere Informationen um den militärischen Werdegang der genannten Personen erhalten. Es wäre nett, wenn Du diese dann mit mir bzw. dem Forum teilen würdest.


    Vielleicht kannst Du mir bitte auch beantworten, wo Carl Hüniken nach dem Krieg gelebt hat und in welchem Beruf er zuletzt tätig war? Der Bruder Deines Großvaters hat mehrere Jahre in meiner Heimat gelebt und war eine zeitlang der Arbeitgeber sowie ein enger Vertrauter meines Urgroßvaters.


    Beste Grüße aus Mecklenburg


    Falko

    Hallo Diana,


    er teilt diese Auslandsorganisation mit, daß seine Söhne ihn postalisch unter der FPN 26988 erreichen können

    so ist es wohl richtiger formuliert. Danke für den Hinweis.


    Eine solche Formulierung läßt eigentlich nur darauf schließen, daß der Herr Rittmeister auch zur Einheit der FPN gehörte.

    Auch über diese Theorie haben wir im internen bereits gesprochen. Aber warum tituliert sich der Rittmeister dann als a.D. ? Wäre der Herr wieder im aktiven Dienst, hätte er sich dann nicht eher als Rittmeister d.Res. oder ähnliches tituliert? Ich habe die Familie soeben nochmals gezielt danach angefragt, ob bekannt ist, dass der Herr Rittmeister auch im 2. WK in irgend einer Weise für die Wehrmacht aktiv war, wovon ich aber zunächst nicht ausgehe.


    Das einzige, was ich mir so oder ähnlich vorstellen könnte ist die Theorie von Johann Heinrich:

    Sicherlich wird sich der Rittmeister als Frontkämpfer 14-18 trotz seiner "politischen Differenzen" beim Einmarsch deutscher Truppen seiner "preußischen Offizierstugenden" erinnert haben. Und ein deutscher Regimentskommandeur wäre vor Ort wahrscheinlich überrascht, aber auch erfreut, dort einen pensionierten deutschen Rittmeister anzutreffen, mit dem er sich (auch über alte Zeiten) austauschen kann - nicht zuletzt auch aus praktischen Gründen. Man kann wohl davon ausgehen, dass der Rittmeister an seinem Wohnort in Frankreich gut vernetzt war, offizielle Kontakte hatte und nicht zuletzt der französischen Sprache mächtig war - und das wäre einem deutschen Regimentskommandeur als Führer einer Besatzungstruppe sicherlich sehr nützlich gewesen.

    Vielleicht war der alte Rittmeister übergangsweise als Dolmetscher oder Verbindungsmann zwischen der Gemeinde und der Besatzungsmacht tätig. Ist man deshalb aber offiziell zur Nutzung der Feldpost berechtigt?


    Ich danke Euch allen, mich so geduldig mit Euren "Expertisen" zu unterstützen.


    Beste Grüße


    Falko

    Guten Morgen J.H.,


    ich bin an dem "Fall" dran. Ich erwarte noch weitere erhaltene Briefkorrespondenz des Rittmeisters, aus denen vielleicht noch weitere Feldpostnummern hervorgehen. Ich stehe in engem Kontakt mit den Familienangehörigen des Rittmeisters in Frankreich,
    welche sicher problemlos in dem Museum von Etables weitere Informationen über die dort stationierten Wehrmachtseinheiten bekommen können. Das Lexikon der Wehrmacht sowie ein erstes googeln im Netz brachten bisher jedenfalls keine Hinweise darüber, welche dt. Einheit sich im Feb. 1941 direkt in Etables befand.


    Beste Grüße


    Falko