Posts by Eifeler

    Guten Tag,

    inzwischen habe ich die Auskunft zur Person vom Bundesarchiv erhalten. Darin scheint jedoch nichts auf eine der Heeresunteroffiziersvorschulen hinzuweisen.


    Scan Wehrstammrolle:

    Geburtsjahrgang 1926, gemustert am 18.6.43


    Eingestellt Reichsarbeitsdienst: 27.8.43, 3/244

    aktiver Wehrdienst am: 30.11.43

    Archivauskunft:

    Gemeldet 1943: Stamm-Kompanie Infanterie Ausbildungs-Bataillon 313

    Gemeldet 1943: Ausbildungs-Kompanie Grenadier-Ersatz-und Ausbildungs-Bataillon 313

    Gemeldet 1943: Grenadier-Regiment 949

    Gemeldet 1944: Grenadier-Regiment 949

    Gemeldet 1945: Festungs-Maschinengewehr-Bataillon 84


    Wie passen da die Kragenspiegel ins Bild?


    Beste Grüße

    Eifeler

    RAD1.jpgRAD2.jpgRAD3.jpg

    Hallo,

    hier sind die angekündigten Bilder. Leider ist die Qualität der Scans schlecht, aber momentan nicht zu verbessern.

    Die Scan geben es leider nicht her, aber im Original lassen sich Uniformdetails recht gut ausmachen, beispielsweise lassen sich in Bild 3 zwei EK II ohne weiteres erkennen, selbst die Dienstgradabzeichen sind halbwegs scharf.

    Bild 1 ist rückseitig beschriftet mit " Ernzen - September", Bild 2 mit "Ruwer - Nowember (Sic!)" Diese Beschriftung kann nicht stimmen, da beide Bilder erkennbar (Baum rechts) am selben Tag und Ort aufgenommen wurden. Ferner ist ein Hinweis des Entwicklers der Bilder eingeprägt. Der ist unleserlich, bis auf "Mainz" als Ortsangabe.

    Bild 3 trägt neben o.a. Beschriftung noch die Angabe "Agfa Brovira", aber das ist vermutlich nicht sehr hilfreich.


    Beste Grüße

    Eifeler

    Guten Tag,

    ich habe inzwischen weitere Fotos gefunden, die mich etwas verwirren. Sie zeigen den selben Mann, nun aber wirklich in Uniform des Reichsarbeitsdienstes.

    Leider sind sie ziemlich klein und daher ist der erste Versuch, sie zu scannen sehr undeutlich ausgefallen.

    Ich werde es erneut versuchen und das Ergebnis später hier einstellen.


    Dazu fand ich ein Bild mit verschiedenen Unteroffiziersdienstgraden der Wehrmacht, beschriftet mit: "Die Ausbilder der alten 2./ Komp des I. 949." Kann damit etwas anderes gemeint sein als das Grenadier Regiment 949 (den entsprechenden Eintrag im Lexikon habe ich gelesen).


    Irgendwie passt zeitlich die Heeresunteroffiziersvorschule nicht ins Bild.

    Ich bedanke mich bereits im Voraus für hilfreiche Fingerzeige.


    Beste Grüße

    Eifeler

    Hallo Nicco,

    vielen Dank für den Hinweis. Ich denke, ich habe die naheliegenden Quellen im Internet berücksichtigt.

    Meine Hauptfrage wäre jetzt, wie sich die Zeit an einer der Heeresunteroffiziervorschule mit einer Ausbildung für einen Zivilberuf in Einklang bringen lässt, da sie nach meinem Verständnis um die selben Lebensjahre konkurriert.


    Leider ist das erhaltene Soldbuch nur eine Zweitschrift nach Verwundung 1944 und setzt erst 1944/45 ein, sodass mir nur bleibt zu spekulieren und auf das Bundesarchiv zu warten.

    Meine Grundannahme ist aber doch richtig, dass nur Schüler die oben gezeigten Abzeichen trugen, Rahmenpersonal jedoch nicht? Dazu nämlich o.a. Link:

    Was die Uniform anbetrifft, so trugen auch die Vorschüler, obwohl sie rechtmäßig noch keine Soldaten waren, die normale Heeresuniform, doch statt der Stiefel Schnürschuhe, als Kopfbedeckung nur eine Feldmütze ("Krätzchen" genannt) usw..


    Beste Grüße

    Eifeler

    Ich wünsche einen guten Abend.

    Die Bearbeitungszeiten beim Bundesarchiv sind so wie sie sind. In der Zwischenzeit möchte ich aber mit dem arbeiten, was zur Verfügung steht. Und da gibt es dieses Photo, auf das ich mir keinen Reim machen kann.

    [img]https://abload.de/img/radjqj1k.jpg[/img]


    Was mache ich mit diesem Bild? Sind das Kragenspiegel des R.A.D.? Die Unifromjacke scheint mehrere Größen zu groß, gibt es dafür einen Grund?


    Ich freue mich über jede konstruktive Antwort.

    Mit besten Grüßen

    Eifeler

    Files

    • radjqj1k.jpg

      (43.78 kB, downloaded 75 times, last: )

    Vielen Dank Matthias Köhler,

    diese Quellensammlung kannte ich zwar bereits, aber die Erwähnung der KGrp. Allermann war mir durchgegangen.


    Leider liegt sie außerhalb des von mir untersuchten Zeitraumes, aber alleine die Tatsache, dass im späten Dezember diese Kampfgruppe noch Bestand hatte, ist bemerkenswert.

    Geschätzter Matthias,

    ich danke Dir für diesen Beitrag, nach genau so etwas suche ich. Gehe ich recht in der Annahme, dass das Vervielfältigungen der "NARA-Rollen" sind? Ich stoße ständig über den Begriff und nach meinem bisherigen Kenntnisstand ist das ein amerikanischer Bestand von erbeuteten Wehrmachtsakten. Bisher habe ich mich nicht sehr tief damit befasst, denn Sibenik liegt eigentlich ja nicht im engeren Bereich der US-Army.

    Vielen Dank bis hierhin.

    Einer Recherche online sind naturgemäß Grenzen gesetzt und ich glaube, dass ich in dieser Hinsicht alles Machbare getan und gesucht habe. Meine Hoffnung ist, dass es schriftliche Zeugnisse gibt, die bisher noch nicht Eingang ins Internet gefunden haben.

    Guten Tag.

    Ich versuche die vermutlich letzten Tage meines Urgroßvater zu rekonstruieren, insofern ist dies eine Fortführung von meiner ersten Frage: Feldpostnummer 17436


    Seit dem 1.11.1944 gilt er als in Sibenik vermisst und war also wohl Angehöriger des Heeres-Küsten-Artillerie-Regiments 944. Bei der Recherche online bin ich nun auf diesen http://www.vojska.net/eng/worl…tion/herbstgewitter-1944/ und noch eine Reihe anderer Links gestoßen, die nahe legen, dass Verluste zu diesem Zeitpunkt in diesem Raum maßgeblich mit dieser Kampfgruppe zu tun haben. Andernorts wird auch berichtet, dass die Kampfgruppe eben auch Einheiten der Küstenartillerie umfasste. (Ein Suchmaschinentreffer führt auch hierhin zurück: http://www.lexikon-der-wehrmac…teriedivisionen/264ID.htm )


    Weiß jemand hier mehr über diese Kampfgruppe?

    Es gibt wohl auch einen Erfahrungsbericht von Major Allermann über die Kämpfe in Sibenik, aber dieser liegt in einem Militärarchiv in Belgrad und ich habe keine realistische Chance, da jemals Einblick zu nehmen.


    Ich bin für jeden Hinweis dankbar und verbleibe mit besten Grüßen

    Eifeler

    Habt Dank!
    Ich denke am Truppenteil kann kein Zweifel mehr bestehen. Die wie eine 5 aussehende 3 lässt sich evtl. durch die leicht rauhe Struktur des Papiers erklären, ist aber in jedem Falle nicht relevant. (Übrigens verfügt das Papier sogar über ein Wasserzeichen, in einem Kreis mit einem Durchmesser von etwa 7cm kreisförmig die Worte Save oben und Post unten, mittig in einem weiteren konzentrischen Kreis 3 Wellen).


    Nun gilt es für mich, möglichst viel über die allgemeinen Umstände auf dem Balkan 1944 und insbesondere die Regimentsgeschichte des Heeres-Küsten-Artillerie Regiments 944 zu erfahren.


    Vielen Dank nochmals, Ihr wart mir bereits eine große Hilfe.

    Danke für die erneute Hilfsbereitschaft.
    Wie gesagt, die Briefe sind erst in dieser Woche an mich überkommen, daher habe ich auch noch nichts weiteres unternommen, werde dies aber im Zusammenhang mit den weiteren o.a. Verwandten gerne tun.


    Hier sind dann die Bilder des letzten Schreibens, ich hoffe, dass das so in Ordnung geht.
    Gesamtbrief
    [Blocked Image: http://fs1.directupload.net/images/171229/ievygclk.png]


    Die Detailaufnahme des Stempels macht ein paar Probleme. Ich kann mich leider erst heute Abend darum kümmern.


    Viele Grüße
    Eifeler


    Edit: Nun funktioniert es.
    Detsailansicht Stempel
    [Blocked Image: http://fs1.directupload.net/images/171229/qofknhkx.jpg]

    Vielen Dank für die freundliche Aufnahme!
    Und auch ganz besonders für den Link. Ich hatte die Seite zwar aufgerufen, suchte aber zu oberflächlich und habe es nicht weiterverfolgt.


    Dort ist er vermerkt und nun habe ich auch einen ungefähren Ortsbezug, vermutlich etwas, was meiner Familie über Jahrzehnte fehlte. Denn über dieses Thema wurde niemals gesprochen.


    Zum Stempel noch: Ich will der Sache keine größere Bedeutung zumessen, da 23797 und die weiteren Angaben ja kongruent sind und es somit ein schlüssiges Bild ergibt. Aber der Dienststempel ist recht sicher 25797. Ich weiß nicht, wenn es jemanden interessiert und die Forenregeln es gestatten, dann könnte ich ein Bild davon einstellen.


    Noch einmal, herzlichen Dank nach Bayern.

    Guten Tag!
    Ich war im Zweifel, ob die Frage an dieser Stelle zur Feldpostnummer stellen sollte, oder im anderen Unterforum unter der zugeordneten Einheit. Es tut mir Leid, wenn ich doch das falsche Unterforum gewählt habe.


    Ich habe in dieser Woche nahezu 100 Feldpostbriefe gefunden, die mein Urgroßvater an seine Familie schickte.
    Ich kann aus dem Inhalt der Briefe ungefähr seinen militärischen Werdegang einschätzen. Er wurde mit Ende 30 im Herbst 1943 eingezogen und erhielt seine militärische Ausbildung in Saarbrücken in der I. Kompanie Ersatz- und Ausbildungsbataillon 125 in Saarbrücken.
    Anschließend wurde er mit ihm unbekanntem Ziel "nach Süden" in Marsch gesetzt.
    Die von ihm im folgenden verfassten Briefe laufen allesamt für das Jahr 1944 unter der Feldpostnummer 17436. Eine entsprechende Suche ergibt bis Ende März die 5.Heeres-Küsten-Batterie 957 als Träger der Nummer, ab dann die 13. Batterie des Heeres-Küsten-Artillerie-Regiments 944.
    Kann ich also davon ausgehen, dass die Küsten-Batterie 957 im März in das Regiment 944 eingegliedert wurde und die alte Feldpostnummer mitnahm? Die Informationen zu diesen Einheiten sind relativ knapp.


    Er schreibt von dieser Zeit von einem Einsatz als Sanitäter im Lazarett am Meer auf dem Balkan. Wenn eine Ortsangabe vorhanden ist, dann ist es Kroatien.
    Im Sommer wurde er dann offenbar vom Meer weg in die Berge verlegt, wo es offenbar erbärmliche Zustände gab. Die Feldpostnummer bleibt 17436.


    Folgend habe ich dann das Schreiben eines Oberleutnants vom 17.12.1944, in dem er als vermisst gemeldet wird.
    Dieses Schreiben weist zwei Stempel auf: Im Briefkopf 23797. Ab dem März 1945 wird das als Nummer des Stabes des Artillerie-Regiments 670 angesprochen und der Stab des Heeres-Küsten-Artillerie Regiments wurde der Stab des ArtRgt. 670.
    Ich finde hier halt verschieden datierte Angaben zu Regiment 670 oder eben 944 für diesen Zeitraum, aber offenbar waren diese Einheiten in ähnlichem Einsatzgebiet und dann später ja auch organisatorisch verwandt.


    Was mich aber besonders irritiert, ist, dass die Vermisstenmitteilung noch ein gestempeltes Dienstsiegel trägt. Dieses lautet auf Feldpostnummer 25797, kaum ein Zweifel möglich. Diese Nummer war zu dem Zeitpunkt nach meiner Kenntnis nicht mehr vergeben und gehörte vorher zu einer Kompanie des Grenadier-Regiments 944, das aber trotz der gleichen Nummer 944 ganz woanders eingesetzt wurde.


    Kann jemand mich aufklären, ob meine Überlegungen soweit richtig sind und wie es zu erklären ist, dass die Vermisstenmeldung ein falsches Siegel tragen?


    Bezüglich meiner anderen Verwandten werde ich eine entsprechende Anfrage an die WAST stellen, allerdings dachte ich, dass ich im vorliegenden Falle wegen der gewaltigen und meist plausiblen Datenfülle darauf verzichten könnte.


    Ich bedanke mich im Voraus für die Mühen bei der Beantwortung meiner Frage.