Posts by primas1944

    Hallo Diana,


    vielen Dank für die Übersetzung.

    Bernhard - möglich ist vieles. Dann hätte man ihn bereits 1 Jahr zuvor in der Westukraine maßgeschneidert eingekleidet und bis zu dieser Kleinstadt mitgenommen.

    Und was ein Malyn ist, wissen wir jetzt auch. Ein altschwedischer Jungenname. Es müssen Tausende gewesen sein, die auf ähnliche Art "adoptiert" wurden.


    Gruß

    Rüdiger

    Hallo zusammen,


    vielen Dank für die Hilfe. Ein aufmerksamer Forist hat mich darauf hingewiesen, dass hier Goethe mit im Spiel war.


    Hätte da noch ein weiteres Motiv mit unleserlichem Text.


    Gruß

    Rüdiger

    Hallo Viktor,


    Die Ukraine ist leider riesig groß, vorne Galizien und Wolhynien, die bergige Krim und ganz hinten Charkow. Und deshalb auch viele unterschiedliche Akteure im Partisanenkampf, besonders im westlichen Teil. Unter anderem mal auf Seiten der Roten Armee, mal auf Seite der Wehrmacht. Als Historiker schaut man besser nicht so genau hin, wenn einem das Leben lieb ist. Ein heikles Thema, siehe u.a. heutige Heldenverehrung der galizischen SS-Division in der Westukraine.


    Gruß

    Rüdiger

    Hallo,


    sind die guten alten Manöverzeiten noch der Ursprungsfrage dienlich?


    . Beantworten ließe sich meine Frage aber wohl nur, wenn es einen Zeitzeugenbericht von einem, der in solch einem
    U-Boot-Bunker gearbeitet hat, geben würde.


    eigentlich reicht es dazu, einen Bauingenieur zu befragen. Die kennen sich mit Beton, Widerhall und Tonfrequenzen aus. Oder in die Richtung Unfallsicherheit zur Zeit des Dritten Reiches forschen,. Ohropax waren seit über 20 Jahren erfunden. Ich sehe da eher ein Problem des Körperschalls bei Beton. Jeder Fußtritt und jede Maschinendrehung wird gnadenlos an die Umgebung weitergegeben.


    Gruß
    Rüdiger

    Hallo,


    Immerhin gab es in "Bruno" ja eine Artillerie-, eine mechanische und eine Schiffsbauwerkstatt, um nur drei zu nennen.


    was nicht heißen muss, das dort permanent Lärm von Werkzeugmaschinen oder Winkelschleifern anzutreffen war. Ein bisschen Hämmern und Schweißen nimmt man bei einigen Trennwänden schon wenige Meter weiter nicht mehr war. Immer an das riesige Raumvolumen denken, da dürfte es relativ egal gewesen sein, ob der Bau
    aus dickem Beton bestand oder eine Stahlkonstruktion mit Mauerwerk war. Die Werkstätten wurden übrigens von den Schweden übernommen.
    Und alle deutschen Kriege führten mit sich, dass nach dem ersten Schuß nicht mehr gejammert wurde, alle Arbeitsschutzbestimmungen bis zum Endsieg aufgehoben wurden.



    Gruß
    Rüdiger

    Hallo Christian,


    Mir kommt es fast so vor, als wenn man mal einen Bericht über den Volksbund und deren Arbeit machen wollte.


    das ist der Sinn der Sendereihe "7 Tage mit/bei/unter..." und die Wahrscheinlichkeit, dass einer der Autoren einen gefallenen "Großonkel" besaß, dürfte bei 100% liegen.
    Seltsam auch, dass dieser Unteroffizier Hans Dohr von der 267. Infanterie-Division eine Luftwaffenuniform trägt, oder haben sie da wahllos ebay-Kauffotos verwendet?
    Bild 2:
    https://www.ndr.de/fernsehen/s…l-Hans,sendung771398.html


    Und das Minsker Museum der Geschichte des Großen Vaterländischen Krieges wird zur Gedenkstätte an die Opfer von Gräueltaten hochstilisiert,
    wobei 99% der Ausstellung von dem heroischen Heldenkampf der Sowjetischen Soldaten und Partisanen handeln (Bild 5).


    "Was haben sie angerichtet" - hier wollte man die 1944 gefallenen Angehörigen ideologisch sauber in Verbindung mit dem Bandenkampf bringen.


    Gruß
    Rüdiger

    Hallo Matle,


    das Panzermuseum in Munster würde ich auslassen, da steht vollkommen lieblos und dicht zusammengefercht einfach nur ein bisschen Metallschrott rum.
    Dann lieber das Museum zur Ardennenschlacht in Bastogne mitnehmen, andere Länder geben sich da viel mehr Mühe bei der militärischen Geschichtspräsentation:
    http://www.bastognewarmuseum.be/galeries-photos-en.html


    Ansonsten sollte euch der Weg nach Berlin führen, mit vielen Museen (Karlshorst) und geschichtsträchtigen Gebäuden zum Dritten Reich.
    Die würde ich aber nicht unbedingt als "spannend" bezeichnen, immerhin wurde dort eine Schreckensherrschaft mit vielen Opfern verwaltet.


    Gruß
    Rüdiger

    Hallo,


    alle etwas lockerer werden. Ich sprach von unendlich vielen Einheiten, die in Frage kamen. Das war eine kleine Freudsche Fehlleistung, natürlich sind es nur "viele" Einheiten.


    Weiterhin ging ich zu keiner Zeit davon aus, dass hier jemand mit Panzer aus der Festung Breslau befreit wurde. Die Aussage zum Wo und Wann ist schwammig gehalten und frei interpretierbar, so gehe ich von einem Zeitpunkt vor der Einkesselung aus, es muss auch nicht Breslau City gewesen sein (+/- 60 km).


    Panzer Division Schlesien lautet mein "Lotto-Tipp", weil neu aufgestellt bei Berlin und zum besagten Zeitpunkt 01/45 bei Frankfurt Oder anwesend. Von dort sind es 3 Autostunden, um jemand mit Pkw rund um Breslau abzuholen.
    Anschließender Einsatz der Division war rund um Stettin in 03/45.


    Gibt garantiert noch 400 andere Möglichkeiten.
    Ich bitte um weitere Puzzlevorschläge.


    Gruß
    Rüdiger

    Hallo,


    das "betroffene Gesicht" oben im Vorschaubild hat der Protagonist die ganze Zeit zur Schau getragen, gepaart mit der x-fachen Wiederholung von den Tätern der Wehrmacht.


    in der Tat hätte es eine schöne Dokumentation werden können, hätte man diesen Jüngling mit seinen erzieherischen Belehrungen nicht eingebaut.
    Man hätte ihm zumindest 2-3 Stunden Schauspielunterricht geben müssen, um nicht all zu emotionslos und deplatziert aufzutreten.



    Gruß
    Rüdiger

    Hallo Frank,


    Zum Thema der Freiwilligkeit und den Einsatz von Zivilisten vielleicht einfach mal lesen: http://www.via-regia.org/bibliothek/pdf/S.Wolf.Durchg.4.pdf


    Ganz sicher war nicht jeder OT-Mann ein Kriegsverbrecher, aber die seinerzeit herrschenden Strukturen (OT: Bauleitung, SS:Stellung und Bewachung der "Arbeitskräfte") ließen viele passiv zu Mittätern ...


    Was ist denn eine passive Mittäterschaft, wenn keine strafrechtlich relevante Beteiligung an Taten vorliegt? Oder meinst du etwas in Richtung moralischer Erblastschuld?


    Natürlich gab es diese Durchgangsstrasse in der Ukraine, die Krimbrücke zum Kuban, aber auch harmlose 20.000 Sägewerke, Brücken und Kleinbetriebe. Ich würde immer die Relationen beachten, wenn z.B. eine Handvoll WH-Soldaten sich freiwillig für Judenerschießungen gemeldet haben, darf man dann volle 4 Millionen Soldaten als mutmaßlich fiese Typen einstufen?


    Und diese Durchgangsstrasse, da sind die meisten Todt-Ingenieure später zu "Gerechte unter den Völkern" ernannt worden. Google z.B. mal nach Hans Sürkel. Wenn Juden oder andere russ. Zivilisten gelitten haben, dann konnte ein Todt-Techniker nur begrenzt helfen, ohne den eigenen Kopf zu riskieren.


    Gruß
    Rüdiger

    Der Autor erzählt in dem Roman die Geschichte seines Vaters, der mit 17 Jahren in den letzten Kriegsmonaten aus ländlicher Idylle
    an die Front geworfen wird. Am Anfang des Buches zitiert R. den Propheten Ezechiel: "Die Väter haben saure Trauben gegessen, aber den Kindern sind die Zähne davon stumpf geworden."


    ein schönes und passendes Zitat hat er da vorangestellt.
    Vielleicht ist seine neue Veröffentlichung etwas für dich? Das Kriegsende aus der Sicht eines 12-jährigen Mädchens


    Der Gott jenes Sommers, Ralf Rothmann
    http://www.spiegel.de/kultur/l…sses-elend-a-1205945.html




    ich habe den Roman gelesen ... und für unglaubwürdig gehalten. Wieso eigentlich sind in solchen Romanen die Protagonisten immer - aber auch IMMER - die Opfer des Naziregimes?


    Dieser "unglaubwürdige" Roman wurde immerhin in fünfundzwanzig(!) Sprachen übersetzt. Kann es sein, dass du das Wesen eines historischen Romans nicht verstanden hast?
    dieser darf frei erfundene Bestandteile besitzen. Was letztendlich zählt, ist die die erschütternde Geschichte des Protagonisten in einer erbarmungslosen Naziwelt.
    Was du veröffentlicht hast, würde ich als "pädagogische Doku-Fiction" betiteln. Stilistisch aufgehübscht erfolgt ein rasender Marathon durch alle Klischees und Meilensteine der Waffen-SS,
    als Höhepunkt wandelt der Protagonist gar auf der Schmugglerroute von hochkarätigen Nazis. Das ist mehr oder weniger wild zusammengewürfelte Täter-Geschichtsschreibung für den Schulunterricht,
    aber nichts, was einen Leser eindringlich fesselt und fordert. Zu flach und oberflächlich die Charaktere und das verworrene, unrealistische Geschehen.


    Immer nur Opfer in Romanen, das stimmt so nicht. Aber außer dir würde wohl niemand diesen 17-jährigen Jungen der Waffen-SS gnadenlos als Täter zurecht biegen wollen,
    weil es ja rein theoretisch so gewesen sein könnte.



    Gruß
    Rüdiger

    Hallo Elmar,


    kann man jetzt schließen den Thread, dein Urteil steht bereits vor einer näheren Untersuchung fest und die ersten Mitstreiter machen aus ideologischer Verblendung aus einem nationalsozialistischen Verbrechen ein "Kriegsverbrechen". Auf dieses niedrige Niveau haben sich nicht mal die Richter des Nürnberger Tribunals begeben, die Bautruppe Todt war nirgends angeklagt. OT arbeitete bereits 41/42 mit Zivilisten in Russland zusammen, da gab es noch keinen slawischen Zwangsarbeiter im Reich.
    Egal, dein Verwandter muss einfach alles angestellt haben, 1944 beim Bunkerbau am Atlantik, hat mehr geprügelt als alle SS-Arbeitslagerposten zusammen. Immer feste druff, auch wenn man nichts weiß ;)


    Gruß
    Rüdiger

    Hallo Viktor,


    Es gab genügend Zeit, auf zukunftssichere Datenträger und Dateiformate umzusteigen. Opentext ist gültiger DIN ISO Standard, PDF und JPG, deren Untergang werden wir nicht mehr erleben.


    Und Gottlob wird in Deutschland nicht digitalisiert, das fehlte mir noch, wenn wildfremde Menschen die Personalakte meines Opas fleddern wollen.


    Gruß
    Rüdiger

    Hallo,


    wie stellst du dir die "Digitalisierung bzw Modernisierung im Allgemeinen" als Methode der Sicherung der Unterlagen auf Dauer vor? Bei mir haben bereits drei größere HDDs und unzählige andere Datenträger den Dienst quittiert. Das hat mit der Sicherung der Arbeitsplätze gar nichts zu tun. Ausser Papier und ähnlichen "analogen Datenträger" hat die Menschheit noch nichts brauchbares erfunden, um die Nachwelt über unsere Dasein im Bilde halten.


    die Festplatte der Rechners versagt gleichzeitig zu der separat gelagerten Platte mit dem Backup? Das wäre eine Wahrscheinlichkeit wie ein Blitzeinschlag im Körper bei gleichzeitigem Lotto 6er-Gewinn. Wenn man nicht gerade auf exotische verschlossene Formate von US-Firmen setzt, können bisherige Digitalisierungen durchaus einige hundert Jahre bestehen. Stecken sogar hochbezahlte Berufsbilder dahinter, dass bei Systemwechsel kein Byte verloren geht. Gleiches gilt für die Datensicherung.
    Die Menschheit wird garantiert nicht zum Ordner mit Karteikarten zurückkehren. Obwohl die bei alten NASA-Daten garantiert noch gute Dienste leisten.


    Schon mal überlegt, auf Cloud-Dienste zu wechseln (Amazon, google)? Terrabyte von Daten direkt auf den Onlineserver hochladen, schafft z.B. jede moderne Kamera mit einem Klick. Das wäre dann 100%ige Sicherheit und Platz für ca. 80 Millionen Fotos schon für 60$ / Jahr.



    Gruß
    Rüdiger

    Hallo,


    Auf jeden Fall bin ich mir heute im klaren dass er einiges gesehen haben muss, wenn nicht sogar direkt beteiligt war. Das würde erklären auch warum er so ein fieser Vogel sein konnte.
    Der Mann war bei der OT und auf jeden Fall bei Sewastopol.


    damit steht die Vorverurteilung fest, man darf ihm jeden Vorfall der Jahre 1941-44 andichten und unterstellen?
    Die Organisation Todt jetzt praktisch schlimmer als jede Polizeieinheit in Russland?
    Obwohl nachweislich 90% aller Bautätigkeiten mit freiwilligen Hilfskräften getätigt wurden, zumindest vor 1944.
    Wie definiert man überhaupt einen "fiesen Vogel"?
    Wie wäre es, mal einen ernsthaften Versuch zu unternehmen und sich nicht nur in Unterstellungen und Vermutungen hineinzusteigern?


    Wäre z.B. die Feldpostnummer bekannt, könnte dieses dicke Büchlein weiterhelfen:
    Quellen zur Geschichte der Organisation Todt Band 3. Die Organisation Todt im Einsatz 1939-1945 dargestellt nach Kriegsschauplätzen auf Grund der Feldpostnummern. 1. TeilBöhm, Klaus


    Gruß
    Rüdiger