Posts by primas1944

    Hallo,


    leider hat der User Michel die Bilder hier nicht hochgeladen und sind diese damit nicht mehr einsehbar.

    Aber zum Thema passend wären die 3.000 Aufnahmen des Berufsfotografen Franz Grasser, der 1943 an die Ostfront kam.

    Die geringe Distanz zu den Dargestellten und das völlige Fehlen von völkischen Denkmustern sind beeindruckend.


    Alle 3.000 Bilder

    http://www.deutschefotothek.de…y&desc=1943&refine=Suchen

    Eigentümer der Bilder: SLUB / Deutsche Fotothek



    Gruß

    Rüdiger

    Hallo Bodo,

    Prof. Müller spricht von "Blindstellen einer Zeitgeschichtsforschung, die sich bemühte, die "geistigen Reparationsforderungen der Siegermächte" zu erfüllen und im Sinne einer positiv verstandenen 'Volkspädagogik' Westdeutschland zu demokratisieren."

    das hat er schön formuliert, im Volksmund meist auch nur abfällig "Der Sieger bestimmt die Geschichtsschreibung" genannt.

    Ich halte Prof. Müller für einen herausragenden Kenner des Zweiten Weltkrieges, sehr angenehm aufgefallen sind mir seine sachlichen Einwände zur Wehrmachtsausstellung und sein vorurteilsfreier Fachaufsatz zum Thema Liebe im Krieg (Rolf-Dieter Müller: Liebe im Vernichtungskrieg. Geschlechtergeschichtliche Aspekte des Einsatzes deutscher Soldaten im Rußlandkrieg). Gottlob existiert neben Thesen aufstellen Sozialwissenschaftlern noch eine echte Geschichtsschreibung von zeitgeistbefreiten Historikern.



    Wie wir inzwischen nicht nur seit dem letzten Historikertag wissen, ist der genannte Demokratisierungsprozess in einem (laut UN-Charta) "besiegten Feindstaat" ja eigentlich niemals beendet

    Ein unglaublicher Vorgang, danke für die Info und den Link. Damit degradiert sich der Historikerverband zur letzten alternativlosen Eingreifreserve der Regierung und lässt Schlimmstes

    für die zukünftige Ausrichtung der Geschichtsschreibung erwarten. Einen sehr kritischen Artikel über diese Ideologisierung und Parteipolitisierung hat der Historiker Dr. Klaus-Rüdiger Mai im Cicero verfasst.

    Deutungshoheit statt Argumentation

    https://www.cicero.de/kultur/d…-rechts-antifa-demokratie


    Als nächstes möchte ich noch einmal den Luftkriegshistoriker Jörg Friedrich zitieren. Er hat nicht nur das tatsächliche Geschehen bei den alliierten Luftangriffen geschildert, sondern auch die Zielsetzungen der Alliierten:


    "Die Amerikaner, die noch zwei Jahre zuvor ihre "Präzisionsangriffe" nicht mit der britischen Brandstiftung verwechselt wissen wollten, hatten nun [1944] ein Heer im Feld. Seine Schonung ist eine Ethik für sich.

    Den Historiker Jörg Friedrich muss man fast schon als Dissidenten bezeichnen, so wie er sich dem unbequemen Thema Luftkrieg gewidmet hat. (In demokratiefreien Ländern wäre er sicherlich ein Fall für die Knochensäge). 20.000 Ziviltote in Frankreich nach wenigen Tagen D-Day sind ein Zeugnis dieser "Schonung", wenn man das mit den 7.000 englischen Ziviltoten durch Vergeltungswaffen im Jahre 1944 vergleicht. Kein Wunder, dass bei der späteren Geschichtsschreibung etwas aufgehübscht werden musste, was blumenschenkende und freudentaumelnde Zivilisten beim Einmarsch der US-Soldaten in französischen Städte angeht. Da war in der Normandie eher eine Mischung aus Zorn und Furcht wegen der reichlichen sexuellen Übergriffe

    Sehr ergiebig zum Thema Tieffliegerangriffe erweisen sich auch die ab Mitte 1944 geschriebenen Feldpostbriefe aus oder in die Heimat.
    Mehr oder weniger war in diesen das Hauptthema die Vielzahl der Fliegerangriffe und allen Ortes die tödlichen Vorfälle. Von der Front mussten praktisch Ratgeber in die

    Heimat geschrieben werden, wie Gräben erstellt werden und wie man sich verhält.


    Quote


    Martha Panzer an ihren Mann am 06.08.1944

    Wenn dazu noch die zurückgenommenen Fronten kommen, die Furcht, und die Sinnlosigkeit alles dessen, was umsonst gelitten wurde, die innere Wunde zur äußeren durch die tagtäglichen Luftangriffe (vorgestern wurden in d. Ohmen einige Bauernwagen im Felde durch Tiefflieger angegriffen, wobei sich gottlob die Bauersfrauen u. Franzosen durch Hinwerfen gerade noch vor sicheren Tode retten konnten, während die Tiere alle getötet wurden!) – dann ists selbst für die tapfersten und stärksten Herzen zu viel des Schweren u. ein Verzagen will sich einschleichen und uns mürbe, oder wenigstens müde, machen. Und doch sind wir in Mitteldeutschland immer noch am allerbesten daran, leiden aber tut man halt doch mit allen Deutschen, vor allem mit denen an der Grenze, die so Grausiges wieder erleben müssen.

    http://www.museumsstiftung.de/…9&le_fulltext=tiefflieger


    Quote

    Wilhelm Nünnighoff an seine Eltern am 24.04.1944
    Als ich gestern in der Nachbarstadt war, überraschten mich plötzlich englische Flieger. Ungefähr kamen 20 Tiefflieger in 250 m Höhe und warfen einige Bomben. Sie drehten dann wieder ab, kamen wieder zurück und schossen dann aus allen Rohren mit Bordkanonen. Mir ist aber nichts passiert. Macht Euch nur keine Sorgen, ich gebe schon Obacht und weiß auch wie ich mich zu verhalten habe. Am besten ist immer in einen Graben im freien Feld der hoch mit Gras bewachsen ist damit man gegen Fliegersicht getarnt ist. Der Kopf im Dreck dann passiert einem nichts. Man kann dann höchstens einen Volltreffer kriegen, aber [?] Bombe trifft auch nicht. Ich habe wohl schon mal dicke Lehmklumpen ins Kreuz bekommen wenn die Bomben in unmittelbarer Nähe detonierten, aber das kann man noch aushalten. Es sind nur geringe Schmerzen, gehen aber schnell wieder fort. Heute griffen die Tommys wieder dieselbe Stadt an. Bei uns sind auch einige Bomben gefallen, aber nichts passiert. Es sind alles viermotorige Bomber die von doppelrümpfigen Jägern gesichert werden. Die kommen so niedrig, daß man die Kokarde bald erkennen kann.

    http://www.museumsstiftung.de/…9&le_fulltext=tiefflieger


    Weitere Beispiele sind in der Publikation Kriegsschauplatz Deutschland 1945, Jörg Echternkamp zu finden.


    https://www.schoeningh.de/kata…el/978-3-506-72892-0.html



    Ich habe auch nie verstanden, wie sich kognitiven Fähigkeiten von alliierten Fliegern und Piloten der Achsenmächte so dermaßen unterscheiden sollten.

    Während deutsche Flieger an der Ostfront bei Wind und Wetter mit ihren Bordwaffen jederzeit metergenau Panzer außer Gefecht setzen konnten, sollen US-Piloten

    nicht mal zielsicher eine zwei Meter breite Scheune getroffen haben können, weil die Maschine so wackelt?

    Wie sind diese Unterschiede erklärbar, hier gibt es doch Spezialisten zur Luftwaffe?



    Gruß

    Rüdiger

    Hallo Peter,


    so habe ich es die Tage auch noch in einer Divisionchronik gelesen (Pz.Div), sind beim Zbrucz einfach durch knietiefes Wasser gerauscht.


    Ich bezweifle fast, dass die Wegeverhältnisse im Kessel das Mitführen von klobigen LKWs mit Brückengerät erlaubt hätten.


    Zu wenig Sprit und alles diente der Mitnahme von Verwundeten.


    Gruß

    Rüdiger

    Hallo Thomas,

    für mich nicht, aber bitte, ich lerne täglich dazu.


    Grüße Thomas

    ich bezog mich da eher auf die freie Wahl der Waffengattung, natürlich kann man 1941 im Reich noch nicht von einer Zwangsrekrutierung zur Waffen-SS sprechen.

    Zumindest für Rumäniendeutsche soll es früh losgegangen sein (Ende 1941/Anfang 42 ?)


    Jan sprach auch von "etwa 17 Jahre jung", könnte sich alles auch erst 1942 abgespielt haben.

    Im DHM ist für 1942 bereits enormer "Druck" durch einen Zeitzeugen der Division dokumentiert:


    Quote

    Für Angehörige der Division des Reichsforstmeisters Göring waren die Annahmechancen in den stark begehrten Forstberuf besonders günstig. Für die Annahme zur Division H.G. habe ich 1942 in Hamburg-Rissen eine Intelligenz- und Mutprüfung ablegen müssen. Nur diejenigen, die diese Prüfung mindestens mit "gut" bestanden, wurden angenommen.


    Meine Annahmebescheinigung zur Division H.G. verhinderte, dass ich im RAD von einer Anwerbekommission der Waffen-SS, wie viele meiner Kameraden, genötigt werden konnte "freiwillig" zur Waffen-SS zu gehen. Die Jungs wurden von der SS-Kommission regelrecht moralisch weich geklopft, indem sie sagten: "Du als deutscher Junge gehst doch wohl selbstverständlich zur Waffen-SS" und ähnliches, dem die 17-jährigen Jungs meistens nicht widerstehen konnten.


    Ich wurde nach meiner Zeit im Reichsarbeitsdienst 1943 nach Hamburg eingezogen. Von dort aus ging der Rekrutentransport mit der Eisenbahn direkt nach Holland. Am 26. August 1943 bin ich in Zivilzeug in Utrecht/Holland eingetroffen.

    https://www.dhm.de/lemo/zeitze…sion-hermann-goering.html



    Gruß

    Rüdiger

    Hallo Jan,


    absolut plausibel, lies am besten den Erfahrungsbericht des deutschen Schriftstellers Dieter Wellershoff (Der Ernstfall Innenansichten des Krieges).

    Gleiches Alter, gleiche Freiwilligenmeldung, gleiche Division, gleicher Einsatz (Ostfront/Polen).

    Er hat all das erlebt und niedergeschrieben, was deinen Schwieger-Opa bei Nachfragen belastet.


    Gruß

    Rüdiger

    Hallo Bodo,


    jetzt ist es bald zuviel des guten, der Argwohn über dein Sammelsurium steigt täglich und schon bald dürfte man dich offen Identitärer Umtriebe beschuldigen.

    Hier ist doch eher der Ort, um mit geneigtem Haupte noch die ein oder andere Grabstelle zu lokalisieren, statt sich mit Detailverliebtheit den Aussagen verstorbener Zeitzeugen zu widmen.

    So fängst du dir den Zorn von Wächtern der historischen Deutungshoheit ein, die verlieren bald ihre Geduld.

    Der Soziologe Niklas Lohmann fand ganz passende Worte für den sich hier anbahnenden Diskurs -

    "Die Unterstellung von Absichten erleichtert die Perspektive des Beobachters"


    Vielleicht fehlt auch vielen das notwendige Semester Statistik, um zu erkennen, was bei den Abhörprotokollen für eine Heißluftakrobatik mit Zahlen betrieben wird.
    Mittlerweile ist das Stakkato der Publikationen dazu nicht mehr überschaubar, eine ganze Schar Junghistoriker wurden von Herrn Neitzel oktroyiert,

    die Aktenberge mit sinnfreier Interpretation und Exploration zurechtzubiegen, bis ein brauchbares Wunschergebnis zur Verfügung steht.


    Mein letzter Kenntnisstand:

    - Kameraden: Die Wehrmacht von innen (Römer)

    - Soldaten: Protokolle vom Kämpfen, Töten und Sterben (Neitzel)

    - Unter Nazis? (Hoerkens)


    Seriöse Historiker halten sich gottlob von diesem dubiosen Quellenmaterial und deren statistischen Aufbereitung fern.

    Auch ist deren persönliche Meinung dazu immer wieder erhellend. Wenn sie auch gegenüber Kollegen in Rezensionen die Form wahren müssen,

    so erkennt man dennoch den diplomatisch geschickt formulierten Verriß zwischen den Zeilen haargenau heraus.

    Besonders lesenswertes Beispiel wäre hier die Rezension von Dr. des. Christian Packheiser (IfZ München),

    der mit mathematischer Präzision die Anaylsen des Junghistorikers Hoerkens zerlegt. So, als würden die Zaubertricks von David Copperfield entlarvt:
    Alexander W. Hoerkens: Unter Nazis?

    http://www.sehepunkte.de/2015/12/27070.html


    Aber wieder zurück zum Thema, einen letzten Beitrag will auch ich zum Besten geben, bevor hier die Entrüstung offen zu Tage tritt.

    Die dämonische Seite im Naturell der Deutschen scheint ja selbst vor der Geschichtsschreibung und vor Foren keinen Halt zu machen,

    Man gedenke der Worte des irischen Dramatikers George Bernard Shaw:

    "Die Deutschen haben eine Besessenheit, jede Sache so weit zu treiben, bis eine böse daraus geworden ist."



    1. Was schrieb einer der renommiertesten Gynäkologen dieses Landes über seine Kriegserfahrungen 1943/44 an der mittleren Ostfront:



    2. Als überragenden Musterchristen empfehle ich die späten Reflexionen des Hochschullehrers Heinz Eduard Tödt. Kriegsbedingt im "ersten Leben" leider nur autodidaktischer Überflieger, Artillerieoffizier und Ritterkreuzträger der 30. Infanterie-Division, später dann nach Theologiestudium eine über alle Zweifel erhabene Professur (Sozialethik) in Heidelberg. Man muss der Witwe Ilse Tödt dankbar sein, dass sie 2012 die Erinnerungen ihres verstorbenen Mannes in den Druck gebracht hat. Hier schreibt sehr tiefsinnig unter Zuhilfenahme seines damaligen Tagebuchs ein humanistisch geprägter Offizier über seine Kriegs- und Gefangenschaftsjahre in Russland. Beiläufig und ohne jeglichen Pathos erfährt man aus technischer Sicht enorm viel über den Kampf der Artillerie, wie man selbst in den heiklen Rückzugsjahren mit ausgedünnten Schützenreihen der feindlichen Übermacht trotzen konnte. Stets schwarz geführte Bestände an Munition, das Gespür für mögliche Durchbrüche an der Frontlinie und mit guten Beobachtern ausgestattet, konnte fast jeder Angriff abgewiesen werden. Wahre Blutbäder mit hunderten gefallenen Rotarmisten richteten dabei Schüsse in Baumkronen der Wälder und der Einsatz von Abprallern an

    Aber jetzt zum christlichen Teil:




    3. Als lesenswert und sehr ergiebig zum Thema erweist sich auch die Dissertation von Martin Röw (Siehe Literaturanhang). So betreibt er keinesfalls reinste Täterforschung

    sondern reichert sein Werk mit einer Vielzahl von Auszügen aus Nachkriegserinnerungen an (was ihm prompt der linke Zeitgeist übel nimmt),

    Er differenziert in vielen Kurzbiografien der untersuchten Personen sorgsam zwischen nationalsozialistischer Überzeugung und einer Lebenseinstellung mit nationalistischen Tönen.

    Insgesamt angenehm klassisch verfasst, dieses Werk, wie es sich für einen zeitgeistfreien, konservativen Historiker gehört.




    Mehr oder weniger kann man diese Schilderungen wohl als Standardfall für überzeugte Christen ansehen, eine Personengruppe, welche oftmals schon in junge Jahren der Hitlerjugend kritisch gegenüberstand und sich ihr verweigerte. Musste man in seiner vertrauten Stammeinheit an der Ostfront dann schon verdammt weit reiten, um auf einen echten überzeugten Nazi zu treffen. Und in fremden, bunt zusammengewürfelten Haufen hatte man besser zu schweigen.

    Zum Schluß noch der Hinweis, alle Angaben ohne Gewähr und ohne Gültigkeit für 1942 eingefangene U-Boot Kommandanten in der Sonne von Texas. Die beiden erwähnten Zeitzeugen, hochangesehen wegen ihrer humanistischen Ansichten und dem enormen Lebenswerk könnten trotz ihrer herausragenden Persönlichkeit und dem scharfem Sachverstand im hohen Alter die Unwahrheit gesagt haben. Sie könnten am Lebensende die Nachwelt mutwillig beschissen haben. Ich hoffe, Wächter Paul ist mit diesem Passus zufriedengestellt.



    Gruß

    Rüdiger



    1. Der Igel auf der Klinke: Erinnerungen des Arztes Josef Zander / Josef Zander († 2007)


    2. Wagnis und Fügung / Heinz Eduard Tödt († 1991)


    3. Militärseelsorge unter dem Hakenkreuz. Die katholische Feldpastoral 1939 - 1945 (Krieg in der Geschichte) / Dr. Martin Röw

    -> Google Books Link


    Hallo Rudolf,

    traurig zu sehen, dass Du als gedienter Zeitsoldat ein Fürsprecher von sachverstandslosen Unterstellungen (Pamperrien)

    und sensationserheischender Täterforschung (Römer) bist. Beidesamt nach Publicity gierende Werke der Kategorie "In Zorn und Eifer",

    die uns das Kopfschütteln und Mitleid von ausländischen Militärhistorikern garantieren.


    Ich halte 500 sandwichessende U-Boot Kommandanten in Übersee, die man bereits 1941 aus dem Atlantik gefischt hat,

    für ein absolut nicht represäntatives Sample der Wehrmacht. Im Vergleich zu drei Jahren an der Ostfront kämpfenden Offizieren und Soldaten

    sind mit französischem Wein und spanischen Orangen abgefüllte U-Bootfahrer eine hochgradig unsinnige Vergleichsgruppe.

    Erst abgeschieden in einer kleinen Metallröhre und dann fernab der Heimat ließ es sich ungestört vom nahenden Endsieg träumen oder um selbigen unbeschwert trauern.


    Bodo hat auf höfliche Art aber mit messerscharfer, analytischer Brillanz beide Werke ad absurdum geführt, sein Können und das hohe fachliche Niveau

    sucht seinesgleichen und ist ein Glanzlicht im Forum. Durchaus publikationswürdig, wie sich manche Privatperson fernab des sich ständig wiederholenden Einheitsbreis

    durch vergangene Zeiten kämpft.


    ZDF-Dokus und populärwissenschaftliche Werke werden kein Interesse haben, sich mühsam durch die Literatur- und Zeitzeugenlandschaft zu kämpfen

    um sich mit dem Ausleuchten von gegenläufigen Meinungen den Zorn des linken Zeitgeistes einzufangen. Letzendlich garantieren nur fanatische Durchhaltenazis die Auflagenstärke und Einschaltquote.

    Selbst jüngste Forschungsliteratur zum Thema* ist zwar gründlich nach Aktenlage, verweigert aber jede Aussage zum Dunkelfeld der Führertreue.

    Hilflos wird auf die hohe Parteizugehörigkeit verwiesen, wobei diese dann im Kleingedruckten nur aus wenigen Jahren Hitlerjugend mit Lagerfeuer besteht.

    Ob das reichen mag, um massenhaft überzeugte braune Soldaten zu bekommen?


    * Wehrmacht und Niederlage: die bewaffnete Macht in der Endphase der ...,Buch von Andreas Kunz

    Volksgemeinschaft am Ende. Gesellschaft und Gewalt 1944/45 Buch von Keller Sven.



    Von daher genieße Bodos edlen Wein, der sollte hier nicht mit billigem Glykol verpanscht werden.



    Gruß

    Rüdiger


    PS

    Aber vielleicht sind Deine ergänzenden Erklärungen für den einen oder anderen hilfreich.

    Ich habe dem Post zwei hilfreiche Bilder hinzugefügt, um die von Bodo erwähnte vorsätzliche Geschichtsfälschung durch Römers Werk leichter zu erkennen.

    Ein Bild zeigt mehr oder weniger überzeugte bzw. führergläubige Soldaten der Wehrmacht, zum besagten Untersuchungszeitraum 1944. Das andere Bild zeigt wehrmachtsfremde

    Soldaten von 1941 mit Wein, Weib und Gesang. Wovon man dann in Überseegefangenschaft neben dem Endsieg immer noch träumte und die Quote der skeptischen feldgrauen Fußläufer enorm verfälschte...

    Ein wirklich sehr interessantes Projekt aus dem sich vielleicht noch mehr entwickeln wird.

    Hallo Marcel,


    es wurden über 5000€ Spendengelder eingesammelt und die Dreharbeiten in Russland haben bereits stattgefunden.

    Dann dürfte bald mit der Reportage und einer Veröffentlichung der Briefe als Fotobuch gerechnet werden.


    Gruß

    Rüdiger

    Hallo Matthias,


    waren das im Sommer 1941 auch behelfsmäßige Lazarettzüge, womit man Massen zurücktransportierte?


    Gruß

    Rüdiger

    Hallo,

    meines Wissen gab es in der SS-Verwaltung oder den Konzentrationslagern keine "zwangsverpflichteten" "reichsdeutschen" Angestellte.

    die Forschung kennt hunderte von KH's (Kriegshelferinnen), also durch Notdientsverordnung für die SS verpflichtete weibliche Angestellte und Arbeiterinnen,

    die vor dem 1.1.43 nicht mal Dienstkleidung getragen haben.
    Vielleicht wird sie in Berlin Lichterfelde mit KB (Kennbuchnummer) geführt, könnte auch wie viele andere vorzeitig entpflichtet worden sein.



    Gruß

    Rüdiger

    Hallo Alexander,


    du denkst zu sehr an geordnete Verhältnisse, vielleicht regt dich das Foto einer vollmotorisierten Flakeinheit zu einer realistischeren Betrachtung an,

    was Spritmengen und geschlossene Einsätze von Einheiten angeht.

    Der Ausbruch stieß für die russische Armee überraschend gen Nordwest, entsprechend waren für brusttiefe Gewässer keine großartigen Schlachten notwendig.

    Vielleicht gibt es noch in irgendeiner Form NARA-Materialen dazu, ansonsten hilft dir der Erlebnisbericht von P. Erlau (Flucht aus der weissen Hölle).

    Praktisch wärst du hautnah dabei, wandernd durch den Kessel über hunderte Kilometer.


    Gruß

    Rüdiger

    Hallo Wally,

    mein Name ist Wally ich bin Performancekünstler und möchte im Rahmen einer Aktion die Ende Oktober in einer ostdeutschen Stadt stadtfindet Hitlerbilder übermalen.


    die Anfrage scheint mir "politischer Aktivismus" zu sein, um es den Millionen bösen Sachsen mal so richtig zu zeigen. Wahrscheinlich Chemnitz?

    Ist hier eigentlich verboten.


    Gruß

    Rüdiger

    Hast du schon mal was von PK und deren Berichterstatter gehört? Glaubst du nur deren Aufnahmen?

    Was soll denn dieses permanente kleinkarierte Störfeuer? Entweder bist du überzeugter Kommunist im Exil oder vom russischen Inlandsgeheimdienst FSB,

    anders kann man sich die sinnfreien Störungen mit Ziel des gewünschten Thread-Abschusses nicht erklären.

    Du meinst also, die Freude vieler Ukrainer und das Anstecken von Blumen, die Gabe von Brot und Salz war eine inszenierte Weltverschwörung?

    Das wäre eine mächte PK-Leistung gewesen, wie sie gleichzeitig 200.000 privat fotografierende Soldaten beeinflussenden konnten, die überall ähnliche

    Fotoaufnahmen tätigten und die freundliche Begrüßung in ihren Feldpostbriefen beschrieben. Auch wenn deine Familie beim Jubeln nicht dabei war,

    ändert es nichts an der historischen Tatsache.


    oberste Priorität der russischen Bahn war es, Volksdeutsche brachial gen Osten auszuschaffen, bei Widerstand über den Haufen zu schießen.

    Haben sie es jetzt geschafft, eine halbe Million Bürger zwangsweise zu deportieren oder nicht?



    Was ich sagen wollte, die Russlanddeutsche waren in der UdSSR integriert und assimiliert. Nicht mehr und nicht weniger!

    Nichts anderes bedeutet meine Aussage - "deutschstämmige Sowjetbürger". Aber du wolltest mit deinem Einwand gewiss etwas andeuten,

    dass sie Haus, Hof, Vieh und Privatbesitz gerne für eine gute Sache hergaben und wegen ein wenig "Entkulakisierung" niemals das Land verlassen hätten,

    sofern sie denn gekonnt hätten. Und störrische Abweichler halt verdient im kalten Sibirien zur Räson gebracht werden mussten?

    Überhaupt - der Gulag wahrscheinlich eine reine Erfindung der CIA?



    Gruß

    Rüdiger