Posts by Ricardo

    im spanischen Bürgerkrieg und 2.Weltkrieg gültige deutsche Luftwaffendienstvorschrift L.Dv.16 von 1935 sagt zu Thema "unterschiedslose Bombardierung / Terrorangriffe" folgendes:

    "Nr. 180 - Der Angriff auf Städte zum Zwecke des Terrors gegen die Bevölkerung ist abzulehnen."


    Guernica

    Horst Boog schreibt in "Luftwaffe und unterschiedsloser Bombenkrieg bis 1942" (Vorträge zur Militärgeschichte Bd 12; Luftkriegführung im 2.Weltkrieg, veröffentlicht 1993) folgendes (Seite 438):

    "... Hierzu trug vor allem der deutsche Luftangriff auf Guernica in Spanien am 26.April 1937 bei. Er war von der Intention nach ein Bombenangriff im Rahmen militärischer Gefechtsabscnnürung zur

    Verhinderung des Rückzuges republikaner Kräfte. Hierzu war eine Straßenbrücke mit ihren Zufahrten zu zerstören.

    Was unter den tatsächlichen Gefechtsbedingungen der Rauchentwicklung und der Bereitschaft der Bomberbesatzung, unter diesen Bedingungen "einfach mitten hein zu werfen", entstand, wirkte wie ein Terrorangriff."


    Man findet im Forum der Wehrmacht eine ähnliche Ansicht. Kein geplanter Terrorangriff, die Art der Durchführung führten dann aber dazu.


    Allerdings gibt es zu Guernica neuere wissenschaftliche Untersuchungen. So hat der spanische Luftwaffenoffizier Jesus Salas Larrazabal über 40 Jahre die Zerstörung von Guernica erforscht. Das Erste Buch zu diesem Thema veröffentlichte er 1981, das letzte, umfangreichste und quellengesätigte Werk 2011.

    Salas war Generalingenieur der spanischen Luftstreitkräfte. Er galt politisch als "Neo-Franquist", sich aber mit seinen jahrzehntelangen Forschungen geschriebenen Hauptwerk über die Rolle der Luftstreitkräfte im Bürgerkrieg auch bei den Angehörigen der republikanischen Luftstreitkräfteden Ruf

    "erster unparteiischer Historiker" (siehe bei Hagena S.59"primer historiador imparcial") erworben, der sich bemüht, alle Beteiligten zu hören, bevor er urteilt.


    Verarbeitet findet sich sein Werk in "Jagdflieger Werner Mölders" von Hermann Hagena.

    "Hauptverdienst von Salas aber ist: Der Ingenieur stützt sich in seiner Analyse des Geschehens auf ... die physischen Spuren, die insbesondere die schweren 250 kg-Bomben hinterlassen haben, mit denen die Ju 52 Befehlsbomber der Luftwaffe bewaffnet waren.

    Die genaue Lage der durch sie verursachten großen Krater wurde von Oberst Juan Manuel Martinez Bande 1939 kartographisch festgehalten. Salas vergleicht die Lage der von Oberst Bande erfassten Krater mit dem in zahlreichen Quellen überlieferten Einsatzverlauf. Damit

    läßt sich Aufschluß über das Ziel des Angriffs, über die Hauptangriffsrichtungen (Pasadas) Ost-West und Nord-Süd sowie über die außerhalb der Pasadas liegenden Krater gewinnen."


    Einsatzzweck laut dem Tagebuch von Richthofen:

    "Sofort K/88; VB/88 und Italiener auf Straße und Brücke ... hart ostwärts Guernica. Dort muß zugemacht werden ... soll endlich ein Erfolg gegen Personal und Material des Gegners herausspringen."


    Ungeachtet der Zusammenfassung aller verfügbaren Bomberkräfte mißlang jedoch der Angriff auf die Brücke; sie blieb unzerstört. Als sich die deutschen Ju-52 Staffeln, die Hauptangriffskräfte der Legion Condor, gegen 18.00 Uhr in Flughöhren von über 1500 Metern nährten,

    lag Guernica mit seinem Vorort Renteria und der Oca-Brücke schon unter einer dichten, geschlossenen Rauchwolke. Der Rauch breitete sich über dem Stadtgebiet in südöstlicher Richtung aus. Die Bomben konnten daher nur unter der Verwendung eines vorher berechneten und auf der Karte eingezeichneten Abwurfpunktes ausgelöst werden.

    Bei diesem Verfahren konnte die Wirkung im Ziel mangels Bodensicht nicht beobachtet und der Abwurfpunkt daher nicht korrigiert werden; so waren Fehlwürfe die Folge. Bei der Kartographierung nach dem Krieg stellte sich heraus, daß die deutschen Ju52 zurechenbaren Krater in Anflugrichtung auf die Brücke ausnahmslos auf unbebautem, freien Feld liegen.

    Sie beginnen 350 Meter vor und enden wenige Meter nördlich der Brücke. Offensichtlich haben die übervorsichtigen Besatzungen sich bemüht, "kurz" zu werfen; deshalb haben sie weder die Brücke noch das Straßenkreuz von Renteria getroffen.


    Aber wie erklären sich die großflächtigen Brände und die über dem gesamten Stadtgebiet und der Brücke liegenden Rauchwolke? Und wie sind die Schilderungen zahlreicher Zeugen zu bewerten, danach die Bombardierung von Guernica sich ohne Unterbrechung und mit zunehmender Intensität über drei Stunden hingezogen habe?

    Mit dem deutschen Hauptangriff ist das nicht zu erklären: Oberleutnant von Beust, der als Staffelkapitän die zweite Ju 52 Staffel führte, nimmt in einem 40 Jahre später für das MGFA geschriebenen Bericht irrtümlich an, die erste Staffel unter von Knauer sei für die Rauchentwicklung verantwortlich gewesen. Bei einem

    Abstand von etwa 3 km zwischen den Staffeln und einer Marschgeschwindigkeit der Ju 52 von 200 km/h (also einer Flugzeit von nur einer Minute) ist das zeitlich wohl auszuschließen, vor allem aber auch: auch die Bomber der ersten Staffel (v.Knauer) haben mit ihren 250 kg Bomben nur freies Feld getroffen und dabei nur Staubfontänen (nach einer

    längeren Regenperiode) aufgeworfen. Die Brände müssen also deutlich früher begonnen haben. Ihre Intensität zeigt sich darin, daß sie erst am folgenden Tag mit aus Bilbao herangeführten Wehren gelöscht werden konnten. ..."


    Laut Hagena schreibt Salas dazu auch folgendes:

    "Beabsichtigten die Führungsverantwortlichen von Francos Nordfront und der Legion Condor tatsächlich nur die Zerstörung der Brücke über die Oca und der Straßenkreuzung im Vorort Renteria, um die Regierungstruppen die Rückzugsroute nach Bilbao zu verlegen, oder sollten die deutschen und italienischen Einsatzbefehle verschleiern, daß die Wirklichkeit

    die mit Flüchtlingen und Besuchern überfüllte Stadt eines Terrorangriffs war, um den Widerstandswillen der Basken zu brechen?"

    Nach Salas zeigen die, den deutschen Fliegerkräfte zuortenbaren Bombentrichter, eindeutig auf ersters.


    Die erwähnten Brände in der Stadt wurden, laut Salas, durch kleinere Angriffe der spanischen Luftstreitkräfte verursacht.


    Im weiteren Verlauf des spanischen Bürgerkriegs wurden immer wieder Vorwürfe laut das Terrorangriffe stattfanden. Deshalb wurde vom Völkerbund eine Untersuchungskommission

    installiert. Mitglieder dieser Kommission waren ein RAF-Offizier und ein franz. Offizier der Artillerie, diese wurde im Dezember 1938 eingesetzt. Sie untersuchte erst

    Luftangriffe (wohl gemerkt nur Luftangriffe der Legion Condor, der spanischen nationalen und der italienischen Luftstreitkräfte, die Luftangriffe der republikanischen

    Fliegerkräfte wurden nicht untersucht) von Mai bis Dezember 1938, danach die im weiteren Kriegsverlauf anfallenden. Im Endeffekt rügte die Kommission einzelne Fehlwürde,

    erhob aber nicht den Vorwurf, daß die Nationalen Luftstreitkräfte (inkl. Verbündeten) einen Terrorbombenkrieg gegen die Zivilbevölkerung geführt hätten.



    Warschau 24./25.09.1939

    "Einem Antrag v.Richthofens vom 22.September 1939 auf einen Terror- und Vernichtungsangriff auf Stadt und Bevölkerung von Warschau wurde nicht entsprochen. Jedoch kann nicht geleugnet werden daß die am 24.9.39 zur Vorbereitung

    der Erstürmung Warschaus einsetzenden und am 25.9. ihren Höhepunkt findenden Luftangriffe auf die Stadt Terrorcharakter hatten, da sie teilweise mit zum gezielten

    Bombenwurf ungeeigneten Transportflugzeugen Ju 52 ausgeführt wurden, wobei die Brandbomben, die etwa ein Siebtel (14%) der abgeworfenen Bombenmenge ausmachten, teilweise mit Kohlenschaufeln

    herausgeschaufelt werden mußten". (Boog - Vorträge zur Militärgeschichte Bd 12; Luftkriegführung im 2.Weltkrieg Seite 447/448

    Allerdings schreibt Hr. Boog auf Seite 446 für diesen Kriegszeitraum 1940/41 das der Anteil der Brandbomben zwischen 4 und 10% bestand. Beim britischen Bombercommando war dieser Anteil schon bei 60%.



    Rotterdam 14.5.1940

    "Bei dem Angriff auf Rotterdam am 14.Mai 1940 handelte es sich um einen Bombenangriff gegen einen verteidigten Stadtteil im Gebiet der Erdfront, um dessen Verhinderung man sich auf deutscher Seite mit nur einem Teilerfolg bemüht hatte.

    Nur eine der beiden angreifenden Bomberngruppen sah die roten Leuchtpatronen und drehte ab. Um den verteidigten Stadtteil genau zu treffen, flogen die Bombern in einer Höhe von nur etwa 750 m und setzten sich damit bewußt der gegnerischen

    Bodenabwehr aus. Es wurden nur Sprengbomben geworfen, die in den mit großen Mengen an Fetten gefüllten Lagerhäusern allerdings starke Brände hervorriefen."


    Auch die strategischen Bombenangriffe auf Flugplätze / Flugzeugindustrie um Paris und den Hafen von Marseille zur Unterbindung des Nachschubs von Nordafrika am 2./3.Juni 1940 waren keine Terrorangriffe.

    Sie richteten sich gegen militärische Ziele, nicht gegen Wohngebiete. (Boog - Luftkriegführung im 2.Weltkrieg Seite 450)



    Es gab bei der deutschen Luftwaffenführung durchaus immer wieder Gedanken zum Terrorbombenkrieg überzugehen. Diese Gedanken wurde aber negativ bewertet. Nicht zuletzt wegen dem Wissen das Terrorangriffe

    längere Zeit benötigen würden bis sie wirken würden, wenn überhaupt.



    Coventry

    "Mit dem durch die britische Luftabwehr erzwungenen Übergang zu Massenangriffen bei Nacht auf Industrieziele in englischen Großstädten wie Belfast ... Häfen im Südteil Englands nahm die deutsche Luftoffensive der Wirkung nach teilweiseden Charakter

    des unterschiedslosen Luftkrieges an, denn eine Unterscheidung der militärischen und industriellen Ziele von zivilen Wohngebieten war selbst in hellen Nächten und trotz Funk- und Koppelnavigation nur sehr begrenzt oder kaum

    möglich. Verluste der zivilen Einwohnerschaft wurden nun in verstärktem Maße in Kauf genommen."

    Trotzdem

    "Aus der Sammlung der Weisungen und Befehle für den Angriff der Bomberverbände auf ziele in Engalnd vom August 1940 und Juni 1941 geht hervor, daß es bei diesem Angriff wie bei den anderen Angriffen, die Vergeltungsangriffe auf London ausgenommen

    um die Bekämpfung militärisch relevanter und industrieller Ziele ging. Die in den täglichen Lageberichten des Luftwaffenführungsstabs Ic enthaltenen Lagezusammenfassungen der Bomberoperationen bestätigen in der Nennung der Wirkung diesen Tatbestand.

    (Boog - Luftkriegführung im 2.Weltkrieg Seite 454 / 455)



    Worauf basierte die deutsche Luftkriegsvorschrift

    "... Durch die "Luftkriegsführung" und andere ende der 30er Jahren erlassene operative Weisungen war Deutschland in der vorteilhaften Lagen, zu Beginn des Krieges 1939 über die umfassendsten und ausgewogensten Einsatzgrundsätze für seine Luftstreitkräfte

    zu verfügen.

    Gegenüber den Westmächten, deren Luftkriegskonzeptionen aus den 30Jahren vor allem auf unerprobten Theorien basierten, waren die Einsatzgrundsätze der Luftwaffe in einer systematischeren Weise entwickelt worden, d.h.

    durch ein Programm operativer Erprobungen von Vorstellungen in großangelegten Übungen.

    ...

    Die britische und amerikanische Luftdoktrin setzte vor allem auf den strategischen Bombenabwurf und vernachlässigte die anderen Aufgaben der Luftstreitkräfte, während die Doktrin der Luftwaffe umfassender undinnovativer war."

    "James S.Corum: Stärken und Schwächen der Luftwaffe"




    RAF

    Weißt heißt "Air Policing - Air Control" - wie wurde es durchgeführt?

    https://www.youtube.com/watch?v=2YYhpCngcsw#t=60m30s (ab 1h 26 sec)


    Die Kontinuität der Einsatzvorstellungen von den Einsätzen der RAF beim irakischen Aufstand 1920-22 und den Einsätzen des Bombercommand gegen Deutschland sei auf folgende Werke verwiesen:

    https://www.amazon.de/Personel…59898338&s=gateway&sr=8-8

    Die Royal Air Force und der Luftkrieg 19221945. Personelle, kognitive und konzeptionelle Kontinuitäten und Entwicklungen von Martin Böhm


    Man könnte noch zig andere Fachautoren (diese hatte ich in dem gelöschten Post aufgeführt) zitieren welche alle eine ähnliche Meinung haben. Die deutsche Luftwaffe hat den unterschiedslosen Bombenkrieg nicht begonnen, die RAF sehr wohl und zwar schon 1920.

    Die Reihe >Guernica 1937, Warschau 1939, Rotterdam 1940, Coventry 1940/41, Köln 1942, Hamburg 1943 und Dresden 1945< ist sachlich falsch.


    Quote

    hiermit erhält das Mitglied "Ricardo" seine erste Verwarnung,

    verbunden mit einer 7-tägigen Sperre.

    Begründung: Verfälschung geschichtlicher Zusammenhänge.

    Lustigerweise wurde ich am 4.März gesperrt und am 15.März entsperrt = 11 Tage. Aber so ist das halt mit einer bestimmten Ideologie und ihren eigenen Regeln.


    Und inhaltlich.

    Ich könnte meine Aussagen mit vielen Literaturhinweisen und Zitaten daraus untermauern. Allerdings würden dann wohl ein Horst Boog, ein James S. Corum, Czesany, Martin Böhm ("Die Royal Air Force und der Luftkrieg 1922-1945), ebenso wie Jesus Salas Larrazabal ebenso gesperrt werden.

    Trotzdem nur mal der Hinweis.

    Die RAF war das "moral bombing" DIE bestimmende Leitlinie, seit den Giftgaseinsätzen der RAF gegen irakische Dörfer, dagegen findet in der deutschen Luftwaffendienstvorschrift L.Dv 16 von 1935 folgendes:

    Nr. 180 - "Der Angriff auf Städte zum Zwecke des Terrors gegen die Bevölkerung ist abzulehnen."


    Vielleicht sollten die RICHTIGEN "geschichtlichen Zusammenhänge" (= Framing / Wording) in die Forumsregeln aufgenommen werden nicht das irgendwer (ich denke da an Neue und unbedarfte User welche meinen hier würde über Geschichte sachlich, neutral und möglichst objektiv diskutiert) gleich wieder gesperrt werden.

    Das Ganze erinnert inzwischen doch sehr an Wiki und Feliks.

    Hallo


    ich wollte nicht interpretieren, deshalb die Frage.

    Deine Reihe zeigt in jedem Fall eklatant fehlendes Wissen und/oder Einseitigkeit in der Wahrnehmung denn wäre sie neutral und objektiv müßten auch die britischen Luftangriffe auf irakische Dörfer (siehe unter Air Policing und Anwendung u.a. von Giftgas) integriert werden.

    Aber auch so ist deine Reihe fehlerhaft. Guernica war kein Terrorangriff, das hat unter anderen ein spanischer Offizier und Historiker zweifelsfrei nachgewiesen (siehe auch Hagena "Jagdflieger Mölders"), Warschau 1939 - eine verteidigte Stadt ebenso Rotterdamm 1940 (abgesehen von den den Kommunikationsproblemen, Coventry 1940/41 - eine Rüstungszentrum; dagegen die britische Bombardierung deutscher Städte hatte als Hintergrund die Trenchard-Doktrin und waren damit klare Verstöße gegen das damalige Kriegsrecht.

    Inzwischen gibt es eine ganze Reihe, auch von deutschsprachigen Büchern, über die Entwicklung / Inhalt der deutschen Luftkriegsdoktrin und im Unterschied dazu die angelsächsische. Es wäre einfach mal Zeit das diese FAKTEN auch hier wahrgenommen werden.

    Hallo Natu02


    Ich rege mich nicht auf.

    Mir fällt nur folgendes auf

    Ausgangspunkt war das Post von Lobito060454. Darin enthalten:

    schieben wir unser Problem mit dem Antisemitismus nicht auf unsere moslemische Mitbürger, (= aktuelle Politik)

    darauf antwortete ich.


    Der Rest meiner Antworten waren nicht "aktuelle Politik".


    Also nochmal die Frage.

    Warum wird das Post von Lobito nicht gelöscht, meine aber samt und sondern?


    hallo

    super


    meine Posts sind gelöscht, waren aber nur Antwort auf dieses:

    schieben wir unser Problem mit dem Antisemitismus nicht auf unsere moslemische Mitbürger, zumal in diesem Zusammenhang ausgerechnet jenes Land das Israel am meisten bedroht und dessen Expräsident ein Holocaustverleugner ist, nicht genannt wird, ob das wohl damit zu tun, daß wir einst die Shahbanu gestellt haben?

    besonders witzig. Mein letztes Post war auch nur Antwort und geschichtlich.


    Das forum erinnert doch sehr stark an bestimmte Vorgänge in Wikipedia.

    Hallo und meine Güte.

    Was willst du? Eine komplette Wiedergabe des Textes.

    Wie lautet denn der Titel. Was ist der Vorläufer der CIA, welche Rolle hatte Dulles im 2.Weltkrieg. Wird alles im Text besprochen.

    Anscheinend gibt es in deiner geschichtlichen Vorstellungen haufenweise zeitliche Brüche welche bewirken das nichts irgendetwas miteinander zu tun hat?

    ... 1.Weltkrieg - Schnitt - Aufstieg Hitlers - 2.Weltkrieg - Schnitt - Nachkriegszeit - Schnitt - Gegenwart oder gibt es vielleicht durchgehende geostrategische Interessen. Leute welche vor -während- und nach dem 2.WK politisch aktiv waren und die Welt in eine bestimmte Richtung bewegen wollten (und taten) ?


    In diesem Forum ist man nicht einmal Ansatz mehr an Geschichte, an neuen Fakten interessiert. Nur das alte gewohnte interessiert, nur nicht die Filterblase auch nur ein bißchen lüften.

    Hallo


    Ich habe mit den Verstehen von Bodo Franks nicht im Ansatz Probleme. Ergo nennt man "einfach nicht lesbar sind " eine Verallgemeinerung, weil ein Paul Spohn diese Texte nicht versteht geht er anscheinend davon aus das auch der Rest der Welt diese nicht versteht. Mir scheint das es auch nicht um die Verständlichkeit der Texte geht sondern um den mißliebigen Inhalt.

    Und latürnich ist das wieder ein schießen "aus dem Gebüsch".

    Hallo Wolfgang

    Bei deiner Fragestellung ergeben sich mehrere Probleme.

    1.) Katjuscha / Stalinorgel?

    Die ersten Muster wurden 1938 hergestellt. In Serie Mitte 1941. Wußte das deutsche Heer davon? Wohl kaum, ansonsten wären die deutschen Soldaten vom Ersteinsatz nicht so überrascht worden.


    2.) Katjuscha + "Werferrohre"?

    Die Katjuscha hatte Schienen zum Lenken der Raketen.


    Könnte man nebensächlich halten aber eine richtige Fragestellung kann richtige Antworten ergeben (wobei hier auf alles gefaßt sein muß).

    Tatsächlich wurden Werfer idR im Masseneinsatz eingesetzt. Laut der deutschen Werfereinsatzkonzeption sollte mindestens eine Batterie gemeinsam einen Raum beschießen. Nur möglich und sinnvoll war letztlich nur Vernichtungsfeuer.

    Raketen haben, außer sie werden gelenkt, immer eine Streuung, egal ob Flügelstabilisiert (Katjuscha) oder per schräg gestellt Ausströmöffnungen (deutsche Werfergranaten). Wegen dieser Streuung wurden sie eben praktisch nicht alleine eingesetzt. Und natürlich waren die Fertigungstoleranzen schon eingegrenzt.

    Hallo


    @dr.rudolf

    Das ist das Resultat von geschichtlicher Forschung durch Historiker. Das dies dir nicht bekannt ist darf man als traurig bezeichnen.

    Und weil Hitler sich in seinem zusammengesuchten "Büchlein" etwas aus den Fingern saugte muß man dies nicht als Planung auffassen.


    @Viktor7

    Quote

    von was für Konflikt redest du hier??? Es wird ja immer klarer, was hier für Suppe gekocht werden soll!

    Welche Nachweise hast du denn?

    Welcher Konflikt? Steht doch oben.

    Du fragst nach Nachweisen?

    Auch auf diese habe ich verwiesen.




    Quote
    Der Ausdruck "Es wird ja immer klarer, was hier für Suppe gekocht werden soll!" zeigt tatsächlich einiges.

    Aber wann es den ersten Boykott gegen die Juden und deren Entlassung aus den öffentlichen Ämtern das weißt du noch, oder auch nicht? Und wäre v. Rath nicht erschossen worden, würden die Deutschen und Juden auch ohne abgebrannten Synagogen friedlich miteinander leben? Unfassbar!!!

    Ja, das verdrehen von Aussagen gehört inzwischen anscheinend zum Stil mancher Leute. Danke für dein Outing.

    Hallo


    Wenn man zumindest neutral und sich an geschichtliche Abläufe halten möchte muß man festhalten das an den Holocaust 1938 noch nicht im Ansatz gedacht wurde. Gab es in anderen Staaten die Vertreibung von mißliebigen Personengruppen? Ja, dazu gibt es haufenweise Beispiele, ist die Arisierung also ein "teusches" Alleinstellungsmerkmal? Nein.

    Übrigens wurde im 3.Reich für die Arisierung ein gesetzlicher Rahmen geschaffen, auch heute ist das kein Stück anders beim Thema "Zwangsenteignungen"


    Man sollte auch festhalten das sich der Konflikt Führung-3.Reich - "Juden" zwei Seiten hatte. Der Konflikt wurde nicht nur von deutscher Seite verschärft. Es gab, nachweislich, auch auf jüdischer Seite daran interessierte Kreise.

    Nachzulesen zb. bei Hermann Ploppa "Hitler´s amerikanische Lehrer" oder Eva Schweitzer "Amerika und der Holocaust". Und es gab auch dahinterstehender geopolitische / geostrategische Interessen.


    Und letztlich -um Geschichte nicht zu wiederholen sollte man versuchen die Abläufe, die Hintergründe, die dahinter stehenden Interessen, zu verstehen. Nur ideologische Leute meinen hier einen Zusammenhang mit "Rechten Kreisen" herbeiphantasieren zu müssen (was auch immer unter "rechte Kreise" verstanden wird, immerhin werden ja auch Leute wie Daniele Ganser oder Ken Jebesen als "Rechte" diffamiert). Aber es war ja schon immer leichter andere zu diffamieren als sich sachlich und konstruktiv mit Meinungen auseinanderzusetzen, das war ja auch im 3.Reich ähnlich.


    PS: eigentlich schreibt man "krude Ansicht" und nicht "grude". Aber mit unendlicher Dummheit haben ayrtonsenna und Arnd50 absolut recht.

    Hallo

    Danke an Bodo für die nachvollziehbare und eindringlich dargelegte Kritik an diesen beiden "Mach"-Werken.


    Leider ist man in unserer Gesellschaft durchgängig Propaganda ausgesetzt und diese kommt allzuhäufig in Form von angeblicher "Wissenschaft" und wird von sogenannten "Wissenschaftlern" dargelegt. Diesen Sachverhalt muß man, wenn man nur ein bißchen Richtung Objektivität / Neutralität, nicht nur bei geschichtlichen Themen feststellen.

    Gerade die Sozialwissenschaften sind derart "auf den Hund" gekommen das sie in nur noch selten unter "Wissenschaft" (was normalerweise darunter verstanden wird) laufen können.


    Auch eine Pamperrien, wie viele andere, sollte sich fragen wo sie in einem Regime wie dem 3.Reich gestanden hätte.

    Ich denke sie würde meinen auf Seiten des "Widerstands", mein Eindruck ist sehr deutlich ein ganz anderer. Ein Großteil der heutigen Journalisten und Gutteil der Historiker dienen heute dem Zeitgeist und verdrehen dazu hemmungslos Geschichte, Fakten, pers. Geschichten etc..

    Hätten sie in 30er/40er Jahren anders agiert - wohl kaum.

    Hallo


    Die Umbenennung der ID mot in Panzergrenadierdivision war eine Absichtserklärung.

    Im übrigen muß man auch hier differenzieren. Einige Panzergrenadierdivisonen der Waffen-SS sowie die Heeres-Panzergrenadierdivision Großdeutschland hatten sehr wohl SPW und Panzer in ihrer STAN und Ausstattung. 1943 wurden diese, noch vor den Panzerdivisionen, mit Tigerkompanien ausgerüstet.