Posts by andernach

    Hallo,

    vielleicht helfen euch die folgenden Angaben weiter:

    Ernst von der Heide

    Geburtsdatum: 22.06.1909

    Geburtsort: Klaustal

    Todes-/Vermisstendatum: 01.12.1944

    Todes-/Vermisstenort nicht verzeichnet

    Dienstgrad: Leutnant

    Ernst von der Heide ruht auf der Kriegsgräberstätte in Emmendingen.

    Endgrablage: Block N Reihe 5 Grab 70


    Die einzige Angabe, die zwischen Volksbund und der eingescanten Sterbekartei nicht stimmt, ist das Geburtsjahr. Es variiert zwischen 1908 und 1909.


    Grüße,

    andernach

    Hallo Roland,

    na dann trotzdem danke für deine Antwort, auch wenn du dich nicht angesprochen fühltest und man soll es nicht glauben, es war "scherzhaft" gemeint.

    Zurück zum Thema:

    Zur SS-Flak konnte ich bisher etwas mehr als 250 Erkennungsmarkennummern zusammentragen. Die höchste mir bisher bekannte Nummer ist die 24025. Stöber gibt an, dass bis Kriegsende etwa 27.000 Mann in Ausbildung waren. Also kann ich nur auf etwa 1% zurückgreifen. Aber immerhin.

    Die Angabe von Stöber, "dass laut Erkennungsmarkenverzeichnis des Regimentes am 10.03.1943 bereits der 7913. eingezogene Soldat gezählt wurde" kann ich mit den Stanzungen nicht bestätigen, bzw. hier zeigt sich das von mir im letzten Post aufgezeigte Dilemma:

    6421 SS-Flak-E.Rgt., der Träger wurde am 20.03.1943 zur 2./SS-FlakErsRgt eingezogen

    6475 SS-Flak-E.Rgt., der Träger wurde am 15.03.1943 zur 1./SS-FlakErsRgt eingezogen

    7036 SS-Flak-E.Rgt., der Träger wurde am 20.02.1943 zur 14./SS-FlakErsRgt eingezogen

    7087 SS-Flak-E.Rgt., der Träger wurde am 10.03.1943 zu einer nicht bekannten Batterie des SS-FlakErsRgt eingezogen.

    Demnach wurden die Nummern in der Reihenfolge 7036, 7087, 6475 und dann 6421 ausgegeben/gestanzt. Bei den drei Erkennungsmarkennummer, bei denen die ausgebende Batterie bekannt ist, lässt sich keine logische Reihenfolge erkennen, was in meinem Dafürhalten darauf hinweist, dass die einzelnen Batterien auch 1943 Kontingente hatten.


    Hallo Jowan,

    weißt du, zu welcher Batterie der SS-ErsatzAbteilung dein Vater eingezogen wurde bzw. geht diese Information aus der WASt-Nachricht hervor?


    Vielen Dank und Grüße,

    andernach




    Hallo Jowan und Roland,

    ich lege bezüglich der Erkennungsmarke noch einen drauf.

    Die Nummer 3022 SS-Flak-(E)-Abteilung wurde am 01.5.1942 in Arolsen von der 1./SS-Flak-(E)-Abteilung ausgegeben.

    ABER: Nach meiner Erkenntnis wurden die Nummern der Abteilung, bzw. später des Regimentes, nicht stringent in fortlaufender Nummerierung ausgegeben. Das führt dazu, dass teilweise Rekruten, die am selben Tag eingezogen wurden, bezüglich ihrer Erkennungsmarkennummer eine größere Differenz aufweisen, weil sie zu unterschiedlichen Batterien eingezogen wurden. Das wäre ein Indiz dafür, dass den Batterien mglw. "Nummernkontingente" durch die Abteilung bzw. das Regiment zugewiesen wurden, die dann nach und nach ausgegeben wurden.

    Hat diese Erfahrung noch ein "Erkennungsmarkennummern-Fetischist" gemacht und kann dies bestätigen oder wiederlegen?

    Gruß,

    andernach

    Hallo, eine Chronik zur SS-Flakabteilung 16 von Hermann Neiter ist mir nicht bekannt.

    Zur SS-FlakAbt 16 kenne ich nur die beiden folgenden (kurzen) Berichte:


    - Chronik der SS-FlakAbt 16 von Harry Stein, gedruckt in "Im gleichen Schritt und Tritt", Dokumentation der 16. SS-PzGrenDiv "Reichsführer-SS", Truppenkameradschaft (Herausgeber), 1998 Schildverlag, Seite 711-716


    - Dokumentation "Meine Soldatenzeit" von Hans-Günter Sohler, Herausgeber: Werner Barmann, Umfang: 11 Seiten


    Viele Grüße,

    andernach

    Hallo,

    folgende Angaben zur 87th InfDiv und 607th TD Btl:


    Zur Ergänzung aus den Unterlagen des 607th Tank Destroyer Battalions. Das Bataillon war vom 15.03. bis 09.05.1945 der 87. Infanteriedivision unterstellt.

    „Summary of Operations“ des 607th Tank Destroyer Battalions vom 03.04.1945:

    Am 28.03.1945 war das 607th Tank Destroyer Battalion (ohne die A und C Kompanie) Teil der Task Force Sundt (LTC Harald S. Sundt war der Kommandeur des 607th Tank Destroyer Battalion) : "Der I. Zug fuhr mit der Task Force und säuberte Weilmünster (0448). Ankunft um 17.00 Uhr."


    „Summary of Operations – Task Force Sundt“ des 607th Tank Destroyer Battalion vom 08.04.1945:

    "1st CO erreichte am 29.03.1945 Weilmünster um 12.30 Uhr".


    „Journal of the 607th Tank Destroyer Battalion“, Seite 256:

    "29.03.1945: TFS (Task Force Sundt) marschierte um 12.30 Uhr durch Weilmünster."


    Die 87. Infanteriedivision hatte am 30.03.1945 ihren Gefechtsstand in Weilmünster.


    Quelle.

    https://tankdestroyer.net/unit…leries/607th-td-battalion

    https://history.army.mil/documents/ETO-OB/87ID-ETO.htm


    Gruß,

    andernach

    Hallo Martin,

    bei den von Dir zitierten Stellen ist zu beachten, dass es sich um Angaben der 87. US-Infanteriedivision handelt. Dies bedeutet nicht, dass diese die ersten Amerikaner in Weilmünster waren. Teile der US-Streitkräfte stießen entlang der heutigen B49 von Limburg Richtung Wetzlar vor, schwenkten Richtung Osten (Weilburg) ein, um dann von Nord nach Süd vorzugehen. So waren diese US-Einheiten bereits am 27.03.1945 in Weilburg und damit nicht allzuweit von Weilmünster entfernt, denke ich. Südlich der heutigen B8 entlang der heutigen A3 standen US-Streitkräfte im Gefecht mit Resten der 6. SS-GebDiv. Die, z.B. bei den Ortschaften Nieder- und Oberbrechen, in Verteidigung befindlichen Gebirgsjäger, deren "Stellungen" nach Süden ausgerichtet waren, wurden z.T. von den aus Norden kommenden Amerikanern überrascht.

    Können die Zeitzeugen aus Weilmünster etwas zur Zugehörigkeit der US-Truppen sagen (Division) bzw. aus welcher Richtung sie in Weilmünster einmarschierten? Ich vermute mal, dass sich sich dabei um die Truppen handelte, die aus dem Raum Weilburg vorstießen. Dies konnten auch zunächst Aufklärungskräfte der gebildeten Task Forces sein, z.B. die 89th Cavalry Reconnaissance Squadron. Diesen folgten dann stärkere Verbände, welche die Ortschaften anschließend besetzten, teilweise mit mehreren Tagen Verzögerung.Wie ich bereits geschrieben habe, gab es weder für die Verteidiger (die teilweise ohne Lageorientierung agieren mussten), noch für die Angreifer (die ebenfalls kein genaues Lagebild über die vorhandenen deutschen Kräfte und deren Dislozierung hatten) eine zusammenhängende Front. In einzelnen Ortschaften tauchten zunächst deutsche Truppen, dann die ersten US-Truppen (meist schnell vorstoßende Aufklärungskräfte), dann wieder deutsche Truppen und später die stärkeren US-Verbände auf. Die Bevölkerung kam mit dem Auf- und Abhängen der weißen Bettlaken gar nicht nach (und das meine ich nicht als Scherz, sondern in mehreren Ortschaften des Vordertaunus so bezeugt). Es wäre schön, wenn Du zu den ersten US-Truppen in Weilmünster und der Richtung, aus der sie eintrafen, noch etwas herausfinden könntest.

    Gruß,

    andernach

    Hallo Uwe und danke für die weiteren Hinweise. Was das "Zusammenpuzzeln" angeht, habe ich mir die von Dir bereits erwähnte Quelle (KTB II. Fs.K., RL-33-5) noch mal genauer angesehen.

    In der Anlage 3 zu Korpsarzt II. Fallschirmkorps findet sich unter 3. Berichtszeit vom 20.09.-29.11.1944, Einsatz im Frontabschnitt Kleve-Goch-Gennep folgender Eintrag:

    Im Verlauf der Berichtszeit waren folgende Einheiten in zeitlicher Reihenfolge unterstellt, wurden zugeführt bzw. schieden aus dem Korpsbereich aus:

    1.)....

    ...

    21.) SS-Bataillon Schnelle

    bis 6.10.44 Pz.Brigade 108,

    bis 19.10.44 direkt Gen.Kdo.II.Fsch.Korps unterstellt,

    Abgang am 19.10.44 an Stammdivision


    Nun sind wir von der Bezeichnung "SS-Kampfgruppe Kranenburg" über "SS-Kampfguppe Schnelle", "SS-Kampfgruppe Havemeister" beim "SS-Bataillon Schnelle" gelandet, die wohl alle miteinander zusammenhängen.

    Somit ist es möglich/wahrscheinlich, dass

    - die Bezeichnung "SS-Kampfgruppe Kranenburg" vor Ort bei den vorgesetzten Dienststellen/Verbänden keine Verwendung fand

    - die Kampfgruppe hauptsächlich aus Teilen von Panzergrenadierkompanien der 1. und 12. SS-PzDiv bestand

    - die Teile 12. SS-PzDiv unter der Bezeichnung "SS-Kampfgruppe Havemeister" (vmtl. zwei Kp SS-PzGrenRgt 25) angemeldet wurde

    - mit den Teilen der 1. SS-PzDiv (eine oder zwei Kompanien) das "SS-Bataillon Schnelle" unter Hauptsturmführer Schnelle zusammengefasst

    - am 19.10.1944 aus dem Unterstellungsverhältnis ausschieden und der 1. bzw. 12. SS-PzDiv rückunterstellt wurden.


    Kannst Du noch etwas zu den von Dir erwähnten US G-2 Reporten sagen (Zeit, Ort und Inhalt)?


    Beste Grüße,

    andernach

    Hallo Uwe,

    bezüglich Deiner Einschätzung, dass Ustuf. Klein die SS-KG Havemeister beim Stab Korps Feldt gemeldet hat, schließe ich mich an.


    Den Untersturmführer Willi Klein habe ich inzwischen auch im KTB Nr. 1 des I./SS-PzGrenRgt 25 finden können, dort wird er als Zugang unter dem Datum 05.10.1943 vermerkt.

    Das KTB Korps Feldt habe ich mir nun auch mal organisiert und inzwischen überflogen. Interessant ist, dass weder die SS-KG "Schnelle", noch die SS-KG "Havemeister" in einer der Anlagen Erwähnung findet. In den Anlagen zum KTB sind tagesaktuelle "Kriegsgliederungen" aufgeführt inklusive Ort der Gefechtsstände etc. Auch bei den dort maschinengeschriebenen Befehlen und Meldungen ist von den beiden SS-Kampfgruppen nichts zu finden. Deren Zugang wird im KTB vermerkt und dann erfolgt keine weitere Bemerkung/Erwähnung mehr.

    Unter dem Datum 20.09.1944 habe ich noch einen Nachtrag im KTB gefunden, den ich leider nicht genau entziffern kann. Vielleicht kann jemand beim Entziffern des Nachtrags/Einschubs unterstützen (die Qualität ist leider nicht berauschend)19440920_KTB Korps Feldt.jpg:

    " 9,15 Uhr SS Ustuf. P.... .... Unternehmen Skorpion wird ... der Kleve zu Gen. d. Kav. Feldt verwiesen "


    Dies scheint sich allerdings auf das Propagandaunternehmen "Skorpion" der SS-Standarte "Kurt Eggers" zu beziehen.


    Beste Grüße,

    andernach

    Hallo Uwe,

    das Ergebnis Deiner Recherche klingt vielversprechend.

    Obersturmführer Kurt Havemeister war beim II./SS-PzGrenRgt 25 (Quelle: KTB Nr. 1, SS-PzGrenRgt 25, 01.06.-26.09.1944). Gemäß der Führerliste von John Moore hat er später als Hauptsturmführer die 7./25 als Kompaniechef geführt (ob auch schon im September 1944 konnte ich bisher nicht eruieren).

    Einen Untersturmführer Klein (Willi Klein) gab es laut Führerliste von John Moore als Kompaniechef der 10./25. Zu diesem konnte ich bis jetzt im KTB keine näheren Angaben finden.

    Wenn diese beiden Namen passen, könnte somit das Netz engmaschiger werden.

    Als Fragen blieben dann noch:

    Bestand die SS-Kampfgruppe Havemeister aus zusammengewürfeltem Personal des SS-PzGrenRgt 25 (ggf. Personal der Kompanien 7. und 10.?) und SS-PzGrenRgt 26?

    Oder war je eine Kompanie aus Rgt 25 sowie 26 unter Hstuf. Havemeister zusammengestellt worden?

    Wird Ustuf. Klein in Klammern aufgeführt, weil nur die ihm unterstellten Kräfte der SS-KG Havemeister zum Einsatz kommen sollten?

    Mal sehen, was sich noch ergibt.


    Zunächst einmal vielen Dank für Deine Unterstützung.

    Viele Grüße,

    andernach

    Hallo,

    die Uniform gehört zur Panzertruppe der Wehrmacht, nicht zur Waffen-SS.

    In der Online-Gräbersuche des Volksbundes ist folgendes zu finden:


    Nachname: Schiffer
    Vorname: Wilhelm
    Dienstgrad: Unteroffizier
    Geburtsdatum: 15.10.1916
    Geburtsort: Heistern
    Todes-/Vermisstendatum: 20.07.1944
    Todes-/Vermisstenort: bei der Truppe

    Wilhelm Schiffer konnte im Rahmen der Umbettungsarbeiten nicht geborgen werden. Die vorgesehene Überführung zum Sammelfriedhof in Stare Czarnowo war somit leider nicht möglich. Sein Name wird im Gedenkbuch des Friedhofes verzeichnet.


    Gruß,

    andernach

    Hallo,

    bei der Gräbersuche-Online vom Volksbund sind unter dem Geburtsort Szomor zwei Personen gelistet, allerdings wie üblich ohne Angaben zum letzten Truppenteil. Der von Danny genannte Franz Amorth ist ebenfalls darunter:


    Nachname: Walter
    Vorname: Franz
    Dienstgrad: Kanonier
    Geburtsdatum: 31.05.1923
    Geburtsort: Szomor
    Todes-/Vermisstendatum: 02.10.1944
    Todes-/Vermisstenort: Oarba de Mure

    Franz Walter ruht auf der Kriegsgräberstätte in Iasi.

    Endgrablage: Block 1A Reihe 9 Grab 387


    Nachname: Amorth
    Vorname: Franz
    Dienstgrad: Grenadier
    Geburtsdatum: 27.08.1926
    Geburtsort: Szomor
    Todes-/Vermisstendatum: 31.12.1944
    Todes-/Vermisstenort: südöstl.Litava

    Franz Amorth ruht auf der Kriegsgräberstätte in Vazec (SK).

    Endgrablage: Block 7 - Unter den Unbekannten


    Saxnot: Zu Dorog gibt es acht Einträge. Vielleicht kennst du diese ja noch nicht.


    Gruß,

    andernach

    Guten Tag,

    aufgrund der Beschriftung einer Erkennungsmarke lassen sich keine 100%igen Rückschlüsse auf zwischenzeitliche Versetzungen oder die letzte Verwendung bzgl. Teilstreitkraft/Organisation/Einheit schließen. Die Erkennungsmarke wurde kurz nach Dienstantritt bei eben dieser Einheit oder Organisation angefertigt und an die Person ausgegeben. Versetzungen wirkten sich nachträglich nicht auf die Beschriftung der Erkennungsmarke aus. Bei Verlust der Erkennungsmarke wurde eine sogenannte Ersatzmarke angefertigt und der betroffenen Person ausgehändigt, wie durch Eumex im obrigen Beitrag bereits erwähnt. Beispielsweise haben Angehörige der Luftwaffe, die im Sommer/Spätsommer zur Waffen-SS versetzt wurden ("Göring Spende") ihre Erkennungsmarken weiterhin getragen bzw. die Bezeichnung auf der Erkennungsmarke behalten. Diese "Luftwaffen spezifische Erkennungsmarkenbeschriftungen" wurden auch in den neu ausgestellten SS-Soldbüchern übernommen und eingetragen. Gingen die Unterlagen zu Erkennungsmarken verloren und lagen der WASt nicht (mehr) vor, dann war/ist eine Identifizierung des Toten/der sterblichen Überreste nicht möglich, weder personenbezogen, noch bezüglich der Einheit. Dies kann man teilweise bei Kriegsgräberstätten erkennen, wo unter den "Unbekannten" Personen liegen, deren Erkennungsmarkennummer zwar bekannt war/ist, sich aber kein Name zuordnen lässt. Aufgrund der Erkennungsmarkenbeschriftungen lassen sich somit auch keine alleinigen Rückschlüsse auf Einheiten, die in einer bestimmten Gegend gekämpft haben, schließen.

    Grüße,

    andernach

    Hallo,

    zumindest in der Führerliste von John Moore ist ein Paul Forner nicht gelistet. Dazu wäre der Dienstgrad "Hauptsturmführer" für einen Angehörigen des Jahrganges 1921 eher ungewöhnlich (zumindest in der Waffen-SS), weil nach meiner Bewertung/Erfahrung viel zu jung. Ich tippe mal auf eine häufige Verwechslung zwischen Hauptsturmführer (Hauptmann) und Hauptscharführer (Oberfeldwebel).

    Gruß,

    Andernach

    Hallo und schönen Dank für die Ergänzungen.

    Die von Andre aufgeführten Artillerieeinheiten dürften aus zweierlei Hinsicht nicht passen. Zum einen hatten sie keine Werfer, zum anderen steht in dem von Uwe beigefügten Dokument des Ia des Oberkommandos der Heeresgruppe B:

    Betreff: Eingesetzte Teile der SS-Pz.Divisionen.

    Also ist wohl davon auszugehen, dass die Werferbatterie eine Einheit der Waffen-SS war.

    Möglicherweise irritiert die Aufstellung unter dem II. Fallschirm-Korps auch bezüglich der angegebenen Stärke der vier Einheiten. Die vier Einheiten haben zusammen eine Gesamtstärke von 5/77/278//360 Mann. Die Darstellung suggeriert, dass die vier Einheiten zusammen gehören bzw. eine Kampfgruppe bilden. Dies muss allerdings nicht sein, da hier nur aufgeführt wird, welche und wieviele der eingesetzten Teile von SS-Panzerdivisionen sich beim II. Fallschirm-Korps befanden.

    Eine Batterie der SS-Werferabteilung 12 schließe ich aus. Nach dem Ausbruch aus dem Kessel von Falaise war nur noch eine Batterie einsatzbereit, nämlich die 4. Batterie. Und diese wurde der 2.SS-PzDiv unterstellt und kämpfte bei Prüm.

    Über den Zustand und Verortung der SS-Werferabteilung 1 im Zeitraum 22.09.-18.10.1944 liegen mir keine Informationen vor.

    Die Reste der SS-Werferabteilung 102 erhielt am 09.09.1944 den Befehl vom GenKdo/II.-SS-PzKorps bis zum 11.09.1944 eine Werfergruppe, bestehend aus zwei Batterien (2. und 3.Bttr) aufzustellen. Am 11.09.1944 erfolgte die Übergabe der angeforderten Waffen, Gerät und Fahrzeugen an die Werfergruppe "Nickmann". Die Werfergruppe "Nickmann" war bei den Kämpfen im Raum Nijmegen eingesetzt. Gemäß "Die Werfer-Abteilungen der ehemaligen Waffen-SS", Herbst/Vahldiek, 1958, waren die Stellungen allerdings im Raum Osterbeek/Wolfheeze, also ca. 30 Kilometer nordwestlich von Kranenburg.

    Interessant ist auch ein Hinweis aus "Die Leibstandarte, Teil IV/1". Hier wird von einer Kampfgruppe Teich (Obersturmführer Gottfried Teich) berichtet, die am 01.10.1944 "nördlich der Maas bei Nijmegen" eingesetzt war. Gemäß der Quelle war Ostuf. Teich der Kompaniechef der 3./SS-PzGrenRgt 2, bei John Moore in der Führerliste wird er als Kompaniechef der 1./SS-PzGrenRgt 2 angegeben. Kranenburg wäre auch nördlich der Maas und nur 14 Kilometer ostwärts von Nijmegen. Entweder war eine weitere Kompanie (3. Kompanie "Teich") des SS-PzGrenRgt 2 bei den Kämpfen im Großraum Nijmegen eingesetzt, oder die KG "Teich" (als 1. Kompanie, wie bei John Moore angegeben) war Teil der SS-Kampfgruppe "Kranenburg" unter Hauptsturmführer Schnelle.

    Hier bleibt wohl noch Luft zum Weiterrecherchieren.

    Gruß,

    andernach

    Hallo Uwe und Andre,

    es ist immer wieder schön zu sehen, dass auch nach Jahren noch Informationen zu älteren Themen dargelegt werden können.

    Da Uwe aus dem Kriegstagebuch der Heeresgruppe B die Angabe von nur einer LAH Kompanie gefunden hat, ist mit Andres Ergänzung zur EK-Verleihung an Angehörige der 1. und 2. Kompanie des SS-Panzergrenadier-Regiments 2 LAH von einer gemischt zusammen gesetzten Kompanie auszugehen. Leider scheinen weder Angehörige der beiden Kompanien der 12. SS-PzDiv "Hitlerjugend" noch der Werferbatterie beliehen worden zu sein. Ansonsten gäbe es einen Hinweis auf deren Kompaniezugehörigkeit bzw. von welcher Division die Werferbatterie abgestellt wurde. Andre, ich nehme an, Du hast auch dies in in den Dokumenten zum II. Fallschirm-Korps geprüft und hättest es ansonsten hier erwähnt?

    Nochmals vielen Dank.

    Gruß,

    andernach

    Hallo,

    In der Führerliste von John Moore ist folgender Eintrag zu finden:

    Nachname: Weder

    Vorname: Kurt

    Geburtsdatum: 21.12.1919

    Als Untersturmführer im März 1945 beim SS-Pz.Gr.AuE.Btl.2


    Gruß,

    andernach

    Hallo Michael,


    In den 80er Jahren wurden die Auskünfte bei der ehem. WASt oftmals durch die ehemaligen Kriegsteilnehmer selbst eingeholt, um für die Rentenberechnung einen Nachweis zu haben, dass sie im Kriegsdienst/Wehrdienst und Gefangenschaft waren.

    Wenn du das Geburtsdatum deines Großvaters, welches wohl etwa um 1923 liegen dürfte, betrachtest, dann war er zum Zeitpunkt 1983 ca. 60 Jahre alt. Zeit um die Rentenangelegenheiten zu ordnen. Teilweise mussten ehem. Kriegsteilnehmer, zu denen es keine offiziellen Unterlagen mehr gab, sogar eidesstattliche Erklärungen ehemaliger Kameraden einholen und vorlegen.

    Zu den beiden Einheiten:

    Zur 4./SS-Pi.Btl. kann nur soviel gesagt werden, dass es sich um die 4. Kompanie eines SS-Pionierverbandes gehandelt hat. Wenn er 1941 eingezogen wurde, dann kann dies logischerweise nicht die 12.SS-PzDiv "Hitlerjugend" gewesen sein.

    Also muss er zumindest ein Mal versetzt worden sein, da er laut Meldung vom 08.05.1945 als Angehöriger der 3. Kompanie/SS-Pz.Pi.Btl.12 "Hilterjugend" in alliierte Kriegsgefangenschaft gegangen ist. Leider ist aufgrund der Angaben nicht erkennbar, ab wann er zur 12.SS-PzDiv "Hitlerjugend" gehörte. Sollte er die Kämpfe in Ungarn und Österreich 1945 mitgemacht haben, dann gehört er wohl zu den wenigen Glücklichen, die den Krieg überlebt haben. Hier mal ein Beispiel:

    Am 21.03.1945 fanden Kämpfe der 12. SS-PzDiv bei Csöszpuszta, wenige hundert Meter ostwärts Tés, statt. Das SS-PzPiBtl 12 hatte nach Angaben seines Kommandeurs fürchterliche Verluste (ca. 230 Mann). Der Kompaniechef der 2. Kompanie, Hans Richter, berichtete dazu in der Chronik der Pionierkameradschaft Dresden, dass die 2.Kp bis auf wenige Männer untergegangen ist. Die 2. Kp schirmte den Ort Jasd nach Nordosten ab und hatte bei der Czösz-Pußta, die bereits von den Russen besetzt war, nach rechts lockere Verbindung zur Korps-Begleitkompanie, die aber dann abriß. Am Spätnachmittag sollte die 2.Kp mit Sturmgeschützen, die angeblich zugeführt werden sollten, die Czösz-Pußta wiedergewinnen. Richter zog seine Kp in einer Mühle am Gaja-Bach unter und verlegte zur einer Besprechung zum Bataillonsgefechtsstand. Im Morgengrauen des 22.03.1945 griffen die Sowjets mit starker Infanterie an. Von den ca. 120 Mann der 2.Kp. die bei der Mühle lagen, gab es kein Lebenszeichen mehr. Alle wurden als vermisst gemeldet.

    Durch die Chronik der Pionierkameradschaft Dresden ist die Geschichte des SS-PzPiBtl 12 recht gut belegt. Ohne einen Namen zu haben, macht die Suche in Originaldokumenten und in der Chronik für Außenstehende aber keinen Sinn.


    Gruß,

    andernach

    Hallo escort1,

    hier noch eine Anmerkung, eine Ergänzung und ein Frage.

    Wenn Sie in dem einem Forum Dokumente hochladen und in einem anderen nur kurze Fragen stellen, ohne die vorhandenen Hintergrundinformationen, dürfen Sie sich über wenige Antworten nicht wundern. Eine saubere Recherche durch die hiesigen Forumsmitglieder ist dann nicht möglich.

    "THWler" hat in seinem Bericht die Vermutung geäußert, Ihr Großvater könnte sich freiwillig bei der Waffen-SS gemeldet haben. Dies muss allerdings nicht unbedingt sein. Im Jahr 1944, und gerade in den Monaten August/September, wurden von Hermann Göring eine große Anzahl von Luftwaffenangehörigen an die Waffen-SS abgegeben. Dazu mussten die Betroffenen keine Einwilligung geben. Die "altgedienten" Angehörigen der Waffen-SS nannten dies spöttisch die "Hermann-Göring-Spende".

    Nun noch meine Frage: Welches Idstein soll zu den Rheinwiesenlagern gehört haben? Ich kenne nur Idstein am Taunus, zwischen Limburg und Frankfurt an der A3. Die sogenannten Rheinwiesenlager waren zwar nicht nur am Rhein, wie der Name suggeriert. Idstein kenne ich allerdings in diesem Zusammenhang nur als Lazarettstadt. Das heißt, hier wurden schwer erkrankte Kriegsgefangene aus den Lagern in Rheinhessen/Pfalz etc. (z.B. Bretzenheim-Winzenheim) eingeliefert.

    Gruß,

    andernach