Posts by ost42

    Hallo alle Miteinander,


    momentan bin ich dabei, viele KTB zu lesen, die mir ein sehr sehr nettes Forums-Mitglied zur Verfügung gestellt hat. Da das eine längere Zeit erfordert, werde ich später eine Zusammenstellung verfassen. Wer in der Zwischenzeit interessante Details über Watolino berichten kann, nur her damit! In ca. 2 Jahren möchte ich wieder nach Staraja Russa auf die Soldatenfriedhöfe fahren und weiter nach Watolino. In der Hoffnung, dass ich dann die dortigen Soldatengräber finde.


    Viele Grüße
    Wolf

    Grüß Dich Evergreen,


    das ist sehr sehr traurig. Zu viele Familien sind betroffen, auch in Russland.
    Meine Mutter hat ihren Vater zuletzt mit ca. 3 oder 4 Jahren gesehen, wenn er denn noch einmal Heimaturlaub hatte. Die WAST hat keinerlei Unterlagen mehr von ihm. Das heißt, sie kann keine Erinnerungen haben. Erzählt über den Krieg und die Flucht aus Pommern (mit 9 Jahren) hat sie nur einmal kurz. Aber der Großvater war seltsamerweise immer in meinen Gedanken, schon als Kleinkind. Gelesen über Russland (ich wusste aber nicht, dass er dort gefallen war!) habe ich viel (z.B. Konsalik usw.), auch über Ostpreußen und Pommern. Erst letztes Jahr bekam ich Auskunft von der WAST, dass er in Watolino gefallen ist. Deshalb ist mein Interesse auch so groß, zu erfahren, wie es damals war, was er und seine Kameraden erleiden musste usw.. Dieses Jahr ist sein 75. Todesjahr; ich musste nach Korpowo fahren...


    Sind denn die Todesnachrichten an die Ehefrauen/Familien in irgendeinem Archiv?


    Nun werde ich mich mal über die NARA-Rollen schlau machen.


    Das ist richtig schön, dass ich in diesem Forum in so kurzer Zeit so viele Hinweise bekommen habe!
    Ein großes Dankeschön an alle bisherigen und zukünftigen Schreiber!


    Schöne Grüße
    Wolf

    Hallo Frank,
    toll, vielen Dank!
    Wo habt ihr nur die vielen Informationen her? Ist das alles öffentlich oder nur über spezielle Dinge erfahrbar?


    Nicht zu selten haben die Soldaten ihre eigene Leute beschossen, weil sie nicht zu erkennen waren oder auch durch Irrtümer. Manchmal wussten auch die Minenleger nicht, dass noch eigene Leute nachkommen...


    Faktisch kann davon ausgegangen werden, dass wirklich jeder Soldat Erfrierungen hatte. Bis zum 3. Grad mussten sie alle weiterkämpfen, egal, wie sie laufen konnten oder ein Gewehr halten. Und dazu nichts mehr zu essen.
    Unvorstellbar. Eine ganze Generation ist verheizt und verraten worden, dass merken wir um so heftiger 70 Jahre danach. Die Großväter fehlen.


    Viele Grüße
    Wolf

    Hallo Sascha,
    Du hast natürlich Recht! Bei Müdigkeit sollte man sich leichteren Dingen zuwenden...
    Grüßle
    Wolf


    Hallo Andre,
    Dankeschön für Deine Antwort!
    Das LDW ist sehr interessant und hat sehr viele Informationen für mich. Über Watolino habe ich leider auch dort nichts gefunden.
    Wahrscheinlich muss ich doch nach Freiburg ins Militärarchiv fahren, um über Watolino einiges herauszufinden.


    Das Buch "Saat in den Sturm" von Herbert Brunnegger habe ich gelesen, da er auch in Demjansk war. Aber er war anderen Orten stationiert. Das Buch ist wunderschön geschrieben; der Inhalt sehr informativ und natürlich auch sehr sehr schrecklich. Aber so hat er es erlebt. Wie er nach Kriegsende geflüchtet ist, war weitaus furchtbarer und schlimmer als die Kämpfe selber. Das er das alles wahrhaftig überlebt hat, ist wirklich ein riesiges Wunder. Das Danach bzw. der Neuanfang war alles andere als einfach für sein Seelenleben, wie für zig Tausende genauso.


    Aber das weißt Du sicher viel besser wie ich, da Du und viele andere im Forum viele viele Bücher gelesen habt. Ich fange mit der militärischen Kriegsliteratur erst an.


    Viele Grüße!
    Wolf



    Beiträge zusammengefügt, Diana

    Guten Abend Justus,


    die Friedhöfe sind in tadellosem Zustand. Die Namen auf den Grabstelen sind meistens gut zu lesen. Es sind große Wiesen mit nur vereinzelt stehenden 3 weißen Grabkreuzen, ab und zu sind eingelassene Namensschilder im Rasen. Wenn man vorher angemeldet ist, messen die Friedhofsarbeiter das Grab aus und stecken ein Namensschild darauf. Diese Friedhöfe strahlen eine große Ruhe aus, trotz der tausend- und abertausender Soldaten darin.


    Bilder versuche ich zu einem späteren Zeitpunkt einzufügen.


    Grüße
    Wolf

    Guten Abend allerseits,


    nun bin auch ich neu hier im Forum und hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann.


    Mein Großvater ist am 18. Januar 1942 in Demjansk - Watolino gefallen. Watolino liegt ca. 25 km südlich von Demjansk.


    Dieses Datum ist gemeinhin als 1. Tag der Einkesselung Demjansk bekannt. Weiß hier irgend jemand irgendetwas von Watolino? Wahrscheinlich war hier eine HKL, Spähtrupps unterwegs oder VB, vielleicht auch Partisanen?
    Er war in der 6. Kompanie der 94. ID, welche der 32. ID unterstellt war. Weiß jemand irgend etwas von der 6. Kompanie der 94.?


    Oder gibt es Bücher, die speziell diese Kompanie und diesen Ort Watolino genauer beschreiben?


    Übrigens war ich erst kürzlich in Staraja Russa und Demjansk, auf den Soldatenfriedhhöfen am Ilmensee und Korpowo, in dem mein Großvater inmitten seiner Kameraden seine letzte Ruhe gefunden hat. Diese Gegend ist unglaublich, Sumpf, Staudenfelder, überall Wasser. Es ist unfassbar, was diese Männer im Winter 1942 bei - 50°!!! aushalten mussten.


    Ein Dankeschön für alle Antworten!


    Viele Grüße
    Wolf