Posts by westermann

    Servus Thomas,

    dann ist dies wohl tatsächlich ein spezieller Befehl für das RuSHA :

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    Hans-Christian Harten erwähnt die Thematik ebenfalls in seinem Buch :

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    Aus meiner Recherchen ist mir die Verwendung von altdeutschen Monatsnamen bekannt. Wenn ich darauf stoße, stelle ich die Beispiele an dieser Stelle ein.

    Auf jeden Fall ein interessanter Aspekt.

    Servus Peter,

    eine erste Überlegung : "SS-Sturmbannführer" kann bedeuten : a) Dienstgrad der Allgemeinen-SS, b) Dienststellung in der Allgemeinen-SS. Im Fall b) könnte er auch einen niedrigeren Führerdienstgrad besessen haben.

    Nach dem Krieg kam es auch zu Verwechslungen zwischen SA und SS, so daß evtl. auch die Möglichkeit eines "SA-Sturmbannführers" in Betracht gezogen werden kann.

    Servus Walter,


    zur SS-Unterführerschule Laibach solltest Du vorallem folgenden Beitrag von Rolandus beachten : klick.


    Hier zwei SS-Ärzte (Daten SS-Führerliste), welche im November 1944 bzw. Februar 1945 an der SS-Unterführerschule Laibach waren :


    Muthig, Julius Dr

    SS-Stubaf.

    geb. 9. 5.1908 in Aschaffenburg

    SS-Nr. 104 518

    SS-U.Sch.Laibach 11.44

    Hstuf. IVb,I./Pz.Gr.Brig.49 8.44

    Hstuf. 2.SS-Pz.Div. 8.42

    Hstuf. K.L.Dachau 4.42


    Walter, Alfred Dr.

    SS-Hstuf.

    geb. 17. 3.1908 in Kamphausen

    SS-Nr. 401 310

    SS-U.Sch.Laibach 2.45

    Ustuf. Art.Rgt.6 8.41


    Es gab auch ein SS-Lazarett Laibach, wo u.a. folgende SS-Ärzte (Daten SS-Führerliste) eingesetzt wurden :


    Jung, Hermann Dr .

    SS-Hstuf.

    geb. 8. 2.1905 in Ludwigshafen

    SS-Nr. 249 522

    SS-Lazarett Laibach 11.44


    Küttner, Otto Dr.

    SS-Stubaf.

    geb. 2. 2.1908 in Nehr.Malden/London

    SS-Nr. 185 021

    SS-Lazarett Laibach 6.44

    Hstuf. 4.SS-Pol.Div. 5.40

    Ostuf. LSSAH 1.36


    Sponer, Eduard Dr.

    SS-Hstuf.

    geb. 6. 8.1910 in Breitenstein

    SS-Nr. 37 498

    SS-Lazarett Laibach 9.44

    Ustuf. LSSAH 7.41


    Wacha, Viktor Dr.

    SS-Ustuf.

    geb. 23. 7.1916 in Brünn

    SS-Lazarett Laibach 11.44

    Servus zusammen,

    Karl Wichmann wurde am 30.3.1900 in Wolkenberg geboren und erlernte den Beruf eines Bankbeamten. In seinen Personalunterlagen fehlen die Vornamen Johannes und Theodor sowie die Berufsbezeichnungen Ingenieur und Versicherungsfachmann. Ansonsten umfaßte der II/46 im Jahr 1934 eher das Gebiet des Amtshauptmannschaft Meißen. Und I/46 müsste dann Amtshauptmannschaft Bautzen gewesen sein. Beides bin ich noch unsicher. Die Ortsangabe dreimal "Dresden" kann mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht stimmen.

    VB-Nr. = Verlobungs-Buch-Nr. ?


    Servus,

    beim Aktenstudium ist mir das Formular "Verändeurngsblatt A" in die Hände gefallen. Darauf gibt es eine Angabe : "Verl. Buch-Nr." (siehe Anhang). In dem konkreten Fall konnte ich sogar gleich prüfen, ob diese Nummer identisch ist mit der "V.B. Nr." auf den Anträgen für die Heiratsgenehmigung. Und, die beiden Nummern sind identisch. Nun vermute ich, daß die "V-B. Nr." nicht Versicherungs-Bestätigungsnummer bedeutet, sondern Verlobungsbuchnummer. Falls die Heiratsgenehmigung erteilt wird, wird dann evtl. aus der VB-Nr. eine SB-Nr. (Sippenbuchnummer). Inzwischen habe ich auch einen Fall vorliegen, in dem ein bereits verheirateter SS-Angehörige seinen Antrag besonders begründet. Er möchte, daß seine Familie in das Sippen-Buch der SS eingetragen wird.

    Servus,

    für meine Recherchen kann ich genau dies ebenfalls bestätigen, was Thomas schreibt : "Wenn der Große Bruder dann ich auch....".

    Dies war wohl kein Ausnahmefall.

    Todesumstände SS-Führer Herbert Zimmermann am 8.4.1945 in Lippoldsberg


    Servus, Rolandus schreibt oben : "Wer war z.B. Nachfolger von Hstuf. Herbert Zimmermann, der um den 6.4.1945 in Gefangenschaft geriet/laut Saft, … Ende im Harz am 8.4.1945 erschossen worden sein soll?!".

    Im Auszug eine Kopie der Sterbeurkunde, worin als Sterbeort die Feldmark bei Lippoldsberg angegeben wird. Die Eintragung erfolgte durch den Bürgermeister von Lippoldsberg als Ortspolizeibehörde im Jahr 1947.

    Zu Herbert Zimmermann :


    Herbert Ernst Zimmermann,

    geb. 31.5.1916 in Eckartsberg, war verheiratet und hatte 3 Kinder.

    Nach Besuch der Volksschule, des Realgymnasiums (Untersekunda) und einer landwirtschaftliche Schule in Zittau, trat er am 20.6.1934 in den 1.Sturm des SS-Sonderkommando "Sachsen" in Dresden ein. Weitere Stationen :

    1934-36 : Konzentrationslager Sachsenburg

    1937 : Junkerschule Braunschweig

    1938 : SS-Sta. "Deutschland"; 3./SS "N"

    im 2.WK:

    1941 : Chef 1./Pz.Jg.Abt.5

    1943: Chef 6./Pz.Rgt.2

    1945 : Pz.Brig. "Westfalen"


    Zu seinen Todesumständen fehlen mir weitere konkrete Angaben. Zu dem Geschehen in Lippoldsberg ist folgender Bericht überliefert :


    Quelle : http://www.heimatverein-vernaw…n/5_8_Nachkriegsjahre.htm


    "Die letzten Kriegstage


    ....Am 8. April. einem strahlenden Sonntagmorgen, schlug die erste Panzergranate ins Dorf. Wir saßen mit Sack und Pack zusammen mit vielen Dorfbewohnern im Turm der Kirche, wo wir verhältnismäßig sicher waren. Die Erregung der Bauern war groß, weil der sinnlose Widerstand von etwa 30 Soldaten ihr Eigentum und das Leben vieler Menschen in Gefahr brachte. Auch die Kinder waren unruhig. Der Krach der Granateneinschläge störte sie kaum, aber sie langweilten sich in dem dunklen, kalten Turm, und an Spielzeug hatte natürlich niemand gedacht. So erzählte die junge Frau Grimm ihnen Märchen, unermüdlich eins nach dem anderen. Nie vergessen wir die Geschichte von dem "Fischer und syner Fru" in dieser Situation. Gegen 16 Uhr erschienen die ersten amerikanischen Soldaten in der Kirche. Der Krieg war für uns zuende." So die Erinnerungen einer Flüchtlingsfrau aus Schlesien an den letzten Kriegstag in Lippoldsberg.

    Ob die schutzsuchenden Einwohner bei der Wahl ihrer Zufluchtsstätte sich an die Ereignisse aus dem 30jährigen Krieg erinnerten, als die Lippoldsberger den plündernden, marodierenden Truppen Tillys auf dem Kirchturm standhielten, oder ob sie darauf hofften, dass die Besetzer vor der Kirche den meisten Respekt haben würden, muss letztlich ungeklärt bleiben, fast allen Dorfbewohnern war klar, dass jeder Widerstand gegen die übermächtigen amerikanischen Truppenverbände sinnlos war.

    Dass es dennoch zu schweren Kampfhandlungen in Lippoldsberg kam, lag an deutschen SS-Truppen, die sich an der Bahnlinie Bodenfelde - Uslar verschanzt hatten. Zuvor hatte diese versprengte SS-Truppe, die aus Hitlerjugendlichen und Mitgliedern der Waffen-SS bestand in einem Verzweiflungsakt die Weserbrücke von Gieselwerder gesprengt, in der Hoffnung den amerikanischen Vormarsch aufzuhalten.

    Der Grund für die vergleichsweise heftigen Kämpfe. die um Lippoldsberg ausgefochten wurden, muss in der Existenz der beiden kriegswichtigen Betriebe in der Nähe gesucht werden. Das Paraxol-Werk im Pfeiffengrund sowie die HIAG zwischen Bodenfelde und Lippoldsberg meinten die deutschen Soldaten bedingungslos verteidigen zu müssen. Deswegen nisteten sie sich in Lippoldsberg ein und leisteten dem überlegenen Gegner erbittert Widerstand, unter dem die Zivilbevölkerung schließlich besonders zu leiden hatte. Doch die 104. amerikanische Infanteriedivision folgte auf einer schnell errichteten Ponton-Brücke den zurückweichenden deutschen Verbänden zügig nach, nicht ohne vorher Lippoldsberg vom Reinhardswald aus beschossen zu haben, so dass das Dorf in den letzten Kriegstagen noch unter Zerstörungen zu leiden hatte. Opfer des Artilleriebeschusses, der sich vor allem auf die Plantage an der Gieselwerder Straße konzentrierte, wurde der Dachdeckermeister Johannes Schlimme, der von einem Granatsplitter tödlich getroffen wurde. Das Haus Mazet und die dazugehörige Scheune wurden durch den Beschuss vollständig zerstört.

    Bis gegen 17 Uhr am 8. April 1945 dauerten die Kampfhandlungen an, die Zivilbevölkerung in den Hauskellern erwartete sehnlichst das Ende, als der Bürgermeister den Ort an die Amerikaner übergab. Mit einem weißen Tuch in der Hand ging er die Gieselwerderstraße den Amerikanern entgegen; am Ortsausgang wurde er nach Waffen durchsucht und zum Kommandanten geführt. Da die Amerikaner Bürgermeister Blume nicht trauten, musste er drei Stunden lang auf dem Deckenschen Holzplatz isoliert stehen und durfte mit niemandem reden. Derweil rückten die Truppen in den Ort ein und besetzten das Paraxol-Werk im Pfeiffengrund, befreiten dort die Gefangenen und setzten die Wachmannschaften fest.

    Von den 30 SS-Soldaten, die sich dem Vormarsch entgegengestellt hatten, wurden 12 getötet; wenige Tage später wurden die meist jugendlichen Männer, die einen ebenso verzweifelten wie aussichtslosen Kampf ausgefochten hatten, begraben. Die übrigen hatten sich unter tatkräftiger Mithilfe der Dorfbevölkerung einer Gefangennahme durch Flucht entzogen. "Die Frauen sind zu denen hingegangen und haben Zivilbekleidung hingebracht, damit sie durchkamen." Über die Verluste der Amerikaner bei den Kämpfen um Lippoldsberg liegen keine genauen Angaben vor, jedoch sollen auch sie hoch gewesen sein."


    Über Ergänzungen würde ich mich sehr freuen.

    Servus OB,

    Deine Frage behandelt sicherlich einen zeitlichen Aspekt. Das Wachpersonal der Schutzhaft-und Konzentrationslager der Jahre 1933/34 wurde sicherlich von Angehörigen der SA, Hilfspolzei und SS gestellt. Dies dürfte mehrfach belegt sein, wenn man sich die einzelnen Lager ansieht. Im Zeitraum 1938/39 wurden vermehrt ungediente Jahrgänge der Allgemeinen-SS zum Dienst in den SS-Totenkopfverbänden herangezogen, was den Wachdienst in Konzentrationslagern und dessen Außenlagern vermutlich überwiegend beinhaltete. Doch ist mir für diesen Zeitraum keine direkte Beteiligung von örtlichen Dienststellen der Allgemeinen-SS bekannt.

    Servus,

    z.Zt. habe ich nur diesen Befehl, welcher einmal von Rolandus im Forum eingebracht wurde :

    27.7.1938 / RdErl. RFSS 178 III/38 : Aufstellung von SS-Polizeieinheiten :

    „1. Die SS-Angehörigen in der Ordnungspolizei (außer Verwaltung) werden, wie folgt, in die Einheiten der Allgemeinen SS eingegliedert

    a) In allen Orten, in denen nur einzelne oder wenige Angehörige der Ordnungspolizei (außer Verwaltung) der SS angehören, werden diese den aktiven Stürmen, der SS-Reserve oder den Stammabteilungsbezirken der Standarten zugeteilt, in deren Bereich sich ihre Polizeidienststelle befindet. Die Entscheidung über Zuteilung zur aktiven Einheit, zur SS-Reserve oder zur Stammabteilung trifft nach den in der SS geltenden Grundsätzen der örtliche SS-Führer.

    b) Sobald die Zahl der SS-Polizei-Angehörigen (kaserniert und nicht kaserniert) in einem Ort ausreichend erscheint, um einen Sturm zu bilden (etwa 50), ist ein ´SS-Polizei-Sturm´ zu bilden. [...]“.


    Daraus schlußfolgere ich, daß die Einordnung der Stammeinheit ähnlich wie die der Reserveeinheit anzusehen ist. Mögliche hypothetische(!) Gegenüberstellung ? :

    Reserveeinheit Stammeinheit
    Reservesturm, z.B. 1.Reservesturm 84.SS-Standarte (Bereich Sturmbann I/84)
    Stamm-Schar, z.B. Stamm-Schar I / Stamm-Bezirk 84 (Bereich Sturmbann I/84)
    Reservesturmbann, z.B. Res.-Stuba 84.SS-Standarte (Bereich 84.SS-Standarte)
    Stamm-Sturm , z.B. Stamm-Sturm des Stamm-Bezirkes 84 (Bereich 84.SS-Standarte)
    Stamm-Abteilung, z.B. Stamm-Abteilung Elbe (BereichSS-Oberabschnitt Elbe, u.a. mit dem Stamm-Bezirk 84)


    Die jeweiligen Einheitsführer müssten dann bei den Stäben der aktiven Einheiten zugeordnet gewesen sein : Oberabschnitt, Standarte bzw. Sturmbann. Die Abschnittsebene spielte hier wohl keine Rolle?