Posts by westermann

    Servus Hector,

    Deine Frage kann ich nur anhand von Aktensplittern beantworten. Mir liegt dazu kein geschlossenes Material vor. Aus meinen Unterlagen lassen sich unterhalb des Sturmführers Zug-und Gruppenführer nachweisen.

    Einheiten, welche im System der Konzentrationslager eingesetzt wurden, waren zeitweise als Hundertschaften organisiert. Meine Antwort bezieht sich aber auf die Politischen Bereitschaften.

    Servus,

    zu der Eingangsfrage : "2. Ist ein Austritt aus der SS nach drei Jahren nicht ungewöhnlich? War das nicht auf ewig angelegt?" kann ich nur eine Vermutung äußern : der Austritt aus der SS hängt mit der hauptamtliche Übernahme in die Hitlerjugend zusammen. Er konnte nicht SS-Angehöriger und hauptamtlicher HJ-Führer sein. Den bzgl. Befehl bzw. Vorschrift habe ich bisher nicht gefunden.

    Betr. Walter Protze


    Servus Andi,

    hier kann ich den nächsten SS-Angehörigen ergänzen. Es handelt sich um Walter Protze, Lfd.Nr. 28 (4.7.1943).


    Walter Protze

    geb.12.6.1908 in Hertigswalde, gest. 11.2.1944 (im Osten gefallen)

    Vater : Fuhrwerkbesitzer

    1922-25 : Bauschlosserlehre

    1925-27: arbeitslos

    seit 1927 : Installateur im Gaswerk Heidenau

    SS-Nr. 134.305 (1933)

    SS-Rottf. (Allg.SS)

    verh.

    Betr.: Herbert Jäckel


    Servus Andi,

    vielen Dank für die Einstellung der Dokumente! Zu Nr.57, Herbert Jäckel kann ich mitteilen :


    Herbert Jäckel

    geb. 29.12.1908 in Neugersdorf

    Vater: Holzarbeiter

    1915-23 : Volksschule

    1923: Bäckerlehre in Neugersdorf

    1936 : Bäckermeister

    Wohnung: Neusalza-Spremberg, Obermarkt 16

    NSDAP.-Nr. 2.417.524

    SS-Nr. 133.957

    Allg.SS: SS-Rottf.

    WSS.: 2.6.1939 zur WSS., 1.12.1942: SS-Uscha.

    verh., 1 Kind, ev.-luth.


    Nun kann ich noch die Einheit ergänzen. Vielen Dank dafür!

    Servus Jörg,

    zu Richard Mende gibt es folgende ergänzende Daten aus der SS-Führerliste :


    Mende, Richard

    SS-Hstuf.

    geb. 29.3.1908 in Kaiserslautern

    SS-Nr. 457.999

    Hstuf. SS-Kdo.Obersalzberg 1.1945

    Ostuf. Flak-Abt. 12 10.1943

    Ustuf. Flak-Abt. 4 1.1942

    Ustuf. I./LSSAH 7.1941


    Danach kann man feststellen : die SS-Angehörigkeit erfolgte ziemlich "spät" aufgrund der hohen SS-Nummer und er war 1945 bei einer SS-Einheit auf dem Oberssalzberg :klick.

    Servus Sabinchen,

    hier eine Literaturliste, wobei Hein und Rothländer evtl. einen Einstieg darstellen : klick. Da die Struktur prinzipiell regional identisch war, könnte das Buch von Frau Dr. Rothländer einen guten Überblick geben, wie die SS-Organisation in der Region strukturiert und aktiv war. Hier kannst Du auch die Möglichkeiten einer Personenrecherche erkennen.

    Die Formulierung "SS-Bestand" meinte ich quasi als Schlagwort. Die jeweiligen Archive helfen Dir dann sicherlich weiter.


    edit: Formatierung

    Servus Sabinchen,

    hier findest Du einen Hinweis : klick (siehe unter F wie Friedrichshafen). Demnach dürfte 1935 Friedrichshafen im Standartenbereich der 79.SS-Standarte gelegen haben. Zu diesem Zeitpunkt wurde vermutlich das Wachkommando von der Standarte befehligt (meine Hypothese). Deswegen könnte die 79.SS-Standarte ein Anknüpfungspunkt sein. Du kannst evtl. über Personenrecherche einen Einstieg finden. Es ist eine Detailarbeit, doch Du könntest fündig werden (z.B. BArch Berlin, SS-Bestand oder im Landesarchiv).


    edit: RS

    Servus Sabine,

    zwischen 1935 und 1943 liegen 8 Jahre, in diesem Zeitraum gab es sehr viele organisatorische Veränderungen. Ich vermute, daß es hier keine personelle Kontinuität auf Seite der SS gab.

    Hatte Dornier gute Beziehungen zu Göring? Es gab, glaube ich, eine Abmachnung zw. Himmler und Göring bzgl. der Objektschutzaufgaben von Flughäfen.

    Hast Du die Zeitungsberichte von damals angeschaut? Vielleicht gab es prominenten Besuch im Jahr 1935 bei Dornier? Auf Fotos könnten schwarzuniformierte Männer auftauchen, welche evtl. zum Wachkommando gehörten.

    Servus,

    der Aktensplitter stammt aus einer RS-Akte eines Angehörigen der TV. Leider habe ich mir den Namen nicht notiert.

    Weitere Funde könnten im Betriebsarchiv bzw. den zuständigen Regionalarchiven zu finden sein. Evtl. gibt es Abrechnungen bzw. Verträge zwischen Dornier und der SS-Organisation.

    Wie Thomas bereits schrieb, handelte es sich in diesem konkreten Fall mit hoher Wahrscheinlichkeit um reinen Objektschutz.

    Guten Morgen,


    7/46

    der Sturm 7/II/46 bestand seit min. Anfang 1936 und umfaßte den Landkreis Dippoldiswalde sowie Tharandt und Freital.

    Im Adreßverzeichnis steht nun :

    "SS 7/46 Zug Dippoldiswalde: Sturmführer Dittrich"

    Mit hoher Wahrscheinlichkeit bezog sich der I.Zug auf den Bereich Freital. Somit war der LK Dippoldiswalde der II. oder III.Zug.

    Bei Dittrich wird es sich vermutlich um Willy Dittrich (1909-1941) handeln. Zu ihm fehlen mir aber bisher weitere Erkenntnisse.

    Ich vermute er war Zugführer des Zuges LK Dippoldiswalde und nicht Sturmführer. Im November 1938 war Otto Döring und im August 1940 Herbert Haberkorn Sturmführer 7/46. Ob Willy Dittrich dazwischen noch Sturmführer war, bezweifle ich z.Zt..


    3/46

    Und noch zu 3/46 : Der Sturm 3/I/46 bestand seit ca. April 1935 als solcher und umfaßte den Bereich Neustadt/Sa., Sebnitz und Bad Schandau. Im Jahr 1938 war Sturmführer Heinz Lang, welcher "Sturmführer seit Gründung des Sturmes war" (eine zeitgenössische Notiz). Ich vermute, daß Wlaschiha und Schnepf jeweils Zugführer waren. Bad Schandau bildete 1944 den II.Zug, vermutlich seit 1935. Soweit dazu.


    edit: RS

    Servus Diana,

    bin gerade erst über diesen Eintrag "gestolpert". Vielen Dank für Deine Beiträge und die Dokumente!

    Hier, was ich zu diesen Personen weiß (über Ergänzungen freue ich mich natürlich immer):


    Werner Wlaschiha, geb. 2.8.1908, gest.?, SS-Nr. 134.450, SS-Ostuf. in der Allg.-SS, im 2.WK.: Oberzahlmeister bei einer Pferdenachschubstelle, Italienfront


    Richard Schnepf hatte ich bisher nur den Familiennamen, sonst keine Informationen; er gehörte zum Ende des Krieges immer noch dem Reservesturm an : 1.Res/46.


    Ernst Stürtz, geb. 24.5.1902 in Mühlhausen/Elsass, gest.?, NSDAP-Nr. 9.258 (4.7.1925), SS-Nr. 20.839, SS-Stubaf. (20.4.1938), Führer II/46 und I/48 (1943) sowie F.d. 123.SS-Sta., 1945 wohnte er vermutlich in Reutlingen bzw. Kolmar; 1923 : IR.19 Dietl, im 2.WK.: Leutnant d.R., 1.3.1943 entlassen; Beruf Kaufmann


    Und Achim, Dir natürlich auch vielen Dank für die Aktenfunde! Hier Daten zu :


    Ernst Schuhmacher, geb. 7.8.1908 in Hattingen, gest.?, SS-Nr. 276.527, SS-Ostuf. in der Allg.-SS, er war auch Adj. u. Pers.Ref. bei der 100.Sta. und wohnte dadurch in Reichenberg, zuletzt Franz-Tilk-Str.13; WK.II: SS-Freiw.-Geb.Div., SS-Rgt.Westland, 7.SS-Geb.jäg.Div., zuletzt : SS-Geb.Jg.Rgt.2, am 31.3.1944 aus der SS ausgestoßen wg. Untergebenenmißhandlung, Feigheit vor dem Feind u.a., 5 Jahre Zuchthaus, Strafvollzug in Danzig-Matzkau; Beruf: Landmesser


    Franz Liebegall, geb. 12.4.1913 in Weimar, gest. ?; SS-Nr. 186.788, SS-Ostuf. (10.9.1938) in der Allg.SS, auch Adj. III/84; WK.II: Leutnant; Beruf: Bürovorsteher


    edit: Ergänzung

    Servus Diana,

    vielen Dank für das Dokument! Meiner Meinung nach müsste es sich hier um folgende Person handeln (Daten aus der SS-Führerliste) :


    Creutz, Rudolf

    SS-Oberf.

    geb. 6.4.1896 in Triest; gest. 8.7.1980 in Wien

    SS-Nr. 77.813

    Hauptamt R.K.F. 6.44

    Hstuf. SS-Hauptamt 11.36


    Ein Beleg für "Rudolf Creutz" findet sich hier : NARA T175-R574.