Posts by IR75

    Hallo Jörg,

    ja, das muß nichts mit seiner Einheit zu tun haben. Er brauchte nur eine amtliche Stelle dafür, die ihm den Stempel draufhaute und die Unterschrift leistet. Es liegt allerdings nahe, daß er dafür in die Schreibstube seiner Einheit ging, aber jede andere hätte es auch getan.

    Schönen Sonntag,

    JR

    Hallo,

    die Frage ist, was beglaubigt wurde. Es ist immer besser, den fraglichen Beleg einzustellen, das hätte 2 Fragen (s.o.) erübrigt.

    Die Beglaubigung muß nicht mit der Zugehörigkeit zur beglaubigenden Einheit in Verbindung stehen.

    Gruß,

    JR

    Hallo Jörg,

    kleine Ergänzung, die das Geburtsjahr verrät (1884):

    Titel:

    Untersuchungen über Para-Parisol / vorgelegt von Daniel Holzapfel, approb. Tierarzt aus Rattingen

    Autorin/Autor:

    Holzapfel, Daniel, 1884- [Verfasserin/Verfasser]

    Erschienen:

    Giessen, 1910

    Umfang:

    27 Seiten, 4 ungezählte Seiten

    Hochschulschrift:

    Dissertation, Grossherzoglich Hessische Ludwigs-Universität zu Giessen, 1910
    Gruß,
    JR

    Guten Morgen Caro,

    bis auf Bayern und mit Abstrichen Württemberg und Sachsen ist es aufgrund von Kriegsverlusten sehr schwierig etwas über die militärischen Karrieren von Soldaten im 1. WK herausszufinden, besonders bei solchen, die nicht Offiziere waren. Wenn die betreffenden Soldaten Pech hatten und verwundet wurden oder sogar starben hinterließ dieser Umstand allerdings Spuren, die sich bis heute in den Verlustlisten erhalten haben. Da Du das Geburtsdatum deines Verwandten mitgeliefert hast, konnte ich ihn zu 99% finden, wenn er in Plothen, bzw. Greiz geboren wurde...

    Alfred Derbsch, Plothen, Greiz; RIR 71: 05.04.1916 schwer verwundet, am 07.07. 1917 in einer unbekannten Einheit leicht verwundet. Dabei beziehen sich die Daten auf die Anzeige der Verwundungen, NICHT auf das DATUM der Verwundungen!

    Das RIR 71 steht für Reserve-Infanterie-Regiment 71. Dieses Regiment wurde 1914 aufgestellt in Meiningen (Stab, I. Btl.), Mühlhausen i. Thür. (II. Btl.) und Hersfeld (III. Bataillon). Zu dieser Einheit gibt es erfreulicherweise auch eine Regimentsgeschichte, sogar online zum Runterladen hier:

    http://digital.wlb-stuttgart.d…67bae4941e9524654008b917b

    Nach seiner schweren Verwundung war er entweder wieder so weit hergestellt, daß er zumindest als Ausbilder in das Feldrekruten-Depot des 26. Reserve-Korps versetzt wurde (das war eine Ausbildungseinheit, wo die frischen Soldaten in Frontnähe (FELD) den "letzten Schliff" bekamen, bevor sie als Ersatz an die Front geworfen wurden), oder er bekam wegen der Verwundung eine "Nachschulung", um dann erneut an die Front zu kommen. Dabei muß er leicht verwundet worden sein, warum auch immer. Diese Verwundung könnte mit der Aktion zusammenhängen, für die er dann die Auszeichnung bekam. Käme vom Datum etwa hin. Die Mühlen der Militärverwaltung mahlen relativ langsam. Zwischen der Meldung einer Verwundung und der Verwundung selbst liegen erfahrungsgemäß 4-6 Wochen im Durchschnitt. Bis davon dann die höheren Instanzen Wind bekommen, reagieren etc. kann es dann schon Ende Juli werden.

    Diese letzte Idee ist allerdings Spekulation. Das andere Quellenrecherche ;-)

    Gruß,

    JR

    PS: Zwischen 28. April 1917 bis zum 6. April 1918 unterstand das 26. ResKorps. der 3. Armee, welche die Stellungen gegenüber der französischen 4. Armee in der östlichen Champagne hielt.

    Hallo Michaela,

    wie würdest Du herausfinden, ob jemand in deiner Nachbarschaft irgendwem irgendwann Briefe geschrieben hat?

    Kannst du nicht, es sei denn, du fragst. Also in der Familie fragen, ob sich noch Briefe im Familienbesitz befinden.

    Ansonsten aus meiner Sicht keine Chance es sonst zu erfahren.

    Du kannst die Nummer googlen und mit Glück dann schauen, ob es für den jeweiligen Brief eine Ortsangabe gibt. So kann man den Weg der Einheit verfolgen. Du kannst sonst die Einheit googlen und schauen, ob Du noch was raus findest.

    Gruß,

    JR

    Hallo Michaela,

    den Begriff Feldpost kann man googlen:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Feldpost

    Kurz gefaßt umfaßt der Begriff

    a) die Organisation, mit der bzw. durch die Briefe "ins Feld" und "vom Feld" in die Heimat geschickt wurden

    b) die Postsachen, die mit dieser Organisation verschickt wurden (Feldpostbriefe, -Päckchen, Pakete, etc.

    Innerhalb der Reichsgrenzen wurde die zivile Reichspost zur Postbeförderung genutzt.

    Die von Dir angegebene Feldpost-Nr. 1. Sanitäts-Kompanie 336 FPN 44083 war ab 04.1942 bis 12.1944 gültig.

    (1.10.1940-27.2.1941) Sanitats-Kompanie 336
    (1.3.1942-7.9.1942) 1. Sanitats-Kompanie 336,
    (25.11.1944-8.5.1945) 16.12.1944 gestrichen.

    https://www.axishistory.com/bo…dpost-numbers-44000-44999

    Im ersten Post unter diesem folgenden Link findest Du weitere Info:

    https://www.forum-der-wehrmach…968-michael-j%C3%B6rchel/

    Gruß,

    JR

    Hallo,

    dein Urgroßvater war Unteroffizier im 2. Landsturm-Infanterie-Bataillon Köln II.


    Sollte er am Kragen hinten einen Knopf haben, ist er nicht Uffz., sondern Sergeant, Vizefeldwebel oder Feldwebel. Was davon kann man nur anhand von Merkmalen klären, die auf diesem Bildausschnitt nicht zu sehen sind.

    Die römische Ziffer gibt die Nummer des Armeekorps an, mit der lateinischen Nummer wird das jeweilige Landsturmbataillon innerhalb des AK bezeichnet. Da konnten über 40 sein.

    Gruß,

    JR

    Vielleicht im Schifffahrtsmuseum Bremen nachfragen.

    Hallo,

    Du meinst sicher das DSM in BREMERHAVEN?

    In der Regel wurden Schiffdampfer mit Personennamen entweder nach Mitgliedern der jeweliigen Reederfamilien benannt, nach Personen, die sich um die Seefischerei oder die spezifische Reederei verdient gemacht haben, oder um stille Teilhaber, bzw. Partenreeder (nicht: Patenreeder, kommt von lat. Pars, partis, der Teil. D.h. sie hielten Anteile an dem jeweiligen Schiff oder an anderen Schiffen der Reederei). Man müßte mal in der HANSA-Zeitschrift zum Zeitpunkt der Kiellegung oder des Stapellaufs des FDs schauen, manchmal wird dort auf den Namensgeber hingewiesen.

    Gruß,

    JR