Posts by ostheer

    Morgen,
    mein Opa war im Juli 1940 im Segelfluglager Heeseberg, NSFK Gruppe 9 (Weser-Elbe) Sturm 4/52. Dort legte er am 28.7.40 seine A-Gleitflieger Prüfung ab. Seine B-Gleitflieger Prüfung bestand er am 19.10.40 in Burg. Wiederum bestand er seine B und C Segelflieger Prüfung am 23.6.43 auf der Reichssegelflugschule Ith. Ebenso erlangte er dort am 14.9.43 den "Befähigungsnachweis zur Erlangung der einfachen Erlaubnis der Klasse 1 (einsitzige Segelflugzeuge) zum Führen von Segelflugzeugen".


    Jetzt komm ich ja völlig durcheinander. Bekomme das grad zum ersten mal mit, obwohl ich die Unterlagen schon Jahre habe. Gab es da Unterschiede zwischen Gleitflieger, Segelflieger und der Klasse 1 usw. ? Er hatte doch A, B und C-Prüfung...


    Hier noch einige Fotos vom Ith..
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    Morgen zusammen,
    ich habe das Buch "zwischen Weser und Elbe". Für mich als Laie läßt es sich gut lesen, wobei ich von "Experten" gehört habe, dass viele Ortsangaben/Verbände etc. aus heutiger Sicht teilweise veraltet bzw. nach heutiger Forschung überholt sind.
    MfG, Michi

    Hallo Paul,
    du hast recht, mein Vorname ist Michael, Nachname Ostheer...


    Ich hab mich hier angemeldet um an Info's/Hintergründe zu kommen. Desweiteren hab ich ca. über 150 Fotos (u. a. in zwei Alben sauber beschriftet mit Ort/Datum/Personen) meiner Opas/Oma aus ihrer Luftwaffenzeit, angefangen von HJ, NSFK, RAD, Fliegerei. Meine Oma als Flakwaffenhelferin/RAD in ihrer Stellung in Schlesien. Flugbücher, Navi-Karten, Schulbücher/Hefte von Flugausbildung, Einberufung, Musterung... usw.
    Hier in diesem Forum kann man sich evtl. weiterhelfen/austauschen -was ja auch das Anliegen ist. Zu Hause im Schrank hat niemand außer ich was davon, hier kann man evtl. das ein oder andere Puzzleteil komplettieren. Aber das Forum ist so riesig, dass ich mich erstmal zurechtfinden muss.


    MfG, Micha

    "Die aus Ziegeln gebaute Scheune selber brannte nicht, auch nicht der hölzerne Dachstuhl und die Tore. Es wurde lediglich in der Scheune mit Petroleum getränktes Stroh in Brand gesetzt. Es dürfte keinen weitreichenden Feuerschein gegeben haben."


    Stimmt. Das läßt mich jetzt nachdenken und läßt Raum für Spekulationen.

    Hallo,
    ich kenne und kannte die Umstände des Massakers schon, ich komme aus Haldensleben, was ca. 25km weit weg von Gardelegen ist. Ich war auch schon einige Male in der Gedenkstätte. Das mein Opa den Feuerschein damals gesehen hatte stand auch nicht im Tagebuch, sondern in einem Brief mit seinen groben Kriegsdaten den ich habe. Ich hätte das auch nicht dazu schreiben müssen, ich fand es aber, interessant ist der falsche Ausdruck, informativ in diesem Zusammenhang. Ich glaube nicht, dass mein Opa dabei war. Wissen kann ich es nicht. Möglich war, wie wir Wissen, alles zu dieser Zeit. Die frage hab ich mir auch nie gestellt. Er hat den Krieg überlebt. Aber als Junge hab ich nie gefragt und irgendwann war es zu spät... Heute ärgert mich das sehr. Habe die ganzen Fotoalben und Dokumente erst Jahre nach seinem tot "entdeckt". Mein anderer Opa war auch Flugschüler und zum Schluss in den Seelower Höhen, wenn ich gefragt habe, hat er immer abgewiegelt und wollte nichts erzählen. "Junge, das verstehst du noch nicht!", " Das war die schlimmste Zeit meines Lebens, tagelang Richtung Elbe um mein Leben gerannt. Da gab's keine Freunde und Verwandte..." Er hat immer nur Bruchstückhaft erzählt und nach ein paar Minuten mit verstörter Mine abgebrochen. Meine Oma spricht mit mir offen über diese Zeit. Sie war Flakwaffenhelferin. So, nun schweife ich vom Thema ab, aber hier in diesem Forum treffe ich ja auf "gleichgesinnte" zu dieser Zeit.

    Was da gebrannt hatte, erfuhr mein Opa erst nach dem Krieg. Teilweise hat er das Tagebuch erst 1946 nach Aufzeichnungen vervollständigt. Da kann sicherlich das ein oder andere Datum um 1-2 Tage verutscht sein. Ich bin dankbar das ich es habe, denn die WASt hatte kaum Info's.

    Hallo oder besser Guten Morgen,
    ich bin neu hier und hab's nach Jahren mal geschafft mich hier im Forum anzumelden. Ich hab etwas an Dokumenten/Fotos meiner Opas und einer Oma, alle Jahrgang 1925, alle Luftwaffenangehörige in meinen Besitz und möchte dies bei Gelegenheit mit weiteren Geschichtsinteressierten hier teilen...


    So, nun zum Thema Spremberg. In dem Kriegstagebuch meines Opa steht dazu etwas. Er war erst Kampfbeobachter, dann Meldung zum Flugzeugführer, zum Schluss Erdeinsatz.:


    "Mitte März 1945 Auflösung der FFS A14 Klagenfurt, mit anschliesender Versetzung nach Gardelegen zur Infanterie+zu den Fallschirmjägern. Am 29.3. verließ ich Klagenfurt und traf am 1.4., am 1. Ostertag in meiner Heimatstadt Haldensleben ein. Am 9.4. fuhren wir nach Gardelegen ab und wurden dort zu Fallschirmjägern umgekleidet. 3 Tage später fuhr unser Zug, der 400. Transport KV als letzter! aus Gardelegen ab (im Dunkeln noch den Feuerschein der brennenden Feldscheune Isenschnibbe gesehen). Über Rathenow ging's nach Berlin. Einige Tage später, ich glaube am 16.4. wurde unser Transport weitergeleitet nach Hoyerswerda. Wir wurden ausgeladen, mußten noch eine ganze Strecke zu Fuß zurücklegen, als auf einer Wiese halt gemacht wurde und wir in Kompanien eingeteilt wurden. Gleichzeitig erhielten wir Waffen; MG's, Karabiner, Pistolen und Panzerfäuste. Wir nannten uns: Fallschirm-Panzer-Grenadiere. Am 19.4. begann die blutige Szene. Man verlud uns auf Lkw's und fuhr uns bis an einen Graben kurz hinter der HKL und einem Waldgebiet östlich von Spremberg. Wir besetzten diesen Graben und verbrachten darin die Nacht. Die Front kam immer näher. Am Morgen des 20.4.45 griff der Iwan unsere Stellungen mit Infanterie und Pak an. Nachdem wir uns verschossen hatten, ging's zurück nach Spremberg wo wir im Laufe des Tages eingeschlossen wurden. In der Nacht brachen wir mit insgesamt 11 Mann durch und gelangten wieder zu unseren Stellungen. Wir fanden vor, die Pz.-Gren.-Div. "Großdeutschland", die SS-Panzer-Div. "Frundsberg" und die Führerbegleitdivision unter Remer. Als Grenadiere wurden wir den "Panthern" der "Frundsberg" zugeteilt. Diese Verbände waren ebenfalls schon eingeschlossen und wurden vom Iwan immer mehr zusammengedrückt. Teils konnten sie noch ausbrechen, teils wurden sie zusammengeschlagen. Die Reste gerieten in die Gefangenschaft. In der Nacht vom 21. zum 22.4.45 wurde ich durch Paksplitter (7,5cm) im Rücken leicht verwundet, am 22.4. geriet ich dann in russ. Gefangenschaft. Nach längerem Hin- und Herziehen wurden wir in Sorau i. d. Niederlausitz stationiert. In einer ehem. Luftwaffenkaserne, die als russ. Lazarett eingerichtet war, machten wir Arbeitsdienst. Am 11. Juni 1945 wurden uns die Haare abgeschnitten bis auf Glatze! Am 11. August ging's "Avanti". Bei mir waren noch Otto Wiegmann? aus Westfalen, Reinhold Prange aus Wefensleben und Karl Weiß aus dem Erzgebirge...." usw. usw.


    Und das als 19 jähriger Bengel! Januar 43 eingezogen zum RAD, zwei Jahre "Stippe" gehabt und dann 3 Tage durch die Hölle gehen.. Er hätte ja auch im Gulag landen können.
    Ja, das wollte ich zum Thema Spremberg mitteilen..


    Grüße....