Posts by Hitman24

    Hallo,

    Ich konnte folgenden Artikel finden. Hier werden die Fahnenjunker sowie das Feld Ersatz Batallion erwähnt die die 'Division' aufstockten. Trotzdem trifft die Bezeichnung kampfgruppe eher zu....



    USINGEN - Mit dem Einmarsch der amerikanischen Truppen in der Karwoche und an den Ostertagen 1945 war auch die Heimat im Usinger Land zur Front geworden. Der Usinger Heinrich Nitschke hat zusammengefasst, wie die heute noch lebenden Zeitzeugen die das Kriegsende in den März- und Ostertagen vor 70 Jahren in Erinnerung haben. Er beschreibt zunächst die militärische Gesamtlage: Auf der östlichen Rheinseite wurden die noch kampffähigen Truppenteile durch ein kurzfristig ausgebildetes Feld-Ersatz-Bataillon (ca. 500 Mann) und die Heeres-Offiziersschule Weilburg (ca. 650 Mann) personell aufgefüllt. Diese so neu formierte Division "Nord" erhielt ständig wechselnde, mitunter völlig unsinnige und widersprüchliche Befehle und wurde am 23. März in den Raum Limburg befohlen.

    Eine Frontlinie bestand zu dieser Zeit nicht mehr, nur sogenannte Kampfgruppen der Divisionen - fast ohne schwere Waffen und Munition - zogen sich am 27./28. März aus dem Raum Diez/Limburg in den Taunus zurück. Dadurch wurden der Taunus und das Usinger Land in den letzten Märztagen vom 27. März bis 1. April 1945 zum Front- und Kampfgebiet.

    Nachdem mehr als 100 schwere amerikanische Panzer von Limburg auf der Autobahn in Richtung Camberg durchgebrochen waren und der Gefechtsstand der Nord-Division nach Schwickertshausen verlegt worden war, zogen sich die schwachen und total verwirrten Verteidiger nach Steinfischbach und Esch zurück. Dort wurden sie durch die 600 Offiziersanwärter aus Weilburg verstärkt. Doch der verbissene Kampf der noch immer kampfbereiten Truppen war völlig aussichtslos.

    Gefecht bei Riedelbach

    Von Camberg aus stießen US-Formationen zur Tenne vor, wo heftig gekämpft und nach erheblichen Verlusten auf beiden Seiten Riedelbach von US-Panzern erobert wurde. Ein weiterer US-Angriffsverband rückte von Cratzenbach nach kurzen Kampfhandlungen in Rod an der Weil ein, wo die Kleinmühle und einige Gebäude im Ortskern in Brand geschossen wurden und stießen weiter nach Gemünden, Emmershausen und Ober- und Niederlauken vor.

    SS in Schmitten

    In Schmitten hatten sich die jungen Offiziersanwärter aus Weilburg, sowie SS-Einheiten der Norddivision in Verteidigungsstellungen verschanzt. Zwar gelang ihnen der Abschuss zweier US-Panzer, doch der zähe Widerstand war völlig aussichtslos und kostete zahlreiche Opfer. 89 Amerikaner und 18 deutsche Soldaten wurden allein in Schmitten getötet.

    Die US-Panzerkolonnen rollten weiter nach Dorfweil, Brombach und Rod am Berg. Nach kurzem Artillerie-Duell konnte der Anspacher Bürgermeister Henrici den Ort kampflos übergeben. Er befolgte sinnvollerweise alle Anordnungen der Amerikaner, um Verluste und Zerstörungen in seiner Gemeinde zu vermeiden. Doch als ein deutscher Gegenstoß zu einem kurzfristigen Erfolg führte, wurde er von deutschen SS-Leuten wegen Sabotage und Defätismus verhaftet und zum Verhör und zur Verurteilung in die Usinger Ziegelei Jack gebracht (heute Schleichenbach).

    Kampflos in Neu-Anspach

    Glücklicherweise führte die schnelle Eroberung der Kreisstadt am Ostermontag zur überstürzten Flucht des SS-Verhörkommandos, sodass Henrici lebend nach Anspach zurückkehren konnte. Es war in den letzten Kriegstaten durchaus üblich, dass sowohl Soldaten oder Zivilisten, welche die weiße Fahne aufzogen oder Orte kampflos übergaben, strafrechtlich erschossen oder erhängt wurden. Aus dem Usinger Land sind aber solche Verurteilungen nicht bekannt.

    Auch der Grävenwiesbacher Raum geriet ab 29. März in die Hauptkampflinie. Aus dem Raum Weilburg-Limburg stießen schnelle Panzerverbände aus Grävenwiesbach vor. An den Dorfeingängen von Naunstadt und Mönstadt her hatten sich SS-Männer mit Maschinengewehren festgesetzt, um dem Vordringen der Amerikaner Einhalt zu gebieten. Nur mit größer Mühe gelang es beherzten Männern und dem Bürgermeister, die Verteidiger zum Verlassen ihrer MG-Nester zu bewegen, und die dem Dorfe drohenden Gefahren eines Feuergefechtes abzuwenden. Versprengte Soldaten suchten im Dorfe Unterschlupf, zogen sich aber dann in Richtung Wetterau zurück. Nach einer ruhelosen Nacht kam der Karfreitag. Immer näher war das Rauschen der Panzer zu hören, immer näher hallten die Schüsse. Die Erregung unter der Bevölkerung stieg von Minute zu Minute. Gegen 10 Uhr ging es wie ein Lauffeuer durch das Dorf: "Die Amis kommen von Mönstadt!"

    "Amis von Mönstadt"

    Vor dem Dorf machte die Spitze der amerikanischen Panzereinheit halt. Von Grävenwiesbach bis Mönstadt stand Panzer an Panzer. Die ersten Spähwagen tauchten in den Dorfstraßen auf. Alle Gassen und Ecken wurden durchsucht, dann rollten die Panzer durch die Dorfstraßen in Richtung Hasselborn. Gleichzeitig rückten amerikanische Verbände von Naunstadt kommend in das Dorf ein. Zwischen Grävenwiesbach und Hasselborn wurde Biwak bezogen. Plötzlich ging eine Schreckensnachricht durch das Dorf: "Das Dorf wird zusammengeschossen! Rette sich wer kann in die Wälder oder in das freie Feld!" Was war geschehen? Einzelne SS-Männer hatten sich im Felde hinter Strohhaufen versteckt und schossen von da auf amerikanische Soldaten, die die Umgebung des Dorfes durchkämmten. Zwei Amerikaner wurden tödlich getroffen, der Kommandant der Amerikaner hatte als Sühnemaßnahme den Zusammenschuss des Dorfes befohlen. Die Amerikaner waren der Meinung, die Schüsse seien von Zivilisten abgegeben worden. Nachdem beherzte Männer den Kommandanten von der Unrichtigkeit dieser Vermutung überzeugt hatten, wurde der Befehl zurückgenommen. Im Dorf selbst wurde nun Haus für Haus von den Amerikanern durchsucht. Ihr Hauptinteresse war natürlich auf deutsche Wehrmachtsangehörige gerichtet. Wer sich nicht ordnungsgemäß ausweisen konnte, wurde in Gefangenschaft genommen. Auf dem Bürgermeisteramt herrschte Hochbetrieb: Waffen und Fotoapparate mussten abgeliefert werden. Mehrere Wohnhäuser mussten von ihren Besitzern geräumt werden und dienten dem Ortskommandanten mit seinem Stab als Unterkunft. Es dauerte Wochen, bis die Ortseinwohner wieder zur Ruhe kamen, denn immer wieder wurden Hausdurchsuchungen vorgenommen, Vernehmungen angestellt und sonstige "Sicherheitsmaßnahmen" durchgeführt.

    Am Karfreitag sollte auch Wehrheim noch "bis zur letzten Patrone" verteidigt werden (wie der UA am vergangenen Samstag in einem Beitrag von Johanna Koppenhöfer berichtete). Während der Nacht zum Ostersamstag verschanzten sich in Wehrheim auf dem Rückzug nochmals einige SS-Soldaten. Nach heftigem Artilleriefeuer nahmen die Amerikaner das Dorf am Ostersonntag um 11 Uhr endgültig in Besitz. Zwölf gefallene deutsche Soldaten fanden auf dem Wehrheimer Friedhof ihre letzte Ruhestätte. Verluste auf amerikanischer Seite wurden nicht bekannt.

    Merzhausen brennt

    Eine starke US-Einheit rückte von Riedelbach her am 30. und 31. März 1945 in Richtung Merzhausen vor. Der dortige Flugplatz war kurz zuvor endgültig geräumt, sämtliche Einrichtungen zerstört worden. Das Dorf Merzhausen wurde jedoch am Karsamstag noch etwa zwölf Stunden lang von SS- und Landessturmmännern von MG-Stellungen aus verteidigt. Durch Panzer- und Artilleriebeschuss gerieten 36 Scheunen und 14 Häuser in Brand. Es gab Verletzte unter der Bevölkerung und deutsche Soldaten starben, ehe die Verteidiger den sinnlosen Widerstand aufgaben.

    Merzhausen war der Ort im Usinger Land, der durch Kampfhandlungen starke Zerstörungen an Gebäuden zu verzeichnen hatte. Viele obdachlose Einwohner erhielten bei Verwandten und Freunden Unterkunft im Dorf. Merzhäuser Zeitzeugen berichteten, dass es trotz unerschrockenen Einsatzes dem damaligen stellvertretenden Bürgermeister Nöll und einer Frauengruppe sowie eines Majors Hüttepohl nicht gelungen war, den SS-Kommandanten und dessen Truppen zum Abzug oder zur Kapitulation zu bewegen. Das Dorf sei nicht zerstört worden. Die US-Soldaten, von denen einige auch die deutsche Sprache beherrschten, waren durchweg freundlich und friedlich gewesen und hatten sich um die Obdachlosen gekümmert.


    GRUß

    Hallo Vogelsberg,


    Ich interessiere mich bereits länger für die Geschichte dieser Division, da ich wie du ebenfalls aus Hessen stamme.


    Also die Division sollte ursprünglich den Übergang über die Lahn bei Limburg/ Diez verhindern. Als Teile der Division dort ankamen waren die Amerikanern allerdings mit über 200Panzer über der Lahn. Die Einheit zog sich zurück.


    Auf deutscher Seite standen den US-Truppen meist nur noch hastig zusammengestellte Kampfgruppen aus den Resten früherer Großverbände sowie Volkssturmeinheiten aus alten Männern und Hitlerjungen gegenüber. Dies macht es auch schwierig, deutsche Einheiten im Gebiet zwischen Limburg und Weilburg zu identifizieren. In den Einsatzberichten und Karten der US-Army werden zwar viele deutsche Einheiten aufgeführt, aber in welchem Ausmaß und in welchen Kommandostrukturen diese Einheiten zu diesem Zeitpunkt noch existierten und operierten ist kaum mehr nachzuvollziehen. Dokumente und Einsatzberichte von deutscher Seite existieren zu diesem Zeitraum kaum. Für den Bereich nördlich der Lahn scheint die Panzerlehrdivision und für den Bereich südlich der Lahn scheinen die 6. SS-Gebirgs-Division, und Teile der 11. Panzerdivision sowie der 276. Volksgrenadier-Division einigermaßen sicher belegt zu sein.



    Größere Gefechte gab es zunächst bei Bad Camberg, Usingen, Schmitten. (http://www.taunus-zeitung.de/l…gsstrahl;art48711,1339361)

    (https://www.wetterauer-zeitung…s/florstadt/art554,101526).


    In Schmitten hat 1 deutscher Scharfschütze von einem Dachgiebel aus ca. 80 Amerikaner tödlich getroffen. Als die Amerikaner ihn dort suchten hat er sich im Heuboden versteckt und konnte so nicht entdeckt werden.



    Anbei eine Auflistung der Kampfhandlungen im Kreis Limburg Weilburg.

    27. März (Dienstag)

    Die Truppen der 7. US-Panzerdivision stoßen entlang des südlichen Westerwalds weiter Richtung Wetzlar und Gießen vor. Eine Truppenabteilung marschiert in Richtung Weilburg.

    In der Zwischenzeit war es amerikanischen Pionieren bei Limburg gelungen, bis zum frühen Morgen des 27.03. ein Stück nordwestlich der gesprengten alten Lahnbrücke eine Pontonbrücke über die Lahn zu bauen und somit Nachschub und auch Panzer über den Fluss zu bringen.

    Bis zum späten Vormittag des 27. März ist Limburg und das Gebiet bis etwa Lindenholzhausen durch US-Truppen besetzt. Deutsche Einheiten ziehen sich zunächst fluchtartig ostwärts zurück.

    Eine amerikanische Aufklärungseinheit der 9. US-Panzerdivision (89th Cavalry Reconnaissance Squadron, B-Troop) stößt entlang der Autobahn (A3) in Richtung Idstein vor, um Kontakt mit Truppen der 3. US-Armee aufzunehmen, die südlich von Koblenz den Rhein überquert haben. In der Umgebung von Werschau entlang der Autobahn kommt es zu Gefechten zwischen US-Einheiten und Truppen der 6. SS-Gebirgsdivision, die erst kurz zuvor aus Norwegen in das Kampfgebiet südlich der Lahn verlegt wurde. Die SS bedroht deutsche Zivilisten, die weiße Tücher zum Zeichen der Kapitulation aufhängen wollen. In Camberg sind die amerikanischen Panzer auf der Autobahn schon zu hören. Auf Befehl eines SS-Komandanten werden bereits aufgehängte weiße Fahnen wieder eingeholt.

    Eine andere Aufklärungsabeteilung der 9. US-Panzerdivision (89th Cavalry Reconnaissance Squadron, A-Troop) marschiert nördlich der Lahn über Ahlbach, Niedertiefenbach, Hofen, Eschenau, Arfurt, Seelbach bis Aumenau, besetzt und überquert die dortige Lahnbrücke und stößt in die Richtungen Langhecke-Wolfenhausen sowie Münster-Weyer und Villmar-Niederbrechen vor. Verbliebene deutsche Truppen in Villmar erwarten den Angriff der US-Truppen aus Richtung Limburg / Runkel und werden von den aus Richtung Aumenau anrückenden amerikanischen Aufklärungseinheiten überrascht. Bei Langhecke stoßen die Amerikaner auf verbliebene SS-Posten. Der Widerstand wird schnell gebrochen und die Truppen marschieren weiter Richtung Wolfenhausen. Auf der Anhöhe zwischen Wolfenhausen und Laubuseschbach kommt es ebenfalls zu kleineren Gefechten. US-Truppen fahren mit MG-Feuer durch Münster. In Oberbrechen werden Zivilpersonen, die weiße Fahnen aufhängen wollen von SS bedroht. Als amerikanische Aufklärungseinheiten den Ort erreichen kommt es zu Schießereien mit den SS-Truppen. Die Amerikaner verlassen das Dorf zunächst wieder.

    Nördlich der Lahn stoßen US-Truppen entlang der "Meil" (heute die B49) bis Weilburg vor, wo die Lahnbrücken gesprengt aber nur teilweise zerstört sind. Sie besetzen zunächst nur die nördliche "Westerwaldseite" der Stadt.


    28. März (Mittwoch)

    Am 28. März rücken amerikanische Stoßtrupps dann über die teilweise zerstörte Brücke in die Innenstadt von Weilburg südlich der Lahn vor.

    Von Aumenau stoßen die Amerikaner über Seelbach, Falkenbach, Wirbelau und Odersbach bis in den Raum östlich von Weilburg vor.

    Nachrückende Divisionen der 1. US-Armee besetzten und sichern das bisher eroberte Gebiet zwischen Limburg und Weilburg nördlich der Lahn.

    Die US-Aufklärungstruppen, die am Vortag entlang der Autobahn (A3) in Richtung Idstein vorgerückt waren, treffen in der Nähe von Niedernhausen auf die ersten Einheiten der 3. US-Armee, die südlich von Koblenz den Rhein überquert hatten.


    29. März (Gründonnerstag)

    Einheiten der 9. US-Panzerdivision rücken weiter Richtung Gießen vor.

    Am Morgen des 29. März erreichen erste Truppen der 3. US-Armee den Südwesten des heutigen Landkreises Limburg-Weilburg.

    Einheiten der 87. US-Infanteriedivision stoßen entlang der Linie Dauborn, Niederselters, Eisenbach vor. Bei Eisenbach kommt es zu Gefechten mit SS-Truppen.

    Einheiten der 76. US-Infanteriedivision beginnen mit Angriffen und Artilleriebeschuss auf Camberg, wo SS-Truppen zunächst heftigen Widerstand leisten. Die Kämpfe dauern die Nacht über an.


    30. März (Karfreitag)

    Am Morgen des 30. März ist Camberg dann komplett von Truppen der 76. US-Infanteriedivision besetzt.

    Die Einheiten der 87. US-Infanteriedivision stoßen am Morgen von Eisenbach weiter in Richtung Haintchen vor, wo einige deutsche Zivilisten die anrückenden Amerikaner vor Minensperren warnen.

    Ein Teil der Amerikaner marschiert weiter über Wolfenhausen, Heinzenberg, Grävenwiesbach, Brandoberndorf bis Butzbach. Auch der Raum um Weilmünster wird besetzt.

    Eine weitere Einheit marschiert in südlicher Richtung. Auf den Höhen zwischen Haintchen und Hasselbach kommt es zum Feuergefecht mit SS-Truppen. Danach marschieren die Amerikaner weiter bis Emmershausen.


    31. März

    Am 31. März, dem Tag vor Ostern, waren die Kampfhandlungen im Gebiet des heutigen Landkreises Limburg-Weilburg weitestgehend vorbei. Es kam noch zu vereinzelten Schusswechseln zwischen US-Einheiten und versprengten deutschen Truppen. Tausende deutsche Soldaten hatten sich den Amerikanern ergeben und waren nun in Kriegsgefangenschaft. Für die deutsche Zivilbevölkerung war die unmittelbare Kriegsgefahr damit vorbei und es begann die Besatzungszeit. Aber es blieb zunächst die Angst um eine ungewisse Zukunft und um Angehörige, ob Soldaten oder Zivilpersonen, die sich in den noch umkämpften Gebieten aufhielten oder von denen man seit Wochen oder Monaten kein Lebenszeichen mehr vernommen hatte. Auch für tausende von Zwangsarbeitern und Kriegsgefangene, die durch die US-Truppen befreit wurden, war nun die unmittelbare Not und Gefahr von Krieg und Gefangenschaft vorbei.


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    In Usingen schlossen sich die Offiziersanwärter der Offizierschule Weilburg der Division an.

    Ausrüstung:
    Die Division verfügte über ca. 2000-3000Mann, 300 Fahrzeuge (meist amerikanische Beutefahrzeuge), 1 Sturmgeschütz, 1 eroberten Sherman Panzer, 1 PAK Geschütz Kal. 7,5 , nahezu jeder Soldat hatte 1 Panzerfaust und die Einheit verfügte über viele automatische Infanterie Waffen (vor allem MG42, MP40, und eroberten amerikanische Infanteriewaffen aller Art sowie einige Mörser und 6 Feldhaubitzen Kal. 10,5 (aber sehr wenig Munition).

    Die Division hat "in Banditenmanier" amerikanische Nachschubkonvois abgefangen und konnte so an Fahrzeuge gelangen. Unter anderem ein Versorgungskonvoi mit Lebensmittel.


    Dennoch war die Einheit zahlen- und Ausrüstungsmäßig unterlegen. Sie teilten sich auf in eine motorisierte (Brenner) und pferdebespannte Kollone (Truppführer Göbel) um eine "nicht mehr vorhandene" Frontlinie bei Gelnhausen zu erreichen. Die Pferdebespannte Kollone wurde am Glauberg unter Artilleriefeuer genommen und erwiderte dieses. Es gab Toten auf beiden Seiten.


    Warum die Gefechte?

    Die SS Soldaten (11. Jägerregiment "Reinhard Heydrich) bestand meist aus Volksdeutschen (Ungarn, Rumänen, etc). Das bedeutet, dass diese kämpfen mussten, da sie in ihrer Heimat als Verräter galten und wahrscheinlich bei einer Heimkehr mit dem Tode bestraft werden würden. Zudem muss man die Einstellung der Division hinterfragen. Die Führer und Soldaten die länger in der Div. waren bis zum Schluss entschlossen zu kämpfen. Sie sahen sich selbst als Elite-Einheit. Aufgeben war für die meisten keine Option. Außerdem wurden SS Angehörige bei einer Gefangennahme oft erschossen.


    Ich kann dir auf jeden Fall das Buch "In Final Defense of the Reich: The Destruction of the 6th SS Mountain Divison "nord" empfehlen. Das ist auf Englisch, aber da findest du detaillierte Kampfberichte über die Gefechte in Leisenwald und Waldensberg inkl. Karten der Gefechte. Bildmaterial gibt es kaum. Filmaufnahmen über die Gefechte in Leisenwald und Waldensberg habe ich nach intensivem Suchen leider nicht finden können.


    Ich war bereits mehrmals vor Ort aber kann jedem nur empfehlen das zu lassen. Ist schlichtweg zu gefährlich und außerdem sind die Förster (mit Recht) nicht begeistert wenn man dort auf alten Kriegsschauplätzen rumturnt.


    Ich hoffe ich konnte dir etwas weiterhelfen. Kannst mir bei Bedarf gerne eine private Nachricht senden.


    Gruß

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    Hallo Zusammen,


    Da es bereits schon eine Diskussion im Forum zu dem Thema waldkämpfe im lahn dill kreis gibt eröffne ich kein neuen thread.


    Ich komme selbst aus dem ldk und interessiere mich für die Geschichte der 6. Ss gebirgsdivision nord.


    Mir ist bekannt dass es am 29.03.1945 kämpfe in einem waldstück zwischen rechtenbach und münchholzhausen gegeben hat. Laut meinem wissen war dort eine flakbatterie stationiert die die vorrückenden panzerspitzen der Amerikaner aufhalten sollte (vermute mal 8,8). Bei den Gefechten oder besser gesagt danach ist ein sehr bekanntes Bild von einem sehr jungen soldaten in einer luftwaffenuniform gemacht worden.


    Meine frage ist ob die 6. Gebirgsdivision an diesen kämpfen teilgenommen hat oder ob jemand aus dem forum genauere Details zu den kämpfen, bewaffnung etc machen kann.


    Ich bin über jede info dankbar.


    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende Allen

    Hallo zusammen,


    Ich entschuldige mich für meine fehlende Begründung. Die 6. Ss gebirgsdivision nord war die einzige ss gebirgsdivision die auf der rechten rheinseite gekämpft hat. Auf dem video erkennt man eindeutig die ss kragenspiegel sowie die mütze mit Totenkopf und edelweiss.
    Auch das datum passt zur einsatzzeit. Ich beschäftige mich schon länger mit der division, da diese sozusagen vor meiner haustür gekämpft hat.


    Liebe grüße daniel