Posts by pvt.snafu

    Hallo prometheus1,


    passive Funk-Feuer konnten erstaunlich kompakte Geräte sein, selbst für diese Zeit.

    Das von den Engländern entwickelte Rebecca/Eureka system war bis auf den Akku recht kompakt.


    The Rebecca-Eureka Mk II System (1943)

    [media]https://www.dailymotion.com/video/x6l9vgm[/media]

    Blind Bombing (1944)

    [media]https://www.dailymotion.com/video/x6l9tse[/media]


    Selbst Anlagen die auf Flugplätzen zum Einsatz kamen waren kaum größer als ein Kühlschrank.


    AN/UPN - 1&2 - Ultra Portable Microwave Radar Beacons "BUPS" (1944)

    [media]https://www.dailymotion.com/video/x6la4yi[/media]


    Aktive Funk-Feuer waren hingegen recht große Anlagen wie z.B. die Britischen OBOE/GEE Anlagen, Deckname "Katz und Maus", an der englischen Kanalküste mit denen sich Alliierte Bomberverbände im Europäischen Luftraum orientierten.


    Hier ein Kurzfilm des IC-Dienstes der Luftwaffe, der die Abwehrmaßnahmen gegen OBOE/GEE illustriert.


    Feindlicher Terrorangriff (1943)

    [media]https://www.dailymotion.com/video/x6cfclv[/media]


    Gruß

    pvt.snafu

    Hallo wirbelwind,


    ich glaube kaum das dies funktioniert hätte.


    Die Amerikaner haben nur einmal probiert eine A4 von einem Flugzeugträger zu starten das Ergebnis war so la la vom aufwand ganz zu schweigen. :)


    Ich glaube, dass die Fieseler F 103 durch die Kompaktheit und gleicher Nutzlast wie die A4 dafür eher geeignet war von U-Booten verschossen zu werden.


    Mit der Republic-Ford JB-2 (eine 1:1 Kopie der Fi 103) waren die Amerikaner seit 1944 am Testen.


    Das Verpuffungsstrahltriebwerk oder Pulsstrahltriebwerk der Fi-103 wurde in einigen der Jet Bombs verbaut wie z.B in der Northrop JB-10


    Gruß,
    pvt.snafu

    Hallo StierNRW,


    der Nerobefehl beinhaltete wohl auch in letzter Konsequenz diese Möglichkeit.
    Ob sich Hitler persönlich um so ein "Detail" gekümmert hat, wage ich zu bezweifeln.

    Quote

    „Es ist ein Irrtum zu glauben, nicht zerstörte oder nur kurzfristig gelähmte Verkehrs-, Nachrichten-, Industrie- und Versorgungsanlagen bei der Rückgewinnung verlorener Gebiete für eigene Zwecke wieder in Betrieb nehmen zu können. Der Feind wird bei seinem Rückzug uns nur eine verbrannte Erde zurücklassen und jede Rücksichtnahme auf die Bevölkerung fallen lassen. Ich befehle daher:
    1. Alle militärischen Verkehrs-, Nachrichten-, Industrie- und Versorgungsanlagen sowie Sachwerte innerhalb des Reichsgebietes, die sich der Feind zur Fortsetzung seines Kampfes irgendwie sofort oder in absehbarer Zeit nutzbar machen kann, sind zu zerstören.“


    Gruß,
    pvt.snafu

    Hallo StierNRW,


    zu der Zusammenarbeit der Briten und Amerikaner kam es, weil beide verhindern wollten das die Deutsche Technologie in die Hände der Sowjets gelangt.
    Da die meisten Anlagen zum Bau der V2, die von den Amerikanern erbeutet wurden, im sowjetischen Zone lagen und somit nur sehr kurz voll benutzbar waren, wurden Treibstoff sowie Techniker aus der britischen Zone (Leese) nach Mittelbau Dora gebracht, um die dort gefundenen Raketen zu testen.


    Geheime V2-Triebwerksprüfstätte im Oertelsbruch in Schmiedebach bei Lehesten.


    Die Anlage hatte zwar eine Produktion von flüssigem Sauerstoff und Stickstoff aber da die Amerikaner bemüht waren die Anlage "Besenrein" zu übergeben wurde diese bereits demontiert und somit war die Anlage auf Lieferung von flüssigem Sauerstoff und Stickstoff aus Leese angewiesen.
    Amerikanischer News Reel Bericht über das Objekt "Rotbutt"


    Ein recht guter Bericht des Britischen Air Technical Intelligence Service über die Raketenentwicklung in Deutschland.


    Rocket Flight (1946) Teil 1


    Rocket Flight (1946) Teil 2

    Hallo,
    na da hatten die Briten nach Kriegsende insofern ,,Glück", dass im Rahmen der Operation,, Backfire" in ihrem Auftrag wenigstens einige V-2 durch Angehörige der ehm. V-Waffen Division auf die Nordsee hinaus geschossen wurden. Von den Amis ist mir das nicht bekannt, ob diese noch A4-Raketen aufsteigen liesen.
    MfG Wirbelwind


    Hallo wirbelwind,


    Redstone Arsenal Army Ballistic Missile Agency wurde auch "groß Peenemünde" genannt, dort arbeiteten zum größten teil Deutsche
    Sie Amerikaner haben +/- 80 V2 bei sich getestet aber wie gesagt die A4 war ende 1945 schon veraltet.


    Gruß,
    pvt.snafu


    Hallo,


    zur Frage wie viel Material damals in die USA gingen wird es sicherlich Aufzeichnungen geben, leider gibt es dazu auch ziemlich viel quatsch im Netz.
    Das meiste davon wurde auch wieder an die neue Bundesrepublik nach ihrer Gründung zurückgegeben.


    Es wurden zwar etliche V2 Raketen in die USA gebracht, aber man musste Festellen das durch den Transport die meisten nur als mehr oder weniger Schrott dort ankamen.


    Bahnhof Bromskirchen am 3 April 1945


    Erster Start einer V2 in White Sands Missile Range, New Mexico am 16 April 1946


    weitaus fruchtbarer waren die deutschen Forschungseinrichtungen die damals in den USA zur Grundlagenforschung gebracht wurden..
    Wie z.B. der Kochener Windtunnel


    Da die Rakete an sich nicht zur kommerziellen und zivilen Nutzung taugt ist die Forschung in diese Richtung bis heute auf Staatliche/militärische Mittel angewiesen, um die enormen kosten zu decken.


    Aufgrund der Regelung des Reichsministers für Rüstung und Kriegsproduktion Albert Speer von 1942 das alle Entwicklung an Waffen Systemen, die innerhalb von 6 Monaten nicht Front tauglich sind, einzustellen seien wurde damals dieser Film für Adolf Hitler in Auftrag gegeben.
    A4 1943


    Da sich die A4 damals noch in der Testphase befand und für deren Massenproduktion keinerlei Logistik bestand.


    Auch in den USA musste man von Anfang an die kosten der Entwicklung dem amerikanischen Steuerzahlern schmackhaft machen.
    Oder wie Wernher von Braun scherzhaft sagte "Die einzige Einschränkung ist der amerikanische Steuerzahler"
    Man in Space von 1955


    Biography of a Missile (1959)


    Der kosten Nutzen Frage ist bis heute ein Problem der Raumfahrt.


    Gruß,
    pvt.snafu

    Hallo Manfred,


    die Lagerung ist perfekt.
    Auch nach der Auswertung und Digitalisierung oder anderweitiger Anfertigung einer Kopie wird das Original, wenn immer möglich weiter eingelagert.
    Man muss sich nur mal veranschaulichen wie viele Formate es im Film und Ton Bereich bis heute gegeben hat und um eine Kopie anfertigen zu können muss ein passendes und funktionierendes Abspielgeräte parat sein von der Bedienung dieser Dinger ganz zu schweigen.. :S


    Wirklich eine faszinierende Institution so ein National Archiv.


    Gruß,
    pvt.snafu

    Hallo Manfred,


    genau so ist es.
    Alleine im Bild, Ton und Film Archive liegt soviel ungesichtetes Material aus dieser Zeit, das es einem umhaut.
    Was das Material angeht was direkt an das Militär, Forschungseinrichtungen sowie Universitäten geliefert wurde gibt es beim Amerikanischen National Archive einen Spruch "Früher oder später kommt alles zu uns." :D


    Gruß,
    pvt.snafu


    Hallo Manfred,


    die schiere Masse an Material die alleine an normalen Tagen dort zu Einlagerung ansteht, ist kaum zu fassen.
    Ja es wurden zum teil Kisten dort eingelagert, die nie geöffnet wurden, wobei man sagen muss, das weniger als 5% des Materials damals direkt an das Archiv gingen.
    Solltest du mal nach Washington DC kommen Besuche unbedingt das National Archive!
    Indiana Jones ist ein Pipifax dagegen.


    Gruß,
    pvt.snafu

    Hallo,


    wenn man den Film so betrachtet kommt man verstärkt zu der Auffassung, dass Truppen aller Nationen das, was nicht schon zerstört war, durch ihre "Inspektionen" weiter zerstört haben, statt sofort Fachleute "ran zu lassen".


    Gruß Karl


    Hallo karl Grohmann,


    darum waren Sprengfallen auch so beliebt in der Zeit.
    Ein ziemliches Problem für das Amerikanische National Archive da sie dutzende Lager haben, die bis unter die Decke mit Kisten gefüllt sind, die seit damals keiner mehr geöffnet hat.
    Diese wurden zwar alle mit Inventar Nummern und Listen versehen aber der Kleber, mit denen diese befestigt wurden, hat sich über die Zeit verflüchtigt.
    Diese Zettel liegen nun zum größten teil auf dem Boden und keiner weiß, welche der Kisten schon auf Sprengfallen untersucht wurden.


    Gruß,
    pvt.snafu

    Hallo Wirbelwind,


    die Amerikaner hatten nie vor die vorhandenen Anlagen in Europa weiter zu nutzen.
    Man baute einfach alles ab und schickte es in die U.S.A.
    Die Briten (pleite seit ende 1943) hingegen nutzten diese Anlagen ausgiebig
    Durch die Fabrik, in der Nähe von Leese waren sie darüber hinaus auch in der Lage enorme mengen an Treibstoff für die V2 zu produzieren.
    Die Amerikaner waren eigentlich nur noch an speziellen Technikern interresiert, die ihnen noch fehlten.
    Da die V2 ende 1945 schon als veraltet galt und die aus deutscher Produktion stammenden Raketen von minderer Qualität waren wurden sie an die Briten und Franzosen weiter gegeben.


    Raum Steinhuder Meer April 1945