Posts by hruodwin87

    Hallo Miteinander,


    zur Thematik habe ich auch drei Fälle in meiner Datenbank. (Vermisste und Gefallene des ehemaligen Landreises Ochsenfurt 1939-1945)


    Deppisch, Alfred, *02.12.1924 in Rittershausen. Schlosser. Gefreiter im Grenadierregiment 548/ 328. Infanteriedivision. Gemäß Urteil des Divisionsgerichts ( sTl: Nr. 325/43) der 328. ID wegen Fahnenflucht und Feigheit vor dem Feind hingerichtet am 13.09.1943 um 12.25 Uhr in Iwaschkowa/ Romuna bei Isjum in der Ukraine. Auch er wurde nach der Verurteilung aus der Wehrmacht ausgestoßen und als "Zivilist" erschossen- so steht es auf der Sterbefallanzeige: "Der aus der Wehrmacht entfernte........"


    Lenhart Josef, *22.11.1923 in Wolkshausen, wohnhaft in Wässerndorf. Grenadier in der 2. Kompanie/ Grenadierregiment 546/ 389. Infanteriedivision. Nach Urteil des Divisionsgerichts der 389. Infanteriedivisoni hingerichtet wegen Fahnenflucht und Feigheit vor dem Feind am 05.10.1944 am Fluss Ogre/ Lettland. Ein Angehöriger des gleichen Bataillons erzählte mir einmal, dass eines Nachts zwei Männer der Nachbarkompanie "sich davon machen wollten" und erwirscht wurden. Lenhart war wohl einer der beiden.

    Eck, Alfred, *17.8.1910 in Baldersheim, Landwirt, Gefreiter in der Marineaflakabteilung 821 in Triest, Eck war Mitte März 1945 nach einem Heimaturlaub in seinem Heimatort Baldersheim verblieben und nicht mehr zu seiner Truppe zurückgekehrt, da der Krieg ohnehin so gut wie vorbei war. Am 6. April 1945 versuchte er dann in Zivil deutsche Truppen in Baldersheim zur Übergabe zu überreden und wurde von ihnen verhaftet. Eck wurde am 7.4.1945 durch Standgerichtsurteil des Panzergrenadierbataillons Busse in Aub wegen Wehrkraftzersetzung und Feindbegünstigung hingerichtet.


    Vor allem in den letzten Monaten scheint es in zu hunderten "willkürlichen" Hinrichtungen eigener Soldaten und Zivilisten gekommen zu sein, die m. E. oft gar nicht durch die Kriegsstrafverfahrensordnung gedeckt waren. Auch hier im Fall Eck gab es kein ordentliches Gerichtsverfahren, da ihm kein Verteidiger zur Seite gestellt wurde Veeh erwähnt den Fall in seinem Buch "Die Kriegsfurie über Mainfranken und das Ende in den Alpen".


    Augenscheinlich wurde Eck Opfer von willkürlicher Selbstjustiz eines Bataillonskommandeurs, der soviel ich weiß, gar kein Gerichtsherr sein konnte, da dies nur bis zur Ebene der Regimentskommandeure nach unten reichte.

    Gruß,


    Georg.

    Hallo Darko und Marcus,


    vielen Dank für eure Hinweise. Dann wurde er also nicht an einem Einsatzort getötet, sondern während eines Fliegerangriffs, der den Transport getroffen hat.


    Dann weiß ich Bescheid. Danke euch!


    Gruß Georg

    Hallo Marcus und Darco,


    vielen Dank für eure Antworten. Der Gefallene ist:


    Anger, Josef: *23.3.1905 in Eibelstadt. Landwirt. Gefreiter in der 1. Kompanie/ Landesschützenbataillon 802. Gefallen am 17.11.1944 durch einen Fliegeragriff bei Steinbrück an der Save in Slowenien. Die Einheit stimmt sicher, da es aus der Kriegssterbefallanzeige entnommen ist.




    Gruß Georg

    Hallo zusammen!


    ich suche informationen zur 3. Kompanie des "List"-Regiments im Februar 1944. Ich weiß, dass die 57. im März aus dem Kessel ausbrach. Ein Soldat der 3. Kompanie, nach dessen Verbleib ich forsche, ist zwischen Februar und März 1944 im dortigen Kampfraum vermisst. In der VErmisstenbildliste des DRk ist leider nur Februar 1944 Tscherkassy angegeben. Gibt es eine Regimentschronik?


    Hat jemand zufällig Material zur 3. Kompanie in jener Zeit?


    Gruß aus Unterfranken und Danke für eure Mühen,


    Georg

    Hallo Rolf, ich sende dir hier die Infos die ich über den Piloten habe:


    Herrmann, Arthur, Gerhard, *22.3.1917 in Ingolstadt /Ufr. , Mechaniker. Gefreiter in der Ergänzungsstaffel/ Zerstörergeschwader 76. Er flog am 25.3.1941 in einer Klemm 35 (Wkr. Nr. 1137 GO+ND) des Luftparks Erding einen Übungsflug. Bei Tiefflugübungen bekam seine Maschine Bodenberührung in der Nähe des Flugplatzes Donaueschingen und überschlug sich. Er erlitt dabei einen Schädelbruch und starb am 26.3.1941 im Reserve Lazarett Donaueschingen.


    Falls gewünscht, hätte ich auch ein Bild.


    Gruß aus Unterfranken,


    Georg

    Hallo zusammen,


    ihr habt natürlich recht, ich wollte nur höflich sein, da ich Frankreich sehr schätze und schon mehrfach dort war.


    Anbei die versprochenen Seiten des Buche/ Ci-joint les pages postées du livre.


    KUROWSKI, Franz: Fränkische Infanterie. Geschichte des Infanterieregiments 55, des Infanterieregiments 170, des Infanterieregiments 521 und der Sanitätskompanie 2./173. Würzburg 1970. Hrsg. von der Kameradschaft der ehem. Angehörigen der Infanterieregimenter 55, 170, 521 und 2. Sanitätskompanie 173. 87 Würzburg, Scherenbergstraße 3.


    Gruß, salutation,


    Georg

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    Hallo zusammen!


    Ich suche Informationen über den Einsatzort und die Unterstellung des Landesschützenbataillons 802. Der Eintrag im LdW ist leider sehr dürftig.


    http://www.lexikon-der-wehrmac…ndschtzBat/Gliederung.htm


    Es wurde im WK XIII aufgestellt.


    In meiner Datenbank ist ein Schütze der Einheit verzeichnet, der am 17.11.1942 bei Steinbrück an der Save gefallen ist. Eventuell war das Bataillon ja auf dem Balkan eingesetzt. Es gehörte vielleicht zum Landesschützen-Regiment 184?


    Vielen Dank im Voraus für die Hilfe der Experten,


    Gruß Georg

    Bonjour Frederic,


    the info you are looking for is in the book "Fränkische Infanterie" in the capture "Einsatz in Frankreich" S. 150-156. The Infantry-Regiment 55 was in the near of Lorient at france for convalescence between october 21 1942 till January 15 1943.

    Regimentsgef. at Hennebont, I. Batl. at Lorient, II. Batl. in the western of Lorient and the III. Batl. in Hennebont too. The Commando of the 17th. Infantry was replaced in Quimperle. The Regimet 95 on the left. The Regiment 95 in the near of Guidel.


    sorry for my bad english, mais mon francaise est plus de malade.


    with best regards,


    Georg.

    Hallo zusammen,


    da soll noch einer durchblicken. Vielen Dank für die INfos, habe eine FEldpostnummer gefunden:

    67403
    (23.4.1944-24.11.1944) 14.11.1944 Stab, Stabs- u. 1.-4. Kompanie
    MG-Bataillon Feldmarschall Kesselring.

    Von daher glaube ich nicht, dass es sich nur um die Benennung der Armeetruppe nach Kesselring handelt, sonder es eine offiziele Bezeichnung ist, ich kenne mich allerdings auch nicht so gut aus. Bleibt noch die Frage, warum es nirgendwo auftaucht und ob es eine Luftwaffen- oder Heereseinheit war.


    Leider funktioniert irgendwie die Feldpostnummersuche bei drk. online-Vermisstenbildlistensuche nicht, da wollte ich die Einheit auch mal suchen.


    Gruß Georg

    Hallo Eumex,


    vielen Dank für die INfos. Dann wurde es also im Herbst 1944 gebildet. War es unter umständen also gar keine Luftwaffeneinheit, sondern eine Heereseinheit. Ich habe inzwischen noch ein bischen gesucht und einzelne Hinweie im Netz gefunden. Es stand im April 1945 tatsächlich noch in Norditalien.

    Gruß Georg

    Hallo miteinander!


    ich habe bei der Durchsicht meiner Datenbank über die Gefallenen und Vermissten des ehemaligen Landkreises OChsenfurt einen Soldaten entdeckt, dessen Einheit mir ein Rätsel ist.


    Es handelt sich um:

    Götz, Hans: *20.11.1926 in Klingen. Bauer. Obergrenadier im MG-Bataillon/ „Feldmarschall Kesselring“. Gefallen am 9.4.1945 durch Volltreffer einer Granate bei Massa Carrara in der Toskana.


    Nun habe ich noch niemals von diesem MG-Bataillon gehört. Im LDW finde ich bei der LUftwaffe auch keine Luftwaffen-Infanterie-MG-Bataillone, ausser bei den Fallschirmjägern und da ist dieses auch nicht genannt. Es war wohl im April 1945 in der Gegend von La Spezia eingesetzt, das wundert mich, ich wusste nicht, dass in April 1945 dort noch deutsche Truppen waren.
    Ich hoffe die Experten helfen mir weiter. Dankeschön! Gruß, Georg

    PS: Die Einheit stammt von einer Kriegssterbefallanzeige des Stanesamtes, es muss also amtlich sein.

    Hallo,


    das mit den "Kindersoldaten" wurde zwar schon seit Jahren hier besprochen, aber weil schon öfter von Quellen die Rede war, will ich kurz etwas dazu schreiben. Auch wenn mein EIntrag mit der Division "Hitlerjugend" nichts direkt zu tun hat, erlaube ich mir doch hierzu etwas aus Sicht eines Archivars zu sagen.


    In meiner Datanbank der Vermissten und Gefallenen des ehemaligen Landkreises Ochsenfurt sind unter den über 2000 Männern einige 16jährige und mehrere 17jährige. Meistens Flakhelfer oder junge Grenadiere in Ausbildungsbataillonen, die den Amerikanern entgegengeworfen wurden. Die Aussage einiger Forumskollegen, dass Gegen Ende 1944 und Anfang 1945 die Jahrgänge 1928 und teilweise 1929 eingezogen wurden, kann ich durch Aktenlage meiner Archive bestätigen. Die Musterungsakten liegen in den Kommunalarchiven und dort werden die ANgehörigen des Jahrgangs 1928 in November 1944 gemustert und dann im Frühjahr 1945 eingezogen. Einige Beispiele:


    Bauer, Leo: *10.4.1928 in Allersheim. Grenadier im Grenadier-Ersatz-und-Ausbildungsbataillon 21. Gefallen bei einem Gefecht mit US-amerikanischen Truppen bei Hausen an der Fils am 28.4.1945.


    Lenz, Georg: *30.8.1928 in Aub. Grenadier in einem SS-Grenadier-Ersatz- und Ausbildungs-Bataillon. Gefallen am 20.4.1945 vor Ingolstadt.

    Freitag, Gerhardt: *7.1.1928 in Johnsdorf/Schlesien, Flakhelfer bei einer leichten Batterie der Horstverdeidigung im Fliegerhorst Giebelstadt, gefallen durch Herzschuss beim alliierten Tieffliegerangriff am 6.2.1945.


    Nobis Otto, 29.4.1928 in Giebelstadt, RAD-Mann in der RAD-Abt. 3/282 Treuchtlingen, gefallen durch alliierten Fliegerangriff auf den Bahnhof Treuchtlingen am 23.2.1945, zwischen 11. Und 12.00 Uhr.


    Hördler, Franz : *9.5.1928 in Niedererlitz/ Grulich. Ende 1944 als Wehrmachtshelfer in die Garnison Josefstadt eingezogen. Seitdem fehlt jede Spur.
    Gruß, Georg


    PS: Das die Division SS-HJ bereits vor den letzten chaotischen Wochen Kindersoldaten eingesetzt hat, kann ich mir höchstens im Rahmen einer Kriegsfreiwilligenmeldung vorstellen. Auch die in meiner Datenbank vorkommenden Soldaten der Division sind Jahrgang 1926 und 1944 in der Normandie gefallen. EIner ist Jahrgang 1921, war allerdings Unterführerpersonal der Leibstandarte und wurde als solcher zur Division HJ versetzt.

    VIelen Dank für die Infos,


    die beiden Marineoffziere links von Gauleiter Hellmuth werden wohl nicht mehr herauszufinden sein.


    Ich finde es schon sehr interessant, dass Hardegen extra nach Würzburg kam,


    Gruß Georg