Posts by hruodwin87

    Hallo miteinander.


    Im Zuge einer Biografierecherche zu Hauptmann Heinrich Rizzi suche ich Informationen über das Fahrrad-MG-Bataillon 81, welches er von 18.12.1944 bis Ende März 1945 als Kommandeur führte.


    Das Bataillon wurde laut LdW im Januar 1945 in Oels aufgestellt. Da auch in der Vermisstenbildliste FH 353 viele Soldaten als Ort der letzten Nachricht Oels dort stehen haben, scheint das gesichert. Laut Personalakte war Rizzi allerdings seit Dezember 1944 beim Stab/ Fahrrad-MG-Btl. 81, nicht erst im Januar. Es war laut LdW als Heerestruppe bei der 3. Panzerarmee eingesetzt und kämpfte bei Gumbinnen, später vielleicht noch in Königsberg (zumindest steht das bei vielen Vermissten als Ort der letzten Nachricht mit drin). Ich suche nähere Infos zu der Zeit in Ostpreußen. Wo war die Einheit im Januar-Februar 1945 eingesetzt? Kämpften die zusammen oder Kompanieweise irgendwo eingegliedert? Unterstanden die anderen Divisionen? Das Bataillon muss insgesamt recht "gut" gekämpft haben, da Rizzi noch mitte März 1945 im Ehrenblatt genannt wurde. Er wurde dann verwundet und zur Genesung ins Lazarett Bad Nauhein verlegt, bevor er in meiner Heimatregion das Schützenbataillon Fürth I übernahm und im Tauberabschnitt kämpfte.


    Ich hoffe das die Experten mir helfen können,



    Mit besten Grüßen aus Franken,


    Georg

    Hallo,


    ich würde noch das Werk "Das letzte Tabu" von Wolfgang Wette und Detlef Vogel 2007 empfehlen. Es beschäftigt sich mit der NS-Justiz und Kriegsverrat. Es ist zwar eher mit dem Fokus auf den sogenannten Kriegsverrat (was anscheinend von der Feindbegünstigung über Spionage, Fahnenflucht und Wehrrkraftzersetzung alles sein konnte) angelegt, jedoch kommen dort auch Fahnenflüchtige vor.


    Grüße aus Franken,


    Georg

    Hallo Eumex und Endzeit Jahn,


    ich denke bei dem Leuthen-.Aufruf wurden alle im Wehrkreis sich befindlichen Einheiten bis auf die Stammtruppenteile der bedrohten Schutzgebiete aufgerufen. Auch Unteroffiziersschulen und Döberitzlehrgänge aus Hammelburg bzw. Milowitz und Lenggries.


    Allerdings habe ich keine Ahnung ob aufgrund der Schnelligkeit des US-Vorstoßes durch den Odenwald im WK XIII Westteil (Würzburg-Bad Mergentheim) das überhaupt noch passiert ist oder eben nur aus dem östlichen Teil Bayreuth-FÜrth-Nürnberg noch zeitlich gelangt hat.


    Ich denke schon, dass dies der Rizzi ist der beim GR 213 war- weil vom GR 213 zum GEB 21 ist es ja nicht weit. Beides fränkische Einheiten. Vielleicht gibt ja die bestellte Akte aus Freiburg über diesen Rizzi was her auch wenn das vermutlich noch Monate dauert.....


    Gruß,


    Georg

    Hallo,

    danke Silvio,


    das ist ja interessant, diese letzte Einheit. MIch wundert es, dass die aus dem GEB 21 einfach die Bataillone Fürth machen. Das war ein ewiges Kuddelmuddel in den Apriltagen. Hat jemand vielleicht zugriff auf die Wehrkreisaufrufe vom Leuthen-Fall? WIe wird denn das Bataillon dort genannt?


    Hat jemand Hinweise auf den Hauptmann RIzzi? Habe seine AKte im BArch bestellt, weiß aber nciht ob es der richtige ist. Andererseits wird es nicht soviele Hauptleute mit diesem oriniär italienischen Nachname geben.


    Grüße,


    Georg

    Hallo Andreas,


    vielen Dank- das ist wirklich spitze! seit Wochenbeschäftigen wir uns mit diesem ominösen Schützenbataillon Rizzi. Jetzt ist das geklärt. Ist das der Rizzi, der DKG Träger war und mal Adjutant beim GR 213?


    Hast du Quellen dazu?


    Ich habe eine Kompanieliste der 2. Kompanie des Bataillons Rizzi mit Namen der Soldaten sowie eine VErlustmeldung aus der Gegend von Röttingen und einen Befehl in einem meiner Archivstandorte. Falls interesse besteht, kann ich es dir zukommen lassen, vielleicht sagt dir das ein oder andere was.


    Gruß

    Georg

    Hallo Miteinander,


    ich Suche INfos zum Grenadier-Ersatz- und Ausbildungsbataillon bzw. Grenadier-Ausbildungsbataillon 21 im April 1945. Angeblich wurde es Ende März per Bahn nach Uffenheim transportiert und marschierte dann in den Ochsenfurter Gau. Es war es zwischen Tauber und Steinach eingesetzt und wurde dabei im Verband der 79. bzw. 212. VGD aufgerieben (Veeh). Hat jemand INformationen über diese EInheit? Offiziersnamen? Einsatzorte? EInen Vermissten hat man bei der Vermisstenbildliste im Raum Mergentheim finden können.(CG 523).


    VIelen Dank für etwaige Rückmeldungfen

    Gruß Georg

    Hallo miteinander,


    mit äußerstem Interesse habe ich hier von den Kämpfen in Franken gelesen, bei welchem die EInheiten aus Bayreuth eingesetzt waren, die laut Veeh und den Vermisstenbildlisten auch in meinem Heimatgebiet südliches Unterfranken-Taubergrund kämpften. Meine Frage deshalb: exisiteren für den Wehrkreis XIII ebenfalls solche Meldungen über Verbände und Marschbewegungen wie die von A.M. eingestellten? Ich suche ja seit langem INformationen über dieses Schallmessbataillon aus Bernreuth, das GEB 42 (hier bereits weitgehend beantwortet), das GEB 21 und diese ominösen Schützenbataillone des Wehrkreises XIII. EInes dieser Schützenbataillone war bei Röttingen-BIeberehren eingesetzt und wurde von einem Hauptmann Rizzi geführt.


    Hoffe dieses Thema interessiert noch jemanden,


    Viele Grüße aus Unterfranken,


    Georg

    Hallo Miteinander.


    Bei den Recherchen zu den ABschlusskämpfen im Gebiet Oesfeld-Stalldorf-Röttingen in Unterfranken vom 1. bis 14. April 1945 sind inzwischen mehrere farbige EInheiten auftetaucht. SIe wurden wohl als 1.-3. provisional Infantry Companys of the Seventh Army oder so ähnlich bezeichnet. Laut Veeh:

    In den offiziellen Gefallenenlisten der 12.US-PD erscheinen die überwiegend toten farbigen US-Soldaten nicht. Denn nur beim CCA wurde die 1.provisorische Infanterie Kompanie, als D Inf.Komp. im 66.US-Pz.Inf.Btl. geführt. Beim CCB und dem CCR ist die offizielle Bezeichnung 2. bzw. 3.prov.Inf.Komp. der 7.US-Army. Die zur Unterstützung bei schwierigen Aufgaben, der 12.US-PD, auf Zeit zugeteilt wurden. Dementsprechend werden auch die Gefallenenlisten der Afroamerikaner von der 7.US-Army direkt verwaltet.


    WIr sind uns sicher, dass diese EInheiten der 12. US-PD eingesetzt wurden, um den Stalldorfer Wald am 6. April zu säubern, nachdem er einen Tag zuvor bereits teilweise durch das 12. US Regiment eingenommen worden war. HIerbei müssen die farbigen Kompanien ebenfalls Verluste erlitten haben. Allerdings sind solche im ABMC nicht nachweisbar/auffindbar.


    Hat jemand INfos wo diese provisorischen INfanterieeinheiten zu finden sind oder nähere Informationen dazu?


    Ich habe zu den rein schwarzen Kampftruppen generell sehr wenig gefunden (außer zu einem Medal of Honor-Träger des 56. Panzer-Infanteriebataillons der 12. USPD).


    Dankeschön an die Experten!


    GRuß aus Franken,


    Georg

    Hallo zusammen,


    vielen Dank für die interessanten Quellen- auf Denkmalprojekt.org hatte ich schon geschaut. Wie gesagt- ich vermute es hängt mit der Marine zusammen- da sein Vater ja Geld vom Deutschen Flottenverein erhalten hat.


    Ich muss unbedingt mal im Pfarrbüro anrufen.


    Bisher konnte ich zwei Soldaten aus OChsenfurt ermitteln, die in Ostasien eingesetzt waren. Einer ist Gefallen. Vom anderen, der zugegebenerweise erst 1913 nach Ochsenfurt verzog, hat sich ein tolles Fotokonvolut erhalten.


    Grüße,


    Georg

    Hallo Thilo,


    vielen Dank- im Archiv habe ich selbst Zugang und eben auch nichts gefunden, bis auf die Notiz aus dem Bezirksamtsblatt. Das Pfarramt wäre eine Möglichkeit, dankeschön-das werde ich tun. DIe Lokalzeitung erscheint erst ab 1912.


    Grüße,


    Georg

    Hallo Zusammen,


    auch wenn meine Frage sich auf eine Zeit lange vor den hier meist behandelten Themen bezieht, hoffe ich doch, dass die Experten mir helfen können.


    Ich fand im Bezirksamtsblatt Ochsenfurt 1904 eine Notiz, dass ein Ortsansässiger vom Deutschen Flottenverein 150 Mark "Sozialhzilfe" erhalten hat, weil sein Sohn im Feldzug in Ostasien in Peking 1901 gefallen sei.


    Es handelt sich um Josef Hummel aus Ochsenfurt. Geboren 1877 oder 1878. Gefallen 1901 in Peking. Nun habe ich aber in allen offizellen Verlustlisten und auf denkmalprojek.org keinen JOsef Hummel gefunden. War er vielleicht bei einem Marinelandungstrupp und wird deshalb nicht bei den Verlustlisten aufgeführt?


    Irgendwo muss er doch stehen!


    Standesamt Fehlanzeige.


    Ich hoffe irgendjemand hat eine Idee,


    Grüße aus Franken,


    Georg

    Hallo Eddy,


    vielen Dank- das könnte sein- Leider ist es schwer zu erkennen.


    Er war 1942-43 bei einem Polizeibataillon, das fast nur aus Ungarndeutschen bestand- kann er dennoch diese finnische-deutsche Auszeichnung erhalten haben?


    Gruß Georg

    Hallo Miteinander!


    Ich bekam dieses leider sehr schlechte Bild von einer bekannten. Es zeigt ihren aus Jugoslawien stammenden Vater, welcher zu dieser Zeit (Anfang 1944) Oberschütze in der SS-Division "Nord" war. Wir fragen uns, welches Kreuz er an seiner linken Brusttasche trägt. Es ist mir auch nach längerer Suche nicht möglich es zu bestimmen. Vielleicht irgendeine Auszeichnung für "Volksdeutsche" in der SS oder so etwas?


    Vielleicht kann mir ja einer der hiesigen Experten helfen.


    Vielen Dank im Voraus!


    GeorgGroß, A.PNG

    Hallo!


    ja, dass SS in der Gegend gewesen sein muss, habe ich schon öfter gelesen- war ja auch der Adalbert Faustenhammer als Opfer hier beerdigt. Ich glaube er war von der SS Flak- Ersatzabteilung 5 irgendeiner Kampfgruppe zugeteilt, evtl. Kampfgruppe Dirnagel- weiß ich aber nicht sicher. Ich vermute jedoch, dass die SS als die Amerikaner kamen bereits abgezogen war.


    Faustenhammer ist durch Artilleriebeschuss gefallen, nicht durch Kugeln. Er fiel auch einige Tage bevor zwischen dem 11. und 14. April Röttingen ins Blickfeld der Amerikaner geriet. Die meisten gefallenen deutschen Soldaten gehören diesem von mir schon erwähnten Schützenbataillon des Wehrkreises XIII. unter Hauptmann Rizzi an und starben am 11. April. Die scheinen sich nachdem Röttingen von den Amerikanern besetzt wurde in die Wälder am Eulenberg zurückgezogen zu haben und dann die nächsten Tage weiter über Bieberehren und Klingen nach Richtung Creglingen abgezogen zu sein. hier am Waldrand zwischen Klingen und Bieberehren fallen am 14. noch einmal ein paar Soldaten, hauptsächlich Offiziere. Ich hatte dir glaube ich mal eine Liste der in Röttingen begrabenen Soldaten geschickt, da kann man die Bewegungen der Einheiten etwas einschätzen.


    Wie du richtig sagst, alles südlich der Tauber. Ins Gollachtal Richtung Aub konnten sie nicht, weil ja die Amerikaner bereits Baldersheim besetzt hatten und vor Aub standen.


    Gruß Georg.

    Hallo Ju,


    vielen Dank! wieder ein neues Puzzleteil. Was mich nur wundert, sind die sich wiedersprechenden Gefechtsberichte. Während der Pfarrer von Röttingen vom "Kampf um Röttingen" berichtet und auch im Bericht der US-Einheiten ein house-to-house-fight erwähnt wird, taucht in deutschen Berichten nichts über einen Kampf um Röttingen auf. Nach meinen Infos haben die sich in die Wälder um die Stadt und in die Mühlen zurückgezogen und daraus auf die Amerikaner geschossen. Irgendwas passt da nicht zusammen.


    GRuß Georg

    Hallo Miteinander,


    zur Thematik habe ich auch drei Fälle in meiner Datenbank. (Vermisste und Gefallene des ehemaligen Landreises Ochsenfurt 1939-1945)


    Deppisch, Alfred, *02.12.1924 in Rittershausen. Schlosser. Gefreiter im Grenadierregiment 548/ 328. Infanteriedivision. Gemäß Urteil des Divisionsgerichts ( sTl: Nr. 325/43) der 328. ID wegen Fahnenflucht und Feigheit vor dem Feind hingerichtet am 13.09.1943 um 12.25 Uhr in Iwaschkowa/ Romuna bei Isjum in der Ukraine. Auch er wurde nach der Verurteilung aus der Wehrmacht ausgestoßen und als "Zivilist" erschossen- so steht es auf der Sterbefallanzeige: "Der aus der Wehrmacht entfernte........"


    Lenhart Josef, *22.11.1923 in Wolkshausen, wohnhaft in Wässerndorf. Grenadier in der 2. Kompanie/ Grenadierregiment 546/ 389. Infanteriedivision. Nach Urteil des Divisionsgerichts der 389. Infanteriedivisoni hingerichtet wegen Fahnenflucht und Feigheit vor dem Feind am 05.10.1944 am Fluss Ogre/ Lettland. Ein Angehöriger des gleichen Bataillons erzählte mir einmal, dass eines Nachts zwei Männer der Nachbarkompanie "sich davon machen wollten" und erwirscht wurden. Lenhart war wohl einer der beiden.

    Eck, Alfred, *17.8.1910 in Baldersheim, Landwirt, Gefreiter in der Marineaflakabteilung 821 in Triest, Eck war Mitte März 1945 nach einem Heimaturlaub in seinem Heimatort Baldersheim verblieben und nicht mehr zu seiner Truppe zurückgekehrt, da der Krieg ohnehin so gut wie vorbei war. Am 6. April 1945 versuchte er dann in Zivil deutsche Truppen in Baldersheim zur Übergabe zu überreden und wurde von ihnen verhaftet. Eck wurde am 7.4.1945 durch Standgerichtsurteil des Panzergrenadierbataillons Busse in Aub wegen Wehrkraftzersetzung und Feindbegünstigung hingerichtet.


    Vor allem in den letzten Monaten scheint es in zu hunderten "willkürlichen" Hinrichtungen eigener Soldaten und Zivilisten gekommen zu sein, die m. E. oft gar nicht durch die Kriegsstrafverfahrensordnung gedeckt waren. Auch hier im Fall Eck gab es kein ordentliches Gerichtsverfahren, da ihm kein Verteidiger zur Seite gestellt wurde Veeh erwähnt den Fall in seinem Buch "Die Kriegsfurie über Mainfranken und das Ende in den Alpen".


    Augenscheinlich wurde Eck Opfer von willkürlicher Selbstjustiz eines Bataillonskommandeurs, der soviel ich weiß, gar kein Gerichtsherr sein konnte, da dies nur bis zur Ebene der Regimentskommandeure nach unten reichte.

    Gruß,


    Georg.