Posts by DirkK

    Hallo Dieter,


    hier findet sich eventuell mehr dazu:



    Archivsignatur: R 19/111

    Verbandseinsatz, insbes. in den eingegliederten, angegliederten und besetzten Gebieten (s.a. R 70).- Einsatz einzelner Polizeiverbände und -einheiten

    Laufzeit: 1943 - 1944

    Bandnummer: 7
    Enthält u.a. : Aufstellung von Bataillons- u. Regimentsstäben für die Polizei-Schützenregimenter 31-35 1943
    Aufstellung des Regimentsstabes und der Bataillonsstäbe I und II/Polizei-Schützenregiment 36,

    Aufstellung des Polizei-Schützenregiments 37 1943

    Unterlagenart: Sachakte
    Benutzungsort: Berlin-Lichterfelde


    Ist das Sicherungsregiment 36 gleichzusetzen mit dem Polizei-Schützen-Regiment 36?


    Archivsignatur: R 20/11

    Bandentätigkeit und Bandenbekämpfung im Gebiet um Mogilew

    Laufzeit: Juli - Nov. 1942
    Enthält u.a. : Berichte von Einheiten des Pol.-Rgt. 14, des Einsatzkommando 8 (Sicherheitspolizei und SD), der Feldkommandantur (V) 813, des Sicherungs-Regiments 36, der Ortskommandantur I (V) 843 und des ZbV.-Sonderkommandos

    Bemerkung
    Teilweise aus der Registratur des HSSPF Rußland-Mitte
    Unterlagenart: Sachakte
    Benutzungsort: Berlin-Lichterfelde

    Moin aus Hamburg,


    hab zum Thema noch einen interessanten Artikel vom Spiegel aus dem Jahr 1949 gefunden.

    https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-44439291.html



    In diesem Jahre Weizen

    15.12.1949


    Fünfzig Meter hinter Lübecks Bucht-Brandung will Bauer Detlef Ploen aus Sierksdorf in seiner Ostsee-Gästepension jetzt privatisieren. Gleich dahinter liegt der Ploensche Hof. Der hat seinen Besitzer die parteipolitische Dorfkarriere als CDU-Bürgermeister gekostet.

    Detlef Ploen meint, das habe die SPD getan. In Wirklichkeit war es ein anonymer Brief. Mit stilistisch-niveauvollen und orthographisch einwandfreien Sätzen war er von einer "Sierksdorf-Bürgerin" an den Gemeinderat gerichtet.

    Karl Odenthal, Haupt der Vier-Männer-SPD-Fraktion neben sechs CDU-Rats-Herren erfuhr davon. Bürgermeister Detlef Ploen wurde darin Grabschändung vorgeworfen. Gemeint war Ploens Drei-Angel-Acker.

    Die anonyme Hand wollte wissen, daß dort zwischen Mai und August 1945 KZ-Häftlinge in Massengräbern beerdigt worden seien. Das habe Detlef Ploen jedoch nicht gehindert, den Acker mit Kohl zu bebauen.

    Zwei Tage nach Briefeingang, am 25. November, saßen die Ratsmitglieder in Johannes Buchholz' wintereinsamen Ostseefremdenheim. Hauptpunkt der Tagesordnung: Drei-Angel-Acker.

    Vorm Dorfkabinett nebst Zuhörern wurde der Brief verlesen. Bis zum Sitzungsende blieben Ploens Lippen verschlossen. Danach öffnete sie ein "Lübecker Nachrichten"-Korrespondent. Ihm gab Ploen für die Presse zehn bis zwanzig Leichen frei.

    Die besuchte er zwei Nächte darauf im Dunkel zwischen Sonnabend und Sonntag. Dazu schaufelte er ein Loch in seinem Acker. 1,25 m tief, 1,75 m lang. Um es dem ministeriell Beauftragten Willi Neumann am Montag mit den freigelegten Knochenresten von ein oder zwei Toten zu präsentieren.

    "Gegen das ausdrückliche Verbot des Landrats, ohne meine Zustimmung etwas an dem Feld zu verändern", ist Karl Odenthal in seiner winterfest gemachten Sommersitz-Villa empört.

    Man hatte ihn zum Vorsitzenden eines Untersuchungsausschusses gewählt. CDU-Gegenkandidat Siedler Schwarzburger kam nicht durch. Ihm fehlte Ploens Stimme. Zwei CDU-Ratsmitglieder waren bei der Wahl ohnehin nicht anwesend. So stand es 4:4. Odenthal fuhr dazwischen. "Herr Ploen, in dieser Angelegenheit können Sie nun wirklich nicht mitstimmen!" Ploen nahm die Hand wieder herunter. 4:3 für Odenthal.

    Die Polizei zeigte sich jetzt auch interessiert. 29 Zeugenaussagen rollten bereits über ihre Schreibmaschinenwalzen.

    Ergebnis: Zwischen Mai und August 45 wurden mit Ploens Kastenschlitten 89 Tote auf dem Drei-Angel-Acker beerdigt. 1,05 m unter Ploens Kohl.

    Der inzwischen zurückgetretene Bürgermeister Detlef Ploen bestreitet den Kohl: "Im vergangenen Jahr ist Hafer drauf gegewesen, in diesem Jahre Weizen".

    Ausschußhaupt Odenthal dagegen sagt: "Ploen hat die Leichen als Dung benutzt. Das ist nicht nur ein grobes Desinteressement, sondern auch Grabschändung." Außerdem will er auf Verbrechen gegen die Menschlichkeit hinaus.

    Es handelt sich größtenteils um ertrunkene KZ-Häftlinge von der kurz vor Kriegsende in der Lübecker Bucht versunkenen "Cap Arkona". Der Ostwind trieb die Unglücklichen an Ost-Holsteins Bäderstrand.

    Die eben angerückten Besatzungsengländer ordneten sofortige Bestattung an. In Sierksdorf gab es keinen Friedhof. Aber Ploens Drei-Angel-Acker war damals Weide Sie wurde zum Massengrab.

    Ein solches Grab wieder als landwirtschaftliche Fläche zu nutzen, hält Odenthal den Angehörigen der Toten gegenüber für ein Unmenschlichkeitsdelikt.

    Dr. med. Diekmann weiß als ortsansässiger Arzt auch von Einzelgräbern am Strand. Erst kürzlich ragte ihm aus dem Sand eine Hand entgegen.

    Hamburgs VVN ist mit der Wasserleichen-These nicht zufrieden. Sie beanstandet die Untersuchung durch örtliche Landpolizei. "Wenn ein einzelner ermordet wird, kommt sofort die Mordkommission. Weshalb kommt sie in diesem Fall nicht?"

    Untersuchungs-Chef Odenthal kann sich damit nicht mehr befassen. Er hat den ganzen Vorgang in seiner gelben Mappe mit dem rotunterstrichenen Titel "KZ-Gräber in Sierksdorf" auf die Kieler Regierungstische befördert und betrachtet seine Mission als erledigt.

    Sein Vorschlag, die Gemeinde solle den Drei-Angel-Acker von Ploen ankaufen und zum Ehrenfriedhof machen, zerbrach an Detlef Ploens hartem Holsten-Schädel.

    Hallo zusammen,


    hier könnten sich Beweise zur Religion befinden:


    Archivsignatur: R 9361-II/401233

    Herbst, Carl
    Bestandsbezeichnung: Sammlung Berlin Document Center (BDC): Personenbezogene Unterlagen der NSDAP / Parteikorrespondenz
    Geburtsdatum: 13.5.1894
    Unterlagenart: Sachakte
    Alte Signatur: VBS 1 / 1040032702
    Benutzungsort: Berlin-Lichterfelde

    Hallo Thomas,


    vermutlich handelt es sich hierbei um:


    Archivsignatur: PERS 6/7651

    Herbst, Wilhelm
    Bestandsbezeichnung: Personalunterlagen von Angehörigen der Reichswehr und Wehrmacht
    Geburtsdatum: 8.7.1892
    Amtsbezeichnung/Dienstgrad: Oberst
    Dienststelle: Heer
    Unterlagenart: Personalakte

    Alte Signatur: 20450

    Benutzungsort: Freiburg



    Wilhelm Heinrich Herbst
    Sterbealter: 65
    Art des Ereignisses: Beerdigung (Bestattung)
    Geburtsdatum: ca. 1893
    Sterbedatum: 10. Feb 1958
    Bestattungsdatum: 13. Feb 1958
    Bestattungsort: Heidelberg, Baden, Preußen
    Kirchgemeinde wie angezeigt: Heidelberg
    Seitennummer: 346;347

    Hallo Uwe,


    im Telefonbuch Berlin 1936,37 sind folgende Einträge vorhanden:


    Berlin-Karlshorst:

    In der NS-Zeit wurde 1936–1938 die Pionierschule I der Wehrmacht an der Zwieseler Straße mit etwa 20 Einzelgebäuden errichtet, darunter ein großes Hörsaalgebäude und ein Hochbunker. Sie diente der Offizierausbildung. 1942 wurde sie in Festungspionierschule umbenannt.

    Quelle: Wikipedia

    Hallo zusammen,


    auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Höltigbaum drehe ich regelmäßig meine Gassirunden. Dabei denke ich dann hin und wieder an die hier ermordeten Wehrmachtsangehörigen.


    Etwa 300 Deserteure und Kriegsverräter wurden unter anderem auf dem Schießplatz Höltigbaum im Hamburger Stadtteil Rahlstedt erschossen, enthauptet oder erhängt. Quelle


    Es waren einfache Soldaten, Matrosen, Pioniere und Schützen, auch Obergefreite und Unteroffiziere sowie zwei junge Offiziere. Insgesamt geht man von etwa 330 erschossenen Deserteuren aus. Quelle


    Ich habe hier ein paar Nachweise dafür gefunden.


    Nachname: Richter

    Vorname: Herbert

    Dienstgrad: Oberjäger

    Geburtsdatum: 29.10.1920

    Todes-/Vermisstendatum: 1945

    Todes-/Vermisstenort: nicht verzeichnet

    Herbert Richter ruht auf der Kriegsgräberstätte in Hamburg-Ohlsdorf.

    Endgrablage: Einzelgrab

    https://www.volksbund.de/graeb…9d3528ac7f8ba4dfc1168c3dd


    Nachname: Schönfeld

    Vorname: Ferdinand

    Dienstgrad: Grenadier

    Geburtsdatum: 27.08.1923

    Todes-/Vermisstendatum: 05.02.1945

    Todes-/Vermisstenort: nicht verzeichnet
    Ferdinand Schönfeld ruht auf der Kriegsgräberstätte in Hamburg-Ohlsdorf.

    Endgrablage: Block Z40 Reihe 8 Grab 3

    https://www.volksbund.de/graeb…4f911fd0c8b39298e25a428fb


    Nachname: Kath

    Vorname: Hermann Emil Amandus

    Dienstgrad: Pionier

    Geburtsdatum: 09.11.1908

    Todes-/Vermisstendatum: 24.04.1945

    Todes-/Vermisstenort: nicht verzeichnet
    Hermann Emil Amandus Kath ruht auf der Kriegsgräberstätte in Hamburg-Ohlsdorf.

    Endgrablage: Einzelgrab

    https://www.volksbund.de/graeb…5c2310d96272dc7154cd21f48


    Nachname: Junge

    Vorname: Otto

    Dienstgrad: Obergefreiter

    Geburtsdatum: 25.10.1916

    Todes-/Vermisstendatum: 01.02.1945

    Todes-/Vermisstenort: nicht verzeichnet
    Otto Junge ruht auf der Kriegsgräberstätte in Hamburg-Ohlsdorf.

    Endgrablage: Einzelgrab

    https://www.volksbund.de/graeb…eb6d43852fee4770b1597c426

    Hallo Lemon,


    Die Entnazifizierungsakten auch Spruchkammerakten genannt, finden Sie in den jeweiligen zuständigen Landes- oder Staatsarchiven.

    Hinweis zu Unterlagen aus "Entnazifizierungsverfahren"

    In den alliierten Besatzungszonen wurden im Kontext der sogenannten Entnazifizierung seit 1946 zahlreiche Spruchkammerverfahren geführt, in denen sich Deutsche für ihr Verhalten während der NS-Zeit zu verantworten hatten. Die Akten dieser Verfahren befinden sich nicht beim Bundesarchiv, sondern bei dem für den jeweiligen Wohnort der Betroffenen zuständigen Landesarchiv.

    Beim Bundesarchiv in Koblenz aufbewahrt wird aber der Bestand Z 42 Spruchgerichte in der Britischen Zone. Die Verfahren dieser Gerichte sind eine Besonderheit der Britischen Besatzungszone. Ihr Ziel war die Aburteilung von Mitgliedern der NS-Organisationen, die vom Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg für verbrecherisch erklärt worden waren.


    https://www.bundesarchiv.de/DE…rlin-document-center.html