Posts by bemarx

    Hallo Wolfgang,


    es freut mich sehr, dass ich dir weiterhelfen konnte! Gleichzeitig überlege ich, wie ich an weitere Informationen komme. In dem Buch, das ich zitiert habe und welches von 1996 ist, gibt es noch ein paar Quellen, denen ich mal nachgehen kann. Wobei ich nicht weiß, ob man da heute noch viel erreicht. Vermutlich basiert auch manches auf Aussagen von Dorfbewohnern. Auch wenn das Dorf in diesen Wochen aufgrund der Evakuierung leer war, waren dennoch ein paar Menschen dort, um auf das Vieh aufzupassen. Ich werde mich mal an die Verfasser wenden und nachfragen, mit welchen Informationen sie damals den Text geschrieben haben. Ich kann dir. um vielleicht noch mehr zu erfahren, die Nara-Rollen zur Panzerdivision deine Onkels sehr empfehlen. Im Rahmen von Recherchen zu meinem Großonkel an der Ostfront "durchkämte" ich die entsprechenden Nara-Rollen nach seinem Regiment und fand sehr viele Informationen und Fakten (wann, wo,...)!
    Wenn du willst, können wir uns auch für deinen nächsten Besuch in Belgien abstimmen und ich komme dann auch. Dann können wir uns die Ecke zusammen anschauen: Da wo die Artillerie stand und wo sich vielleicht dein Onkel aufgehalten hat.
    Grüße aus Osnabrück,
    Boris

    Hallo Wolfgang,


    gerne gebe ich schonmal ein paar (eher allgemeine) Informationen aus dem Buch "Elsenborn -- ein Venndorf in seiner Geschichste" (2. Teil) zum Kriegsgeschehen Ende 1944 wieder:


    "Im November-Dezember erstreckte sich ein Teil der Front zirka 5,5 östlich von Rocherath-Krinkelt, entlang der Landstraße zwischen Belgien und Deutschland. In Krinkelt hatten die Amerikaner Quartier bezogen. Elsenborn war zu dieser Zeit erste Nachschublinie für die Amerikaner. Kriegsgerät und Truppenverstärkungen führten über die Elsenborner Landstraße nach Wirtzfeld Richtung Krinkelt.
    Am 13. und 14. Dezember starteten die Amerikaner eine Offensive gegen den deutschen Verteidigungsring, um Hellenthal zu erobern und die Siegfried-Linie nach Süden hin zu zerbröckeln. In die anfangs erfolgsversprechende Offensive hinein begann am 16. Dezember völlig überraschend die deutsche Gegenoffensive, die sogenannte Rundstedt- oder Ardennenoffensive. [...] Im Bereich zwischen Monschau und Losheim sollte die 6. SS-Panzerarmee die alliierte Front durchbrechen und anschließend bis nach Antwerpen vorstoßen.
    Die Kämpfe um Rocherath-Krinkelt und Büllingen waren hart und verlustreich und führten zur völligen Zerstörung dieser Dörfer. Die Amerikaner mussten sich am 18. Dezember schließlich über schlammige Wege nach Elsenborn zurückziehen, wo eine Sammelstelle für sie eingerichtet worden war.
    Nun sollten die Elsenborner Höhen zu einem bedeutsamen Widerstandspunkt werden. Hier hielten die Amerikaner allen weiteren Angriffen der Deutschen stand und vereitelten somit deren Durchbruch nach Innerbelgien in diesem strategisch wichtigen Bereich.
    [...] Westlich und südöstlich von Elsenborn, wie etwa in der Schieferkaul, standen schwere Artilleriegeschütze der Amerikaner, die sich ebenfalls in Hunderten von Bunkern und Schützengräben eingerichtet hatten."


    Schaut man sich bei Google Elsenborn an, dann sind die Elseborner Höhen westlich vom Dorf bei Rodderhöhe in Richtung Rocherath. Dort steht auch ein Denkmal zur Ardennenoffensive:


    http://www.worldwartours.be/ma…ld---elsenborn-ridge.html


    Das Denkmal wirst du sicherlich bei deinem Besuch in der Gegend gesehen haben, oder?


    Vielleicht sind diese Informationen ja ein kleines Teil in dem Puzzle, dass du legst...


    Viele Grüße und frohes Recherchieren,


    Boris

    Hallo Wolfgang,


    ich komme gebürtig aus Elsenborn und kann dir gerne weiterhelfen wenn es um die dortige Kaserne oder das Umfeld, in welchem die Kämpfe damals stattfanden, geht. Das belgische Militär führt in regelmäßigen Abständen Übungen auf dem Truppenübungsplatz aus, wodurch dann nur gewisse Teile begehbar sind. Das Museum ist zeitweise geöffnet. Ich habe zudem einige Informationen über das Kriegsgeschehen in Elsenborn während der Ardennenoffensive, vielleicht kann dir etwas davon weiterhelfen?


    Viele Grüße,


    Boris

    Matthias,


    ich habe noch eine weitere Frage zu den Karten zur Marschbewegung, die du am 16. Mai hochgeladen hast:


    Bei Morosowskaja steht am 19.12 vor 12/581 zusätzlich Trosse. Am 22.12. ist die gesamte Truppeneinheit bei Morosowskaja eingekreist, erneut steht dabei Trosse. Kann es also so sein, dass sich das Regiment selbst schon weiter nördlicher befand und das Tross noch im Versammlungsraum? Auf beiden Karten ist oben rechts I./III./581 zu sehen -- mein Großonkel muss mit der 12. Kompanie ja zum III. Bataillon gehört haben. Diese Tatsache würde dann auch wieder mit den Erkenntnissen aus dem Kriegstagebuch übereinstimmen, und zwar dass das Regiment zu dem Zeitpunkt schon nahe Orloff war und nicht mehr in Morosowskaja.


    Viele Grüße,


    Boris

    Hallo zusammen,


    nach dem Urlaub habe ich in den letzten Wochen so mache Stunde mit den Nara-Rollen verbracht und kann dank der zahlreichen, hier genannten Hinweise, folgende Ergebnisse zu den Geschehnissen des Grenadier-Regimentes 581 vor und an Weihnachten 1942 mitteilen:


    Nara-Rolle T315 R2028 (306 I.D.):


    [688]: 12./581: Ausladung in Schachty am 06.12.
    [684]: 12./581: Eingetroffen in Morosowskaja am 16. oder 18.12. (Laut Briefen meines Großonkels eher 18.12.)
    [618]: 13.12.: An Grenadier-Regiment 581: 1. Die Division wird […] im Raum um Schirokoff (60 km nördl. Morosowskaja) versammelt. 5. Verbindungsaufnahme mit Gruppe Spang.
    [619]: 14.12.: An Nachr. Grenadier-Regiment 581: 1. Auf Befehl der Heeresgruppe ist eine verstärkte Rgts.-Gruppe als Einsatzreserve im Raum Schirokoff zu versammeln. Hierzu wird das Gren.Rgt. 581 und II./A.R.306 bestimmt. 3. Gren.Rgt.581 wird ab 14.12.42 mit Kw.Kol in den neuen Versammlungsraum gefahren.
    [620]: 14.12.: An Nachr. Grenadier-Regiment 581: 1. […] am 16.12. den Weitermarsch in den Versammlungsraum […] frühzeitig fortzusetzen.
    [529]: 16.12. -- 12.55 Uhr: Befehl der Armee: Gren. Rgt. 581 antreten zum Marsch nach Norden. Unterstellung unter Gruppe Hollidt.
    [535]: 21.12. – 09.30 Uhr: Orientierung durch Ia 294 I.D. […]. Gren. Rgt. 581 hat keine Feldküche mehr. Dem Ia der 294 I.D. wird die schwierige Versorgungslage […] geschildert.

    Nara-Rolle T315 R1944 (294 I.D.):


    [102] 18.12.: Die bisher noch dem Gen.Kdo unterstehenden Teile des Gren.Rgt.581 werden der Div. unterstellt.
    [108] 18.12. – 17.10 Uhr: Bei der Kampfgruppe Pilling und bei dem in Popowka befindlichen Rgt. Lang (Gren.Rgt.581) bestehen Munitionsschwierigkeiten.
    [131] 22.12.: Die Kampfgruppe Pilling mit den unterstellten Teilen Gren.Rgt.581 setzt sich in der Nacht mit ihrer Nordfront auf den Nordrand von Ponomarewka ab.
    [133] 22.12.: […] wie auch die Kampfgruppe Pilling mit den unterstellten Teilen Gren.Rgt.581 starke Angriffe mit Unterstützung von Panzern und Panzerspähwagen abgewehrt hat.
    [139] 23.12.: Das Absetzen geht planmäßig vor sich […]. Nur das Gren.Rgt.581 hat besonders s.M.G. und Gr.W. liegen gelassen, weil „sie zu schwer waren“. Die frisch in den Osten gekommene Truppe, die sofort in den Kampf geworfen werden musste, scheint den hohen Anforderungen dieser schweren Kampftage nicht gewachsen zu sein.
    [156] 25.12. – 20.15 Uhr: […] besteht ostw. Orloff eine Lücke an der Front […]. Das […] Gren.Rgt. 581. wird mit Transportraum sofort dahin verladen, um diese Lücke zu schließen.
    [161] 26.12. – 14.30 Uhr: […] Ebenfalls verstärkt sich im Laufe des Nachmittags der Angriff auf das […] Gren.Reg.581 bei Orloff, das mit Teilen zurückgeht.
    [164] 27.12.: Nur das Gren.Rgt.581 […], die bei Orloff eingesetzt waren, sind durch den Feindangriff am Vorabend ziemlich zerpflückt und der Führung ihrer Offz. entglitten. Sie kommen nur als einzelne versprengte Gruppen zurück. […] Dadurch, dass sich das Gren.Reg.581 beinahe aufgelöst hat […].


    Diese Informationen sind ja schonmal sehr detailliert und bringen viel Licht ins Dunkle! Bei der Rolle der 22. Panzer-Divion konnte ich nichts weiteres finden. Als nächstes werde ich mir noch die anderen, von Jörg vorgeschlagenen Rollen anschauen. Zudem habe mir die Chronik der 306. I. D. von 1940-1944 bestellt, vielleicht ist darin auch noch etwas zu finden.


    Matthias, könntest du mir bitte mitteilen, wie du an den Kartenausschnit aus B 49 Millerowo M 1:300.000 mit Orloff gekommen bist? Ich würde mir gerne auch noch den Weg von Schachty nach Morosowskaja anschauen.


    Viele Grüße,


    Boris

    Hallo Eumex,


    vielen Dank für die Links!
    Die Bilder sehen vielversprechend aus...
    Schöne Grüße,


    Boris

    Hallo zusammen,


    in einem Thread hier im Forum ("Tätigkeit eines Melders im täglichen Dienst???") wird folgendes Buch empfohlen:


    York Helm: Die Ausbildung des InF.-Kompanietrupps, zweite neubearbeitete Auflage, Berlin 1940


    Ich würde mir dieses gerne besorgen um mehr darüber zu erfahren, was mein Großonkel als Melder machen musste und wie er ausgebildet wurde. Leider kann ich das Buch im Internet, weder bei Google noch bei Amazon, finden. Hat hier vielleicht jemand einen Tipp oder sind vielleicht die Angaben nicht korrekt?


    @ Ingo: Danke nochmal für den Tipp mit dem Reibert: Habe schon sehr viele interessante Infos gefunden und nun ein viel besseres Bild, was damals bei der Ausbildung zum Infanteristen ablief.


    Viele Grüße,


    Boris


    Thread verlinkt, Diana

    Hallo Ingo,


    besten Danke für den Buchtipp! Habe das Buch bestellt und bin gespannt, was ich zur Ausbildung alles darin finden kann.
    Viele Grüße,


    Boris

    Hallo zusammen,


    gibt es vielleicht ein Buch in welchem die Ausbildung (zum Grenadier) bei der Wehrmacht beschrieben wird? Ich habe zahlreiche Briefe meines Großonkels in welchen er ein bisschen berichtet, was sie in der Ausbildungszeit (Ende Juli bis Ende November 1942 an der belgischen Küste) gemacht haben, bevor es an die Front nach Südrussland ging. In Südrussland ist er dann vermutlich gefallen oder in Gefangenschaft gekommen (Status bis heute vermisst).


    Ich möchte gerne mehr erfahren: Welche Schwerpunkte gab es bei der Ausbildung (zum Grenadier), wie waren die Tagesabläufe, worauf wurden die Soldaten speziell gedrillt, ...


    Viele Grüße,


    Boris

    Hallo Jörg,


    abermals eine großes Dankeschön für deine Recherche bei der 22. Panzerdivision. Nun ist das Netz ja schon recht eng gezogen hinsichtlich der Informationen, was in diesen Tagen in Orloff passierte. Weiter oben schreibst du (04. Juli) "Allerdings weisen andere Meldungen und Befehle auf diese Unterstellung hin." Meinst du damit das von dir bereits geschriebene oder gibt es noch andere Berichte?


    Glaubst du, dass nun die Quellen ausgeschöpft sind oder kann man mit dieser Grundlage noch weiter in die Tiefe gehen, wenn es zum Beispiel um Berichte von Kompanien geht.


    Gruß,


    Boris

    Hallo Jörg,


    vielen Dank für die weiteren Infos und die Fundstellen zum Hauptmann Sauer. Gibt es denn auch Informationen von den Tagen zuvor? Ich werde aber auch mal selber in den Rollen nachschauen, ich habe mir sie auch runtergeladen.


    Ich lade hiermit das Schreiben von der Wehrmacht hoch, dass mein Großonkel seit dem 26.12. vermisst wird. Kann man vielleicht den Weg rückwärts gehen und anhand des Leutnant- und Kompanieführer Straike / Sträupl / Streupel / ? herausfinden, wem die Kompanie zu diesem Zeitpunkt zugeordnet war?


    Viele Grüße,


    Boris

    Guten Morgen in die Runde!


    @ Many und Eumex: Dann passen die Angaben des Volksbundes wohl soweit... Ich bin weiterhin sehr gespannt, was die Recherchen der Suchdienste ergeben! Ich kenne folgendes "positives" Beispiel aus meinem Heimatdorf von 2008: Der Enkel eines Vermissten stellte einen Antrag beim DRK und erhielt nach einigen Monaten ein siebenseitiges Dokument auf kyrillisch. Die Übersetzung enthielt eine sehr detaillierte Beschriebung des "Werdegangs" des Großvaters in der russischen Gefangenschaft. So groß der Schock einerseits war, so gut war es, Gewissheit über den Tod zu haben. Das DRK scheint wohl Dokumente aus den russischen Gefangenenlagern bekommen zu haben.


    Dazu noch eine Frage, auch wenn sie vielleicht naiv klingt: Glaubt ihr, es gibt noch Zeitzeugen die Aussagen über das Schicksal der 12. Kompanie des 581. GR aus dieser Zeit machen können bzw. wurden in den letzten Jahrzehnten Zeitzeugen dazu befragt? Wie groß war eine solche Kompanie in diesem Zeitraum und ist vielleicht ein Großteil der Kompanie in Gefangenschaft gekommen?


    @ Matthias: Danke für die ganzen Karten. Die Informationen die ich beim Überfliegen gelesen habe, decken sich mit den Aussagen aus den Briefen: Viel Marsch und Übernachtungen in Kolchosen. Ich habe sozusagen die Beschreibung deiner Informationen aus der Sicht eines Soldaten... Kannst du vielleicht den Link zur Nara angeben damit ich mal selber nachschauen kann, auch zur 22. Panzer-Division. Sind die Karten und Texte für Jedermann verfügbar?


    Vielen Dank und viele Grüße,


    Boris

    Hallo zusammen,


    mich freut es sehr, wie schnell mir hier geholfen wird und wie schnell ich an neue Informationen komme! Vielen Dank an alle für eurer Bemühen! Der Reihe nach meine Anworten auf die Einträge:


    @ Uli: Ich habe mich durch die Vermisstenbildliste durchgeklickt und dann das oben gepostete Foto von Karl mit den Angaben gefunden.


    @ Eumex: Ich habe auch ein Orloff in der Ukraine gefunden: Im Dreieck Luhansk-Rostow-Wolgograd in der Nähe von Morosowskaja. In dem Ort müsste das Gefecht stattgefunden haben, welches im Schreiben von der Wehrmacht, dass Karl vermisst wird, erwähnt wird.
    Ich schätze Mal, dass in den 40ern und 50ern aus Belgien noch Suchmeldungen für Karl aufgegeben wurden, danach ist das Thema wohl "eingeschlafen". Die Familiengeneration über mir - deren Onkel er war - hat nichts mehr gemacht und die Briefe haben seit den 1970ern auf dem Dachboden eines Verwandten gelegen. Nun habe ich sein Schicksal wieder aufgegriffen...


    @ Jörg: Diese Informationen werde ich noch im Detail nachvollziehen.


    @ Many: Die Informationen vom Volksbund liegen mir auch vor. Nur gibt es starke Abweichungen was die Daten angeht. Oder kann es sein, dass die Briefe damals wesentlich später ankamen? Wann wurde ein Soldat in der Regel von der Familie als vermisst gemeldet? Karl hat bis zum 17. Dez. im Schnitt zwei bis drei Briefe pro Woche geschrieben. Das Schreiben von der Wehrmacht, dass er seit dem 26.12.1942 vermisst wird, ist vom 25. März 1943. Kann es sein, dass die letzten Briefe erst wesentlich später ankamen und deshalb beim Volksbund der 01.12.1943 schon als Vermisstendatum angegeben ist? Dass er seit dem 01.12.1942 von seiner Einheit vermisst wird, wiederspricht ja dem Brief von der Wehrmacht, die ihn seit dem 26.12.1942 vermisst. Und im Dez. 1942 gibt es noch min. drei Briefe von ihm. Oder ging es zu derzeit derart "drunter und drüber" dass es so große Abweichungen bei den Daten geben kann?


    So weit so gut... ich bin gespannt auf eure Antworten und wünsche noch ein schönes Wochenende!


    Boris

    Hallo many,


    vielen Dank für die schnelle Antwort! Ja, das ist Karl. Genau dieses Foto habe ich auch von ihm. Aus welcher Quelle stammt dieses Foto? Belgien ist auch richtig, meine Familie stammt aus dem deutschsprachigen Teil der 1940 nach dem Westfeldzug annektiert wurde. Gibt es denn noch mehr Informationen zu seiner Kompanie? Wofür steht "Orlow 10.42? Im Oktober müsste das Regiment noch in Belgien gewesen sein...


    Hallo Uli,


    auch dir Danke für deine Tipps. Bei der WAst und dem DRK stellte ich Anfang Februar schon Anträge. Ich warte mal ab, wie detailliert die Antworten sind und stelle ggf. nochmal neue Anträge, um den vollständigen militärischen Werdegang zu erfahren. Den Link zur Lexikon der Wehrmacht kenne ich bereits, den zu Kerstin Ullrich noch nicht - werde ich detailliert lesen!


    Viele Grüße,


    Boris

    Hallo zusammen,


    vor einigen Monaten sind mir rund 80 Briefe in die Hände "gefallen", die mein Großonkel Karl Marx (*1923) aus seiner Zeit bei der Wehrmacht nach Hause geschickt hat. Sein Status ist bis heute "vermisst", denn die Briefe enthalten das Schreiben von der Wehrmacht vom März 1943, dass "Grenadier Karl Marx seit dem 26. Dez. 1942 in einem Gefecht bei Orloff/Südrussland vermisst wird". Ich habe Anträge bei der WAst und beim DRK gestellt mit der Hoffnung, endlich - im Jahr 2016 - Gewissheit über sein Schicksal zu erlangen.


    Gleichzeitig habe ich selber begonnen zu recherchieren und möchte das Forum nun also weitere Informationsquelle nutzen, sofern mir jemand helfen kann. Aus den Ortsangaben in den Briefen, der Entschlüsselung der FPN sowie Recherchen im Internet bin ich ziemlich sicher, dass Karl dem 581. Grenadier-Regiment zugehörig war. Sein letzter Brief ist vom 17. Dez. 1942, darin erwähnt er den ersten Kontakt mit den Russen. Wenige Woche vorher waren sie von der belgischen Küste nach Südrussland verlegt worden und mussten dann viel und lange Richtung Front marschieren.


    Kann mir hier jemand weiterhelfen wenn es um die Zeit nach dem 17. Dezember geht? In diesen Tagen müsste Karl ja gefallen oder in Gefangenschaft gekommen sein... Gibt es genauere Informationen über das 581. Grenadier-Regiment aus diesem Zeitraum? Wie detailliert sind heute überhaupt noch Informationen über Regimente und deren Kompanien? Kann ich überhaupt an weitere Details kommen?


    Vielen Dank im Voraus,


    Boris