Posts by Margarete

    Feld Ers.Bt. 335


    Guten Tag allen,

    hallo, Nachforscher,


    in den Rückkämpferberichten sind etliche Aussagen von Angehörigen der 335. Infanterie-Div. dabei (NARA-Rolle T78 R140).

    Diese Rolle kannst Du Dir bei John Calvin herunterladen.

    So gehts:

    Microfilm Rolls


    Vorab ein Auszug zum FEB 335.

    Gruß Margarete

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    Hallo, Roland,

    das mit der Fleißarbeit kann ich nur zurückgeben!!!


    Zitat Margarete:

    Auf einer Gräberkarte steht die Truppenbezeichnung: SS-Pol. 6, Eingreifgruppe Pieper. ...Gefallen am 5.8.43 bei Tschernelowka - Grablage Proskurow. (das "t" von Prostkurow war ein Schreibfehler meinerseits)


    Zitat Roland:

    Der Befehlshaber der Ordnungspolizei für die Ukraine – Gesch. Stelle – Kiew, den 23.August 1943 Tagesbefehl Nr.40 ...

    Rev.Obwm. d.Sch. Erich Klein Eingreifgr. Piper, am 5.8.43 b. Tschernelowka

    … (Bestand 500 Findbuch 12493 Akte 41 Unterlagen BdO für die Ukraine, Bl. 268 - 269)GA 978/0461 Erich Klein, 14.2.1911 Düsseldorf, Rev. Owm., SS-Pol 6, Eingreifgruppe Pieper, EKM – 263 – Pol.Btl. 314


    Roland, ich bin ein bisserl verwirrt. Meine Frage ging dahin, ob Erich Klein tatsächlich bei "Piper" war. Dies wird durch den Tagesbefehl Nr. 40 anscheinend bestätigt. Piper befand sich im Großbereich Luzk. Todesort und Grablage von Klein wurden angegeben mit Tschernelowka/Proskurow.

    Wenn es sich dabei um diesen Ort handelt Proskurow** = bis 1954, danach Chmelnyzkyi ist er ca. 220 km von Luzk entfernt. Allerdings habe ich Tschernelowka nicht finden können (andere Schreibweise?).

    Ist es wirklich vorstellbar, dass sich "Piper" im August dort aufgehalten hat?


    Zitat Roland:

    Wie die Beschriftung auf der Gräberkarte letztendlich zu Stande kam, kann ich leider auch nicht sagen - u.a. ist mir eine "6.Kompanie" dieser Einheit Piper bisher nicht begegnet,

    Welche 6. Kompanie? :?: Nachtrag: Meinst Du, die 6 in "SS-Pol. 6, Eingreifgruppe Pieper" steht für 6. Kompanie, nicht für Pol.Rgt. 6?

    -----------------

    http://maps.mapywig.org/m/German_maps/series/300K_UvM/ - siehe Karten U50 Proskuroff, T51 Luzk


    https://de.wikipedia.org/wiki/Proskurow Zugriff: 02.07.2021

    Proskurow (russisch Проскуров) steht für: ehemaliger Name der ukrainischen Stadt Chmelnyzkyj


    https://de.wikipedia.org/wiki/Chmelnyzkyj Zugriff: 02.07.2021

    Chmelnyzkyj

    Chmelnyzkyj (ukrainisch Хмельницький; russisch Хмельницкий Chmelnizki; ursprünglich gemeinostslawisch Плоскиривцы/Ploskirivcy; vom 18. Jahrhundert bis 1954 ukrainisch Проскурів/Proskuriw, russisch Proskurow, polnisch Płoskirów) ist die Hauptstadt der gleichnamigen Oblast in der Ukraine mit etwa 267.000 Einwohnern, Industriestadt, kultureller Mittelpunkt der Oblast mit Theater, Philharmonie, Hochschule und Fachschulen. ....


    Die Stadt wird vom Oberlauf des Südlichen Bugs durchflossen und liegt an der Eisenbahnhauptstrecke Lwiw–Odessa bzw. – Kiew. In der Stadt kreuzen sich die Fernstraßen M 12 und N 03. Nach dem nordöstlich gelegenen Kiew sind es 278 Kilometer (Luftlinie) und nach Lwiw im Westen sind es 217 Kilometer. ....


    Die Stadt entwickelte sich seit dem 17. Jahrhundert bis zum Holocaust zu einem großen jüdischen Zentrum. Um 1900 betrug der jüdische Bevölkerungsanteil rund 49 %.[2]......

    --------

    OT: Im Februar 1919 wurden Pogrome gegen Juden durchgeführt. (Naiverweise hatte ich angenommen, dass nach dem Sturz des Zaren Pogrome gegen Juden nicht mehr durchgeführt wurden - bis die Deutschen kamen.)

    https://www.yadvashem.org/unto…atabase/index.asp?cid=748


    Grüße von Margarete an alle

    Guten Abend, allen zusammen,


    zufällig bin ich auf diesen Beitrag gestossen. Ich muß das mal kurz erklären.

    Mein Großvater war bei der 213. Inf.Div., die wurde Sich.Div. Der 213. unterstand das Pol.Batl.318. Der Komp.Chef der 3. Kompanie war Hauptmann Grimm (Stellenbesetzung vom 15.05.42). Irgendwann im Sommer 1942 wurde das Pol. Batl. 318 zum III. Batl. des Pol. Rgts. 6 bzw. SS Pol 6. (Polizei ist nicht wirklich mein Interessengebiet. Seht mir also bitte nach, wenn meine Aussagen bis hierher evtl. nicht ganz "politisch korrekt" sind.)


    Nun wurde ich gebeten, Gräberkarten des Polizei Regt. 6 ausfindig zu machen (32 Funde).

    Dabei fand ich u.a. Karten mit der Truppenbezeichnung: SS Pol. Rgt. Kampfgr Grimm oder Kampfgr. Grimm SS Pol Rgt. 6 bzw. III./SS Pol Rgt. Kampfgr. Grimm. Bei dem "Grimm", so vermute ich, wird es sich um den o.g. Hauptmann Grimm handeln.


    Auf einer Gräberkarte steht die Truppenbezeichnung: SS-Pol. 6, Eingreifgruppe Pieper. Erkennungsmarke: Pol. Btl. 314. Gefallen am 5.8.43 bei Tschernelowka - Grablage Prostkurow.

    Beim Kuugeln fand ich diesen Beitrag zum Sonderkommando Hauptmann Pieper. Nachdem ich nun auch noch Gräberkarten zu "Piper" tlw. heruntergeladen habe, frage ich mich, ob es sich um ein- und dieselbe Einheit handelt? Das SS-Pol 6 wird nur ein einziges Mal in Verbindung mit der Eingreifgruppe Pieper (mit i e ) genannt, während die anderen Pipers (nur mit " i ") mit dem SS Pol Rgt 11 in Verbindung stehen.

    Siehe hier:


    Gräberkarten von Angehörigen des

    Truppenteils

    Name / Erkennungsmarke / Tag + / Ort des Todes / Grab


    Eingreifgruppe Piper, SS Pol.Rgt. 11

    Dre.L. / Pol. Reit. Abt. I / 1.7.43 / 5 km westl. Dubno / Dubno Krgfrdh.

    Hel.B. / Pol. Btl. 303 / dto.

    We.P. / Pol. Btl. 314 / dto.

    Wo.P. / Pol. Rgt. 11 / dto.


    Eingreifgruppe Piper 4 Kp.

    Br.A. (*geb.in Lettl.) / 23. Schutzm. Btl. / 6.7.43 / 3 km südl. Jorowa ... / Zwiahel, russ. Sammelanlage


    Eingreifgruppe Piper, SS Pol.Rgt. 11

    Fie.H. / 7. Pol. Pz. Kp. / 16.7.43 / Dorf Blüdniki, südwestl. Halirz / Stanislau Krgfrdh.

    Flö.P. / Pol. Btl. 314 / 16.7.43 / dto.

    Ho.A. / II./Pol. Rgt. 11 / 16.7.43 / bei Dorf Pukasowic, 4 km w. Halitsch / Stanislau

    Mö.E. / II./Pol. Rgt. 11 / 16.7.43 / dto.

    Ort.A. / II./Pol. Rgt. 11 / 16.7.43 / dto.


    II./SS Pol. Rgt. 11

    Piper,Heinrich /II. Pol. Rgt. 11 / 8.11.43 / Silno Wald 5 km nördlich / Heldenfriedhof Lusk (Karte anliegend)

    Ve.P. / Pol. Rgt. 11 / 8.11.43 / bei Silno / Luzk

    Ste.K. / Pol. Btl. 303 / 8.11.43 8 nördl. Silno / Luzk, Heldenfriedhof

    Ste.G. / Pol. Btl. 314 / 8.11.43 / dto.

    Ka.W. / Pol. R. 11 / 8.11.43 / bei Silno / Luzk Krgfrdh.

    Pol. Batl. 303

    Ha.Ot. / Pol. Bat. 303 / 8.11.43 / bei Silno / Luzk bei Silno Kgfr.

    Pol. Btl. 314

    Pö.F. / Pol. Btl. 314 / 8.11.43 / dto.


    Für in Silno am 8.11.43 Gefallene 17 Gräberkarten online gefunden (7 heruntergeladen).

    Entfernung Silno-Luzk knapp 50 km - siehe Karte

    Schreibweise: Luck – Lusk – Luzk – manchmal: Lutsk


    Wikipedia: Woiwodschaft Wolhynien

    https://de.wikipedia.org/wiki/…hynien_(1921%E2%80%931939)

    mit schöner Übersichtskarte

    "Administrative Gliederung der Woiwodschaft 1939"

    https://upload.wikimedia.org/w…_administracyjny_1939.png


    Gruß von Margarete

    Guten Abend, zusammen,


    mir liegen Schriftstücke vor über die Versuche, nach Kriegsende die Personalunterlagen von Marine-Angehörigen aufzufinden (im Britischen Sektor).

    U.a. mußten ehemalige deutsche Soldaten aus Personalakten Unwichtiges entfernen (Bericht v. 21.7.46), wohl um das Gewicht vor dem Transport zur Royal Navy nach Minden zu reduzieren. Die in Kiel eingesetzte Dienstgruppe mußte täglich 3000 Akten durchsieben.


    Bei Durchsicht von Meldekarten war mir dieser Eintrag aufgefallen: "von der Wehrmacht entlassen für Royal Navy Baracken" und "Arbeitsstelle: Royal Navy". Ich vermute, diese Männer gehörten zu den oben genannten.


    Einen Bericht möchte ich gern einstellen. Ich meine, er ist eine interessante Ergänzung dieses Themas.



    Bericht Nr. 7 über Dienstreise Hamburg, Eutin, Plön, Kiel, Flensburg, Eutin, Kiel, Plön, Eutin, Minden vom 4.-12.2.46

    Korv.Kapt.Dr. Givens im Auftrag des Staff Officer Security B.N.C.C.G.

    Am 4.u.5.2.46 in Begleitung von s/Lt. Crosse R.N.V.R.

    ===============================================================

    Auftrag: Feststellung der in Russland gefallenen Dtsch.Mar.-Offze.bezw. Hilfsmitteln für diesen Zweck.


    4.2.46/5.2.46 Hamburg:

    Meldung beim Security Office s/Lt. Roderick GM/SA Navy House St.Pauli.

    Rücksprache mit Kpt.z.S.Schumann, F.Kpt.Wittig, K.Kpt. a.D.Mellin (vom Nautischen Institut).


    Die gesuchte Liste aller Marine-Offiziere vom Stande der Kapitulation mit Kommandoangabe existiert nicht. Zur Verfügung gestellt wurde:


    1.) Liste aller Kommandeure vom Stande der Kapitulation (für Feststellung wesentlich)


    2.) Liste aller Höheren Offiziere bis Freg.Kapt. einschl. abwärts ohne Kommandos und Anschriften. Bereits Juni 1945 der Royal Navy übergeben (ohne Belang).


    3.) Eine Aufstellung über Verluste Kriegsmarine (Gefallene, Vermisste Kriegsgefangene) getrennt nach Seegebieten (Ursprung Marquardt).


    Infolge Ausfalls der gesuchten Liste ist für die befohlene Feststellung die Beiziehung der Kartei des ehemaligen OKM/MPA (Kommandierungskartei)‚ die in Eutin von britischen Truppen beschlagnahmt wurde, sowie der Verlustkartei Marquardt in Flensburg, über die im Bericht Nr. 3 vom Dezember 45 unter Ziffer 26 Meldung erstattet wurde, erforderlich.


    Um diese Unterlagen aufzufinden bezw. sofort herbeizuschaffen setzte K.Kpt. Givens Dienstreise fort, nachdem Lt. Crosse für Bereitstellung eines Wagens zu dieser Fahrt Sorge getragen hatte. Lt. Crosse kehrte am 5.2.46 nach Minden zurück.


    Noch 5.2.46. Plön

    Meldung bei Royal Navy Headquarter Schleswig-Holstein, Security Office, s/Lt. Johnson (Lt.Cdr.Proctor nicht anwesend). S/Lt. Johnson telefonierte mit dem Adjutanten der Royal Dragoons Eutin, Redbergkaserne und wies mich an, mich in der Wachstube des Regiments zu melden, dort befände sich ein Haufen Dokumente, ob es die gesuchten seien sei nicht bekannt.


    Eutin

    Ich meldete mich bei der Regimentspolizei in der Redbergkaserne. Hier fand sich in einer Ecke gestapelt eine grössere Anzahl von Kisten mit Personalakten, aber offenbar nicht die gesuchte Kartei, zu deren Identifizierung mir Frl. Hoffmann von der GM/SA, früher MPA, mitgegeben worden war, da Kpt. Mellin unabkömmlich. Eine genauere Untersuchung, zu der alle Kisten hätten weggeräumt werden müssen, war nicht möglich, da so spät keine Arbeitskräfte verfügbar. Da aber nach Aussage des englischen Serganten diese Dokumente bereits seit August v.J. hier lagerten, während ich die gesuchte Kartei noch im Dezember im Gefängnis in Eutin festgestellt hatte, schien es ausgeschlossen, dass die Kartei hier lagerte.


    Rücksprache im Gefängnis Eutin‚ das jetzt unter deutscher Polizeiaufsicht steht. Übernahme durch die Polizei am 17.12.45. Zelle 17 leer übergeben, über Verbleib der Dokumente nichts bekannt. (Aussage der Polizei-Offiziere). Am vorhergehenden Sonnabend, den 2.2.46, sei jedoch ein grösserer Haufen Dokumente, offenbar Personalakten, vom Boden des Gefängnisses durch einen deutschen Marine-Offizier in Begleitung eines britischen Serganten vom 8. Corps abgeholt und mit LKW weggefahren worden, wohin unbekannt.


    6.2.46. Kiel

    Marine-Bereichskommandant, Kiel.

    Nachforschung nach den in Eutin abgeholten Dokumenten.


    Durch Aussage von Geschw. Richter Dr. Meissner festgestellt, dass es sich um Untersuchungsakten gehandelt habe, die nach dem Marine-Gerichtsaktenarchiv auf Gut Hörst bei Rieseby überführt worden seien (durch Mar.Stabsrichter Barthold)


    Eutin

    Rücksprache beim Town-Major, Major Dales. Dieser versprach Nachforschung nach den Dokumenten, von deren Verbleib ihm nichts bekannt sei. Empfahl zunächst Nachfrage bei dem Hauptquartier der 80. Brigade, dem das 93. Light A.A. Regiment, R.A., das die Wache im Gefängnis gestellt hatte, unterstellt gewesen sei. Über seine Nachforschung soll ich übermorgen Bescheid abholen.


    Rücksprache mit Major Barbary und Cpt. Morray H.Qu. 80. Brig. Seeschloss Fissau bei Eutin. Über Verbleib der Dokumente nichts bekannt, verantwortlich war Cpt. Gregory vom 3. Regiment, Regiment ist aufgelöst, Offiziere verteilt, Brigade werde nachforschen, und das Ergebnis der Royal Navy Headquarter mitteilen, schriftlicher Bescheid soll abgewartet werden.


    7.2.46. Flensburg

    Die Nachweis- und Betreuungsstelle für Kriegsgefangene des Deutschen Roten Kreuzes(Kartei Marquardt) hat verlegt und befindet sich jetzt im Heinz-Krey-Lager‚ dort besichtigt. Für Abtransport werden benötigt, 8 Tage Vorbereitung und 8 LKW, davon 2-3 reines Karteimaterial, das übrige Einrichtungsgegenstände. Nachdem die vorhandenen 5 Schreibkräfte vor wenigen Tagen ins russische Gebiet zurückgekehrt sind, wird die Arbeit behelfsmässig von Herrn Marquardt, seiner Frau und seinem Jungen und Stabsintendant Jürgen sowie unter Mithilfe von Freg.Kpt. a.D. Rost bewältigt. Für die Kartei interessieren sich auch andere Stellen der ehemaligen Wehrmacht bezw. der ehemaligen Wehrmachtauskunftsstelle Wast. Beschleunigte Entscheidung erforderlich, damit Arbeit baldigst weitergeführt werden kann. Verlustübersicht nach Seegebieten übergeben.


    8.2.46. Eutin

    Rücksprache bei Town-Major. Über Verbleib der Dokumente hat nichts festgestellt werden können. Empfohlen wird Rücksprache mit Cpt. Gregory, früher 93. Regiment, der sich jetzt bei der 20. A.A. Brigade in Hamburg befindet.


    Persönliche Nachforschung im Gefängnis durch Vernehmung der Kochfrau Heinecke und ihrer Hilfe. Lt. deren Aussage sind die Dokumente, unter ihnen die Kartei, auf einem kleineren Wagen kurz vor Übergabe des Gefängnisses an die Deutsche Polizei von britischen Truppen abgeholt worden. Es schien daher wenig wahrscheinlich, dass sie nach ausserhalb gekommen sind. Ich erfuhr die Namen und Anschriften von mehreren englischen Soldaten‚ die bis zuletzt der Wache angehört haben und die jetzt in der Umgegend von Eutin kommandiert sein sollen.


    Ich suchte einen dieser Soldaten in der Nähe von Lübeck auf, aber auch dieser konnte keine genauen Angaben machen. Ich suchte dann nochmals die Redbergkaserne auf und bat um eine persönliche Unterredung mit dem Adjutanten des Regiments, Captain ?. Mit diesem zusammen suchte ich nochmals die vorhandenen Dokumente, die Wache hatte inzwischen gewechselt, der wachhabende Sergant behauptete im Gegensatz zu allen bisherigen Aussagen und auch, zu der Aussage des Adjutanten, der zufolge die Dokumente im November gekommen sein sollten, dass sie erst kurz vor Weihnachten hierher gebracht worden seien. Ich bat den Adjutanten, um Bereitstellung einer Arbeitsgruppe, um die Dokumente zu untersuchen, da eine solche nicht zur Verfügung gestellt werden konnte, vereinbarten wir sofortigen Abtransport der gesamten Dokumente, wobei sich ergeben würde, ob die gesuchte Kartei darunter sei. Die Beschaffung des Transportraumes und der Arbeitskräfte wurde mir überlassen. Ich fuhr sofort nach Plön

    Plön

    berichtete Lt. Cdr. Proctor und bat um telefonische Unterrichtung von Lt.Cdr.Child. Daraufhin erhielt ich Befehl, den Abtransport wie vorgeschlagen durchzuführen.


    9.2.46. Kiel

    Bereitstellung des Transportraumes (1-7 to LKW) erwirkte ich von der GM/SA Schleswig-Holstein in Kiel-Kronshagen. Das Arbeitskommando wurde mir für Montag vom Marine-Bereichskommandanten, Quartiermeister K.Kpt.Stötter, zugesagt. Desgleichen einen LKW für Rücktransport des Arbeitskommandos.


    Durch Bereichskommandant Kpt.z.S. Kähler, erfuhr ich, dass Kpt.z.S. Fenn‚ letzter Kommandeur des 9. Mar.Flak-Regts. in Gotenhafen, bereits entlassen und z.Zt. in Kiel anwesend sei. Ich suchte ihn auf, um über seine Erfahrungen über die Marineverluste im Kampfraum Gotenhafen zu hören. Er erklärte sich bereit, für sein Regiment die gewünschten Feststellungen zu treffen, wenn er einen entsprechenden schriftlichen Auftrag bekäme, damit er legitimiert sei. Ich liess ihm die folgende Bescheinigung durch den Marine-Bereichskommandant fertigen und stellte ihm evtl. Bestätigung durch Staff Officer Security Royal Navy in Minden in Aussicht.


    „Kpt.z.S. a.D. Dr. Fenn ist vom Naval Document Centre beim B.N.C.C.G. Minden beauftragt, Feststellungen über die Verluste der Deutschen Kriegsmarine im Ostseebereich in Sonderheit im Bereich der Kampfgruppe Gotenhafen zu treffen. Diese Angaben werden vom Royal Navy Headquarter in Minden auf Anforderung der britischen Regierung dringend benötigt. Dr. Fenn muss für diese Aufgabe bis auf weiteres uneingeschränkt zur Verfügung stehen. Englische und deutsche Dienststellen werden gebeten, ihm erforderlichenfalls behilflich zu sein."


    10.2.46. Sonntag


    11.2.46.

    7.00 Uhr Start Kiel mit 7 to LKW nach Eutin mit Arbeitskommando. Persönliche Abmeldung in Plön beim Lt.Cdr. Proctor, dieser bat die Abholung der Dokumente aus seinem Bereich zu beschleunigen und über die erfolgte Abholung ihn jeweils zu verständigen. Aufladen in Eutin um 1.00 Uhr beendet, Arbeitskommando entlassen. Rückfahrt nach Minden über Lübeck - Hamburg.


    Auf der Rückfahrt erste Reifenpanne vor Celle, zweite Panne (Motordeffekt) hinter Celle infolge Überschwemmung. Da kein Quartier zu finden, war ich gezwungen, die Nacht durchfahren bezw. auf der Strasse im Wagen zu übernachten, nachdem wir hinter Hannover infolge Überschwemmung nicht weiterkamen und der Brennstoff ausging. Am nächsten Morgen


    12.2.46. halfen uns britische Truppen mit Brennstoff aus, so dass wir im Laufe des vormittags in Minden ankamen.

    Auch der LKW konnte die Strecke nicht in einem Tage bewältigen und traf am Nachmittag in Minden ein.

    12.2.46 Dr. Givens

    Nachtrag:

    KIEL 11.2.46.

    In Kiel wurde mir beim Marine-Bereichskommandant gemeldet, dass sich dort eine grössere Anzahl von Offfzierspersonalakten und eine Anzahl (etwa 20) schwere Kästen mit 0ffizierskarteikarten befinden. Umfang des Materials konnte in der Kürze der Zeit nicht genau festgestellt werden, es wird angenommen, dass ein 5 to-LKW zum Abtransport genügt.

                                                       Dr. Givens


    Es grüßt Margarete


    PS: Bei den Überschwemmungen handelt es um das Jahrhunderthochwasser von Hannover

    https://www.ndr.de/geschichte/…nover,hochwasser3804.html

    Gerhard und Christa, schönen Dank!


    Liebe Christa, ich hatte das Internet bereits befragt und keine Antwort gefunden. Deine Aussage bestätigt meine Vermutung.

    Hier im Ort verstarb in der besagten Zeit ein ausl. Arbeiter an dieser Erkrankung. Er hätte also damals nicht gerettet werden können.

    Nochmals vielen Dank.

    Gruß von Margarete

    Hallo, Euch allen,


    Uwe, auf Dich habe ich gehofft!

    Anliegend ein "Schriftvergleich" zu F f E e B b (meine Meinung: da steht: Feld Ersatz Bataillon)

    - und die Angabe von Todesdaten. Die Bezeichnungen der Versorgung- bzw. Nachschubtruppen sind m.E.n. nur in Verbindung mit diesen (tlw.) erklärbar.


    Gestern habe ich zu der Thematik Feld-Ersatz-Bataillon und Kdr der Nachschubtruppe ein bisserl recherchiert.


    Die Belegung drei weiterer Feldpostnummernsiehe hier:

    36133

    (1.10.1940-27.2.1941) Kolonne Pionier-Bataillon 123,

    (8.9.1943-22.4.1944) 11.12.1943 gestrichen,

    (25.11.1944-Kriegsende) 20.3.1945 Stab Feldersatz-Bataillon 342,

    (25.11.1944-Kriegsende) 18.4.1945 Stab u. 1.-5. Kompanie Feldersatz-Bataillon 342.


    57779

    (12.3.1943-7.9.1943) Stab u. 1.-3. Kompanie Feldersatz-Bataillon 342,

    (23.4.1944-24.11.1944) 16.11.1944 Stab u. 1.-4. Kompanie Feldersatz-Bataillon 342,

    (25.11.1944-8.5.1945) 16.4.1945 gestrichen.


    41965

    (1.10.1940-27.2.1941) Stab Infanterie-Divisions-Nachschubführer 342,

    (8.9.1942-11.3.1943) Kommandeur des Infanterie-Divisions-Nachschubtrupp 342,

    (23.4.1944-24.11.1944) 26.9.1944 Kommandeur des Divisions-Versorgungs-Regiment 342,

    (25.11.1944-Kriegsende) 3.4.1945 Kommandeur des Divisions-Versorgungs-Regiment 342 u. Nachschub-Einheit.


    Der Tessin gibt folgende Informationen (gekürzt) (Deine Frage nach dem DATUM ist selbsterklärend):


    V. Feldersatz- und Feldausbildungstruppen
    Feldersatz-Bataillone.


    Bei Mobilmachung waren für die Infanterie- und Gebirgs-Divisionen der 1. Welle (aber nur für diese) Feldersatz-Bataillone zu 3 Schützen- bzw. Gebirgsjäger-Ersatz-Kompanien aufgestellt worden, die mit den Divisionen ins Feld gingen und aus denen sofort der erste Ersatz gedeckt werden konnte. Von diesen 38 Bataillonen wurden am 30. 12. 1939 die meisten (31 Bataillone) zur Aufstellung der dritten Regimenter der Divisionen 7. Welle verwandt. Im Frankreich-Feldzug hatten also nur noch vereinzelte Divisionen Feldersatz-Bataillone.


    Dagegen wurden im Frühsommer 1941 solche Bataillone für alle zum Osteinsatz bestimmten Infanterie Divisionen der 1., 2., 4. und 11. Welle, für die leichten Infanterie-Divisionen, die Gebirgs-Divisionen, die Infanterie-Divisionen (mot) und für die Panzer-Divisionen wieder aufgestellt. Sie führten die gleiche Nummer wie die Versorgungstruppen der Division.

    ......

    Am 1. 9. 1943 wurde verfügt (OKH/GenStdH/Org. 1/7736/43), daß die Feldersatz-Bataillone die Nummern des A r t i 11 e r i e -Regiments-Stabes ihrer Division führen sollten. Besonders bei den Panzer-Divisionen war hierdurch vielfach eine Änderung in der Nummernbezeichnung notwendig. (Trotz dieser Verfügung führten 1944 mehrere Bataillone wieder die Nummern der Versorgungstruppen und nicht des Artillerie-Regimentes.)

    ......

    I. Nachschubtruppe

    .......
    Schon vor der Kriegsgliederung der „Inf.Div. 45" vom 10. 12. 1944 wurden am 1. 9. 1944 bei der Infanterie alle Versorgungseinheiten in einem Regiment zusammengefaßt; der bisherige Kommandeur der Nachschubtruppen (Kodina) wurde mit seinem Stab Kommandeur des neuen Versorgungs-Regiments. ...

    .....

    Am 15. 10., bzw. 1. 11. 1942 wurden die bisherigen Höheren Nachschubführer (bei den Heeresgruppen), die Armee-Nachschubführer, Korps-Nachschubführer und Divisions-Nachschubführer (Dinafü) in Höhere Kommandeure der Nachschubtruppen. Kommandeure der Armee-Nachschubtruppen, der Korps-Nachschubtruppen und der Divisions-Nachschubtruppen (Kodina) umbenannt. Letztere wurden, wie in Abschnitt 2 schon erwähnt, am 1. 9. 1944 Regiments-Kommandeure.


    Link zum Ersten Band TESSIN

    http://prussia.online/Data/Boo…samtubersicht%20(OCR).pdf


    Link zum LdW:

    Divisionseinheiten der 342. Infanterie-Divisionhttp://www.lexikon-der-wehrmac…taillone/IDGliederung.htm


    Zitat:

    Infanterie-Divisions-Nachschubführer 342


    Aufgestellt am 30. Oktober 1940 im Raum Koblenz. Am 15. Oktober 1942 in

    Kommandeur der Infanterie-Divisions-Nachschubtruppen 342 und am 1. September 1944 in

    Divisions-Versorgungs-Regiment 342 umbenannt.


    Ersatztruppenteil war die Kraftfahr-Ersatz-Abteilung 12.


    Vorerst Grüße von Margarete





    Guten Morgen, Nicco, Uwe, Karl, Wim und G.Aders, u.a.L.,


    es freut mich, dass das Thema von Interesse ist und schönen Dank für die weiteren Informationen.

    Uwe, Deinen Beitrag finde ich sehr interessant, weil darin ein Teilnehmer direkt berichtet.

    Wim, kann man Dein Buch irgendwo kaufen oder herunterladen?

    G.Aders, brach die juristische Laufbahn des Vaters ab, weil er nicht "konform" arbeiten wollte?


    Wenn ich mir überlege, dass einige Teilnehmer noch ihren Amtseid auf die Monarchie geschworen haben,

    Zitat:

    schwöre zu Gott dem Allmächtigen und Allwissenden, daß Seiner Königlichen Majestät in Preußen, meinem Allergnädigsten Herrn, ich unterthänig, treu und gehorsam sein und alle mir vermöge meines Amtes obliegenden Pflichten nach meinem besten Wissen und Gewissen genau erfüllen, auch die Verfassung gewissenhaft beobachten will, so wahr mir Gott helfe.“


    danach auf die Weimarer Republik und anschließend auf den Diktator und jedesmal ihre Auffassung von dem was Recht ist, der jeweiligen Legislative anpassen und entsprechend "richten" mußten (mußten sie oder gab es Spielräume?), da fragt man sich, was ist eigentlich RECHT? (Ist eher hypothetisch gemeint.)


    Es grüßt Euch Margarete

    Hallo, Thilo, u.a.a.


    danke Dir. Ich muß gestehen, es ging mir nicht um den Funkspruch, sondern um das Thema. Der Funkspruch war nur das Einzige, wonach ich das Forum durchsuchen konnte. Ich meine mich erinnern zu können, dass im benannten Thema weitere Evakuierungsbeispiele waren und ich wollte schauen, ob dabei auch "Tierbewegungen" waren.


    Herzliche Grüße Margarete

    Hallo, Euch,

    Das Buch ist von 1939


    Dem ObGef. = Dem Obergefreiten - Marine: wieso dann Obergefreiter? Wäre er dann nicht eher Matrosenobergefreiter? Vielleicht haben seine Kameraden auf Obergefreiter abgekürzt.

    zur Erinnerung an die Zeit beim 2. A.d.N. = zur Erinnerung an die Zeit beim 2. Admiral der Nordseestation = 1939 hieß es noch Nordseestation.

    Die Ratz PA 2 a 5 oder Die Ratz pa 2 a 5 0 = zum Abschied gab es so Sprüche wie "Parole ist Heimat", "§ 11 1913" (Beispiele aus der Zeit vor dem 1. WW). Heute weiß keiner mehr, wofür diese Insider-Abkürzungen standen.

    Ratz = ist ein Ausdruck aus der Jägersprache. Steht aber auch für "Ratte". Vielleicht gemeint: Die "Schiffsratten" und dahinter eine Abschiedsparole? Oder: Ratz = schnell. Der Ausdruck "ratzfatz" ist heute noch geläufig.


    Nur so meine Gedanken.


    Grüße von Margarete

    Liebe Kordula, vielen Dank für Deine Suche. Wenn ich mich richtig erinnere, handelte es sich um ein ziemlich großes Thema ich meine vom Mitglied 32. Infanterie-Division. Wieso wird so etwas aus dem Forum genommen?


    Hallo, Uwe,

    Du irrst!!! Es war KKN, die darauf hingewiesen hat, dass das alte Thema, nach dem ich gesucht habe, wohl versenkt wurde. Bitte lösche den Satz mit der falschen Aussage.


    Es grüßt Margarete

    Hallo, Marco, Uwe, Christian,

    Ist das so zu verstehen, daß die Evakuierung von Vieh dringlicher erschien als die Evakuirung von Frauen und Kindern?

    ja, Christian, so war das! Macht ja auch Sinn. Wenn nüscht zu essen da ist, würden sie sowieso verhungern, die Wehrmacht natürlich auch. (Sarkasmus)

    In einem Dokument, dessen Quelle mir leider unbekannt ist, steht u.a. dies:


    "... Da die Heranführung der Divisionen und die Versorgung der Heeresgruppe Kurland, die ohne Nachschub in kürzester Zeit zum Erliegen kommen muss, unbedingt den Vorrang haben müssen, bleibt nichts anderes übrig, als auf den Abtransport der Flüchtlinge zu verzichten. ..."


    Grüße von Margarete


    Frage/Bitte an das Team: Wir hatten im Forum 2010 ein Thema zu Ostpreussen in dem ich den Beitrag "Funkspruch vom 28.4.1945" geschrieben habe. Ich wollte verlinken, kann das Thema jedoch nicht finden. Der Link, den ich kopiert hatte, funktioniert auch nicht mehr.

    http://www.forum-der-wehrmacht…?postid=158206#post158206

    Könnt' Ihr bitte helfen?

    Hallo, B.T. ,


    Evakuierung Ostpreussen - 11.11.1944


    1.) Räumung erfolgt nach folgender Dringlichkeit:

    a) Vieh

    b) Frauen und Kinder

    c) landwirtsch. Betriebe

    ....

    2.) a) Abgefahren bis 10.11.:

    308.400 Rinder

    79.300 Schweine

    5.200 Schafe

    16.100 to Getreide


    b) Am 5.11. noch vorhanden:

    etwa 70.000 Rinder

    20.000 Schweine

    .....


    (Am 20.11.44 verläßt Hitler Ostpreussen.)


    Gruß von Margarete

    Hallo, Ihr beiden fleissigen AmtsHilfeLeser,


    ich denke inzwischen, der AGR (Amtsgerichtsrat) war Eden, auch wenn ich es nicht daraus lesen kann. Er hatte einige Monate zuvor bereits eine Vertretung übernommen.

    Viktor, in der Anlage habe ich die Begriffe Celle und AGR untereinander gesetzt. Sehen unterschiedlich aus.

    Diana, womit ich noch hadere, ist das Wort "allein". Kann ich nicht erkennen. Du wirst jedoch richtig liegen, denn etwas anderes macht keinen Sinn.

    Zitat: "nach den Ferien die Geschäfte allein"


    Vielen Dank, Euch Beiden, allein hätte ich es nicht geschafft.


    Liebe Grüße von Margarete

    Guten Morgen, allen,


    in einer Akte habe ich dies Dokument gefunden. Es scheint sich um so etwas wie ein "Umerziehungslager" für Beamte im Richterdienst zu handeln. Ich vermute, Freisler wollte die Beamten auf die NS-Justiz "schulen".

    -------------------------------------------------------------------------------------------

    Der Reichsminister der Justiz - Berlin, den 25. September 1936

    2

    RJP.c 4066/36.


    An

    den Herrn Oberlandesgerichtspräsidenten

    in Celle.


    Betrifft: Anordnung von Gemeinschaftsleitern und anderen Beamten

    in das Gemeinschaftslager Hanns Kerrl.


    Für die Zeit vom 19. Oktober bis 7. November 1936 ordne ich den Gerichtsassessor T.... S.....
    in Hildesheim zur Teilnahme am Gemeinschaftsleben im Gemeinschaftslager Hanns Kerrl in

    Neues Lager (Krs. Jüterborg) ab und ersuche, den Beamten mit entsprechender Weisung

    zu versehen. Ein Stück der anliegenden Merkblätter ersuche ich dem Beamten auszuhändigen.


    Ferner ersuche ich unter Hinweis auf das Merkblatt dem Beamten auf Antrag einen Reise-

    kostenvorschuss in Höhe der ihm voraussichtlich zustehenden Gesamtvergütung von dem

    Vorstand der Beschäftigungsbehörde gewähren zu lassen. Die Reisekostenvergütung für die

    Hin- und Rückreise ist bei Einzelplan IX Kap. 6 Tit. 19, Unterteil 1, die gekürzten Tage- und

    Übernachtungsgelder sind bei Einzelplan IX Kap. 4 Tit. 3 des Haushaltsplans zu buchen.

    Falls besondere Gründe die Einberufung zu dem genannten Termin unerwünscht erscheinen

    lassen, bitte ich, alsbald zu berichten.


    In Vertretung:

    gez. Dr. Freisler

    ----------------------------------------------------------------------------------------------

    Beim Kuugeln fand ich dieses Buch:


    Folker Schmerbach

    Das »Gemeinschaftslager Hanns Kerrl«

    für Referendare in Jüterbog 1933–1939


    Zwischen 1933 und 1939 mussten etwa 20.000 männliche Rechtsreferendare – zunächst alle preußischen, dann alle deutschen – einen Teil ihres Vorbereitungsdienstes in einem Lager der Reichswehr im südbrandenburgischen Jüterborg absolvieren, das heute unter Juristen einen von Mythen umrankten Ruf genießt. Dabei sollten sie sportlich wie ideologisch gedrillt werden. Juristische Ausbildung, vor allem in der neuen NS-Gesetzgebung, kam erst später hinzu. Schulungslager für einzelne Berufsgruppen waren in der NS-Zeit gängige Instrumente der Indoktrinierung, Disziplinierung und Auslese, die zugleich einen auf die sogenannte Volksgemeinschaft bezogenen integrierenden Anspruch hatten.


    Am Beispiel eines Lagers für junge Juristen analysiert Folker Schmerbach die antiintellektuellen, antiindividuellen und antibürgerlichen Elemente des Lagerlebens und geht dann der Frage nach, ob diese Einrichtung den gewünschten Erfolg erzielte. Damit schließt er eine wichtige Forschungslücke zu Funktionsweise und Wirkungsgeschichte dieses Lagers, das er in einem zweiten Schritt mit ähnlichen Einrichtungen für junge Akademiker vergleicht.


    Erstmals beleuchtet wird die bestimmende Rolle Roland Freislers und Otto Palandts für die nach nationalsozialistischen Vorgaben veränderte Juristenausbildung. Auch Zeitzeugen wie Helmuth James Graf von Moltke, Kurt Georg Kiesinger und Karl Carstens kommen zu Wort: Wie erinnerten sich die Teilnehmer an ihre Zeit im Jüterboger Lager? Trifft Sebastian Haffners Einschätzung zu, das Referendarlager habe in einer »Nußschale das ganze Dritte Reich« enthalten?


    Folker Schmerbach Geboren 1978; Studium der Rechtswissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin und in Bergen/Norwegen; 2007 Promotion; derzeit Rechtsreferendar im Kammergerichtsbezirk.

    2008. XIII, 325 Seiten. BtrRG 56 - ISBN 978-3-16-149585-4 - fadengeheftete Broschur 59,00 €

    https://www.mohrsiebeck.com/bu…-9783161495854?no_cache=1


    Fotos

    http://www.lexikon-der-wehrmac…ze/JueterbogBilder2-R.htm

    http://www.lexikon-der-wehrmac…ze/JueterbogBilder1-R.htm

    https://img.oldthing.net/7580/…r-Kaserne-Hanns-Kerrl.jpg

    http://www.antik-falkensee.de/…g/images/2007/1700o98.JPG


    Postkarte

    https://oldthing.de/BRANDENBUR…er-Hanns-Kerrl-0024899196

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    Ich wollte Euch den Fund nicht vorenthalten.


    Es grüßt Margarete