Posts by MunaLisa

    Hallo Karl,


    über das Wochenende kam ich mit beiden Organisationen in Kontakt.


    Bei den Straß´lern ist dazu nichts bekannt. ( Doch es wurde auch so ein interessantes Gespräch das ein oder andere zum Thema Muna´s bzw. den Pershings (*) gab es auch so auszutauschen bzw. zu besprechen.. :) )


    (* Sowohl Straß, Kupfer und Siegelsbach waren von den Pershing-Einheiten genutzt )


    Beim Förderkreis war es ein willkommener Anlaß, wieder einmal mit dem früheren Spieß aus Bundeswehrzeiten ins Gespräch zu kommen, der mir freundlicherwweise ein paar "Verdächtige" für diese Fragestellung empfehlen konnte. Es ergab sich ein interessanter Austausch über die zu Wehrmachtszeiten vorübergehend zu Arbeiten an Munition genutzten Forts der Ulmer Bundesfestung ( darunter auch eine Zeit lang Umarbeitungen von Torpedo-Sprengköpfen zu "Sprengbomben" ... ) .
    Doch auf eine Einrichtung, die länger genutzt wurde oder auch von der üblichen Ausstattung her mit einer Heeres-Neben-Munitionsanstalt zu vergleichen wäre - Fehlanzeige!


    Auf jeden Fall vielen Dank an die Gesprächspartner und DIr, lieber Karl, für die Empfehlungen.


    Die Frage bleibt weiterhin offen.


    Mit freundlichen Grüßen


    MunaLisa

    Hallo Karl,


    herzlichen Dank für Deine Anregungen.


    Ottmar ist leider schon vor vielen Jahren verstorben ( wir waren persönlich bekannt.. ) Aber Herrn Burger und seine Freunde .. - das wäre mal wieder ein Anlaß zur Kontaktaufnahme. :)


    Wegen den Straß´lern hatte ich heute schon versucht, eine Kontaktperson ausfindig zu machen. Das läuft aktuell.
    ( Die streiten sich ja aktuell mit den Leuten vom Telefunken-Museum.. )


    Mit freundlichen Grüßen


    MunaLisa

    Hallo in die Runde,


    immer wieder ist von einer "Muna Ulm" zu lesen, so auch in der Aufstellung im Forum der Wehrmacht.
    Als in Ulm aufgewachsener Lausbua würde mich nun interessieren, wo denn diese Anlage gewesen sein soll. Leider habe ich bisher weder über Internet-Recherche oder bei Themen-Kollegen hierzu etwas finden können.


    Die geografisch nicht weit entfernt gelegene "Muna Straß" ( bei Nersingen, heute Teilort vom bayerischen Neu-Ulm ) dürfte es wohl nicht sein, denn diese ist ebenfalls als dem Wehrkreis V zugehörig eine große Munitionsanstalt.


    Bei der Recherche fand ich einen Hinweis auf ein Munitionsdepot in Einsingen bei Ulm, doch bei der näheren Betrachtung und dem Kontakt mit dem Gemeindeverwaltung und Suche im Ortsarchiv stellte sich heraus, das es sich um eine Anlage aus der Königlichen Zeit handelte, die nach 1918 nicht mehr weiter betrieben wurde. Zudem konnte mir die Gemeindeverwaltung einen Kontakt zu einem 1920 geborenen Einwohner vermitteln, der jahrzehntelang in der Nachbarschaft dazu wohnte und noch so manches zu erzählen wußte. Auch er teilte mit, das die Anlage in den Zwanziger Jahren nicht mehr betrieben wurde. Das Areal samt Gleisanschluß wurde nach dem Krieg von der Fa. Zwick Werkstoff-Prüfmaschinenbau übernommen und residiert auch heute noch dort. Der Gleisanschluß wurde in den Achtziger Jahren stillgelegt, ist aber auch heute noch gut zu erkennen.
    Dort kann es also nicht gewesen sein...


    Aktuell beschäftige ich mich mit der Foto-Dokumentation der in den nächsten Wochen großteils zum Abriß anstehenden Hindenburg-Kaserne in Ulm ( zumeist Gebäude aus der Bunderwehrzeit, die drei bestehenden Kompaniegebäude aus der Wehrmachtszeit bleiben erhalten ). In dem Zusammenhang stieß ich auf einen Vermerk auf einer städtischen Internetseite zu den Ulmer Kasernenbauten. Dort wird beim Fort Unterer Kuhberg für die Zeit zwischen den Kriegen die Nutzung eines Teils des Areals als "Munitionsanstalt" aufgeführt.. Für mich unvorstellbar, da im Areal Kasernenbauten waren / sind, und das Fort schon damals von Wohnbebauung umgeben war. Verwechselte das der Schreiberling vielleicht mit der Nutzung zu Bundeswehrzeiten, als dort die StoV ein paar Lagerschuppen für Ausrüstungsteile wie Schrubber, Wischeimer und Co. betrieb?


    Vielleicht kann jemand zur Auflösung beitragen.


    Mit bestem Dank und freundlichen Grüßen


    MunaLisa

    Hallo Roland,


    ein Dank für den interessanten Hinweis zu dieser Person.
    Doch eine Frage, was besagt VBL in diesem Zusammenhang?


    Über eine kurze Aufklärung hierzu würde ich mich freuen.
    ( Ich habe die Frage nicht als PN gestellt, da vielleicht der ein oder andere, der einmal diese Post´s liest, das auch nicht weiß.. )


    Mit freundlichen Grüßen


    MunaLisa
    ( Mehr der Artillerie und den Heeres-Feuerwerkereien thematisch zugewandt.. :) )

    Hallo Johann, hallo Thilo,


    war in der Zwischenzeit dienstlich unterwegs und hatte keine Möglichkeit hier nach Antworten zu schauen..
    Um so mehr freut es mich, das es ein Echo gibt und ihr auf eine weitere, sogar wesentliche Fundstelle verweisen könnt.
    Vielen Dank Johann und Thilo.


    Thilo schrieb:
    " (...) Nachtrag: Kam Konrad Dresen evtl. aus Bergheim-Oberaußen im Erftkreis?"


    => Ich kann dazu leider keine weiteren Angaben machen. Es wäre schön, wenn ein anderer sich dazu noch melden würde.


    Mit freundlichen Grüßen


    MunaLisa


    ( wenn ich mal wieder derartige "Fundstellen" bei meinen Recherchen habe, stelle ich diese dann gerne hier im Forum wieder ein. )

    Hallo in die Runde,


    bei der Durchsicht des seit längerem vergriffenen Buches von Armin Schmid, "Frankfurt im Feuersturm", 1965 erschienen im "Verlag Frankfurter Bücher", ist mir eine Begebenheit aufgefallen, die vielleicht dem ein oder anderen bei seinen Recherchen dienlich sein kann.
    Da der Verlag seit langem nicht mehr exisitert und ich im Internet keinen Hinweis auf einen möglichen Nachfolger finden konnte, nehme ich an, das gegen eine Veröffentlichung des kurzen Auszuges hier nichts entgegensteht. Sollte dennoch jemand hier überraschend etwas dagegen begründet einzuwenden haben, so bitte ich mit mir Kontakt aufzunehmen, der Beitrag würde dann sofort gelöscht.


    Auszug aus Buch Seite 224 unten und 225 oben:


    "Es war am Palmsonntag, dem 25. März 1945. Von 7 bis 19 Uhr dauerte der Fliegeralarm. Heftige Explosionen, als die Mainbrücken und Industriewerke gesprengt wurden, erschütterten die Stadt. Scharen von Flüchtlingen zogen durch die Straßen nach Norden. Es fuhren keine Züge mehr und die flüchtenden mußten zu Fuß weiter.
    Tiefflieger kreisten über den Trümmern Frankfurts auf der Jagd nach ihren Opfern.


    SS-Brigadeführer Kurt Ellersiek hielt an der Friedberger Warte einen Wehrmachtswagen an, der einer Streifenabteilung angehörte, die von Frankfurt nah Nidda verlegt worden war. Der Fahrer, der 26-jährige Obergefreite Dreesen, hatte für einen Kameraden noch einige private Güter geladen. Da er keinen schriftlichen Fahrbefeht vorweisen konnte, nahm ihn der SS-Offizier sofort fest. Ohne Kriegs- und Standgerichtsurteil wurde der junge Soldat, Vater eines zweijährigen Sohnes, dessen Frau eben das zweite Kind erwartete, ermordet. Zweihundert Soldaten und fünf Offiziere wohnten der Exekution bei. Nach Angaben eines Augenzeugen mußten sämtliche in der Kaserne anwesenden Einheiten in einem offenen VIereck vor einem Splittergraben antreten. Dort war ein Erschießungskommando mit Stahlhelm und geladenem Gewehr aufmarschiert. Jeder Mann hatte nur eine Patrone erhalten. In unmittelbarer Nähe stand der Obergefreite, " Nun schritt der SS-Offizier unsere Front entlang und erkletterte den Wall vor dem Splittergraben. Er brüllte, der Gefreite hätte Sabotage betrieben und müsse erschossen werden." So berichtet ein Augenzeuge. "Das Urteil ist hart, aber auch die Zeiten sind hart, und solche Schweinehunde gehören aus der Volksgemeinschaft ausgemerzt !" , tobte Ellersiek.
    Der junge Soldat starb tapfer und ließ sich die Augen nicht verbinden. Als er nach der Salve am Boden lag, so heißt es in dem Bericht des Augenzeugen weiter, und die Finger der linken Hand dauernd zur Faust ballte und wieder öffnete, jagte ihm ein Scharführer der SS den Fangschuß in die Schläfe. Den Erschossenen buddelte man sofort wie ein Stück Vieh auf dem Platz der Exekution ein.
    Bezeichnend, daß keiner der in der Kaserne anwesenden Offiziere die von Ellersiek vorgezeigte Vollmacht Himmlers, auf die er sich berief, ordentlich las, daß keiner einen Einwand machte, bis auf Hauptmann Mähler, der auf den Gerichtsoffizier verwies. Der SS-Brigadeoffizier, der so schneidig "Schweinehunde aus der Volksgemeinschaft ausmerzte", zog es vor, sein eigenes Leben zu schonen und als Privatgelehrter Dr. Konrad Ehlers in Fulda unterzutauchen. Erst 1961 fand dieses Verbrechen Sühne, und Ellersiek wurde zu viereinhalb Jahren Gefängnis verurteilt."



    Bei der Internetrecherche stieß ich auf einen Vermerk im Jahreskalender zum Jahr 1961 des "Instituts für Stadtgeschichte Frankfurt a.M.", das unter dem
    11. Juli 1961 auf den Beginn einer Prozesses vor dem Frankfurter Schwurgericht hinweist, Die Anklage lautete auf Totschlag an einem Obergefreiten. Ort des Geschehens: die Kurhessenkaserne.


    ( Anmerkung: Armin Schmid schreibt den OG in der Schreibweise Dressen, im Beitrag des Frankfurter Archivs ist die Schreibweise dagegen Dresen.. )



    Es würde mich freuen, wenn die Angaben dem ein oder anderen einmal bei der Recherche behilflich sein könnten.


    Mit freundlichen Grüßen


    MunaLisa

    In Dörzbach gibt es einen Geschichts-Verein, der in den letzten Jahren erfreulicherweise so manchen der alten Einwohner zu den "alten Zeiten" im Ort befragt hat. Darunter sind natürlich auch Erinnerungen an die Zeit des Zweiten Weltkrieges.
    Von einer Person, die ich selbst noch kennen gelernt habe, finde ich die Erinnerungen auch für hier erwähnenswert. Vielleicht ist es für diejenigen, die sich mit dem JG 40 beschäftigen, ein "Zeitzeugen-Hinweis"...


    "Kriegserinnerungen von Fritz Fahrbach, ( gest. 2016 )


    Wir waren vier Brüder:
    - Karl, der ist im II. WK als Bordfunker bei der Luftwaffe mit dem Flugzeug über dem deutschen Reichsgebiet abgestürzt. Sein Soldatengrab befindet sich beim Kriegerehrenmal auf dem Dörzbacher Friedhof.
    - Dann kam ich, Fritz. Im Krieg war ich Fugzeug-Funkgerätewart.
    (..)


    Durch meinen älteren Bruder Karl, der mein Vorbild war, kam ich nach der Musterung als junger Soldat in die Funktion eines Funkwarts bei der Luftwaffe. Meine Ausbildung absolvierte ich in Augsburg, in Bindersleben bei Erfurt und in Braunschweig. Während des Krieges war ich beim KG 40 in Frankreich.
    Die Flugzeugtypen, mit denen ich zu tun hatte, waren die Focke-Wulf FW 200 "Condor" und die Messerschmitt Me 110.


    Später war ich dann in Berlin / Staaken und kam von dort aus an die Ostfront nach Russland - nach Stalingrad. Im November / Dezember 1942 wurden wir noch mit einer Junkers Ju 52 aus dem Kessel ausgeflogen.


    Wir kamen wieder nach Frankreich, diesmal nach Bordeaux. Nachdem die Einflüge feindlicher Bomberverbände über Deutschland immer mehr zunahmen, kam ich zu einer Jagdstaffel in den Raum Nürnberg. Unsere Maschinen waren die Me 109 und FW 190.


    Später absolvierte ich noch die Luftnachrichtenschule der Luftwaffe auf der Insel Wollin. Dort wurde ich als Bordfunker bei der Heinkel He 111 ausgebildet.


    Gegen Kriegsende waren wir in Schwerin. Beim Bahntransport Richtung Schleswig gerieten wir in einen schweren Tieffliegerangriff. Der Zug wurde gestoppt und wir schlugen uns zur Stamm-Einheit nach Braunschweig durch. Dort waren schon die Engländer als Besatzung. ( ... ) "


    Quelle: Auszug aus " Dörzbacher Geschichten " Ausgabe 2008, mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers: Verein Dörzbacher Geschichte und Geschichten.


    Herrn Fahrbach habe ich vor ein paar Jahren noch persönlich kennengelernt und zu weiteren Details befragt, jedoch waren seine weiteren Informationen dann altersbedingt nicht mehr so klar, so daß ich sie hier nicht wiedergeben möchte. Mit einem Sohn bin ich in Kontakt getreten. Sollten sich noch Wehrpass oder ähnliches mit historischen Zeit-Daten etc. sowie Bilder aus der Zeit finden lassen, so kann ich das dann gerne hier bekannntgeben.


    Mit freundlichen Grüßen


    MunaLisa

    Hallo Reiner,


    auch in unseren Breitengraden gibt es "gutmütige" Mitmenschen..


    Ein Bauer findet immer wieder beim Ackern Blindgänger, da seine Scholle neben einer zweigleisigen Bahnstrecke liegt, die somit auch ein willkommenes Ziel für die Jabo´s mit Ihrer Abwurf-Munition war. In den letzten Tagen der Kampfhandlungen im April 1945 ging es dann auch mit Artillerie und Kpz hier ziemich rund..


    Als er mal wieder ein Geschoß beim Ackern freigelegt hatte, legte er es erst einmal am Rand des Ackers ab, um dann nach Abschluß der Arbeiten den KMBD zu informieren. Und vergaß es dann erst einmal... Erst beim nächsten Arbeitsgang auf dem Acker Tage später sah er das Teil wieder und erinnerte sich....
    Die alarmierten Herren staunten nicht schlecht: dieser Rand des Ackers grenzt heute an den Damm einer der meistbefahrenen Autobahneni, die dann bei der Bergung auch gesperrt werden mußte...


    Erst vor wenigen Jahren tatsächlich passiert - auch wenn die Details nicht in der Presse bekannt wurden.


    Mit freundlichen Grüßen


    MunaLisa

    Hallo Heinrich,


    wenn auch nicht klar zu erkennen ist, was Dich daran interessiert ( ist ja erst mal auch Deine private Sache - aber da Du ja hier fragst.. ) - Du solltest Dir klar überlegen, was Du Dir davon erhoffst.
    Hier beschäftigen wir uns bevorzugt aus historischem Interesse und mit mehr oder weniger wissenschaftlich orientierten Hintergrund mit der Materie - bei einer erfreulich großen Bandbreite und -tiefe.


    Wie schon ein Kollege verwies sind die Aktiven der damaligen Zeit heute praktisch " Neunzig Plus" und nur noch sehr wenige, meistens mit mehr oder weniger dem Alter entsprechenden körperlichen Einschränkungen. Somit haben die wenigsten ein Interesse an weiteren Reisen etc.
    Ich selbst kenne drei alte Herren, Ritterkreuzträger und praktisch bis zuletzt "vorne" mit dabei. Wenn diese sich zu ihren Geburtstagen noch treffen ( es waren einmal zwölf, alle aus einer Region ) , dann mag es denen vielleicht gefallen. Meine Erkenntnis aus einem einzigen Gespräch ( einer ist ein "um sieben Ecken" - da die Enkelin eingeheiratet hat.. - Verwandter der Großfamilie ) ist die, das diese Herren heute, wenn es um die ganz alte Zeit geht, nur wenig berichten, was man sich anhören kann oder mag.
    Die lange Zeit scheint manche Erinnerungen an die allgemeine Situation damals wohl doch arg zu verwässern.
    Da kannst Du auch an den "Stammtisch für Angler, Jäger, Dampflokheizer und andere Lügner" * gehen, dort ist der Wahrheitsgehalt entsprechend...


    Zusammengefaßt: Offizielle, organisierte Treffen wird es heute wohl nicht mehr geben. Gleichfalls dürfte der informelle Wert solcher Zusammenkünfte für den außenstehenden äußert gering sein.


    Meint
    MunaLisa


    (Nebenbei: Hier wird erfreulicherweise Wert auf Anrede und Grußformel gelegt, was Dir ein vorangegangener Beitrag näherbringen wollte.. :) )


    Hier im Forum wünsche ich Dir viel Freude und Erfolg. Es lebt von einer Vielfalt an guten Beiträgen.


    ( * = Schild über dem Stammtisch eines Landgasthauses in unserer Region )

    Hallo Bert,


    auch wenn mir die näheren Umstände des Ablebens dieser Person ebenso von geringerer Bedeutung sind...


    ..will ich kurz auf Deinen Einwand mit der zitternden Hand antworten.
    Die oft gezeigte Filmschleife mit der auf dem Rücken gehaltenen Hand, die klare Anzeichen für eine Schüttellähmung ( "Parkinson-Krankheit" ) aufweist, läßt diese eigentlich nur bei der einen Hand erkennen. Das ist durchaus typisch für diese Krankheit.
    Im Umkehrschluß bedeutet dies, das ein Halten der Pistole mit der anderen Hand und abfeuern nicht ausgeschlossen wäre...


    Mit freundlichen Grüßen
    MunaLisa

    Hallo Achim,


    erstmal herzlch willkommen hier im Forum. An Deinen interessanten Beiträgen über Eisenbahn-Unfälle in alter Zeit werden sicherlich auch hier so einige sich erfreuen.
    Schön, das Du meiner Empfehlung gefolgt bist und Deine Frage auch hier im Forum durch den Link gestellt hast.
    Ich denke, das hier noch der ein oder andere user sich dazu melden wird.


    Gerd: Im Beitragsbaum bei dso ist erkennbar, das auch hier die Frage bekanntgegeben wird. Durch die Verlinkung auf die dso-Seite dürfte das nochmal erkennbar sein. Natürlich Danke für den Hinweis, der Gedanke ist richtig.
    Einen Vorteil der Verknüpfung von FdW und dso sehe ich darin, das sicherlich auch hier user sind, die sich an solchen Beiträgen erfreuen aber nicht bei dso aktiv sind.


    Zur gestellten Frage kann ich selbst nichts neues beisteuern, hoffe aber das Armin noch gute Hinweise erhält.


    Mit freundlichen Grüßen


    MunaLisa

    Halllo Karl,


    nichts für ungut. Es ging mir nicht (nur) um den Hinweis auf die Beutesammelstellen ( die bezog sich auf die spätere Frage von Jahrgang39 ).


    Es gab bei den rückwärtigen Diensten in der Tat Einheiten, die Ausrüstung und Gerät einsammelten mit dem Zweck, es einer Wiederverwendung zuzuführen - geprüft und ggfs. instandgesetzt oder zur Rohstoff-Verwertung. Und das wird auch die von Dir im Eingangsbeitrag angesprochenen Gegenstände eingeschlossen haben. Zumindest in den Zeiten des Krieges, als die "Frontverkürzungen" noch nicht überhand nahmen..


    Vor ein paar Jahren habe ich zeitgenössische Aufsätze von Offizieren der Nachschubtruppen durchgearbeitet, wenngleich ja mit einem anderen Themenschwerpunkt als die persönliche Ausrüstung. Dort wird auch die Organisation der für den Abschub nach hinten zuständigen Truppenteile ziemlich gut beschrieben.
    Wenn Du willst, kann ich Dir gerne die entsprechenden Quellen heraussuchen - wird aber durch einen Krankheitsfall in der Familie ein paar Tage dauern.


    @ Paul Spohn:
    Vielen Dank für die Geschichte mit der Brunsviga! Solche Erinnerungen faszinieren mich - nicht nur, weil mein alter Lehrherr mir in der Ausbildung die Funktion dieser Maschine einmal beigebracht hat. Er war selbst Rechenkünstler und sein Vater war im Krieg Artillerist..


    Mit freundlichen Grüßen


    MunaLisa

    Hallo IR75,


    Danke für die Ergänzung.
    Vielleicht kommst Du durch den erlernten bzw. ausgeübten Zivilberuf der betreffenden Person weiter.


    Sonderführer ( hier " Z " und somit im Offiziersrang vergleichbar Leutnant ) waren meist wegen ihrer zivilen Ausbilung oder Tätigkeit gezogene Personen.
    Nach den von DIr gemachten Angaben könnte ich mir vorstellen, das er im Stab der A.u.E.-Stelle in einem Fachbereich tätig war.


    Es bleibt ( wird spannend.. :)


    Es grüßt
    MunaLisa

    Hallo Karl und an die bereits geantwortet haben.


    Wieder mal eine interessante Frage zu einem Detail, das sicherlich viele Facetten aufweist. Auch wenn ich jetzt nicht über Vorschriften oder ähnliches an Erstquellen dazu verfüge will ich mal ein paar Gedanken mitteilen.


    Aus Zeitzeugen-Berichten aus der damaligen Zeit sowie von heute, die ich bei meinen Recherchen zu einer Heeres-Munitionsanstalt durchgearbeitet habe, welche auch für die Bearbeitung von Beute- sowie Gefechtsfeldmunition zuständig war, sind mir mehrfach Hinweise auf entsprechende Einheiten bekannt, welche nach Kampfhandlungen das Gefechtsfeld nach Gegenständen abzusuchen hatten, um dieses dann nach hinten abzuschieben. Dies geschah auch zum Zwecke der Sicherstellung eigener Waffen und Geräte, um sie einer eigenen Weiterverwendung zuzuführen. Dazu gab es im rückwärtigen Bereich auch Werkstätten, die kleinere Instandsetzungen selbst durchführen konnten, größere Reparaturen wurden von den jeweils zuständigen Heeres-Zeugämtern durchgeführt. Danach wurde das überprüfte, ggfs. instandgesetzte Gerät wieder über den Nachschub an die Front geliefert.
    Bei Beute-Waffen und Gerät war zudem zu beachten, das die erforderlichen Ersatzteile und Verbrauchsstücke ( wie etwa Ersatz-Rohre ) sowie die entsprechende Munitionsversorgung gewährleistet werden konnte. Dazu waren Beute-Sammelstellen und im rückwärtigen Bereich dafür zuständige Heeres-Zeugämter bzw. Heeres-Munitionsanstalten zuständig.
    Ein weiterer Zweck der Gefechtsfeld-Beräumung war natürlich auch die Gewinnung von "Altstoffen", um Rohstoffe ( "Schrott" etc. ) zu gewinnen.


    Die vorübergehende Aneigung von Ausrüstung und Gerät Gefallener der eigenen oder der gegnerischen Truppe durch die kämpfende Truppe war sicherlich durch die jeweiligen Ereignisse bei den Kampfgeschehen Gang und Gäbe, spätestens aber bei der Rückverlegung der Einheiten zur Erholung sollten diese Gegenstände dann wieder durch "eigenes" wieder ersetzt ("Bestand aufgefült") werden.


    Bei Bekleidungsteilen ( Jahrgang39 sprach das Thema Stiefel an ) denke ich dabei auch an viele Schilderungen, wo durch das Tragen von Stiefeln, Mützen, MP des Gegners öfters Trupps durch eigene Truppen beschossen wurden, da man auf weitere SIcht oft nicht klar erkannte, wer da tatsächlich unterwegs war...
    Ebenso hatte man an der Ostfront auch Angst, da oft "Banditen" mit den Uniformen und AUsrüstung gefallener oder dazu extra überfallener Kameraden ausgestattet versuchten, unerkannt möglichst nah an die Spitzen eigener Truppen heranzukommen...


    Also je nach Lage war das Tragen fremder Sachen auch wieder gefährlich..


    Vielleicht konnte ich damit in der ein oder anderen RIchtung einen Hinweis geben.


    Einen schönen Tag wünscht


    MunaLisa

    Hallo IR75,
    ich habe Deinen Beitrag gelesen und möchte auf die Schnelle mal einen Antwort-Versuch machen..


    Wenn Du nur die Bezeichnung A u E nennst, liegt die Vermutung mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit richtig, das es sich um die für Ausbildung und Ersatz zuständige Dienststelle / Einheit handelt.


    Vielleicht kannst Du der Vollständigkeit hier die im Zusammenhang stehenden Daten mitteilen, damit auch andere später recherchierende hier einen Hinweis finden können, welche Einheit für die A u E des Luftgaukommandos III ( Berlin ) in welchem Jahr zuständig war.


    Vielen Dank und weiterhin viel Erfolg bei Deinen Recherchen.


    Mit freundlichen Grüßen


    MunaLisa