Posts by MunaLisa

    Hallo René, Uwe und AviaB.33,

    auch Euch wieder ein herzliches Dankeschön für die guten Hinweise.

    Da die auf einem MACR handschriftlich nachnotierte Angabe "120 km SSO Frankfurt" hier ein guter Hinweis ist, dürfte die Identität der abgestürzten B-17 geklärt sein. ( Ein Abgleich mit der Landkarte läßt erkennen, daß Pilsen in etwa auf einer Höhe mit dem Jagsttal liegt. Zudem ist die Entfernung ( Luftlinie ) von Frankfurt a.M. Stadtmitte zu Krautheim mit 115 km und der südsüdöstlichen Lage zu FFM nahezu identisch mit der oben genannten Angabe auf dem MACR.


    Im Moment versuche ich noch, wie von Euch angeraten, über weitere Angaben zum Staff Sergeant William W. Meikle herauszufinden, ob in der Tat die beiden bei der Kollission in der Luft beteiligten B-17 "vertauscht" sind...


    Dank der Hilfe aus dem Forum dürfte damit ein weiterer Absturz "geklärt" , zumindest das dazu bekannte dokumentiert sein. Klasse!


    Herzliche Grüße

    Uwe

    Hallo zusammen,

    vielen Dank für die weiteren Infos und Mitteilungen.


    @ AviaB.33: bitte beachten: Nicht der fünfzehnte, sondern der 25. April 1945 ist der Ereignistag. Danke. ;)

    ( oder war es nur ein Tipp-Fehler beim Datum eingeben.. )


    @ werne: Hallo Rene, wenn das leicht zu klären sein sollte, dann wäre das ja schön... ;)

    ( wer hätte den "Verlustlisten" oder so etwas in der Sammlung ? )


    Gibt es zu den 6 von Dir benannten B-17 - Abschüssen lt. "The mighty eighth war diary" nähere Angaben zur

    Abschuß- oder zur Absturz-Region , so daß man hier eventuell die "Kandidaten" näher eingrenzen könnte.



    Als kleines "Dankeschön" ein paar weitere Details zum Absturz, die ich heute im Zuge von Rückfragen bei den Zeit- und Augenzeugen in den Dörfern erhalten habe:

    - in Oberginsbach war an diesem Tag "Tag der Fürbitten", wo entsprechend (fast) die gesamte Dorfbevölkerung (da katholisch..) in der Kirche war. Nur zwei Lausbuben haben sich "gedrückt" und wurden dadurch Augenzeuge des Absturzes.

    - Einer der beiden "brennenden Motoren" brach kurz vor dem Absturz von der Tragfläche ab und schlug auf Gemarkung Oberginsbach ein, ca. 50 Meter neben einem Stall... Die Tiere blieben unverletzt, es kam zu keinem Gebäudebrand ( über dem Stall war das Heu gelagert.. )

    - Das Flugzeug kam an der Gemarkungsgrenze Oberginsbach ( OGi ) / Unterginsbach ( UGi ) zu Boden .

    Nach dem Absturz kam US-Militärpolizei mit dem Jeep aus Krautheim hochgefahren und sperrte den Absturzort ab. Ebenso wurden die Anzeige-Instrumente im Cockpit zerschossen.

    Der in OGi aufgefundene Motor wurde noch am selben Tag auf einen herbeigerufenen US-Lastwagen verladen und abtransportiert.

    In den folgenden Tagen "organisierte" sich die Bevölkerung Bleche vom Wrack, das z. Bsp. noch bis in die jüngere Zeit zum Abdecken von Brennholzstapeln verwendet wurde.


    In diesem Sinne - es bleibt spannend.


    Herzliche Grüße

    Uwe

    Guten Abend Stefan, Martin, Martin und Helmut,

    vielen Dank für die Hinweise.


    In der Zwischenzeit bin ich die Listen mal durchgegangen und habe nach den entsprechenden MACR geschaut. Doch da war nichts passendes dabei.. ( Die Abstürze werden dann als 120 km ssw von Frankfurt ( Oder ) benannt oder direkt Pilsen ... oder .. )


    Auf jeden Fall sind die Augen jetzt um Mitternacht zu müde - vielleicht findet sich noch was...

    Außerdem versuche ich dann doch noch mal vor Ort die von Kollegen im Ort vor 10 Jahren zusammengetragenen Angaben zu Typ und Datum zu hinterfragen... ...wobei mir heute Abend noch "Versichert" wurde, daß Flugmuster-Angabe und Ereignistag stimmen....


    Es bleibt spannend.

    Herzliche Grüße

    Uwe

    Hallo Freunde,

    heute konnte ich mit einem 92-jährigen Herrn sprechen, der als Junge Augenzeuge des Absturzes dieses Bombers wurde.

    Nach seinen Worten kam der Bomber gegen Mittag mit zwei brennenden Motoren angetrudelt, drehte noch eine Schleife über Dörzbach & Messbach und kam aus grobe Flugrichtung Stachenhausen - Unterginsbach - Altkrautheim dann an der Gemarkungsgrenze von Ober- zu Unterginsbach zu Boden.

    Vorher konnte man noch 9 Fallschirme am Himmel schwebend sehen....

    Anhand vor ein paar Jahren aufgefundener Teile ließ sich die Maschine offenbar eindeutig als B-17 "Flying Fortress" identifizieren.


    Nun würde mich interessieren, ob sich die Identität dieser B-17 sowie die Herkunft an diesem Tage und die Absturzursache feststellen läßt.

    ( in den Weiten des web habe ich dazu nichts finden können. So habe ich etwa die website "b17flyingfortress" durchstöbert, aber die an diesem Tage aufgelisteten Maschinen sind zumeist "in Pilsen" oder "bei Linz" zum Absturz gekommen.... Auf jeden Fall läßt sich kein Bezug zur vorgenannten Örtlichkeit erkennen. )


    Es würde mich freuen, wenn sich nähere Angaben zur Maschine sowie zur Besatzung und deren Verbleib finden ließen.


    Herzlichen Dank im Voraus.


    Uwe

    (...) um es richtig zu stellen, die Abkürzung für Parteigenosse (der NSDAP) lautete PG, und nicht wie angeführt "Pg."....

    Hallo Bert,

    darf ich fragen, auf welche Vorgabe Du dich darauf beziehst? Danke.


    Nicht, daß ich nun kleinlich werden wollte - nein, ich hatte es in den letzten Tagen auch versucht, zu ergründen. Doch leider habe ich in einer Fülle von damaligen Schreiben, Todesanzeigen, standesamtlichen Eintragungen u.s.w. jeweils beide Schreibweisen vorgefunden... ;(

    Und wenn man dann die sprachlichen Prinzipien zugrunde legt, dann müßte es bei der von Dir oben verwendeten Schreibweise "Parteigenosse" ja eben auch viel eher "Pg" heißen.... ! ? ;(


    Auch wenn ich jetzt in meinem Abkürzungs-Verzeichnis fürs Büchle als erste Variante "Pg" aufgelistet habe, dabei aber auch auf die ebenso verwendete Variante "PG" hinweise, so würde mich dennoch interessieren, ob es irgendwo eine (Partei-interne) schriftliche Regelung gibt... ;(


    Wie gesagt, nichts für ungut.


    Herzliche Grüße

    Uwe

    Hallo Ulf und die Vorschreiber,

    das kann ich bestätigen, "paßt" zum damaligen Sprachgebrauch. Man wollte eben anzeigen, daß derjenige ein "Anhänger der Bewegung" war...

    ( Bei meiner aktuellen Recherche habe ich auch etliche Todesanzeigen aus der Lokalzeitung ausgewertet, da war dieser Zusatz "Pg" bei rund einem Drittel mit enthalten. Nur mal so als eine Art "vergleichende Betrachtung".. ) .


    Herzliche Grüße

    Uwe

    Hallo Gemeinde,

    aus dem Fundus eines befreundeten Kriegsteilnehmers aus dem Nachbardorf habe ich folgenden Bericht erhalten. Leider auf Durchschlagspapier getippt ist er inzwischen nur mehr sehr schwer lesbar, daher habe ich mich entschlossen, diesen hier abzutippen.


    Bei der Brücke handelt es sich um die wohl schon 1346 erbaute, steinerne Brücke über die Tauber, die im Zuge der alten Handelsstraße von (Schwäbisch) Hall über Mergentheim nach Würzburg errichtet wurde. Die aus drei Gewölbebögen bestehende Brücke wurde 1925 deutlich verbreitert. Den Namen bekam die Brücke nach dem heilig gesprochenen St. Wolfgang, einem Bischof aus Regensburg. Auf der Nordseite der Brücke befindet sich seit 1510 in unmittelbarer Nachbarschaft die "Wolfgangskapelle".

    Doch nun zum Text.. Viel Vergnügen.


    Bericht über die Verhütung der Zerstörung der Wolfgangsbrücke in Bad Mergentheim im April 1945.


    Am Spätnachmittag des 6. April 1945 erhielt ich von Bürgermeister Fimpel durch Elektromeister Brünner den mündlichen Auftrag, nachzuprüfen, ob auf der Wolfgangsbrücke tatsächlich - wie gemeldet - Sprengstoff lagere und gegebenenfalls denselben zu beseitigen.


    Nichts gutes ahnend setzte ich mich sofort auf ein Fahrrad und fuhr zur Wolfgangsbrücke. Unterwegs traf ich noch einige Männer, denen ich den Auftrag gab, sich eiligst zur Wolfgangsbrücke zu begeben und im Tankstellenhäuschen von Walz aufzuhalten, Von dort aus konnte man beobachten, was auf der Brücke vorging.


    Links der Brücke stellte ich mein Fahrrad ab, dann überprüfte ich die Lage und bemerkte ein SS-Kommando , das auf der Brückenmitte 3 Fliegerbomben von je über 2 Meter Länge ausgelegt hatte. Was damit geschehen soll war mir klar. Nun ging ich auf den Kommandoführer zu - es war ein Hauptscharführer - und fragte ihn, was er mit den Bomben im Sinn habe. Kurz entschlossen antwortete er, die Brücke werde spätestens in einer Stunde gesprengt und zwar als die letzte und wichtigste Verbindung zur Stadt Bad Mergentheim. Die Brücken in den Nachbarorten seien bereits zerstört. Ich wies auf die Nachteile für die Stadt hin, die bei einer Sprengung der Brücke entstehen würden, und gleichzeitig auf die beträchtlichen Schäden an allen Gebäuden, die im Wirkungsbereich der Detonation von 750 kg Bomben ( 3 x 250 kg ) liegen. Ausserdem erklärte ich, bilde die gesprengte Brücke für den Feind kein nennenswertes Hindernis, da die Böschungen am Tauberfluss sehr flach seien und die Wassertiefe nur ca. 50 bis 60 cm betrage. Jetzt wurde der Hauptscharführer sehr energisch und schrie mich an, was mir als Zivilist einfalle, ihm als Soldat Vorschriften darüber machen zu wollen, was er zu tun und zu lassen habe. Die Sprengung sei von SS-Kommandeur Dürnagel befohlen und den Befehl werde er durchführen. Und wenn ich jetzt nicht mache, dass ich weiterkomme, werde er mir etwas anderes erzählen.

    Trotz der nicht misszuverstehenden Gebärden auch des weiteren SS-Mannes liess ich mich nicht abschrecken, die Männer von der Ausführung ihres militär. Befehls abzubringen. Auf den Hinweis, ich sei selbst von 1914 - 1918 als Pionier im Felde gestanden und spreche als alter Kamerad zu ihnen, hörte mich das Sprengkommando nochmals an. Ich erzählte, dass ich als Kreisbaumeister mit der Brückenkonstruktion vertraut sei und setzte ihnen auseinander, dass durch diese militärisch wertlose Brückensprengung zahlreiche Mergentheimer Familien sowie die bei diesen untergebrachten Evakuierten auf viele Monate hinaus ihr Obdach verlieren, weil viele Gebäude an der Edelfinger Straße und auch diesseits der Brücke bei einer solchen Sprengung unbewohnbar würden.

    Meine Männer in der Tankstelle beobachteten meine schon über 20 Minuten dauernde Auseinandersetzung mit den SS-Männern. Wie mag das enden, dachte ich im stillen, aber ich gab den für mich gefährlichen Kampf nicht auf. Die SS-Männer machten absolut keine Miene, ihre Vorhaben aufzugeben. Im Gegenteil, der eine arbeitete an der Vorbereitung der Sprengung intensiv weiter.

    Nun versuchte ich es mit einer List. Da gerade Abendessenszeit war, bat ich sie, sich doch zuerst ihre Abendkost an der Feldküche zu holen und über meinen Vorschlag nochmals nachzudenken. ehe sie an die endgültige Sprengung der Brücke herangingen. Nach längerem Zögern entfernten sich die beiden mit überaus kritischen Blicken.

    Kaum waren die SS-Männer ausser Sicht, winkte ich meinen Männern und im Nu waren alle zur Stelle. Es wurde fieberhaft gearbeitet. Ich löste die Zündvorrichtungen, einige Männer packten jede der 3 Bomben in eine noch bereitliegende Transportkiste , während andere eiligst einen zweirädrigen Karren aus der Fabrik Bembé holten, um die Bomben abzuführen. Ich befahl, die Bomben in den Unterkanal der Firma Bembé zu werfen, was aber nicht möglich war, weil dort eine Gruppe Soldaten der Wehrmacht mit einem leichten MG in Stellung lag, die meine Kameraden nicht durchfahren liess. Es blieb nichts anderes übrig, als die Bomben auf dem sogenannten Dammweg abzufahren und die dortige Böschung hinabzuwerfen. Nach anstrengender, hastiger Arbeit war nach 10 - 12 Minuten die ganze Bombenlasst beseitigt. Da die SS-Männer noch nicht in Sicht waren, liess ich auch die Brückenfahrbahn von den dort aufgestellten Autos Zugmaschinen usw. frei machen, um keinen Anlass zu einer Beschiessung der Brücke, besonders bei nächtlichem feindlichen Vormarsch zu geben. Nachdem die Bomben noch mit Tannenreisig abgedeckt waren, machte ich mich mit meinen treuen Helfern schleunigst aus dem Wege.

    Die Brücke war, wie sich später zeigte, als die einzige im ganzen Kreis Mergentheim vor der sinnlosen Vernichtung gerettet und am anderen Morgen fuhren die ersten amerik. Panzer darüber in die Stadt ein. Werte von mindestens 100.000 RM blieben für die Stadt und Kreis Mergentheim erhalten.


    Was mir geschehen wäre, wenn die SS auch nur wenige Stunden nochmals Fuss in Mergentheim gefasst hätte, darüber geben genug andere Beispiele Aufschluss.


    Oberstabsarzt Dr. Mattes war Zeuge eines grossen Teils des vorstehend geschilderten Vorganges. Er selbst hat bei der Tarnung der abzutransportierenden Bomben noch mitgeholfen. Anschliessend machte er den Vorschlag, wir beide könnten dem Amerikaner die Mitteilung überbringen, dass die Stadt von deutschen Truppen frei sei, um einen weiteren Artill. Beschuss in der Nacht vom 6./7. April zu verhindern. Da wir aber nicht mit Sicherheit erfahren konnten, wann die Gruppe deutscher Soldaten im Gelände bei Walz zurückgezogen würde, liess sich unser Vorhaben nicht verwirklichen.

    Dr. Mattes hatte noch erfahren, dass einige Duisburger Oberschüler Waffen besitzen sollen. Infolge der damals sehr regen "Werwolf"-Propaganda musste damit gerechnet werden, dass diese Jungens beim Einmarsch der amerik. Truppen zum Teil von Waffen Gebrauch machen würden. Die Folgen einer solchen unüberlegten Handlung waren uns Alten klar. es galt nun dafür zu sorgen, dass den Jungens etwaige Waffen raschmöglichst abgenommen und entsprechendes Verhalten beigebracht wurde. Dr. Mattes und ich gingen zum Schulvorstand der Duisburger Schüler und unterrichteten ihn über diese Dinge. Infolge Erkrankung konnte er die Angelegenheit nicht selbst in die Hand nehmen und bat uns, mit Stud.Rat Zahn in dieser Sache zu verhandeln. Diese Aktion war von Erfolg, denn trotz umfänglichem Leugnen konnten Waffen festgestellt und abgenommen werden. Eingehende Belehrung der Schüler durch ihre Lehrer unter Androhung empfindlicher Strafe haben dann dazu beigetragen, dass keine Zwischenfälle beim Einmarsch der Amerik. Truppen und auch später zu verzeichnen waren.


    Als Zeugen bestätigen den vorstehenden Bericht:

    1.) Oberstabsarzt Dr. Mattes ( gez. Philipp Mattes )

    2.) Stud.Rat Zahn ( gez. A, Zahn )


    Bad Mergentheim im Juli 1945 gez. E. Mack "


    ************



    Den vorstehenden Bericht habe ich wortgetreu abgeschrieben, auch die Namensschreibweisen so übemommen.

    Die richtige Schreibweise des Namens Dirnagel konnte ich auf die Schnelle nicht mit Sicherheit herausfinden, selbst im Forum sind mehrere Schreibweisen zu finden..

    Der Verfasser des Berichtes ist höchstwahrscheinlich der damalige Stadtbaumeister gewesen. Diese Auskunft habe ich von einer hochbetagten Einwohnerin erhalten. Da das Stadtarchiv heute nicht besetzt war, konnte ich das dort nicht ermitteln.

    Quelle: Sammlung Patriz Herrmann (+), Archiv MunaLisa


    Herzliche Grüße

    Uwe

    Guten Abend,

    es kommt darauf an, was Dich speziell interessiert. Vielleicht kannst Du das etwas konkreter fassen.


    Ich selbst habe etwas zur Zeit in Merchedool ( = Bad Mergentheim ). ( Noch nicht gescannt, hatte ich lustigerweise heute Mittag in der Hand.. ;) )

    Vielleicht meldet sich auch noch Dieter, wenn er absehen kann, was / zu welcher Region / wieviel Du wissen willst.


    Herzliche Grüße

    Uwe

    Guten Abend Ulli,

    danke für den Link, den Beitrag kannte ich tatsächlich noch nicht.

    ( Früher hätte ich ja einem Beitrag dieser Zeitung erstmal geglaubt... ...aber verwundert bin ich schon. )


    Das die SPD-Minister und der (SPD-) Kanzler nicht liefern wollen, haben sie ja schon mehrfach klar gesagt. Hier kommt das zm Zuge, was ich im vorherigen Beitrag schon schrieb: die "unterlegene Seite" bringt das Thema stets wieder neu auf den Tisch und fordert "eine Entscheidung des Kanzlers"... ( Bisher blieb er bei seiner Haltung ) .


    Es bleibt spannend, herzliche Grüße an den "See"

    Uwe

    Hallo Jörg,

    ich setze der besseren Übersicht wegen meine Gedanken unter Deine:

    Hallo Sven,

    Du hast mit einem gut durchdachten, sachlichen Beitrag reagiert. Danke.

    Mit den von Dir genannten Sach-Argumenten stimme ich übrigens mit Dir überein. Wichtig ist dabei aber weiterhin, daß bedacht wird, daß der Leopard-Panzer nur im Verbund mit anderen Waffensystem seine volle taktische Wirkung entfalten kann.


    Das aktuelle "politische Gedöns" ist dann wieder eine weitere Sache.


    Hallo Andre,

    zum Stichwort Prestigeverlust:

    in der Tat ist das ein gewichtiger Punkt, der sicherlich auch bei den Entscheidungsfindungen eingeflossen sein wird .. ;)

    Und daß dies nicht nur blanke Theorie ist, dürfte auch der diese Woche vom Sprecher des Bundeswehrverbandes geäußerte Punkt sein, daß aktuell weitere PzH 2000 der Bundeswehr außer Dienst genommen werden, um aus diesen dringend benötigte Ersatzteile für die in die Ukraine gelieferten Exemplare gewinnen zu können. ( Also eine Art "Ersatzteil-Kannibalismus" )

    ( Warum erinnert mich das an eine Erkenntnis aus früheren Kriegen bzw. der in der Fachausbildung bei der BW gelernten Spruchs "Ob man einen Krieg gewinnen kann hängt entscheidend davon ab, ob man in der Lage ist, den Nachschub und die Versorgung der Truppe auch während des Krieges aufrecht zu erhalten." )


    Die weitere Entwicklung betreffend: es bleibt spannend.

    Meint, herzlich grüßend,

    Uwe

    Hallo Jörg und Ulli,

    wenn ich Eure Beiträge lese kann ich nur sagen "Bitte nicht auf jeden vorbeifahrenden Zug aufspringen.." ;)

    Daß BK Scholz sich öfters bei BK a.D. Merkel Rat geholt hätte, das erscheint mir doch höchst unwahrscheinlich.

    Auch daß ein neuer Minister nicht sofort am ersten Tag unter alles seinen "Kaiser Wilhelm" drunter setzt, was ihm eifrige Leute zum Unterschreiben auf den Tisch legen wollen, finde ich angemessen. Alles andere wäre letztlich unseriös und dazu ist Herr Pistorius schon viel zu lange auf der politischen Bühne zugange, als daß ihm solche Fehler unterlaufen würden.

    Zudem sollten wir alle aufpassen, daß diese Personalie nicht sofort wieder zerredet wird. Ich denke, daß mit dieser Person seit langem mal wieder eine Person für dieses Amt gefunden wurde, der darin auch im Sinne seines Aufgabenbereichs wirken kann und will.


    Zum immer wieder aufgebrachten Thema Leopard kurz angemerkt:

    - der Panzer ist sicherlich ein brauchbares taktisches Instrument, wenn er auch in der richtigen Verbindung mit entsprechenden anderen Truppenteilen eingesetzt wird. ( Darüber wurde hier im Tread vor Monaten schon mal gut berichtet.. ) .

    Den Panzer einfach nur so hinstellen und dann auf Erfolge hoffen, das reicht bekanntlich nicht aus. ( ich will das jetzt nicht detailliert hier ausführen - Sonntag Mittag, und eigentlich dürfte es ja auch klar sein.. )


    Was mir unangenehm auffällt: Die Bundesregierung hat schon lange entschieden, sie wolle keine Leo liefern ( Kurzform ).

    Dennoch wird immer wieder das Thema neu aufgetischt, und zwar in der Form, daß gesagt wird, "der Kanzler" hätte dazu noch keine Entscheidung getroffen... Dabei stimmt das ja nicht. Es ist nur nicht die Entscheidung gefallen, die derjenige gerne gehabt hätte. Und da ist es schon verwunderlich, daß eben durch bestimmte politische Gruppen und der Boulevard-Presse das Thema so oft aufgetischt wird, bis dann (erhoffter Maßen) doch irgendwann einmal das Votum so ausfällt, wie man es sich selber erwünscht....

    Eine Änderung der Entscheidung wünsche ich mir nur unter der Maßgabe, daß dies dann aufgrund einer geänderten Situation geschieht und nicht einfach "nur so", weil es eben "die Presse" oder andere Widersacher so skandieren.


    Bei aller "Leo-Debatte" fehlt mir aber ein viel wichtigerer Punkt: die richtigen Weichenstellungen für die Beschaffung von Munition für die vorhandenen Waffen. Denn die Ukraine wird sicherlich vom ehemaligen "Bruderstaat" keine Mun sowj. Bauart geliefert bekommen...

    Und bekanntlich haben auch wir selbst ein Mun-Problem...


    In diesem Sinne auf eine besonnene und durchdachte Handlungsweise hoffend,

    grüßt Euch

    Uwe


    ( der sich eigentlich in diesem Tread nicht beteiligen wollte... ;) )

    Hallo Gemeinde,

    da mich im Zuge der Recherchen zur Rosenheimer Pionierschule interessiert,

    - wann die "Pionierschule III für schweren Brückenbau" in Speyer in "Pionierschule 2" umbenannt wurde ( bisher nur bekannt: "Frühjahr 1943" .. ) und

    - welche Lehrgänge / Inspektionen dort vorhanden waren,

    würden mich die Angaben auf Seite 18 und 19 der o.g. Festschrift interessieren.

    Diese hat keine ISBN und ich konnte sie bisher noch nicht via Fernleihe oder von Stadtarchiv bekommen. Der Autor ist bereits vor vielen Jahren verstorben, so daß ich auch dort nicht mehr nachfragen kann.. Daher würde ich mich freuen, wenn jemand die Festschrift besitzt und mir eventuell einen Scan der beiden Seiten zukommen lassen könnte.

    Herzlichen Dank im Voraus,

    Gruß Uwe


    (P.S.: Sollte wer auch weitergehende Infos zu den beiden Pionierschulen in Speyer und Rosenheim haben, insbesondere zur Zeit im Jahre 1945 ( welche Lehrgänge, welche Teilnehmer, welche Ausbilder.. ), so würde ich mich darüber auch sehr freuen. Danke. )


    Was mir zur Pionierschule III für schweren Brückenbau, Speyer bisher bekannt ist:

    Februar 1942
    Neuaufstellung in der 1889 erbauten "Pionierkaserne" in der Rulandstraße im Süden von Speyer.
    Kommandeur : GM Otto Roesinger (seit 1.4.1942 ) ( Ernennung zum Generalmajor am 8.4.1942 lt. Lexikon der Wehrmacht )                             
    Schule besteht aus :
    Stab
    Lehrgang I
    Lehrgang II
    Pionier-Lehr-Btl. 6 für schweren Brückenbau
    "ab 1942"
    Dipl.-Ing., Dr. techn. Friedrich Zotter ( 1894 - 1961 ) , österr. Architekt, wird als Lehrer für Brückenbau zur Pi-Schule III kommandiert.
    (Fundquelle: Internetauftritt vom Architekturzentrum Wien )
    "Frühjahr" 1943
    Umbenennung in "Pionierschule 2" ( lt. Axis History: "1. Oktober 1942" ?? )
    Oktober 1944
    Verlegung nach Rosenheim ( wegen näher rückender Front ) / ( ? ) dort als neuaufgestellter Lehrstab C" ( ? ) (BArch RH 17 Schulen des Heeres)
    25. März 1945
    Alarmierung der Pionierschule 2 im Rahmen der "Aktion Leuthen", Aufstellung des "Pionier-Bataillon Rosenheim" und Einsatz an der Jagstlinie Dörzbach - Möckmühl und bei Heilbronn
    ( Ergänzungen und Korrekturhinweise gerne willkommen.. )

    Hallo,

    soweit ich entziffern kann:


    "Andänken an meiner

    Dienstzeit im Arbeitsdienst

    ............mund I (römisch 1 ) R A D K 1. / 25


    in der Trupp Stube

    in der mit dem Drillichanzug

    Kurt"


    Also Reichsarbeitsdienst ( RAD ) , dort Gruppe 25, 1. Abteilung.

    ( Zum Nachschauen, wo die ihren Stammsitz bzw. eventuell später Arbeitseinsätze an anderen Orten, ist es mir heut nacht zu spät. ( Habe selbst keine Listen dazu ). Vielleicht kann jemand schauen, der Listen zu den RAD-Standorten hat. ).


    Herzliche Grüße

    und eine gute Nacht


    Uwe

    Hallo!

    Danke Henry, mit der Unterscheidung der Ford/Opelmodelle aus der Zeit habe ich so meine Schwierigkeiten (wie man sieht ;)

    Gruß,

    JR

    Hallo JR,

    bei dem Bild kann man gut den stilisierten Zeppelin als "Kühlerfigur" auf der Motorhaube erkennen - daran kann man gut die Opel dieser Zeit erkennen.

    Charakteristisch für den Typ Olympia die Wölbung der Seitenbleche "zwischen Motorhaube und Kotflügel", die röhrenartig die Form des Scheinwerfers weiterführen und dann die "Kiemen" aufweisen.


    Herzliche Grüße

    Uwe