Posts by dibo53

    Hallo Micha,

    P.S. Mein erstes eigenes Motorrad im Jahr 1974 war eine BMW R 25/3, 250er Einzylinder, Baujahr 1954, und ich war mächtig stolz auf den zwanzig Jahre alten Bock.

    mein erstes Motorrad war 1971 ebenfalls eine R25/3, aber ich meine sie sei BJ 53 gewesen, tolle Maschine!

    Die Fotos sind aus einer Privatsammlung, muss mal schauen ob es noch gute Aufnahmen mit Krädern gibt.


    Dieter : dann passt die AA24!


    Beste Grüße,

    Dieter

    Hallo,


    Jens : dachte zwischenzeitlich an eine R35, wenn man sich die Gabel mit Federung allerdings genauer anschaut wirst Du recht haben.


    Thilo : wenn ich Deine Einschätzung mit der 24.ID zusammenbringe, käme ich auf die RA/AA 24, die m.W. ursprünglich aus dem 10. Preuß. Reiterregiment hervorging.

    Habe hier mal ein Foto aus der gleichen Sammlung angehängt, scheint allerdings irgendwo an der Rollbahn zu sein, wobei das takt. Zeichen für mich kaum zu erkennen ist.


    Gruß


    Dieter

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    Hallo Allerseits,


    ich habe die Maschine an Hand des LDW nicht identifizieren können.


    Nach meiner Einschätzung, auf Grund des Rahmens und des nicht sichtbaren (stehenden?) Zylinders, eine 1 Zylinder BMW.


    Das taktische Zeichen auf dem Schutzblech erschließt sich mir ebenfalls nicht, das Foto könnte aus '39/'40 von der 24. ID stammen .


    Beste Grüße,


    Dieter

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    Hallo Julius,


    mein Schwiegervater (Jahrgang 1926) war ebenfalls bei der LAH und stand Mitte auch 1943 Wache an der Reichskanzlei, ich habe in den 80ziger Jahren ein Foto gesehen, ich weiß allerdings nichts über seinen Werdegang danach, allerdings wieder ab Ende 1944, Ardennen und dann '45 Ungarn.


    Beste Grüße


    Dieter

    Hallo J.H.,


    diese Bemerkung von mir war mit einem Augenzwickern zu verstehen!


    Völlig klar, dass eine Aufrechnung nicht in Frage kommt!


    Die Wehrmacht hatte m.E. schon die Möglichkeit im Rahmen der Übernahme der Vollstreckung den Strafvollzug, wie Du schon schreibst z.B. in einem Wehrmachtsgefängnis zu vollziehen. Eine Bewährungseinheit (z.B.V 540) lag übrigens in diesem Zeitraum zusammen mit der 24. ID. am Wolchow.


    Hans hatte nachweislich "Unterstützer", vom Chef der Schwadron, über den Führer der RA bis zum Führer der Division, die sich für den Gnadenerweis aussprachen, denen war der Mann unmittelbar in der eigenen Einheit im Graben wertvoller als im Wehrmachtsgefängnis.


    Ich vermute auch, dass es zu einem späteren Zeitpunkt zu einem erneuten Antrag kam, Hans war noch etwa ein Jahr an der Front, bevor er in Gefangenschaft geriet.


    Gruß Dieter

    Hallo Rudolf,


    vielen Dank für die zusätzlichen Informationen.


    Nach meinen Kenntnissen kehrte Hans erst Anfang der fünfziger aus russischer Kriegsgefangenschaft heim, danach dürfte auch die theoretisch mögliche hälftige Verlängerung der Frist wegen fehlender Auslieferungsmöglichkeit erfüllt gewesen sein.


    Da Hans nach dem von Armeechef Lindemann z.Zt. als verfrüht angesehenen Gnadenerweis noch etwa ein Jahr an der Front war

    könnte zu einem späteren Zeitpunkt durchaus ein erneuter Antrag erfolgt sein.


    Sicherlich hätte er aber sechs Monate im deutschen Gefängnis der sechsjährigen Kriegsgefangenschaft vorgezogen.


    Gruß

    Dieter

    Hallo,


    zu Friedrich Wolff kann ich einige weitere Puzzelteile zufügen.


    laut Offizierstellenbesetzung der 24. ID war F. Wolff, geb. 1918, Mitte '44 mit Dienstgrad Major IIa im Divisionsstab (NARA T314-R162).


    Das DiKG hat er lt. TracesofWar


    https://www.tracesofwar.com/pe…21082/Wolff-Friedrich.htm


    im März '43 als Hauptmann und Führer des III./GR 31 erhalten, das er das III./GR31 zeitweise geführt hat, geht auch aus der Divisionsgeschichte (v.Tettau/Versock) der 24. ID hervor.


    Im Februar '43 hat er als Hauptmann zeitweise die RA 24 geführt, dies geht aus einer mir vorliegenden Unterlage des Bundesarchiv/Militärarchiv hervor.


    Das oben gezeigte Foto der Kommandeurbesprechung auf dem Div..Gef.Std. in Ssablino-Koslowka würde ich auf den Zeitraum um Mitte '43 datieren, die 24. lag von März 43 bis Januar 44 nördlich von Tossno.


    Gruß Dieter

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    Guten Tag Peter,


    herzlichen Dank für die sehr ausführliche Antwort.


    Wenn Kapitalverbrechen für Mord und Totschlag steht, war es das nicht.


    Es war ein Sexualdelikt - vielfacher Geschlechtsverkehr mit einer Schülerin.


    Hans ist Anfang der 50er aus der Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt und inzwischen seit vielen Jahren verstorben, bei der damaligen Schülerin weiß ich es allerdings nicht, deshalb meine Zurückhaltung im Umgang mit persönlichen Daten der Beteiligten.


    Beste Grüße,


    Dieter

    Guten Tag,


    ich versuche gerade ein für mich schwieriges Thema zu durchdringen.


    Mir liegen Unterlagen vom Bundesarchiv/Militärarchiv vor, die Namen nenne ich nicht, da möglicherweise Betroffene/Beteiligte noch leben,


    Sachverhalt:


    "Der Gerichtherr der 24. ID ist vom Oberstaatsanwalt beim Landgericht in … um Übernahme der Strafvollstreckung ersucht worden."


    Der Soldat, nennen wir ihn Hans, beging Anfang 1941 im Alter von achtzehn Jahren eine Straftat (keine politische!).


    Hans wir im Dezember 1941 zur Wehrmacht eingezogen, in Deutschland ausgebildet und kommt im Frühjahr 1942 zur 24. ID.

    Im November 1942 wird er von der Jugendschutzkammer beim Landgericht (in Abwesenheit) zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt.

    Aus den Unterlagen geht nicht hervor, warum zwischen Straftat und Strafprozess fast zwei Jahre lagen.


    Im Februar 1943 wird die 24. ID zur Vollstreckung aufgefordert.


    Der Kompaniechef von Hans stellt daraufhin beim Chef der 18. Armee einen Antrag auf "Gnadennachweisung".

    Der Antrag wird begründet vom Feldgerichtsrat der 24. ID und unterstützt vom Abteilungs- und vom Divisionskommandeur durch sehr gute Beurteilungen - besondere Tapferkeit bei Stoßtruppunternehmen, vorzeitige Beförderung zum Obergefreiten und Verleihung EK II.


    Vom Armeechef Lindemann wird der Antrag "auf Erlass der Strafe z. Zt. als verfrüht" im März 1943 abgelehnt.


    Mir stellt sich nun die Frage, wie die bundesdeutsche Justiz nach 1945 mit nicht politischen Urteilen aus dem 3. Reich umging?


    Wurde eine verhängte Strafe nach eine eventuellen Rückkehr aus Kriegsgefangenschaft vollstreckt oder gab es eine Amnestierung?


    Wollte noch eine grundsätzliche Frage nachschieben:


    Wenn das Landgericht die Wehrmacht um Vollstreckung eines Urteils ersucht hat, war dann der Vorgang für das Gericht erledigt, unabhängig von der Umsetzung des Ersuchens durch die Wehrmacht?



    Vielen Dank im Voraus und beste Grüße,


    Dieter