Posts by wolfi2

    Hallo,


    benötige Eure Hilfe zur Erklärung zum Truppenteil/Ersatz-Truppenteil und evtl. Todesursache.

    Meine Onlinesuche bei Ancestry führte mich zur Gefallenendatei von Harald Dreyer. Zu 99,9 % bin ich mir sicher, dass es sich hierbei um einen Kameraden meines Vaters handelt von dem er oft erzählt hat. Zeit und Örtlichkeit der Truppe stimmen überein mit den Angaben meines Vaters, der zu dieser Zeit auch zum Stab gehörte. Er hatte auch den toten Harald Dreyer gefunden, nachdem er durch Partisanen bestialisch getötet wurde.

    Truppenteil:

    Kommandantur Stabs-Quartier SS Kavallerie Division (Könnte er zum Stab der 8. SS-Kavallerie-Division "Florian Geyer" gehört haben?)

    Ersatz-Truppenteil:

    SS-Krad-Schützen Ersatz Abteilung Ellwangen Stab

    Erk.-Marke:

    31 SS-Kavallerie Brigade

    Dienstgrad:

    Sturmmann

    Tag, Stunde, Ort u. Art 1.6.1943 Malodusch

    des Verlustes:

    gefallen: ? (Könnte das eine Abkürzung für die Todesursache sein?)


    Viele Grüße

    Wolfi2


    Servus Eumex,


    danke für Deine Hinweise. Die Orte der Karstjäger in Italien stimmen teilweise zeitmäßig mit den Angaben meines Vaters überein. Auch die Angaben aus dem Lexikon treffen global zu. Möglich ist, dass sein Rückzug über den Naßfeldpaß erfolgte. Stimmt auch, dass sich in der Division viele Ausländer und Tiroler befanden. Hm, die Hoffnung auf Licht ins Dunkel bringen stirbt zuletzt.


    Viele Grüße

    Wolfi

    Hallo,

    vor längerer Zeit habe ich hier im Forum schon einmal zu dieser Div. von Euch Hinweise erhalten und hatte anschließend versucht weitere Fakten zum Kriegsverlauf meines Vaters in Erfahrung zu bringen. Leider waren meine Recherchen nicht erfolgreich.

    Mein Vater hatte mir nur wenig über seine Kriegszeit in Oberitalien erzählt. Vom Bundesarchiv(WASt) Berlin wurde mir nur mitgeteilt, dass er ohne Zeitangabe zum Truppenteil des Karstjäger-Reg. 59 der SS gehörte. Am 10. Mai 1945 kam er in amerikanische Kriegsgefangenschaft und anschließend in das Lager Bad Aiblingen.

    Aus seinen Erzählungen ist mir bekannt, dass er im Frühjahr 1944 aufgrund mehrerer Verletzungen von der Ostfront nach Dachau kam und dort einen Verwaltungslehrgang besuchte und diesen als Zahlmeister abschloss.

    Danach wurde er im Sommer 1944 zur 24. Waffen-Geb.(Karstj.)-Division-SS in den Raum Triest/Udine versetzt. Außer einem verschlissenen Briefkuvert ohne Datumangabe und der FPN 286557A habe ich keine weiteren Hinweise.

    Anschließend befand er sich in Malborghetto und war im Haus des Schmiedemeisters einquartiert. Von hier aus erfolgte die Versorgung der Truppenangehörigen im höher gelegenen Gebirge.

    Vor seiner Versetzung nach Italien war er als Aufklärer im Stab der SS-AA 8 der SS-Kavallerie-Division in Russland eingesetzt. Im Herbst 1944 wurde ihm auch noch das Ärmelband 8. SS-Kavallerie-Div. "Forian Geyer" nachgereicht. Der Kavallerie-Div. wurde wohl erst 1944 dieses Ärmelband zugeteilt.

    Im Frühjahr 1945 befand er sich dann in Tolmezzo und es gab auch Kontakte zu hier lagernden Kosaken. Er berichtete auch über den Beschuss durch britische Jagdflugzeuge auf Kosaken die sich mit Frauen und Kinder in Richtung Österreich begeben wollten, dadurch gab es viele Tote und Verletzte.

    Aufgrund seiner Kampferfahrung an der Ostfront wurde er vermutlich noch als Zugführer verwendet und es könnte sich hier um die 1. Kp. I. Btl. 59 Reg. gehandelt haben.

    Auf dem Rückmarsch in Richtung Österreich stießen sie auf britische Truppen und es kam zu unbedeutende Kampfhandlungen. Später wollten sie sich den brit. Truppen ergeben und wurde aber durch einen brit. Major aufgefordert sich weiter in Richtung Österreich unter voller Bewaffnung zu begeben und die Waffen zur Verteidigung anzuwenden, wenn sie von Partisanen angegriffen werden.

    Am 10. Mai stießen sie dann auf amerik. Truppen und kapitulierten.

    Meine Fragen, könnt Ihr mir aufzeigen, ob es noch Unterlagen gibt zu den sicherlich bei Kriegsende verstreuten Truppenteilen der Div. und ihren vermutlichen Rückzugsrouten.

    Könnte der Rückmarsch meines Vaters über den Plökenpass erfolgt sein?

    Kapitulierte die Div. geschlossen am 10. Mai 1945?

    Existieren noch Personenlisten der genannten Einheit?


    Viele Grüße

    Wolfi2

    Hallo Eumex,


    danke für Deine Antwort. Dein Hinweis zu den Schlüsselnummern passt schon. Letztendlich geht es anscheinend in diesem UB um eine "kriegsverwendungsfähigkeit" meines Großvaters bei der Wehrmacht, was ja dann im März 1943 durch seine Einberufung vollzogen wurde.


    Viele Grüße

    Wolfi

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    Hallo,


    habe heute vom Generalarchiv Karlsruhe einen Untersuchungsbericht vom 1.4. 1942 zum Gesundheitszustand meines Großvaters erhalten. Leider kann ich mit der ärztlichen Beurteilung zu den festgestellten körperlichen Fehlern A75, A3, A39, A73 nichts anfangen.

    Aus dem Bericht ist zu ersehen, dass er am 14.4.1942 gesund und entlassungsfähig ist. Danach befand er sich wie schon geschildert im Lager Niederbühl. Leider bringt mich das auch nicht weiter zu meiner Recherche der Vorgeschichte.

    Wo könnte ich weitere Erkenntnisse finden? Sicherlich wurde er durch die Gestapo zu seiner Zeit in Fremdenlegion vernommen, bevor er nach Hinzert überstellt wurde.


    Viele Grüße

    Wolfi2

    Hallo Johann Heinrich,


    danke für den Tipp. Werde erst mal abwarten was ich vom Generalarchiv Karlsruhe bekomme.


    Gruß

    Wolfi2

    Hallo,


    dank der hilfreichen Hinweise habe ich heute im Generalarchiv Karlsruhe und dem Internet den Hinweis gefunden, dass mein Großvater im Frühjahr 1942 in das SS-Sonderlager Hinzert bei Trier kam.

    Hier wurden ca. 800 ehemalige französische Fremdenlegionäre deutscher Staatsangehörigkeit untergebracht. Vermutlich kam er von hier in das Durchgangslager Niederbühl.

    Ich habe die Archivalien angefordert und bin gespannt was dort inhaltlich festgehalten wurde.


    Grüße

    Wolfi2

    Guten Abend,


    meine Recherche geht weiter, ich habe heute in der Aufgebot-Akte von 1942 eine Bescheinigung der GeStaPo des Durchganslager Niederbühl bei Rastatt zu meinem Großvater gefunden. Demnach befand er sich nach seiner Entlassung aus der Fremdenlegion vom 15.4.1942 - 29.8.1942 im DL der GeStaPo zur ideologischen Umerziehung.

    Da mir das Bundesarchiv die Auskunft erteilt hat, dass es keine weiteren Unterlagen zu meinen Großvater gibt, bitte ich um Hinweise wo evtl. Unterlagen des DL Niederbühl archiviert sein könnten.


    Grüße

    Wolfi2

    Hallo Eumex,

    daraus entnehme ich, dass das Btl. bis zur kampflosen Übergabe an die Alliierten im Sommer 1944 in Groß-Paris stationiert war. Da war mein Großvater ja fast wieder in seiner zweiten Heimat. Was wurde aus dem Btl.? Durften alle Soldaten kampflos Paris verlasse, gingen sie in die Gefangenschaft oder mussten sie an einer anderen Front weiter kämpfen?


    Grüße

    Wolfi

    Grüß Gott Eumex,


    danke für Deine Nachricht, ich hatte auch schon unter Lexikon-der-Wehrmacht geschaut. Liege ich da richtig, dass das Btl. 497 ein Sicherungs-Btl. war und die letzten Kriegsjahre in Frankreich stationiert war?

    Die online einsehbaren Publikationen von Georg Tessin erbrachten keine Hinweise zum T. S. Btl. 357. Diese Angabe hatte ich von der WASt erhalten. Aus dem Anschreiben an mich geht hervor, dass unter Truppenteil die Meldung vorliegt ab 01.07.1944 2. Kompanie Transport Sicherungs-Bataillon 357.

    Kritik angekommen, meine Scans sind dpplt. eingestellt. Aber an dem Tag lief das Forum sehr langsam, so dass mir hier der Fehler unterlaufen ist.

    Mit der WASt/Bundesarchiv habe ich heute nochmals telefonisch gesprochen und aus dem Telefonat gingen keine weiteren Erkenntnisse hervor.


    Grüße

    Wolfi

    Hallo,


    ich bitte um Eure Hilfe und fange mal so an.

    Mein Großvater war von 1926 - 1941 Angehöriger der Fremdenlegion und diente in Nordafrika und zuletzt in Indochina. Während der Zeit bei der Legion erwarb er die franz. Staatsbürgerschaft. Die deutsche Staatsbürgerschaft wurde ihm 1940 durch die Nazis als verlustig erklärt. Nach seiner Entlassung aus der Legion wohnte er in Marseille und musste sich den deutschen Militärbehörden stellen. Danach begab er sich 1941/42 zurück in seinen Heimatort in Deutschland. Hier sollte er sich wieder als Deutscher beweisen und eine Familie gründen. 1943 heiratete er und wurde noch im gleichen Jahr als Grenadier zur Wehrmacht einberufen.

    Meine Anfrage bei der WASt/Bundesarchiv zu seiner Dienstzeit bei der Wehrmacht erbrachte nur die Hinweise auf einer Personenkarte. Näheres zu seiner Zeit in Fremdenlegion wurde nicht belegt bzw. liegt vielleicht nicht vor, obwohl ich annehme, dass man damals genau gewusst hat wen man sich in seine Einheit holt und welchen Dienstgrad und auch Kampferfahrung er mitbrachte.

    Da ich aus dieser Personenkarte nicht schlau werde bitte ich Euch mir zu sagen, wo die Einheit stationiert war und wo sie sich zum Kriegsende befand. Es gibt auch keinen Hinweis auf eine Kriegsgefangenschaft von der WASt, was mich alles sehr verwundert.


    Grüße

    Wolfi2Pers..jpg

    Pers..jpg

    Hallo Karl,


    danke für Deinen Hinweis. Auch diesen Versuch und über eine Kameradschaft der Fremdenlegion habe ich schon versucht, aber leider negativ.


    Gruß

    Wolfi2

    Hallo,

    ich habe durch Zufall heute Eure interessanten Beiträge zu ehemalige Legionäre in der Wehrmacht gelesen. Auch mein Großvater wurde 1926 zur Fremdenlegion geworben und diente 15 Jahre in Nordafrika und zuletzt in Indochina. Im Frühjahr 1933 befand er sich auf Urlaub in Deutschland bei seinen Eltern. Überliefert ist, dass um 1941 seine Dienstzeit bei der Legion endete und er danach in Marseille lebte.

    Während seiner Zeit in der Legion hatte er die französische Staatsbürgerschaft erworben. Der deutschen Staatsangehörigkeit wurde er durch die Nazis öffentlich als verlustig erklärt am 24.10.1940.

    Durch deutsche Militärbehörden in Frankreich wurde er aufgefordert sich zurück nach Deutschland zu begeben, wo er 1941/42 wieder in seinen Heimatort zurück kam. Hier soll er dann durch Behörden aufgefordert worden sein sich wieder als Deutscher zu beweisen und eine Familie zu gründen. Er heiratete und wurde danach am 27.3.1943 als Grenadier zur Stamm-Kompanie Grenadier-Ersatz-Bataillon 497 später 357 einberufen.

    Nun habe ich versucht zu recherchieren anhand nachgelassener Fotos als Legionär und einem franz. Pass und habe bis heute nicht viel erreichen können. Auch meine Anfrage an die Legion in Marseille blieb erfolglos. Auskünfte zu ehemalige Legionäre werden nur an Angehörige 1. Grades erteilt. Schade ich bin nur Enkel und weiter lebt keiner mehr von der Familie.

    Danach habe ich mich an die WASt/Bundesarchiv gewendet und nach langer Wartezeit vor einigen Tagen Inkedxxx_LI.jpgIMG.jpgals Antwort den Scan der Personalkarte erhalten. Weitere Unterlagen sind nicht existent.

    Ich stelle mal die Karte hier in dieses Forum ein und bin mir nicht sicher, ob es besser ist sie unter Truppenteile der Wehrmacht einzustellen. Bin dankbar für jeden Hinweis aus dieser Personenkarte. Mich würde interessieren wo befand sich die Einheit bzw. zum Kriegsende. Auch eventuelle Hinweise zur Kriegsgefangenschaft.


    Viele Grüße

    Wolfi2