Posts by rebelau

    Lieber Karl,

    zu ergänzen ist vielleicht noch, dass man sich schon vor 1932, insbesondere in Polen, bemüht hatte, die neue Methode der Verschlüsselung von Funksprüchen bei der Reichswehr zu knacken. Eines der in den Zwanziger - Jahren frei verkauften Exemplare stand dem polnischen Generalstab zur Verfügung, jedoch konnte ohne die geheimen Anweisungen für die Einstellung der Schlüsselwalzen keiner damit so recht was anfangen. Ein Angestellter der Chiffrierabteilung der Reichswehr spielte dann 1932 die Dokumente dem französischen Geheimdienst zu und durch diesen erlangte man auch in Polen Kenntnis davon.

    Quelle: Boeddeker, a.a.o., S.113 f

    Herzliche Grüße

    Eberhard

    Hallo Leute,

    zur Geschichte der Enigma-Entschlüsselung und ihrer Auswirkung auf den U-Boot-Krieg gibt es eine meiner Auffassung nach recht kompakte und gute Darstellung schon aus den Achtzigerjahren, nämlich:

    Günter Böddeker. Die Boote im Netz. Bergisch Gladbach 1981.

    Im Literaturverzeichnis finden sich auch die wichtigsten seinerzeit verfügbaren Quellen hierzu. Böddeker führt aus, dass Dönitz während des gesamten Krieges nichts von der Entschlüsselung wusste. Offenbar hatte es den Briten niemand zugetraut, obwohl der deutsche B-Dienst ja auch britische Funksprüche entschlüsseln konnte.

    Auch der Marinehistoriker Jürgen Rohwer hat sich mit dem Thema auseinandergesetzt.: J. Rohwer und E. Jäckel (Hrsg.). Die deutsche Funkaufklärung und ihre Rolle im Zweiten Weltkrieg. Stuttgart 1975.

    Die Briten haben lange zu diesem Thema geschwiegen. Erst 1974 erlaubte das britische Verteidigungsministerium dem Luftwaffenoffizier Frederick W. Winterbotham, die Öffentlichkeit über die Tatsache der Entschlüsselung zu informieren. Auch Dönitz erfuhr erst zu dieser Zeit etwas davon.

    Ob die Tatsache, dass die Briten (meist zeitverzögert) mitlesen konnten, wirklich in Hinblick auf die "Schlacht im Atlantik" kriegsentscheidend gewesen ist, mag dahingestellt bleiben. Bödeker behauptet es, ich habe aber (auch von U-Boot-Kommandanten) auch andere Meinungen gehört. Ein entscheidender Vorteil war es für die Briten (und damit später auch für die Amerikaner) allemal.



    Herzliche Grüße

    Eberhard

    Hallo Leute,

    München (derzeit Zentrum der Welt):

    Seit zwei oder drei Tagen geht es ganz langsam, schon der Aufruf, dann auch die einzelnen Schritte. Alles was man aufruft braucht ca. mindestens eine halbe Minute, oft länger.


    Herzliche Grüße

    Eberhard

    Hallo Micha,

    ich finde die Hinweise gut. Es muss ja deshalb niemand was anschauen, aber manchmal übersieht man auch was, was man doch mal gern gesehen hätte.

    Herzliche Grüsse

    Eberhard

    Hallo,

    Na also Rurskij und Kurskij kann man in der Tat leicht verwechseln. So entstehen manchmal Irrtümer, die sich oft halten, weil der eine wieder vom anderen abschreibt usw. Da gibt es ja schon aus der Bibel so manches Beispiel. Das ist als schon seit Adam und Eva so....

    Herzliche Grüsse

    Eberhard

    Hallo,

    es kann natürlich sein, dass aus russischer Sicht eine derartige Geschichte willkommen ist - stellt sie doch die Operationen der Roten Armee in ein ensprechendes Licht. Model war ja einer der gefürchtetsten Gegner - er hat ja schon vor Moskau im Winter 1941/42 den endgültigen Durchbruch verhindert. Noch gefährlicher war Manstein, ohne dessen strategische Erfolge die Schlacht bei Kursk gar nicht stattgefunden hätte.

    Was aber bringen solche Verfälschungen auf Dauer?

    Herzliche Grüsse

    Eberhard

    Hallo AP,

    Das Ganze ist doch überhaupt nicht schlüssig. Models Werdegang und auch sein Tod sind sehr gut dokumentiert, er hatte nach Kursk noch eine ganze Reihe hoher Kommandos, beispielsweise 1944 bei der Vernichtung der HG Mitte und später an der Westfront. Sein Ende wurde hier im Thread auch schon genau geschildert - warum sollte gerade Manstein solch einen unplausiblen Zusammenhang behauptet haben?

    Ich glaube schon auch, dass da einiges durcheinandergeraten ist...

    Herzliche Grüsse

    Eberhard

    Lieber Bert,

    ich kenne seine Bücher auch, die beiden über den Ostfeldzug und eines über Afrika.

    Meiner Meinung nach ähnelt er im Stil Werner Beumelburg, der sehr viele Bücher über den 1. Weltkrieg verfasst hat.

    Interessant ist sicher seine Tätigkeit im Auswärtigen Amt; hierzu schreibt u.a. Rudolf von Ribbentrop in seinem Buch.

    Seine historische Genauigkeit wird mittlerweile vielfach in Frage gestellt, sicher zurecht. Allerdeings gibt es meines Wissens bis heute auch nicht sehr viele gute Gesamtdarstellungen gerade über den Ostfeldzug. Damals gab es zumindest keine vergleichbaren.

    Herzliche Grüsse

    Eberhard

    Hallo Matthias,

    Ich kannte den Kameradenkreis des NR 570. Die haben sich in München bis Mitte der Einerjahre noch regelmässig getroffen. Ich kannte Amboss, Graf Zedtwitz, Bartusch und noch viele andere. Schorsch Knapp war der Letzte er starb ca. 2015.

    Daher hat mich auch die Stellenbesetzung interessiert. Mein Vater diente bis zum Herbst 1941 im Regimentsstab.

    Herzliche Grüsse

    Eberhard


    Edit: mich würden weitere Unterlagen zum Regiment interessieren, auch Personalunterlagen KTB usw. Wenn Du mir da weiterhelfen könntest?

    Hallo Paul,

    Interessanter Beitrag, wichtige Fakten, nur sehe ich keinen Widerspruch zu unseren vorigen Beiträgen.

    "Seltsame Gerüchte" gibt es immer wieder und ganz sicher besonders in Kriegszeiten...


    Eumex, darüber ist ja auch schon viel nachgedacht und geschrieben worden.

    Die Frage führt schnell in die Tiefe. Worum ging es den kriegführenden Parteien 1944? Um die Beseitigung Hitlers und seines Regimes? Oder um die Ausschaltung des Deutschen Reiches als Gross - bzw. Militärmacht?

    Je nachdem was für eine Antwort rauskommt, wäre ein sofortiger Waffenstillstand oder die Fortführung des Krieges die Konsequenz gewesen...

    Heruliche Grüsse

    Eberhard

    Lieber Bert,

    Hitler selbst wollte immer eine Verständigung mit GB, eine solche mit der Sowjetunion lehnte er grundsätzlich ab.

    Ribbentrop hat in seinen "Erinnerungen" betont, er sei immer gegen einen Angriff auf die Sowjetunion gewesen und habe auch eine Verständigung angestrebt. Sein Sohn hat das in seinem Buch auch dargelegt.

    Fakt ist wohl, dass eine aktive Aussenpolitik seit 1941 praktisch nicht mehr stattgefunden hat.

    Aber ein realer Hintergrund für derartige Gerüchte war wohl schon da.

    Herzliche Grüsse

    Eberhard