Posts by rebelau

    Hallo Detlef und Thomas!

    Vielen Dank für die Hinweise!

    Ich dachte mir schon, dass keine größeren Kämpfe mehr stattgefunden haben.

    Es kamen zum Schluss auch Einheiten in die Gegend, die zuvor im Westen eingesetzt waren und dann über den Harz (April) und die Lüneburger Heide in diesen Raum ausgewichen sind. Konkret geht es um die Nachr. Aukl.Abt. 9 und 13, die waren wohl beim Gut Redefin und haben von dort aus die Funksprüche zur geplanten Aufteilung abgehört, um den Sowjets auszuweichen, was auch gelang (Rückzug ins letzte unbesetzte Gebiet Schleswig-Holstein).

    Vielleicht findet sich in dem Buch was darüber?

    Herzliche Grüße

    Eberhard

    Hallo Leute,

    hat jemand Informationen (oder weiß jemand wie man an solche kommen könnte), welche Einheiten sich in den letzten Kriegstagen in und um Schwerin, speziell auch um das Gut Redefin herum, befunden haben? Dort war ja dann die Demarkationslinie zwischen Engländern und Sowjets.

    Wurde da noch gekämpft?

    Danke schon mal!


    Herzliche Grüße

    Eberhard

    Hallo Ingo,

    Bin aber noch nicht zum lesen gekommen

    Aber nun ist er bald dran....

    Ich werde berichten

    ... und ich würde gern erfahren, was Du davon hältst.

    Der Preis ist ja schon recht ordentlich, der Umfang beachtlich....


    Herzliche Grüße

    Eberhard

    Hallo Leute,

    ich möchte an dieser Stelle auf ein allerdings schon im vorigen Dezember erschienenes Buch hinweisen:

    Hans Jürgen Kaack.

    Kapitän zur See Hans Langsdorff.

    Der letzte Kommandant des Panzerschiffes Admiral Graf Spee. Eine Biografie.

    Erschienen bei Ferdinand Schoeningh. Gebunden, 724 Seiten, 83 Abb., Preis 68 €.

    ISBN 978 3506 7026 23


    In der Buchvorstellung heißt es:

    Der Autor beschreibt einen Offizier, der zeitlebens versuchte, seine geistige Unabhängigleit zu bewahren. Die Achtung vor der Würde des Menschen kennzeichnet seinen Wertekanon, den er auch im Kriege einhielt.

    Indem Kaack seinen Protagonisten in dessen jeweilige politische und soziale Umwelt einbettet, legt er zugleich ein Stück Mentalitätsgeschichte der deutschen Marine in drei Epochen vor.


    Das klingt vielversprechend, sicher was für ausdauernde Leser und eher nix für Sparfüchse...

    Herzliche Grüße

    Eberhard


    Hallo Johann,

    das sieht interessant aus, ein guter Hinweis!

    Das Buch ist ja doch als "Klassiker" zu sehen, auch wenn Jünger zu den umstrittensten Autoren gehört. Seine minuziöse, detaillierte Beschreibung der Kriegswirklichkeit ist äußerst bemerkenswert, seine Sprache brillant.

    Herzliche Grüße

    Eberhard

    Hallo Leute,

    Was wollte Vizeadmiral Graf v. Spee in Port Stanley?

    Nach dem Seesieg bei Coronel war das Ziel, den Briten eine weitere prestigeträchtige Schlappe zu verpassen, indem Gneisenau und Nürnberg an der Einfahrt von Port Stanley ein Landungskprps ausschiffen sollten, um den britischen Gouverneur gefangenzunehmen. Ferner war geplant, die Telegrafenstation zu zerstören und die Kohlelager in Brand zu stecken.

    Bei der Kommandantenbesprechung waren die meisten gegen den Plan, zumal das Schicksal der Emden, die bei einem ähnlichen Unternehmen versenkt worden war, allen noch gegenwärtig sein musste. Der Kommandant der Gneisenau, Kpt. z.S. Gustav Otto Maerker fand deutliche Worte und warnte dringend vor dem Unternehmen.


    Dass die Briten zwei Schlachtkreuzer dorthin beordert hatten, wusste niemand. Graf Spee rechnete zwar mit einer Reaktion der Engländer, aber wohl nicht in so kurzer Zeit.

    Daher wohl auch als weiterer Fehler die fehlende Aufklärung. Die hätte einer der kleinen Kreuzer leisten müssen, während das Geschwader noch in sicherer Entfernung blieb.

    Gegen die britischen Schlachtkreuzer, einmal in Fahrt, hatte Spees Geschwader mit den langsamen, alten Panzerkreuzern keine Chance.

    Quellen:

    Pochhammer, Graf Spees letzte Fahrt.

    Busch/v Forstner, Unsere Marine im Weltkrieg.

    Maria Teresa Parker de Bassi, Kreuzer Dresden.


    Hrrzliche Grüße

    Eberhard

    Hallo Thomas,

    den Autor kannte ich bis dato nicht.

    Die Veröffentlichung des Berichts ist sicher interessant, darum ging es mir.

    Der Verlag brachte meines Wissens bisher keine geschichtsrevisionistischen Veröffentlichungen heraus, deshalb überrascht mich das auch.

    Habe kein Problem damit, wenn der Beitrag hier gelöscht wird.


    Herzliche Grüße

    Eberhard

    Hallo Leute,

    mal wieder was Neues, diesmal mehr auf der politischen Ebene:


    Stefan Scheil. Abschreckungspläne. Der Hauptbericht Joachim von Ribbentrops als deutscher Botschafter in London vom Dezember 1937. Helios Verlag Aachen. ISBN 978-3-86933-252-9.


    185 S., Harccover, fadengeheftet, 14,7 x 21,6 cm, Preis 19,90 €.


    Ribbentrop hatte den Auftrag, die Beziehungen zu Großbrittanien zu sondieren oder sogar ein Bündnis mit dem Inselreich zustandezubringen - Hitlers Utopie, die der abschließende Bericht über die Botschaftertätigkeit und die Absichten der britischen Regierung klar widerlegt .Trotzdem ließ sich der Diktator davon wohl nie wirklich abbringen.

    Der Bericht dürfte als wichtige Quelle zur deutschen wie auch zur britischen Außenpolitik vor dem II Weltkrieg anzusehen sein und damit ist die - vom Autor kommentierte - Veröffentlichung sicher für Interessierte sehr lesenswert.


    Herzliche Grüße

    Eberhard

    Hallo Viktor, hallo Rainer


    "Schwerter zum Pflug scharren!"

    der Spruch ist gut, das, was dahintersteht, eher nicht.

    Da schlummert möglicherweise noch so einiges unter der Erde.

    Aber so ähnlich hätte ich es mir vorgestellt.


    Herzliche Grüße

    Eberhard

    Lieber Karl,

    hast Du genauere Informationen, was mit dem verwahrten Waffenarsenal der NVA passiert ist?


    1990 gab es noch viele Nationen, auch in Nah-Ost welche russische Kampfmittel verwendeten,

    und auch das Baltikum hatte Bedarf.

    Wurden die Kampfmittel also verscherbelt (exportiert)? Oder eher verschrottet?


    Herzliche Grüße

    Eberhard

    Hallo Leute,

    ... und weiter geht´s mit den Biografien:


    Bodo Kleine.Bevor die Erinnerung verblaßst. Als Infanterist an der Ostfront zwischen Woronesch und Königsberg bei der 377. Inf.Div. und der 367.Inf.Div. Autobiographie. Helios Verlag 2020.


    208 S., 29 Abb., Hardcover, fadengeheftet. 14 x 21 cm. ISBN 978-3-86933-253-6. Preis: 19,90 €.

    Hier die Kurzbeschreibung des Verlages:

    Der Autor:

    Geboren am 15.7.1923 in Katzhütte/Thüringer Wald. 1940 Beginn einer Ausbildung bei der Zollverwaltung. April 1942 in die Wehrmacht eingezogen, Einsatz als Gruppenführer bei der 377. Infanterie-Division an der Ostfront im Raum Woronesch am Don. Teilnahme im Januar/Februar 1943 an den Rückzugskämpfen der 2. Armee von Woronesch bis Obojan-Sumi. Nach einem Lazarettaufenthalt Teilnahme an einem Fahnenjunker-Lehrgang an der Kriegsschule Hagenau/Elsaß und anschließender Beförderung zum Leutnant. Danach Einsatz bei der 367. Infanterie-Division. Im Winter 1944/45 mit dieser Division nach Ostpreußen verlegt und dort in der Festung Königsberg in Gefangenschaft geraten. Nach dreieinhalb Jahren Gefangenschaft Oktober 1948 nach Eisenach entlassen. Anschließend berufl iche Tätigkeit im öffentlichen Dienst (Zolloberamtsrat).


    Herzliche Grüße

    Eberhard

    Hallo Johann,

    ein interessanter Fund. "Nordwind" gehört auch zu den bisher wenig beachteten Unternehmen des Krieges. Sozusagen im Schatten dervArdennenschlacht - erst im den letzten Jahren kamen einige wenige Veröffentlichungen dazu.

    Herzliche Grüße

    Eberhard

    Hallo Leute,

    erst nochmal danke für die vielen Beiträge und Hinweise; die zeigen, dass da doch einige möglicherweise auch nicht ganz geklärte Fragen drinstecken, für mich ein interessantes und in gewisser Weise - bezogen auf das letzte Kriegshalbjahr - auch einmaliges Phänomen.

    Jedoch empfinde ich den Raum, der dem Schörner in den Beiträgen eingeräumt wird, unangemessen groß.

    Paul, der Thread ging ab einem gewissen Punkt in diese Richtung, wobei es nicht meine Absicht war, vorrangig über Schörner zu diskutieren. Er gehört allerdings zum Thema "Kurland", das ist ja unbestritten.


    Ich schlage vor, den Blick wieder auf den Kurlandkessel zu richten.

    Justus, das ist auch ganz meine Meinung! Wie gesagt, trennen kann man es nicht wirklich, und ich fand alle hier vorgetragenen Ausführungen zu Schörner höchst interessant, aber mir geht es schon um die Ereignisse in Kurland als solche, im Ganzen, und gerade auch die Zeit nach Schörner betreffend.



    Andererseits war der Kampf um Berlin und das schnelle Vorrücken auf die Westalliierten wichtiger als ein Stellungskrieg in Kurland.

    Das ist wohl grundsätzlich schlüssig, aber immerhin gab es ja dann doch noch drei weitere Kurlandschlachten - die Frage ist wirklich, ob das nur gewissermaßen Pflichtübungen waren, um nicht sagen zu müssen, man hätte nix mehr gegen die Heeresgruppe Kurland unternommen; oder ob es doch ernst gemeinte Versuche gewesen sind, mit entsprechendem Menschen- und Materialeinsatz, die eingeschlossenen Truppen zu vernichten.

    Ich glaube schon, dass die zweite Alternative zutrifft, denn der Aufwand der Sowjets war doch erkennbar erheblich. Umso erstaunlicher bleibt dann doch die Tatsache im Raum stehen, dass die Heeresgruppe durchgehalten hat, auch noch während der letzten Wochen.


    Herzliche Grüße

    Eberhard

    Hallo Leute,

    es gibt wieder mal was Neues beim Helios Verlag:


    Wolfgang Heyll. Flaksoldaten. Autobiografie - Jugendliche als Luftwaffenhelfer bei der Flak im Westen und an der Ostfront.

    121 S., 13 Abb., Hardcover, fadengeheftet, 14 x 21 cm. Preis 16,80 €.

    ISBN 978-3-86933-250-5


    Aufgrund eines Führerbefehls mussten ab 1942 etwa 120.000 Luftwaffensoldaten für infanteristische Aufgaben abgestellt werden. Auch der Personalbestand der Flak-Einheiten wurde dadurch erheblich reduziert. Dies sollte durch den "Kriegshilfeeinsatz der Jugend bei der Luftwaffe" kompensiert werden: Schüler und Lehrlinge wurden an diversen Waffen der Fliegerabwehr ausgebildet - etwa 200.000 kamen bis zum Kriegsende zum Einsatz.

    Einer von ihnen war der Autor (geb. 1928), und er schildert hier seine Einsätze ab Januar 1944 in Weisweiler, Münster/Loddenheide, Faßberg und schließlich Frankfurt/Oder. Er geriet nach einer Verwundung in sowjetische Gefangenschaft.


    Herzliche Grüße

    Eberhard

    Hallo Leute,

    das ist natürlich ein Riesenfass, Schörner, wir hatten da ja schon mal einen Thread, vor einiger Zeit.

    Wolfgang, der Link ist sehr interessant, den SPIEGEL-Artikel kenne ich leider nicht. Geschrieben wurde viel über Schörner, bei der Truppe hat er sehr polarisiert. Viele waren gegen ihn, hielten sein militärisches Können auch nicht wirklich für überzeugend, andere verehrten ihn.

    Aber auch wenn er in Kurland längere Zeit den Oberbefehl hatte - die grundsätzliche Entscheidung, nicht mehr auszubrechen, wurde nicht von ihm getroffen. Und es wäre auch etwas billig, die Tatsache, dass Kurland durchgehalten hat, allein oder auch nur vorrangig seinem Können oder seinen Führungseigenschaften zuzuschreiben.


    Herzliche Grüße

    Eberhard

    Hallo Leute,

    wenn das, was Wirbelwind schreibt, zutreffen würde, dann wäre das schon ein starkes Stück gewesen.

    Kann es überhaupt sein, dass ein einzelner OB so weitreichende strategische Entscheidungen ohne Absegnung "von oben" treffen konnte? Ja, aber nur dann, wenn´s keiner durchschaut hat...


    Herzliche Grüße

    Eberhard