Posts by Baldrick

    Hallo zusammen,


    das Messer ist ein "Fallmesser", d. h. man muß den Griff mit der Öffnung nach unten halten, die Klinge durch einen Hebel/Feder freigeben und die Klinge fällt durch die Schwerkraft nach unten aus dem Griff heraus. Dann wird der Hebel losgelassen und die Feder arretiert wieder die Klinge.


    Das Messer wurde auch an fliegendes Personal ausgegeben. In der BW hat man es auch lange genutzt, es ist aber mehr als Werkzeug zu sehen, daher wird es auch nach dem eigentlichen Verwendungszweck "Kappmesser" genannt. Ob es noch in Gebrauch ist, weiß ich nicht - Mitte der achziger Jahre war das noch so.


    Fallmesser/Wiki


    Grüße,


    Ralf

    Hallo Bettina,


    schön das Du dich nach so langer Zeit noch einmal mit den Daten von der Wast meldest. :)


    Die Auflistung bestätigt ja die Vermutung, dass dein Opa mit dem Ersatztruppenteil in Minsk war. Ob man dadurch allerdings den Soldaten mit dem Deutschen Kreuz besser identifizieren kann glaube ich nicht.


    Viele Grüße,


    Ralf

    Hallo,


    der letzte Ia der 1. Infantriedivision, Egon Overbeck, schreibt in seiner Biografie, dass er nach seiner Evakuierung von der Frischen Nehrung nach Schleswig-Holstein noch im Mai 1945 nach Mürwik gefahren ist, um dort Bericht zu erstatten.


    Dieser Bericht (immer angenommen, dass er auch zu Papier gebracht worden ist) ist in den in Freiburg befindlichen Unterlagen zur 1. ID nicht vorhanden.


    Jetzt frage ich mich, an welche Dienststelle der Regierung Dönitz sich Herr Overbeck für solch eine Berichterstattung wohl gewandt hat und wo der Bericht heute archiviert sein könnte ?


    Viele Grüße,


    Ralf

    Hallo Thomas,


    Tja, was möchtest Du denn jetzt wissen ? Ob ihn jemand kennt oder was man erkennt. ;)


    Zunächst ist das Bild seitenverkehrt. Zu erkennen ist ein ca. 50 jähriger Offizier bei einer Beerdigung (am Grab?). Sein Dienstgrad ist nicht zu identifizieren.
    Als Auszeichnung trägt er das EK II aus dem I. Weltkrieg mit der Wiederholungsspannge des II. WK.


    Grüße,


    Ralf

    Hallo Uwe,


    Danke für den Hinweis zu der ALA, ich hatte den Beitrag wohl übersehen und konnte ihn mit einigen Informationen ergänzen.


    Wäre interessant zu wissen, ob die "alte" Aufkl.Abt.1 zum Füs.Btl.1 geworden ist ?


    Gruß,


    Ralf

    Hallo Uwe,


    in einem Bericht, der nach den Kämpfen um Schirwindt vom Divisionsstab der 1. ID verfasst wurde, wird auch die ALA erwähnt:


    Quote

    Da Meldungen einlaufen, dass die Aufkl.-Lehr-Abt. der Div. auch am heutigen Tage wieder als einzelner Stützpunkt bei Wabbeln alle fdl. Angriffe abgewiesen und dabei ein fdl. Btl. zerschlagen hat, beantragt die Div. die Nennung der Abt. im Wehrmachtsbericht, weil sie sich bei wechselnden Unterstellungsverhältnissen, meist auf sich allein gestellt, beim Schutz der rechten Naht des Div- Abschnitts hervorragend geschlagen hat. Sie hat befehlsgemäß die Stellung bei Stanaiciai bis zu ihrem Zerschlagen gehalten, hat sich dann, mit Resten sich nach Westen durchschlagend, immer wieder als Stützpunkt festgesetzt und in schneidigen Gegenstößen die Überflügelung der rechten Flanke der Div. entscheidend erschwert. Am 21.10. 1944 erfolgte die Nennung der ALA der 1. I.D. mit ihrem den Heldentod gestorbenen Abt. Führer Rittmeister Rosenfeld und dem derzeitigen Abt. Führer Oblt. Rohrbeck.


    Ferner wird in der Gliederung der 1. Division für die Kämpfe bei Schirwindt die ALA (dort als Aufklärungs-Abt. 1 bezeichnet) als Korpsreserve geführt.


    Dort wird ebenfalls noch eine Pz. ALA 3 (3 Bttr´n 10,5 mot.) erwähnt.


    viele Grüße,


    Ralf

    Hallo,


    Mitte Oktober 1944 ist es um Schirwindt zu schweren Kämpfen gekommen. Willhuhnen liegt auch in diesem Gebiet, aber wenige KM weiter westlich.


    Die deutschen Truppen die dort eingesetzt waren gehörten fast alle zur 1. Infanteriedivision.


    Der eigentliche Kampf begann aber erst am 16.10. 1944, liegt also nach dem Todesdatum vom 12.10.44, was natürlich nicht ausschließt, dass es dort vorher schon zu kleineren Kampfhandlungen gekommen ist.


    Lt. meinen Unterlagen kam es in Wilhuhnen erst am 21/22. zu Kämpfen, auf deutscher Seite war dort das Füs.Btl.1 (Kdeur. Rittmeister Lange) eingesetzt.


    zum Füs.Btl.


    Quote

    Jörg Wurdack Montag, 12. August 2002, 23:37:44 Uhr Kleine Korrektur: Nicht die Radfahrabteilungen, sondern die Aufklärungsabteilungen der Infanteriedivisonen wurden in Füsiliere umbenannt. Das war also nicht nur ein Traditionsname. Die Aufklärungsabteilungen sollten eigentlich je eine Reiter-, eine Radfahr- und eine schwere Schwadron haben. In der Praxis gab es aber gerade bei den späteren Aufstellungswellen völlig andere Zusammensetzungen. Seit 1942 hießen die meisten Aufklärungsabteilungen der Inf.Div. Radfahr-Btl. oder Abt., wenn sie mit der Panzerjäger-Abt. gekoppelt waren, nannte man sie Schnelle Abteilung. 1943 taufte man Radfahr-Btl und Schnelle Abteilungen wieder in Aufklärungs-Abteilung, daraus wurde dann das Füsilier-Btl mit vier Kompanien, gegliedert wie ein Grenadier-Btl, allerdings eine Kompanie auf Fahrrad. Diese Divisions- Füsilier-Bataillone zählten zur Infanterie und trugen die Waffenfarbe Weiß. Einige davon wurden zu Füsilier-Bataillonen mit Kavallerietradition erklärt, trugen die offizielle Bezeichnung "Div. Füs.Btl (A.A.)" - Aufklärungsabteilung und hatten als Waffenfarbe goldgelb. Außerdem gab es noch einige Infanterie-Regimenter, die bei der Umbenennung der Infanterie im Oktober 1942 nicht wie üblich in Grenadier-, sondern diesmal tatsächlich aus Traditionsgründen in "Füsilier-Regimenter" umbenannt wurden, das waren die Rgt: 22, 26, 27, 34, 39, 68, 202, 203, 230, 334, Feldherrnhalle, Großdeutschland.


    So könnte es mit der Erkennungsmarke im weitesten Sinn einmal passen, die aufgeprägte Einheit war hier jedenfalls eingesetzt.


    Viele Grüße,


    Ralf

    Hallo Joseph,


    es ist definitiv eine Schützenschnur, die Dein Opa auf Bild 3 trägt. Sie sagt nichts über den Dienstgrad aus, außer das er zu dem Zeitpunkt kein Offizier war, da diese die Schützenschnur nicht tragen durften.


    Ich vermute, dass alle drei Fotos Vorkriegsaufnahmen sind. Nr. 2 ist die frühste Aufnahme, dann kommt Nr. 1 und dann 3. Auf dem Bild 1 trägt er auf dem Ärmel eine geschwungenes Abzeichen, das ist auch eine Schießauszeichnung (Scharfschütze an einer Waffe) - diese wurden später durch die Schützenschnur abgelöst.


    Das zweite Abzeichen unter dem Reiterabzeichen wird wohl das Sportabzeichen gewesen sein.


    Es ist ja nicht auszuschließen, dass Dein Opa später Rittmeister wurde, nur ist dieser Dienstrang auf den Bildern nicht abgebildet. Um hierzu mehr zu erfahren solltest Du bei der Wast (siehe: Grundlagen zur Suche) einen Antrag über seinen militärischen Lebenslauf stellen.


    Grüße,


    Ralf


    Edit: Nach Avias Beitrag habe ich noch einmal nachgesehen: Das Abzeichen "Scharfschütze an einer Waffe" sah tatsächlich etwas anders aus: Klick
    Ev. eine frühe Form, und auch ohne Stufe ?

    Hallo Joseph,


    Du hast geschrieben:


    Quote

    naja Rittmeister meinte ich wegen der Kordel die er auf dem Familienphoto trägt und das eine Abzeichen auf der Brust spricht auch für Reiterei oder nicht?


    Die Kordel, die Du meinst ist eine Schützenschnur und die konnte von jedem Mannschafts und Unteroffiziersdienstgrad, egal ob Kavallerie, Pionier oder Marine erworden werden. Die Schnur war also eine Schießauszeichnung und kein Rangabzeichen.


    Das Abzeichen auf dem ersten Bild hingegen könnte das Reiterabzeichen sein, und das würde die Annahme, dass er bei der Kavallerie war stützen.


    Grüße,


    Ralf

    Hallo Alfacinha,


    auf dem Tisch liegt noch ein "Swagger Stick", der wohl auch von dem höheren Warrant Officer 1 getragen wurde. Die Uniformierung und Tradition der britischer Streitkräfte ist ein ziemlich weites Feld, bei dem ich mich nur rudimentär auskenne, daher weiß ich nicht, ob dieser Stock ein Zeichen für eine ganz bestimmte Dienststellung oder allgemein von den WO´s getragen wurde.


    Hat Deine Oma vielleicht dort gearbeitet ?


    Mit einem deutlicheren Scann des Mützenabzeichens könnte man ev. noch die Einheit identifizieren.


    viele Grüße,


    Ralf

    Hallo,


    für mich sieht es ebenfalls so aus, als würde es das Abzeichen für Nachrichtenpersonal sein. Das zeigt ja auch das Bild der Ordensverleihung, bei dem noch ein anderer Soldat abgebildet ist, der dasselbe, besser erkennbare, Abzeichen trägt. Ferner deutet das Bild auf dem er mit Feldtelefon und Kabeltrommel zu sehen ist darauf hin.


    Da er bei der Artillerie war und der Blitz auf dem Nachichtenpersonalabzeichen in der jeweiligen Waffenfarbe ausgeführt war (hier: Rot auf dunklem Hintergrund), erscheint das Abzeichen oft nur als dunkler Fleck.


    viele Grüße,


    Ralf

    Hallo Miriam,


    die Bilder sind leider noch etwas klein, es ist aber zu vermuten, dass dein Opa, wie oben schon einmal erwähnt, die "Medaille zur Erinnerung an den 1. Oktober 1938" trägt.


    Hier (Wiki) kannst Du dazu noch einiges erfahren, der Farbwechsel Schwarz/Rot/Schwarz des Ordensband wird auch der auf der Bandschnalle deines Opas sein.


    Das Hochzeitsbild zeigt ihn, dem Anlaß entsprechend, im Paraderock. Seine Auszeichnung trägt er jetzt nicht als Bandschnalle, sondern im "Orginal".


    Sehr schön ist auch das Bild des Kavalleristen auf Kuven. ;)


    viele Grüße,


    Ralf

    Hallo Michael,


    vielen Dank für die zusätzliche Information.


    Die Schlaufe sollte das Bajonett wahrscheinlich zusätzlich gegen ein Herausfallen sichern, oder ?


    Grüße,


    Ralf

    Hallo Miriam,


    Dein Opa (links) hat den Dienstgrad "Unteroffizier", das erkennst Du an den umrandeten Schulterstücken und der Litze am Kragen der Jacke. Der rechte Soldat ist "Obergefreiter", hier ist der Dienstgrad am Abzeichen auf dem Ärmel zu erkennen.


    Auffällig ist, dass beide Reithosen und (teilweise) Sporen tragen. Die helle Umrandung der Schulterstücke und der helle Winkel auf dem Schiffchen (beim Obergefreiten) könnte darauf hindeuten, dass sie bei der Kavallerie waren, da die dortige Waffenfarbe Gelb war. Das ist auf S/W Fotos immer schwer bis garnicht zu erkennen. Sie könnten auch bei einem Reiterzug in einem Infanterieregiment gewesen sein, da wäre dann die Waffenfarbe "Weiß" gewesen.


    viele Grüße,


    Ralf

    Hallo Marc,


    Du könntest es einmal auf der englischsprachigen Seite Axis History probieren. Unter diesem Link kommst Du zu einem Beitrag, der sich mit der Identifikation von Ritterkreuzträgern beschäftigt. Du kannst es erstmal durchsehen, oder gleich mit deinem Bild eine Anfrage stellen.


    Grüße,


    Ralf

    Hallo Falk,


    hier noch einige Vorschläge:


    Du könntest einmal bei einem Copyshop anfragen, ob sie dir die Bilder einscannen.


    Kannst Du auf den Flugzeugen eine Kennung/Staffelzeichen erkennen ?


    Hast Du noch von den Kameraden deines Opas die Adressen, ev. gibt es da noch mehr Informationen.


    Gruß,


    Ralf

    Hallo Ferdi und alle anderen,


    mit liegt hier ein Bericht aus dem Bundesarchiv von 1965 vor, der von einem Kapitänleutnant a.D. Rausch geschrieben worden ist, und in dem es um die Abtransporte verwundeter Soldaten und Flüchtlinge von Kahlberg/Nehrung im Frühjahr 1945 geht:

    Ende Februar 1945 erhielt ich als Gruppenführer der 31. Minensuchflottille von der 9. Sicherungsdivision in Gotenhafen den Befehl, den Abtransport verwundeter Soldaten von Kahlberg durchzuführen. Mit 4 K.F.K. [Kriegsfischkuttern] und 2 Fahrprämen lief ich eines Morgens von Gotenhafen aus. Nach einigen Seemeilen peilten wir den Leuchtturm von Kahlberg. Die Gruppe ankerte und ich lief mit einem Fährprahm auf Land zu. Anleger, bzw. Brücke waren nicht vorhanden. Die Küste war hier flach, so dass wir 15 m vom Strand aufliefen. Mit einem Schlauchboot fuhr ich ans Ufer, um mit dem Chefarzt des Lazaretts Kahlberg wegen der Abtransporte Rücksprache zu nehmen. Der Strand war leer und nirgends ein Mensch zu sehen. Kahlberg lag durch einen Wald verdeckt etwa 300 m vom Strand entfernt. Als ich näher an Kahlberg heran kam hörte ich russische Laute und glaubte, die Russen seien schon bis Kahlberg durchgestoßen. Aber zum Glück war es nur eine Vermutung. Eine weißrussische Kompanie hatte hier Quartier gemacht. Die Verwundeten waren in Resevelazarette (ehemalige Badehotels) untergebracht und lagen schon auf Bahren in den Gängen, da alle anderen Räume schon überfüllt waren.Nach kurzer Rücksprache mit dem Chefarzt sollten die Sanka in der nächsten Stunde zum Strand rollen.Vom Strand zum Prahm bauten wir aus Gartentischen, Planken und Stellings einen provisorischen Steg. Inzwischen rollten die ersten Sanka mit den Schwerverwundeten heran und bald konnte auch der andere Fährprahm beladen werden. Die Gruppe lief dann nach Gotenhafen zurück. Ich blieb in Kahlberg und machte in einem Badehäuschen eine Verbindungsstelle auf, um von dort aus mit der Sicherungsdivision und Hafenkapitän weitere Transportschiffe anzufordern. Leichtverwundete, die nur Arm- und andere Verletzungen hatten mußten nach Stutthof laufen, da von dort aus noch Bahnverbindung bestand. Ein Lazarettschiff (ich glaube es war die Berlin) wurde ebenfalls im Anfang März beladen. Die Lazarette in Kahlberg waren schon Anfang März wieder aufnahmefähig. Die Einschiffung der Schwerverwundeten ging zum Glück ohne Fliegerangriffe ab. Der Russe war in den ersten Märztagen bis ans Frische Haff (ich glaube Tauroggen) vorgestoßen und schoß jetzt über das Haff. Die Trecks, die vorher über die Haffseite fuhren, bogen jetzt nach der Seeseite ab und passierten unsere Einschiffungsstelle. Gespanne mit 4 und 6 Pferden zogen die beladenen Wagen durch den weichen Seesand. Sie hofften, bald Gotenhafen zu erreichen und von dort weiter nach Westen zu fahren. Die Einschiffungsstelle war nun von Flüchtlingen überlaufen, die einen Teil ihrer Habe zurück ließen, um bald mit einem Schiff in Sicherheit zu kommen. Pferd liefen frei herum und überall standen Wagen mit zurückgebliebenen Sachen und Geräten. Die Abtransporte wurden mit allen verfügbaren Fahrpraähmen, K.F.K., R-Booten und Sperrbrechen durchgeführt. Inzwischen war auch ein fester Steg, 6 m lang und 1,5 m breit gebaut worden, um von hier Motorboote und Schlauchboote zu beladen. Der Russe hatte nun wohl auch festgestellt, daß bei Kahlberg Einschiffungen vor sich gingen und störte oft durch Angriffe die Einschiffungen.Polizeibeamte tauchten eines Tages auch am Strand auf, um bei der Einschiffung zu helfen und Volkssturmverdächtige zurückzuhalten. Feldgendarmen überprüften die Soldaten. Ein Pionierzug mit großen Schlauchbooten meldete sich eines Tages bei mir, um bei der Einschiffung eingesetzt zu werden. Leider konnten die großen Boote nur bedingt eingesetzt werden, da sie bei Seegang vollschlugen. Als die Einschiffungen schon ihrem Ende zugingen, kam ein Baurat und sollte 2 Schuten versenken und einen festen Anleger bauen. 2 Schuten rollten auch am nächsten Tage an und wurden versenkt. Sie boten bei Seegang etwas Schutz, kamen aber als Anleger nicht mehr zum Einsatz, da kein Material mehr herankam.
    [........]
    Einige Tage vor dem Absetzten nach Hela mußte ich nach Windau zurück und übergab die Verbindungsstelle an einen Lt. z. See. Der Stabschef der 9. Sicherungsdivision in Gotenhafen sagte mir bei der Abmeldung, daß über Kahlberg 18.000 Soldaten und Flüchtlinge verschifft wurden.


    Ein weiter Bericht über die letzten Kriegstage in Kahlberg findet sich auch hier:


    Fluchtereignisse auf der Frischen Nehrung


    aus: Dokumentation der Vertreibung der Deutschen aus Ost-Mitteleuropa,
    Herausgegeben vom Bundesministerium für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte, 1954


    Quelle Bericht Rausch: Bundesarchiv, Sammlung Engelhardt


    Grüße,


    Ralf

    Hallo Sylvia,


    ich fürchte, dass das Bild bei deinen Recherchen nicht allzu hilfreich sein wird. Die Aufnahme ist dafür zu allgemein, denn Gruppenfotos gibt es zu tausenden. ?(


    Es war damals durchaus üblich, dass bei einem Lehrgang ein Erinnerungsfoto aufgenommen wurde, zumindest in den Vorkriegsjahren und den ersten Kriegsjahren war das an der Tagesordnung.


    Auf der Aufnahme kann ich auch keinerlei Hinweis auf eine bestimmte Einheit erkennen, hast Du einmal auf der Rückseite nachgesehen, ob da etwas steht ?


    Falls nicht zufällig jemand die Gebäude erkennt, kann der Aufnahmeort überall gewesen sein.


    Es ist ja auch nicht klar, welche Funktion der Gesuchte hatte, so dass viele "Fachrichtungen = Schulen" in Betracht kämen, wie z.B. Beobachter, Bordschütze, Pilot, usw., denn es gab bei weitem nicht nur eine Schule, sondern für jeden Zweck eine andere.


    Selbst wenn Du die Schule und den Jahrgang kennen würdest, wäre eine hier eine weiterführende Suche schon schwer genug.


    Eine Anfrage an die Wast halte ich daher am sinnvollsten.


    viele Grüße,


    Ralf

    Hallo Marcus,


    ich habe gestern einmal das Buch: "Pillau-Chronik eines Untergangs" von H. Blocksdorf, Mittler Verlag, Hamburg 2000 durchgesehen. Die Einteilung der Straßenkommandanten unter dem Kommando von Däumich wird dort für den 5. März angegeben und zwar genau die Personen, die auch in der oben beschriebenen Aufstellung erwähnt werden. Im Literaturverzeichnis des Buches werden auch Dokumente aus dem Bundesarchiv genannt, vermutlich hat der Autor daher seine Angaben zu diesen Männern und vermutlich hat er sich auf dieselbe Aufstellung wie sie im Eingangspost beschrieben ist, bezogen.


    In dem Buch finden sich noch weitere Angaben, die die Polizei betreffen, so soll ein Großteil der Polizisten aus Memel gekommen sein, u.a. heißt über die Absicherung einer Einschiffungsstelle: "Auch der Leiter der Pillauer Ortspolizei, Hauptmann Reps, hatte keine Polizeigewalt mehr. Das Kommando hatte ein ortsunkundiger höherer Polizeioffizier aus Memel übernommen."


    Für den 27./28. Januar wird die Zuweisung des Hauses Hindenburgstr. 14 an SS-Brigadeführer Hellwig und seinen Stab angegeben.


    viele Grüße,


    Ralf